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Bauingeneurwesen: Studium made in M-V

Jesse: „Gut ausgebildete Fachkräfte stärken die Wirtschaft in MV und sichern zukünftige Infrastrukturprojekte“

Rostock – Heute, am 1. Juli 2026 haben Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Dr. Gesa Haroske, Präsidentin der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern, Tina Pöllich, Geschäftsführerin bei ICN Ingenieure GmbH, Professor Dr. Volkmar Zabel und Lisa Schwegmann von der Universität Rostock sowie Dr. René Firgt, Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern zehn Studierende zum Start ihres Bauingenieurstudiums in Rostock begrüßt.

Staatssekretärin Ines Jesse: „Für unsere Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen arbeiten Land, Wirtschaft und Verwaltung Hand in Hand erfolgreich zusammen. Mit diesem Studium leisten wir schon heute einen wichtigen Beitrag dafür, dass Infrastrukturprojekte in M-V auch in Zukunft effektiv geplant und umgesetzt werden können. M-V ist ein attraktiver Studienstandort mit einer modernen praktischen Orientierung und starker wissenschaftlicher Ausbildung.“

In Mecklenburg-Vorpommern herrscht ein großer Bedarf an qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren – in Bauverwaltungen, Planungsbüros und Bauunternehmen gleichermaßen. Um dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken, haben sich Planungsbüros, Bauunternehmen sowie die öffentliche Verwaltung zusammengeschlossen und gemeinsam ein innovatives Praxiskonzept entwickelt: ein bezahltes Vollzeitstudium. Dieses Studienmodell verknüpft Wirtschaft und Verwaltung eng miteinander und macht das Bauingenieurstudium attraktiver, um gezielt Nachwuchs zu gewinnen und langfristig zu sichern.

In diesem Jahr startet bereits der dritte Jahrgang in das Studium. Neu ist, dass die Studierenden ab diesem Jahr zusätzlich die akademische Ausbildung an der Universität Rostock nutzen können. „Wir freuen uns mit der Universität Rostock einen weiteren starken und attraktiven Partner gefunden zu haben“, sagt der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern Dr. René Firgt.

Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass der Studiengang die perfekte Brücke zwischen Theorie und Praxis schlägt. Die akademische Ausbildung an der Universität Rostock und der Hochschule Wismar wird durch reale Einblicke in Unternehmen und Verwaltungen ergänzt. Das praxisbegleitende Bauingenieurstudium ermöglicht es Studierenden, frühzeitig Kontakte in die regionale Wirtschaft zu knüpfen und sich beruflich zu orientieren.

Die Studierenden des Jahrgangs 2026 werden bei ihrem Studium unterstützt von: Universität Rostock, Hochschule Wismar, Landesamt für Straßenbau und Verkehr M-V, Straßenbauämter Schwerin, Stralsund und Neustrelitz sowie IPO Unternehmensgruppe GmbH, TSC Beratende Ingenieure für Verkehrsbau GmbH & Co. KG, Georg Koch GmbH, Ingenieurbüro Möller, EUROVIA, STRABAG AG, ASA-Bau GmbH, Klaeser & Partner, LUT – Landschaftsbau und Umwelttechnik GmbH, HEIDEN LABOR für Baustoff- und Umweltprüfung GmbH, INROS LACKNER SE und SCHWESIG INGENIEUR GmbH.

Das praxisbegleitende Bauingenieurstudium ist seit 2024 an der Hochschule Wismar angesiedelt und wird seit 2026 auch durch die Universität Rostock unterstützt. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, während des Studiums Praxisphasen in einem Bauunternehmen, einem Ingenieurbüro sowie bei der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung in einer der Regionen rund um Schwerin, Rostock, Stralsund und Neustrelitz zu absolvieren. Die angehenden Bauingenieurinnen und -ingenieure werden ab dem ersten Studientag finanziell und fachlich unterstützt. Sie erhalten ab dem ersten Semester eine monatliche Vergütung in Höhe von 950 Euro, die sich im Verlauf des Studiums auf 1.300 Euro erhöht.

Weitere Infos unter: www.bauing-dual-mv.de

Brandschutz-Ehrenzeichen für 50 Jahre Dienst

Schwerin – Erstmals wird ein Brandschutz-Ehrenzeichen des Landes für 50 Jahre aktive Dienstzeit in der Feuerwehr eingeführt. Das entsprechende Gesetz hat der Landtag heute beschlossen. Damit stärkt das Land die Anerkennung für ein außergewöhnliches und jahrzehntelanges Engagement im Brandschutz.

„Unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sind die Lebensader des Brandschutzes in Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als 27.000 Aktive leisten in Freiwilligen Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst – oft ehrenamtlich und unter persönlichem Risiko. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch eine sichtbare und dauerhafte Anerkennung“, sagt Innenminister Christian Pegel.

Der Brandschutz in Mecklenburg-Vorpommern beruht maßgeblich auf ehrenamtlichem Einsatz. In 957 Freiwilligen Feuerwehren sowie sechs Berufs- und drei Werkfeuerwehren sorgen Einsatzkräfte landesweit rund um die Uhr für schnelle Hilfe in Notlagen. Gerade in einem Flächenland ist dieses Engagement unverzichtbar für eine funktionierende Gefahrenabwehr.

„Ein halbes Jahrhundert Dienst in der Feuerwehr steht für außergewöhnliche Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Mit dem neuen Ehrenzeichen machen wir dieses Lebenswerk sichtbar und sagen Danke – auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes“, ergänzt Christian Pegel.

Mit dem nun beschlossenen Gesetz ist vorgesehen, dass die Verleihung des neuen Brandschutz-Ehrenzeichens für 50 Jahre aktiven Dienst mit einer Jubiläumszuwendung in Höhe von 300 Euro für ehrenamtlich tätige Feuerwehrangehörige verbunden ist. Damit setzt das Land ein klares Zeichen der Wertschätzung für Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben. Es ergänzt die bestehenden Auszeichnungen für 10 Jahre (Jubiläumszuwendung in Höhe von 100 Euro), 25 Jahre (Jubiläumszuwendung in Höhe von 200 Euro) und 40 Jahre (Jubiläumszuwendung in Höhe von 250 Euro) Feuerwehrdienst und würdigt damit in besonderer Weise ein ganzes Lebenswerk im Dienst der Sicherheit.

„Diese Auszeichnung ist weit mehr als ein Symbol – sie steht für Respekt, Dankbarkeit und Anerkennung gegenüber Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg für andere einsetzen“, betont Innenminister Christian Pegel abschließend.

OZ-Verdächtigungen entbehren jeder Grundlage

Schwerin – Am 29.06.2026 unterstellte Uwe Reißenweber, Reporter der OZ, dem Landwirtschaftsministerium sowie einer Mitarbeiterin des Innenministeriums Vetternwirtschaft. Dazu erklärt Agrarminister Dr. Till Backhaus: „Dieser Vorwurf ist vollständig absurd und der Artikel des Reporters an mehreren Stellen fehlerhaft.

„So wird behauptet, das LM habe ein Projekt ausgeschrieben, welches mit 300.00 Euro gefördert werden solle. Das ist falsch. Es handelte sich um ein EIP-Projekt aus dem Jahr 2021. EIP steht für Europäische Innovationspartnerschaft. Wie der Name vermuten lässt, ist es ein Projekt, das seit 2014 aus Mitteln der Europä­ischen Union gefördert wird. Seit 2016 kommt es in MV zur Anwendung.

Dabei geht es um regionale Projekte für mehr Nachhaltigkeit, Tierwohl und Ressourceneffizienz. Hierbei schließen sich Landwirte, Forscher und Berater zu sogenannten „Operationellen Gruppen“ (OG) zusammen, um innovative Ideen (z. B. Smart Farming oder neue Anbaumethoden) direkt in der Praxis zu erproben. Der Zusammenschluss von Theorie und Praxis ist eine wesentliche Fördervoraussetzung. Die Operationellen Gruppen nehmen dann an einem Wettbewerb teil.

Auch in MV haben 14 OGs dies getan. Über die Projekte hat eine unab­hängige Jury entschieden, der die Unternehmensberatung und Dienstleistung der Wirtschaft GmbH, der Bauernverband MV, der BUND MV, der DGB, die IHK und ein Mitarbeiter unseres Hauses angehörte. Von den 14 eingereichten Projektvorschlägen erhiel­ten vier einen Zuschlag – darunter die operationelle Gruppe um die Ratiodomo-Ing.-GmbH. Dieser OG gehören wiederum insgesamt sieben Projektpartner an.

Es wurde seinerzeit von der Jury nicht geprüft, ob unter den an den OGs beteiligten Firmen eventuell verwandtschaftliche Verbindungen zu Mitarbeitern des Landes bestehen. Dies wäre bei mehr als 37.000 Beschäftigten des Landes wohl auch nicht leistbar und ist auch rechtlich nicht zulässig. Dass eine Minder­heitsgesellschafterin eines der Unternehmen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt hatten, Beamtin eines anderen Ministeriums war, war nicht bekannt.

Eine Beteiligung des Innenministeriums oder gar der im Artikel benannten Beamtin des Innenministeriums erfolgte im Rahmen des daher Förderverfahrens nicht.

Der OZ-Artikel suggeriert jedoch, die unabhängigen Jurymit­glieder hätten einer Firma Fördergelder zukommen lassen, von der sie wussten, dass die Tochter des Geschäftsführers für ein gänzlich anderes Ministerium arbeitet und über Firmenanteile verfügt. Dies ist schon von Ansatz her eine an Verschwörungs­theorien grenzende Spekulation, die sich offenbar auf eine unsinnige Anzeige stützt. Welche Motivation dahintersteckt, ist im LM nicht bekannt.

Eine ehrabschneidende Berichterstattung auf eine denunziatorische Anzeige eines ehemaligen Mitarbeiters zu stützen, ohne tiefgreifende Recherche, ist aus meiner Sicht mit Journalistischen Grundsätzen nicht vereinbar. Hier ist eine Korrektur der Berichterstattung und eine Entschuldigung bei den Betroffenen angezeigt.“

Neues Brandschutzgesetz beschlossen

Schwerin – Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat heute das neue Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz für Mecklenburg-Vorpommern abschließend beraten und beschlossen. Mit der Neuregelung modernisiert die Landesregierung den Brandschutz grundlegend und stellt die Feuerwehren im Land zukunftsfest auf. Zentrale Ziele sind die nachhaltige Stärkung des Ehrenamtes, klare Zuständigkeiten sowie mehr Handlungsspielräume für Kommunen und Feuerwehren.

„Mit diesem Gesetz setzen wir ein deutliches Zeichen der Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden. Ihr Engagement ist das Rückgrat unseres Brandschutzes – und genau dafür schaffen wir jetzt verlässliche, moderne Rahmenbedingungen“, erklärt Innenminister Christian Pegel.

Das neue Gesetz ist in enger Abstimmung mit den Feuerwehren entstanden. Erfahrungen aus dem Einsatzalltag bildeten die Grundlage für zahlreiche Regelungen. „Wir haben bewusst auf das Wissen aus der Praxis gesetzt. Wer täglich ausrückt, weiß am besten, wo es klare Regeln braucht und wo Flexibilität notwendig ist“, ergänzt Christian Pegel.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem besseren Schutz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte – organisatorisch, rechtlich und sozial. Gemeinden sind künftig verpflichtet, eine Satzung für ihre Freiwillige Feuerwehr zu erlassen. Diese regelt Zuständigkeiten und Strukturen verbindlich. Die bisherige Feuerwehrsatzung wird zugleich inhaltlich neu gefasst und als Dienstordnung ausgestaltet, die sich die Freiwilligen Feuerwehren künftig selbst geben können.

„So verbinden wir kommunale Verantwortung mit echter Selbstorganisation der Feuerwehren. Rechtssicherheit ist gelebte Wertschätzung“, betont der Innenminister.

Das Gesetz setzt weiterhin klar auf Freiwilligkeit. Pflichtfeuerwehren bleiben das letzte Mittel, wenn andernfalls die Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleistet werden kann. „Niemand soll gegen seinen Willen dauerhaft zum Dienst verpflichtet werden. Unser Ziel ist es, die bestehenden Freiwilligen Feuerwehren zu stabilisieren und zu stärken – nicht, Freiwilligkeit zu ersetzen“, stellt Pegel klar.

Zur Entlastung der Ehrenamtlichen führt das Gesetz neue Gebührentatbestände für Einsätze ein, die keine klassischen Notlagen darstellen, etwa wiederholte Fehlalarme von Brandmeldeanlagen oder Hilfeleistungen auf Privatgrundstücken ohne Gefahrenlage. „Unsere Feuerwehren sind für Brände, Unfälle und Lebensrettung da – nicht als kostenfreie Dienstleister. Kernaufgaben wie Brandbekämpfung und Menschenrettung bleiben selbstverständlich kostenfrei“, so der Minister.

Darüber hinaus erweitert das Gesetz den Unfallschutz auf nicht verheiratete Lebensgemeinschaften sowie auf Kinder von Feuerwehrangehörigen. Die Rolle der Amtswehrführer wird gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Ämtern erleichtert. Künftig können Aufgaben wie Ausbildung, Organisation oder Technik stärker gebündelt werden – insbesondere im ländlichen Raum ein wichtiger Beitrag zu schlagkräftigen und verlässlichen Strukturen.

Um den Nachwuchs auch bei den notwendigen Führerscheinen für Feuerwehrfahrzeuge zu sichern, eröffnet das Gesetz neue Möglichkeiten zur Unterstützung der Fahrausbildung. Landkreise und kreisfreie Städte können künftig Feuerschutzsteuermittel nutzen, um eigene Fahrlehrer einzustellen oder Rahmenverträge mit Fahrschulen abzuschließen.

„Unsere Feuerwehren sind eine tragende Säule der öffentlichen Sicherheit und unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit diesem Gesetz sorgen wir dafür, dass sie auch künftig unter guten Bedingungen arbeiten können – aus Respekt vor ihrem Einsatz und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger“, sagt Christian Pegel abschließend.

Tag der Geodäsie 2026: Einblicke in den Arbeitsplatz Erde

Schwerin – Am 7. Juli leuchten die großen Plätze in Schwerin, Rostock und Stralsund wieder orange.

Unter dem Motto „Vermessung & Geoinformation – entdecken, ausprobieren und begeistert sein” wird den Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges Berufsfeld vorgestellt. Von 9 bis 15 Uhr sind unter anderem Laserscanner, satellitengestützte Vermessungsverfahren und weitere Messmethoden in Aktion zu erleben. Es wird anschaulich gezeigt, wie Geodaten erfasst und verarbeitet werden. An verschiedenen Stationen haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, diese Verfahren kennenzulernen und selbst auszuprobieren.

Innenminister Christian Pegel: „Geodaten bilden die Grundlage zahlreicher Planungs- und Verwaltungsaufgaben. Sie werden unter anderem für den Bau von Straßen und Gebäuden, den Küstenschutz sowie den Ausbau der Energieinfrastruktur benötigt. Präzise Vermessungsdaten schaffen die Voraussetzungen für fundierte Entscheidungen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens.“

Der Tag der Geodäsie wird gemeinsam von Vermessungsbüros, Geoinformations- und Vermessungsbehörden sowie Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen durchgeführt. Ziel der Veranstaltung ist es, das Berufsfeld einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und insbesondere junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich der Geodäsie und Geoinformation zu begeistern.

„Die Geodäsie verbindet Arbeiten im Gelände mit digitalen Anwendungen. Sie bietet abwechslungsreiche Aufgaben und eröffnet gute berufliche Perspektiven – sowohl in der öffentlichen Verwaltung als auch in der Privatwirtschaft. Gesucht werden zukünftige Fachkräfte, die präzise arbeiten und technische Zusammenhänge verstehen.“, so der Minister.

Das Interesse an den Angeboten für Schulklassen ist auch in diesem Jahr groß. Viele Termine sind bereits vergeben. Schulen, die diesmal nicht teilnehmen können, haben im kommenden Jahr erneut die Gelegenheit, den Tag der Geodäsie zu besuchen. Traditionell findet er in Mecklenburg- Vorpommern am letzten Dienstag vor den Sommerferien statt.

Eckdaten:

Termin:   Dienstag, 07. Juli 2026

Zeit:   9 bis 15 Uhr

Ort:   Alter Markt Stralsund, Westlich Kröpeliner Tor Rostock und Alter Markt Schwerin

Schwesig: Wir haben viele Weichen für die kommenden Jahre gestellt

Schwerin – „Die Landesregierung aus SPD und der LINKEN hat das Land durch schwierige Zeiten geführt. Trotzdem haben wir das, was wir versprochen haben, gehalten. Wir haben das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erfolgreicher, gerechter und zukunftsfester gemacht. Bei Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen, bei Kitas und Schulen, beim sozialen Zusammenhalt“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in der Aktuellen Stunde des Landtages. „Wir haben in all diesen Bereichen auch Weichen für die kommenden Jahre gestellt“, betone Schwesig.

Im Bereich Wirtschaft und Arbeitsplätze habe das Land im vergangenen Jahr das zweitbeste Tourismusergebnis in der Geschichte des Landes erzielt. Die maritime Wirtschaft habe neue Zukunftsperspektiven erhalten, was zuletzt der Milliardenauftrag zum Bau einer Konverterplattform für die Windkraft auf See in Rostock gezeigt habe. Die Gesundheitswirtschaft habe weiter an Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen gewonnen. Die Arbeitslosenzahlen hätten sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage in ganz Deutschland bei Werten von 7 bis 8 Prozent eingepegelt.

„Wir haben in dieser Wahlperiode Grundlagen für weiteres wirtschaftliches Wachstum und für Arbeitsplätze gelegt. Wir freuen uns über Firmenansiedlungen und Erweiterungen in allen Teilen unseres Landes. Ypsomed und Junge Fahrzeugbau hier in Schwerin, Topregal und Birkenstock in Pasewalk, Miltenyi in Teterow und viele andere. Die Landesregierung hat 242 Neuansiedlungen und Firmenerweiterungen mit 104,5 Millionen Euro unterstützt. Damit konnten Investitionen in Höhe von über 609 Millionen Euro angeschoben werden“, sagte Schwesig.

Auch das Sondervermögen Infrastruktur sei von großer Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes. „Mit dem MV-Plan 2035 haben wir schon Weichen für die Zukunft gestellt: Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunen und die Landesregierung gemeinsam. Weichen für eine bessere Infrastruktur, für die Wirtschaftskraft und die Arbeitsplätze des nächsten Jahrzehnts. Das ist im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Und es bedeutet Aufträge für die Bauwirtschaft und das Handwerk“, betonte Schwesig.

Im Bereich Kita und Schule sei die beitragsfreie Kita fortgeführt und der kostenfreie Ferienhort eingeführt worden. Zudem sei die Fachkraft-Kind-Relation im Kindergarten auf 1:14 verbessert worden. „Und zuletzt haben wir gemeinsam mit den Gewerkschaften, mit den Trägern und mit dem Kita-Landeselternrat den Zukunftsplan Kita aufgestellt. Auch damit stellen wir schon Weichen für weitere Verbesserungen in den kommenden Jahren. Der Betreuungsschlüssel wird sich weiter verbessern, Gleichzeitig wollen wir die Arbeitsplätze der Erzieherinnen und Erzieher erhalten“, sagte die Ministerpräsidentin.

Im Bereich Schule seien 4.300 neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt worden, der Unterricht in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch ausgeweitet und zahlreiche Schulbauvorhaben im ganzen Land auf den Weg gebracht worden.

Ein dritter Schwerpunkt der vergangenen Jahre sei die Stärkung des sozialen Zusammenhalts gewesen. Die Landesregierung habe das Ehrenamt unterstützt, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abgesenkt und sich auf Bundesebene für stabile Renten eingesetzt.

„Die Landesregierung hat mit einer Mobilitätsoffensive das Angebot im öffentlichen Nahverkehr umfangreich ausgebaut. Es fahren mehr Züge in unserem Land. Wir haben 17 landesweite Regiobuslinien eingeführt und mit einem Rufbussystem auch kleine Orte an das Bus- und Bahnnetz angeschlossen“, bilanzierte Schwesig. Nach dem Azubi-Ticket sei das Seniorenticket eingeführt worden, das gut angenommen worden sei. Nächster Schritt könne in der kommenden Wahlperiode die Einführung eines Jugendtickets sein.

Schwesig betonte, dass die Erfolge und Weichenstellungen der letzten fünf Jahre das Ergebnis gemeinsamer Arbeit seien. „Wir haben dabei die Zusammenarbeit mit den wichtigen Akteuren gesucht: mit den Kommunen, der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den Verbänden und natürlich mit dem Landtag. Die Erfolge unserer Landesregierung sind gemeinsame Erfolge. Allen Beteiligten hier im Landtag und im ganzen Land sage ich herzlichen Dank.“

Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern bleibt stabil

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank: „Unser Kurs zeigt Wirkung.“

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich im Juni 2026 weiterhin robust. Nach den heute veröffentlichten Zahlen der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit waren 61.886 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.682 weniger als im Juni des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank von 7,8 auf 7,6 Prozent. Damit entwickelt sich die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern im Vorjahresvergleich günstiger als in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank sieht darin eine Bestätigung des Kurses der Landesregierung: „Mecklenburg-Vorpommern kommt bislang stabil durch eine wirtschaftlich schwierige Zeit. Wir arbeiten eng mit der Wirtschaft zusammen, unterstützen Investitionen und setzen auf eine aktive Fachkräftesicherung. Das hilft, Beschäftigung im Land zu sichern. Für junge Menschen ist es noch nicht zu spät, sich jetzt für den Start des Ausbildungsjahres im August zu bewerben – es sind noch rund 3.400 attraktive Ausbildungsplätze in M-V verfügbar.“

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch. Im Juni waren bei den Arbeitsagenturen im Land 15.400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Besonders gesucht werden Fachkräfte im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Baugewerbe und im Gastgewerbe.

„Fachkräfte sind eine der zentralen Standortfragen für Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb reicht es nicht, nur über offene Stellen zu reden. Wir müssen Unternehmen dabei unterstützen, Fachkräfte zu halten, neue Fachkräfte zu gewinnen und Beschäftigte weiter zu qualifizieren. Dazu gehört auch der Blick über die Landesgrenzen hinaus. Die Delegationsreise nach Zentralasien ist Teil dieses Ansatzes. Wir bauen dort verlässliche Partnerschaften auf, damit Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zusätzliche Wege zur Fachkräftegewinnung nutzen können“, sagte Blank.

Zugleich bleibe die Lage anspruchsvoll. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag nach den aktuell verfügbaren Daten für April 2026 bei 571.900 und damit unter dem Vorjahreswert. „Gerade deshalb werden wir unseren Kurs fortsetzen. Wir wollen Unternehmen weiter verlässlich begleiten, industrielle Kerne sichern und die Fachkräftebasis im Land stärken. Der Arbeitsmarktbericht macht Mut, aber er ist auch ein Auftrag, weiter konsequent zu arbeiten“, sagte Blank.

Arbeitsmarkt im Juni 2026

Nürnberg – „Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihre leichte Abwärtstendenz fort“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -15.000 auf 2.936.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +22.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist im Juni 2026 um 15.000 auf 2.936.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie gegenüber dem Vormonat um 1.000 abgenommen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Verglichen mit dem Juni des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 22.000 höher; die Arbeitslosenquote hat sich aber im Vorjahresvergleich nicht verändert. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Mai auf 3,7 Prozent. Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Juni gegenüber dem Vormonat um 8.000 gesunken. Mit 3.605.000 war sie um 19.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. Juni für 26.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis April 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 133.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 17.000 weniger als im Vormonat und 101.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 8.000 abgenommen. Mit 45,83 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 177.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von März auf April 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 5.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,84 Millionen Beschäftigten um 71.000 niedriger. 7,55 Millionen Personen hatten im April 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 49.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,05 Millionen ausschließlich und 3,5 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Juni waren 648.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 16.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – blieb im Juni 2026 unverändert bei 103 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 3 Punkte höher aus.

1.052.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Juni 2026 Arbeitslosengeld, 90.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Juni auf 3.804.000. Gegenüber Juni 2025 war dies ein Rückgang um 104.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 400.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 181.000 hatten bis zum Juni 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 409.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit unvollständig abgebildet. Für den Mai 2026 lag der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr nach Schätzungen bei -6 Prozent. Die Vermittlung auf gemeldete Ausbildungsstellen ist von der statistisch unvollständigen Abbildung nicht betroffen. Ab Juli werden voraussichtlich wieder vollständige Daten zur Verfügung stehen. Der Ausbildungsmarkt ist derzeit noch in Bewegung. Über die Sommermonate werden noch zahlreiche junge Menschen einen Ausbildungsvertrag abschließen und Betriebe ihre Ausbildungsstellen besetzen.