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Zeugnissorgentelefon vor den Sommerferien erreichbar

Bildungsministerium bietet Unterstützung für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Schwerin – Das Bildungsministerium richtet auch in diesem Jahr wieder ein Zeugnissorgentelefon ein. Ab Montag, 6. Juli 2026, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) Schülerinnen und Schülern sowie Eltern mit Rat und Unterstützung zur Seite. Das Angebot begleitet Familien jeweils eine Woche vor und eine Woche nach der Zeugnisausgabe.

Ob Enttäuschung über Noten, Sorgen vor den Reaktionen zu Hause oder Fragen zu schulischen Entwicklungsmöglichkeiten – das Zeugnissorgentelefon bietet vertrauliche Beratung und Orientierung. Auch Eltern erhalten Unterstützung im Umgang mit schwierigen Situationen rund um das Zeugnis.

„Ein Zeugnis ist eine Momentaufnahme – es sagt nicht alles über die Fähigkeiten und Potenziale eines jungen Menschen aus. Gerade wenn die Ergebnisse nicht den eigenen Erwartungen entsprechen, ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam nach Lösungen zu suchen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Ministerin betonte zugleich den Wert des Beratungsangebotes: „Niemand muss mit seinen Sorgen allein bleiben. Unsere Fachleute des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie unterstützen Schülerinnen und Schüler ebenso wie Eltern dabei, neue Perspektiven zu entwickeln. Ich möchte alle ermutigen, dieses Angebot bei Bedarf in Anspruch zu nehmen.“

Die telefonische Beratung ist von Montag, 6. Juli, bis Freitag, 17. Juli, unter der Telefonnummer 0385 588 7987 erreichbar. In der Zeugniswoche ist das Zeugnissorgentelefon von Montag bis Samstag, ansonsten montags bis freitags jeweils in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr besetzt.

Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern

Drese: Abschlussbericht der Enquete-Kommission ist wichtige Grundlage für moderne und beteiligungsorientierte Jugendpolitik im Land

Schwerin – Anlässlich der Beratung des Abschlussberichtes der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ im Landtag hat Sozialministerin Stefanie Drese die fraktionsübergreifende Arbeit der Kommission gewürdigt und dazu aufgerufen, die erarbeiteten Empfehlungen als Grundlage für die Jugendpolitik der kommenden Legislaturperiode zu nutzen.

„Der Bericht macht deutlich, welche Weichen wir stellen müssen, damit junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen auf Teilhabe, Bildung, Gesundheit und Mitbestimmung erhalten“ betonte Drese. Als außergewöhnlich bezeichnete die Ministerin den Beteiligungsprozess „#mitmischenMV“, der die Arbeit der Kommission begleitet hat. „Junge Menschen standen nicht nur im Mittelpunkt der Beratungen, sondern konnten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Wünsche selbst einbringen. Dieses Beteiligungsformat war in seiner Form bislang einmalig“, so Drese.

Die Ministerin verwies darauf, dass zentrale Impulse der Enquete-Kommission bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht wurden. Dazu zählen das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz, das die Mitbestimmung junger Menschen auf kommunaler Ebene deutlich gestärkt hat, die Rückführung des Landesjugendamtes in die Zuständigkeit des Landes sowie zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

„Gerade die intensive Beteiligung junger Menschen zeigt: Jugendbeteiligung funktioniert und wird von jungen Menschen ausdrücklich gewünscht. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen“, sagte Drese. Die Ministerin stellte heraus, dass nach Inkrafttreten des Jugendbeteiligungsgesetzes die Zahl der kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligungsgremien im Land von 20 auf derzeit rund gestiegen sei. „Ein Erfolg, der auch die Arbeit der Kommission widerspiegelt“, so Drese.

Mit Blick auf den Abschlussbericht sprach sich die Ministerin zudem dafür aus, die Entwicklung einer ressortübergreifenden Kinder- und Jugendstrategie für Mecklenburg-Vorpommern in der nächsten Legislaturperiode zu prüfen. „Die Empfehlungen der Enquete-Kommission bieten einen wichtigen Kompass für eine moderne und generationengerechte Politik. Jetzt kommt es darauf an, sie gemeinsam mit jungen Menschen Schritt für Schritt konkret mit Leben zu erfüllen“, sagte Drese.

Auf dem Weg zur Digitalen Souveränität

Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Open Source

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern treibt den Einsatz von Open Source in der Landesverwaltung konsequent voran und setzt damit ein wichtiges Zeichen für die digitale Souveränität der öffentlichen Hand. Mit der Einführung der Kollaborationslösung von Nextcloud setzt das Land für seine digitale Zusammenarbeit auf eine Open-Source-Plattform, die es selbst kontrollieren, prüfen und weiterentwickeln kann. Verantwortlich für Aufbau und Betrieb ist die DVZ M-V GmbH, der IT-Dienstleister des Landes, der die Plattform für den öffentlichen Dienst bereitstellt.

Die Digitalstrategie Mecklenburg-Vorpommern sieht vor, die digitale Leistungsfähigkeit, Unabhängigkeit und Sicherheit der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen. Ein wichtiger Bestandteil stellt dabei die digitale Souveränität dar, um selbstbestimmt über eigene IT-Infrastrukturen und die zugrundeliegenden Daten verfügen zu können.

„Digitale Souveränität und Open Source sind zentrale Ziele und Eckpfeiler der Digitalisierungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Wir planen, den Einsatz von Open Source kontinuierlich auszubauen und die Nutzung gemeinsamer Standards und offener Schnittstellen für IT-Lösungen der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Nur so können Land und Kommunen auch in Zukunft handlungsfähig bleiben. Genau hier setzen wir mit Nextcloud an“, sagt Dr. Heiko Geue, Finanz- und Digitalisierungsminister von Mecklenburg-Vorpommern.

Die Software läuft auf der freien Lizenz GNU AGPLv3. Das Land kann den Quellcode jederzeit einsehen, prüfen und nach eigenen Sicherheits- und Funktionsanforderungen anpassen. Aufgebaut wurde das Projekt nach dem Prinzip „Open Source by Design“: Es umfasst eigene Test- und Produktivumgebungen, Betriebsschulungen, Sicherheitsprüfungen sowie eine priorisierte Einbindung von Stabilitätsupdates.

Aktuell nutzen rund 5.000 Beschäftigte die Kollaborationsplattform mit Filesharing, aktiv. Mittelfristig soll die Lösung für Chat, Videokonferenzen und Groupware-Applikationen ausgebaut werden und über 50.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen – von den Ministerien bis zu den kommunalen Einrichtungen.

„Der Umstieg von Microsoft Sharepoint ist schrittweise und ohne Reibungs- und Datenverluste für die Beschäftigten abgeschlossen worden. Gemeinsam mit der DVZ M-V haben wir eine Plattform aufgebaut, die heute zuverlässig läuft und sich Schritt für Schritt erweitert wird“, sagt Marco Anschütz, CIO von Mecklenburg-Vorpommern.

Die Einführung von Nextcloud ist Teil einer umfassenderen Open-Source-Strategie des Landes: Parallel dazu setzt Mecklenburg-Vorpommern auf OpenProject als Alternative zu proprietären Projektmanagement-Lösungen und hat mit dem KI-Verwaltungschatbot LEA, der auf OpenWebUI basiert, einen eigenen, lokal kontrollierten KI-Assistenten für die Verwaltung entwickelt.

Mecklenburg-Vorpommern handelt dabei nicht allein: Im November 2025 unterzeichnete das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung eine Kooperationsvereinbarung mit der Staatskanzlei Schleswig-Holstein zur Stärkung der digitalen Souveränität beider Länder. Schleswig-Holstein gilt deutschlandweit als Vorreiter beim Umstieg der Landesverwaltung auf Open-Source-Software und setzt dabei ebenfalls auf Nextcloud als zentrale Kollaborationsplattform.

Mit dem Engagement Mecklenburg-Vorpommerns entsteht im Norden Deutschlands eine technologische Allianz zweier Bundesländer, die digitale Souveränität nicht nur politisch vereinbaren, sondern auch auf derselben offenen Plattform umsetzen. Auch außerhalb Deutschlands setzt der öffentliche Sektor zunehmend auf diesen Weg: In Frankreich etwa stellt die Region Île-de-France mehr als 550.000 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Verwaltungsmitarbeitenden über die Bildungsplattform monlycée.net eine souveräne Kollaborationsplattform auf Basis von Nextcloud bereit. Das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus etwa stellte 2025 rund 1.200 Mitarbeitende auf Nextcloud um.

„Mit Mecklenburg-Vorpommern setzt nun ein weiteres deutsches Bundesland auf Nextcloud als souveräne Kollaborationsplattform, und das im engen Schulterschluss mit Schleswig-Holstein. Das zeigt einmal mehr, dass Lösungen verfügbar und einsatzbereit sind“, sagt Frank Karlitschek, CEO und Gründer von Nextcloud. „Solche Allianzen zwischen Ländern sind entscheidend, um Open Source in der öffentlichen Verwaltung zum Standard zu machen statt zur Ausnahme.“

Mit dem Projekt setzt Mecklenburg-Vorpommern seine Souveränitätsstrategie konsequent in die Praxis um. Die neue Kollaborationsplattform stärkt die Handlungsfähigkeit der Verwaltung, schafft mehr Kontrolle über die eigene digitale Infrastruktur und zeigt, wie digitale Unabhängigkeit im öffentlichen Sektor konkret gelingen kann.

Jede zweite 4. Klasse bei der Waldolympiade

Landessieger 2026 kommt aus Greifswald

Greifswald – Mit der letzten Veranstaltung in den Forstämtern Nossentiner Heide und Jägerhof sind die Waldolympiaden 2026 erfolgreich zu Ende gegangen. 340 vierte Klassen aus 171 Schulen nahmen in den vergangenen zwei Monaten an dem landesweiten Umweltbildungsprojekt der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern teil. Damit erreichte das Angebot erneut mehr als jede zweite vierte Klasse im Land. In insgesamt 78 Veranstaltungen lösten die Kinder an verschiedenen Wissens- und Mitmachstationen Aufgaben rund um Wald, Tiere, Pflanzen und nachhaltige Forstwirtschaft und lernten den Lebensraum Wald unmittelbar kennen.

„Wer den Wald kennt, wird ihn auch schützen. Deshalb ist die Waldpädagogik für uns eine Investition in die Zukunft. Die Waldolympiade vermittelt Kindern nicht nur Wissen über Bäume und Tiere, sondern macht erlebbar, warum gesunde Wälder für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und unsere Lebensqualität unverzichtbar sind. Es freut mich sehr, dass wir Jahr für Jahr so viele Kinder für den Wald begeistern können“, sagte Forstminister Dr. Till Backhaus.

Besonders spannend verlief der diesjährige Landesentscheid. Gleich zwei Klassen erreichten mit 113 von 120 möglichen Punkten das beste Ergebnis: die 4. Klasse der Peeneschule Groß Gievitz und die 4. Klasse der Kinderkunstakademie Greifswald. Da beide Klassen punktgleich lagen, musste der Landessieger in einem zusätzlichen „Wald-ABC-Quiz“ ermittelt werden. Erst die schnellere Bearbeitungszeit entschied den Wettbewerb.

Landessieger der Waldolympiade 2026 ist die 4. Klasse der Kinderkunstakademie Greifswald.

„Dass gleich zwei Klassen nahezu die volle Punktzahl erreicht haben, zeigt, wie groß das Interesse unserer Kinder an Natur und Umwelt ist. Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – besonders der Siegerklasse aus Greifswald. Dieses Wissen und diese Begeisterung sind die beste Grundlage dafür, künftig verantwortungsvoll mit unserer Natur umzugehen“, betonte Backhaus.

Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schülern, den engagierten Lehrkräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forstämter, die die Waldolympiaden auch in diesem Jahr mit großem Einsatz ermöglicht haben.

Die Ergebnisse aller teilnehmenden Klassen sind auf der Internetseite der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern unter www.wald-mv.de veröffentlicht.

Waldolympiade 2026 in Zahlen

  • 340 vierte Klassen
  • 171 Schulen
  • 78 Veranstaltungen landesweit
  • Mehr als jede zweite vierte Klasse in Mecklenburg-Vorpommern erreicht
  • 113 von 120 Punkten erzielten die beiden besten Klassen
  • Landessieger: 4. Klasse der Kinderkunstakademie Greifswald

Tourismus bleibt starker Wirtschaftsfaktor

8,0 Milliarden Euro Umsatz in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist zentraler Wirtschafts- und Standortfaktor. Mit Milliardenumsätzen, einer Wertschöpfung von rund 3,9 Milliarden Euro sowie erheblichen Steuereinnahmen trägt die Branche maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung und Attraktivität des Landes bei.

Das zeigt die aktuelle Ausgabe der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 2025“, die von der Tourismusberatung dwif-Consulting GmbH im Auftrag des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV) erstellt wurde. Sie wurde am 24.06.2026 im Rahmen der Sitzung des Tourismusbeirats des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin vorgestellt.

Nach den Ergebnissen der Studie generierten Gäste im Jahr 2025 touristische Bruttoumsätze in Höhe von 7,98 Milliarden Euro. Insgesamt wurden rund 123 Millionen touristische Aufenthaltstage im Land gezählt. Im Ergebnis blieb der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stabil und konnte im Vergleich zum Jahr 2022 Nachfrage, Brutto­umsatz sowie Einkommenswirkungen leicht steigern. Ange­sichts der schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist dies als positives Signal zu werten.

Wirtschafts- und Tourismusminister Wolfgang Blank: „Die aktuellen Zahlen unterstreichen: Der Tourismus ist ein unver­zichtbarer Bestandteil der Wirtschaftskraft Mecklenburg-Vor­pommerns. Sie belegen, dass die Tourismusbranche auch in international und wirtschaftlich fordernden Zeiten eine feste Größe im Land ist. Diese Zahlen sind das Ergebnis der Anstrengungen der touristischen Unternehmen in MV. Die Entwicklung ist kein Selbstläufer: Die Branche steht vor großen Herausforderungen. Die Kostenbelastung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, Fachkräftesicherung und -gewinnung bleiben drängende Aufgaben. Um im Wettbewerb mit anderen Ländern auch weiterhin attraktiv zu sein, sind Investitionen in ganzjährige und wetterunabhängige Angebote notwendig – das stärkt auch die Vor- und Nachsaison.

MV ist ein wunderbares und erfolgreiches Urlaubsland, dass vor allem durch eine hohe Inlandsnachfrage geprägt ist. Weiteres Potential besteht darin, noch mehr internationale Gäste für unser Bundesland zu gewinnen,“ so Dr. Blank. „Von einem starken Tourismus profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die Menschen vor Ort – durch Arbeitsplätze, Wertschöpfung und eine hohe Lebensqualität in unseren Regionen. Gemeinsam mit der Branche wollen wir Mecklen­burg-Vorpommern als vielfältigen und zukunftsfähigen Touris­musstandort weiter stärken.“

Die touristischen Umsätze verteilen sich auf zahlreiche Wirt­schaftsbereiche. Das Gastgewerbe profitiert mit rund 4,7 Mil­liarden Euro am stärksten, gefolgt vom Einzelhandel mit knapp 1,8 Milliarden Euro sowie Dienstleistungen mit rund 1,5 Milliarden Euro.

Enormes Potential hat für Mecklenburg-Vorpommern der Tagestourismus. Tagesreisen erzeugen mit rund 1,84 Milli­arden Euro rund ein Viertel aller touristischen Umsätze. Hinzu kommen Umsätze aus gewerblichen Übernachtungen, Camping, Freizeitwohnsitzen sowie Besuchen von Verwand­ten und Bekannten.

Der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Ludger Weskamp, erläutert: „Die Tourismus- und Freizeit­branche ist für Mecklenburg-Vorpommern mehr als ein Wirt­schaftsfaktor, der sich in Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen messen lässt. Tourismus schafft Lebensqualität und Zukunfts­perspektiven durch Investitionen in Infrastruktur, von denen auch die Menschen vor Ort profitieren. Die Sparkassen fördern diese Investitionen.

Entscheidend bleibt, die Qualität der Angebote kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Touris­musstandortes Mecklenburg-Vorpommern zu stärken.“

2025 sagten die acht Sparkassen in Mecklenburg-Vorpom­mern 2,1 Milliarden Euro an neuen Krediten zu, ein Plus von 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtkredit­bestand stieg auf 13,4 Milliarden Euro. 

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

  • 123,1 Millionen touristische Aufenthaltstage
  • 8,0 Milliarden Euro touristischer Bruttoumsatz
  • 3,9 Milliarden Euro touristische Wertschöpfung
  • 086 Beschäftigtenäquivalente
  • 602 Einkommensäquivalente
  • 730,4 Millionen Euro Steueraufkommen aus Mehrwert- und Einkommensteuer
  • 4,7 Milliarden Euro Umsatz im Gastgewerbe
  • 1,8 Milliarden Euro Umsatz im Einzelhandel
  • 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Dienstleistungsbereich

Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern

Blank: „Mit unserer Mobilitätsoffensive haben wir den ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern auf ein neues Niveau gehoben“

Schwerin – Mit der Mobilitätsoffensive M-V hat die Landesregierung den öffentlichen Personennahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern grundlegend ausgebaut und deutlich attraktiver gemacht. Das erklärte Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank, der auf einer Konferenz der Wirtschaftsminister in Konstanz ist, heute anlässlich der Vorstellung des Berichts zur Umsetzung der Mobilitätsoffensive im Schweriner Landtag. Bei der heutigen Landtagsdebatte wurde Verkehrsminister Dr. Blank von Innenminister Christian Pegel vertreten.

„Mit der Mobilitätsoffensive M-V haben wir den ÖPNV in unserem auf ein neues Niveau gehoben – mit mehr Zügen, neuen Regiobuslinien, einem flächendeckenden Rufbussystem und neuen attraktiven Ticketangeboten. Die steigende Nachfrage zeigt, dass die Menschen dieses Angebot schätzen“, sagte Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank.

Seit dem Start der Mobilitätsoffensive im Jahr 2023 wurde das Angebot im Schienenpersonennahverkehr deutlich ausgeweitet. Das Land hat zusätzliche Zugleistungen in Höhe von mehr als 1,6 Millionen Zugkilometern bestellt. Auf wichtigen Strecken verkehren Regionalzüge werktags mindestens stündlich, auf Nebenachsen mindestens im Zwei-Stunden-Takt. Gleichzeitig wurden zusätzliche Fahrzeuge und Sitzplatzkapazitäten geschaffen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Ausbau des Busverkehrs. Im Rahmen der Mobilitätsoffensive wurden bislang 17 Regiobuslinien in allen sechs Landkreisen sowie der Landeshauptstadt Schwerin eingeführt. Sie schließen Lücken im bestehenden Verkehrsnetz und verbessern insbesondere die Anbindung an den Schienenverkehr. Mit dem landesweiten Rufbussystem verfügt Mecklenburg-Vorpommern zudem als einziges Flächenland in Deutschland über ein flächendeckendes, planbares ÖPNV-Angebot auch dort, wo keine regulären Bus- oder Bahnlinien verkehren. Das kommt an: Von 2023 bis 2025 haben sich die Fahrgastzahlen im Rufbusverkehr verdreifacht.

Auch bei den Ticketangeboten wurden neue Anreize geschaffen. Auszubildende sowie Seniorinnen und Senioren aus Mecklenburg-Vorpommern können ein vergünstigtes Deutschlandticket für derzeit 43 Euro im Monat erwerben. Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss von 20 Euro je Ticket.

Darüber hinaus wird die App „MV fährt gut“ zu einer zentralen Landesmobilitätsplattform weiterentwickelt. Künftig sollen dort Fahrplandaten und Ticketangebote aller Verkehrsunternehmen gebündelt werden, um eine durchgängige Reiseplanung und Buchung zu ermöglichen.

Für die Umsetzung der Mobilitätsoffensive hat das Land zwischen 2023 und 2025 zusätzlich rund 120 Millionen Euro bereit. Für das Jahr 2026 sind weitere rund 60 Millionen Euro eingeplant. „Unser Ziel ist es, den erreichten Angebotsstandard dauerhaft zu sichern und dort, wo es sinnvoll ist, weiter auszubauen. Gemeinsam mit den kommunalen Aufgabenträgern und den Verkehrsunternehmen werden wir den öffentlichen Nahverkehr auch künftig konsequent weiterentwickeln“, so Blank.

Land unterstützt Unternehmen beim Umstieg auf KI

Schwerin – Die Landesregierung will Unternehmen bei der Einführung von KI unterstützen. Ein entsprechendes Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums ist auf den Weg gebracht worden. Darüber informierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute auf dem Jahresempfang der IHK Rostock in Stralsund.

„In der aktuellen EU-Förderperiode haben wir bereits 20,7 Millionen Euro für Projekte in Forschung und Entwicklung mit KI-Bezug bewilligt. Damit konnten Gesamtinvestitionen in Höhe von über 30 Millionen Euro ermöglicht werden“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Nun gehen wir einen Schritt weiter. Am 30. Juni ist eine neue Richtlinie zur Förderung der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Kraft getreten, die sich an kleinere und mittlere Unternehmen mit bis 100 Mitarbeitern richtet.

Der Anwendungsbereich reicht von Produktion und Dienstleistung über Logistik, Marketing und Vertrieb bis zur IT-Sicherheit. Unternehmen können je nach Größe eine Zuwendung von bis zu 50.000 Euro erhalten. Insgesamt stellen wir 1,5 Millionen Euro in den Jahren 2026 und 2027 zur Verfügung“, erklärte Schweig und dankte den Industrie- und Handelskammern, die bei der Erarbeitung der Richtlinie eingebunden waren.

„Künstliche Intelligenz bietet eine Menge Chancen: auf Wissen und Fortschritt, auf effizientere Arbeitsprozesse, auf Arbeitserleichterung und Lebensqualität. Ich konnte mich im Mai auf der Digitalmesse NØRD in Rostock selbst von den großen Potenzialen unserer Unternehmen in diesem Bereich überzeugen. Gleichzeitig dürfen wir die Ängste zum Beispiel vor dem Verlust von Arbeitsplätzen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir müssen die Chancen nutzen und die Risiken kontrollieren, sowohl für die Arbeitsplatzsicherheit als auch für die Gestaltung der Arbeitswelt“, sagte Schwesig.

Die Ministerpräsidentin ging in ihrer Rede auch auf das heute von der Bundesregierung vorgestellte Reformpaket ein: „Es ist gut, dass die Bundesregierung sich auf ein umfassendes Reformpaket für mehr Wachstum und Beschäftigung geeinigt hat. Ich unterstütze insbesondere die Steuerreformpläne der Bundesregierung. Es ist richtig, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten und dabei den Schwerpunkt auf Familien zu setzen.

Auch die Gegenfinanzierung über eine Anhebung der Reichensteuer macht Sinn. Auch die Top-Verdiener in unserer Gesellschaft müssen ihren Beitrag leisten. Das Paket enthält verschiedene gute Vorschläge, um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu sichern. Dazu gehören der geplante Bürokratieabbau und die Ausweitung von Genehmigungsfiktionen.“

Aktuelle Betrugsversuche im Zusammenhang mit Steuerangelegenheiten

Schwerin – Derzeit sind erneut betrügerische E-Mails und Schreiben im Umlauf, die im Namen des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt), der Zollverwaltung oder der Steuerverwaltung versendet werden. Ziel der Betrüger ist es, persönliche Daten oder Geld von Steuerpflichtigen zu erlangen.

Die gefälschten Nachrichten wirken oft täuschend echt. Teilweise enthalten sie eine persönliche Anrede und geben vor, von ELSTER, der Bundesfinanzverwaltung oder anderen Behörden zu stammen. Empfängerinnen und Empfänger werden beispielsweise aufgefordert,

  • angeblich geänderte Allgemeine Geschäftsbedingungen über einen Link zu bestätigen,
  • Formulare für eine Einkommensteuererstattung auszufüllen,
  • Konto- oder Kreditkartendaten für eine vermeintliche Steuererstattung einzugeben,
  • angebliche Zahlungsrückstände auszugleichen oder
  • gefälschte Zahlungsaufforderungen, etwa wegen eines „Verspätungszuschlags zur Steuererklärung“, einer unterlassenen Offenlegung von Umsatzzahlen oder anderer angeblicher Forderungen, zu begleichen.

Teilweise werden die Empfänger nach dem Anklicken eines Links (z. B. „elster-amt.com“) oder dem Scannen eines QR-Codes auf eine Internetseite geleitet, auf der sie zur Eingabe ihrer Bankverbindung aufgefordert werden. In anderen Fällen enthalten die E-Mails Anhänge mit vermeintlichen Zahlungsanweisungen oder Hinweisen auf angebliche Steuerrückstände. Häufig wird dabei mit Vollstreckungsmaßnahmen gedroht, um zusätzlichen Druck aufzubauen.

Die Steuerverwaltung stellt klar: Steuerbehörden fordern niemals per E-Mail oder QR-Code zur Eingabe von Steuernummern, Bankverbindungen, Kreditkartennummern, PINs oder Sicherheitskennwörtern auf. Steuerpflichtige erhalten in der Regel lediglich Benachrichtigungen, jedoch keine Steuerdaten oder Zahlungsaufforderungen als E-Mail-Anhang.

So sollten Sie reagieren, wenn Sie eine verdächtige Nachricht erhalten:

  • Klicken Sie keine Links in verdächtigen E-Mails an.
  • Öffnen Sie keine Anhänge unbekannter oder zweifelhafter Nachrichten.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Bankverbindungen preis.
  • Überweisen Sie keine geforderten Beträge.
  • Löschen Sie die verdächtige E-Mail oder entsorgen das Schreiben.

Die Finanzverwaltung empfiehlt, bei ungewöhnlichen Nachrichten stets besondere Vorsicht walten zu lassen. Im Zweifel sollten Steuerpflichtige direkt Kontakt mit ihrem Finanzamt aufnehmen und die Echtheit der Nachricht überprüfen.

Weitere Informationen und Hinweise zum Umgang mit betrügerischen E-Mails und Schreiben sind auf dem Steuerportal Mecklenburg-Vorpommern zu finden.