Buchpreis-Gewinnerin Mahlke stürmt Bestsellerliste

Dem Gewinn des „Deutschen Buchpreises“ folgt der Verkaufserfolg auf dem Fuße: Inger-Maria Mahlke, vor einer Woche mit Deutschlands wichtigster Branchenauszeichnung geehrt, erobert nun Platz vier der Hardcover-Belletristik-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Die Geschichte ihres Familienromans „Archipel“ (Verlag: Rowohlt) erstreckt sich über mehrere Generationen und spielt auf der Kanareninsel Teneriffa.

Neuer Spitzenreiter der Hitliste ist das Autorenduo Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt („Die Opfer, die man bringt“). Die beiden Schweden beauftragen Kriminalpsychologe Sebastian Bergman bereits mit seinem sechsten Fall. Auch die Positionen zwei und fünf besetzen Krimispezialisten, und zwar Charlotte Link („Die Suche“) und Elizabeth George („Wer Strafe verdient“).

Im Sachbuch/Ratgeber-Ranking halten sich Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht gegenseitig den Rücken frei. Ihr Selbsthilfebuch „Deutschland hat Rücken“ klettert von zehn auf eins. Dahinter stehen die Ärzte Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch („Die bessere Hälfte“) sowie Enthüllungsjournalist Bob Woodward („Furcht“).

Heringsquote sinkt 2019 nochmals um 48 Prozent

Schwerin – Fischer dürfen im kommenden Jahr in der westlichen Ostsee deutlich weniger Heringe fangen als 2018. Für den dortigen Heringsbestand sinkt die Fangmenge um 48 Prozent, bezogen auf die Fangquote des Jahres 2018. Darauf haben sich am Montagabend die Fischereiminister der EU-Staaten geeinigt. Das vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) für den Heringsbestand der westlichen Ostsee im Juni zunächst empfohlene Fangverbot für deutsche Heringsfischer in der Ostsee ist damit vom Tisch. „Ich bin sehr erleichtert, dass ein Fangstopp für den Hering in der westlichen Ostsee abgewendet wurde“, erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Allerdings ist die erneute Absenkung der Quote den Fischern schwer zu vermitteln, zumal sie sich in der Vergangenheit strikt an die ihnen auferlegten Fangvorgaben gehalten haben“, sagte der Minister weiter.

Ausschlaggebend für die erneute Reduzierung der Fangmengen beim Hering in der westlichen Ostsee ist die Neubewertung des Bestandes erwachsener Tiere – der so genannten Laicher-Biomasse – durch den Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES). Der ICES geht von einer durch Umwelteinflüsse erheblich zurückgegangenen Nachwuchsproduktion aus. Bereits im Jahr 2018 war die Quote um 39 Prozent im Vergleich zu 2017 gesenkt worden.

„Für Mecklenburg-Vorpommern verbleiben als Fangquote somit noch 2.990 t. Das ist lediglich ein gutes Drittel der durchschnittlichen Fangmengen der Jahre 2013 bis 2017 – nämlich ca. 36 Prozent. Das wird sich für etwa 100 Betriebe wirtschaftlich erheblich auswirken“, so Backhaus.

Für den Dorschbestand der westlichen Ostsee steigt durch die Quotenregelung für 2019 die Fangmenge um 70 Prozent. In der östlichen Ostsee hingegen sinkt sie um 15 Prozent.

Durften in M-V 2013 noch rund 1.300 Tonnen Westdorsch gefangen werden, so sind es aufgrund der erheblichen Fangeinschränkungen von 2013 bis 2018 im Jahr 2019 lediglich noch 613 Tonnen. „Beim westlichen Dorsch ist jedem bewusst, dass die aktuelle Bestandserholung auf den sehr starken 2016er Jahrgang zurückgeht. Dennoch ist der jetzt erzielte Kompromiss ein Schritt in die richtige Richtung. Denn die Fangmenge befindet sich immer noch auf einem historisch niedrigen Niveau“, erklärte der Minister.

Allerdings hätte selbst eine Verdopplung der jetzt festgelegten Fangmenge keineswegs die Bestandserholung beim Westdorsch gefährdet. Vielmehr wäre nach Auffassung der Wissenschaftler des Thünen-Institutes für Ostseefischerei dann immer noch eine Zunahme der Laicher-Biomasse um 60 Prozent zu erwarten gewesen. Sie läge auch dann noch deutlich höher als vom Mehrjahresplan für die Ostsee vorgegeben.

Angler dürfen in der westlichen Ostsee im Jahr 2019 ganzjährig 7 Dorsche pro Tag und Angler anlanden. Dieses gilt auch während der Monate Februar und März und stellt gegenüber dem Jahr 2018 eine deutliche Verbesserung dar. Die Tagesfangbegrenzung für die Freizeitfischerei hatte vor allem bei touristisch wichtigen geführten Angelfahrten zu erheblichen Einbußen geführt. „Es ist sachgerecht, die Tagesfangbegrenzung für Dorschangler an die Entwicklung der Dorschquoten für die Erwerbsfischerei zu koppeln. An diesem Ansatz muss weiter mit Nachdruck gearbeitet werden“, so Backhaus.

Um den Fischereiunternehmen mittelfristig eine Anpassung an die neue Situation zu ermöglichen, sollten die vom Bund, dem Land und der EU bereits 2017 und 2018 ausgereichten Stillliegeprämien möglichst bis 2021 ausgereicht werden, forderte Minister Backhaus. Hierzu bedürfe es weiterer Verhandlungen mit dem Bund und der EU-Kommission. Für 2019 scheine die Prämierung gesichert; bedürfe aber noch der Zustimmung der Kommission.

Im Jahr 2018 wurden an 83 Unternehmen der Heringsfischerei 2,1 Mio. Euro ausgereicht. An 53 Dorschfangbetriebe wurden 2018 Prämien in Höhe von 381.000 Euro ausgereicht

„Die zähen Verhandlungen zeigen, dass sich die Beteiligten ihre Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Die neuen Quoten werden dazu beitragen, dass sich die Herings- und Dorschbestände erholen können. Nur dann hat die Fischerei eine wirtschaftliche Perspektive“, unterstrich der Minister.

Die erheblichen jährlichen Quotenschwankungen zeigten jedoch auch, dass der seit 2016 wirkende Managementplan für die Bestände von Dorsch, Hering und Sprotte in der Ostsee nicht zu einer grundlegenden Verbesserung der Planungssicherheit für den Fischereisektor geführt habe. Hier müsse durch den Einbau eines Stabilitätselementes nachgesteuert werden, so der Minister.

Die wissenschaftliche Neubewertung des Heringsbestandes der westlichen Ostsee hatte dazu geführt, dass allen MSC-zertifizierten Fischereien auf diesen Bestand das Zertifikat entzogen wurde. Allerdings verweist das Thünen-Institut für Ostseefischerei darauf, dass neuere wissenschaftliche Betrachtungen zu einer positiveren Bewertung des Bestandes durch den ICES und damit zu einer baldigen erneuten MSC- Zertifizierung führen könnten. „Daran sollte jetzt mit Nachdruck gearbeitet werden. Das MSC-Siegel würde die Vermarktung der verbliebenen Fänge zu guten Preisen erheblich vereinfachen“, betonte Dr. Backhaus. Jetzt komme es darauf an, für die verbleibenden Fangmengen die bestehenden Vermarktungsmöglichkeiten, wie sie auch das Fischbearbeitungszentrum in Sassnitz Mukran bietet, effektiv zu nutzen. „Hier sehe ich eine besondere Verantwortung der Fischereierzeugerorganisationen des Landes und der Fischverarbeitungsindustrie, die hohe Wertschöpfung für das Naturprodukt vom Fang bis zur Erstverarbeitung im Lande aufrechtzuerhalten“, sagte der Minister.

Neuer Treffpunkt für Künstler und Kulturinteressierte in Krakow am See

Foto: Luftkurort Krakow am See - Kulturladen

Luftkurort Krakow am See – Kulturladen. Der Kulturladen bietet Künstlern der Region eine zentrale Anlaufstelle und die Möglichkeit, ihre Werke anzubieten.

Krakow am See – Der Luftkurort Krakow am See (Landkreis Rostock) plant, seine Innenstadt weiter zu beleben und dabei verstärkt auf kulturelle Angebote zu setzen. Zentraler Anlaufpunkt soll der Kulturladen sein. „In Krakow am See entsteht ein Ort, an dem sich Kulturschaffende und Kunstinteressierte begegnen und über die Angebote der Region austauschen können. Zugleich soll eine Möglichkeit für Gäste und Einheimische geschaffen werden, Kunst- und Handwerkswaren von lokalen Produzenten zu erwerben. Der Kulturladen wird das Einkaufserlebnis in dem Luftkurort erheblich aufwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Vernetzung der Künstler untereinander, um überregional präsenter aufzutreten. Außerdem sind Workshops für Einheimische und Touristen gleichermaßen geplant, die ihnen die Kunst erlebbar machen sollen. Ziel ist es zudem, im Kulturladen selbst produzierte Waren vertreiben zu lassen, um so für eine nachhaltige Belebung der Innenstadt zu sorgen, die auf die ganze Region ausstrahlen kann.

Momentan befinden sich beispielsweise Keramik, Schmuck, Deko-Elemente aus Holz oder Seifen im Angebot, die allesamt in Handarbeit vor Ort gefertigt wurden. Langfristig sollen regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Ausstellungen, Konzerte und Feste etabliert werden. „In Verbindung mit dem Buchdruckmuseum und dem Kulturort Alte Synagoge hat sich in Krakow eine attraktive Kunst- und Kulturszene entwickelt. Bislang fehlte jedoch ein Angebot, um hochwertige, lokale Produkte in breiter Auswahl zu erwerben. Das kann sich im Kulturladen künftig etablieren, der dann auch als Galerie für Kunst mit Bezug zur Region fungieren kann“, so Glawe.

Im Förderzeitraum von März 2018 bis Februar 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes rund 35.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 25.000 Euro.

Im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns, umgeben von der zauberhaften Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte, liegt Krakow am See zwischen drei Naturparks, mehreren Natur- und Landschaftsschutzgebieten und mehr als 1000 Seen. Der Name Krakow ist slawischen Ursprungs. „Kraca“ bedeutet Raben- oder Dohlenort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 21. Mai 1298. Das Stadtwappen zeigt einen Stierkopf mit roter heraushängender Zunge, goldener Krone und silbernen Hörnern in einem goldenen Feld. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum des Fürstentums Werle-Güstrow und sogar Tagungsstätte des Landesfürsten von Mecklenburg. In der typischen Ackerbürgerstadt in unmittelbarer Lage direkt am See spielte neben Wollweberei, Handwerk und Gewerbe die Fischerei eine große Rolle. Die umliegenden Wälder waren die Holzlieferanten für den Schiffbau. Die heute bestehende Stadt hat ihren Kleinstadtcharakter bewahrt und zählt neben 10 Ortsteilen knapp 3600 Einwohner.

Rekultivierungspreis des Landes vergeben

Güstrower Unternehmen erhält den Rekultivierungspreis des Landes

Krakow am See – Die GKM Güstrower Kies + Mörtel GmbH mit Sitz in Krakow am See erhielt am 15. Oktober den diesjährigen Rekultivierungspreis des Landes aus den Händen von Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Das Unternehmen baut seit 2006 auf den Flächen der Oevermann Agrar GmbH an der A 19 bei Groß Bäbelin Kies ab.

„Dass dabei kein dauerhafter Entzug von Ackerflächen stattfindet, sondern der Acker vielmehr recht kurzfristig wieder genutzt werden kann, das gab den Ausschlag für diese Ehrung“, würdigte der Minister das Engagement des Baustoffunternehmens. „Dadurch wird der Nutzungskonflikt zwischen Bergbau und Landwirtschaft deutlich reduziert.“

Üblicherweise wird die bergbaulich genehmigte Fläche geräumt, der Kies ausgeschwemmt und abschließend wieder rekultiviert. Die Firma GKM wendete jedoch im Kiestagebau Groß Bäbelin den sogenannten Trockenschnitt oberhalb des Grundwasserspiegels an. Mittels einer selbst entwickelten Sieb- und Fördertechnik wurde in einem Arbeitsgang auf der einen Seite die Erde bis zu einer Tiefe von 10 Metern abgetragen, der Kies mit einer Korngröße von mehr als 2 mm und die Steine herausgesiebt und die Sandfraktion sofort wieder auf der anderen Seite abgelegt. Gewaschen wird der Kies im benachbarten Kieswerk, während der Sand an Ort und Stelle verbleibt.

So stellte der Tagebau nur einen Graben dar, der sich nordwärts schob. Hinterlassen wurde er bereits verfüllt und mit dem zuvor gesicherten Mutterboden wieder abgedeckt. So wurde von der genehmigten Fläche von 25 Hektar nur jeweils etwa 5 Hektar aktiv bergbaulich genutzt, so dass der Acker zum größten Teil weiter bzw. wieder landwirtschaftlich genutzt werden konnte.

Nach Einschätzung des Landwirtschaftsunternehmens war der Boden nach drei bis vier Jahren ackerbaulich wieder nutzbar und brachte nach fünf bis sechs Jahren verstärkten Humusaufbaus wieder etwa 60 Prozent des ursprünglichen Ernte-Niveaus. Verbessernd für den Landwirt waren die Steinfreiheit der Ackerkrume und die längere Verweildauer des Regenwassers im oberen Bodenhorizont.

Der Verbleib des ursprünglichen Bodens an Ort und Stelle ist auch wasserwirtschaftlich von Bedeutung. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft des Tagebaus baute der Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) ein neues Wasserwerk. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Filterwirkung des ursprünglichen Bodens relativ schnell wieder erreicht wird. Das 2,6 Mio. teure Wasserwerk wurde vom Landwirtschaftsministerium mit 0,5 Mio. Euro nach Wasserförderrichtlinie unterstützt.

Den Rekultivierungspreis erhalten seit 1998 Unternehmen der Rohstoff- und Energiewirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, die keine „Mondlandschaften“ hinterlassen, sondern in vorbildlicher Weise die bergbaulich genutzten Flächen wieder einer Nutzung zuführen. Seit 2009 hat Umweltminister Backhaus die Schirmherrschaft über den Preis inne.

Über die Vergabe des undotierten Preises entscheidet der Arbeitskreis Rohstoffsicherung Mecklenburg-Vorpommern (AKROS), dem Vertreter des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe, des LUNG, des Bergamtes Stralsund, des Umweltministeriums und in MV tätige Ingenieurbüros angehören.

Schwesig: Wir erwarten über 850 Gäste zum Russlandtag

Schwerin – Der Russlandtag 2018 erfreut sich großer Resonanz. „Wir erwarten am Mittwoch mehr als 850 Gäste in der Rostocker Stadthalle. Der Russlandtag wird in diesem Jahr also nochmal größer als 2014 und 2016. Das zeigt, dass wir mit dieser Veranstaltung richtig liegen. Es gibt auf beiden Seiten, in Deutschland und Russland, ein großes Interesse am Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. Darüber freuen wir uns“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Vorstellung der Veranstaltung auf der Landespressekonferenz.

„Mit dem Russlandtag schaffen wir ein Forum, auf dem deutsche und russische Wirtschaftsvertreter Kontakte knüpfen können. In der Hoffnung natürlich, dass aus diesen Kontakten später konkrete Geschäftsabschlüsse werden, von denen beide Seiten profitieren“, sagte Schwesig. Die Veranstaltung sei wichtiger Bestandteil der Partnerschaft zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Leningrader Gebiet, der Region rund um St. Petersburg. „Wir wollen auf regionaler Ebene einen Beitrag zum Dialog zwischen Deutschland und Russland leisten.“

„Dialog ist besser als kein Dialog. Es ist wichtig, die Geschäftsbeziehungen zu Russland aufrecht zu halten. Statt die potentiellen russischen Geschäftspartner in Richtung Asien zu drängen, sollten wir sie besser an Europa binden. Mit dem Russlandtag zeigen wir, dass wir unsere Region als Tor zu Europa offen halten“, erklärte Claus Ruhe Madsen, Präsident der IHK zu Rostock, die derzeit geschäftsführende Kammer der IHKs in MV ist.

Zur Eröffnung des Russlandtages werden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der stellvertretende russische Minister für Industrie und Handel Wasilij Osmakow, der Gouverneur des Leningrader Gebiets Alexander Drosdenko und der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew das Wort ergreifen. Außerdem werden der Vize-Präsident des Deutschen Bundestages Thomas Oppermann und Duma-Vizepräsident Alexander Shukow dem Russlandtag einen Besuch abstatten.

Anschließend folgt die Unterzeichnung von zehn Kooperationsvereinbarungen zwischen Unternehmen, Hochschulen und Verbänden aus Mecklenburg-Vorpommern und Russland. Am Nachmittag wird der Russlandtag mit elf parallelen Fachforen fortgesetzt. Den Abschluss bildet eine Abendveranstaltung im Kreuzfahrtterminal in Warnemünde. Hauptredner wird hier der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums Matthias Platzeck sein.

Erstmals gibt es ein Kulturprogramm zum Russlandtag. Bereits am Dienstagnachmittag eröffnen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Gouverneur des Leningrader Gebiets Alexander Drosdenko die Ausstellung „Was uns verbindet“ mit Werken deutscher und russischer Künsterlinnen und Künstler und Fotografien aus dem Leningrader Gebiet in der Rostocker Kunsthalle.

„Im Sommer zeigte das Staatliche Zentrale Museum für Zeitgeschichte in Moskau die Ausstellung „Auf dem Weg zur digitalen Transformation“ mit russischen und deutschen Werken. Einige dieser Werke hat die Kunsthalle mit weiteren Arbeiten von Künstlern aus der Russischen Föderation und Mecklenburg-Vorpommern neu arrangiert. So sind jeweils vier Künstler aus Deutschland und Russland mit insgesamt ca. 30 Werken zu sehen. Gegenübergestellt werden klassische bildende Kunst und moderne Fotografie sowie Videoinstallationen“ erläuterte Melanie Ohst, Projektleiterin in der Kunsthalle Rostock.

Außerdem ist am Mittwoch das State Symphony Orchestra of Leningrad Oblast zu einem Konzert im Rostocker Volkstheater zu Gast. Auch bei dieser Veranstaltung werden Ministerpräsidentin Schwesig und Gouverneur Drosdenko gemeinsam mit dem Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling die Eröffnung vornehmen.

„Diese Veranstaltungen sind für mich ein sehr wichtiger Punkt. Denn ich möchte, dass wir nicht nur unsere Wirtschaftskontakte zu Russland ausbauen, sondern auch zu einer engeren Zusammenarbeit bei Wissenschaft und Kultur kommen“, betonte die Ministerpräsidentin.

Landesforst zieht forstliches Saatgut für den Wald im Klimawandel

Crivitz – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat sich heute Nachmittag (15. Oktober) im Forstamt Gädebehn bei Crivitz über die Arbeit der Landesforstanstalt für den Wald der Zukunft informiert. Die dort angesiedelte Forstbaumschule des Kompetenzzentrums für forstliche Nebenproduktion (KfN) betreibt Genarchive und Samenplantagen für Erhalt und Züchtung des Genmaterials heimischer Waldbaumarten und Sträucher.

„Für den klima- und standortgerechten Wald der Zukunft benötigen wir hochwertiges und anpassungsfähiges forstliches Vermehrungsgut. Die Anlagen in Gädebehn bilden dafür die Grundlage“, erklärte der Minister.

Die Landesforst MV verfügt über 8 Genarchive auf einer Gesamtfläche von rund 11 Hektar. Hier wachsen Wildapfel, Elsbeere, Schwarzpappel, Haselnuss, Bergahorn, Douglasie, Waldkiefer und Weymouthkiefer. Zwei weitere Klonarchive der Baumarten Holzbirne und Gemeine Esche befinden sich im Aufbau. Die Genarchive dienen der Erhaltung der Genressourcen und der Züchtungsforschung.

Die 8 Samenplantagen dienen der Erzeugung von hochwertigem forstlichen Saatgut. Auf einer Fläche von 17 ha wurden seit den 60-er Jahren fast ausschließlich Samen von Nadelbäumen gezogen. Die Plantagen befinden sich derzeit im Umbau und sollen bis 2022 für die Baumarten Gemeine Esche – mit dieser Art wurde bereits begonnen –, Stieleiche und Traubeneiche um 10 Hektar erweitert werden.

Einige dieser Generhaltungsmaßnahmen erfolgen im Rahmen der bundesweiten Verbundprojekte FitForClim (2014 bis 2016) bzw. AdaptForClim (seit 2017). Diese zielen darauf ab, anpassungsfähiges Vermehrungsgut zu züchten, das die ökologischen und Holzleistungen der einheimischen Wälder auch unter den Bedingungen des Klimawandels stabil sichert. Dabei kommt der Landesforst MV die Aufgabe zu, für die Baumarten Kiefer, Douglasie und Bergahorn Züchtungsmaterial von sogenannten „Plusbäumen“ – das sind Bäume mit besonders guten Eigenschaften hinsichtlich Wuchsleistung, Vitalität und Form der jeweiligen Baumart – zu gewinnen und Generhaltungsplantagen anzulegen.

Des Weiteren informierte sich der Minister über den Stand des Gemeinschaftsprojektes mit dem Thünen-Institut zum Erhalt der Gemeinen Esche. Hierbei wird Erbmaterial mit einer hohen Resistenz gegenüber dem Verursacher des Eschentriebsterbens gezüchtet

Welternährungstag: Lebensmittel mehr wertschätzen

Schwerin – In vielen Ländern wird jährlich am 16. Oktober anlässlich des Welternährungstages daran erinnert, dass in Zeiten des globalen Überflusses fast eine Milliarde Menschen dauerhaft unterernährt sind. Laut UNO betrifft dies derzeit 821 Millionen Menschen, insbesondere in Asien, Afrika und Lateinamerika.

„Die Zahl ist erschreckend. Vor allem, weil sie erneut angestiegen ist, obwohl die FAO 2015 das Ziel verkündet hat, bis 2030 den Hunger als globales Problem zu beseitigen“, kommentiert Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Nachricht. „Umso dringender ist es, dass wir, die jederzeit über die erforderliche Menge an Lebensmittel verfügen, diese auch wertschätzen.“ In Deutschland würden jedoch pro Kopf jährlich etwa 80 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Die Organisation „Brot für die Welt“ hat errechnet, dass eine Anbaufläche von ungefähr 2,4 Millionen Hektar notwendig wäre, um diese Menge zu erzeugen. In Mecklenburg-Vorpommern werden 1,3 Mio. Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Weitere 56 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf und Jahr gehen laut „Brot für die Welt“ bei Industrie, Handel und Großverbrauchern verloren. Enorme Mengen, die noch nicht beziffert werden könnten, würden zudem vernichtet, weil sie nicht die Eigenschaften haben, die die Industrie benötigt oder die Verbraucher schön finden.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern fördert gemeinsam mit Verbänden und Institutionen des Landes das Bewusstsein für die Wertschätzung und den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und setzt dabei vor allem auf Aufklärung. In den Verbändegesprächen und bei Vor-Ort-Terminen werden bewährte und vorbildliche Vorgehensweisen, die zur Verlustminderung beitragen, vorgestellt.

Im Bereich der Verbraucherbildung wird die erfolgreiche Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft genutzt. Die dort verfügbaren Informationen und Materialien machen auf den Wert von Lebensmitteln, die Folgen der Verschwendung und Möglichkeiten zu der Vermeidung aufmerksam.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern fördert vor allem die Bewusstseinsbildung bei der Schul-, Kita- und Gemeinschaftsverpflegung mit Hilfe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise auf der MeLa, Umweltprojekttagen oder den Tagen des offenen Hofes, wird die Lebensmittelverschwendung thematisiert.

Seit 1979 wird in vielen Ländern der 16. Oktober als Welternährungstag begangen, in Erinnerung an ist die Gründung der Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of UN) am 16. Oktober 1945. Da dann regelmäßig die dauerhafte Unterernährung in vielen Regionen der Welt thematisiert wird, wird der Tag auch oft Welthungertag genannt.

2015 formulierte die FAO als globales Ziel „Zero Hunger“ bis 2030. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwen­dung (Dont- Waste Food) ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, um dieses Ziel zu erreichen.

Hospiz-Tagespflege landesweit einmaliges Angebot

Drese würdigt Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund

Stralsund – Gut 14.000 Personen sind im Landkreis Vorpommern-Rügen pflegebedürftig. Das sind über 2.600 bzw. knapp 20 Prozent mehr als im Jahr 2011. „Die Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund gGmbH hat durch den stetigen Ausbau ihres Service- und Betreuungsangebotes maßgeblich dazu beigetragen, dass der Pflege- und Betreuungsbedarf im Stralsunder Raum bisher gut abgedeckt werden kann“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese auf der Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum heute in Stralsund.

Die Ministerin hob dabei das breite Leistungsspektrum der Wohlfahrtseinrichtungen (WFE) in der Hansestadt hervor, das eine stationäre Pflege in fünf Einrichtungen, Kurzzeitpflege, Nachtpflege sowie das Hospiz „Gezeiten“ umfasst.

Als vorbildlich bezeichnete Ministerin Drese die Errichtung von zwei Hospiz-Tagespflegeplätzen. „Das ist bisher ein in unserem Land einmaliges Angebot“, sagte Drese. „Ich wünsche mir, dass dieses Beispiel Schule machen wird, da ich glaube, dass es hierfür einen erheblichen Bedarf gibt.“

Ministerin Drese dankte in ihrem Grußwort allen Beschäftigen und Verantwortlichen der WFE Stralsund gGmbH für ihre engagierte Arbeit in den zurückliegenden 25 Jahren. „Sie sorgen dafür, dass die Pflegebedürftigen ein an ihren individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientiertes Leben führen können. Diese Arbeit in der Pflege braucht mehr Anerkennung und auch finanzielle Wertschätzung“, so Drese.

„Das zusätzliche Geld durch die geplante Erhöhung des Pflege-Beitragssatzes muss deshalb vor allem für mehr Personal und höhere Löhne der Pflegebeschäftigten eingesetzt werden“, sagte Ministerin Drese heute in Stralsund.

Präventionspreis M-V vergeben

Güstrow – „Potentiale der Gesundheitsförderung in Städten und Gemeinden“ stand als Thema im Mittelpunkt der Landesgesundheitskonferenz am Montag in Güstrow. „Der Wohnort kann einen großen Einfluss auf die Lebensbedingungen und das Gesundheitsverhalten von Kindern, Jugendlichen, Familien sowie älteren Menschen haben. Deshalb ist es wichtig, dass es kommunale Angebote zur Gesundheitsförderung gibt, die sich leicht in den Alltag der Menschen integrieren lassen. Das sorgt für eine hohe Lebensqualität und wirkt als Standortfaktor einer Region. Die mit dem Präventionspreis ausgezeichneten Projekte beweisen, dass Prävention und Gesundheitsförderung in allen Lebenswelten umzusetzen sind“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Im Rahmen der Konferenz ist zum zweiten Mal der Präventionspreis Mecklenburg-Vorpommern verliehen worden. Die Gewinner wurden je Kategorie mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro prämiert. Die Preisgelder stifteten der Verband der Ersatzkassen Mecklenburg-Vorpommern e.V., die IKK Nord, die AOK Nordost und der Kommunale Schadenausgleich (KSA).

Die Preisträger

Kategorie „Gesundes Aufwachsen“: Das Boot Wismar e. V. mit der „Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien mit seelischen Belastungen/Behinderungen“

Der Verein bietet individuelle Angebote, unter anderem Einzel-Paar- oder Familiengespräche, Beratungen und die Vermittlung weiterer Hilfen für Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und Angehörige. „Im Boot Wismar finden Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Familien einen Ort der Entlastung von ihren Sorgen. Vor allem für die jüngeren Besucher ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, sich kindgerecht zu entwickeln“, sagte Glawe.

Kategorie „Gesunde Lebensmitte“: Horst Pietschmann GmbH mit „Gesunde und motivierte Mitarbeiter im Unternehmen Horst Pietschmann GmbH“

Der Handwerksbetrieb aus Waren (Müritz) arbeitet in den Bereichen Heizung, Sanitär und Bauklempnerei. „Für und mit seinen Mitarbeitern hat der Geschäftsführer Horst Pietschmann ein betriebliches Gesundheitsmanagement als selbstverständlichen Teil der Unternehmenskultur implementiert“, sagte Glawe.

Kategorie „Gesundes Älterwerden“: SV Medizin Stralsund mit „Mit regelmäßigem Sport gesund älter werden“

Seit dem Jahr 2015 hat der Verein eine Umorientierung seiner Aktivitäten vorgenommen: – neben dem freizeitorientierten Sport spielt der gesundheitssportliche Aspekt eine große Rolle. In den Abteilungen Reha- und Behindertensport, Gesundheitssport und Sporttherapie, Tischtennis im Freizeitsport und Reha-Volleyball sind mehr als 600 der über 1.000 Mitglieder aktiv. „Sport und regelmäßige Bewegung sind auch unabhängig vom Alter möglich. Das beweist der SV Medizin Stralsund und bietet Sport in der Gemeinschaft ohne Wettkampfdruck“, sagte Glawe.

Sonderpreis „Kommunale Netzwerke“: Gemeinde Balow mit „Ein Dorf für alle – Lebensqualität in Balow“

Die Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat ein gut ausgebildetes soziales Netz: Neben Grundschule und Kindertagesstätte hält die Gemeinde eine Begegnungsstätte vor. Das Kultur- und Kommunikationszentrum (KUK) bietet Raum für überregionale Kultur- und Sportveranstaltungen. Auch die Kulturarena sowie der Schulsport-, Fußballplatz und die Spielplätze dokumentieren das Balower Leitbild: „Ein Dorf für Kinder- ein Dorf für alle“. Jüngste Errungenschaft ist die Bewegungslandschaft – eine Outdoorfitnessanlage für alle. „Vor allem dank der engagierten Bürger in Balow ist es gelungen, ein aktives Dorfleben auf die Beine zu stellen und so ein Wohnort für alle Generationen mit hoher Lebensqualität zu sein“, sagte Glawe.

Die Landesgesundheitskonferenz wurde organisiert von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LVG), die sich dafür einsetzt, die Themen Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Entspannung in der öffentlichen Wahrnehmung voranzubringen und so ein gesundes Leben für alle zu ermöglichen. Unter anderem unterstützt die LVG Landkreise bei Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention. Mit dem Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ begleitet die LVG Schulen auf ihrem Weg zum gesunden Lehr- und Lernort. Auf der Grundlage einer schulinternen Evaluation legen die Schulen ihre Ziele und Präventionsmaßnahmen fest und setzen diese in die Praxis um. Hierbei werden sie durch Beratungslehrer für Gesundheitsförderung und Prävention in den Schulamtsbereichen unterstützt und begleitet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die LVG in diesem Jahr mit Landesmitteln in Höhe von rund 97.000 Euro.

Gemeinde Brunn erhält Zuschuss für LED-Straßenbeleuchtung

Brunn – Die Gemeinde Brunn (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.521,02 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt und der Gehwege. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

In der Friedländer Straße sollen die vorhandenen 15 Leuchten durch hocheffiziente LED-Leuchten inklusive Maste ersetzt werden. 850 Meter Kabel werden ebenfalls erneuert.

Diese Maßnahme trägt zur jährlichen Einsparung von 2.792 Kilowattstunden Strom und knapp 1,5 Tonnen Kohlendioxid bei.

Neue Serviceleistung für Landwirte jetzt online

Schwerin – Die Anfang September vereinbarte Bereitstellung von Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes DWD auf der Homepage der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) ist jetzt erfolgt. Seit Donnerstag (11. Oktober) können sich die Landwirte mit ihrer Betriebsnummer über www.lfamv.de in das Informationssystem für die Agrarmeteorologische Beratung der Landwirtschaft (ISABEL) einloggen.

Ein dichtes Netz von Wetterstationen ermöglicht eine aktuelle Beschreibung des Agrarwetters und die Festlegung notwendiger Handlungsoptionen. Parameter sind z.B. Bodenfeuchte, Sickerwasser, Bodentemperatur, Auftauschicht, Frosteindringtiefe, meteorologische Bedingungen für Düngen, Aussaat und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie der Bienenflugindex. Im Grünland sind beispielsweise Wärmesummen, Erträge und Ertragszunahmen je Tag oder Heufeuchte vorhersagbar, bei Raps und Getreide oder bei Kartoffeln ein Index für Schädlinge und Krankheiten.

Seitens des DWD wird davon ausgegangen, dass aufgrund technischer Entwicklungen im Bereich Fernerkundung oder Geschwindigkeit der Datenübermittlung der Vorhersagehorizont verlängert werden kann. Dann könnte man nicht nur stationsbezogen und interpoliert Landwirte beraten, sondern sogar schlagbezogen und flächendeckend.

Tag der offenen Tür auf der Gorch Fock I

Stralsund – „Mit jährlich mehr als 50 000 Besucherinnen und Besucher ist das Segelschulschiff Gorch Fock I neben dem Ozeaneum, dem Meereskundemuseum, den Backsteinkirchen und vielem mehr eine weitere wunderbare touristische Attraktion in der Hanse- und Welterbestadt Stralsund und wahrscheinlich eines der bekanntesten Fotomotive Vorpommerns“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Sonntag bei der Eröffnung des Tages der offenen Tür auf dem Segelschulschiff.

Der Betreiberverein Tall-Ship Friends habe viel für den Erhalt des Schiffes getan, sagte Dahlemann und verwies darauf, dass Vereinsmitglieder und Freiwillige aus ganz Deutschland seit 2003 das Schiff im Stralsunder Heimathafen zu einem Museum umgebaut haben.

„Gern haben wir aus dem Vorpommern-Fonds 50 000 Euro bereitgestellt, damit das Schiff umfassend saniert und wieder unter Segel gesetzt werden kann – sehr zur Freude der Vereinsmitglieder und der Besucherinnen und Besucher aus nah und fern. Die Gorch Fock ist ein Symbol für eine lange und stolze Seefahrertradition und stärkt die vorpommersche Identität.“

Die Ehrenamtlichen arbeiten schon sehr lange an der Wiederinbetriebnahme unter deutscher Flagge. Dabei unterstützen Stadt und Land mit allen Kräften.

Landesregierung würdigt Engagement und Einsatzbereitschaft der Feuerwehren

Rostock – Die Landesregierung richtet heute im Rostocker IGA-Park ein Fest aus, um allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden Danke zu sagen für ihren Einsatz in diesem Sommer. Das heiße und langanhaltende Wetter führte zu zahlreichen Bränden und damit zu besonderen und andauernden Belastungen vor allem für die Freiwilligen Feuerwehren. Von 14:00 Uhr bis 21:00 Uhr gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Livekünstlern, Comedy, Spielrunden und Kinderunterhaltung.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „In diesem Sommer haben wir in besonderer Weise erlebt, wie wichtig die Feuerwehren sind. Sie mussten öfter als gewöhnlich ausrücken und zum Teil höchst gefährliche Brände löschen. Deshalb wollen wir uns heute für das großartige Engagement und die unermüdliche Einsatzbereitschaft, aber auch für die alltägliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden mit diesem Fest bedanken.“

Sie alle seien bereit, ihre freie Zeit für das Gemeinwohl zu opfern, riskierten sogar Gesundheit oder im schlimmsten Fall ihr Leben. Die Ministerpräsidentin dankte auch den Familien der Feuerwehrleute und hob zugleich das Engagement der Wehren für einen guten sozialen Zusammenhalt, insbesondere auf den Dörfern hervor: „Ob Kinderfeste, Osterfeuer, Dorffeste oder Gemeindeumzüge – überall sind sie dabei und machen mit.“

Innenminister Lorenz Caffier hob vor allem das große Engagement und die große Leistungsbereitschaft der Freiwilligen in den Feuerwehren hervor. „Bürgersinn kann kein Land verordnen. Wir können ihn aber fördern. Dazu gehört sehr vieles, auch die symbolische Anerkennung und Wertschätzung, denn ohne die ehrenamtlichen Kräfte ist ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt nicht zu verwirklichen.“

Der Minister nutzt die heutige Veranstaltung auch dazu, drei verdiente Feuerwehrkameraden mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen der Sonderstufe auszuzeichnen. Es sind dies:

Herr Werner Schön
Freiwillige Feuerwehr Seebad Zempin, Wehrführer von 2000-2018

Herr Frank Affeldt
Freiwillige Feuerwehr Seebad Zempin, stellvertretender Wehrführer von 2000-2018, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Seebad Zempin

Herr Willi Zipser
Freiwillige Feuerwehr Leezen, von 2001 bis 2017 Gemeindewehrführer der Gemeinde Leezen und gleichzeitig Ortswehrführer der Stützpunktfeuerwehr Leezen

In Mecklenburg-Vorpommern sind 25.444 ehrenamtlich Tätige in 939 Freiwilligen Feuerwehren und ca. 740 (739) hauptamtlich Beschäftigte in den 6 Berufsfeuerwehren in den Städten Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Greifswald und Wismar organisiert.

„Mus-Hus“ in Starkow wird kulturelles Zentrum der Region

Velgast – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern hat auf dem Appeldag im Pfarrgarten im Ortsteil Starkow der Gemeinde Velgast einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 50 000 Euro an den Verein „Backstein Geist und Garten“ für die Errichtung des „Mus-Hus“ übergeben. Der Bau dieser Apfelscheune wurde bereits aus dem Bundesprogramm Land(auf)Schwung des Bundeslandwirtschaftsministeriums mit 150 000 Euro. Auch der Landkreis Vorpommern-Rügen unterstützt das Projekt. Im „Mus-Hus“ sollen verschiedene Säfte, Mus, Chutneys und Liköre nach alten Rezepten hergestellt werden.

„Die erzielten Erlöse werden für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Apfelscheune eingesetzt. Darüber hinaus – und darauf freue ich mich besonders – werden in der Scheune viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Damit wird der Pfarrgarten in Starkow zum kulturellen Zentrum der Gemeinde Velgast mit Ausstrahlungskraft in die ganze vorpommersche Region – eine wahre ländliche Kulturförderung“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Er lobte die Arbeit des Vereins: „Was die Mitglieder des Vereins leisten, das ist vorbildlich. Sie bringen den Menschen – Jung wie Alt – im Ortsteil und weit darüber hinaus Freude, Entspannung und viele schöne Erlebnisse, wie mit diesem Appeldag. Dafür haben sie ein großes Dankeschön verdient. Ich wünsche allen viel Spaß beim Fest.“

Straßenbeleuchtung in Trent wird auf LED-Technik umgerüstet

Insel Rügen – Die Gemeinde Trent (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Energieministerium für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einen Zuschuss in Höhe von 27.500,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Geplant ist, die 30 vorhandenen Quecksilberdampflampen in der Ortslage Trent durch LED-Leuchten inklusive Maste und rund tausend Meter Kabel zu ersetzen. Durch diese Maßnahme können pro Jahr knapp 9.500 Kilowattstunden Strom und fast acht Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.