Games-Charts: „PES 2018“ trifft fünffach

Konamis Fußball-Flaggschiff „PES 2018“ (Premium Edition) ist im Torrausch: In den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, landet die Simulation gleich fünf Treffer hintereinander. Während auf PS3 der erste Platz winkt, dribbeln Luis Suárez & Co. zusätzlich auf die Positionen drei (PS4, Xbox 360), vier (Xbox One) und fünf (PC Games).

Die größten Konkurrenten für König Fußball kommen ebenfalls aus dem Ballsportbereich: „NBA 2K18“ wirft auf Platz zwei (PS4, Xbox One) ins Körbchen, „NHL 18“ befördert den Puck an fünfter (PS4) bzw. vierter Stelle (Xbox One) über die Ziellinie. Gegen „Destiny 2“ haben sie aber allesamt keine Chance. Der SciFi-Kracher bleibt auf beiden Konsolen das Maß der Dinge.

Die Nintendo-Plattformen punkten mit einigen Neuerscheinungen, wie dem Kopfgeldjäger-Abenteuer „3DS Metroid: Samus Returns“, das sich dank Standard- und Legacy-Edition die 3DS-Doppelspitze sichert. Auf Nintendo Switch schaut die Definitive Edition von „Rayman Legends“ an dritter Stelle vorbei. Erfolgreicher sind nur „Mario & Rabbids Kingdom Battle“ sowie „Mario Kart 8 Deluxe“. In den Nintendo Wii-Charts tauschen „Mario Party 9 Selects“ (jetzt auf eins) und „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt auf zwei) die Plätze.

Computerspieler halten „Die Sims 4“ und „Grand Theft Auto V“ die Treue. Abermalige Xbox 360-Abräumer sind „Minecraft“ und „Call of Duty: Black Ops 2“. Letzterer holt auf PS3 die Silbermedaille.

Minister ruft Öko-Landwirte zum Wettbewerb auf

Schwerin – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wird am Sonnabend, dem 23. September, während der Eröffnung der 10. Bio-Landpartie zum ersten Landeswettbewerb „Bestes BIO aus MV“ aufrufen.

Der mit den Ökologischen Anbauverbänden und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) abgestimmte Wettbewerb wird 2017 zunächst in der Kategorie Bestes Betriebskonzept ausgerufen. Bewerben können sich Betriebe mit ökologischem Acker-, Garten-, Obst- und Gemüseanbau bzw. ökologischer Tierhaltung. Deren Betriebskonzept sollte neben Effizienz und Nachhaltigkeit und regional angepasstem Anbau- bzw. Vermarktungskonzept unter anderem soziales Engagement und Einsatz für die Region erkennen lassen und sich als Leitbild für andere Betriebe eignen. Abrufbar sind Ausschreibung und Teilnahmebedingungen im Internet.

Der Minister, zugleich Schirmherr der vom der BUND landesweit und verbandsübergreifend ausgerichteten Bio-Landpartie, verweist auf das Ziel der Landesregierung, die Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft auch weiterhin stetig zu verbessern. Beispielsweise werden ökologisch wirtschaftende Betriebe mit dem Landesprogramm „Ökokompetenz MV 2020“ unterstützt; Neueinsteigern erleichtert das Programm den Weg in den Ökolandbau.

Ende Juni 2017 waren in Mecklenburg-Vorpommern 1.141 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft nach der EU-Ökoverordnung zertifiziert. 883 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften derzeit 135.827 Hektar Landwirtschaftsfläche ökologisch. Das entspricht einem Ökoanteil von 10,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Mecklenburg-Vorpommern gehört damit bundesweit zu den Spitzenreitern. 16.750 Hektar ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche waren allein zwischen 2015 bis Ende Juni 2017 hinzugekommen.

Zur Ökostrategie der Regierung gehört seit Oktober 2016 auch der Ausbau des Netzwerkes Ökologischer Landbau unter Federführung der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) in Gülzow. „Durch die Netzwerktätigkeit zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern ökologischer Produkte forcieren wir uns die ökonomische Stärkung des Sektors und die langfristige Erweiterung der extensiven, umweltfreundlichen Landbewirtschaftung“, sagte Minister Backhaus. Im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) des Landes wurde zudem das Dezernat „Ökologischer Landbau“ eingerichtet.

Minister Backhaus sieht die jährliche BIO-Landpartie als eine gute Möglichkeit, „Verbrauchern zu verdeutlichen, dass ökologische Herstellungsverfahren und Produkte ihren Preis wert sind“.

Zur BIO-Landpartie am 23. September öffnen von 10 bis 17 Uhr landesweit in elf Regionen 60 Bio-Betriebe – Produzenten, Verarbeiter und Vermarkter – ihre Pforten für Verbraucher. Darunter sind neben Käsereien, Bäckereien oder Fleischereien auch Mühlen, Mostereien, Brennereien und Hofläden. Binnen zehn Jahren hat sich die Zahl der teilnehmenden Betriebe an der Landpartie von 8 auf 60 und die Zahl der Besucher von 3.000 auf 10.000 erhöht.

Universität Greifswald setzt sich bei Bund-Länder-Programm durch

Hesse begrüßt finanzstarke Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Greifswald – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse freute sich über die gute Nachricht aus Berlin: Die Universität Greifswald konnte sich im Wettbewerb zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegen mehr als 70 weitere Bewerber durchsetzen. Das „Tenure-Track-Programm“ ist eine Bund-Länder-Initiative und zielt ab auf besser planbare und transparentere Karrierewege an deutschen Universitäten.

Das Förderprogramm soll es Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ermöglichen, nach der Promotion und einer anschließenden, in der Regel sechsjährigen Qualifikation als Juniorprofessorin oder Juniorprofessor ohne nochmaliges Berufungsverfahren eine Professur auf Lebenszeit zu erreichen.

Für die Universität Greifswald bedeutet die Aufnahme in das Förderprogramm vier zusätzliche Tenure-Track-Professuren. Die Fördersumme beträgt in der ersten Förderphase bis zu drei Millionen Euro.

„Das ist natürlich eine tolle Chance für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Greifswalder Universität, die sicherlich zusätzliche Motivation verleiht. Für die Universität schafft das Förderprogramm mehr Sicherheit, weil sich die begabten Nachwuchskräfte so früher dafür entscheiden können, zu bleiben“, sagte die Ministerin. „Die Tenure-Track-Professuren sind ein moderner Karriereweg in der Wissenschaft, und es freut mich riesig, dass es jetzt mehr Möglichkeiten gibt, ihn in unserem Land zu gehen. Der Universität Greifswald gratuliere ich zu diesem großen Erfolg“, so Hesse weiter.

Mit insgesamt 1.000 geförderten Professuren, einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro und einer Laufzeit von 2017 bis 2032, aufgeteilt in zwei Förderphasen, ist das Programm darauf ausgelegt, die Tenure-Track-Professur als eigenständigen Karriereweg an den Universtäten zu etablieren.

Die Ergebnisse des Bund-Länder-Wettbewerbs wurden heute von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, und der Bremischen Wissenschaftssenatorin, Eva Quante-Brandt, zusammen mit den Vorsitzenden des Auswahlgremiums in Berlin bekanntgegeben. Insgesamt werden in der ersten Programmphase 34 Universitäten und gleichgestellte Hochschulen gefördert.

Digitalisierungsbranche traf sich in Warnemünde

Rostock – In Rostock-Warnemünde trafen sich 21.09.2017 auf Einladung von Digitalisierungsminister Christian Pegel Vertreter der Digital-Branche Mecklenburg-Vorpommerns. Die Veranstaltung „Digitalisierung in MV – AfterWorkNet“ diente als Gesprächsplattform und der Vernetzung der Branchenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

„Die Entwicklungen, die mit der Digitalisierung nahezu sämtlicher Lebens- und Wirtschaftsbereiche einhergehen, stellen Wirtschaft, Verwaltung und Politik in unserem Land vor neue Herausforderungen. Die Vernetzung der in der Digital-Branche in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Unternehmen und Verbände sowie der Hoch- und Fachhochschulen des Landes kann entscheidend die zukünftige Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges in MV stärken. Mit der heutigen Veranstaltung soll der erste Schritt in diese Richtung gegangen werden“, so Minister Pegel.

Ein weiterer Fokus wurde auf die Start-Ups des Landes gelegt. Ziel ist es, Verbindungen zwischen den etablierten Unternehmen der Digitalbranche und den jungen, aber höchst innovativen Start-Ups des Landes herzustellen.

Das Treffen wurde gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern des Landes, der Bürgschaftsbank M-V und der IT-Initiative MV e.V. ausgerichtet.

Kita „Uns Kinnerhus“ in Liepgarten

Fördermittel für Innensanierung entlasten Gemeindehaushalt

Liepgarten – Die Kindereinrichtung in der Gemeinde Liepgarten (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen ist in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht, das dringend saniert werden muss.

Nachdem in der Vergangenheit die Fassade hergerichtet wurde, stehen nun Sanierungs- und Umbauarbeiten innerhalb des Gebäudes an. Wegen Feuchtigkeit im Kellerbereich muss im Erdgeschoss die Kellerdecke trockengelegt und wärmedämmtechnisch isoliert werden. Fußböden, sanitäre Anlagen, Türen und Mobiliar sollen ebenfalls erneuert werden. Neben dem Landkreis, der das Vorhaben zu 75 % finanziell unterstützt, fördert auch das Innenministerium die geplanten Maßnahmen mit rund 18.000 EUR.

„Wir fördern hier mit einer Quote von 90% bezogen auf die zuwendungsfähigen Kosten, dies liegt über dem Durchschnitt der üblichen Förderquote bei Sonderbedarfszuweisungen“, sagte Innen- und Kommunalminister Lorenz Caffier. „Mit dem Geld des Landes kann die Gemeinde einen Teil der von ihr aufzubringenden Eigenmittel finanzieren. Die Einrichtung ist wichtig für Liepgarten, denn mit der Kita schafft die Gemeinde Betreuungsmöglichkeiten, die vor allem junge Familien brauchen, um in der Region zu bleiben“, ist sich der Minister sicher. „Die Eltern wissen ihre Kinder gut betreut, wenn sie zur Arbeit gehen. Dies ist ein Stück Lebensqualität, den junge Familien schätzen.“

Oberste Landesjugend- und Familienbehörden tagen in Schwerin

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern ist aktuell Ausrichter der Sitzung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF). Heute und morgen tagen die Expertinnen und Experten aus den für Kinder, Jugend und Bildung zuständigen Ministerien der 16 Bundesländer.

„Ich freue mich sehr, dass wir Ausrichter dieser wichtigen fachlichen Veranstaltung sind“, betonte Ministerin Stefanie Drese zum Auftakt der Tagung in Schwerin. Auf dem Programm stehen u.a. die Themen Frühe Hilfen und präventiver Kinderschutz, Jugendmedienschutz, Ganztagsbildung und Kindertagesbetreuung.

Drese: „Wir stellen als Land vor allem unsere Aktivitäten in den Bereichen Kinderschutz und Erzieherausbildung im Kita-Bereich in den Mittelpunkt der Beratungen. Unsere Aktionswoche zum Kinderschutz und die neue dualorientierte Erzieher/innenausbildung für 0-10-jährige stoßen dabei bundesweit auf besonderes Interesse. So hat sich inzwischen eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ‚Fachkräftegewinnung Erzieherinnen und Erzieher‘ gebildet, die Zwischenergebnisse ihrer Arbeit vorstellen wird“, so die Ministerin.

Die AGJF unterstützt die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) in allen fachlichen Angelegenheiten der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Politikfeld Familie. Sie koordiniert und stimmt auf Fachebene länderübergreifende Grundsatzfragen zur Sicherstellung einer angemessenen und einheitlichen Umsetzung des Kinder- und Jugendhilferechts und familienpolitischer Zielsetzungen ab. Ihre Mitglieder sind in der Regel die Leiterinnen und Leiter der zuständigen Fachabteilungen. Gleichzeitig vertritt sie auf Fachebene die Interessen der Länder gegenüber dem Bund bzw. der Europäischen Union. Sie bereitet die Beschlüsse der JFMK vor und stellt deren Umsetzung sicher.

Radweg zwischen Waase und Wusse auf der Insel Ummanz fertiggestellt

Ummanz – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Donnerstag (21.09.) den neu gebauten Radweg von Waase nach Wusse auf der Insel Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell freigegeben.

„Inmitten der prächtigen Naturlandschaft der Urlaubsinsel Ummanz ist eine attraktive Etappe des Radweges entstanden. Urlauber und Anwohner können nun den Blick über die flachen Boddengewässer, weiten Wiesen und Felder noch besser genießen. Eine weitere Lücke im Radwegenetz ist nun geschlossen. Insbesondere Gäste der Insel Rügen können nun auch die Insel Ummanz besser mit dem Rad entdecken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In zwei Monaten Bauzeit ist auf der rund 1.400 Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Strecke ein Zweirichtungs-Radweg in Asphaltbauweise entstanden. Zusätzlich sind eine Schutzhütte, ein Fahrradständer sowie Bänke und Tische entlang des Weges errichtet worden. Die Etappe von Waase nach Wusse ist Bestandteil des 670 Kilometer langen Ostseeküstenradweges, der von Lübeck-Travemünde bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom führt.

„Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern lässt sich sehr gut auf zwei Rädern erkunden. Deshalb ist ein gut ausgebautes Radwegenetz ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebotes im Land, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihre Ferien mit sportlicher Aktivität auf dem Fahrrad zu erleben“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betrugen rund 304.000 Euro. Das Land hat den Ausbau aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 246.000 Euro unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Sprachcamp „Plattdüütsch: Löppt!“ startet

Musik, Literatur und ein Einhorn an den Profilschulen

Schwerin – An den Profilschulen für niederdeutsche Sprache startet am Freitag, 22. September 2017, ein Sprachcamp unter dem Motto „Plattdüütsch: Löppt!“. Das Camp ist der Auftakt zum ersten Schuljahr, in dem Niederdeutsch nach dem neuen Rahmenplan für die Sekundarstufen I und II und entsprechend der Landeskonzeption zur Begabtenförderung an den Profilgymnasien unterrichtet wird.

Bildungsministerin Birgit Hesse begrüßte, dass eine gemeinsame Veranstaltung gleich zu Schuljahresbeginn stattfindet: „Im Plattdeutsch-Camp können die Schülerinnen und Schüler sofort intensiv auf Tuchfühlung mit der Sprache gehen. So kann jeder einen Ansatzpunkt finden, um sich einen eigenen Zugang zum Niederdeutschen zu bahnen.“

Gastgeber des Sprachcamps sind das Goethegymnasium Demmin, die Reuterstädtische Gesamtschule Stavenhagen und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen. Zu den Profilschulen gehören außerdem das Gymnasiale Schulzentrum Fritz Reuter in Dömitz, das Gymnasium am Sonnenberg in Crivitz, der RecknitzCampus Laage und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar.

Der erste Tag des Camps findet in Demmin statt und dient vor allem dem Kennenlernen der Profilschulen untereinander. Der zweite Tag startet im Stavenhagener Fritz-Reuter-Literaturmuseum und hält für die rund 150 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein Programm aus Musik, Literatur, Besichtigungen, Workshops und Gesprächen bereit.

Ein Einhorn ist das Maskottchen des Sprachcamps, das mit dem Spruch „Saddel dat Einhuurn – Liehr Plattdüütsch“ für einen modernen Erwerb der Traditionssprache wirbt. „Einhörner sind althergebrachte Wesen, die die Geschichtserzählungen und die Literatur bereichern. Sie haben also einiges mit dem Plattdeutschen gemein“, erläuterte Susanne Bliemel, Landesprofilkoordinatorin für das Profil Niederdeutsch. Während des zweitägigen Camps soll noch ein Name für das Maskottchen gefunden werden.

Gemeinsame Sprachcamps und schulübergreifende Kultur- und Sprachentage sind Teil der Landeskonzeption für die Förderung des Niederdeutschen an Profilschulen.

Welt-Alzheimertag am 21. September: Sozialministerium wird „Demenz-Partner“

Schwerin – Das Thema Pflegebedürftigkeit und Demenz gewinnt angesichts des stetig zunehmenden Anteils immer Älterer an der Gesamtbevölkerung gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern an Bedeutung. Sozialministerin Stefanie Drese wirbt zum Welt-Alzheimertag dafür, mehr Verständnis für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu entwickeln.

In Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit ca. 35.000 Menschen mit Demenz. Tendenz steigend. Davon werden etwa 75 Prozent zu Hause betreut. Bundesweit leiden ungefähr 60 Prozent der an einer Demenz Erkrankten am Alzheimer-Typ.

„Das Wissen um die Krankheit ist noch nicht allzu verbreitet und zudem bestehen teilweise Berührungsängste“, so Ministerin Drese. Darum sei es wichtig, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern Kenntnisse zum Krankheitsbild Demenz zu vermitteln. Drese: „Das kurze Gespräch im Treppenhaus, Hilfe beim Einkaufen, ein gemeinsamer Spaziergang: schon Kleinigkeiten helfen, das Leben von Menschen mit Demenz etwas leichter und schöner zu machen.“

Eine gute Möglichkeit, Vorbehalte abzubauen, Kenntnisse über die Krankheit zu erwerben und wichtige Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz zu erhalten, ist die Initiative „Demenz Partner“, die von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt wird. In Mecklenburg-Vorpommern unterstützt der Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft die Initiative und beginnt eine neue Schulungsreihe.

„Das Sozialministerium hat sich entschlossen ‚Demenz Partner‘ zu werden. Die Auftaktveranstaltung mit einem Basiskurs findet mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 5. Oktober in unserem Ministerium statt“, so Ministerin Drese, die sich selbst zur Demenz-Partnerin schulen lässt. „Wir hoffen, dass sich viele weitere Unternehmen, Vereine und Institutionen anschließen und ‚Demenz Partner‘ werden.“

Ausbau des Autobahnzubringers B 321 Schwerin

Schwerin – Der Bund hat jetzt die Baufreigabe für den geplanten 4-streifigen Ausbau des Autobahnzubringers B 321 Schwerin erteilt.

Das Land hatte das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau im August positiv abgeschlossen. Damit bestand vollziehbares Baurecht. Minister Pegel hatte dies dem Bundesverkehrsministerium Anfang September mitgeteilt. Im letzten Schritt war die Baufreigabe durch den Bund, die haushaltärische Freigabe der Mittel für die Maßnahme, notwendig.

„Die heutige Nachricht aus Berlin ist eine sehr gute! Mit dieser Zustimmung kann das Land nun mit der Ausschreibung und anschließend dem Bau dieser wichtigen Maßnahme beginnen“, freut sich Infrastrukturminister Christian Pegel.

Die B 321 soll vom Knotenpunkt Plater Straße bis zur Abfahrt Mueß wegen ihrer hohen verkehrspolitischen Bedeutung zu einem 4-streifigen Autobahnzubringer ausgebaut werden.

„Die Bundesstraße 321 bildet eine der wesentlichen Verkehrsverbindungen im westlichen Mecklenburg-Vorpommern. Sie fungiert als Autobahnzubringer zur A 14 und bewältigt hier hohe regionale und überregionale Verkehrsströme“, so Pegel.

Die derzeit 2-streifige Straße wird dieser Verkehrsbedeutung nicht mehr gerecht. Insbesondere durch den hohen Anteil der nach Schwerin einpendelnden Menschen sind an Werktagen in den Morgen- und Abendstunden Staubildungen zu verzeichnen.

„Durch den 4-streifigen Ausbau wird die Kapazität und Verkehrsqualität des Streckenabschnittes deutlich erhöht. Die Strecke wird für die Nutzer attraktiver und ein bestehender Engpass im Straßennetz kann beseitigt werden“, sagte Pegel.

Der Ausbau wird den Lückenschluss zwischen den bereits 4-streifigen Abschnitten von der B 106 bis zur Plater Straße im Bereich Neu Zippendorf und dem Bereich von der Abfahrt Mueß bis zur Anschlussstelle Schwerin-Ost der A14 darstellen.

Die Investitionssumme der Maßnahme beträgt gemäß den derzeitigen Planungen 21,4 Mio. Euro.

Schwesig zieht positive Bilanz ihrer Russlandreise

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist heute von ihrer Reise nach St. Petersburg zurückgekehrt. „Das war ein guter, wichtiger und erfolgreicher Besuch. Es gibt auf beiden Seiten ein starkes Interesse, die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur weiter auszubauen. Ich habe beispielsweise mit dem Gouverneur unserer Partnerregion Alexander Drosdenko darüber gesprochen, wie wir einen stärkeren Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden an unseren Universitäten aufbauen können“, erklärte die Ministerpräsidentin nach ihrer Ankunft in Schwerin.

Im Mittelpunkt der Reise standen ein Besuch der Schiffbaumesse NEVA und der Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet. „Es sind gestern auf der NEVA zwei Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern und Russland unterzeichnet worden. Ich hoffe sehr, dass die Gespräche unserer Wirtschaftsdelegation zu weiteren gemeinsamen Projekten führen.“

Schwesig traf auch mit Studierenden der Puschkin-Universität des Leningrader Gebiets zusammen. „Mir war es wichtig, auch mit Vertretern der jungen Generation zusammenzukommen. Das war ein sehr spannendes Gespräch, in dem nicht nur um Wirtschaftsthemen, sondern auch um die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und gesellschaftliches Engagement in beiden Ländern ging.“

Schwesig kündigte an, dass es im Oktober 2018 einen weiteren Russlandtag in Mecklenburg-Vorpommern geben wird. „Wir wollen die Kontakte nach Russland, insbesondere in unsere Partnerregion, weiter ausbauen. Deshalb werden wir auch die gegenseitigen Besuche und Wirtschaftsveranstaltungen weiter fortführen.“

Der Besuch der Wirtschaftsdelegation in St. Petersburg und im Leningrader Gebiet geht heute weiter. Fach- und Führungskräfte aus beiden Ländern kommen in einem von der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern organisierten Workshop zusammen. Außerdem stehen verschiedene Firmenbesuche auf dem Programm.

Zweites Flusskreuzfahrtschiff bei MV WERFTEN Wismar fertiggestellt

Wismar – In Wismar ist das zweite von insgesamt vier geplanten Flusskreuzfahrtschiffen der Rhein-Klasse von der MV WERFTEN Wismar GmbH an die Reederei Crystal River Cruises übergeben worden. Im Anschluss an die offizielle Übergabe wurde das Schiff im Beisein von Lauren Barfield, Spielerin des amtierenden Deutschen Volleyballmeisters SSC Palmberg Schwerin, getauft. Die MV WERFTEN sind einer der Sponsoren der Mannschaft.

„Ein Stück Mecklenburg-Vorpommern macht sich auf den Weg. Gebaut und getauft in Wismar, werden die sehr gut ausgestatteten Schiffe bald die Flüsse Europas befahren. Das ist beste Werbung für die Leistungskraft der maritime Wirtschaft unseres Landes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das 6-Sterne-Schiff (135 Meter lang und 11,40 Meter breit) für rund 100 Passagiere ist nach Angaben der MV WERFTEN für Touren entlang des Rheins, des Mains und der Donau gebaut worden. Derzeit sind auf der Werft in Wismar zwei weitere Flusskreuzfahrtschiffe der Rhein-Klasse – „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ – im Bau, die im Jahr 2018 fertiggestellt sein sollen. Die Werft in Wismar arbeitet auf einer Gesamtfläche von 560.000 Quadratmetern, davon 170.000 Quadratmeter überdacht. I

n der 395 Meter langen, 155 Meter breiten und 72 Meter hohen Dockhalle können Schiffe im unterteilbaren 340 Meter langen, 67 Meter breiten und 13 Meter tiefen Baudock wetterunabhängig fertiggestellt werden. „Mit hoher Fachkompetenz und viel Motivation haben die Mitarbeiter auf der Werft in Wismar dazu beigetragen, dass die Passagiere bald die Niederlande, Belgien, Deutschland und Ungarn auf komfortable Weise erkunden können“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe.

Die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, der maritimen Zulieferindustrie, der maritimen Logistik, der Schifffahrt, der Hafeninfrastruktur und dem maritimen Tourismus. Insgesamt sind in über 1.900 Betrieben und Einrichtungen rund 32.000 Personen beschäftigt. Auf den größeren Werften des Landes – MV WERFTEN (Rostock, Wismar, Stralsund), Peene Werft (Wolgast), Neptun Werft (Rostock) und der Tamsen Maritim (Rostock) – sind insgesamt mehr als 2.300 Mitarbeiter beschäftigt.

Junge Menschen im Land sollen mehr Gehör finden

Schwerin – Auf Initiative von SPD und CDU hat der Sozialausschuss einstimmig eine Anhörungsreihe zum Thema „Jung sein in M-V“ beschlossen.

Im Anschluss an die Sitzung erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Julitz: „Die Anhörungsreihe ist ein weiterer Schritt, um junge Menschen noch mehr an politischen Prozessen zu beteiligen.“

Gemeinsam mit Jugendlichen und Experten werde der Sozialausschuss ab Januar 2018 in mehreren öffentlichen Anhörungen die Themen Teilhabe und Mitwirkung von Jugendlichen, Übergangsmanagement Schule, Bildung und Beruf, Medienbildung für junge Leute im Kontext der Digitalisierung, Mobilität im ländlichen Raum, Ehrenamt und Erprobungsräume, Kinderarmut und Chancengleichheit beraten.

„Damit werden Themen besprochen, die gerade für junge Menschen von großer Bedeutung sind. Im Ergebnis soll ein Bericht erarbeitet und dem gesamten Landtag vorgelegt werden. Das stärkt nicht nur die Jugendbeteiligung im Land, sondern rückt auch Themen in den Fokus, die besonders für Jugendliche wichtig sind“, so Nadine Julitz.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Ehlers ergänzt: „In den kommenden 2 Jahren werden im Sozialausschuss des Landtages dazu Jugendliche aus unterschiedlichen, gesellschaftlichen Bereichen eingebunden.

Inhaltlich werden vielschichtige Querschnittsthemen behandelt, wodurch jugendliche Anliegen aus Mecklenburg-Vorpommern unmittelbares Gehör im parlamentarischen Raum finden. Das ist ein gutes Signal an die junge Generation und zeigt, dass wir diese in besonderer Weise im Blick haben“.

Neues Haus des Gastes entsteht in der Burganlage in Plau am See

Plau am See – Die Stadt Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) plant den weiteren Um- und Ausbau der bestehenden Burganlage zu einem Haus des Gastes mit anschließendem Kurgarten.

„Die Stadt Plau am See mit ihrer malerischen Altstadt ist ein beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel in der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit dem Haus des Gastes in der historischen Burganlage entsteht für Besucher eine erste Anlaufstelle für touristische Auskünfte. Künftig werden die Gäste noch besser über die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele informiert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides.

Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau des Rettungsweges im Gewölbekeller und im Untergeschoss, die Errichtung einer Touristeninformationsstelle und einer Bibliothek im Erdgeschoss sowie der Ausbau des Dachgeschosses zu Vorführ-, Ausstellungs- und Beratungsräumen. Zudem sollen die gesamten Außenanlagen der Burganlage grundhaft erneuert werden. Dazu gehören unter anderem die Zuwegungen zur Burganlage und zum Parkplatz, die Rekonstruktion des Burgwalls mit den Türmen, die Erneuerung des Burggrabens und die Errichtung einer Bühne mit Tanzfläche.

„Direkt am künftigen Haus des Gastes wird ein attraktiver Kur- und Erholungsraum mit einem Bewegungspark entstehen. Ein idealer Treffpunkt für Besucher und Einheimische gleichermaßen. Für die Stadt Plau am See als staatlich anerkannter Luftkurort ist das eine gute Ergänzung der touristischen Infrastruktur“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Um- und Ausbau der bestehenden Burganlage zum Haus des Gastes mit Kurgarten betragen rund vier Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro.

Derzeit wird in Plau am See der Parkplatz nahe der Burganlage an der Quetziner Straße vergrößert. Zukünftig finden dort 130 Autos, zwei Reisebusse und sechs Wohnmobile Parkraum. Die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 698.000 Euro sind vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 628.000 Euro unterstützt worden.

Im nächsten Jahr soll in Plau am See auf einer Länge von rund 800 Metern ein Teilstück des Radweges um den Plauer See im Stadtwald saniert werden. Der Abschnitt ist Teil des Mecklenburger-Seen-Radweges und des Eldetal-Rundweges; nach Abschluss der Maßnahme ist der Ausbau des touristischen Radweges Plauer See im Bereich der Stadt abgeschlossen.

Das Land unterstützt die Gesamtinvestitionen des Vorhabens in Höhe von knapp 272.000 Euro in Höhe von rund 236.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Die Stadt Plau am See investiert in ihr touristisches Angebot, um die Urlauber noch stärker auf die Schönheiten im Landesinneren aufmerksam zu machen. So wird der Binnenlandtourismus gestärkt“, sagte Glawe.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes in Plau am See mehr als 31.000 Ankünfte und über 160.000 Übernachtungen verzeichnet. Die Gäste verbrachten durchschnittlich fünf Nächte in dem Luftkurort.