„Macht und Pracht“: Tag des offenen Denkmals im Kloster Bad Doberan

Bad Doberan – Der bundesweite Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern findet am Sonntag, dem 10. September 2017, im ehemaligen Zisterzienserkloster Bad Doberan im Landkreis Rostock statt.

„In der Klosteranlage lässt sich das Motto sehr schön aufgreifen, schließlich war dort die Grablege des Fürstentums Mecklenburg“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Zudem war das Kloster lange Zeit das geistliche, politische und wirtschaftliche Zentrum Mecklenburgs, und davon zeugt es noch heute“. Die Ministerin betonte, den Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gerne zu unterstützen: „In Mecklenburg-Vorpommern gibt es so viel Schützens- und Erhaltenswertes. Indem solche Tage diese Schätze erlebbar machen, sensibilisieren wir ein breites Publikum für dieses wertvolle Erbe“.

Landesweit haben am Tag des offenen Denkmals in MV Schlösser, Guts- und Herrenhäuser, Kirchen, Bürgerhäuser, Parks und Gärten, Villen in den Ostseebädern und auch Großbauten der Moderne ihre Tore geöffnet. Welche und wo genau, ist ab August unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm/ abrufbar.

Seit 2008 werden bei der zentralen Eröffnungsfeier des Landes auch der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ verliehen. Die Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger konnten bis Ende Mai beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingereicht werden. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der „Denk mal!“-Preis mit 700 Euro dotiert.

Straßenbeleuchtung im Rostocker Hedda-Zinner-Weg

Rostock – Die Hansestadt Rostock erhält vom Energieministerium für die Sanierung der Straßenbeleuchtung im Hedda-Zinner-Weg einen Zuschuss in Höhe von 16.889,60 Euro (Zuschuss 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Im Hedda-Zinner-Weg (Rostock-Evershagen) beabsichtigt die Hansestadt Rostock die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen vier Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch sieben LED-Leuchten inklusive Masten und Kabel ersetzt. Durch verringerte Abstände zwischen den Leuchten wird der Weg besser ausgeleuchtet.

Durch diese Maßnahme können jährlich 824 Kilowattstunden Strom und 0,5 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Breitbandausbau im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Anklam – Digitalisierungsminister Christian Pegel übergibt am Donnerstag (27.07.2017) fünf Förderbescheide des Landes über insgesamt rund 18,2 Millionen Euro für den Breitbandausbau an den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Diese Summe wird zur Kofinanzierung von mehr als 50 Millionen Euro Bundesfördermitteln eingesetzt (diese Bescheide hatte der Bund zuvor bereits ausgereicht). Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 78 Millionen Euro.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald konnte mit fünf Breitbandausbauprojekten erfolgreich am 3. Call des Bundesförderprogramms teilnehmen. Insgesamt werden damit 15 Projektgebiete, die im Landkreis Vorpommern-Greifswald gebildet worden waren, mit insgesamt rund 48 Millionen Euro Landesfördermitteln und knapp 143 Millionen Euro Bundesfördermitteln unterstützt. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen in Höhe von ca. zehn Prozent ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 216 Millionen Euro.

Um bis zum Jahr 2018 deutschlandweit eine flächendeckende Breitbandabdeckung mit Datenraten von mindestens 50 Mbit/s zu erreichen, stellt der Bund in mehreren Etappen mehr als zwei Milliarden Euro Fördermittel bereit. Die Förderung des Bundes beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojektes. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellte das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit.

Von den 93 Projektgebieten, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden war, erhielten in den drei ersten Förderrunden 92 Projektgebiete den Zuschlag vom Bund. Damit konnten rund 826 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Mit den 305 Millionen vom Land und dem kommunalen Eigenanteil in Höhe von 173 Millionen stehen mehr als 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung. Über das 93. Projektgebiet vom Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) entscheidet der Bund im noch ausstehenden vierten Förderaufruf.

Neuansiedlung in Fahrbinde – Investition für neues Logistikzentrum geplant

Fahrbinde – Die Raben Group, welche ihre Wurzeln in den Niederlanden hat, will sich in Fahrbinde (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Gemeinde Rastow) ansiedeln. Geplant ist im dortigen Gewerbegebiet der Neubau eines Logistikzentrums. „Die international agierende Unternehmensgruppe wird in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem ersten eigenen Standort aktiv. Mit dem geplanten Logistikzentrum sollen perspektivisch über 100 Arbeitsplätze in Fahrbinde entstehen. Überzeugen konnten wir die Raben Group vor allem aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. „Die Ansiedlung belegt, dass unser Land ein immer attraktiver werdender Wirtschaftsstandort auch für ausländische Investoren ist. Mecklenburg-Vorpommern kommt wirtschaftlich weiter voran. Jede Neuansiedlung und jede Erweiterung leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Denn: Im Ergebnis werden Arbeitsplätze gesichert, neue Jobs entstehen vor Ort. Darauf kommt es mir besonders an.“

Im Gewerbegebiet Fahrbinde soll auf einer Fläche von circa zehn Hektar das Logistikzentrum entstehen. Vorgesehen sind der Bau einer Kommissionierungshalle und eines Bürogebäudes sowie der Bau von zwei Lagerhallen. Vor Ort wird die gesamte Logistikkette abgedeckt: von der Warenbeschaffung bis zum Vertrieb sowie die Chargenverwaltung. Vorgesehen ist unter anderem auch die Etikettierung, Verpackung und Kommissionierung von Paletten und Kartons. Darüber hinaus sollen kundenspezifische Verpackungen und entsprechendes Labeling der Waren und auch Retouren-Management ermöglicht werden. Der erste Großkunde wird aus dem Bereich der Lebensmittelindustrie kommen. Baubeginn ist noch für Herbst dieses Jahres geplant.

Das wachstumsorientierte Unternehmen ist besonders an Standorten im Bereich der Autobahn interessiert. „Wir sind ein kundenorientiertes Unternehmen und haben deshalb nach einer Erweiterung für unser Lagernetzwerk in Deutschland und nach einem Standort gesucht, der für eine neue Investition optimal ist. Dies stärkt unsere Stellung im Norden von Deutschland. Speziell das Autobahnkreuz A24/A14 wird viele Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft bringen. Fahrbinde ist aufgrund der direkten Verkehrsanbindung und der verfügbaren Flächen der richtige Standort für uns“, sagt der Geschäftsführer der Raben Group, Ewald Raben.

Wichtige Kontakte zum Unternehmen wurden über die Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern auf der Immobilienmesse EXPO REAL 2016 in München geknüpft. „Messen sind für uns ein unverzichtbares Instrument, um auf die Stärken unseres Landes noch besser überregional aufmerksam zu machen“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter.

„Ein Vorteil von Fahrbinde ist, dass ein Transport der Waren in alle Richtungen möglich ist. Rostock und Wismar sind mit den Häfen nicht weit entfernt, auch über die Autobahnen liegt das Gewerbegebiet logistisch attraktiv. Zu den Standortvorteilen Mecklenburg-Vorpommerns zählen die geografische Lage im südlichen Teil der Wachstumsregion Ostseeraum mit engen Verbindungen zu den Metropolregionen Hamburg, Berlin und Stettin, unser attraktives Gewerbeflächenangebot und die moderne Infrastruktur. Zudem hat unser Land eine moderne Hafeninfrastruktur mit guter see- und landseitiger Verkehrsanbindung“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens voraussichtlich auf über 10 Millionen Euro. Das Land wird das Vorhaben nach Vorlage aller Unterlagen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von voraussichtlich rund 1,60 Millionen Euro unterstützen.

Die Raben Group ist ein Familienunternehmen, welches seit über 85 Jahren mit umfassenden Logistikdienstleistungen (flächendeckende Logistiklösungen, Landverkehre, FTL & Intermodal, Frischelogistik, See- und Luftfracht, Lead Logistics Provider) auf dem europäischen Transportmarkt tätig ist.

1991 startete das in den Niederlanden gegründete Unternehmen seine Geschäftstätigkeit in Polen und wuchs von hier aus europaweit. Seit einigen Jahren expandiert die Raben Group strategisch stark in Deutschland. So wurden z. B. am 01. Januar 2017 die Rhenus Niederlassungen in Fellbach und Weilimdorf übernommen. Im März 2017 folgte die Übernahme der Transport- und Logistikunternehmen Excise GmbH und RLZ Baden GmbH in Karlsruhe. Am 03. Mai 2017 wurde der Vertrag zur Übernahme des Standortes Kamen von der nordrheinwestfälischen Logistikgruppe SCHMALZ + SCHÖN unterzeichnet. Und erst Ende Juni kam es zur Vertragsunterzeichnung für die Übernahme von Busse Logistik in Kassel, welche nach der Zustimmung durch die Kartellrechtsbehörde finalisiert wird.

Das Unternehmen verfügt über 130 eigene Niederlassungen in 12 Ländern Europas: Deutschland, Estland, Italien, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, der Ukraine und Ungarn. Die Gruppe generiert eine Milliarde Euro Umsatz jährlich. Rund 10.000 Mitarbeiter zählt das Unternehmen mit einer Gesamtlagerfläche von 1.150.000 Quadratmetern und über 7.000 modernen Transportmitteln.

Nach Angaben der „Logistik-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ gibt es im Land 5.200 Logistikunternehmen mit 31.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften.

Begleitet wurde die Unternehmensansiedlung durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in Mecklenburg-Vorpommern“. Aufgabe der Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Dazu gehören die Suche nach geeigneten Produktionsstandorten sowie die Begleitung der Unternehmen bei Investitionen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Digitalisierung und mehr

Landesschülerrat zu Gast im Bildungsministerium

Schwerin – „Digitale Medien können den traditionellen Unterricht ergänzen.“ Diese Aussage von Bildungsministerin Birgit Hesse hatte der Landesschülerrat (LSR) zum Anlass genommen, 100 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zum Thema „Digitale Medien“ zu befragen. Kurz vor den Sommerferien stellte nun der Vorstand des LSR die Ergebnisse im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur vor.

„Das ist für uns ein wichtiges Themenfeld und deshalb sind die Rückmeldungen dazu aus so vielen Schulen natürlich interessant“, sagte Staatssekretär Steffen Freiberg.

Die technische Ausstattung der Schulen sei „sehr ausbaufähig“, lautete ein Fazit der Umfrage, so die LSR-Vorstandsmitglieder. Die Mehrheit der Befragten hätte die Ausstattung ihrer jeweiligen Schule mit „befriedigend“ benotet. „Im Zeitalter der Modernisierung darf das nicht unser Anspruch sein, und das Land sollte Gelder für die Digitalisierung, die sich als Indikator für die Modernität in Schullandschaften darstellt, zur Verfügung stellen“, forderte der LSR.

Dabei sieht der LSR nicht nur Investitionen in das technische Equipment der Schulen als notwendig an, sondern fordert darüber hinaus u. a. eine gezielte Schulung der Lehrkräfte und die Anstellung von Experten an den Schulen, um feste Ansprechpartner für das Kollegium und die Schülerschaft zu etablieren. „Aufklärung und Schulung sind genauso wichtig wie eine Investition in Materialien“, so der LSR.

„Wer sich in der digitalen Welt bewegt, muss auch wissen, wie er das sicher und zielführend tut“, sagte Freiberg, „deshalb werden wir im kommenden Schuljahr auch das Schulfach ,Informatik und Medienbildung‘ modellhaft erproben.“

Einen Blick in die Zukunft gab es auch in puncto Klassenfahrten: Ein novellierter Erlass des Ministeriums vereinfacht die Regelung für Klassenfahrten, indem die Schulämter ein entsprechendes Budget für jeweils ein Jahr statt bislang für fünf Jahre erhalten und festgelegt wird, dass es pro Jahrgangsstufe mindestens eine Schulwanderung geben soll.

Das Bildungsministerium und der Vorstand des LSR verständigten sich darauf, die regelmäßigen Treffen künftig in kürzeren Abständen stattfinden zu lassen.

Hightech aus Wismar

Visiotex GmbH plant Entwicklung und automatisierte Sportschuh-Produktion

Wismar – Kommt der erste vollautomatisch hergestellte Schuh aus Mecklenburg-Vorpommern? Die Visiotex GmbH in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant entsprechende Forschungsaktivitäten mit anschließender Errichtung einer Produktionsstätte, um einen Sportschuh mit nahtfreiem, komplett gestricktem Schaft und integrierter Sohle zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen arbeitet bisher insbesondere für die Möbel-, Medizin- und Sportschuhbranche, ist Partner führender Automobilhersteller in den Bereichen Entwicklung und Prototyping. „Die Visiotex GmbH ist eines der verborgenen, hochinnovativen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, ein ´hidden champion´. Jetzt soll die Forschung in Wismar weiter vorangetrieben werden – geplant ist die Entwicklung und Produktion eines innovativen Sportschuhs. Langfristig sollen mit der Investition eine eigene Betriebsstätte und über 30 neue Arbeitsplätze in Wismar entstehen. Dafür will das Unternehmen knapp 20 Millionen Euro investieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister übergab vor Ort eine Fördermittelabsichtserklärung für das Errichtungsvorhaben.

Sitzbezüge, die heizen, kühlen oder massieren, Schuhe aus einem Guss mit Kompressions- und Kühlfunktion, wirkstofftragende Sportbandagen, multifunktionale Innenraumverkleidungen für Automobile – die Visiotex GmbH entwickelt und produziert seit 2011 in Wismar mit über 20 Mitarbeitern. Am zweiten Unternehmensstandort in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erfolgt die Fertigung von Rückenlehnen für Bürostühle. Grundlage der Produktion ist die patentierte 3D-Technologie „Wovenit“. Das Verfahren ermöglicht nach Unternehmensangaben durch die Vereinigung von Weben und Stricken in einem digitalen Prozess die Herstellung beliebiger Faserwerkstoffe – mit individuell ausgeprägter, dreidimensionaler Textilstruktur. Die Visiotex GmbH plant, eine neue Betriebsstätte zu errichten, in der Sportschuhe gefertigt werden. „Hier entstehen Hightech-Produkte, die uns im Alltag begegnen, etwa die Rückenlehne des Schreibtischstuhls, die Sportbandage oder die Verkleidung im Autoinnenraum“, sagte Glawe.

Im Vorfeld der Betriebsstättenerrichtung sind zwei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geplant. In Kooperation mit der Universität Rostock sollen zunächst neue Textilkonstruktionen zur Herstellung von Schuhwerken mit hohem thermischen Komfort und dynamisch angepasster Form entwickelt werden. Ein zweites Vorhaben umfasst die dann folgende Entwicklung eines automatisierten Prozesses für die Produktion des Schuhs gemeinsam mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock. „Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen wirtschaftsnahe Forschungsprojekte im Land, aus denen international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen. So werden zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen und erhalten. Das stärkt unsere Wirtschaft. Die Visiotex GmbH ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Glawe.

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt. „Unser Fokus liegt auf der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Etwa ein Viertel der EFRE-Gelder wollen wir dafür nutzen“, sagte Glawe.

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung. „Nachhaltige und hochwertige Beschäftigung sowie Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung sind die Schwerpunkte im Europäischen Sozialfonds für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

WEMAG richtet Servicestation im Warnower Dorfladen ein

Energieversorger stattet Dorfläden als Servicepartner für Strom und Gas aus

Schwerin – Ab sofort können die Kunden der WEMAG und alle, die sich für die Ökostrom- und Erdgasprodukte des kommunalen Energieversorgers interessieren, bei ihrem Einkauf im Dorfladen in Warnow (bei Bützow) auch den Service der WEMAG nutzen. Denn in der Gemeinde im Westen des Landkreises Rostock ist seit dem 20. Juli die zweite WEMAG-Servicestation eröffnet. „In einer Flächenregion wie Mecklenburg-Vorpommern ist es gar nicht immer einfach, seine Fragen in einem persönlichen Gespräch zu klären“, weiß Sebastian Kosog, Ansprechpartner für Privat- und Gewerbekunden bei der WEMAG. „Mit der Servicestation bieten wir Interessenten die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert in ihrer Nähe über die Angebote der WEMAG zu informieren und unsere Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen.“

Geschäftsinhaberin Dorita Büttner und WEMAG-Mitarbeiter Sebastian Kosog (v.l.) bestücken den Dorfladen in Warnow mit Informationsmaterial für Strom- und Gaskunden Foto @ WEMAG/Laura Bartels

Zur Eröffnung in Warnow hat Kosog Ladeninhaberin Dorita Büttner mit Informationsmaterialien rund um die Themen Ökostrom, Erdgas und Energiesparen ausgestattet. Aber auch Vordrucke zur Zählerstandsmitteilung, Abschlagsanpassung oder Neuanmeldung liegen im Lebensmittelmarkt bereit. Die Post an die WEMAG können die Warnower nun auch im Geschäft abgeben. „So halten wir den kurzen Draht zu unseren Kunden“, so Kosog weiter.

„Mit den Servicestationen schafft die WEMAG Kontaktmöglichkeiten auch in kleineren Ortschaften. So müssen die Leute vor Ort keine weiten Wege mehr in Kauf nehmen und können quasi während des Einkaufens die Serviceleistungen der WEMAG in Anspruch nehmen“, sagt Ladeninhaberin Dorita Büttner. Sie freue sich sehr auf die Zusammenarbeit mit der WEMAG und in dem Zusammenhang auch auf mehr Kunden in ihrem Geschäft.

Im Warnower Dorfladen findet sich nun der zweite Servicepunkt der WEMAG. In Grebs bei Eldena wurde vergangene Woche der erste Lebensmittelmarkt mit Servicematerialien von der WEMAG ausgestattet. Noch bis zu zehn weitere sollen im gesamten regionalen Versorgungsgebiet bis zum Jahresende folgen.

Neben Servicepunkten stehen Kunden natürlich auch weiterhin die Türen zum Kundencenter in Schwerin offen. Auch die mobile Kundenberatung, das WEMAG-Infomobil, bleibt weiter im Einsatz. Zu insgesamt 185 Terminen an 32 Standorten war es im Jahr 2016 für Einwohner vor Ort. Der Tourenplan wird in Amtsblättern und im Internet unter www.wemag.com/infomobil veröffentlicht.

Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße in Göhren

Insel Rügen – Am Mittwoch (26.07.2017) übergibt Bauminister Christian Pegel eine Förderzusage über rund 225.000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung für den Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße und den Verbindungsweg in Göhren (Landkreis Vorpommern-Rügen) an Bürgermeister Wolfgang Pesker. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben betragen ca. 626.000 Euro.

Im Zuge der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Ortskern“ plant die Gemeinde Göhren den Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße in zwei Bauabschnitten. Die Gerhart-Hauptmann-Straße beginnt an der Berliner Straße und erstreckt sich in nördlicher Richtung über eine Länge von 263 Metern bis zur Waldpromenade. Sie ist eine fußläufige Verbindung zur Regionalen Schule und zum Kindergarten sowie die Hauptzufahrt zum Altenpflegeheim und zur Großsporthalle.

Die mit Feldsteinen befestigte fünf Meter breite Fahrbahn weist zahlreiche Bodenwellen und Absackungen auf. Eine Oberflächenentwässerung und ein Gehweg sind nicht vorhanden.

Der erste Bauabschnitt beginnt an der Berliner Straße und endet nach ca. 75 Metern in Höhe des Verbindungswegs. Dieser Weg vereint die Feldstraße und die Gerhart-Hauptmann-Straße in west-östlicher Ausrichtung und erfüllt momentan die Funktion eines Gehwegs. Der zweite Bauabschnitt beginnt an dem von der Gerhart-Hauptmann-Straße abzweigenden Verbindungsweg und endet nach ca. 188 Metern an der Waldpromenade.

Mit dem grundhaften Ausbau der Gerhart-Hauptmann-Straße und des Verbindungsweges werden die Verkehrsflächen neu geordnet. Dadurch wird der Verkehr sicherer. Sobald die Unebenheiten in der Fahrbahndecke beseitigt sind, nimmt die Lärmbelästigung für die Anwohner deutlich ab. Dadurch steigt die Lebensqualität der Anwohner.

Die Maßnahme soll im dritten Quartal 2017 beginnen und voraussichtlich im vierten Quartal 2018 fertig gestellt werden. Der Zweckverband plant im Vorfeld dieser Maßnahme die Abwasser-, Regenwasser- und Trinkwasserleitungen neu zu verlegen.

SWG Stralsund erhält Förderung für Personenaufzug

Stralsund- Bauminister Christian Pegel übergibt am Mittwoch (26.07.2017) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 178.200 Euro an die Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG). Die Mittel kommen aus dem Zuschussprogramm Personenaufzüge und Lifte, barrierearmes Wohnen.

Bei dieser Maßnahme handelt es sich um ein fünfgeschossiges Wohngebäude aus dem Jahr 1954 mit drei Treppenhäusern. Um die Barrieren zu reduzieren, ist der Anbau von drei Personenaufzügen vorgesehen. Je Aufgang soll neben dem Treppenhaus ein Aufzug mit separatem Eingang von außen errichtet werden.

Im Zuge dieser Baumaßnahmen werden auch die Eingänge barrierefrei gestaltet, so dass alle Wohnungen stufenlos erreichbar sind.

Die Luft ist rein in MV – Messdaten 2016 vorgelegt

Güstrow – Der Luftgütebericht 2016 bescheinigt Mecklenburg-Vorpommern eine allgemein gute Luftqualität. Erhoben und ausgewertet wurden vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Güstrow Messdaten von 16 Standorten im ganzen Land.

„Wie bereits Jahr 2015 gab es auch im vergangenen Jahr an keiner Messstation des Landes Grenzwertüberschreitungen der zu überwachenden Parameter. Besonders erfreulich ist die gesunkene Stickstoffdioxid­konzentration an der Messstelle Rostock-Am Strande, an der der Jahresmittelwert bereits im zweiten Jahr in Folge unter dem Grenzwert von 40 µg/m³ lag, ein Indiz für die Wirksamkeit der Maßnahmen des Luftreinehalteplans der Hansestadt Rostock. Insbesondere die Drosselung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf 50 km/h, verbunden mit der Tempoüberwachung, hat zum Erfolg geführt“, kommentierte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus die Werte.

Auch für Feinstaub konnten in den letzten Jahren an allen Messstationen die Grenzwerte eingehalten werden, ohne dass jedoch ein klar sinkender Trend zu beobachten ist. „Die jährlichen Feinstaubkonzentrationen schwanken von Jahr zu Jahr bedeutend in Abhängigkeit von der Witterung. Die 2016 beobachteten Feinstaubwerte waren an allen Standorten niedriger als im Vorjahr“, so Backhaus weiter. Eine längere Feinstaubperiode mit Tagesmittel­werten von über 50 µg/m3 wurde 2016 nur im Januar beobachtet. Insgesamt wurden maximal 7 von 35 zulässigen Überschreitungstagen registriert.

Die Ozon­konzentrationen lagen witterungsbedingt 2016 höher als im Vorjahr. Hier darf der höchste gleitende 8-Stunden Mittelwert eines Tages von 120 µg/m3 maximal an 25 Tagen überschritten werden. Die höchste Anzahl an Überschreitungstagen gab es mit 13 Tagen an der Station Löcknitz und 10 Tagen an der Station Güstrow. Die Zielwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Vegetation wurden dennoch sicher eingehalten.

Um den Einfluss des Schiffsverkehrs, insbesondere der Kreuzliner, auf die Luftqualität darzustellen, wird seit Januar 2015 am Standort Rostock-Hohe Düne kontinuier­lich gemessen. Untersucht wird die Luft hier auf Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und Schwebstaub. Windrichtung und -geschwindigkeit fließen ebenfalls in die Betrachtungen ein.

Indikatoren für den Einfluss der Schifffahrt auf die Luftqualität sind insbesondere Schwefeldioxid, Feinstaub und Stickoxide. Beim Schwefeldioxid wurde der Grenzwert für das Jahresmittel von 20 µg/m3 mit 2 µg/m3 deutlich unterschritten. Auch der höchst zulässige Stunden-Mittelwert von 350 µg/m3 wurde bei einem gemessenen maximalen Stundenwert von 18 µg/m3 erheblich unterschritten. Die Situation beim Feinstaub ist ähnlich. Lediglich an 2 Tagen wurde die maximale Tageskonzentration von 50 µg/m3 überschritten, zulässig sind 35 Überschreitungstage. Auch für Stickstoffdioxid wurden keine Grenzwertüberschreitungen beobachtet.

„L E A – Lernen, Erleben, Arbeiten“ unterstützt auf dem Weg in die Arbeitsaufnahme

Güstrow – Langzeitarbeitslose junge Menschen fit machen für den Arbeitsmarkt – das ist das Ziel von „L E A – Lernen, Erleben, Arbeiten“. Wirtschaftsminister Harry Glawe informierte sich am Montag in Güstrow über das Projekt. „Mit dem LEA-Projekt wollen wir für junge Langzeitarbeitslose Perspektiven für eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt schaffen. Das ist eine Investition in die Zukunft der jungen Menschen und langfristig auch in die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Das Projekt wird vom Güstrower Bildungshaus e.V. durchgeführt.

Das Projekt setzt auf eine mehrstufige, individuelle Integrationsbegleitung. Die Teilnehmer sollen lernen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen, soziale Kompetenzen zu stärken und Kenntnisse aufzubauen, um für sich eine berufliche Orientierung zu entdecken. Seit dem Projektstart im Jahr 2015 haben 114 junge Menschen LEA durchlaufen. Bisher sind durch das Projekt unter anderem 52 betriebliche Praktika, sechs Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen und zwei Vermittlungen in betriebliche Ausbildung initiiert worden. Derzeit sind 44 Teilnehmer im Projekt. „Das besondere hier in Güstrow ist, dass Unternehmen aus der Region die komplette Kofinanzierung des Projektes übernehmen. Durch die Beteiligung der Wirtschaft entsteht ein enger Kontakt zwischen den Teilnehmern und den regionalen Unternehmern. Das unterstützt den Eintritt in den Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Das seit 2015 laufende Projekt wurde vom Land aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 140.000 Euro gefördert. Wirtschaftsminister Harry Glawe übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid für die Projektverlängerung um ein Jahr in Höhe von knapp 59.000 Euro aus Mitteln des ESF. „Auch in diesem Jahr sind regionale Unternehmen mit im Boot und teilen sich die Kofinanzierung des Projektes in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Das ist ein herausragendes Engagement“, sagte Glawe.

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz.
„Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung. „Nachhaltige und hochwertige Beschäftigung sowie Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung sind die Schwerpunkte im Europäischen Sozialfonds für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt. „Unser Fokus liegt auf der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Etwa ein Viertel der EFRE-Gelder wollen wir dafür nutzen“, sagte Glawe.

Ferienstart mit Köpfchen – Sommerakademie 2017 startet

Schwerin – Nach dem Lehren ist vor dem Lernen: Von morgen an werden knapp 500 Lehrerinnen und Lehrer das Angebot des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) nutzen, sich an der diesjährigen Sommerakademie fortzubilden. Rund 1.000 Anmeldungen liegen für die 50 Workshops und Seminare vor, die das dreitägige Programm bereithält.

„Es freut mich, dass so viele Lehrkräfte die ersten Ferientage nutzen, um sich zusätzliches Rüstzeug für den Schulalltag anzueignen“, begrüßte Bildungsministerin Birgit Hesse das auch in diesem Jahr große Interesse. „Man kann am Programm ablesen, wie vielschichtig die Themen und Bereiche sind, die in der Schule eine Rolle spielen“, so Hesse weiter.

Von digitaler Lernkultur über eine Musikwerkstatt und Strategien für eine gelingende Willkommenskultur bis hin zu Deeskalation und Selbstbehauptung hat die Sommerakademie ihren Bogen gespannt und dafür wieder das Schloss & Gut Ulrichshusen als zentralen Tagungsort gewählt. Parallel gibt es in Neubrandenburg ein spezielles Angebot rund um den Sport.

Die Sommerakademie ist darauf angelegt, den Lehrerinnen und Lehrern Anregungen für die Unterrichtsgestaltung, für Kommunikation und Interaktion sowie Gesundheit im Beruf zu liefern. Die Fortbildungsreihe findet in diesem Jahr zum sechsten Mal in Folge statt. „Die Sommerakademie hat inzwischen eine kleine Tradition, was vor allem dem Engagement der Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken ist, die sich hier immer wieder gern auf die Schulbank setzen“, betonte die Ministerin.

Tragischer Badeunfall in Sellin auf der Insel Rügen

Insel Rügen – Am 23.07.2017 gegen 12:30 Uhr teilte die Rettungsleitstelle dem Polizeipräsidium Neubrandenburg mit, dass es am Strand von Sellin zu einem Badeunfall gekommen ist. Ein 61-jähriger Urlauber aus Brandenburg begab sich in die Ostsee, und schwamm hinaus. Seine Ehefrau beobachtete ihn eine Zeit lang. Als sie plötzlich keinen Sichtkontakt mehr zu ihm hatte, verständigte sie umgehend die Rettungsschwimmer der DLRG.

Diese begaben sich sofort ins Wasser und suchten den 61-Jährigen. Etwa 30 Minuten später wurde der Mann leblos, im Wasser treibend, festgestellt und geborgen. Die Rettungskräfte begannen umgehend mit der Reanimation und verbrachten den Verunfallten an Land. Nach erfolgreicher Reanimation wurde er sofort mit dem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung ins Klinikum Greifswald geflogen. Dort erlag der 61-Jährige jedoch gegen 14:20 Uhr seinen Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einem tragischen Badeunfall ausgegangen.

Nord Stream 2-Erörterung: Polnische Häfen sorgen sich um Hafenzufahrt

Stralsund – Am fünften Tag der Erörterung zum Bau der Erdgasleitung Nord Stream in Stralsund kamen Vertreter der polnischen Öffentlichkeit sowie polnische Behörden zu Wort. Gegenstand der Erörterung waren u. a. die grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen des deutschen Leitungsabschnitts.

Konkrete Einwände brachten die Vertreter der Häfen von Stettin und Swinemünde vor. Sie kritisieren den Plan von Nord Stream 2, die Erdgasleitung in Höhe der Kreuzung mit dem Schifffahrtsweg 20 auf dem Ostseegrund zu verlegen. Damit werde eine Passage zu den beiden polnischen Ostseehäfen für Schiffe mit sehr großem Tiefgang langfristig gesehen nicht mehr möglich. Es wurde gefordert, dass die Leitung in diesem Abschnitt eingegraben wird. Die Vertreter von Nord Stream 2 erwiderten, die Planung der Leitung behindere die Schifffahrt nicht und die Wasserstraße werde auch nach Leitungsverlegung befahrbar sein wie heute.

Ein polnischer Umweltverband sowie die Vertreter einer Reihe polnischer Ministerien und Behörden kritisierten Methodik, Nachvollziehbarkeit und Ergebnisse der vom Vorhabenträger erstellten Umweltverträglichkeitsstudien und forderten die Übermittlung weiterer Unterlagen.

Der Vorhabenträger wies die Rügen zurück und verteidigte seine Umweltplanung; Planung und Unterlagen entsprächen den rechtlichen und fachlichen Vorgaben. Dieser Dissens konnte in der Veranstaltung nicht aufgelöst werden.

Die verfahrensführenden Behörden, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie das Bergamt Stralsund, wiesen die Beteiligten darauf hin, dass behördenseits auf Grundlage der durchgeführten Erörterungen u. a. auch die Vereinbarkeit der Planunterlagen mit deutschem wie auch europäischem Umweltverfahrensrecht abschließend zu prüfen sei.

1. Spatenstich zum Neubau der Integrierten Gesamtschule „Erwin Fischer“

Greifswald – Infrastrukturminister Christian Pegel hat heute (21.07.2017) am 1. Spatenstich zum Neubau der Integrierten Gesamtschule „Erwin Fischer“ in Greifswald teilgenommen. Er übergab bei dem Termin auch den Zuwendungsbescheid über rund 10 Mio. Euro zur Unterstützung der Maßnahme an den Oberbürgermeister der Stadt Dr. Stefan Fassbinder. „Mit dem Schulneubau wird in Qualität und Barrierefreiheit eines zentralen Greifswalder Schulstandortes investiert und damit zugleich ein klares Signal an den Stadtteil gesendet, dass die Schule hier langfristig als wichtiger Anker gewollt ist“, freute sich Bauminister Christian Pegel. Die Fördermittel wurden aus dem EFRE-Strukturfonds für integrierte nachhaltige Stadtentwicklung 2014 – 2020 bewilligt.

Die Stadt Greifswald lässt einen Ersatzneubau für die Integrierte Gesamtschule „Erwin Fischer“ für 624 Schüler und rund 50 Pädagogen errichten. Der Neubau wurde hinsichtlich Größe und Aufteilung so geplant, dass der Schulbetrieb vierzügig, das heißt mit vier Klassen pro Jahrgang, erfolgen kann. Er wird alle aktuellen Anforderungen an Barrierefreiheit, Inklusion und Ganztagsschulbetrieb sowie Brand-, Schall- und Wärmeschutz erfüllen. Das Gebäude wird als dreigeschossiger Stahlbetonbau errichtet und aus drei gleich großen Bereichen bestehen. Das derzeit genutzte Schulgebäude wurde 1979/80 in Plattenbauweise errichtet.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben der Maßnahme betragen rund 17,1 Mio. Euro. Als Beitrag zur nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung unterstützt das Land den Neubau mit 10,25 Mio. Euro.

Im Bereich des EFRE-Strukturfonds für integrierte nachhaltige Stadtentwicklung stehen für Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum 2014 – 2020 insgesamt 168,3 Mio. Euro Fördermittel bereit. Die Zuwendungen werden für infrastrukturelle Maßnahmen der integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung in den Ober- und Mittelzentren des Landes gewährt, die folgende Ziele verfolgen:

Verbesserung der dauerhaften Nutzung des Kulturerbes,
Verbesserung der städtischen Umweltqualität,
Verbesserung der Möglichkeiten zur Integration in Bildung, Arbeit und Gesellschaft.