Tierschutzvereine erhalten 307.000 € für Sanierungsmaßnahmen

Schwerin – Elf Förderbescheide mit einem Gesamtwert von 307.000 € übergab der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus im Tierheim Schlage an verschiedene Tierschutzvereine im Land.

„Die Arbeit des Tierschutzes ist stark auf ehrenamtliche Helfer, Spenden und auch auf öffentliche Gelder angewiesen. Der Staat ist für die tierschutzrechtlichen Rahmenbedingungen sowie deren Umsetzung und Weiterentwicklung verantwortlich. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat in der Koalitionsvereinbarung die besondere Bedeutung des Tierschutzes hervorgehoben. Sie möchte insbesondere die Überwachung der Einhaltung der Tierschutzvorgaben verbessern und verlassenen und gequälten Tieren ein artgerechtes, sicheres Umfeld garantieren“, betonte der Minister.

Die schwierige Lage der Tierheime und die schlechte Situation der freilaufenden Katzen wurden auch in das Tierschutzkonzept Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen, das Landwirtschaftsministerium zusammen mit dem Tierschutzbeirat erarbeitet hat.

„Durch ihn erhält mein Haus viele Hinweise und wertvolle Informationen für die Facharbeit. Zum Beispiel hat die Auflistung des Sanierungsbedarfs von Tierheimen in Mecklenburg-Vorpommern entscheidend dazu beigetragen, dass wir im vergangenen Jahr 600.000 € und in diesem Jahr insgesamt sogar 900.000 € Fördermittel ausreichen können. Dadurch können viele von der Förderung profitieren und längst erforderliche Baumaßnahmen endlich verwirklicht werden“, so Backhaus.

Die Umsetzung des Projektes zur Kastration von freilaufenden Katzen durch den Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes wird dieses Jahr wieder mit 20.000 € gefördert.

Tiere haben eine große Bedeutung für den Menschen und die Deutschen haben ein großes Herz für Haustiere. In der Bundesrepublik werden ca. 30 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Vögel als Haustiere gehalten. Katzen sind seit Jahren ganz oben auf der Beliebtheitsskala, mit einer Zahl von annähernd 13 Millionen Tieren. Das heißt: In 22 % aller deutschen Haushalte leben Katzen. An zweiter Stelle folgen Hunde: 7,9 Millionen Tiere leben in 16 % der Haushalte. Den dritten Platz nehmen Kleintiere ein, wie Hamster, Meerschweinchen, Degus und Farbratten. Auf 5,1 Millionen wird deren Zahl geschätzt.

Es gibt jedoch Absteiger in der Gunst der Tierhalter: Kanarienvögel, Sittiche und Vögel im Allgemeinen. Deren Fangemeinde ist in den vorangegangenen Jahren stark geschrumpft. Im vergangenen Jahr wurden noch 4,2 Millionen Ziervögel in 3 % der deutschen Haushalte gehalten. Erstaunlich ist, dass 29 % aller Haustiere in Einpersonenhaushalten (2014: 27 %) und 38 % in Zweipersonenhaushalten (2014: 36 %) leben. Insgesamt gab es den Angaben zufolge in 43 % aller Haushalte in Deutschland Haustiere, in wiederum 19 % davon sogar zwei oder mehrere.

Die Heimtierbranche verbuchte im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 4,56 Mrd. Euro. 2006 waren es noch 3,15 Mrd. €.

Liste der Zuwendungsempfänger

  • Tierschutzverein Sadelkow in Höhe von 20.000 € für die Zwingeranlage, Trennzäune und Schleusen
  • Tierschutzverein Stralsund in Höhe von über 40.000 € für die Sanierung der Versorgungscontainer
  • Hinterste Mühle gGmbH in Höhe von knapp 29.000 € für die Sanierung des Tierheims in Neubrandenburg
  • TSV Schwaan e.V. in Höhe von 6.000 € für die Innendämmung der Katzenhäuser
  • Tierheim Greifswald in Höhe von knapp 13.000 € für die Sanierung von 10 Hundezwingern mit Hütten
  • Tierschutzverein Altentreptow in Höhe von 25.000 € für die Sanierung der Hundezwinger und Katzenausläufe
  • Tierschutz Roggendorf in Höhe von über 18.000 € für die neue Heizanlage und Isolierung an den Lottihof in Höhe von ca. 11.500 € zur Zaunerneuerung
  • Tierschutzverein Bützow in Höhe von über 33.000 € zur Einfriedung der Auffangstation, Sanierung der Katzenhäuser sowie den Neubau des Besucherraums.
  • Tierheim Schlage in Höhe von über 111.000 € für die Sanierung der Tierunterkünfte, Gebäude und Einrichtungen.

Ministerpräsident Sellering lädt zur 73. Bürgersprechstunde nach Lübz ein

Schwerin – Zu seiner 73. Bürgersprechstunde lädt Ministerpräsident Erwin Sellering Bürgerinnen und Bürger am 7. Juni 2017 nach Lübz ein. Sie beginnt ab 14.00 Uhr im Rathaus, Am Markt 22, 19386 Lübz.

Bürgerinnen und Bürger, die die Sprechstunde des Ministerpräsidenten besuchen möchten, werden gebeten, sich vom 29. Mai bis 1. Juni in der Zeit von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr anzumelden. Für diesen Zeitraum ist in der Staatskanzlei die Telefonnummer 0385/588 1164 geschaltet.

„Die Bürgersprechstunden sind für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit und eine inzwischen gute Tradition. Hier erfahre ich aus erster Hand, was die Menschen in unserem Land bewegt, worüber sie sich freuen, worüber sie sich ärgern, wie sie sich für ihre Gemeinschaft einsetzen“, sagte der Ministerpräsident.

Schuljahr 2017/2018: Fünf neue Ganztagsschulen im Land

Ministerin Hesse: Bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze in dieser Legislaturperiode

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern geht der Ausbau von Ganztagsschulen Schritt für Schritt weiter. Zum Schuljahr 2017/2018 nehmen fünf weitere Schulen die Arbeit als teilweise gebundene bzw. gebundene Ganztagsschule oder als volle Halbtagsgrundschule auf. Schulen, die ihre Organisationsform mit Beginn eines Schuljahres verändern wollen, müssen bereits im Vorjahr einen entsprechenden Antrag im Bildungsministerium einreichen.

„Ganztägiges Lernen betrachte ich als große Chance“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ganztagsschulen bzw. volle Halbtagsgrundschulen können Bildungs- und Freizeitangebote flexibler gestalten und machen neue Lernformen möglich. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler auf dem Land halte ich das ganztägige Lernen für wichtig, weil Kinder und Jugendliche nachmittags nicht alleine zu Hause sitzen, sondern ihre Zeit mit Gleichaltrigen verbringen können“, so Hesse.

Überblick über die fünf Schulen mit veränderter Organisationsform:

  • Regionale Schule mit Grundschule Garz: Errichtung einer vollen Halbtagsgrundschule an der Grundschule
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Grimmen – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Errichtung einer gebundenen Ganztagsschule
  • Kooperative Gesamtschule Barth: Änderung der Organisationsform von der offenen zur teilweise gebundenen Ganztagsschule
  • Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg: Änderung der Organisationsform von der offenen zur gebundenen Ganztagsschule
  • Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Neubrandenburg: Errichtung einer teilweise gebundenen Ganztagsschule

„Eine große Bereicherung für das ganztägige Lernen ist die Kooperation mit Einrichtungen und Vereinen in den Bereichen Kultur und Sport, Jugendhilfe und Umweltbildung“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Wir müssen dafür werben, dass noch mehr außerschulische Partner mit unseren Schulen zusammenarbeiten. Neben dem qualitativen Ausbau von Ganztagsschulen will die Landesregierung in dieser Legislaturperiode bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze für Schülerinnen und Schüler schaffen“, erklärte Hesse.

Im Schuljahr 2016/2017 nehmen von den 117.903 Schülerinnen und Schülern des Primar- und Sekundarbereichs I insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Dies entspricht einer Quote von 60,3 Prozent. Das ist jeder zweite Schüler im Primar- und Sekundarbereich I. Gegenüber dem Schuljahr 2014/2015 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die an ganztägigen Angeboten teilnehmen, um 6.185 gestiegen.

Von den 267 öffentlichen Grundschulen im Land (einschließlich der Grundschulen, die organisatorisch mit anderen Schulen verbunden sind – z. B. Regionale Schulen mit Grundschulen, Kooperative Gesamtschulen mit Grundschulen, Integrierte Gesamtschulen mit Grundschulen) finden an 146 Schulen unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der vollen Halbtagsgrundschulen statt. Dies entspricht 54,7 Prozent dieser Schulen.

An 188 von 252 öffentlichen allgemein bildenden Schulen, an denen Schüler des Sekundarbereiches I beschult werden, finden unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der Ganztagsschulen statt. Das sind 74,6 Prozent dieser Schulen. Das Land stellt im laufenden Schuljahr 26 Mio. Euro für die öffentlichen Ganztagsschulen bzw. vollen Halbtagsgrundschulen bereit.

Neues Dienstgebäude für Revierförsterei Oettelin übergeben

Oettelin – Die Revierförsterei Oettelin im Städtedreieck Schwaan, Bützow und Güstrow (LK Rostock) hat ein neues Dienst- und Wohngebäude. An der feierlichen Übergabe nahm auch der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus teil.

Der ursprüngliche Plan einer Grundinstandsetzung des vorhandenen Gebäudes wurde aus Kostengründen verworfen. „Die Sanierung hätte mindestens eine Million Euro verschlungen“, so der Minister. Aus diesem Grund habe man sich für einen kompletten Neubau nach modernen technischen und ökologischen Standards an einem anderen Standort im Ort entschieden. Im Juni 2016 wurde mit dem Bau begonnen. Für ca. 460.000 Euro ist ein Niedrigenergiehaus mit einer Nutzfläche von rund 240 Quadratmetern entstanden.

Die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern hat sich 2008 in ihrem Liegenschaftskonzept dazu entschlossen, für ein Drittel der 191 Revierförsterstellen Dienstgebäude bereitzustellen. Seither wurden alle 48 Dienstwohnungen modernisiert. Rund vier Millionen Euro wurden dafür investiert. „Ziel ist, in der Fläche unter Berücksichtigung betrieblicher Erfordernisse und ökonomischer Rahmenbedingungen ausreichend präsent zu sein“, erklärte Backhaus.

Das neue Gebäude in Oettelin verfügt über einen Kaminofen, eine kontrollierte Wohnungslüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung, eine Fassadenbekleidung mit einer hinterlüfteten naturbelassenen Lärchenholz-Schalung sowie eine biologische Kleinkläranlage. Wohn- und Dienstbereich sind konsequent voneinander getrennt. „Alle am Bau beteiligten Firmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern“, unterstrich der Minister. Die formelle Nutzungsübergabe erfolgte bereits Ende März durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), der mit dem Neubau beauftragt wurde.

Justizministerin Hoffmeister an EU-Projekttag: „Europas Einheit stärkt Freiheit und Frieden“

Rövershagen – An der Europaschule Rövershagen hat Ministerin Katy Hoffmeister (CDU) mit 21 Schülern der 7. Klasse über die Europäische Union diskutiert.

„Die Einheit Europas stärkt Freiheit und Frieden“, das ist die zentrale Botschaft der Justizministerin zum EU-Projekttag. Sie hat an der Europaschule Rövershagen in einer 7. Klasse über die Union diskutiert und für deren Ziele geworben. „Wir sehen in den Niederlanden und in Frankreich sowie bei den vielen Puls-of-Europe-Demonstrationen auf dem gesamten Kontinent, dass die Europäische Union noch immer lebendig ist. Doch diese Lebendigkeit muss gepflegt werden, denn verstärkt sind es Extremisten von rechts und links, die glauben machen wollen, dass Europa schadet. Was aber tatsächlich schadet, sind die Keile, die von den Populisten in die Europäische Gemeinschaft getrieben werden. Sie gefährden ein Friedensprojekt, das vor 60 Jahren gegründet wurde und erfolgreich ist“, mahnte die Justizministerin.

„Ich trete für die EU ein. Ich freue mich, dass das Bündnis der EU-Begründer, Deutschland und Frankreich, mit der Präsidentenwahl neuen Schwung bekam“, sagt Ministerin Hoffmeister weiter. Sie selbst möchte sich im europäischen Haus einbringen. Denn von der Landesregierung wurde sie zu einem der neuen Mitglieder im Ausschuss der Regionen (AdR) nominiert. Der AdR bindet Länder und Kommunen in die EU-Politik ein und informiert sie darüber. Bei relevanten Themen für die direkt betroffenen Menschen sind die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat dazu verpflichtet, den Ausschuss anzuhören. Offiziell ernannt werden die neuen Mitglieder in Kürze.

„Den bundesweiten EU-Projekttag begrüße ich sehr. Vor allem die jungen Menschen, unsere Zukunft, haben längst nicht mehr die Berührungsangst vor einem starken Europa. Im Gegenteil, sie wollen mitgestalten. Das ist der Schlüssel zum Erhalt von Frieden und Freiheit in Europa“, wirbt die Justizministerin vor rund 20 Rövershäger Siebtklässlern.

Metallbau-Unternehmen erweitert Betriebsstätte in Ganzlin

Ganzlin – Die Metallbau Senkbeil GmbH aus Ganzlin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) fertigt Fassadenelemente und komplette Fassaden, Fenster und Türen sowie Wintergärten aus Aluminium. Jetzt soll in die Erweiterung des Maschinenparks und die Vergrößerung der Produktionshalle investiert werden. „Das Familienunternehmen Metallbau Senkbeil GmbH hat sich einen guten Namen bei seinen Privat- und Firmenkunden erarbeitet. Stetige Investitionen in den Betrieb und die daraus folgende Ausweitung des Produktportfolios tragen dazu bei, dass sich der Kundenkreis mittlerweile auf die gesamte Bundesrepublik erweitert hat. Mit dem jetzigen Vorhaben werden 35 Arbeitsplätze gesichert und ein neuer Job entsteht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen plant den Kauf von mehreren Maschinen, unter anderem einen Transportkran, eine Biegemaschine, Schweißtische sowie Magnetkern- und Ständerbohrmaschinen. Da die Produktionshalle durch die Erweiterung des Maschinenparks an ihre Kapazitäten stößt, ist zusätzlich eine Vergrößerung der Produktionsflächen erforderlich. „Unternehmenserweiterungen können nur mit engagierten Fachkräften erfolgreich umgesetzt werden. Die Metallbau Senkbeil GmbH fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter über verschiedene Maßnahmen, beispielsweise Freistellungen für ehrenamtliche Tätigkeiten, Anpassung der Arbeitszeiten an Öffnungszeiten der Kita und die Zahlung einer Prämie bei Geburt eines Kindes. Das sind wichtige Elemente, um Fachkräfte langfristig für das Unternehmen zu sichern“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen zur Betriebserweiterung betragen rund 961.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Mitteln in Höhe von knapp 258.000 Euro.

Förderbescheid über 5.000 Euro an Wolhynier Umsiedlermuseum

Linstow – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) würdigte jetzt die neue Linstower Wanderausstellung: „Wolhynier-Geschichte auf das Schweigen der DDR-Zeit ausgeweitet“

„Mit der Geschichte der Wolhynier verbindet man vor allem die Tragödie von Flucht und Vertreibung. Diese Geschichte ist bewegend und wiederholte sich innerhalb weniger Jahrzehnte gleich mehrfach. Wir alle, die diese Zeit nicht miterleben mussten, können die persönlichen Verluste nur erahnen. Denn Vertreibung und Flucht heißt vor allem immer auch Verlust. Verlust von Heimat, lieber Menschen und materiellem Besitz“, sagte Justizministerin Hoffmeister zum Start der neuen Wanderausstellung des Wolhynier Umsiedlermuseums Linstow. Die Ministerin ist auch zuständig für Religions- und Vertriebenangelegenheiten.

Vorsitzender des Heimatvereins Linstow e.V. Johannes Herbst und Justizministerin Katy Hoffmeister

„73 wolhyniendeutsche Familien waren nach langer Odyssee nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Linstow angekommen. Sie errichteten sich eine Siedlung, in der sie ihre Traditionen bewahrten. Doch blieben sie unter sich, denn auf ihre alte Heimat zurück besinnen durften sie sich zu DDR-Zeiten nicht. Öffentliche Erinnerungen an Flucht und Vertreibung waren unter Strafe verboten. Erst nach der Wiedervereinigung gründeten sie ihren Heimatverband. Diese Nachkriegszeit betrachtet die neue Ausstellung.

Die Ausstellung des Wolhynier Umsiedlermuseums in Linstow erzählt die Geschichte ausgewählter Schicksale. Es ist wichtig, die Erlebnisse an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Denn aus der Geschichte leiten sich Handlungsweisen für die Zukunft ab. Dem Heimatverein ist es zudem gelungen nach Flucht und Vertreibung aus der damaligen Sowjetunion und dem seelischen Schmerz des Schweigens in der DDR in den letzten 25 Jahren hier in Linstow ein Versöhnungswerk aufzubauen“, lobte Ministerin Hoffmeister und übergab dem Heimatverein einen Förderscheck über 5.000 Euro.

23. Regionalmesse für heimische Produkte in Wittenhagen

Wittenhagen – In Wittenhagen bei Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe am Sonntag auf der 23. Regionalmesse der Bartels-Langness GmbH & Co. KG (BELA) über regionale Lebensmittel informiert. „Die jährlich stattfindende Messe ist für Kunden und Industriepartner der Bela ein fester Termin. Hier werden Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Regionen vorgestellt. Besonders erfreulich ist, dass viele kleinere Anbieter regionaler Köstlichkeiten die Möglichkeit haben, ihr Sortiment einem breiten überregionalen Publikum vorzustellen. Dank des Engagements der BELA erhöht sich der Bekanntheitsgrad unserer Produkte. Das fördert die heimische Wirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Bela Handels GmbH & Co. KG mit ihren 181 Mitarbeitern betreibt seit mehreren Jahren eine Betriebsstätte des Großhandels mit Lebensmitteln in Wittenhagen. Auf rund 28.000 Quadratmetern lagern in den sechs Meter hohen Hochregalen etwa 12.000 Produkte, davon rund 1.300 aus den Neuen Bundesländern. Dazu gehört auch ein Lager des Tochterunternehmens „Backring Nord“, ein Fachgroßhändler für das Back- und Eishandwerk.

Die Regionalmesse wird jährlich ausgerichtet, um gezielt regionale Lebensmittel bei den Abnehmern bekannt zu machen. In diesem Jahr waren insgesamt 70 Aussteller vertreten, davon 15 aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Angebot reichte von Wildspezialitäten über Honig und Frischkäseprodukte bis zu Fisch und Tee. „In Wittenhagen zeigt sich ein Querschnitt der beeindruckenden Vielfalt unserer heimischen Produkte. Da hat sich in Mecklenburg-Vorpommern viel getan – unser Land hat sich zu einem attraktiven Standort für die Ernährungsindustrie entwickelt“, sagte Glawe.

Derzeit sind in den 86 Betrieben (mit mehr als 50 Beschäftigten) der Ernährungsindustrie über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete in 2016 einen Jahresumsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Damit betrug der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes mehr als 33 Prozent (35%). „Die Ernährungsindustrie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung“, so Glawe weiter.

Die Vielzahl der Betriebe zählt zu den mittelständischen Unternehmen. In Mecklenburg-Vorpommern sind auch wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig wie beispielsweise die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Hinzu kamen Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin.

1892 in Kiel gegründet, ist die Bartels-Langness-Gruppe bis heute ein Familienunternehmen mit über 15.000 Mitarbeitern, davon 2.000 in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Kundenstamm der Bela Wittenhagen gehören rund 700 selbständige Einzelhändler, Tankstellen und Drogeriemärkte in Nord- und Ostdeutschland. Darunter sind kleinere Kaufleute in ländlich geprägten Strukturen, aber auch Großkunden wie Konsum Dresden mit über 40 Verkaufsstellen. Stammgeschäft der Bela ist der Lebensmittelgroß- und -einzelhandel. Daneben gehören verschiedene Aktivitäten im Bäckereihandwerk- und -handel, im Tiernahrungsfachhandel, im Großverbrauchergeschäft sowie ein eigenes Weinimporthaus und ein Weingut zum Unternehmen. Weiterhin gehören in Norddeutschland auch 86 famila-Warenhäuser, darunter 15 in den neuen Bundesländern und 13 in Mecklenburg-Vorpommern sowie 33 Markant-Märkte, darunter zehn aus Mecklenburg-Vorpommern, zur Unternehmensgruppe.

150 Jahre Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen

Nienhagen – Innenminister Lorenz Caffier hat der Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen im Landkreis Rostock zum 150. Gründungsjubiläum gratuliert. „Nienhagen kann mit Stolz auf seine Feuerwehr blicken“, sagte der Minister auf der Jubiläumsfestveranstaltung heute in Nienhagen. „Was vor genau 150 Jahren als Spritzenverband für die Gemeinden Rethwisch, Börgerende und Nienhagen mit 30 Hilfsleuten begann, ist heute eine hochprofessionelle Truppe von 101 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten“, lobt Innenminister Caffier.

Am 15. Mai 1867 hatte sich der Spritzenverband zusammengefunden, um Hilfe und Beistand in Not und Gefahr für die Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region zu leisten. „Dieses Einstehen für die Nachbarn, das persönliche Engagement, ist bis heute die Grundidee des Brand- und Katastrophenschutzes in unserem Land – egal ob bei den freiwilligen Einsatzkräften oder den Angehörigen der Berufsfeuerwehr“, betont Brandschutzminister Caffier. Er dankt zugleich auch den Feuerwehrleuten für ihre stetige Einsatzbereitschaft. In diesen Dank schließt er auch die Familien, Angehörigen und Partner der Einsatzkräfte ein, ohne deren Verständnis und Rückhalt die Feuerwehrleute ihren Dienst nicht leisten könnten.

Minister Caffier lobt zugleich die aktive Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen. Die 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr verdeutlichen das große Engagement auf diesem Gebiet. „Das ist wichtig für die personelle Sicherung des Brandschutzes in der Zukunft. Es ist aber auch ein toller Beitrag zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche“, sagt der Innenminister.

Die erste Löschtechnik des Spritzenverbandes bestand aus einem Küben und einem Wasserwagen. 1939 erhielt die Wehr ihre erste Tragkraftspritze und das erste Löschfahrzeug konnte die Wehr 1962, es war ein ausrangierter Krankenwagen vom Typ K30, übernehmen.

1960 konnte als Höhepunkt für die Wehr der Bau und die Einweihung des Gerätehauses in der Gemeinde gefeiert werden. 1971 erhielten die Kameraden die Genehmigung zum Ausbau des Gerätehauses, es wurde

ein Schulungsraum und ein Stellplatz für den neuen Schlauchanhänger geschaffen. Die Kameraden führten diesen Umbau in Eigeninitiative durch. Dann erhielt die Wehrdas erste Löschfahrzeug mit Schlauchanhänger.

„Die Kameradinnen und Kameraden hatten bei vielen sportlichen Wettkämpfen oftmals die Nase vorn und gingen als stolze Sieger vom Platz“, so Innenminister Caffier und ergänzt: „Körperliche Fitness und Sport bilden nach wie vor eine der entscheidenden Grundlagen für die Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren.

Neben dem Gewinn vieler Kreismeistertitel sowie erfolgreicher Beteiligung an Landeswettkämpfen der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen, ist als besonderer Erfolg der Sieg von der Frauenmannschaft bei den Landesmeisterschaften im September 2002 herauszustellen.

Acht Mitglieder der Feuerwehr Nienhagen nahmen im Team MV an den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock im Juli 2016 teil. Die Frauenmannschaft belegte den 1. Platz und die Männermannschaft holte den 3.Platz.

„Danke dafür, dass Sie Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Danke dafür, dass Sie Ihr Leben riskieren, um unseres zu schützen. Ohne Ihr Engagement könnten wir den Brandschutz in Deutschland nicht gewährleisten“, sagte Innenminister Caffier abschließend und wünschte allen noch ein schönes Jubiläumsfest.

SEETELHOTELS feiert 25jähriges Bestehen

Insel Usedom – Das Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) hat am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zur Hotelgruppe der Familie Seelige-Steinhoff gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). „Das familiengeführte Unternehmen SEETELHOTELS hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Hotelgruppe stetig um weitere Übernachtungsmöglichkeiten erweitert und das Angebot für die Gäste vielfältig ergänzt. Diese Erfolgsgeschichte ist geprägt durch das unermüdliche Engagement der Gründerfamilie. Heute gehört SEETELHOTELS zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber in Vorpommern. 450 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl ihrer Gäste“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Hotelgruppe verfügt über mehr als 950 Zimmer, die Angebote reichen dabei vom Drei-Sterne-Familienresort bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel. Insgesamt hat die Unternehmerfamilie an den Standorten Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Trassenheide in den vergangenen 25 Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit knapp 27 Millionen Euro unterstützt. Zuletzt wurden das Hotel Kaiserstrand Beachhotel und die Villa Gerda in Bansin eröffnet. Zu den SEETELHOTELS gehört auch die Privatbrauerei zu Heringsdorf. In dem Usedomer Brauhaus werden vier verschiedene Biere mit einer Gesamtkapazität von über 2.400 Hektolitern pro Jahr gebraut sowie edle Brände destilliert und Liköre kreiert.

„Besonders hervorzuheben ist auch das starke Engagement des Unternehmens für die Region. Neben der Unterstützung kultureller und kulinarischer Veranstaltungen übernimmt das Unternehmen auch Klassenpatenschaften, geht Schulkooperationen ein und fördert die heimischen Vereine. Das zeigt die hohe Identifikation mit der Insel Usedom und ihren Menschen“, sagte Glawe.

Gemeinsam mit anderen Hoteliers der Insel Usedom unterstützt die SEETELHOTELS-Gruppe die Entwicklung des Flughafens Heringsdorf. Die Unternehmer übernehmen Garantien für den Flugticketverkauf, um so regelmäßige Flüge aus verschiedenen Quellgebieten zu ermöglichen. Am Flughafen startete am 8. April der Linienverkehr mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. „Die Kooperation zwischen dem Flughafen und den Hotels trägt entscheidend dazu bei, die Attraktivität der Urlaubsregion weiter zu erhöhen und auch in der Vor- und Nachsaison eine gute Auslastung zu sichern“, sagte Glawe.

Auf der Insel Usedom gab es im Jahr 2016 mehr als eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 5,3 Millionen Übernachtungen (+4,7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. 2016 wurden im Seeheilbad Heringsdorf (Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf) mehr als 479.000 Ankünfte (+5 Prozent) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+4,6 Prozent) gezählt.

In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt gab es im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord: Die Marke von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals überschritten. Insgesamt gab es 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Europäischer Natura 2000 – Tag am 21. Mai

Schwerin – „Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann die Welt verändern…“ Und er kann auch Natur und Menschen verbinden. Die Schmetterling – Handgeste (hochgehaltene Hände mit sich kreuzenden Daumen) ist zum Zeichen des NATURA 2000 – Tages geworden, der am 21.5. europaweit begangen wird. In allen europäischen Mitgliedstaaten sind die Menschen eingeladen, NATURA 2000 – Schutzgebiete kennenzulernen.

Über 27000 solcher Schutzgebiete gibt es in Europa, davon 296 auf über 1 Mio. Hektar, also 34,5 % der Fläche in Mecklenburg-Vorpommern. Sie beherbergen viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten und über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften. Und sie sollen dazu beitragen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. „Vieles, was uns selbstverständlich erscheint, wie zum Beispiel saubere Luft zum Atmen und gesundes Grundwasser zum Trinken, ist eng mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und mit einer nachhaltigen Nutzung unserer Landschaften verbunden“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Deshalb haben sich die europäischen Mitgliedstaaten schon frühzeitig zum Aufbau des NATURA 2000 – Netzes bekannt. So wurde im Jahr 1979 die Vogelschutzrichtlinie verabschiedet und 13 Jahre später, vor genau 25 Jahren, die sogenannte FFH-Richtlinie (Fauna – Flora – Habitat – Richtlinie). Beide Richtlinien enthalten wichtige Vorgaben für die Etablierung von NATURA 2000 Schutzgebieten und nachhaltigen Landnutzungsformen.

„Vieles wurde seitdem erreicht, vieles bleibt zu tun aber der NATURA 2000 – Tag darf gefeiert werden, vielleicht mit einer Tour durch ein NATURA 2000 – Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Die Broschüre „Natur erleben, Naturschutz verstehen – Natura 2000 – das europäische Naturschutznetz in M-V mit Wandertouren“ lädt mit Tourentipps wie „Moor und Sumpf und keine nassen Füße – Mit dem Fahrrad rund um das Rauhe Moor“ oder „Salzige Luft und Wattwurmgetümmel – Küstenwanderung von der Wohlenberger Wiek nach Wismar“ zum Entdecken und Kennenlernen ein“, sagte der Minister.

Jugend- und Familienminister/innenkonferenz mit wichtigen Beschlüssen

Die Ministerinnen und Minister für Jugend- und Familie in Quedlinburg.

Die Ministerinnen und Minister für Jugend- und Familie in Quedlinburg.

Quedlinburg – Ministerin Stefanie Drese zieht ein positives Fazit nach der Jugend- und Familienminister/innenkonferenz (JFMK) der Länder und des Bundes am 18./19.5. in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt).

Die von Mecklenburg-Vorpommern miteingebrachten Anträge zu den Themen „Digitalisierung: Neue Chancen für Familien“ sowie „Fachkräftegewinnung Erzieherinnen und Erzieher“ wurden einstimmig angenommen. Zudem beschloss die JFMK die von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten „Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz“ im Bereich der frühen Bildung.

„Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Erhalt der hohen Qualität in unseren Kitas sind für die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns zwei ganz wichtige Bereiche. Deshalb ist es sehr gut, dass wir uns länderübergreifend und mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf gemeinsame Maßnahmen verständigt haben“, betont Ministerin Drese.

Im Bereich der Kita-Fachkräftegewinnung gehöre dazu die Prüfung einer verbesserten Förderung durch die Arbeitsverwaltung (u.a. durch Förderung eines dritten Ausbildungsjahres), die Entwicklung innovativer Arbeitszeitmodelle und Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der Ausbildung. Drese: „Hier stieß unser neuer praxisintegrierter Ausbildungsgang auf großes Interesse meiner Kolleginnen und Kollegen. Wir wollen mit diesem zusätzlichen Angebot junge Menschen ansprechen, sich für einen Beruf in der Kita zu entscheiden und wir wollen auch Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger gewinnen.“

Ausdrücklich begrüßt Ministerin Drese, die Zusage von Bundesfamilienministerin Schwesig, dass sich der Bund über seine bisherigen Unterstützungsleistungen hinaus, grundlegend und dauerhaft an der Finanzierung des Systems der Kindertagesbetreuung beteiligt. „Wichtig ist zudem, dass länderspezifische Zielvereinbarungen zwischen Bund und Ländern geschlossen werden können“, so Drese. „Wir haben mit unserem hohen Ausbaustand ganz andere Bedarfe als die West-Bundesländer. Dass wird nun berücksichtigt“, verdeutlicht Drese.

„Gerade in einem Pendlerland wie MV kann mobiles Arbeiten Müttern und Vätern Fahrten ersparen und damit mehr Zeit und Flexibilität für die Familie ermöglichen“, sagte Ministerin Drese zum einstimmig beschlossenen Digitalisierungs-Antrag. Hierfür bedürfe es eines grundlegenden Wandels gängiger Unternehmenskultur. Drese: „Ziel muss eine familienfreundliche Unternehmenskultur sein, die mobile Arbeit als selbstverständliches Angebot für alle diejenigen ansieht, deren Tätigkeit sich hierfür eignet. Gleichzeitig gilt es, eine familienbelastende Entgrenzung von Familie und Arbeit zu verhindern“, so Ministerin Drese.

Europa-Projekttag der Schulen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese und die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, beteiligen sich am kommenden Montag (22. Mai) aktiv am bundesweiten EU-Schulprojekttag.

Initiiert wurde dieser Projekttag 2007 aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Er war als einmalige Initiative gedacht, hat sich jedoch aufgrund des regen Zuspruchs von Schulseite verstetigt und findet in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt. Der EU-Projekttag soll dazu beitragen, Europa zu entdecken und mitzugestalten. Durch Diskussionen mit Politikern und Vertretern europäischer, aber auch nationaler sowie regionaler Institutionen und Einrichtungen soll das Interesse der Schülerinnen und Schüler am europäischen Projekt geweckt und das Verständnis für das Funktionieren der Europäischen Union vertieft werden.

Ministerin Drese wird im Friderico-Francisceum Gymnasium Bad Doberan mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 über Europa und die Europäische Union diskutieren. „Wir brauchen dringend neue Impulse gerade aus der jüngeren Generation, um Fehlentwicklungen zu korrigieren und die Begeisterung für Europa wieder zu wecken“, so Drese. „Gleichzeitig wissen viele gar nicht, dass gerade unser Bundesland auch finanziell in den vergangenen 25 Jahren sehr stark von europäischen Förderprogrammen wie den Europäischen Sozialfonds (ESF) profitiert hat und weiterhin profitiert.“

Die Integrationsbeauftragte Dagmar Kaselitz ist am 22. Mai an zwei Schulen in Penzlin und Möllenhagen unterwegs. In Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 stehen dabei die jüngsten Flüchtlingsbewegungen nach Europa im Mittelpunkt. „Angesprochen werden soll die mangelnde europäische Solidarität bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen“, so Kaselitz. „Aber es geht auch um Vorbehalte und Kontaktmöglichkeiten mit Geflüchteten in ländlichen Regionen.“ In Penzlin unterstützt die Integrationsbeauftragte Kaselitz zudem den Europatag der Regionalen Schule mit Grundschule „Johann Heinrich Voss“, der dort an der ganzen Schule gestaltet wird.

Caffier: Linksfraktion gönnt der Landesregierung die Einigung mit den Kommunen ums Geld nicht und kneift!

Schwerin – Auf Antrag der Oppositionsfraktion des Landtages Mecklenburg-Vorpommern Die Linke war in seiner 14. Sitzung des Landtages vorgesehen, dass Innenminister Lorenz Caffier für die Landesregierung eine Regierungserklärung zu den Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen abgibt. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen zog die Fraktion Die Linke ihren eigenen Antrag allerdings zurück.

„Das heutige Verhalten der Linksfraktion ist nicht nur schlechter politischer Stil, es wird auch der Verantwortung, die auch die Parlamentarier der Linken gegenüber unseren Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern haben, keineswegs gerecht“, erklärt Innenminister Lorenz Caffier und ergänzt: „Offenbar kann es die linke Opposition nicht verkraften, wenn Landesregierung und Kommunale Verbände sich nach intensiven, langen und sicher auch kritischen Gesprächen auf einen gemeinsamen Weg verständigen.“

Letzte Woche wurde in der Sitzung des FAG-Beirates ein Durchbruch erzielt. Die Landesregierung und die kommunalen Landesverbände haben sich auf einen gemeinsamen Beschluss und einen gemeinsamen Fahrplan geeinigt.

Nach dem Beschluss des FAG-Beirates sind sich Landesregierung und Kommunale Verbände einig, dass das Finanzausgleichsgesetz in zwei Stufen reformiert wird. Die erste Stufe soll am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Folgende Punkte werden dann umgesetzt:

  • Erstens. Aufgrund einer angepassten Berechnungsmethode wird die Finanzausgleichsmasse zukünftig um 34,15 Mio. Euro aufgestockt. Die Beteiligungsquote steigt damit von 33,99 % auf 34,496 %. Die zusätzlichen Mittel werden damit systemisch, also dauerhaft gezahlt. „Ein lang gehegter Wunsch der Kommunen“, so Innenminister Lorenz Caffier.
  • Zweitens. Knapp 10 Mio. Euro fließen zusätzlich an die Kommunen für Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises. Bisher wurden diese Mittel aus der Schlüsselmasse entnommen. Zukünftig fließen sie aus dem Landeshaushalt.
  • Drittens. Die Bundesmittel aus dem 5-Milliarden-Euro-Entlastungspaket werden den Kommunen in unserem Land vollständig zur Verfügung gestellt. Das sind etwa 80 Mio. Euro jährlich. Davon fließen jedes Jahr rund 35 Mio. Euro in einen Fonds zum Abbau kommunaler Schulden.
  • Viertens. Steuerschwache und kinderreiche Gemeinden und Städte werden finanziell gestärkt. Wir erhöhen die Ausgleichsquote für die Verteilung der Gemeindeschlüsselzuweisungen in zwei Schritten von 60 auf 70 Prozent.
  • Fünftens. Ein wichtiger Punkt ist zudem, dass die Nivellierungshebesätze für die nächsten Jahre festgeschrieben. Hierzu Innenminister Caffier: „Dieses technische Detail ist sehr wichtig. Es führt dazu, dass Gemeinden und Städte nicht mehr gezwungen sind, ständig ihre Hebesätze zu erhöhen. Die Steuerspirale ist durchbrochen!“

„Die Linksfraktion sollte sich bewusst sein, dass die beschlossenen Maßnahmen auch den Bürgermeistern und Gemeindevertretern mit linkem Parteibuch zugutekommen. Ich fordere die Linksfraktion daher auf, die Landesregierung und Kommunalen Verbände bei dem beschlossenen Weg zu unterstützen! Denn nur gemeinsam, Landesregierung, Landtag und Kommunen, können wir den kommunalen Finanzausgleich zukunftsfest ausgestalten“, so Innenminister Caffier abschließend.

Bio-Bauern auf Achse: Erster Bio-Genussmarkt kommt nach Schwerin

Schwerin – Heute findet unter dem Motto „LAND WIRT SCHAF(F)T ZUKUNFT – Bio-Bauern auf Achse“ zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern der Bio-Genuss-Markt statt. Auf dem Hafenfest am Marstall in Schwerin geben 16 Aussteller, darunter Landwirte und Öko-Verbände, Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die ökologische Wirtschaftsweise.

„Das Hafenfest in Schwerin bietet der Bio-Branche eine weitere große Plattform, um sich einem breiten Publikum vorzustellen. Interessierte haben die Möglichkeit, die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen und mehr über einzelne Regionen zu erfahren. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Stützpfeiler für eine erfolgreiche Entwicklung des ökologischen Landbaus. Auch hier gilt die goldene Regel: Transparenz schafft Vertrauen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus, der die Veranstaltung besuchen wird.

Wie wird aus Milch Butter? Wie aus Getreide Brot? Oder wie entsteht Honig? Auf einer Spielstraße können Gäste an fünf Mitmachstationen die Besonderheiten des Ökolandbaus erfahren und sich ein Diplom als „Bio-Botschafter“ erarbeiten. Für die kleinen Besucher wird es einen interaktiven Kinder-Mitmach-Bauernhof geben.

Unterstützt wird der Bio-Event vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ländlichfein e.V., dem Netzwerk Ökologischer Landbau der Landesforschungsanstalt MV und den beteiligten Unternehmen.

Mit Stand vom 31.12.2016 sind hierzulande 1.099 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechend der EG-Ökoverordnung zertifiziert. 843 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften ca. 132.200 ha Landwirtschaftsfläche ökologisch – fast jeder fünfte Betrieb.

Damit liegt der Öko-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche hierzulande bei 9,85 %. Dies ist ein Spitzenwert im Vergleich zum Bundesdurchschnitt für das Jahr 2016 von ca. 7,0 %. Damit nimmt unser Land sowohl hinsichtlich der Wirtschaftskraft als auch im Rahmen der Behördenarbeit eine führende Rolle ein.

Ein weiterer Flächenzuwachs wird zudem in 2017 erwartet. Bereits in den ersten 4 Monaten sind weitere 2.000 ha im Kontrollverfahren von 19 Landwirtschaftsbetrieben angemeldet worden.