Freiwillige Feuerwehr in Altentreptow bekommt neues Löschfahrzeug

Altentreptow – Die Stadt Altentreptow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte schafft für ihre Freiwillige Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug an, 175.000 EUR gibt das Innenministerium dazu und entlastet so den städtischen Haushalt. Minister Lorenz Caffier dankte heute bei seinem Besuch in Altentreptow den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr für ihr außerordentliches Engagement im Ehrenamt.

„Damit die Gefahrenabwehr auch zukünftig gesichert ist, braucht es freiwillige Feuerwehrleute. Als Feuerwehrmitglied helfen Sie anderen und tun Gutes, das verschafft auch einem selbst ein positives Gefühl“, so Lorenz Caffier. „Die Arbeit der Feuerwehr ist vielfältig, das Spektrum der Einsätze breit gefächert. Jeder von Ihnen trägt im Einsatz viel Verantwortung. Helfen macht aber auch Spaß und in Ihrer Feuerwehr sind Sie Teil einer festen und verlässlichen Gemeinschaft.“

Die Freiwillige Feuerwehr Altentreptow erfüllt Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Stadtgebiet und im Kreisgebiet. Besondere Gefahrenschwerpunkte sind mehrere Landesstraßen, die Bundesautobahn A20, mehrere Seen, zahlreiche Gewerbe- und Industriebetriebe, ein Krankenhaus sowie eine Bahnlinie im Fernverkehr. Das neue Löschfahrzeug soll ein 23 Jahre altes Fahrzeug ersetzen.

Bundesvorstoß zur Novellierung der Handwerksordnung begrüßt

Schwerin – Wirtschaftsminister Glawe begrüßt, dass sich die Koalitionsfraktionen von Union und SPD im Bund auf Eckpunkte für eine Änderung der Handwerksordnung zur Rückkehr zur Meisterpflicht verständigt haben. „Es kommt Bewegung rein. Jetzt gibt es einen konkreten Plan zur Umsetzung. Das ist ein wichtiger Schritt. Wir brauchen entsprechende gesetzliche Regelungen, dass Gewerke rechtssicher wieder in die Meisterpflicht geholt werden können. Die Meisterqualifikation stärkt den Mittelstand in Mecklenburg-Vorpommern“, machte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe deutlich.

Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe auf Bundesebene mit der Meisterpflicht. In 2004 wurde die Handwerksordnung novelliert. Hierdurch entfiel die Meisterpflicht für 53 Gewerke, zum Beispiel für Fliesenleger, Uhrmacher, Klavierbauer. Ziel war es damals, Existenzgründungen zu erleichtern und somit zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Diese Berufe wurden von der Anlage A (Meisterpflicht) in die Anlage B (freiwillige Meisterprüfung) „verschoben“. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag 2018 dazu verpflichtet, den Meisterbrief zu erhalten sowie zu prüfen, inwiefern eine EU-konforme Wiedereinführung der Meisterpflicht für einzelne Berufsbilder möglich erscheint. In der Sommerpause soll nun ein Gesetzentwurf erarbeitet werden. Ziel im Bund ist es, dass ein entsprechendes Gesetz zum 01. Januar 2020 in Kraft treten kann. „Der Meisterbrief ist auch unter dem Blickwinkel wichtig, die berufliche Bildung auch in kleinstrukturierten Betrieben zu fördern. Ebenso sind hohe Anforderungen an den Verbraucherschutz wertvolle Gründe für einen Meisterbrief. Für Kunden der Handwerksfirmen ist der Brief ein wichtiges Qualitätskriterium“, sagte Glawe

Die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern werden vom Wirtschaftsministerium künftig beim „Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe“ unterstützt. „Die Auftragslage im Handwerk ist gut. Deshalb bleibt in den zumeist kleinen mittelständischen Betrieben im Alltag wenig Zeit, sich um den eigenen Fachkräftenachwuchs zu kümmern. Wir wollen mit der Unterstützung das Handwerk bei der Fachkräftegewinnung sichtbarer machen. Im Fokus stehen authentische Menschen, die über ihre Erfahrungen berichten können“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich.

Kernelemente des Ausbildungsmarketings sind Wort-Bild-Botschaften von Handwerkmeistern sowie Auszubildenden im Handwerk. Diese Botschaften werden QR-Code-basiert und ständig aktualisiert. Geworben wird sowohl auf analogen Wegen (Plakate, Aufsteller) als auch auf digitalen Wegen (Homepages, Facebook, Instagram, Xing). „Die Botschaften sind darüber hinaus auch an Orten platziert, an denen sich junge Menschen aufhalten – beispielsweise Freizeiteinrichtungen, Jugendclubs und Schulen. Es geht auch darum, mögliche Vorurteile über Ausbildungsberufe im Handwerk abzubauen und für mehr Klarheit über die verschiedenen Berufsbilder zu sorgen“, so Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell 4.260 Auszubildende im Handwerk. Davon werden 1.857 Lehrlinge im Kammerbezirk der Handwerkskammer Schwerin (HWK SN) und 2.403 Lehrlinge im Kammerbezirk Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK OMV) ausgebildet. Aktuell (Stand März) melden die Handwerkskammern 968 unbesetzte Lehrstellen in 66 Ausbildungsberufen (HWK OMV 745 unbesetzte Lehrstellen und HWK SN 223 unbesetzte Lehrstellen). „Der wachsende Bedarf an Handwerkern ist bereits heute überall spürbar, denn es macht sich praktisch bemerkbar: Wartezeiten für Kunden werden länger. Läden müssen schließen, weil sie keine Nachfolger mehr finden. Der Markt ist angespannt. Umso wichtiger ist es, für eine Ausbildung im Handwerk zu werben“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Gesucht werden Auszubildende im Handwerksbereich, vor allem in den Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima, Kfz-Mechatroniker, Elektroniker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei/Fleischerei), Metallbauer, Hörakustiker, Dachdecker, Friseur, Fleischer sowie Maler und Lackierer.

Die Unterstützung der Kreishandwerkerschaften als Projektträger erfolgt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen“ (SEM). Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 130.000 Euro.

An dem Projekt nehmen teil: Kreishandwerkerschaft Güstrow; Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan; Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar; Bildungszentrum Kreishandwerkerschaft Nordvorpommern-Stralsund GmbH; Kreishandwerkerschaft Vorpommern-Greifswald; Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd sowie Kreishandwerkerschaft Mecklenburgische Seenplatte. Die Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar übernimmt aufgrund entsprechender Vorerfahrungen mit analogem und vor allem digitalem Ausbildungsmarketing die Anleitung der beteiligten Kreishandwerkerschaften.

Kommunaler Finanzausgleich 2020

Schwerin – Die Gemeinden und Städte des Landes Mecklenburg-Vorpommern können ab heute ihre konkreten Daten über die voraussichtlichen Zuweisungen aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) für das Jahr 2020 auf der Internetseite des Innenministeriums einsehen. Auf der Ministeriumsseite befindet sich eine Tabelle, anhand derer die Gemeinden und Städte nach Eingabe ihres Gemeindeschlüssels ihre individuellen Daten einsehen und herunterladen können, die sich anhand der derzeit aktuell verfügbar vorliegenden Einwohner- und Steuerdaten errechnen.

Damit hält der Innenminister Lorenz Caffier sein Versprechen, noch vor Ostern und damit vor der Kommunalwahl den Bürgermeistern die relevanten Daten über die Finanzzuweisung für das nächste Jahr zur Verfügung zu stellen und gibt den Kommunen die notwendige Planungssicherheit für die Aufstellung ihrer Haushalte.

„Mit dem neuen FAG verteilen wir die Finanzmittel aufgaben- und bedarfsgerechter und stärken die Regionen insbesondere in unseren östlichen Landesteilen durch mehr Zuweisungen“, ist Minister Caffier überzeugt. „Außerdem wird es ein Programm zum Abbau kommunaler Schulden geben, 50 Mio. Euro jährlich stehen in einem Entschuldungsfonds zur Verfügung. Und das alles machen wir, obwohl die Finanzausstattung der Kommunen ohnehin um 200 Mio. Euro im nächsten Jahr steigt. Mehr Geld, eine gerechtere Verteilung und der Abbau von Altlasten, so machen wir die Kommunen fit für die Zukunft.“

Die kommunale Finanzausstattung steigt im Vergleich zu 2018 insgesamt aufgrund des Steuerwachstums und der Neuordnung der Bund-Länder-Finanz-Beziehungen auf über 200 Mio. Euro an. Die zur allgemeinen Deckung von Ausgaben zur Verfügung stehende Schlüsselmasse wird von 665 Mio. Euro auf über 900 Mio. Euro angehoben.

Nach Auffassung von Finanzminister Mathias Brodkorb enthalten die heute veröffentlichten Gemeindedaten positive Botschaften: „Land und Kommunen haben gut verhandelt, der neue Finanzausgleich stellt den Kommunen nicht nur zusätzliches Landesgeld zur Verfügung, es wird auch bedarfsgerechter verteilt. Vor allem aber wird die kommunale Selbstverwaltung gestärkt. Denn die vereinbarte Investitionspauschale erhöht spürbar die eigenen kommunalen Gestaltungsspielräume, nicht zuletzt für die vielen Ehrenamtlichen vor Ort.“

Das Land stellt den Kommunen für die nächsten drei Jahre 100 Mio. Euro für die Einführung einer Infrastrukturpauschale bereit. Diese Mittel werden um weitere 50 Mio. Euro aus der wachsenden Finanzausgleichsmasse aufgestockt, so dass in den Jahren 2020 bis 2022 für Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen der Kommunen insgesamt 150 Mio. Euro zur freien Verfügung stehen. Ab dem Jahr 2023 wird die Infrastrukturpauschale dauerhaft mit mindestens 100 Mio. Euro ausgestattet werden.

Freiwillige Feuerwehr Waren bekommt neues Löschfahrzeug

Waren an der Müritz – Die Stadt Waren investiert in ein neues Löschfahrzeug (LF10) für ihre Freiwillige Feuerwehr. Neben dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte beteiligt sich auch das Innenministerium an der Finanzierung, 130.000 Euro werden bereitgestellt.

„Als zuständiger Fachminister für den Brandschutz freue ich mich, dass wir beim Kauf des neuen Löschfahrzeuges helfen können“, sagte Innenminister Lorenz Caffier in seinem heutigen Gespräch mit dem Bürgermeister, Herrn Nobert Möller. „Auch auf diese Weise kann ich den Feuerwehrfrauen und –männern in Waren für ihr ehrenamtliches Engagement danken. Ohne den persönlichen Einsatz wäre ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz in unserem Land nicht sicher zu stellen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist jedoch auch eine moderne und den jeweiligen Anforderungen entsprechende technische Ausstattung der Feuerwehren.“

Schon für die Anschaffung der neuen Drehleiter hatte das Innenministerium 200.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Stadt Waren zu unterstützen.

Die Warener Feuerwehr nimmt die Aufgaben des örtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Stadtgebiet sowie darüber hinaus auch in den umliegenden Ämtern wahr, ist somit auch ein wichtiger Bestandteil des Brandschutzes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Gefahrenschwerpunkte sind unter anderem die Bundesstraßen B192 und B108, eine Bahnlinie im Fernverkehr, mehrere Schulen, Pflegeheime, Kliniken, ein Krankenhaus, Baumärkte, mittlere Gewerbebetriebe und große Industriebetriebe.

Das neue Löschfahrzeug wird ein älteres Fahrzeug mit Baujahr 1993 ersetzen.

Vorsicht beim Osterfeuer

Im ganzen Land herrscht Waldbrandgefahr

Schwerin – Aus Anlass der bevorstehenden Osterfeiertage weist der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus darauf hin, dass im gesamten Land Waldbrand-gefahrenstufen ausgelöst wurden.

„Nach einer kurzen Entspannung aufgrund örtlicher Niederschläge am vergangenen Wochenende hat das sonnige und trockene Frühlingswetter der letzten Tage wieder zu einem Anstieg der Brandgefahr in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns geführt. Derzeit gilt im Land überwiegend die Gefahrenstufe 3. Mit einem weiteren Anstieg ist am Osterwochenende zu rechnen, da kaum Niederschläge zu erwarten sind, die zu einer Entspannung der Waldbrandgefahr führen können“, informierte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus. Im Land gab es in diesem Jahr bereits acht Waldbrände auf einer Gesamtfläche von rund vier Hektar.

„Zu den Feiertagen gilt es daher, bei den traditionellen Osterfeuern besondere Vorsicht walten zu lassen und die einschlägigen Brandschutzmaßnahmen, wie die ständige Aufsicht über das Feuer, das Bereithalten von Löschmitteln – am besten in Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehren – einzuhalten“, sagte der Minister weiter.

Da sich die Waldbrandgefahr weiter verschärfen werde, bittet er Bürger und Gäste des Landes, alles zu unterlassen, was zu einem Brand in der Wald- und Feldflur führen könnte:

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto!
  • Nutzen Sie für Lagerfeuer und Grillabende nur ausgewiesene Grill- und Lagerfeuerplätze, auf denen Sie einen ausreichenden Brandschutz sichern können. Im und am Wald (Mindestabstand 50m) darf kein Feuer entzündet werden!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen, trockene Bodenvegetation an Waldrändern kann sich am Katalysator entzünden und einen Waldbrand verursachen. Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Die Waldbrandbereitschaftsdienste der Forstbehörden sind aktiviert. Ein wesentlicher Pfeiler der Vorsorge ist die 2014 in Mirow in Betrieb gegangene Waldbrandüberwachungszentrale. Von dort aus werden über 277.000 Hektar, also über die Hälfte der Wälder des Landes in den besonders waldbrandgefährdeten Gebieten, durch 21 hochmoderne Kamerasysteme überwacht.

Bildungsministerium und mv4you besiegeln Zusammenarbeit

Schwerin – Das Land macht es Lehrerinnen und Lehrern künftig noch leichter, sich für einen Job in Mecklenburg-Vorpommern zu entscheiden. Das Bildungsministerium und die Agentur „mv4you“, das Jobportal für Fach- und Führungskräfte in MV, haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die ihre Bestrebungen zusammenführt.

„Es geht darum, möglichst viele Fachkräfte für die Arbeit in unserem Land zu begeistern. Lehrkräfte, die sich für eine Stelle bei uns interessieren, haben oft eine Partnerin oder einen Partner, denen wir mit einem attraktiven Jobangebot den Wechsel erleichtern können. Wir möchten mit der Zusammenarbeit Synergien freisetzen, um mehr Lehrerinnen und Lehrer für unsere Schulen zu gewinnen“, sagte Ministerin Birgit Hesse.

Die Kooperationspartner haben vereinbart, sich gegenseitig im Werben um Lehr- und andere Fachkräfte zu unterstützen: etwa mithilfe von Stellenanzeigen oder Verlinkung auf den Webseiten, in Newslettern oder in Druckerzeugnissen, wie z.B. der „Pendlerpost“, oder bei Messebesuchen.

„Je mehr wir wechselseitig über unsere Angebote informieren, desto mehr Menschen erreichen wir und erhöhen damit unsere Erfolgsaussichten“, erklärte Hesse.

Die Agentur mv4you wird kofinanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV. Der Projektträger ist die UdW GmbH – Gesellschaft für Dienstleistung, Unternehmensberatung der Wirtschaft. Die institutionellen Partner auf Landesebene sind u.a. das Landesportal MV, das Landesmarketing MV, das Wirtschaftsministerium und „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“. Aktuell hat das Jobportal ca. 17.800 Nutzer, Tendenz steigend.

Backhaus: Hasenpopulation in M-V stabil und gesund

Schwerin – „In Mecklenburg-Vorpommern lebt eine stabile und gesunde Hasenpopulation. Die zweimal jährlich bundesweit durchgeführte Zählung der Feldhasen durch ehrenamtliche Jäger und Naturschützer zeigt, dass es den Hasen in MV in den letzten fünf Jahren gut ging. Der Bestand liegt aktuell bei fünf bis sechs Hasen je 100 Hektar Felder und Wiesen. Die Spanne reicht dabei je nach Lebensraumbedingungen von ein bis 23 Tiere je 100 Hektar“, informierte Umweltminister Dr. Till Backhaus mit Blick auf das bevorstehende Osterfest.

Vor allem die milden Winter der vergangenen Jahre und der schwindende Einfluss von Wildkrankheiten haben zu geringen Verlusten bei den Junghasen geführt, so der Minister. Das zeitige Frühjahr mit milden Temperaturen und einem raschen Blattaustrieb sorge für eine ideale Nahrungsgrundlage und eine gute Ausgangssituation für den Hasennachwuchs. Gerade bei den melde- und anzeigepflichtigen Tierseuchen beim Feldhasen und Wildkaninchen wurde den letzten Jahren kaum etwas verzeichnet. Der letzten Einzelfall von Tularämie, auch als Hasenpest bekannt, war beispielsweise 2014.

Dennoch sollte man Hausbestände von Kaninchen durch Impfung gegen hoch ansteckende und akut verlaufende Krankheiten wie die Chinaseuche (RHD) und Myxomatose schützen.

Für einen gesunden Hasenbestand sind viele Faktoren wichtig. Nasskaltes Wetter im Frühjahr setzt den Junghasen ebenso zu, wie viele Fressfeinde oder mangelhafte Habitate. „Zur Verbesserung der Überlebenschancen der Feldhasen und anderen Niederwildarten in unserem Bundesland können Landwirte, Jäger und Naturschützer aktiv beitragen, indem Maßnahmen, wie die Biotopverbesserung und eine konsequente Raubwildbejagung, durchgeführt werden“, sagte Backhaus.

Feldhasen sind wichtige Indikatoren für die Vielfalt und Naturnähe einer Kulturlandschaft. Mit einer umweltgerechten Landwirtschaft, beispielsweise durch die Anlage von Blühstreifen mit Wildkräutern, Feldgehölzen oder der extensiven Bewirtschaftung von Dauergrünland, können wir unserer Kulturlandschaft mehr Struktur gegeben und mehr Lebensraum schaffen. Arten- und strukturreiche Felder und Wiesen tragen zum Erhalt einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten bei.

Der Feldhasenbestand wird im Rahmen einer sogenannten Scheinwerfertaxation ermittelt. Helfer leuchten nachts entlang festgelegter Wegstrecken Felder mit normierten Scheinwerfern ab. Über die abgeleuchtete Fläche und die gezählten Individuen kann der Besatz ermittelt werden. Die Lichtreflexion der Hasenaugen ist eindeutig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr zu anderen nachtaktiven Tieren wie Füchsen, streunende Hauskatzen oder Mardern. Für diese Taxation wenden jährlich in MV 130 ehrenamtliche Helfer insgesamt mehr als 500 Stunden auf.

Schon gewusst? – Wissenswertes zum Feldhasen (Lepus europaeus): Der Feldhase wird bis zu 80 Zentimeter lang und wird zwischen 2,5 und 7 Kilogramm schwer, wobei die Weibchen oftmals größer sind. Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und bewegen sich in einem Revier von etwa 50 Hektar. Ein Hase springt bis zu zwei Meter hoch und im Schnitt 2,7 Meter weit. Er erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern. Der Hase ist außerdem ein guter Schwimmer. Die Paarungszeit (Rammeln) liegt beim Hasen von Januar bis Juni.

Nach der Paarungszeit im Januar und Februar kommen Ende März/Anfang April pünktlich zum Osterfest die jungen Hasen zur Welt. Die Häsinnen bringen bis zu drei Mal im Jahr 2 bis 5 Junge zur Welt. Achtung: junge Einzelhasen nicht anfassen oder mitnehmen! Junge Hasen sind „Nestflüchter“, das heißt sie leben allein, aber nicht von der Mutter verlassen. Ein- bis zweimal pro Tag sucht die Häsin ihre Jungtiere zum Säugen auf. Übrigens hat das Verhalten der jungen Hasen in freier Flur sie zum Favoriten fürs Eierverstecken gemacht: Die jungen Feldhasen verharren still in einer Mulde, bis sie bei Gefahr in letzter Minute davon hoppeln. Die Stelle, auf der die Hasen gelegen haben, wurde oft als Platz der Eierablage – als „Osternest“ – interpretiert.

„Hauptsache gesund“ – Aktionstag für Kinder in Anklam

Anklam – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat sich am Mittwoch in Anklam über einen Aktionstag „Hauptsache gesund – Prävention für Kinder und Eltern“ am AMEOS Klinikum informiert. „Das AMEOS Klinikum Anklam leistet einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung in der Region. Jetzt erfahren die Jungen und Mädchen spielerisch und kindgerecht die Bedeutung gesunder Ernährung und einer vernünftigen Lebensweise. So kann schon in jungen Jahren der Grundstein für ein aktives, gesundheitsbewusstes Leben gelegt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zu dem Aktionstag waren mehr als 100 Hort- und Vorschulkinder aus Einrichtungen in Anklam und Ueckermünde mit ihren Eltern eingeladen. An unterschiedlichen Mitmach-Stationen ging es unter anderem um die Themen „Entdecke deinen Körper“, Hygiene, Geburt, Sport und Bewegung sowie gesunde Ernährung. Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen, Physio- und Ergotherapeuten des Anklamer Krankenhauses betreuten die Veranstaltung. „Die Mitarbeiter der Anklamer Klinik engagieren sich für die Kindergesundheit in der Region. Zugleich werden mit Veranstaltungen wie dem Aktionstag den Jüngsten die Abläufe in einem Krankenhaus anschaulich erklärt“, sagte Glawe.

Die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern ist Teil eines Modellprojektes zur innovativen Patientenversorgung für die Uecker-Randow-Region und Anklam. Weitere Partner sind das Ärztenetzwerk Haffnet, die AOK Nordost und die Kassenärztliche Vereinigung MV. Ziel ist es, für die Menschen in der Region die bedarfsgerechte, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. „Mit dem Modellprojekt ist ein sektorenübergreifender Datenaustausch unkompliziert möglich. Krankenhaus und Hausarzt haben jederzeit die aktuellsten Patientendaten vorliegen. So sind die Patienten an der Schnittstelle von ambulanter und stationärer Versorgung optimal betreut“, sagte Glawe.

Träger der Klinik ist die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern mbH. Die Klinik in Anklam hat 101 Planbetten sowie zwölf tagesklinische Plätze und umfasst die Fachbereiche Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe, Frauenheilkunde, Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie (Tagesklinik). Im Haus ist auch eine Dialysepraxis des MVZ Diaverum Neubrandenburg. Das Anklamer Klinikum gehört zur AMEOS Gruppe mit Sitz in Zürich, die nach eigenen Angaben 12.700 Mitarbeiter in 76 Einrichtungen (Krankenhäuser, Polikliniken, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen) an 40 Standorten beschäftigt. Die Region AMEOS Nord verbindet 31 AMEOS Einrichtungen an 16 Standorten mit insgesamt 3.700 Betten bzw. Behandlungsplätzen. In den Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt AMEOS rund 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Holzbau im Detail

Norddeutsche Holzbautage 2019 in Wismar

Wismar – Am 25. und 26.04.2019 finden in Wismar die Norddeutschen Holzbautage unter dem Leitthema „Holzbau im Detail“ 2019 statt. Am ersten Veranstaltungstag (25.4) können die Tagungsteilnehmer unter anderem ein Workshop besuchen, bei dem Grundlagen der digitalen Materialbearbeitung vermittelt werden.

Auf dem Programm steht darüber hinaus eine Exkursion zum Neubau der Kita „Stadtspatzen“, einem Beispiel für Regionales Bauen mit Holz in Wismar.

Am zweiten Veranstaltungstag (25.4) beraten Experten die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz, insbesondere auch unter den Aspekten der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken.

Als Umrahmung der Fachtagung wird eine Begleitausstellung über Holzbauobjekte aus M-V und zum Bundeswettbewerb „HolzbauPlus 2018“ gezeigt.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Architekten, Planer, Ingenieure, Mitarbeiter öffentlicher Bauverwaltungen und holzverarbeitender Unternehmen sowie Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. Unterstützt werden die Holzbautage u. a. von Unternehmen der Holzindustrie. Organisiert wird sie vom Kompetenzzentrum Bau Mecklenburg-Vorpommern und der Hochschule Wismar in Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat Holz M-V.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus begrüßt die Aktivitäten des in seinem Ressort gegründeten Landesbeirates Holz: „Unser gemeinsames Anliegen ist es, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz, insbesondere auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes, in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. Die Norddeutschen Holzbautage 2019 unterstützen diese Ziele.“

Der Holzbau punktet u. a. durch seine Klimafreundlichkeit. Aufgrund der langfristigen Bindung von Kohlenstoff in Holzprodukten ist dieser nachwachsende Rohstoff unverzichtbar für einen nachhaltig angelegten Klimaschutz. Darüber hinaus besitzt Holz hervorragende Baueigenschaften und konstruktive Vorteile. Holz ist wesentlich leichter als andere Baustoffe, dadurch ist es für Aufstockungen bestens geeignet.

Neue Ausstellung im Granitzhaus unterstützt Naturtourismus auf Rügen

Insel Rügen – Die Besonderheiten, Aufgaben und Ziele des Biosphärenreservat Südost-Rügen auf 126 Quadratmetern erlebbar machen – das versucht eine neue familienfreundliche Ausstellung im Informationszentrum Granitzhaus am Jagdschlosses Granitz auf Rügen, die am morgigen Donnerstag, dem 18. April 2019, um 10 Uhr, durch Umweltminister Dr. Till Backhaus eröffnet wird.

Ab 14.00 Uhr lädt das Biosphärenreservat Südost-Rügen Anwohner und Gäste der Region in die neue Ausstellung ein.

„Die Ausstellung und ein neuer Naturerlebnispfad im Außenbereich erweitern das touristische Angebot für die jährlich über 40.000 Besucher des Informationszentrums“, sagte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung. Der Tourismus sei der wichtigste Wirtschaftszweig auf der Ostseeinsel und daher untrennbar mit der regionalen Entwicklung verbunden. Er schaffe Arbeitsplätze, Einkommen und eine angepasste strukturelle Entwicklung. Auch in der neuen Ausstellung spiele das Thema Tourismus eine wichtige Rolle.

„Schutzgebiete können zu Vorreitern eines naturverträglichen Tourismus werden, vorausgesetzt die regionalen Akteure arbeiten gut zusammen. Das ist hier auf Rügen vorbildhaft geschehen. Es wurde mit Naturschutz, Tourismus und Land-Wirtschaft ein Partnernetzwerk aufgebaut, das sowohl dem Naturschutz als auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Region Rechnung trägt und eine nachhaltige und qualitätsorientierte Tourismusentwicklung unterstützt“, betonte Minister Backhaus.

Die mittlerweile fast 30 Partnerbetriebe werden nach bundesweit einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards ausgezeichnet. Ein regionaler Vergaberat entscheidet auf der Basis einer Geschäftsordnung über die Anerkennung von Betrieben als Biosphärenreservat Südost-Rügen-Partner.

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen wurde in diesem Jahr erneut als „Charta Park für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“ von der Föderation EUROPARC ausgezeichnet. 2012 erhielt das 22.800 Hektar große Schutzgebiet den Titel zum ersten Mal.

Informationen zur Ausstellung und anderen Angeboten

Neben Informationen über das Biosphärenreservat und zu laufenden Projekten bietet das Biosphärenreservat Aktivitäten für Jung und Alt an. Nehmen Sie gerne an einer der Rangerführungen entlang des ebenfalls neu eröffneten „Pfades der Sinne“ um 14.30 Uhr oder 15.30 Uhr teil.

Das Granitzhaus ist zu Ostern und zu Pfingsten jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Mai und Oktober von 10:00 bis 16:00 Uhr sowie von Juni bis September von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. Besucher können das Granitzhaus von den Haltestellen „Jagdschloss Granitz“ oder „Garftitz“ des Rasenden Rolands zu Fuß bzw. mit dem Jagdschlossexpress von Binz aus erreichen.

Auch vom Parkplatz an der Landesstrasse zwischen Serams und Binz kann man sich auf eine etwa 2 Kilometer lange Wanderung durch das Naturschutzgebiet der Granitz zum Granitzhaus begeben.

M-V hat bundesweit höchsten Anteil an stillgelegten Wäldern

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern findet schon heute auf über neun Prozent der Waldfläche keine Holznutzung mehr statt. Damit wird das Ziel der im Oktober 2007 verabschiedeten Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bis 2020 fünf Prozent der deutschen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung zu überlassen, in Mecklenburg-Vorpommern bereits übererfüllt.

„Mecklenburg-Vorpommern ist bekannt dafür, dass wir unsere Verpflichtungen im Naturschutz umfassend und sehr weitgehend wahrnehmen. Dafür ist einerseits die Verantwortung gegenüber unseren nachfolgenden Generationen ausschlaggebend, aber auch die Erkenntnis, dass eine intakte Natur für Menschen und Unternehmen ein wichtiger Standortfaktor ist, sich in unserem Land dauerhaft niederzulassen. In den vergangenen Jahren haben wir sukzessive Waldgebiete unter Schutz gestellt und uns im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle erarbeitet“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die dritte Bundeswaldinventur von 2012. Demnach verfüge Mecklenburg-Vorpommern über eine Waldfläche von 51.958 Hektar, die ohne Holznutzung ist. Das entspreche 9,9 Prozent der Gesamtwaldfläche. Damit habe Mecklenburg-Vorpommern bundesweit den höchsten Anteil in den Flächenländern an stillgelegten Wäldern.

„Ich rechne damit, dass die nächste Bundeswaldinventur noch höhere Flächenstilllegungen im Wald ermitteln wird, da die drei Nationalparke des Landes sowie die Wälder des Nationalen Naturerbe, für die die ökonomische Nutzung ausgeschlossen ist, bei der Bundeswaldinventur 3 nur teilweise erfasst wurden.“

Darüber hinaus spielt der Naturschutz in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns eine wichtige Rolle: Von den 235 im Land ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat-Gebiete existieren in 207 Waldflächen. Auch von den 286 Naturschutzgebieten (91.600 ha) sind 105 Gebiete (30.000 ha) mit verschiedensten Waldformen bestockt. Hinzu kommen 36 Naturwaldreservate mit einer Waldfläche von etwa 1.550 ha.

Und auch auf dem „internationalen Parkett“, so Backhaus, „finden die Naturschönheiten des Landes Anerkennung“. So befinden sich 2 der 15 Buchenwaldgebiete der UNESCO-Weltnaturerbestätte „Buchenwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands“ in Mecklenburg-Vorpommern, im Serrahner Teil (268 ha) des Müritz-Nationalparks und im Nationalpark Jasmund (493 ha).

Besonders erfreut zeigt sich der Minister über das große gesellschaftliche Interesse an der Zukunft der Wälder. Im April 2016 wurde unter Zustimmung von über 30 Verbänden, Vereinen und Institutionen das Landeswaldprogramm 2016 beschlossen. „Für mich bilden die wissensbasiert getroffenen Empfehlungen der Verbände eine maßgebliche Orientierung für die strategische Ausrichtung der Waldpolitik bei uns im Land.“

Europa- und Kommunalwahl auch in den Justizvollzugsanstalten

Justizministerin Katy Hoffmeister: „Jeder Gefangene, der wahlberechtigt ist, wird informiert und bekommt die Möglichkeit zur Briefwahl“

Schwerin – Auch die rund 1.100 Insassen der Justizvollzugsanstalten und Sicherungsverwahrten können am 26. Mai ihre Stimmen abgeben. Sie werden derzeit umfangreich mit Aushängen und Broschüren darüber informiert, wie sie an den Europa- und Kommunalwahlen teilnehmen können.

„Ich danke allen Justizvollzugsbediensteten für ihren Einsatz. Sie erklären Gefangenen, wie Briefwahlunterlagen angefordert werden, welche Fristen es gibt und wo sie geheim wählen können, gegebenenfalls wird ihnen ein Raum für die Stimmabgabe zur Verfügung gestellt. Die Vollzugsbediensteten leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Demokratie“, so Justizministerin Hoffmeister.

Auch die derzeit 72 Insassen aus dem EU-Ausland können an der Europawahl teilnehmen. Die Justizvollzugsanstalten halten entsprechende Antragsformulare nach der geltenden Europawahlordnung vor. Wenn Neuzugänge über keine aktuelle Meldeanschrift verfügen, veranlasst die Anstalt die Meldung bei der entsprechenden Behörde umgehend. Bei Bedarf wird den Insassen Briefpapier und Porto zur Verfügung gestellt. Gefangene, deren Wahlunterlagen an die Heimatadresse gesandt werden, können sich diese von Angehörigen zusenden oder während des Besuchs geben lassen. Die Kosten des Versands der Briefwahlunterlagen übernimmt bei Bedarf die Vollzugsbehörde. Während Insassen ohne entsprechende Lockerungseignung nur per Briefwahl ihre Stimme abgeben können, haben Insassen, die über die Eignung für Vollzugslockerungen verfügen die Möglichkeit, am Wahltag ins Wahllokal zu gehen.

Ministerin Hoffmeister ist es wichtig, dass jede und jeder Gefangene über das Wahlrecht informiert wird: „Grundlage der Demokratie in der Europäischen Union sind freie Wahlen. Die Teilnahme an Wahlen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in die Gesellschaft.“

Finanzspritze des Landes für neue Löschtechnik

Bad Sülze – Innenminister Lorenz Caffier hat in Bad Sülze (Landkreis Vorpommern-Rügen) einen Förderbescheid über 235.000 Euro an die Bürgermeisterin der Stadt für die Anschaffung neuer Feuerwehrtechnik übergeben.

„Mit dieser Finanzspritze helfen wir der Stadt bei der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges (TLF 4000). Brandschutz und Hilfeleistung sind eine kommunale Aufgabe, aber dazu brauchen die Feuerwehren moderne Ausstattungen, deshalb ist dieses Geld in jeder Hinsicht gut angelegt. Weil es um den Schutz von Menschen geht und weil diejenigen, die sich dafür aufopferungsvoll und zumeist ehrenamtlich einsetzen, jede mögliche Unterstützung verdienen“, sagte Minister Caffier im Beisein von Angehörigen der Feuerwehr und verantwortlichen Kommunalpolitikern. „Weil der Landkreis sich an der Ersatzbeschaffung finanziell nicht beteiligen kann, ist die Förderquote deutlich höher als sonst üblich. So entlasten wird einerseits finanziell den Landkreis und andererseits braucht die Stadt weniger Eigenmittel für den Fahrzeugkauf aufbringen.“

Bereits im Jahr 2015 hatte das Innenministerium die Stadt mit rund 214.000 Euro Fördermitteln aus dem Kofinanzierungsprogramm der Landesregierung bei der Anschaffung eines neuen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF 20) unterstützt.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Sülze nimmt Aufgaben im Brandschutz und in der technischen Hilfeleistung nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch überörtlich wahr. Unter anderem ist sie zuständig für Abschnitte der Autobahn A 20, einen Bundeswehrstützpunkt und eine Reha-Klinik.

Stadtkernsanierung Friedland

Stadt erhält Kofinanzierungsmittel für den Ausbau der Wollweberstraße

Friedland – Die Zuwendung in Höhe von 519.136,79 EUR wird auf Grundlage der Richtlinie für die Gewährung von Kofinanzierungshilfen gewährt.

In der Innenstadt von Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird die Wollweberstraße 4 saniert und umgestaltet. So wird u.a. die Entwässerung verbessert und die neue Straßenoberfläche an das aktuelle und zu erwartende Verkehrsaufkommen angepasst. Darüber hinaus sollen baugeschichtliche Aspekte und Besonderheiten im Stadtgrundriss in der Gestaltung der Wollweberstraße Berücksichtigung finden.
Die Stadt Friedland hatte beim Innenministerium für ihre Straßenbaumaßnahme Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm der Landesregierung beantragt, damit die Stadt ihren Eigenanteil finanzieren kann und somit für diese Maßnahme in den Genuss von Städtebaufördermitteln des Landes kommt.

Nun ist dem Bürgermeister ein Bewilligungsbescheid über rund 520.000 EUR zugesandt worden. Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V mit einer Förderung in Höhe von 750.700 EUR.

„Der Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Städte und Gemeinden ist eine wichtige Voraussetzung für das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Daher ist es richtig, dass die Stadt mit der Erneuerung der Wollweberstraße die begonnene gestalterische und funktionale Aufwertung der Straßenzüge im Sanierungsgebiet der historischen Altstadt fortsetzt. Die durch Fördermittel unterstützten Investitionen helfen auch der klein- und mittelständigen Wirtschaft vor Ort.“

Dieses für Friedland wichtige Straßenbauvorhaben wäre ohne Hilfe aus dem Kofinanzierungsprogramm nicht umsetzbar gewesen, denn nur so kann die Stadt in Anbetracht der angespannten Haushaltslage ihre Eigenmittel bereitstellen. Gleichzeitig verschafft die Kofinanzierungshilfe finanzielle Spielräume für andere unabweisbare Vorhaben.

Startschuss für Breitbandausbau in Vorpommern-Greifswald

Wusterhusen – Am Donnerstag, 18. April 2019, nimmt Digitalisierungsminister Christian Pegel mit Landrat Michael Sack und Hans Sarkreida, Geschäftsführer der ATL Antennentechnik Lubmin, den ersten Spatenstich für den Breitbandausbau im Landkreis Vorpommern-Greifswald vor.

Im Rahmen des Ausbaus der digitalen Infrastruktur erhalten die Gemeinden Lubmin, Kröslin, Wusterhusen, Rubenow, Brünzow und Katzow als erstes von 15 Projektgebieten im Landkreis Zugang zu schnellem Internet. Davon profitieren rund 2.800 Haushalte und 220 Unternehmen. Die ATL Antennentechnik beabsichtigt, im gesamten Ausbaugebiet ein reines Glasfasernetz mit FTTB-Standard einzurichten, also mit Glasfaseranschlüssen bis an die Gebäude.

Insgesamt stellt der Bund für den Ausbau des schnellen Internets in diesem Projektgebiet ca. 6,1 Millionen Euro bereit. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von rund drei Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises für beide Maßnahmen liegt bei etwa einer Million Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden.

Hintergrund

Um die Bundesrepublik Deutschland mit zukunftsfähigen Breitbandnetzen zu versorgen, hat der Bund bisher mehr als 3,5 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt. Die Förderung des Bundes beträgt dabei bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt grundsätzlich zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus dem Sondervermögen „Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern“ vor.

Sämtliche 97 Projektgebiete, mit denen Mecklenburg-Vorpommern nahezu flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden ist, erhielten den Zuschlag von Bund und Land. Damit konnten mehr als 800 Millionen Euro Bundesmittel nach M-V geholt werden. Das Land wird aus dem Sondervermögen „Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern“ rund eine halbe Milliarde Euro als Kofinanzierung des Landes sowie für die Vorfinanzierung der kommunalen Eigenanteile beitragen. Damit stehen insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung.

Für den Ausbau des schnellen Internets in den 15 Projektgebieten im Landkreis Vorpommern-Greifswald stellt der Bund ca. 216,1 Millionen Euro bereit. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von rund 48 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises liegt bei 25,2 Millionen Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden. Neben dem Beginn in Wusterhusen stehen zwei weitere Projektgebiete in den Startlöchern: Unter anderem in den Gemeinden Züssow, Gützkow und Stolpe beginnt der Breitbandausbau in Kürze. Die weiteren zwölf Projekte befinden sich im Auswahlverfahren.