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Monat: April 2026

Landesregierung beschließt Gesetzentwurf zum Bürokratieabbau

Verwaltungsverfahren sollen spürbar vereinfacht, beschleunigt und konsequent digital ausgerichtet werden

Schwerin – Mit dem Ersten Gesetzentwurf zur Bürokratieentlastung setzt die Landesregierung einen zentralen Baustein der föderalen Modernisierungsagenda um: weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und ein Staat, der für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen als verlässlicher Partner funktioniert.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue: „Für mich gilt ein klarer Grundsatz: Keine Digitalisierung ohne Bürokratieabbau. Bürokratieabbau heißt dabei nicht weniger Rechtsstaat, sondern bessere Verfahren. Schutzstandards bleiben bestehen. Lediglich unnötige Umwege und Aufwände fallen weg. Von den heute beschlossenen Maßnahmen profitieren alle: Unternehmen erhalten schnellere Genehmigungen und mehr Planungssicherheit. Bürgerinnen und Bürger sparen Wege, Zeit und Kosten. Und unsere Verwaltung wird entlastet und kann sich daher stärker auf inhaltliche Aufgaben konzentrieren. Das ist ein konkreter Schritt zu einer moderneren Verwaltung, die handlungsfähig bleibt.“

Der Gesetzentwurf setzt genau dort an, wo Bürokratie im Alltag spürbar wird und schafft somit ganz konkrete Erleichterungen:

  • Die Schriftform wird zur Ausnahme: Die Pflicht zur eigenhändigen Unterschrift soll in vielen Fällen entfallen. Stattdessen genügt künftig die Textform, etwa per E-Mail. Dies greift beispielsweise bei Einwendungen im Planfeststellungsverfahren gem. § 73 VwVfG oder bei der Beantragung einer Anerkennung als Schuldnerberatung gem. § 4 Insolvenzausführungsgesetz M-V.
  • Beglaubigungen und Originale werden überflüssig: In zahlreichen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen reicht künftig eine einfache Kopie oder eine digitale Datei. Damit entfallen Gebüh-ren für Beglaubigungen und zusätzliche Behördengänge.
  • Öffentliche Bekanntmachungen und Planunterlagen werden grundsätzlich online veröffentlicht: Die Informationen sind somit jederzeit und von überall abrufbar. Zudem entfallen teure Zeitungsanzeigen und das mehrfache Auslegen in verschiedenen Behörden.
    Landesregierung beschließt Gesetzentwurf zum Bürokratieabbau
    Verwaltungsverfahren sollen spürbar vereinfacht, beschleunigt und konsequent digital ausgerichtet werden.
  • Berichtspflichten werden reduziert: Zahlreiche Berichtspflichten sollen gestrichen werden, darunter beispielsweise die jährlichen Berichte zu Schiffsabfällen, Stellungnahmen der Landesregierung zu jedem Datenschutzbericht und verpflichtende Evaluierungsberichte im Seniorenbereich.
  • Die digitale Kurkarte wird ein einfach nutzbarer Standard: Mit der Schaffung einer Widerspruchslösung im Zusammenhang mit der digitalen Kurkarte wird eine vereinfachte und digitale Abwicklung für Gäste und Beherbergungsbetriebe geschaffen. Die bislang erforderliche Einholung, Dokumentation und revisionssichere Nachweisführung datenschutzrechtlicher Einwilligungen entfällt. Gäste können jedoch jederzeit und ohne Angabe von Gründen der Nutzung der digitalen Kurkarte widersprechen.
  • Genehmigungen sollen schneller erteilt werden: Wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen und keine Entscheidung innerhalb von drei Monaten getroffen wird, soll eine Genehmigung in geeigneten Fällen automatisch als erteilt gelten. Beispiel: Abfallbewirtschaftungspläne von Hafenbetreibern gelten künftig nach 3 Monaten automatisch als genehmigt, sofern die Behörde nicht entscheidet. Die Genehmigungsfiktion wird für finanzielle Leistungen des Staates als auch in sensiblen Bereichen, bspw. dem Jagdrecht und Schulgesetz, nicht gelten.

Das Gesetz ist bewusst als ressortübergreifendes Gesamtpaket angelegt. Dafür werden 93 Gesetze und Verordnungen geändert. Es geht nicht um einzelne Korrekturen, sondern um einen strukturellen Ansatz, mit dem Bürokratie abgebaut, Verfahren vereinfacht und staatliches Handeln stärker auf die Wirkung ausgerichtet werden sollen.

Kindern in der Grundschule praktische Fähigkeiten vermitteln

Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“ startet zum neuen Schuljahr

Schwerin – Zum neuen Schuljahr startet an den Grundschulen das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“. Hier lernen die Mädchen und Jungen praxisnah den Umgang mit alltäglichen Dingen des Lebens.  „Wir möchten, dass Kinder bereits in der Grundschule Dinge ihres alltäglichen Lebens besser kennenlernen, um später ihren Alltag selbstständig bestreiten zu können“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Warum wackeln meine Zähne? Welche Zutaten brauche ich, wenn ich einen Geburtstagskuchen für meine Eltern oder Freunde backen möchte? Wie komme ich mit meinem Taschengeld zurecht? Genau diese und ähnliche Fragen greift unser Angebot auf.“

Das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“ kann zwei- bis dreimal pro Schuljahr im Rahmen des regulären Unterrichts, in Form eines Projekts, eines Projekttags, eines Umwelttags oder einer Schulwanderung umgesetzt werden. Es umfasst verschiedene Themenbereiche, die eng mit den Inhalten der Rahmenpläne für die Fächer Sachunterricht, Deutsch, Mathematik und Werken verknüpft sind. Im Themenbereich „Ohne Moos nichts los” lernen die Kinder beispielsweise den richtigen Umgang mit Geld. Im Bereich „Bunt und gesund” dreht sich alles um eine gesunde Ernährung. Die Kinder können eine Ernährungspyramide erstellen oder gemeinsam kochen. Im Themenfeld „Hör zu” sind Projekte zum Umgang mit Gefühlen und Emotionen wie Wut und Trauer sowie Übungen zur Stressbewältigung möglich.

Für weiterführende Schulen hat bereits mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres der Modellversuch „Globales Lernen: selbstständig, partizipativ und kooperativ“ begonnen. In Projektwochen, Werkstätten oder auch gemeinsam mit außerschulischen Partnern setzen sich Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern fächerverbindend mit konkreten gesellschaftlich relevanten Fragen auseinander. Sie sind im Orientierungsrahmen „Globale Entwicklung“ der Kultusministerkonferenz verankert und können die Themenbereiche Mobilität, Bildung, Good Governance, Klimapolitik, Globalisierung, Entwicklungszusammenarbeit und Friedenssicherung umfassen. Schülerinnen und Schüler lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen, kritisch zu reflektieren und Stellung zu beziehen.

EnergieTag MV 2026

Gemeinsam die Energiezukunft entdecken

Schwerin – Der EnergieTag MV lädt Bürgerinnen und Bürger, Familien, Unternehmen und Interessierte dazu ein, die vielfältigen Facetten moderner Energieversorgung hautnah zu erleben.

Ob spannende Führungen durch Anlagen der erneuerbaren Energien, Mitmach-Aktionen für Groß und Klein oder exklusive Einblicke hinter die Kulissen innovativer Projekte – der EnergieTag MV macht die Energiezukunft greifbar und verständlich.

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit: „Mit dem EnergieTag MV werden die erneuerbaren Energien erlebbar – live und vor Ort. Es werden Türen geöffnet, die sonst verschlossen sind: Lassen Sie sich diese spannenden Einblicke nicht entgehen! Für Mecklenburg-Vorpommern sind die Erneuerbaren längst ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, an dem viele tausend Arbeitsplätze hängen. Der EnergieTag macht die große Bedeutung der Branche für unser Land sichtbar und stärkt Akzeptanz und Verständnis für die erneuerbaren Energien.“

Der 11. EnergieTag am 25. April 2026 verspricht ein buntes Programm mit vielen Highlights:

  • Erlebnistag auf dem Anklamer Markt 

Regionale Unternehmen und Initiativen haben ein vielseitiges Stadtfest für Familien und Technikinteressierte auf die Beine gestellt. Geboten wird ein buntes Programm rund um die Erneuerbaren. Solarbootrennen, Segway-Parcours und Hüpfburg laden zum Mitmachen ein.

  • Stralsunder Hafeninsel – Treffpunkt für erneuerbare Energien

Die Stadt Stralsund lädt mit Ausstellern, Mitmachaktionen und dem beliebten Solarbootrennen zum Entdecken und Ausprobieren auf die Hafeninsel ein.

  • Schautag rund um Photovoltaik in Neustadt-Glewe

Die Steffen Huber GmbH lädt auf ihrem Firmengelände zum Energiesparfest mit Angeboten für die ganze Familie ein.

  • Zukunft zum Anfassen auf dem Mittelhof in Gessin

Die Meck-Schweizer sind eine Regionalvermarktungs-initiative und zeigen auf ihrem Hof, wie sie die Erneuerbaren und Elektromobilität im Alltag verbinden.

  • Marktplatz Neubrandenburg – moderne Energielösungen

Entdecken Sie bei den Stadtwerken Wärmepumpen mit Speicher, Solaranlagen und Wallboxen. Erfahren Sie, wie klimaneutrales Wohnen funktioniert, während Kinder auf spielerische Weise die Windenergie erleben können.

Weitere Informationen sowie eine ausführliche Übersicht über alle geplanten Aktionen finden Interessierte auf der offiziellen Website: energietag-mv.de.

Schwesig: MV präsentiert sich stark auf Hannover-Messe

Hannover – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besucht heute die Hannover-Messe. Am Nachmittag steht ein Messerundgang auf dem Programm. Am Abend lädt die Ministerpräsidentin zu einem Aussteller­empfang ein. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr mit 21 Ausstellern auf der Hannover-Messe vertreten. Davon präsentieren sich 19 an dem von der Staatskanzlei geförderten Firmen­gemeinschafts­stand.

 „Die Hannover-Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse mit dem Schwerpunkt auf Zukunfts­entwicklungen in der Industrie, auf Digitalisierung und Energie­technologien. Ein Spitzentreffen derjenigen, die Wirtschaft und ihre Zukunft gestalten. Damit ist sie zugleich eine hervorragende Gelegenheit, um unser Land und seine Unternehmen zu präsentieren. Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind dieses Jahr mit 21 Ausstellern dabei. Ich danke allen, die mit Einfallsreichtum und Einsatz ihr Unternehmen und unser Land hier vertreten“, erklärte die Ministerpräsidentin.

 „Wir sind seit 35 Jahren auf der Hannover-Messe und akquirieren hier konkret Aufträge für MV und unser Unternehmen. Deshalb ist die Unterstützung der Landesregierung hier auch richtig investiert“, erklärt der Güstrower Hallenbauer Uwe Stieblich. Erstkontakte auf der Hannover-Messe führten zu konkreten Aufträgen. So hat das Güstrower Stahlbau­unternehmen unter anderem für ecoflight in Zürich, den Werkzeug­maschinenbauer Heuer in Großröhrsdorf in Sachsen und den Metall­aufbereiter Xervon in Fürth gebaut.

 Die Ministerpräsidentin betonte, dass sich die Außenwirtschaft im vergangenen Jahr positiv entwickelt hat. „Nach vorläufigen Zahlen ist das Gesamtvolumen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro gestiegen. Das ist unser bisher bestes Ergebnis. Unser Außenhandel zeigt sich robust und im Aufwärtstrend“, sagte Schwesig. Ziel der Landesregierung ist es, Unternehmen beim Sprung auf internationale Märkte zu unterstützen.

Partnerland der Hannover-Messe ist in diesem Jahr Brasilien. Schwesig hatte während ihrer Bundesrats­präsidentschaft das Land mit einer großen Wirtschafts­delegation besucht. „Auf Brasilien zu setzen, war genau richtig. Wir haben inzwischen 200 Ingenieure ausgebildet und damit etwa Zweidrittel der Schweißfach­ingenieure in Brasilien. Viele Kontakte kamen über die Delegationsreise mit der Ministerpräsidentin. Das hat Türen geöffnet. Wir machen inzwischen 250.000 Euro Jahresumsatz in Brasilien mit stark steigender Tendenz“, sagte der Geschäftsführer der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Dr. Rigo Peters. Das Unternehmen war 2024 bei der Brasilien-Reise dabei und stellt dieses Jahr auf der Hannover-Messe aus.

 „Brasilien ist ein attraktiver Markt für unsere Wirtschaft. Wir wollen die Zusammenarbeit mit Brasilien in den nächsten Jahren weiter ausbauen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Mehr als 4.300 Lehrkräfte in den letzten Jahren eingestellt

Oldenburg: Wir setzen alles daran, Lehrkräfte auszubilden, im Land zu halten und an den Schulen einzustellen

Schwerin – Trotz des bundesweiten Fachkräftemangels hat Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2021 bis 2025 insgesamt 4.327 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen eingestellt. Die Zahl der Einstellungen im Jahr 2025 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Jahr 2024 waren es 779 Lehrkräfte, im Jahr 2025 insgesamt 806 Personen. „Gute Bildungsangebote lassen sich nur mit qualifiziertem Personal gestalten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Deswegen setzen wir alles daran, Lehrkräfte auszubilden, im Land zu halten und an den Schulen zu beschäftigen. Dafür stellen wir das ganze Jahr über Lehrerinnen und Lehrer ein. Mit unserer Lehrerwerbekampagne machen wir auf das Angebot an freien Stellen aufmerksam. Ich freue mich über jede Lehrkraft, die sich für eine Schule im Land entscheidet“, so Oldenburg. Die offenen Stellen sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de öffentlich ausgeschrieben.

Das Land hat in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen umgesetzt, um den Schuldienst attraktiver zu gestalten. Um Lehrkräfte zu gewinnen, erhalten Referendarinnen und Referendare, die an ausgewählten Schulen – insbesondere im ländlichen Raum – arbeiten, Zuschläge zu ihren Bezügen in Höhe von 40 Prozent. Stellenbesetzungsverfahren wurden gestrafft, um Lehrkräfte schneller einzustellen. So gelingt es regelmäßig, Bewerberinnen und Bewerber innerhalb von sechs Wochen einzustellen bzw. ihnen ein Einstellungsangebot zu unterbreiten. Neu eingestellte Lehrkräfte erhalten Zuschläge zu ihren Bezügen, wenn sie sich auf Stellen in Bedarfsfächern an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im ländlichen Raum sowie an beruflichen Gymnasien bewerben. Das sind Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie und Physik sowie Arbeit-Wirtschaft-Technik und Geografie.

Der Anteil der neu eingestellten Lehrkräfte im Seiteneinstieg ist zuletzt leicht gesunken, weil sich grundständig ausgebildete Lehrkräfte wieder verstärkt bewerben. Waren 2024 noch 42,2 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte Seiteneisteigerinnen und Seiteneinsteiger, so machte ihr Anteil 2025 39,3 Prozent aus. „Wir sind in Zeiten des Fachkräftemangels auf Lehrkräfte im Seiteneinstieg angewiesen. Die Entscheidung, den Beruf zu wechseln, verdient großen Respekt. Für diese Aufgabe qualifizieren wir Lehrkräfte im Seiteneinstieg umfassend. Genau das passiert seit der Neuorganisation der Ausbildung vor drei Jahren“, betonte die Bildungsministerin. Lehrkräfte im Seiteneinstieg absolvieren vor Beginn ihrer Unterrichtstätigkeit eine dreimonatige Qualifizierung in Methodik und Fachdidaktik, bevor sie das erste Mal unterrichten. Daran schließt sich die 15-monatige Grundlegende Pädagogische Qualifizierung an. Die Ausbildung dauert insgesamt über vier Jahre.

Zudem hat die Landesregierung eine Ausbildung zu multiprofessionellen Fachkräften begonnen. Damit können Personen an den Schulen beschäftigt werden, die gleichzeitig als Lehrkräfte und als unterstützende pädagogische Fachkräfte arbeiten. Sie werden insbesondere in „Flexiblen Lerngruppen“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein weiteres Angebot für Kinder und Jugendliche, denen die Bewältigung des Schullalltags schwerfällt. „Weil die Klassen heterogener geworden sind, erweitern wir die pädagogischen Ressourcen. Mit den multiprofessionellen Fachkräften stärken wir die pädagogische Arbeit an unseren Regionalen Schulen und Gesamtschulen“, sagte Oldenburg.

Die Regierungspartner haben sich im Koalitionsvertrag auf das Programm „Schule in MV – Aufbruch 2030: 1.000 Stellen besetzen, sichern, erweitern“ verständigt. Mit dem Doppelhaushalt 2024/2025 stehen diese Stellen vollständig bereit. Sie sind für Lehrkräfte, Vertretungslehrkräfte, externe Vertretungskräfte, für eine bessere personelle Ausstattung an beruflichen Schulen, Personal für die Digitale Landesschule, unterstützende pädagogische Fachkräfte, für die Qualifizierung von Lehrkräften im Seiteneinstieg, Alltagshilfen und Verwaltungskräfte an Schulen eingerichtet worden. Insbesondere die Einstellung von Alltagshilfen und Verwaltungskräften führt dazu, dass Lehrkräfte entlastet werden und sich mehr auf ihre pädagogischen Kernaufgaben konzentrieren können. Damit wurde nicht nur das Versprechen der Landesregierung eingelöst, sondern es wurden sogar noch mehr Personen eingestellt als verabredet. So sind im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 1.481 mehr Beschäftigte an den Schulen tätig.

Drese: Pakt für Pflege in MV wirkt

Zwischenbericht im Landespflegeausschuss vorgestellt

Schwerin – Die Vorsitzende des Landespflegeausschusses (LPA), Sozialministerin Stefanie Drese und die Vorsitzende des Begleitausschusses Pakt für Pflege, Silvia Krüger von der AOK Nordost, haben heute über den Zwischenbericht des Pakts für Pflege Mecklenburg-Vorpommern informiert.

Der Pakt für Pflege wurde von den Mitgliedern des Landespflegeausschusses vor zwei Jahren auf Initiative von Ministerin Drese beschlossen. Ziel des Pakts ist es, in gemeinsamer Verantwortung die pflegerische Versorgung im Land nachhaltig zu sichern.

„Ausgangspunkt für den Pakt für Pflege sind die erheblichen Herausforderungen durch demografischen Wandel, steigenden Pflegebedarf, Fachkräftemangel sowie strukturelle und wirtschaftliche Belastungen im Pflegesystem“, sagte Drese. Es bestehe das gemeinsame Verständnis bei allen pflegerelevanten Akteuren im Land, dass Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die eine enge Zusammenarbeit erfordert.

„Vor diesem Hintergrund haben sich die Mitglieder des Landespflegeausschusses darauf verständigt, als Verantwortungsgemeinschaft gemeinsam in Arbeitsgruppen Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und sich im Rahmen ihrer Ressourcen und Kompetenzen einzubringen. Dieses Vorgehen hat das gegenseitige Vertrauen gestärkt, das Verständnis für die unterschiedlichen Rollen gefördert und die Zusammenarbeit verbessert“, verdeutlichte Drese.

Zur Umsetzung des Pakts für Pflege wurden sieben Arbeitsgruppen gebildet, die Maßnahmen und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Der Zwischenbericht aus den sieben Arbeitsgruppen wurde am vergangenen Freitag dem Landespflegeausschuss vorgestellt.

„Die bisher erzielten Ergebnisse, Konzepte und konkret erarbeiteten Maßnahmen bilden eine gute Grundlage für die weitere Arbeit und dienen als Richtschnur für die politische und fachliche Umsetzung“, würdigte Drese das engagierte und zielorientierte Arbeiten der Beteiligten. Im weiteren Prozess werde es darum gehen, die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Handlungsempfehlungen zu bewerten, weitere Empfehlungen zu erarbeiten und deren Umsetzung zu prüfen.

Silvia Krüger hob hervor: „Der Pakt für Pflege zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern die Herausforderungen in der Pflege gemeinsam und strukturiert angeht. In den Arbeitsgruppen werden bereits konkrete Themen wie Fachkräftesicherung, wirtschaftlich stabile Pflegeangebote, bessere Beratung, Demenz, regionale Pflegeplanung sowie Notfallvorsorge bearbeitet. Der Zwischenbericht macht deutlich, dass wichtige Grundlagen geschaffen und erste Ergebnisse erreicht wurden. Gleichzeitig geht die Arbeit jetzt in die nächste Phase: Die Arbeitsgruppen werden ihre Vorschläge weiter konkretisieren und schrittweise in praktische Verbesserungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Einrichtungen überführen. Pflege braucht Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und konsequentes Handeln.“

Der LPA hat sich darauf verständigt hat, einen Abschlussbericht des Pakts für Pflege im Sommer 2027 vorzulegen.

Backhaus: Land legt Walrettern keine Steine in den Weg

Schwerin – Das Umweltministerium weist den Vorwurf zurück, Behörden würden den Bergungsversuch verzögern oder behindern. Eine solche pauschale Kritik werde der tatsächlichen Lage nicht gerecht und lasse sich anhand konkreter Beispiele rasch widerlegen, so Umweltminister Dr. Till Backhaus: „So wurde etwa kurzfristig eine temporäre Erlaubnis zur vorübergehenden befristeten Ausübung des tierärztlichen Berufes für eine aus Hawaii angereiste Tierärztin erteilt, um die Initiative bestmöglich zu unterstützen – innerhalb von zwei Stunden. Ebenso wurden Drohnenüberflüge kurzfristig ermöglicht. Wir sind hochgradig flexibel – aber diese Flexibilität hat Grenzen.

Wir sind an Recht und Gesetz gebunden – nicht zuletzt, um sicherzustellen, dass der Wal durch den Bergungsversuch keine zusätzlichen Schäden davonträgt. Der Bergungsversuch selbst bedurfte keiner Genehmigung, ebenso wenig die einzelnen Maßnahmen. Die Initiative handelt im Rahmen der sogenannten Behandlungsfreiheit und trägt die volle Verantwortung für die Durchführung. Das Land begleitet und berät und hat klar vorgegeben, dass Abweichungen vom vorgelegten Konzept zwingend mit den Veterinären des Landes abzustimmen sind.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Maßnahmen rechtzeitig und transparent kommuniziert und getroffene Absprachen eingehalten werden. Maßstab allen Handelns bleibt dabei stets das Wohl des Tieres“, so Backhaus, der ergänzt, dass alle Spielräume des behördlichen Handelns ausgenutzt würden, um dem Wal in der Kirchsee vor Poel zu helfen:

„Wir arbeiten, wo immer es möglich ist, quasi auf Zuruf. Die Kommunikation zwischen DLRG, Wasserschutzpolizei, unseren Veterinärinnen und Veterinären und der Initiative ist zielorientiert und hat sich verbessert. So ist das in Krisensituationen. Manche Dinge müssen sich erst einspielen und ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Aber wir alle stehen vor einem Ereignis, das in Deutschland einzigartig ist.

Damit wir in Zukunft auf solche Ereignisse besser vorbereitet sind, wird MV auf der kommenden Umweltministerkonferenz anregen, einen Verbund der norddeutschen Küstenländer unter Einbeziehung des Havariekommandos zur Bewältigung von Großwalereignissen einzurichten. Die Rückmeldungen zu der Initiative sind sehr positiv. Aber jetzt geht es im Akutfall erstmal darum, dass der Wal vor Poel seine Chance bekommt.“

Digitale Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler

Oldenburg: Wir nehmen Ängste und Sorgen der Schülerinnen und Schüler ernst

Schwerin – Konflikte im Alltag, Ängste und Sorgen über die Zukunft oder auch Zweifel an sich selbst – all das sind Themen, die Schülerinnen und Schüler beschäftigen und belasten können. Um Betroffene frühzeitig zu unterstützen, bietet der Zentrale Fachdienst für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) des Bildungsministeriums zukünftig eine digitale Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler an. Die erste Sprechstunde ist für Mittwoch, den 22. April 2026, von 13:00 bis 15:00 Uhr geplant. Sie soll 14-tägig angeboten werden.

„Ob Streit mit den Eltern oder Angst vor Prüfungen – Kinder und Jugendliche stehen in verschiedenen Lebensphasen vor unterschiedlichen Belastungen. Wir nehmen ihre Ängste und Sorgen ernst. In der Sprechstunde können sie mit erfahrenen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sprechen, direkte Unterstützung erhalten oder es werden ihnen weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wo sie Hilfe finden können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

 Schülerinnen und Schüler, die an der Sprechstunde teilnehmen möchten, melden sich vorab mit ihrem Anliegen telefonisch (0385 588 7777) oder per E-Mail (leitstelle-zds@bm.mv-regierung.de) jeweils bis montags vor dem Termin bei der Leistelle des ZDS an. Für jede angemeldete Person ist ein Zeitfenster von 30 Minuten vorgesehen. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 bis 6 können gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten an der Sprechstunde teilnehmen.

Die 14-tägige Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler ergänzt das Angebot der Leitstelle des ZDS. Für Eltern und Erziehungsberechtigte sowie für Lehrkräfte bietet der ZDS bereits digitale Sprechstunden an.