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Tag: 15. Juli 2026

Bildungsministerium informiert über Risiken von Online-Challenges

Oldenburg: Aufklärung und Vertrauen sind der beste Schutz vor gefährlichen Online-Trends

Schwerin – Gefährliche Online-Challenges wie die sogenannte „Blackout-Challenge“ verbreiten sich immer wieder über soziale Medien und können insbesondere Kinder und Jugendliche dazu verleiten, riskante Mutproben nachzuahmen. Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern informiert deshalb die öffentlichen Schulen im Land über die Risiken solcher Challenges und sensibilisiert zugleich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern für das Thema.

„Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. Umso wichtiger ist es, dass sie dabei von Erwachsenen begleitet werden. Ich möchte Eltern ermutigen, mit ihren Kindern regelmäßig über Inhalte zu sprechen, die ihnen in sozialen Netzwerken begegnen – auch über sogenannte Challenges oder Mutproben. Ein offenes Gespräch kann dabei helfen, Risiken besser einzuordnen und Kinder darin zu stärken, gefährliche Trends kritisch zu hinterfragen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Bei der sogenannten „Blackout Challenge“ handelt es sich um eine lebensgefährliche Mutprobe, die erhebliche gesundheitliche Folgen haben oder gar zum Tod führen kann. Solche Mutproben verbreiten sich häufig über soziale Medien und können Kinder und Jugendliche dazu verleiten, sie nachzuahmen.

Wenn Eltern unsicher sind, wie sie das Thema der gefährlichen Online-Challenges mit ihren Kindern besprechen können, oder wenn das Thema bei Schülerinnen und Schülern Sorgen hervorruft, finden sie beim Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) kompetente Beratung und Unterstützung.

Gemeinsame Aufarbeitung der Abiturergebnisse

Bildungsausschuss befasst sich mit hoher Durchfallquote am Gymnasium in Hagenow

Schwerin – In einer Sondersitzung am 15. Juli befasste sich der Bildungsausschuss des Landtages mit der hohen Durchfallquote am Robert-Stock-Gymnasium in Hagenow. „Alle Beteiligten, darunter die Schülervertretung und der Schulelternrat des Gymnasiums, arbeiten gemeinsam an der Aufarbeitung der Abiturergebnisse und sind als Expertinnen und Experten zur Sitzung des Bildungsausschusses eingeladen”, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Es ist wichtig, die Ursachen dafür, dass am Robert-Stock-Gymnasium ungewöhnlich viele Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfungen nicht bestanden haben, schnell zu ergründen. Das Staatliche Schulamt Schwerin hat deshalb unmittelbar nach Bekanntwerden der hohen Durchfallquote mit der Analyse begonnen. Dafür wird ein standardisiertes Prüfverfahren genutzt. Besonders wichtig ist mir, dass der Schulelternrat und die Schülervertretung eng in den Prozess eingebunden sind. Ein offener Austausch zwischen Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern stärkt ein konstruktives und vertrauenswürdiges Miteinander.“

Die interne Evaluation, welche direkt nach Bekanntwerden der Ergebnisse begonnen hat, umfasst verschiedene Bereiche der schulischen Arbeit. Die Lehrkräfte werden insbesondere über die Fachkonferenzen sowie zu pädagogischen Fragestellungen einbezogen. Das Staatliche Schulamt prüft unter anderem, ob die entsprechenden Verfahrensabläufe eingehalten wurden, und betrachtet organisatorische Aspekte. Zusammen mit der Schulleitung werden zudem Fragen der Planung, Dokumentation, Protokollierung und Information ausgewertet.

Ergänzend dazu wird eine externe Evaluation durchgeführt. Diese wird von einem besonders geschulten Evaluationsteam des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) übernommen. Beteiligt sind außerdem das Staatliche Schulamt und eine weitere Schulleitung. Im Rahmen eines etablierten Befragungs- und Analyseverfahrens werden Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte einbezogen. Auf dieser Grundlage erstellt das IQ M-V einen Evaluationsbericht. Daraus werden konkrete Maßnahmen für die weitere Schul- und Qualitätsentwicklung abgeleitet.

Anschließend werden die Ergebnisse, die voraussichtlich Ende Oktober vorliegen, der internen und externen Evaluation gemeinsam von der Schule, dem Staatlichen Schulamt und den weiteren beteiligten Stellen ausgewertet. Auf dieser Grundlage werden konkrete Maßnahmen vereinbart und im weiteren Schulentwicklungsprozess umgesetzt.