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Tag: 27. Juli 2026

Nach Anschlag in Berlin

Landesregierung verurteilt Gewalt gegen Menschen beim Christopher Street Day

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat die Nachricht vom Anschlag im Zusammenhang mit dem Christopher Street Day in Berlin mit Bestürzung aufgenommen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Innenminister Christian Pegel sprechen den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden sowie allen Verletzten ihr Mitgefühl aus. Ihr besonderer Dank gilt den Einsatzkräften, die vor Ort schnell und professionell gehandelt haben.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Mitten in Berlin ist eine Frau getötet worden, die für Freiheit und Liebe auf die Straße gegangen ist. Viele weitere Menschen wurden verletzt. Das entsetzt mich und macht mich traurig. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die durch diese Gewalttat getötet und verletzt wurden, bei ihren Angehörigen und bei allen, die das Geschehen unmittelbar miterleben mussten. Unsere Solidarität gilt insbesondere der gesamten queeren Community.

Ein Angriff auf Menschen, die friedlich zusammenkommen, um für ihre Rechte und ihre Freiheit einzustehen, ist ein Angriff auf das respektvolle und demokratische Miteinander, für das wir in unserem Land stehen. Hass, Gewalt und Einschüchterung dürfen in unserer Gesellschaft keinen Raum bekommen. Der Islamismus ist eine reale Gefahr. Niemand darf ihn kleinreden. Ein starker Staat schützt die Schwächeren: Wir müssen Gefährder ernst nehmen, bevor etwas passiert und unser Recht muss konsequent angewandt und wenn nötig verschärft werden.“

Die Sicherheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern verfolgen die weiteren Entwicklungen sowie den Fortgang der Ermittlungen aufmerksam. Polizei, Verfassungsschutz und die zuständigen Stellen stehen dazu mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und der anderen Länder im Austausch. Erkenntnisse aus den laufenden Ermittlungen in Berlin fließen in die Bewertung der Sicherheitslage im Land ein.

Innenminister Christian Pegel dazu: „Polizei und Sicherheitsbehörden bewerten die Lage fortlaufend und richten ihre Maßnahmen an den aktuellen Erkenntnissen aus. Dazu gehört auch, bestehende Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf das Veranstaltungsgelände selbst, sondern auf alle Bereiche, die für Besucherinnen und Besucher relevant sind. Ich danke allen Polizei-, Sicherheits- und Ordnungskräften sowie Veranstaltern, die das mit großem Verständnis bereits seit längerem umsetzen.”

Mit Blick auf die Ereignisse werden auch die Rahmenbedingungen für Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern erneut betrachtet. Dazu gehören insbesondere Zu- und Abwege sowie weitere öffentlich zugängliche Bereiche im Umfeld von Veranstaltungen. Gemeinsam mit Veranstaltern, Kommunen und den zuständigen Sicherheitsbehörden wird geprüft, ob und wo Anpassungen notwendig sind.

„Sicherheit bei Veranstaltungen entsteht durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Wir nehmen die Erkenntnisse aus Berlin ernst und beziehen sie in unsere Arbeit ein. Dabei geht es darum, Risiken frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen zielgerichtet umzusetzen“, erklärte Innenminister Pegel.

Der Innenminister wird für die Landesregierung an der Mahnwache auf dem Schweriner Markt am 27. Juli 2026 um 18.00 Uhr teilnehmen.

Verantwortung für die Zukunft des Theaters

Anklam – Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung haben das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Anklam heute ein deutliches Signal für die Zukunft des Theaterstandortes Anklam gesetzt. Die Unterzeichnenden bekräftigen ihre Bereitschaft, nicht nur die Sanierung des Theaters, sondern die Entwicklung des gesamten Theaterareals gemeinsam weiter voranzubringen und die Voraussetzungen für die Umsetzung eines umfassenden städtebaulichen Gesamtvorhabens zu schaffen.

Basierend auf den bisherigen Planungen werden die Gesamtkosten für die Sanierung des Theaters auf rund 16 Millionen Euro geschätzt. Hierzu hatte das Land bereits Anfang des Jahres Mittel in Höhe von acht Millionen Euro Aussicht gestellt. Mit der gemeinsamen Erklärung werden  Land, Bund und die Stadt Anklam diese kulturpolitische Entwicklung aber über das eigentliche Theater hinaus auf das gesamte Theaterarreal im Rahmen der Städtebauförderung erweitern. Die notwendigen Eigenanteile werden kommunal abgesichert, wofür sich insbesondere die Hansestadt Anklam engagiert.

Das Theater der Hansestadt Anklam im ehemaligen Schützenhaus ist die Hauptspielstätte der Vorpommerschen Landesbühne und mit den weiteren Spielstätten in Barth, Heringsdorf, Wolgast und Zinnowitz ein bedeutender kultureller Ankerpunkt für die Region Vorpommern. Es prägt die kulturelle Identität der Region, stärkt die kulturelle Bildung und ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns.

Durch die Aufnahme in die Städtebauförderung soll nicht nur das Theater langfristig gesichert werden. Vielmehr soll über den reinen Theaterbau hinaus das gesamte Areal städtebaulich entwickelt, aufgewertet und dadurch die Attraktivität der Hansestadt Anklam sowie der gesamten Region nachhaltig gestärkt werden. Vorgesehen sind die Sanierung des historischen Theatergebäudes an der Leipziger Allee, der Abriss und Neubau der Hallen und Werkstätten, die Neugestaltung des Innenhofes sowie die Erneuerung der technischen Infrastruktur.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärte: „Das Theater Anklam ist weit mehr als ein Kulturstandort. Es ist ein Identifikationsort für die Menschen in Vorpommern und ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Region. Mit der heutigen Erklärung schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um die Sanierung des Theaterareals voranzubringen. Das Land steht an der Seite der Hansestadt Anklam, damit das Theater auch künftig ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und regionale Entwicklung bleibt.“

Zitat Minister Pegel:  „Städtebauförderung wirkt am stärksten dort, wo sie Identität bewahrt und Zukunft ermöglicht. Die Modernisierung des Theaters ist deshalb nicht nur eine Investition in das Gebäude selbst, sondern auch in die Entwicklung der Hansestadt Anklam. Wir geben damit den Impuls, diesen gewachsenen Ort weiterzudenken und somit dauerhaft als Teil der lebendigen Stadtstruktur zu sichern.“

Zitat Staatssekretärin Bowen: „Die Vorpommersche Landesbühne mit ihrem Standort in Anklam ist ein wichtiger Ort der Kulturszene in der Region. Es schafft kulturelle Identität und bereichert das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Vorpommern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert ganz bewusst in den Standort, um auch abseits der großen Städte den Menschen kulturelle Angebote anzubieten.“

Wal im Überseehafen Wismar gesichtet

Behörden koordinieren Maßnahmen

Wismar – Im Westhafen Wismar ist am heutigen Tag ein Wal gesichtet worden. Das Tier wurde der Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar gegen 9 Uhr durch das Hafenamt Wismar gemeldet und wird seitdem beobachtet. Nach derzeitigen Erkenntnissen wirkt der Wal vital. Er taucht regelmäßig auf und wieder ab.

Um welche Walart es sich handelt, kann derzeit noch nicht abschließend gesagt werden. Auch die Größe lässt sich bislang nur schätzen; nach ersten Beobachtungen ist der Wal etwa acht Meter lang.

Die zuständigen Behörden und Fachstellen wurden umgehend informiert und stehen in engem Austausch. Die Wasserschutzpolizei ist ebenfalls im Einsatz.

Ziel aller Maßnahmen ist es, dem Tier einen störungsarmen Rückweg in tiefere Gewässer zu ermöglichen und eine Strandung oder andere Gefährdungen des Tieres zu verhindern.

Die Wasserschutzpolizei richtet ihr Augenmerk außerdem darauf, eine Gefährdung des Schiffsverkehrs und des Sportbootverkehrs auszuschließen. Aus diesem Grund bittet die Wasserschutzpolizei alle Sportbootführer und Wassersportler darum, den Kontakt mit dem Tier zu vermeiden und einen größtmöglichen Abstand zu halten.

Dabei wird die Entwicklung der Lage fortlaufend beobachtet und das weitere Vorgehen zwischen den beteiligten Behörden abgestimmt.

Sobald gesicherte Erkenntnisse zur Walart oder zum weiteren Verlauf vorliegen, erfolgen weitere Informationen.