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Tag: 23. Juli 2026

Land zeichnet Tourismusstandorte an der Ostseeküste aus

Jochen Schulte: „Mit hohen Qualitätsstandards, erfolgreicher Zusammenarbeit und gezielten Förderungen stärken wir den Tourismus in unserem Land“

Kühlungsborn – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute das Seebad Kühlungsborn, die Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg und Umlandgemeinden sowie die Tourismusorte Biendorf und Am Salzhaff ausgezeichnet.

„Mit den staatlichen Anerkennungen setzen wir ein sichtbares Zeichen für die hohe Qualität des touristischen Angebots und das große Engagement der Gemeinden. Sie zeigen zugleich, dass die Kommunen kontinuierlich in ihre touristische Infrastruktur investieren und ihre Entwicklung strategisch vorantreiben. Davon profitieren die Gäste in unserem Land ebenso wie die Menschen vor Ort“, so Staatssekretär Schulte.

Mit der erneuten Anerkennung als Seebad wird bestätigt, dass Kühlungsborn auch nach 30 Jahren sämtliche Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllt. Dazu zählen unter anderem die hervorragende Lage an der Ostsee, eine ausgezeichnete Badewasserqualität, eine leistungsfähige touristische Infrastruktur sowie vielfältige Gesundheits-, Freizeit- und Erholungsangebote.

„Kühlungsborn gehört zu den touristischen Aushängeschildern Mecklenburg-Vorpommerns und entwickelt seine Angebote kontinuierlich weiter. Diese Entwicklung unterstützen wir mit gezielten Investitionen in die touristische Infrastruktur und die Unternehmen vor Ort. So schaffen wir neue Arbeitsplätze und stärken die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nachhaltig“, sagte Staatssekretär Schulte.

Mit der erneuten Anerkennung als Seebad bestätigt das Land die hohe Qualität Kühlungsborns als Tourismusstandort. Seit 1990 wurden dort 34 touristische Infrastrukturmaßnahmen – von Strandaufgängen über Erschließungsstraßen bis hin zur Errichtung eines Konzertgartens – mit rund 27,4 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommen 66 Projekte mit einer gewerblichen Förderung in Höhe von rund 41,6 Millionen Euro, die Investitionen von über 151 Millionen Euro ermöglicht haben.

Erstmals wurde zudem die Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg und Umlandgemeinden staatlich anerkannt. Sie umfasst die Städte und Gemeinden Kühlungsborn, Rerik, Bad Doberan, Kröpelin, Nienhagen, Börgerende-Rethwisch, Bastorf, Wittenbeck und Steffenshagen. Grundlage der Anerkennung ist die enge interkommunale Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren unter anderem mit einem gemeinsamen Tourismuskonzept, der Küstenkarte und dem digitalen Urlaubsbegleiter „Küsten Guide“ weiter ausgebaut wurde. „Die Anerkennung als Tourismusregion würdigt eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Gemeinsames Marketing, abgestimmte Angebote und eine enge Kooperation schaffen einen echten Mehrwert für Gäste und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region“, sagte Staatssekretär Schulte.

Auch die Gemeinden Biendorf und Am Salzhaff erhielten erstmals die staatliche Anerkennung als Tourismusorte. Beide Kommunen verfügen über attraktive Natur- und Erholungsangebote, gut ausgebaute Rad- und Wanderwege sowie vielfältige Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten und erfüllen damit die Anforderungen des Kurortgesetzes. „Biendorf und Am Salzhaff haben ihre touristischen Potenziale in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Mit der Anerkennung erhalten beide Gemeinden eine Auszeichnung für ihre bisherige Arbeit und zugleich Rückenwind für ihre weitere touristische Entwicklung“, betonte Staatssekretär Schulte.

Mit der im Juni beschlossenen Novellierung des Kurortgesetzes werden die Qualitätsstandards für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte weiterentwickelt. Künftig werden Anerkennungen grundsätzlich für maximal 15 Jahre erteilt und neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Tourismusorte und Tourismusregionen weiter erhöht, um die hohe Qualität der touristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu sichern. Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 76 Kur- und Erholungsorte, 50 Tourismusorte sowie vier Tourismusregionen staatlich anerkannt.

Land und Kreis danken für den Waldbrandeinsatz

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Innenminister Christian Pegel und der Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte Thomas Müller danken allen beim Brand im Müritz-Nationalpark tätigen Einsatzkräften für ihre Arbeit und allen Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Ortschaften für ihre Geduld.

„Ich danke allen Einsatzkräften für ihre engagierte Arbeit. Das war ein schwer zu bekämpfender Brand, da das betroffene Gebiet durch Altmunition belastet ist. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist es gelungen, das Feuer zunächst einzudämmen und dann vollständig unter Kontrolle zu bekommen. Es zeigt sich wieder einmal: Auf unsere Feuerwehren und die weiteren Blaulichtorganisationen ist Verlass. Die seit dem großen Waldbrand bei Lübtheen vorgenommenen Verbesserungen bei der Ausstattung unserer Feuerwehren zahlen sich aus. Mein Dank gilt auch den Bewohnerinnen und Bewohnern in den von Evakuierungen betroffenen Ortschaften für ihr besonnenes Verhalten. Die Sicherheit geht vor“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Auch Landrat Thomas Müller dankte allen Einsatzkräften: „Über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus konnten wir uns auf Hilfe verlassen. Feuerwehren aus mehreren Bundesländern und die Bundeswehr unterstützten unsere Kameradinnen und Kameraden mit viel Engagement bei der Brandbekämpfung und Sicherung der Ortschaften. Ebenso danke ich den Menschen vor Ort, ihre Hilfe und Solidarität waren überwältigend. Die Akzeptanz für die Arbeit der Einsatzkräfte und die damit verbundenen Einschränkungen hat uns sehr berührt.“

„Auch mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen mit großem Engagement und hoher Professionalität diesen Waldbrand bekämpft haben. Die betroffene Fläche wird sich ökologisch wieder erholen – die Natur besitzt eine beeindruckende Regenerationskraft. Der Einsatz zeigt aber auch, dass die Munitionsaltlasten in unseren Wäldern die Brandbekämpfung erheblich erschweren. Hier erwarte ich vom Bund, dass er die Länder bei der Erkundung und Beräumung dieser historischen Altlasten deutlich stärker unterstützt. Das ist eine gesamtstaatliche Aufgabe“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Der Erfolg dieses Einsatzes resultiert aus der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen“, so Innenminister Pegel. „Die Feuerwehren, die Polizei, die Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, die Nationalparkverwaltung, der Landkreis und sein Katastrophenschutz haben ihre jeweiligen Kompetenzen zielgerichtet eingesetzt. Genau dieses Zusammenspiel zeichnet einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz aus.“ Pegel hob dabei die Arbeit des Landkreises hervor. Dieser sorgte während der gesamten Einsatzdauer für die Koordinierung der Maßnahmen, die fortlaufende Lagebe-wertung und die Abstimmung zwischen den beteiligten Be-hörden und Organisationen. „Die Entscheidungen mussten häufig unter hohem Zeitdruck getroffen und an die sich ständig verändernde Lage angepasst werden. Einsätze dieser Größenordnung lassen sich nur bewältigen, wenn Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg funktionieren.“

Die Ministerpräsidentin kündigte an, dass das Dankeschönfest für die Feuerwehren am 12. September auf der MeLa nachgeholt wird. Das alle zwei Jahre stattfindende Fest sollte ursprünglich am 27. Juni in Rostock stattfinden, musste dann aber wegen Hitze und mehrerer Brandeinsätze verschoben werden. „Wir wollen Dankeschön sagen für die engagierte Arbeit der Feuerwehren im ganzen Land. Sie sorgen dafür, dass wir alle sicher leben können und dass in Gefahrsituationen Hilfe kommt“, sagte die Ministerpräsidentin. „Beim Fest werden selbstverständlich auch die weiteren Einsatzkräfte eingeladen, die jetzt beim Feuer im Müritz-Nationalpark tätig waren.“

Gute Berufsorientierung schafft Ausbildungschancen

Bertelsmann-Studie bestätigt den Kurs des Landes: Frühzeitige Orientierung und praktische Erfahrungen stärken Ausbildungswege

Schwerin – Der erfolgreiche Übergang von der Schule in die Ausbildung ist entscheidend für die Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung in Mecklenburg-Vorpommern. Die neue Bertelsmann-Studie „Ausbildungsperspektiven 2026“ bestätigt den Kurs des Landes: Frühzeitige Berufsorientierung, praktische Erfahrungen und individuelle Begleitung sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Übergänge in Ausbildung und Beruf.

Mit einer umfassenden Beruflichen Orientierung von der Kita bis zum Abitur unterstützt Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler dabei, den passenden Berufsweg zu finden und erfolgreich in eine Ausbildung zu starten.

„Die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie zeigen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben. Die duale Ausbildung selbst hat ein gutes Image – junge Menschen wollen diesen Weg gehen und diejenigen, die bereits eine Ausbildung absolvieren, sind überwiegend sehr zufrieden.

Entscheidend ist deshalb, dass alle Jugendlichen die Chance erhalten, ihren Ausbildungsplatz zu finden. Mit unserem Konzept ‚Alle werden gebraucht! – Schulische Berufliche Orientierung für einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf‘, vielen Praxiserfahrungen und individueller Begleitung schaffen wir genau diese Voraussetzungen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Für die Studie wurden neben Schülerinnen und Schülern auch bundesweit mehr als 1.300 Auszubildende befragt. Neun von zehn Azubis sind mit ihrer Ausbildung zufrieden und würden sich erneut für ihren Ausbildungsberuf entscheiden. Gleichzeitig schätzen insbesondere junge Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz als gering ein. Handlungsbedarf besteht deshalb vor allem beim Übergang von der Schule in die Ausbildung.

Die Bertelsmann Stiftung empfiehlt mehr praktische Erfahrungen, eine verlässliche Begleitung und eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Viele dieser Empfehlungen setzt Mecklenburg-Vorpommern bereits um.

Seit dem Schuljahr 2025/26 ist das Konzept zur Beruflichen Orientierung „Alle werden gebraucht“ für alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verbindlich. „Schülerinnen und Schüler sollen noch gezielter den Beruf anstreben, der am besten ihren Neigungen entspricht“, so die Bildungsministerin. „Daher haben wir mit einem neuen Konzept die Berufliche Orientierung weiterentwickelt – für einen gelungenen Übergang in Ausbildung und Beruf.“

Das Konzept sieht vor, dass die ökonomische Bildung bereits in der Kita beginnt und in der Grundschule fortgeführt wird. In der weiterführenden Schule wir daraus die Berufliche Orientierung. „Hier sind 25 Tage für Betriebspraktika vorgesehen – so viele wie in keinem anderen Bundesland“, ergänzt Simone Oldenburg.

Auch die Arbeit in Schülerfirmen hat Mecklenburg-Vorpommern gestärkt: Die Landesregierung hat für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler eine Handreichung „Gründung und Betrieb von Schülerfirmen“ erarbeitet, damit wieder mehr Schülerfirmen entstehen können. Sie vermitteln Wissen über wirtschaftliche und unternehmerische Zusammenhänge und sind damit ein wichtiger Baustein der Beruflichen Orientierung.

Mit dem Startchancen-Programm von Bund und Ländern unterstützt die Landesregierung Angebote für Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Mecklenburg-Vorpommern erhält über einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich 17 Millionen Euro.

Ein Frühwarnsystem greift, wenn die Gefahr besteht, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler nicht versetzt wird. Schulen informieren in diesem Fall die Eltern und beraten sie zu Fördermöglichkeiten.

Zudem hat das Land Förderangebote weiter ausgebaut, damit mehr Jugendliche die Schule mit einem anerkannten Schulabschluss verlassen. Seit dem Schuljahr 2023/2024 ist der Besuch des Freiwilligen 10. Schuljahres an Regionalen Schulen und Gesamtschulen möglich. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, um die Berufsreife zu erlangen.

Darüber hinaus führt das Land ab dem Schuljahr 2026/2027 an beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil den neuen Bildungsgang „AVdual“ (Ausbildungsvorbereitung dual) ein. Das berufsvorbereitende Angebot startet mit dem Ziel, die Ausbildungschancen und die Anschlussvermittlung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die den ersten Einstieg in die Berufsausbildung noch nicht geschafft haben.

Ebenfalls zum neuen Schuljahr werden das Angebot „Produktives Lernen“ und der Modellversuch „Berufsreife dual“ in die „Praxisorientierte Berufsreife“ überführt. Statt zwei parallelen Angeboten gibt es jetzt ein Angebot, das die Vorzüge beider vereint.

Gemeinsam mit dem Landesausschuss für Berufsbildung hat die Landesregierung zudem in diesem Schuljahr die Arbeitsgruppe „Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege“ initiiert, um partnerschaftlich tragfähige Strategien und Angebote zu entwickeln und bestehende Konzepte zu schärfen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Übergänge von der Schule in die berufliche Bildung weiter verbessert und die Potenziale von Schülerinnen und Schülern im Übergangssektor besser genutzt werden können. Land und Landesausschuss für Berufsbildung sind sich einig, dass auch diese Jugendlichen wichtig für die Fachkräftesicherung sind und enger begleitet werden müssen.