Menü Schließen

Tag: 22. Juli 2026

Neues Ticketangebot der Deutschen Bahn

Dr. Blank: „Das ist ein echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler in M-V. Der Fernverkehr in M-V wird attraktiver“

Schwerin – Die Deutsche Bahn hat das Ticketangebot in Mecklenburg-Vorpommern erweitert: In einer zunächst bis Ende 2026 befristeten Pilotphase können Inhaberinnen und Inhaber eines Deutschland-Tickets, eines Seniorentickets MV und eines Azubitickets MV vergünstigt Mehrfahrten-Tickets für den Fernverkehr der Deutschen Bahn innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns und nach Hamburg kaufen und damit ganztägig IC- und ICE-Züge nutzen.

„Für die Berufspendlerinnen und -pendler und alle Vielfahrer in unserem Land kann das ein attraktives Angebot sein. Ich bin froh, dass die Bahn dieses neue Ticketangebot bei uns in Mecklenburg-Vorpommern anbietet“, erklärte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Das Land und die Deutsche Bahn haben in den vergangenen Jahren verschiedene Schritte unternommen, um den Fernverkehr in Mecklenburg-Vorpommern attraktiver zu gestalten und die Mobilität zu verbessern. So können Fahrgäste schon seit einigen Jahren den Fernverkehr zwischen Rostock und Stralsund auch mit Nahverkehrstickets, wie dem Deutschland-Ticket, dem Azubi-Ticket MV und dem Senioren-Ticket MV nutzen. Zuletzt war mit der Deutschen Bahn außerdem vereinbart worden, dass Inhaberinnen und Inhaber dieser Tickets jeweils morgens und abends die IC- und ICE-Züge auf der wichtigen Pendlerverbindung Schwerin-Rostock-Hamburg ohne Aufpreis nutzen können.

„Nachdem wir bereits die Nutzung des Deutschland-Tickets auf der Strecke Schwerin-Rostock-Hamburg zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends ermöglicht haben, ist das neue Ticketangebot ein weiterer echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler in M-V. Sie können jetzt über den ganzen Tag schneller und günstiger ans Ziel kommen. Das ist ein weiterer Baustein für eine moderne und alltagstaugliche Mobilität in unserem Land“, so Dr. Blank.

Das neue Angebot basiert auf bestehenden 10er- und 20er-Mehrfahrten-Tickets der Deutschen Bahn und wird vollständig digital vertrieben. Mehrfahrten-Tickets gelten auf festgelegten Strecken ohne Zugbindung und können flexibel innerhalb eines Monats genutzt werden.

Land fördert Weiterbildungen für Kita-Fachkräfte

Rund 200 Kita-Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen besuchen Fortbildungen zur Sprachbildung

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern unterstützt auch weiterhin die Fortbildung von Kita-Fachkräften und Kindertagespflegepersonen. Im Jahr 2026 investiert das Land dafür rund 62.000 Euro. Schwerpunkt der Fortbildungen wird auch zukünftig die Sprachbildung in der Kindertagesförderung sein. Durchgeführt werden die Fortbildungen von der Weiterbildungseinrichtung „Schabernack – Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe e. V.“.

„Die Lütten in ihrer Sprachentwicklung gut zu begleiten, ist enorm wichtig. Sprache ist der Schlüssel zur Welt, zu Bildung, zu Teilhabe und zu mehr Chancengerechtigkeit. Daher danke ich allen pädagogischen Fachkräften und Kindertagespflegepersonen, die sich in Schulungen fortbilden, um die Kleinsten noch besser fördern zu können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Im vergangenen und laufenden Jahr haben sich insgesamt 200 Kita-Fachkräfte sowie Kindertagespflegepersonen im Bereich der Sprachbildung fortgebildet. Fast 40 Eltern haben sich seit 2025 für das E-learning „Elternräte“ angemeldet. In Zukunft sollen die Fortbildungen zur Sprachbildung nicht nur vor Ort in Güstrow, sondern auch digital angeboten werden. „Damit möchten wir in unserem Flächenländ noch mehr Fachkräfte erreichen und ihnen die Möglichkeit geben, sich fortzubilden“, sagte Oldenburg.

Zu den Weiterbildungsmöglichkeiten gehören unter anderem die Veranstaltungen „Etappen im Spracherwerb – Spannende Herausforderungen und Möglichkeiten im Kindergaltenalter“ oder auch „Frag mich! Erzählen, Plaudern, Fantasieren… –  Die Welt der Sprache spielerisch entdecken“.

Fördermittel für 48 Stauanlagen und 300.000 Euro für Bibermanagement

Malchin – Im Rahmen seiner Sommertour besucht Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, heute den Wasser- und Bodenverband Obere Peene in Malchin. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in den Wasserrückhalt der Landschaft, den Moorklimaschutz sowie die enge Zusammenarbeit des Landes mit den Wasser- und Bodenverbänden als zentrale Partner einer zukunftsfähigen Wasserbewirtschaftung.

Bei einem Vor-Ort-Termin an einer sanierungsbedürftigen Stauanlage in Zettemin sowie beim anschließenden Jahresgespräch mit dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände übergibt Minister Backhaus Förderunterlagen für zwei wichtige Landesprogramme.

„Wasser ist unsere wichtigste Zukunftsressource. Jeder Liter, den wir heute in der Landschaft halten, stärkt den Moorklimaschutz, hilft der Landwirtschaft, schützt unsere Gewässer und macht Mecklenburg-Vorpommern widerstandsfähiger gegen Dürre und Starkregen. Deshalb investieren wir gezielt in eine moderne Wasserinfrastruktur und unterstützen die Wasser- und Bodenverbände als starke Partner bei dieser Aufgabe“, sagte Backhaus.

48 Stauanlagen schaffen Voraussetzungen für mehr Wasserrückhalt

Mit den heute übergebenen Verträgen können zehn Wasser- und Bodenverbände die bewilligten Landesmittel für die Sanierung und den Neubau von insgesamt 48 Stauanlagen abrufen und mit der Umsetzung ihrer Projekte beginnen. Dafür stehen in der ersten Förderrunde rund 1,39 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Klimaschutz und Landwirtschaft zur Verfügung. Insgesamt umfasst das Landesprogramm ein Fördervolumen von zwei Millionen Euro.

Die Förderung umfasst die Grundsanierung bestehender Stauanlagen, Ersatzneubauten sowie die Errichtung neuer Anlagen einschließlich notwendiger Planungsleistungen, Genehmigungen und Wasserstandsmessstellen. Ziel ist es, insbesondere auf kohlenstoffreichen Moorstandorten die Voraussetzungen für höhere Wasserstände zu schaffen und damit Wasser länger in der Landschaft zu halten. Nach derzeitigen Schätzungen können dadurch auf rund 1.350 Hektar Moorfläche die Voraussetzungen für eine Wiedervernässung geschaffen werden.

„Dass bereits in der ersten Förderrunde fast zwei Drittel der verfügbaren Mittel gebunden sind, zeigt den enormen Handlungsbedarf. Gleichzeitig beweist die hohe Nachfrage, dass unsere Wasser- und Bodenverbände bereit sind, Verantwortung für Klimaanpassung, Moorschutz und Wassermanagement zu übernehmen. Dieses Engagement unterstützen wir mit Nachdruck“, so Backhaus.

Besonders erfreulich sei, dass sich die Befürchtung nicht bestätigt habe, die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie stünden einer Förderung grundsätzlich entgegen. Die große Mehrheit der eingereichten Projekte konnte positiv bewertet werden. Dies zeige, dass Wasserwirtschaft, Moorschutz und Naturschutz gemeinsam gedacht und erfolgreich umgesetzt werden können.

Land setzt Unterstützung beim Bibermanagement fort

Im zweiten Teil der Veranstaltung übergibt Minister Backhaus einen Förderbescheid über 300.000 Euro für das Jahr 2026. Mit den Mitteln unterstützt das Land die Wasser- und Bodenverbände bei den zusätzlichen Kosten, die durch den Biber bei der Gewässerunterhaltung entstehen. Die Förderung wurde trotz der angespannten Haushaltslage auch für den Doppelhaushalt 2026/2027 gesichert.

„Der Biber gehört zu unserer heimischen Tierwelt und ist ein Erfolg des Artenschutzes. Gleichzeitig verursacht er erhebliche Mehraufwendungen bei der Unterhaltung unserer Gewässer. Mit der Förderung sorgen wir dafür, dass Artenschutz und eine funktionierende Gewässerunterhaltung kein Widerspruch sind, sondern miteinander in Einklang gebracht werden können“, erklärte der Minister.

Zugleich kündigt Backhaus an, die angekündigte Novellierung der Biberverordnung noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg zu bringen. Dabei sollen zahlreiche Anregungen der Wasser- und Bodenverbände aufgegriffen werden, um Verfahren weiter zu vereinfachen und die praktische Arbeit vor Ort zu erleichtern.

Wasser- und Bodenverbände sind unverzichtbare Partner

Beim anschließenden Jahresgespräch stehen unter anderem die Umsetzung des neuen Landeswasserrechts, der Moorklimaschutz, die Ausbildung von Fachkräften, Fragen der Gewässerunterhaltung sowie aktuelle Förderprogramme im Mittelpunkt. Das Land setzt dabei weiterhin auf die enge Zusammenarbeit mit den 27 Wasser- und Bodenverbänden in Mecklenburg-Vorpommern, die eine Schlüsselrolle bei der Unterhaltung von Gewässern, dem Hochwasserschutz, dem Wasserrückhalt und der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen einnehmen.

Zum Abschluss betonte Backhaus: „Die Wasser- und Bodenverbände leisten heute weit mehr als klassische Gewässerunterhaltung. Sie gestalten aktiv den natürlichen Klimaschutz, sichern den Wasserrückhalt in der Fläche und tragen dazu bei, unsere Kulturlandschaften widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Wer über Klimaanpassung spricht, muss deshalb auch in eine leistungsfähige Wasserwirtschaft investieren. Mecklenburg-Vorpommern geht diesen Weg konsequent weiter.“

Mecklenburg-Vorpommern bundesweit Spitze bei Kassen-Nachschauen

Schwerin – Jahr 2025 haben die Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 796 Kassen-Nachschauen durchgeführt. Bezogen auf den Gesamtbetriebsbestand entspricht dies einer Nachschauquote von 0,65 Prozent. Damit lag Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich an der Spitze.

Auch im laufenden Jahr setzt die Steuerverwaltung ihren konsequenten Kurs fort. Für 2026 wurde ein Orientierungswert von 831 Kassen-Nachschauen festgelegt. Dies entspricht einer Nachschauquote von 0,68 Prozent bezogen auf den Gesamtbetriebsbestand des Landes.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärt dazu: „Unsere Steuerverwaltung arbeitet engagiert und erfolgreich für mehr Steuergerechtigkeit. Dass Mecklenburg-Vorpommern bei den Kassen-Nachschauen bundesweit an der Spitze steht, zeigt: Wir nutzen dieses Instrument konsequent. Ehrliche Unternehmen dürfen nicht benachteiligt werden, weil sich einzelne durch Steuerbetrug Wettbewerbsvorteile verschaffen wollen.“

Kassen-Nachschauen sind ein wirksames Instrument zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, insbesondere in bargeldintensiven Branchen. Sie ermöglichen es der Finanzverwaltung, die Ordnungsmäßigkeit von Kassenaufzeichnungen unangekündigt zu überprüfen und Manipulationen frühzeitig aufzudecken.

Der Minister begrüßt zugleich den von der Bundesregierung vorgelegten Aktionsplan zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität. Dieser sieht unter anderem eine bundesweite Registrierkassenpflicht sowie weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerbetrug und zur Stärkung der Steuerfahndung vor. Zugleich setzt der Aktionsplan auf eine Vereinfachung des Steuerrechts durch mehr Typisierung und Pauschalierung.

„Der Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität setzt ein wichtiges Signal: Härte gegenüber Steuerkriminalität und Entlastung für die Ehrlichen gehören zusammen. nders wichtig finde ich den geplanten Schritt zu mehr Typisierung und Pauschalierung. Ein einfacheres Steuerrecht schafft Akzeptanz, spart Zeit und stärkt das Vertrauen in unseren Staat“, sagt Minister Dr. Geue.

Mecklenburg-Vorpommern beschließt Beitritt zum Zweckverband eGo-MV

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird Mitglied im kommunalen Zweckverband eGo-MV und setzt damit ein klares Zeichen für eine engere und verbindlichere Zusammenarbeit von Land und Kommunen bei der Digitalisierung der Verwaltung. Der geplante Beitritt unterstreicht den gemeinsamen Anspruch, die Digitalisierung künftig noch stärker als Gemeinschaftsaufgabe zu gestalten.

„Ich will keine einsamen digitalen Leuchttürme. Mir sind gemeinsame digitale Lösungen wichtig, mit denen wir Standards schaffen, in der Verwaltung schneller werden und einen digitalen Technologiepfad zu mehr Unabhängigkeit beschreiten. Mit dem Beitritt zum kommunalen Zweckverband eGo-MV schaffen wir auf Augenhöhe eine noch engere Verbindung zwischen Landes- und Kommunalverwaltung. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer schnelleren, bürgernäheren und wirtschaftsfreundlichen Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern,“ sagt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Von der Mitgliedschaft werden sowohl das Land als auch die Kommunen profitieren. Sie stärkt die gemeinsame Steuerung einer souveränen und sicheren informationstechnischen Infrastruktur, erleichtert die Entwicklung belastbarer und effizienter Verwaltungsprozesse und schafft bessere Voraussetzungen, um auf neue Anforderungen flexibel reagieren zu können. Gleichzeitig unterstützt sie eine konsequente Ausrichtung öffentlicher Dienstleistungen an den Bedürfnissen von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft.

„Der Zweckverband eGo‑MV ist seit 2006 die gemeinsame Instanz und zentraler Ansprechpartner mittlerweile fast aller Kommunalverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und verfolgt den klaren Auftrag, die Kommunen mit praxistauglichen Lösungen zu unterstützen und zentrale Infrastrukturen verlässlich bereitzustellen. Dass das Land nun seine Beitrittserklärung übergeben hat, ist für uns ein wichtiges Signal: Die Zusammenarbeit wird verbindlicher, Entscheidungswege werden kürzer und wir können Aufgaben, die Land und Kommunen gleichermaßen betreffen, künftig noch besser gemeinsam organisieren. Für uns als Verband ist das ein konsequenter Schritt, der die kommunale Perspektive stärkt und die Digitalisierung im Land insgesamt stabiler und planbarer macht“, erläutert Verbandsvorsteher Christian Schulenburg.

Mit dem Beitritt können die Leistungsangebote des eGo-MV von allen Landesbehörden direkt in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus werden gemeinsame Umsetzungsprojekte, beispielsweise im Bereich der Registermodernisierung, deutlich erleichtert.