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Tag: 23. September 2026

Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr

Schwesig: KölnRheinRuhr und Berlin setzen bei Olympia auf Rostock

Schwerin – Rostock-Warnemünde ist als Segelrevier Bestandteil der Olympia-Bewerbung von KölnRheinRuhr. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt morgen in Berlin an einem Termin mit dem Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer zur Olympiabewerbung KölnRheinRuhr teil. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung können Sie der beigefügten Pressemitteilung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen entnehmen.

„Nach Berlin haben wir auch KölnRheinRuhr mit unserem Segelrevier in Rostock überzeugen können“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Rostock-Warnemünde bringt alles mit für olympische Wettbewerbe: eine traumhafte Kulisse an der Ostsee, hervorragende Segelbedingungen und eine moderne, bereits vorhandene Infrastruktur.“

Rostock wisse, wie große maritime Events zu organisieren seien, „und zwar sicher, professionell und mit den Menschen“, sagte Oberbürgermeistern Eva-Maria Kröger. Olympische Segelwettbewerbe in Rostock-Warnemünde wären deshalb weit mehr als ein sportliches Highlight: „Sie wären ein starkes Signal für den Standort Rostock und ein sichtbarer Beweis, dass wir auch auf höchstem internationalen Niveau Gastgeber sein können, mit dem starken Blick für Athletinnen und Athleten, für den Segelsport und für die Menschen hier vor Ort.“

Mit dem Zuschlag von KölnRheinRuhr haben sich die Chancen für MV verdoppelt, sagte Sportministerin Stefanie Drese. „Berlin und KölnRheinRuhr wissen, dass Rostock-Warnemünde eine hervorragende Wahl für die Segelwettbewerbe ist. Wir verfügen nicht nur über ein erstklassiges Segelrevier und eine gute Verkehrsanbindung, sondern mit den Yachthäfen Mittelmole und Hohe Düne sowie mit der neu gebauten Sportschule Warnemünde auch über exzellent ausgestattete maritime Infrastruktur. Das trägt dazu bei, dass Olympische und Paralympische Spiele in Berlin oder KölnRheinRuhr tragfähig, bezahlbar und nachhaltig sind.“

Der Präsident des Landessportbundes Andreas Bluhm ergänzte: „Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland würden der Sportentwicklung überall einen großen Impuls verleihen. Mit besten sportfachlichen Voraussetzungen, großer Nachhaltigkeit und idealen Bedingungen für Athleten und Zuschauer ist Rostock-Warnemünde die erste Wahl. Schön, dass das KölnRheinRuhr und Berlin genauso sehen.“

Am 26. September entscheidet der DOSB auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung über den deutschen Bewerber. Im Rennen sind Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr.

3. Akademischer Abend des Sanitätsunterstützungskommandos

Grimm: „Gesundheitsversorgung muss auch in der Krise funktionieren“

Neubrandenburg – Die Gesundheitsversorgung muss auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig bleiben. Darauf hat Gesundheits-Staatssekretärin Sylvia Grimm beim 3. Akademischen Abend des Sanitätsunterstützungskommandos in Neubrandenburg hingewiesen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Bundeswehr und weiteren Akteuren für die Versorgung in Krisen- und Gefahrenlagen.

„Die veränderte geopolitische Lage, hybride Bedrohungen und Cyberangriffe, wie wir sie zum Beispiel schon in Greifswald, Hagenow und Ludwigslust erfahren mussten, aber auch Pandemien, Stromausfälle und Naturkatastrophen stellen das Gesundheitswesen vor wachsende und häufiger werdende Herausforderungen“, hob Grimm hervor. „Darauf müssen wir uns vorbereiten, denn im Notfall zählt jede Minute. Deshalb entwickeln wir zügig Pläne weiter, um die Versorgung auch dann aufrechtzuerhalten, wenn die regulären Strukturen an ihre Grenzen kommen. Resilienz entsteht nicht auf dem Papier, sondern dort, wo Menschen, Strukturen und Verantwortlichkeiten bereits vor der Krise zusammenfinden“, so die Staatssekretärin.

Der regelmäßige Austausch aller Beteiligten trage hierzu bei, zeigte sich Grimm überzeugt. Denn die Krisenvorsorge sei äußerst vielfältig und müsse die gesamte Versorgungskette im Blick behalten. „Dazu gehören neben der primären Versorgung, an die viele reflexartig zuerst denken, natürlich auch Aspekte wie Logistik und Lieferketten, Labore, Apotheken, der öffentliche Gesundheitsdienst und Dienstleister etwa für Pflege, Rehabilitation und Sanitätsmittel“, so Grimm.

Zuallererst gefordert sei hierbei der Bund, z.B. mit dem angekündigten Gesundheitssicherstellungsgesetz, das die Versorgung in Krisen- und Verteidigungslagen gewährleisten soll.

„Krisen halten sich nicht an Ländergrenzen. Deshalb hoffen wir, dass das Gesetz Regelungen zu klaren Zuständigkeiten enthält, Schnittstellen definiert und Strukturen zur Vorsorge ermöglicht, die die Länder auch praktisch umsetzen können. „Auch die Finanzierung wird zu klären sein, denn ein Plan in der Schublade macht allein noch kein System resilient“, unterstrich die Staatssekretärin.

In Mecklenburg-Vorpommern habe sich das Land im Gesundheitsbereich bereits auf den Weg gemacht, verwies Grimm auf das seit knapp einem Jahr geltende neue Landeskrankenhausgesetz. Es enthält erstmals einen eigenen Abschnitt zu Notfallversorgung und besonderen Gefahrenlagen und verpflichtet Krankenhäuser zu einer umfassenden Vorsorge.

„So müssen Krankenhäuser ihrem Versorgungsauftrag entsprechend Krankenhausalarm- und -einsatzpläne erstellen und regelmäßig fortschreiben“, verdeutlichte Grimm. Die Pläne müssen unter anderem Szenarien wie einen Massenanfall von Verletzten und Erkrankten, CBRN-Gefahrenlagen, Naturgefahren, den Ausfall der Informationstechnik oder kritischen Personalmangel berücksichtigen. Vorgeschrieben sei zudem die Abstimmung mit Katastrophenschutzbehörden, Gesundheitsämtern, Rettungsleitstellen, Polizei und benachbarten Krankenhäusern.

Darüber hinaus sieht das Gesetz Vorsorge für den Ausfall zentraler Versorgungsstrukturen vor, unter anderem eine Stromversorgung mit einer Versorgungsgarantie von 72 Stunden sowie Regelungen zur Bevorratung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und gegebenenfalls Sanitätsmaterial.

„Wir haben damit einen wichtigen Schritt gemacht: Krankenhäuser sollen nicht erst reagieren, wenn die Krise da ist, sondern sich systematisch auf besondere Gefahrenlagen vorbereiten. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorgaben gemeinsam umzusetzen und die Zusammenarbeit über Zuständigkeits- und Ländergrenzen hinweg weiter zu stärken“, so Grimm.