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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Wirtschaftspreis VORSPRUNG verliehen

Berlin – Das Unternehmen EMH metering GmbH & Co. KG aus Valluhn-Gallin ist am Mittwoch (15.05.) in Berlin mit dem Wirtschaftspreis VORSPRUNG des Ostdeutschen Wirtschaftsforums (OWF) im Bundeskanzleramt ausgezeichnet worden. Der Preis wird jedes Jahr an herausragende Unternehmenspersönlichkeiten vergeben. Schirmherr des VORSPRUNG ist Carsten Schneider, Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland.

„Die Preisverleihung an die EMH metering ist eine große Auszeichnung für die Leistungen des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden und zugleich eine tolle Bestätigung für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Das Unternehmen kann inzwischen bei den Entwicklungen im Stromzählerbereich auf mehr als 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen und hat sich als international gefragter Speziallist bewiesen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Das Unternehmen EMH metering GmbH & Co. KG wurde 1991 unter dem Namen EMH Elektrizitätszähler GmbH & Co. KG in Wittenburg gegründet. Im Jahr 2010 erfolgte eine Umbenennung zur EMH metering GmbH & Co. KG, um dem erweiterten Produktportfolio sowie der internationalen Nachfrage des Unternehmens gerecht zu werden. Im Jahr 2011 wurde die Produktion von EMH metering aufgrund des Unternehmenswachstums von Wittenburg nach Valluhn-Gallin verlagert.

Unternehmensgegenstand ist die Entwicklung, die Fertigung und der Vertrieb von vollelektronischen Elektrizitätszählern, wobei die EMH metering GmbH & Co. KG über eine breite Produktpalette von Spezialzählern im EVU-Bereich bis hin zu Eintarifzählern im Haushaltsbereich und Industriezählern im Industrie- und Gewerbebereich verfügt. „Ein Teil der unternehmerischen Erfolgsgeschichte ist die stete Investition in Forschung und Entwicklung. Dies führt im Ergebnis zu neuen wettbewerbsfähigen Produkten, die zu attraktiven Arbeitsplätzen führen“, sagte Schulte.

Das Unternehmen hat in der Vergangenheit vier Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einer Investitionssumme in Höhe von mehr als 1,4 Millionen Euro durchgeführt, die vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 650.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt wurden.

Das Vorschlagsrecht für die Nominierungen hat ein Gremium aus Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Investitions- und Bürgschaftsbanken sowie Landesvertretungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in den sechs ostdeutschen Bundesländern, die jeweils eine Anzahl an etablierten Unternehmen und Start-up aus den jeweiligen Bundesländern nominieren. Danach entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus Vertretern von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsmedien über die Auszeichnung. Dabei wird je ein Preis pro Bundesland vergeben; ein Zusatzpreis geht an ein Start-Up.

Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum ist ein Projekt der Standortinitiative Deutschland – Land der Ideen. Die Initiative wurde 2006 anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), gegründet.

Kinder- und Jugendschutzkonferenz M-V

Güstrow – In Güstrow tauschen sich heute rund 400 Fachleute aus den Bereichen Jugendhilfe, Bildung, Polizei, Justiz, Gesundheitswesen und Sport auf der 17. Kinder- und Jugendschutzkonferenz des Landes aus. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Alle Kinder und Jugendlichen im Blick?!“ und bietet neben mehreren Fachvorträgen 17 Workshops, in denen fachübergreifend zu verschiedenen Themen gearbeitet wird.

„Der Titel der Konferenz ist Auftrag und Herausforderung zugleich“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese zur Eröffnung in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes. „Für einen funktionierenden und unterstützungsorientierten Kinderschutz brauchen wir die fachübergreifende Zusammenarbeit von allen Akteuren, die in Ausübung ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen kommen“, so Drese.

Die Kinder- und Jugendschutzkonferenz leiste einen wichtigen Beitrag zur Weiterbildung und Vernetzung, so Drese. Die Ministerin hob hervor, dass das Land in den vergangenen Jahren zusammen mit Organisationen, Einrichtungen und Fachkräften zahlreiche Maßnahmen ergriffen habe, um den Kinderschutz in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern.

Als Beispiele benannte Drese die Landesprogramme Frühen Hilfen und Familienhebammen, die Kontaktstelle Kinderschutz, das Projekt KipsFam oder die Kinderschutzhotline des Landes. „Mit dem Bündnis Kinderschutz konnte in MV zudem ein großes Netzwerk zwischen Akteurinnen und Akteuren in der Kinder- und Jugendhilfe etabliert werden“, so die Ministerin. Prävention und Früherkennung seien ebenso wichtig, wie Qualifizierung und Vernetzung.

Drese gab bekannt, dass die Landesregierung die Arbeit an einem Kinderschutzgesetz aufgenommen habe und das Sozialministerium noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen werde. „Mit einem eigenständigen Kinderschutzgesetz wollen wir die Rechte von Kindern und Jugendlichen stärken und die Aufklärungsarbeit und Aufmerksamkeit rund um den Kinderschutz fördern“, verdeutlichte die Ministerin.

Es gehe zudem um die Sicherung fachlicher Standards und Verbesserung der fachübergreifenden Vernetzung, der konzeptionellen Weiterentwicklung sowie der Qualifizierung von Fachkräften. So solle der Schutzauftrag auf örtlicher Ebene und die Qualitätsentwicklung mit diesem Gesetz wirksam unterstützt werden

„Unser Anspruch in Mecklenburg-Vorpommern ist es, beim Thema Kinderschutz mit einem eigenem Kinderschutzgesetz eine Spitzenrolle im Bundesvergleich einzunehmen“, sagte Drese. „Gleichzeitig gilt: Kinderschutz kann nie genug sein. Es handelt sich um ein lernendes System, in dem unser aller Anspruch immer sein wird und sein muss, noch mehr zu tun und es noch besser zu machen.“

Jugendliche engagieren sich für Umweltschutz

Neustrelitz – Minister Dr. Till Backhaus hat heute in Neustrelitz im Rahmen der Europawoche MV die Zertifikate des ersten Willy-Cups an 18 Schülerinnen und Schüler aus Polen, Norwegen und Deutschland übergeben. Der Wettbewerb der norwegisch-deutschen Willy-Brandt-Stiftung fand in Kooperation mit dem Gymnasium Carolinum seit Sonntag statt.

Die Jugendlichen beschäftigten sich während ihres Aufenthaltes im Schulcamp Babke mit naturwissenschaftlichen Fragen, indem sie praktische Aufgaben lösten, die der Erhaltung der Ökosysteme im Schulwald des Carolinums dienen. Unterstützt wurde der Wettbewerb vom Schulverein Carolinum e.V. und der gemeinnützigen Stiftung Wälder für Morgen.

Jede Gruppe bestand aus je zwei norwegischen, polnischen und deutschen Teilnehmern. Die erste Gruppe befasste sich mit Waldmanagement und Klimaschutz in Wesenberg. Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit Offenlandmanagement und Biodiversitätsschutz in Pieverstorf. Bei Gruppe drei ging es um Feuchtgebietsmanagement und Klimaschutz in Blankenförde. Ihre Ergebnisse präsentierten die Schülerinnen und Schüler heute in der Aula des Carolinums.

„Es ehrt mich, heute hier sein zu dürfen, handelt es sich doch um den ersten Willy-Cup überhaupt, der zu Ehren von Willy Brandt ausgetragen wird. Die wenigsten wissen, dass er nicht nur ein großer Staatsmann, sondern auch ein engagierter Umweltschützer war.

Beim Willy-Cup geht es um die Förderung innovativer Konzepte für Nachhaltigkeit, Natur- und Umweltschutz. Aber nicht nur das. Die Aktivitäten der vergangenen Tage zielten darauf ab, die Schülerinnen und Schüler für die Zerstörung natürlicher Ökosysteme und den Klimawandel zu sensibilisieren. Gleichzeitig hatten sie die Möglichkeit, selbst Teil der notwendigen Lösungen zu werden.

Das trägt zu einem ganzheitlichen Verständnis der ökologischen, ökonomischen und sozialpolitischen Aspekte von Ökosystemen in Zeiten des Klimawandels bei. Die Schülerinnen und Schüler wurden angeregt, Zukunftsvisionen kritisch zu diskutieren und sich an konkreten Beispielen mit der Nutzung und Verteilung von natürlichen Ressourcen zu befassen.

Indem sie ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen präsentieren, fungieren die jungen Leute auch als Multiplikatoren und Botschafter, die sich für eine nachhaltige Nutzung der Natur in ihrer jeweiligen Region einsetzen. Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Zentrale Veranstaltung zum Museumstag

Mecklenburg-Vorpommern richtet zentrale Veranstaltung zum Museumstag aus – Bürgerfest in Stavenhagen

Stavenhagen – Der Internationale Museumstag wird in Deutschland in diesem Jahr in der Reuterstadt Stavenhagen begangen. Seit 20 Jahren ist es Tradition, dass die Präsidentinnen und Präsidenten des Bundesrates die Schirmherrschaft in Deutschland für diesen Tag übernehmen und die Eröffnungsveranstaltung in ihrem Bundesland stattfindet. Der Museumstag findet in diesem Jahr unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ statt.

Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig: „Die Museen sind maßgeblicher Bestandteil von Kunst und Kultur in unserem Land. Museen sind wichtige Einrichtungen, die Geschichte und Geschichten vermitteln. Sie sind Orte des Lernens und Erinnerns, der Freude und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Am 19. Mai begehen wir den Internationalen Museumstag.

Sehr gern habe ich als Präsidentin des Bundesrates die Schirmherrschaft für den Internationalen Museumstag übernommen. Ich freue mich sehr, dass wir den Internationalen Museumstag in der Reuterstadt Stavenhagen begehen. Wir wollen auf diese Weise das große Engagement für die kommunalen Museen bei uns im Land und die Arbeit der vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würdigen.“

Der Festakt zum Museumstag beginnt am 19. Mai um 11.30 Uhr im Schloss Stavenhagen. Einlass zum Bürgerfest im Schloss ist um 12.00 Uhr.

Das Museumsjahr 2024 steht national wie international im Zeichen der Würdigung von Leben und Werk des Malers Caspar David Friedrich anlässlich seines 250. Geburtstages. Zahlreiche Museen in Deutschland nehmen in ihren Programmen darauf Bezug.

Die Plattform des Deutschen Museumsbundes für diesen Tag https://www.museumstag.de/ auf der sich die Museen in Deutschland mit ihren Programmen präsentieren können, zeigt die Breite und Vielfältigkeit dessen, was hierzulande in der Museumslandschaft entdeckt werden und wieviel Freude dies bereiten kann.

Internationaler Tag der Familie

Drese macht auf Unterstützungsangebote in MV aufmerksam

Schwerin – Für werdende Eltern, Familien sowie Kinder und Jugendliche gibt es eine Vielzahl an sozialen Unterstützungsangeboten in Mecklenburg-Vorpommern. Sozialministerin Stefanie Drese rät dazu, sich bei Fragen, Unsicherheiten oder in schwierigen Situationen nicht davor zu scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Es gibt regionale Angebote für Familien in nahezu allen Lebenslagen“, betont Drese zum Internationalen Tag der Familien am 15. Mai.

Drese verweist unter anderem auf das Frühe Hilfen-Netzwerk in MV: „Durch Angebote wie die Frühen Hilfen erhalten werdende und junge Eltern, die noch unsicher oder überfordert sind mit dem neuen Lebensabschnitt, eine individuelle und bedarfsgerechte Begleitung.“ Die Frühen Hilfen würden eine fachübergreifende Unterstützung rund um die Schwangerschaft und die Entwicklung von Kindern verbinden, so Drese.

Bereits seit 2008 können sich Eltern in besonderen Lebenslagen nach der Geburt zudem durch Familienhebammen sowie Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen begleiten lassen. „Das Besondere bei diesem Angebot ist, dass die Fachkräfte direkt zu den Familien nach Hause kommen, um dort zu schauen, an welchen Stellen Hilfe benötigt wird“, macht Drese deutlich. Oberste Priorität habe dabei ein sehr vertrauensvoller und nicht-stigmatisierender Umgang.

Familien mit bereits etwas älteren Kindern können sich bei Problemen mit dem Partner bzw. der Partnerin oder bei der Erziehung an die kostenfreien Erziehungs- und Familienberatungen im Land wenden. „Im Familienleben kann es immer wieder zu Herausforderungen kommen“, so Drese. „Die Beratungsmöglichkeit ist eine wichtige Anlaufstelle zum Beispiel bei Fragen zur Erziehungsverantwortung, Partnerschaft oder bei einer Trennung“, so Drese weiter.

Darüber hinaus gebe es unter anderem über die Stiftung „Hilfen für Frauen und Familien“ die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zu erhalten. „Die Stiftung unterstützt Familien, die ihren Lebensunterhalt im Zuge der Geburt eines Kindes trotz gesetzlicher Hilfsleistungen nicht auskömmlich bestreiten können“, erklärt Drese. Die Antragsstellung erfolgt über die Schwangerschaftsberatungsstellen im Land.

Umfassende Informationen zu allen Beratungsangeboten und Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung stellt die durch das Sozialministerium geförderte Familieninfo Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.familieninfo-mv.de/ zur Verfügung. „Die Familieninfo sollten Bürgerinnen und Bürger kennen und weiterempfehlen. Das Portal bündelt alle relevanten Themen, Informationen und Leistungen für Familien im Land“, betont Drese.

In MV leben 207.000 Familien. Rund 160.000 davon sind Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Es gibt 38.000 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren, davon sind rund 33.000 alleinerziehende Mütter. Statistisch besteht eine Familie in MV durchschnittlich aus 3,26 Familienmitgliedern. Die meisten Familienmitglieder haben Familien in Brandenburg mit 3,5 die wenigsten in Sachsen-Anhalt mit 3,22 Mitgliedern.

Der Familienbegriff umfasst in der Statistik alle Eltern-Kind-Gemeinschaften. Damit besteht eine Familie immer aus zwei Generationen: Eltern/-teile und im Haushalt lebende Kinder.

Fünfter Arbeitsschutztag für M-V

Güstrow – In Güstrow fand heute der 5. Arbeitsschutztag für Mecklenburg-Vorpommern statt. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Frage, wie es gelingen kann, Arbeitsschutz gleichermaßen strategisch, systematisch und effektiv im Betrieb oder in der Behörde zu organisieren. Über 200 Fachleute kamen zu dieser vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) organisierten Fachtagung in die Fachhochschule Güstrow.

Eröffnet wurde der Arbeitsschutztag von Gesundheits- und Sozialministerin Stefanie Drese. „Gesunde und motivierte Beschäftigte sind eine wichtige Voraussetzung für Erfolg in Wirtschaft und Verwaltung. Gleichzeitig stehen wir mitten im größten Wandel in der Arbeitswelt seit der industriellen Revolution. Verbunden damit ist eine Vielzahl von Herausforderungen. Eine ganz maßgebliche davon ist die ständige Weiterentwicklung und Integration neuer Technologien in unsere Arbeitsumgebungen.

Während die digitale Revolution zweifellos viele Vorteile bietet, bringt sie auch neue Risiken und Belastungen mit sich, die wir berücksichtigen müssen“, betonte die Ministerin in Güstrow. Ob Firmeninhaber, Personalverantwortliche oder Fachkräfte für Arbeitssicherheit: alle müssen an einem Strang ziehen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern“, sagte Drese. Auch dies gehöre zum Ringen um die besten Köpfe und Hände im Land.

„Die große Resonanz auf unseren Arbeitsschutztag auch bei seiner fünften Auflage zeigt, dass kleine und große Unternehmen das Angebot der kompakten Information und Fortbildung und des direkten Austauschs vor Ort gern nutzen und zu schätzen wissen“, sagt Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. Für gut die Hälfte der Gäste ist es mindestens die zweite Teilnahme am Arbeitsschutztag, den das LAGuS im Jahr 2015 ins Leben gerufen hat.

„Wir haben das Programm bewusst so gestaltet, dass darin die aktuellen gesetzlichen Neuerungen genauso Platz finden wie die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt, beispielsweise die demografischen Herausforderungen für Arbeitsschutzfachleute“, so Dr. Will.

Auf großes Interesse stießen auch die Workshops zu unterschiedlichen Themen wie die „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen“ sowie der „Gefahrstoffcheck“ zum Schutz vor berufsbedingten Krebserkrankungen durch falschen Umgang mit Gefahrstoffen. „Die große Nachfrage nach den Workshops bestätigt unsere Erfahrung: Schneller, korrekter und kompakter als auf dem Arbeitsschutztag lässt sich aktuelles Wissen nicht dahin transportieren, wo es hingehört – direkt in die Betriebe“, machte Dr. Will deutlich.

Vorgestellt wurden auch die Potenziale von Künstlicher Intelligenz zur Risikoanalyse im betrieblichen Arbeitsschutz. Erfahrungen aus der Praxis, stets interessanter Höhepunkt auf den Veranstaltungen, präsentieren diesmal Yara und 50 hertz.

2026 soll es die sechste Auflage des Arbeitsschutztages geben.

Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirte

Güstrow – Minister Dr. Till Backhaus hat heute in Güstrow an 28 Absolventen der Fachschule für Agrarwirtschaft ihre Abschlusszeugnisse und eine Urkunde mit der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt/ Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirtin“ überreicht.

„Nicht die moderne Technik allein entscheidet über den Erfolg beim Wirtschaften, sondern vor allem auch die Menschen: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Führungskräfte. Von daher freue ich mich besonders, Ihnen heute Ihre Abschlusszeugnisse überreichen zu dürfen. Die Agrarwirtschaft braucht qualifizierte und motivierte Fach- und Führungskräfte, die immer wieder in der Lage sind, die Betriebe den sich ständig wechselnden Rahmenbedingungen anzupassen. Auch betriebliche Entwicklungen in der Produktionstechnik und der Vermarktung erfordern ein fundiertes und aktuelles Fachwissen genauso wie die Fähigkeit, schnell wichtige Entscheidungen zu treffen.

Erstmalig ist in der zweijährigen Fachschulausbildung der Anteil der Fachschüler, die nicht direkt von der Berufsschule, sondern aus mehrjähriger Praxis kommen, gestiegen. Dieser Anteil lag bisher bei ca. 35 Prozent. Jetzt liegt er bei über 50 Prozent. Hier wird deutlich, dass die Unternehmen auf die rückläufigen Schulabgänger-Zahlen reagieren. Sie suchen stärker in den eigenen Reihen nach geeignetem Personal, fördern es und bieten Aufstiegschancen. Das ist ein Weg, um leistungsfähige und engagierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Ein Großteil der Agrarbetriebswirte möchte künftig auch selbst ausbilden. Somit stehen auch qualifizierte Fachkräfte für den Berufsnachwuchs zur Verfügung.

Besonders danken möchte ich an dieser Stelle den Familien und Betrieben für die Unterstützung der Absolventinnen und Absolventen. Auch die Verantwortlichen der Fachschule haben zum Gelingen einer erfolgreichen Ausbildung beigetragen. Sie haben ihr Wissen weitergegeben, in verschiedenen Gremien und Prüfungsausschüssen mitgewirkt. Auch ihnen möchte ich ausdrücklich danken“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Ideenaufruf

Wirtschaftsministerium unterstützt Weiterbildungsverbünde als Maßnahme der Fachkräftestrategie / Meyer: Berufliche Weiterbildung spielt eine entscheidende Rolle für Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Schwerin – Das Wirtschaftsministerium hat einen Ideenaufruf gestartet: Es können Koordinierungsstellen für Weiterbildungsverbünde unterstützt werden, um für Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe die zukünftigen Kompetenzanforderungen und Weiterbildungsbedarfe zu identifizieren und maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln und umzusetzen. „Die berufliche Weiterbildung spielt eine entscheidende Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und die Anpassungsfähigkeit der Mitarbeitenden.

Mit dem Ideenaufruf zur Einrichtung von Weiterbildungsverbünden möchten wir insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen bei uns im Land ermutigen, gemeinsam innovative Konzepte für die Weiterbildung zu entwickeln und umzusetzen. Die Transformationsprozesse stellen neue Anforderungen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit können wir sicherstellen, dass die beruflichen Weiterbildungsangebote auch künftig praxisnah und bedarfsgerecht sind“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Der Ideenaufruf ist Teil der Aktivitäten des Ministeriums zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und eine der gemeinsam im Zukunftsbündnis beschlossenen Maßnahmen aus der Fachkräftestrategie des Landes. Die Weiterbildungsverbünde sollen Unternehmen helfen, die Kompetenzen ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erweitern, und damit den Herausforderungen des digitalen Wandels und der Transformation begegnen.

Ziel ist es, die Unternehmen bei der Bewältigung der künftigen Kompetenzanforderungen zu unterstützen und gleichzeitig eine Verstärkung der Weiterbildungsnachfrage im Land anzustoßen. Vorgesehen ist zunächst eine Förderung von vier Projekten. Ein weiterer Ideenaufruf ist für einen späteren Zeitraum geplant. Insgesamt stehen für die Maßnahme bis zu 1,5 Millionen Euro aus dem „Europäischen Sozialfonds Plus Programm 2021-2027 Mecklenburg-Vorpommern“ zur Verfügung.

Berufliche Weiterbildungsverbünde sind Kooperationsnetzwerke, die es Unternehmen ermöglichen, über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinweg gemeinsam mit Bildungseinrichtungen und anderen Partnern die zukünftigen Kompetenzanforderungen und Weiterbildungsbedarfe zu identifizieren und dann maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote zu entwickeln und umzusetzen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der Bewältigung dieser Aufgabe unterstützt werden. Gefördert werden Koordinierungsstellen der Weiterbildungsverbünde in Form eines „Verbundmanagers“ oder einer „Verbundmanagerin“ oder als „Verbundmanagement“.

Für die Verbundmanagerin oder den Verbundmanager eines Weiterbildungsverbundes beträgt die Zuwendung 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Zuwendungsfähig sind die pauschalierten Ausgaben für das zugewiesene angestellte Personal auf der Basis von Einheitskosten (Personalkostenpauschale). Ergänzend dazu sind pauschalierte Sachausgaben zuwendungsfähig. Die Höhe wird auf der Basis eines Pauschalsatzes (Restkostenpauschale) in Höhe von 30 Prozent der Zuwendung für die Personalausgaben ermittelt.

Auswahl und Bewilligung der Vorhaben zur Förderung eines Weiterbildungsverbunds erfolgen in einem mehrstufigen Verfahren. Das Vorverfahren startet mit diesem Ideenaufruf zur fristgerechten Einreichung von Projektskizzen. Daran schließt sich die Prüfung der Projektskizze an. Wenn für die Projektskizze eine positive Auswahlentscheidung als förderwürdiges Projekt und zugleich die budgetären Voraussetzungen für eine Förderfähigkeit vorliegen, erfolgt die Aufforderung zur Antragstellung.

Interessensbekundungen mit vollständiger Projektskizze müssen spätestens am 12.06.2024 bei der GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH eingereicht werden. Weitere Informationen und das Formular zur Einreichung der Projektskizze finden Sie bei der Bearbeitungs- und Bewilligungsbehörde, der GSA – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH unter https://www.gsa-schwerin.de/weiterbildungsverbuende