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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Harald Lesch eröffnet Fachtag „Klima and Moor“

Workshops und Impulse für Lehr- und Fachkräfte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Universität Rostock

Rostock – Am Montag, 22. September 2025, lädt das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums zum Fachtag Naturwissenschaft und Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Thema „Klima and Moor“ ein. Als prominenter Gast eröffnet Prof. Dr. Harald Lesch gemeinsam mit Dr. Cecilia Scorza-Lesch die Veranstaltung in der Universität Rostock mit einem Impulsvortrag zum Klimawandel.

Der Vortrag von Prof. Dr. Harald Lesch soll aufzeigen, wie sich globale Erwärmung bereits auswirkt, welche Kipppunkte bereits erreicht sind und wie wissenschaftliche Erkenntnisse zu verantwortlichem Handeln führen. „Unsere Schulen tragen eine zentrale Verantwortung, junge Menschen auf die Herausforderungen der Klimakrise vorzubereiten. Mit dem Fachtag möchten wir praxisnahe Werkzeuge bereitstellen und den Austausch zwischen Wissenschaft und Schule stärken“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Im Anschluss an den Vortrag erwarten die Lehr- und Fachkräfte drei Workshop-Runden mit insgesamt 20 praxisorientierten Angeboten. Die Themen reichen von Mooren in Mecklenburg-Vorpommern über forschend-entdeckendes Lernen und digitale Messwerterfassung bis hin zu Artenvielfalt, Klimakoffern und spielerischen Zugängen zu Ökologie und Evolution. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie naturwissenschaftlicher Unterricht durch Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zukunftsorientiert gestaltet werden kann.

Der Fachtag findet von 9:30 bis 15:45 Uhr im Seminargebäudes des Instituts für Physik der Universität Rostock in der Albert-Einstein-Straße 24 statt.

Schweriner UNICEF-Lauf eröffnet

Schwesig: UNICEF ist überall dort, wo Kinder Hilfe und Unterstützung brauchen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den Schweriner UNICEF-Lauf eröffnet. „Heute mitzulaufen, ist gut für uns selbst. Laufen hält fit, entspannt und macht Spaß. Heute mitzulaufen, ist gleichzeitig gut für andere, nämlich für die Kinder“, sagte die Ministerpräsidentin vor dem Start des Laufes, dessen Erlöse UNICEF zugutekommen.

Die Ministerpräsidentin nahm auch selbst am Lauf teil und umrundete dreimal den Schweriner Pfaffenteich. Schwesig löste dadurch eine 1.000 Euro-Spende des Medizintechnikherstellers Ypsomed für UNICEF aus. Damit unterstützte wie auch schon bei vorherigen aktiven Teilnahmen der Ministerpräsidentin ein Schweriner Unternehmen das Hilfswerk.

Schwesig erinnerte daran, dass UNICEF in der Nachkriegszeit auch notleidende Kinder in Deutschland unterstützt habe. „Heute leben wir in Frieden und gemessen an vielen anderen Ländern dieser Welt in Wohlstand. Kinder haben Rechte und sind durch Gesetze besonders geschützt.

UNICEF macht die Kinderrechte bei uns im Land bekannt und macht auf Probleme wie Kinderarmut aufmerksam. In anderen Ländern hilft UNICEF ganz konkret, um die Lebensbedingungen von Kindern zu verbessern. Zum Beispiel durch den Bau von Brunnen oder die Ausstattung von Schulen und Gesundheitsstationen. UNICEF ist überall dort, wo Kinder Hilfe und Unterstützung brauchen.“

Tag der Schiene bei der RüBB in Putbus

Für Bürgerinnen und Bürger: Werkstattbesichtigung am 19. September 2025

Putbus – Der „Tag der Schiene“ ist ein jährlicher bundesweiter Aktionstag, um die Vielfalt, Zukunftsorientierung und Klimafreundlichkeit der Schienenbranche sichtbar zu machen. Der Aktionstag wurde 2022 vom Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene und dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr ins Leben gerufen. Im Rahmen der „Europäischen Mobilitätswoche“ wird dabei der Schienenverkehr in den Mittelpunkt gerückt. Vom 19. bis 21. September 2025 finden aus diesem Anlass an vielen Orten in Deutschland Veranstaltungen statt.

Daniel Bischof, Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Bei uns in MV wollen wir den bundesweiten Tag der Schiene in diesem Jahr gemeinsam mit der Rügenschen BäderBahn, der Mecklenburgische Bäderbahn Molli und der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern begehen und laden auf die größte Insel Deutschlands nach Rügen ein.“

Die Rügensche BäderBahn (RüBB) stellt die neugebaute Betriebswerkstatt vor. Diese wurde von 2021 bis 2024 erbaut und ist seit Mai 2024 in Nutzung. Am Tag der Schiene können Besucher die offene Werkstatt mit den historischen Lokomotiven und Wagen des „Rasenden Roland“ besichtigen und erleben, wie eine Eisenbahnwerkstatt funktioniert.

Den Startschuss für die Veranstaltung geben der Geschäftsführer Kay Kreisel der RüBB (PRESS-Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH) und der Abteilungsleiter im zuständigen Ministerium, Daniel Bischof. Vor Ort kann den Mitarbeitern der Werkstatt bei der Arbeit über die Schultern geschaut werden. Es finden Führungen durch die Werkstatt und Erläuterung der Funktionsweise von Dampflokomotiven anhand einer unter Dampf stehenden Lokomotive statt. Weitere Lokomotiven der Pressnitztalbahn (auf Regelspur) sind zur Besichtigung auf dem Werkstatthof ausgestellt.

Daniel Bischof betont: „Wir laden in die Werkstatthallen der RüBB ein, um sich historische Lokomotiven anzuschauen und die Messestände der Verkehrsunternehmen und der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH zu besuchen. Den Neubau der Werkstatt Putbus und technischer Anlagen, der Innenausstattung und des Gleisbaus hat das Land mit knapp 26 Millionen Euro gefördert.“

Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Der Tag der Schiene ist eine schöne Tradition. In diesem Jahr sind wir damit auf der Insel Rügen zu Gast. Historische Fahrzeuge in einer modernen Werkstatt: besser kann man nicht zeigen, dass das mehr als 200 Jahre alte Verkehrsmittel Eisenbahn eine sichere Zukunft hat. Feiern Sie gemeinsam mit uns, informieren Sie sich über die Mobilitätsoffensive des Landes und nehmen an den Führungen durch die neue Werkstatt teil.“

Kay Kreisel, Geschäftsführer der RüBB-Rügensche BäderBahn (PRESS-Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH) sagte: „Die Rügensche BäderBahn stellt unter Beweis, dass attraktiver und verlässlicher ÖPNV sowie die Historie einer dampfbetriebenen Schmalspurbahn sich nicht ausschließen. Unter den neuen Arbeitsbedingungen in der Betriebswerkstatt ist der „Rasende Roland“ fit und gerüstet für die kommenden Jahre. Schauen Sie uns über die Schulter, wie unsere besonderen Fahrzeuge instandgehalten werden und somit in die Zukunft dampfen werden.“

Michael Mißlitz, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH freut sich über 30 Jahre erfolgreiche Privatisierung: „Mit viel Herzblut und Engagement konnten die beiden Schmalspurbahnen in M-V, der „Rasende Roland“ und der „Molli“, auch mit großer Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in den letzten drei Jahrzehnten liebevoll saniert und zukunftsfähig gemacht werden. Diese beiden technisch-historischen „Leuchttürme“ der Eisenbahn bewahren einerseits lebendige, tagtäglich im Einsatz befindliche Technikgeschichte, andererseits sind beide Schmalspurbahnen verlässlicher Arbeitgeber für über 200 Eisenbahner. Mit Stolz erfüllen beide Bahnen ihren Auftrag der Daseinsfürsorge im SPNV und gestalten so die vielen Emotionen der Fahrgäste bei der stilvollen Reise durch das schöne Mecklenburg sowie die Fahrt auf der Insel Rügen.“

Die Werkstatt wird ab 11 Uhr ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher öffnen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei

Wo?    Werkstatt Putbus (Rügen) Pressnitztalbahn, Bahnhofstraße 14, in 18581 Putbus

Wann?   am 19.09.2025, von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Hier können Sie mehr zum Tag der Schiene und weiteren Veranstaltungen erfahren.

Starke Industrie, moderne Häfen und bezahlbare Energie

Schwerin – Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind heute in Schwerin zu einer Konferenz mit Vertreterinnen und Vertretern des DGB aus den fünf norddeutschen Ländern zusammengekommen.

„Die norddeutschen Länder haben viele gemeinsame Interessen – ob bei Wirtschaft, Verkehr, Häfen oder Energie. Und wir vertreten sie auch gemeinsam nach außen. Dabei ist uns ein regelmäßiger Austausch mit den Gewerkschaften und auch mit der Wirtschaft wichtig. Es geht uns um Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Konferenz.

„Ob Industrie, Energiewende oder Daseinsvorsorge: Die norddeutschen Länder und die Gewerkschaften ziehen bei den wichtigen Themen gemeinsam an einem Strang. Deswegen fordern wir vom Bund verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionen – damit der Norden stark bleibt und ganz Deutschland davon profitiert“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

Die norddeutschen Landesregierungen und die Gewerkschaften verfolgen gemeinsam das Ziel, Norddeutschland als Industriestandort zu stärken. Der DGB Nord und der DGB Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt haben dazu die Studie „Industriepolitik in der sozial-ökologischen Transformation Norddeutschlands“ bei der Forschungsgruppe für Strukturwandel & Finanzpolitik in Auftrag gegeben und im April 2025 veröffentlicht.

„Norddeutschland hat ein starkes industrielles Rückgrat, das die Grundlage für Wohlstand bildet, vielen Familien ein gutes Einkommen sichert und gleichzeitig der Schlüssel für eine klimaneutrale Wirtschaft ist. Jetzt muss es darum gehen, dass unser Standort eine Zukunft hat, denn viele Unternehmen stehen aufgrund der Wirtschaftskrise und den zu hohen Energiepreisen unter Druck. Nötig ist jetzt eine klare Investitionsagenda für den Norden: Mehr als 7,5 Mrd. Euro sind jährlich für öffentliche Klimainvestitionen und die Förderung privater Investitionen in den norddeutschen Bundesländern erforderlich.

Das Infrastruktur-Sondervermögen muss als Grundlage für Investitionsprogramme genutzt werden. Unser Appell ist klar: Wir brauchen eine abgestimmte norddeutsche Industriestrategie auf Basis sozialpartnerschaftlicher Branchendialoge. Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und einen Zukunftsplan für Norddeutschland aufstellen, der den Standort stärkt und Gute Arbeit schafft und sichert. Der Norden hat die besten Voraussetzungen dafür, die Herausforderungen zu bewältigen und zum wichtigsten Industriestandort Deutschlands aufzusteigen“, erklärte der Vorsitzende des DGB Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt Mehrdad Payandeh.

„Der Norden Deutschlands ist ein attraktiver Industriestandort. Wir arbeiten bereits im Norden eng zusammen, zum Beispiel im Maritimen Cluster Norddeutschland oder durch gemeinsame Messeauftritte in der Luft- und Raumfahrtbranche. Es war immer eine Stärke des Wirtschaftsstandortes Deutschlands, dass wir eine solide industrielle Basis erhalten haben. Wir teilen die Einschätzung der Gewerkschaften, dass die im Sondervermögen Infrastruktur vorgesehenen 100 Milliarden Euro für Klimaschutz auch für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft eingesetzt werden müssen. Unser gemeinsames Ziel ist, Arbeitsplätze zu sichern und neue umweltfreundliche Industrien aufzubauen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Wichtige Voraussetzung für die Stärkung Norddeutschlands als Industriestandort ist der weitere Ausbau der Häfen. Die norddeutschen Länder fordern, dass der Bund den Ausbau der Häfen aus dem Sondervermögen Infrastruktur unterstützt.

„Unsere Seehäfen sind von zentraler Bedeutung, ob für den Außenhandel, die Energieversorgung oder die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Industrie in Deutschland. Damit das so bleibt, muss der Bund dauerhaft sehr viel stärker in die Hafeninfrastruktur investieren. Nur so können wir die Leistungsfähigkeit der Häfen erhalten, die Transformation bewältigen und Arbeitsplätze weit über den Norden hinaus sichern. Darüber hinaus haben die Häfen eine herausragende militärisch-strategische Bedeutung: Sie sind unverzichtbar für die Versorgung der Bundeswehr und für die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern. Eine leistungsfähige Hafeninfrastruktur ist damit auch eine Frage der Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit unseres Landes“, erklärte der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther

„Die norddeutschen Häfen sind entscheidend für die Funktionsfähigkeit der gesamtdeutschen Wirtschaft. Der Bund muss für diese Aufgabe endlich seiner Verantwortung gerecht werden und deutlich mehr Mittel für die Häfen bereitstellen sowie die Hinterlandanbindungen zügig ausbauen“, sagte die Vorsitzende des DGB Nord Laura Pooth.

Ein weiteres Thema des Gesprächs zwischen Landesregierungen und Gewerkschaften war die Energiewende. Die norddeutschen Landesregierungen und die Gewerkschaften im Norden sprechen sich gemeinsam für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, der Stromnetze und Speichertechnologien aus. Dabei gelte es, gleichzeitig die Energiewende sozial abzufedern, um auch kurzfristig bezahlbare Energiepreise für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhalten.

„Wir brauchen eine engagierte Fortsetzung der Energiewende. Kurs halten, Tempo machen und sie sozial gerecht gestalten – darauf kommt es an. Klimaschutz darf nicht zur Armutsfalle werden. Darum braucht es die zügige Senkung der Strompreise, die schnelle Einführung eines Industriestrompreises sowie grüne Leitmärkte. Nur so gelingt die Sicherung wertvoller Industriearbeitsplätze“, sagte die Vorsitzende des DGB Nord Laura Pooth.

Die norddeutschen Regierungschefinnen und Regierungschefs unterzeichneten einen Appell zur Unterstützung des Ausbaus der Offshore-Windenergie. Die Regierungschefin und die Regierungschefs der norddeutschen Länder bekennen sich darin zum Ausbauziel von 70 GW Offshore-Windkraft bis 2045. Das 10-Punkte-Papier beinhaltet außerdem Forderungen nach einem neuen Ausschreibungs-Design für Offshore-Windenergieanlagen, einer Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und nach Förderung des Ausbaus der Fertigungskapazitäten für Offshore-Komponenten.

„Ich verstehe, dass die neue Bundeswirtschaftsministerin die Energiewende überprüft. Kritisch sehen wir hingegen die Diskussion über Kürzungen im Offshore-Bereich. Die Windkraft auf See bietet uns die Möglichkeit, große Mengen an Strom zu produzieren und die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung gering zu halten. Deshalb werben die norddeutschen Länder für den Ausbau der Offshore-Windenergie“, sagte Minsterpräsidentin Schwesig.

Schließlich ging es im Gespräch um die öffentliche Daseinsvorsorge. „Investitionen in Daseinsvorsorge schaffen Vertrauen und stärken den Zusammenhalt. Wenn Busse fahren, wenn gute Kitas, Schulen und Krankenhäuser vorhanden sind, wenn die innere Sicherheit gewährleistet ist, wird nicht nur der Alltag der Menschen besser, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Nordens gestärkt. Dabei gilt:  Öffentliche Gelder müssen an faire Löhne, Tarifbindung und sichere Jobs gebunden sein. Nur so werden Investitionen zu sozialem Fortschritt, der alle Menschen erreicht“, erklärte die Vorsitzende des DGB Nord Laura Pooth.

Das Soziale sichert Zusammenhalt

Staatssekretärin Grimm nahm am Deutschen Fürsorgetag teil

Schwerin  – In Erfurt fand von Dienstag bis Donnerstag der 83. Deutschen Fürsorgetag des Deutschen Vereins statt, der von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier eröffnet wurde. Für die Landesregierung nahm Sozialstaatssekretärin Sylvia Grimm teil, die auch Mitglied des Präsidiums des Deutschen Vereins ist.

Der Deutsche Fürsorgetag ist ein Kongress für soziale Themen des Deutschen Vereins. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Transformationen – Sozial – Machen“ und richtet sich an Akteure in der Sozialpolitik, im Sozialrecht und in der sozialen Arbeit. „Ziel des dreitätigen Kongresses war es, gesellschaftliche Wandlungsprozesse zu diskutieren und soziale Veränderungen in den Fokus zu stellen“, sagte Grimm zum Abschluss des Fürsorgetags.

In drei Symposien zu zentralen Transformationen in den Bereichen Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Klima wurde die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts angesichts zunehmender Spannungen innerhalb der Gesellschaft hervorgehoben.

„Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen, wachsender Ungleichheiten und sinkender Akzeptanz sozialpolitischer Maßnahmen stehen Bund, Länder, Kommunen und die Freie Wohlfahrtspflege in einer besonderen Verantwortung für eine verlässliche Sozialpolitik, da die Erfahrungen mit dem Sozialstaat maßgeblich das Vertrauen in demokratische Institutionen prägen“, verdeutlichte Grimm.

Trotz schwieriger Finanzierungssituation und Fachkräftemangel sei es gemeinsame Aufgabe aller Akteure in der Sozialpolitik, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und durch eine vorausschauende Ausrichtung der Sozialen Arbeit zu gleichwertigen Lebensverhältnissen sowohl in Stadt und Land als auch in Ost und West beizutragen, so die Staatssekretärin.

Dabei geht es nach Ansicht von Grimm u.a. um die Sicherung der Daseinsvorsorge und sozialen Infrastruktur, um Fragen der Finanzierung sowie um Verteilungs- und Generationengerechtigkeit. „Der 83. Fürsorgetag hat dazu wichtige Impulse gegeben“, verdeutlichte Grimm.

Innenstadtkongress 2025 in Greifswald

Attraktive Ortszentren schaffen!

Greifswald – Auf dem heutigen 3. Innenstadtkongress im Pommerschen Landesmuseum Greifswald diskutierten rund 100 Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen über Wege und Ideen für attraktive und zukunftsfeste Ortszentren in Mecklenburg-Vorpommern. Schwerpunkte waren der Umgang mit Leerstand und die Erschließung neuer Nutzungen in den Innenstädten.

Bauminister Christian Pegel begrüßte die Anwesenden per Videobotschaft. Er ermunterte alle, denen ihre Kommune am Herzen liegt, mit „entfesselter Kreativität” den Umbau der Innenstädte zu lebendigen Begegnungszentren zu forcieren: „Ich wünsche mir, dass Sie heute Ihre Ideen austauschen. Abgucken und Nachmachen ist dabei nicht nur erlaubt, sondern unbedingt gewünscht. Wir müssen gemeinsam mehr Veranstaltungen in die Innenstädte bringen, damit die Juwelen, die mit Städtebaufördermitteln in vielen unserer Orte geschaffen wurden, dauerhaft erhalten und von Einheimischen und Gästen gleichermaßen genutzt werden können.“

In den Fachvorträgen wurden speziell für die Innenstädte bedeutsame Aspekte der Stadtentwicklung beleuchtet. Dr. Moritz Maikämper vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung thematisierte leerstehende Gebäude in Ortskernen und ging der Frage nach, warum es sich lohnt, Innenstädte gemeinsam neu zu denken. Dr. Christian Eckert von der imakomm Akademie erläuterte den Beitrag von Gewerbevereinigungen zur Innenstadtgestaltung und skizzierte mögliche Zukunftsszenarien.

Beiträge aus den Städten Stralsund und Wolgast zeigten, wie es in der Praxis laufen kann. Der Schauspieler Martin Neuhaus diskutierte mit den Teilnehmenden der Veranstaltung die vielschichtigen Perspektiven der Innenstadtentwicklung.

Am Abend wurden die Landespreise 2025 im Innenstadtwettbewerb „Erfolgsraum Altstadt“ vergeben, die in vier Kategorien ausgeschrieben waren. Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank würdigte das unternehmerische, kommunale und ehrenamtliches Engagement der Bewerberprojekte: „Attraktive Innenstädte entstehen, wo sie gemeinsam und im engen Schulterschluss entwickelt werden – das zeigt dieser Wettbewerb eindrucksvoll. Innenstädte brauchen einen ausgewogenen Mix aus Lebens-, Wohn- und Arbeitsorten. Wo gute Erreichbarkeit, ein vielfältiges Kulturangebot, attraktiver Wohnraum und passende Angebote des Einzelhandels, der Gastronomie und aus dem Dienstleistungsbereich einander greifen, sind unsere Ortszentren auch in Zukunft quicklebendige Anziehungspunkte.“

Die Preisträger sind: In der Kategorie „Geschäftsentwicklung“ die Genusswelt NEUKOWIS Projektentwicklungsgesellschaft mbH Rostock-Warnemünde (Thomas Witte); in der Kategorie „Neugründung“ Zweiter Blick Neustrelitz (Michaela Seliga) sowie in der Kategorie „Geschäftskonzept“ WaterMe Trinkwasserversorgung Rostock (Oliver Dolch).
Zusätzlich wurde ein Sonderpreis in der Kategorie „Innenstadtinitiative“ an den musiKKlub Schwerin, die Stadtmagneten Neubrandenburg und den Verein der Altstadthändler Parchim e.V. vergeben.

Die Innenstadtkongresse 2022 (Neubrandenburg), 2023 (Wismar) und 2025 (Greifswald) wurden im Zusammenwirken der Partner des Dialogforums Einzelhandel organisiert; Partner sind das Wirtschaftsministerium, das Bauministerium, die drei Industrie- und Handelskammern, der Städte- und Gemeindetag sowie der Handelsverband Nord.

Mit Tanz und Begegnung für mehr Inklusion

Grimm würdigt All Inklusiv Festival in Rostock

Rostock – Rostock wird in diesen Tagen erneut zur Bühne für Inklusion und Vielfalt. Zum vierten Mal lädt das All Inklusiv Festival Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zu einem abwechslungsreichen Programm aus Kultur, Sport, Tanz und Wissenschaft ein. Sozial-Staatssekretärin Sylvia Grimm besuchte die Veranstaltung heute und würdigte die Arbeit des Vereins: „Das Festival macht Inklusion erlebbar, baut Barrieren ab und zeigt, wie leicht eine Begegnung auf Augenhöhe gelingen kann. Das setzt Impulse für eine noch stärkere Inklusion“, betonte sie.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit rund 395.000 Menschen mit einer Behinderung. „Das ist ein gutes Viertel unserer Gesamtbevölkerung. Vielen ist das im Alltag gar nicht bewusst“, erklärte Grimm. Teilweise seien Behinderungen nicht sichtbar, in anderen Fällen sorgen noch bestehende Barrieren dafür, dass ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erschwert wird. „Das All Inklusiv Festival ändert das, indem es nicht nur ein Schlaglicht auf diese Gruppe und ihre Bedürfnisse wirft, sondern auch Angebote schafft, an denen ausdrücklich jede und jeder teilnehmen kann“, so Grimm.

In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto Bewegung und Tanz. Neben einer Tanzgala und einer Tanz-Bühne, die zum Mitmachen einlädt, gehört so auch ein Fußballturnier mit der Inklusionsmannschaft des F.C. Hansa Rostock zu den Highlights des Programms. „Diese Angebote sind besonders niederschwellig und machen sich die intrinsische Kraft des Sportes zunutze, zu begeistern, zu integrieren und zu verbinden“, betonte die Staatssekretärin.

Gleichzeitig bietet das Festival jede Menge Mitmachangebote und Workshops, darunter auch einen Round Table zur Arbeitsmarktintegration, an dem auch Sylvia Grimm teilnahm. „Viele Firmen zögern noch immer, wenn es darum geht, Menschen mit Behinderungen als Arbeitskräfte zu gewinnen. Das sehen wir zum Beispiel an der Ausgleichsabgabe, die gut 700 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zahlen, weil sie keinen einzelnen schwerbehinderten Menschen angestellt haben – und dass, obwohl arbeitslose Menschen mit Behinderung in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt besser qualifiziert sind, als der Durchschnitt der Arbeitslosen“, erklärte sie.

Das sei ein Aspekt der bildlich zeige, dass es beim Thema der Inklusion noch immer darum gehe, Barrieren auch im Kopf abzubauen. „Daher bin ich dem Organisationsteam der All Inklusiv Festivals rund um Christian Schenk außerordentlich dankbar für ihr langjähriges Engagement“, so Grimm.

Arbeitgebern legte die Staatssekretärin unterdessen noch die vier Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber ans Herz, die kostenfrei und kompetent an vier Standorten im Land den Unternehmen zur Seite stehen. „Diese können bei allen Fragen rund um die Inklusion helfen, bei Fördermöglichkeiten, können beraten oder bei der Anpassung von Arbeitsplätzen helfen.“

Weitere Informationen finden Interessierte unter https://www.ea-mv.de/de/

Zum achten Mal sucht M-V die „Frau des Jahres“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt bitten um Vorschläge bis 30. Oktober 2025.

Schwerin – Auch im Jahr 2026 wird die Landesregierung den Frauen in Mecklenburg-Vorpommern einen ganz speziellen Dank für ihr Engagement und für ihre Leistungen aussprechen. Die Auszeichnung „Frau des Jahres“ wird zum achten Mal vergeben. Seit dem Jahr 2019 würdigt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dieser Auszeichnung den gesellschaftlichen Einsatz von Frauen.

„Ob Heldin des Alltags, Wegbereiterin im ländlichen Raum oder Architektin der Zukunft. Frauen bringen sich überall in unserem Land ein. Noch zu selten erhalten sie dafür die Anerkennung, die ihnen gebührt. Mit der Auszeichnung „Frau des Jahres“ will das Land besonders herausragende Leistungen würdigen. Gleichzeitig möchten wir auf die gesellschaftlichen Verdienste von Frauen in Familie, Beruf und Gesellschaft aufmerksam machen“, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Frauen leisten viel mehr als nur im eigenen Haushalt. Die Gesellschaft wäre nichts ohne die Frauen. Und trotzdem ist die Sichtbarkeit ihrer Leistungen noch immer nicht gleichberechtigt. Die rot-rote Landesregierung ist angetreten, das zu ändern. Wir sind auch schon ein ganzes Stück vorangekommen in der Gleichstellung und würdigen Verdienste und Engagement der Frauen auf allen Ebenen. Ich freue mich auf die vielen Vorschläge aus allen Landesteilen für die Ehrung engagierter Frauen.“

Vorschläge werden bis zum 30. Oktober 2025 erbeten. Vorgeschlagen werden können engagierte Frauen, die zum Beispiel auch durch eine einmalige, besondere Aktion oder eine Leistung aufgefallen sind. Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist, dass die vorgeschlagene Frau in Mecklenburg-Vorpommern wohnt oder in einer Einrichtung oder Organisation im Land beruflich oder ehrenamtlich aktiv ist.

Vorschlagsberechtigt sind die Landkreise und kreisfreien Städte, Kommunen, Vereine, Verbände und Parteien sowie alle Bürgerinnen und Bürger von Mecklenburg-Vorpommern. Die namentlichen Vorschläge mit einer aussagekräftigen Begründung sowie einem kurzen Lebenslauf der vorgeschlagenen Person können bis einschließlich 30. Oktober 2025 beim Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eingereicht werden. Füllen Sie bitte das ->Musterblatt aus und senden Ihren Vorschlag per E-Mail an

fraudesjahres@jm.mv-regierung.de

oder per Brief an

Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz
Leitstelle für Frauen und Gleichstellung
Stichwort „Frau des Jahres“
Puschkinstraße 19 – 21
19055 Schwerin.

Die Auszeichnung wird auf dem Empfang zum Frauentag im März 2026 von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt erfolgen. Mehr Informationen zu den Preisträgerinnen der vergangenen Jahre finden Sie per Klick ->hier.