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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

250 Jahre Caspar David Friedrich

Schwesig: Mit Caspar David Friedrich für Mecklenburg-Vorpommern werben

Greifswald – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute im Pommerschen Landesmuseum die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Geburtstag Caspar David Friedrichs eröffnet und das Engagement der Hansestadt Greifswald für dieses Ereignis gelobt.

„Ich bin stolz darauf, was die Universitäts- und Hansestadt Greifswald in diesem Jahr auf die Beine stellt – Ausstellungen, Kunst, Musik, ein großes Geburtstagsfest im September. Man kann Caspar David Friedrich nach 250 Jahren in seiner Geburtsstadt Greifswald genauso erleben wie in den großen Ausstellungen in Hamburg, Berlin oder Dresden. Sogar das berühmte Bild der Kreidefelsen kommt im August für zwei Monate nach Greifswald.“

Das Land habe 500.000 Euro aus dem Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg für regionale Projekte dazu beigetragen. Auch der Bund habe etwas beigesteuert. Aber vor allem sei es die Stadt Greifswald, die mit großem Einsatz dieses Jahr gestaltet.

„Caspar David Friedrich ist in seiner Geburtsstadt in guten Händen.“  Am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald könne man Kunstgeschichte und Bildende Kunst studieren. Die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft habe das Geburtshaus zu einem Museum ausgebaut. Dazu komme das Pommersche Landesmuseum und vieles mehr. „Herzlichen Dank an alle, die mitmachen. Sie machen Greifswald, Vorpommern und ganz Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr noch attraktiver als es ohnehin schon ist.“

Man könne Mecklenburg und vor allem Vorpommern in Caspar David Friedrich und seinen Werken wiedererkennen und umgekehrt: „Unser Land ist seinem wichtigsten Maler bis heute verbunden. Caspar David Friedrich gehört uns nicht allein. Aber er gehört zu uns.“

Die Landschaften, die Caspar David Friedrich gemalt und gezeichnet habe, seien durch den Skywalk am Königsstuhl auf Rügen noch besser zu erleben. Und bis heute sei Mecklenburg-Vorpommern ein Land der Kultur mit Malerinnen und Malern und vielen anderen Kulturschaffenden. „

Mit unserer Bundesratspräsidentschaft unter dem Motto „Vereint Segel setzen!“und dem Caspar David Friedrich-Jubiläum haben wir in diesem Jahr gemeinsam die Chance, über unsere Grenzen hinaus für unser Land Mecklenburg-Vorpommern zu werben“, forderte die Ministerpräsidentin auf. „Lassen Sie uns mit Caspar David Friedrich gemeinsam Segel setzen!“

Backhaus trifft REWE Group

Berlin – Zur Rolle und die damit einhergehende Verantwortung des Lebensmitteleinzelhandels in der Wertschöpfungskette hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus mit der REWE Group am Freitag auf der Grünen Woche in Berlin gesprochen. Minister Backhaus kündigte an, eine Sektoruntersuchung beim Bundeskartellamt anstreben zu wollen. REWE befürwortete das Vorgehen. Der Konzern räumte eine „konzentrierte Marktsituation“ ein, sieht die Verantwortung aber vor allem bei den Discountern.

„Für mich ist in dem Gespräch deutlich geworden, dass der Bund den Lebensmitteleinzelhandel zu keinem Zeitpunkt an den Tisch geholt hat, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, mit denen kostendeckende Rohstoffpreise erreicht werden können und die Position der Erzeuger gestärkt werden kann“, kritisierte Backhaus. Gegenüber REWE formulierte er die eindringliche Bitte, noch stärker auf Regionalität, konkret auf Produkte aus ortsnaher Erzeugung, zu setzen.

Das Unternehmen zeigte sich aufgeschlossen und versicherte, bereits auf eine regionale Angebotspalette zu setzen, da die Kunden diese Produkte verstärkt nachfragen würden. Schon jetzt seien regionale Produkte der größte Selling Point des Unternehmens. Auch informierte REWE auf Nachfrage des Ministers, dass ihre Einkäufer direkte Beziehungen zu den Erzeugern unterhielten und dass der Preis in den Verhandlungen kein Problem darstelle.

Das Unternehmen arbeite zudem daran, vermehrt Exklusivverträge mit heimischen Erzeugern zu schließen, die beispielsweise mehr Obst und Gemüse anbauen sollen. Laut des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft lag der Selbstversorgungsgrad in 2021 bei Obst bei rund 20 Prozent und bei Gemüse bei rund 38 Prozent.

Als zweiten Themenkomplex sprach Minister Backhaus das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz an: „Ich nehme zur Kenntnis, dass weder REWE, noch andere Lebensmitteleinzelhändler bei der Erarbeitung des Gesetzes eingebunden waren. Das erschüttert mich sehr, denn für REWE ist das staatliche Tierwohllabel nach eigenen Aussagen gar nicht umsetzbar.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen auch andere Anbieter. Damit ist das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz für mich ein klassisches Beispiel für ein schlecht gemachtes Gesetz, das nicht bis zu Ende gedacht wurde und damit an der Lebensrealität der Branche vorbeigeht – mit fatalen Auswirkungen für einen Berufsstand, der unser aller Überleben sichert.

Ich fordere die Bundesregierung deshalb dazu auf, dass Gesetz zu stoppen. Es ist ein bürokratisches Monster, dessen Einhaltung am Ende gar nicht kontrolliert werden kann. Anstatt noch mehr Geld in bürokratischen Prozessen versumpfen zu lassen, sollten wir es lieber für die Kompensation der Agrardiesel-Streichung einsetzen. Ich bin für weitere kreative Lösungen offen und werde nicht aufhören, die Interessen der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern auf Bundesebene zu vertreten.“

M-V mit 60 Ausstellern auf der Grünen Woche

Berlin – Heute startete die 88. Grüne Woche in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr mit rund 60 Ausstellern zum 23. Mal auf der weltgrößten Messe Ernährungsgütermesse vertreten.

„Wir waren im Arbeitszimmer und sind jetzt wieder im Wohnzimmer“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus in seiner Begrüßungsrede und bezog sich dabei auf die überarbeitete Ausgestaltung der Ausstellungsfläche und die Rückkehr in Halle 5.2b nach dem Übergangsjahr 2023, in dem die Grüne Woche u.a. aufgrund der Energiekrise bis zuletzt auf der Kippe stand und die Umsetzung des Länderauftritts M-V innerhalb weniger Monate erfolgen musste.

Auf knapp 3.000 Quadratmeter möchte das Land den rund 400.000 Besucherinnen und Besuchern in diesem Jahr wieder zeigen, was die Land- und Ernährungswirtschaft im Norden zu bieten hat. Dafür nimmt es rund 840.000 Euro in die Hand. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Agrarstandort Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Minister Backhaus.

„Wir präsentieren aber nicht nur die Vielfalt einer Branche, sondern die Leistungen der ländlichen Räume insgesamt. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland leben außerhalb von Großstädten, über die Hälfte in Dörfern und Kleinstädten. Ländliche Räume tragen einen ho­hen Anteil zur ökonomischen Wertschöpfung bei.

Den heimischen Landwirtschaftsbetrieben kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu. Sie versorgen uns auch in Krisenzeiten mit guten und bezahlbaren Nahrungsmitteln, gestalten das soziale Miteinander in den Gemeinden sind und sind stets zur Stelle, wenn eine helfende Hand oder schweres Gerät benötigt wird. Für mich sind sie der Kitt, der vieles in unserer Gesellschaft zusammenhält “, sagte er weiter.

Minister Backhaus betonte, dass die Grüne Woche für ihn in diesem Jahr wichtiger denn je und mit einer besonderen Anspannung verbunden sei: „Die Landwirtschaft und der ländliche Raum durchlaufen schlechte Zeiten. Ich erlebe die Unternehmer und Beschäftigten so aufgebracht wie nie. Umso dankbarer bin ich den Ausstellenden und ihren Mitarbeitenden, dass sie trotz der aktuellen Lage die Anstrengungen des Messegeschäftes auf sich nehmen, um in Berlin ein positives Signal für die Branche zu setzen und die kulinarischen und touristischen Vorzüge unseres Landes zu bewerben.

Ein weiterer Dank gilt den Landkreisen, die mit ihrer Initiative dafür sorgen, dass sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in Berlin präsentieren können. Die Grüne Woche ist ein Gemeinschaftsprojekt und ich bin davon überzeugt, dass die Mecklenburg-Vorpommern-Halle auch in 2024 zu den Publikumsmagneten gehören wird.“

Das Land lockt vor allem mit Fisch-, Wurst- und Wildprodukten sowie Bierspezialitäten. Neben „Dauerbrennern“, wie der Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow, der Mecklenburgischen Brauerei Lübz oder den Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten wird auch die Schwechower Obstbrennerei nach einer längeren Pause wieder für M-V auf der Grünen Woche sein.

Zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei ist das Greifswalder Food-Startup Hanse Deeg, das nährstoffreiche und kohlenhydratarme Kartoffelprodukte in Bio-Qualität produziert. „Die Grüne Woche ist ein hervorragender Testmarkt für neue Produkte. Auch ist der Dialog auf Messen dafür gemacht, mit den Kundinnen und Kunden ins Gespräch zu kommen und die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe noch besser zu verstehen“, unterstrich Backhaus.

Aus dem Non-Food-Bereich wird die Strandkorbfabrik Heringsdorf von der Insel Usedom erstmals auf der Grünen Woche ausstellen. Zudem gibt es eine große Brandbreite von touristischen Angeboten, u.a. von der Stadt Schwerin oder dem Tourismusverband Vorpommern. „Für mich ist es die einzigartige Verbindung von Natur, Kultur und Kulinarik, die unser Land so besonders macht. Diese Mischung kommt an, denn erfahrungsgemäß gehen nach der Grünen Woche die Buchungsanfragen deutlich in die Höhe“, berichtete er.

„Ich bin mir sehr bewusst, dass vielen Menschen auf den Höfen und in den Betrieben nicht zum Feiern zumute ist. Die Grüne Woche soll über die vielen Probleme der Branche nicht hinwegtäuschen. Im Gegenteil: Die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft und die jüngsten Sparpläne der Bundesregierung werden das bestimmende Thema sein. Mein Erleben ist, dass die Landwirtschaft sehr wohl anerkennt, dass wir sparen müssen, aber wir können nicht den Ast absägen auf dem wir alle sitzen.

Unser Ziel muss sein, dass wir auch in der Zukunft Lebensmittel in Deutschland produzieren können und dass wir die Übermacht des Lebensmitteleinzelhandels, der die Preise diktiert, in den Griff bekommen. Mecklenburg-Vorpommern hat unter Einbindung der hiesigen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft konkrete Vorschläge erarbeitet, um überproportionale Belastung der Landwirtschaft abzumildern. Nun liegt es an der Bundesregierung, Taten folgen zu lassen.“

Neujahrsempfang der Rostock Port GmbH

Meyer: Rostocker Hafen ist moderner, wettbewerbsfähiger und international attraktiver Standort

Schwerin – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat heute beim Neujahrsempfang der Rostock Port GmbH auf die Bedeutung des Rostocker Hafens für die Energiesicherheit Mecklenburg-Vorpommerns und Deutschlands hingewiesen.

„Die gute verkehrstechnische Anbindung, die leistungsfähige Umschlagstechnik und die steten Investitionen haben dazu beigetragen, dass sich der Rostocker Hafen zu einem modernen, wettbewerbsfähigen und international attraktiven Standort entwickelt hat. Jetzt gilt es, dieses Niveau zu halten und weiter auszubauen.

Dafür sind weitere ineinandergreifende und nachhaltige Projekte auf dem Energiesektor geplant. Dazu zählen beispielsweise die Wasserstoffproduktion am Standort und ein Importterminal für grüne Energieträger. Im späteren Verlauf ist der Import von noch festzulegenden grünen Energieträgern geplant. Das sind wichtige Schritte, den Rostocker Hafen weiter zukunftsfähig aufzustellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Die Ölversorgung des PCK Schwedt und anderer ölverarbeitender Standorte wird in Abstimmung mit dem Bund in Mecklenburg-Vorpommern vorgenommen. So kann das Land dazu beitragen, die Versorgungssicherheit der ost- und mitteldeutschen Raffinerien sicherzustellen.

Das PCK Schwedt ist dabei ein verlässlicher Partner, der sich um den Import von Rohöl zum Rostocker Hafen kümmert. Dort werden Umschlagsanlagen und Tanklager vorgehalten und müssen aufgrund der stark ansteigenden Umschlagsmengen ausgebaut werden. Zwischen dem PCK Schwedt und dem Rostocker Hafen besteht eine direkte Verbindung via Pipeline, die vom PCK betrieben wird.

„Über diese Aufgabe hinaus soll der Seehafen Rostock zum Energiehafen ausgebaut werden. Da sind wir dran, beispielsweise über das Vorhaben HyTechHafen Rostock. Hier ist bis 2025 der Bau eines Elektrolyseurs mit einer Leistung von 100 Megawatt geplant, der bis 2030 auf ein Gigawatt erweitert werden soll“, sagte Meyer.

Das Land und der Bund unterstützen mit der IPCEI-Förderung zentrale Wasserstoffprojekte, die sowohl national als auch europäisch von großer Bedeutung sind. IPCEI ist die Abkürzung für „Important Projects of Common European Interest“.

Seit November 2022 wird die Seekanalvertiefung durchgeführt. Mit der Anpassung der seewärtigen Zufahrt auf im Schnitt 16,5 Meter Sohltiefe (abgeladener Schiffe mit einem Tiefgang von 15 Metern) wird die natürliche Grenze für in der Ostsee verkehrende Schiffseinheiten ausgeschöpft, was eine deutliche Erhöhung der nutzbaren Tragfähigkeit darstellt.

Durch das Vorhaben ist von einer Anpassung der Flottenstruktur hin zu tiefergehenden Massengutfrachtern und Tankern im Rostocker Revier sowie dem Erzielen von Synergieeffekten im Hinterlandverkehr auszugehen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein.

Der Ausbau der Liegeplätze (LP) 31 und 32 soll die 60 Jahre alte Infrastruktur auf einer Länge von 360 Metern für weitere Jahrzehnte wieder nutzbar machen. Mit dem Neubau soll die Kaianlage für den zunehmenden Umschlag von normierten Großladungseinheiten mit größeren Gewichten hergerichtet werden.

Dem soll mit der Erhöhung der Flächenbelastbarkeit Rechnung getragen werden. Im Zusammenspiel mit der Vertiefung soll eine multifunktionale Umschlagsanlage entstehen, die künftigen Anforderungen gerecht wird.

Das Fördervorhaben Verkehrsertüchtigung, 2. Bauabschnitt besteht aus verschiedenen Einzelmaßnahmen. Teilweise wurden diese bereits abgeschlossen. Die Ertüchtigung der Ost-West-Straße als Haupterschließungsstraße des Seehafens Rostock befindet sich derzeit im Bau.

Außerdem sollen baufällige Gebäude zur Schaffung neuer Vorstellflächen rückgebaut werden. Das Vorhaben enthält außerdem die Schwerlastertüchtigung am LP 13 zur Verladung und Montage von Projektladungen.

Der Seehafen Rostock ist mit einer Nutzfläche von 770 Hektar und über 40 Schiffsliegeplätzen der größte Universalhafen an der deutschen Ostseeküste. Er ist zudem das größte maritime Industrie- und Gewerbegebiet im Land. Rund 150 Unternehmen mit etwa 5.500 Arbeitsplätzen sind direkt auf dem Hafengelände bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft ansässig.

Im Jahr 2023 wurde nach Angaben des Hafens ein neuer Umschlagsrekord mit 30,9 Millionen Tonnen erzielt. Das bedeutet ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zu 2022. Damit konnte zum ersten Mal in der Geschichte des Rostocker Hafens die Schwelle von 30 Millionen Tonnen überschritten werden.

Zurückzuführen sind diese Werte auf die Rohölimporte für PCK Schwedt, die allein knapp 6 Millionen Tonnen ausmachten und das Umschlagsvolumen für Flüssiggüter insgesamt mehr als verdoppelten.

16 Streifenwagen für die Landespolizei

Schwerin – Landesinnenminister Christian Pegel hat heute in Schwerin insgesamt 16 neue Funkstreifenwagen vom Typ VW Passat an die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern übergeben. Es handelt sich dabei um Kombis für den täglichen Streifendienst.

„Die Polizistinnen und Polizisten sind tagtäglich auf moderne, effiziente, leistungsfähige und gut ausgestattete Streifenwagen angewiesen. Mit diesen neuen Einsatzmitteln zeigen wir, dass wir die Fahrzeugflotte der Landespolizei konsequent modernisieren, damit dieser tägliche Arbeitsplatz der Einsatzkräfte sicher und zuverlässig bleibt“, sagte Christian Pegel bei der Übergabe im Polizeizentrum Schwerin.

Die 16 Neufahrzeuge werden, im Tausch Alt gegen Neu, in nahezu jede Polizeiinspektion verteilt. Dabei sind die Altfahrzeuge zwischen acht und zwölf Jahre alt. Elf Funkstreifenwagen werden in den Polizeiinspektionen Wismar, Schwerin, Ludwigslust, Güstrow, Stralsund, Anklam und Neubrandenburg für den Streifendienst eingesetzt. Die übrigen Fahrzeuge sind für die Autobahn- und Verkehrspolizeireviere in Metelsdorf, Stolpe, Dummerstorf und Altentreptow vorgesehen.

Alle Streifenwagen verfügen über ein Heckladesystem für die Unterbringung der mitzuführenden Führungs- und Einsatzmittel. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 765.000 Euro.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Gemeinsame Erklärung mit Oblast Tschernihiw unterzeichnet

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern und die Region Tschernihiw in der Ukraine gehen eine Regionalpartnerschaft ein. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig unterzeichnete im Beisein des Ukrainischen Botschafters Oleksij Makejew eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit der Regierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Regionalen Militärverwaltung in der Region Tschernihiw. Der Gouverneur der Region Tschernihiw Viacheslav Chaus war per Videokonferenz aus der Ukraine zugeschaltet. Die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Bettina Martin hat ebenfalls teilgenommen.

„Mecklenburg-Vorpommern steht an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen dort, wo es uns möglich ist, ob bei der Aufnahme von Schutzsuchenden oder bei der Organisation von Hilfstransporten und beim künftigen Wiederaufbau in der Region. Und auch die heute unterzeichnete Erklärung zur Zusammenarbeit mit der Region Tschernihiw ist Ausdruck unserer Solidarität. Wir wollen eine Partnerschaft auf Augenhöhe. In der Region Tschernihiw leben ähnlich viele Menschen wie in Mecklenburg-Vorpommern. Auch die Wirtschaftsstruktur ist ähnlich. In einem ersten Schritt stellen wir 250.000 Euro für den Bau von Schutzräumen zur Verfügung“, erklärte die Ministerpräsidentin.

In den nächsten Jahren werde die Partnerschaft mit 100.000 Euro pro Jahr aufgebaut, erläuterte die Ministerpräsidentin weiter. „Wir wollen im Rahmen der schwierigen Bedingungen eines Krieges, insbesondere für Bildung für Kinder sowie im Bereich der Wirtschaft und der erneuerbaren Energien, beim Tourismus, in Kultur und Wissenschaft zusammenarbeiten. Dabei wollen wir die Kommunen, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern und in der Region Tschernihiw Schritt für Schritt mit einbeziehen“, so Schwesig.

„Mit der Regionalpartnerschaft mit Tschernihiw bauen wir eine Brücke und wollen unsere Unterstützung mit direkten Kontakten und Aktivitäten unterstreichen. Ich freue mich, dass wir mit der Region Tschernihiw nun einen Partner haben, mit dem wir unser Engagement und die Kooperation noch weiter ausbauen werden. Der vertiefte Austausch in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, aber auch kulturelle Begegnungen werden uns zukünftig noch enger mit Tschernihiw und der Ukraine verbinden. Schulpartnerschaften und gemeinsame Veranstaltungen im Jugendsport können diese Kooperation mit Leben erfüllen“, erklärte Ministerin Martin.

Bereits im Laufe des zurückliegenden Jahres habe Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Ukrainehilfe besondere Anstrengungen unternommen und insgesamt sieben Hilfslieferungen organisiert – mit Generatoren, Zeltöfen, Artikeln des täglichen Bedarfs, Spenden und zum Beispiel auch Impfzubehör. „Bei diesen Lieferungen waren uns die beiden Vereine SIČ e.V. und Nordhaus UA e.V. eine große Hilfe und ich setze weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen“, so Martin. „Mit der Regionalpartnerschaft wollen wir auch einen Beitrag leisten, die Ukraine auf ihrem Weg in die Europäische Union zu unterstützen und zu begleiten“, so die Ministerin weiter.

Neujahrsempfang des Landesfußballverbandes

Grimm auf Neujahrsempfang des Landesfußballverbandes: Mädchen- und Frauenfußball hat in MV großes Potential

Schwerin – Anlässlich des heutigen Neujahrsempfangs des Landesfußballverbandes (LFV M-V) würdigte Sport-Staatssekretärin Grimm die wichtige Arbeit des Verbandes für das sportliche und gesellschaftliche Leben in Mecklenburg-Vorpommern. „Als der mit Abstand größte Sportfachverband unseres Landes sind Sie Taktgeber und Vorbild zugleich“, betonte Grimm.

Besonders hob Grimm das Engagement des LFV M-V im Kinder- und Jugendbereich hervor. „Neben den unzähligen Vereinen in allen Altersbereichen ist der Fußball, im Rahmen der Förderprogramme des Landes, wichtiger Teil der Bewegungsangebote an unseren Schulen und im Ganztag“, erklärte die Staatssekretärin.

„Zudem leisten die Mitgliedsvereine wie auch der Landesfußballverband hervorragendes für die Integration und Inklusion. Sport und besonders Fußball ist der Integrationsmotor auch in Mecklenburg-Vorpommern“, so Grimm. „Wo der Teamgedanke im Vordergrund steht, sind Aspekte wie die Herkunft oder mögliche körperliche und geistige Einschränkungen nebensächlich“, verdeutlichte Grimm. Die Angebote des Verbandes und der Mitgliedsvereine seien deshalb gesamtgesellschaftlich von großer Bedeutung und trügen zusätzlich zu einer lebendigen und bunten Vereinskultur im Land bei.

Als wichtige Aufgabe in den nächsten Jahren bezeichnete Grimm die Stärkung des Frauen- und Mädchenfußballs in Mecklenburg-Vorpommern. Hier seien durch das Engagement des LFV wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung gelegt worden. „Das ausverkaufte Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Dänemark im Rahmen der UEFA Women’s Nations League vor wenigen Wochen im Rostocker Ostseestadion war beste Werbung für den Frauenfußball.

Die große Begeisterung und tolle Organisation haben beim DFB enormen Eindruck hinterlassen und machen Hoffnung auf weitere Sportgroßveranstaltungen in unserem Land“, sagte Grimm. „Auch dafür gilt unserem Landesfußballverband der Dank der Landesregierung.“

Café, Dorfladen und Online-Shop

Bio24 in Poppendorf lebt soziales Engagement

Poppendorf – Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Schulte hat sich am 12.01. bei der Bio24 gUG in Poppendorf über aktuelle Vorhaben informiert. Das Unternehmen betreibt ein Café, einen Dorfladen und einen Online-Shop.

„Die gemeinnützige Organisation bietet älteren Menschen die Möglichkeit, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Gemeinsam werden Lebensmittel nach den Lieblingsrezepten der Seniorinnen und Senioren eingekocht und gebacken. Das ist ein wichtiger Beitrag gegen Alterseinsamkeit. Die Lebensmittel werden im Dorfladen oder dem Onlineshop verkauft. Die Zutaten stammen aus biologischem Anbau und werden überwiegend regional bezogen. Das stärkt zugleich die Wirtschaftskraft der regionalen Erzeuger“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte.

Das Geschäftsmodell der Bio24 gUG fußt auf zwei Säulen: einem gemeinnützigen Schwerpunkt (auf soziale Teilhabe zielende Angebote, vor allem gemeinsame Ideenentwicklung und Umsetzung rund um die Herstellung von Lebensmitteln) und einem wirtschaftlichen Bereich mit Gastronomie, Dorfladen, Veranstaltungen und Kursen sowie einem Onlineshop. Eröffnet wurde das ehemalige „Stall.Dich.Ein“ Poppendorf im Herbst 2022.

Derzeit sind Café und Dorfladen ganztägig geöffnet, dabei finden Koch- und Backkurse, Näh- und Töpferangebote mit Ehrenamtlichen (Fokus: Senioren) statt, hinzu kommen Veranstaltungen in der Festscheune. Im Dorfladen wird ein Mix aus Eigenprodukten (Eigenlabel ‚Bio24‘) und Waren anderer regionaler Anbieter verkauft. Daneben existiert ein Online-Shop. „Die erzielten Gewinne werden nach Abzug der Kosten gemeinnützigen Zwecken, insbesondere zur Präventionsarbeit gegen Einsamkeit, zugeführt. Das ist ein wichtiges gesellschaftliches Engagement“, sagte Schulte.

Die Bio24 gUG (haftungsbeschränkt) wird derzeit vom Wirtschaftsministerium über die „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen“ gefördert. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF+) erhält die Bio24 gUG knapp 68.000 Euro. Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk regionaler Erzeuger und Veredler mit überregionalen Absatzkanälen weiter auszubauen und zu professionalisieren.

Das Netzwerk, zu dem auch Anbieter im Bereich Online-Marketing und Content-Produktion zählen, soll die Reichweite für die Erzeuger und Veredler vergrößern, um das Absatzpotential zu steigern.

Neben Schulungen zu digitalen Geschäftsmodellen und der Bündelung von Angeboten auf einer gemeinsamen Verkaufsplattform sind innovative Vermarktungsansätze angedacht, wie die Planung und Durchführung von Kochshows mit kooperierenden Influencern, die die Erzeugnisse und Produkte regionaler Anbieter sowie den gemeinsamen Online-Shop bewerben.

Hierdurch sollen landwirtschaftliche, lebensmittelverarbeitende regionale Unternehmen im digitalen Wandel gefördert sowie die Wirtschaftsleistung gerade im ländlichen Bereich der Region Rostock gestärkt werden.

Im vergangenen Jahr erhielt die Bio24 den Sonderpreis Social-Entrepreneurship im Rahmen der Preisverleihung „Inno Award“. Der Inno Award ist ein Verbund der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV), der gemeinsam mit Wirtschaftspartnern ausgelobt wurde. Fünf Gründer- und Technologiezentren mit derzeit 360 Unternehmen fungieren als Ansprechpartner mit professioneller Beratung und Unterstützung.

Zur Umsetzung der innovativen Ideen und Konzepte fördern die Technologiezentren Start-up-Standorte in M-V. Ziel ist es, die Gründungsaktivitäten mit innovativen und nachhaltigen Konzepten in MV anzuregen. Die Auszeichnung bezog sich auf das Konzept „Vor Einsamkeit schützen & Tradition bewahren“. Das Unternehmen engagiert sich für Senioren und die Gemeinschaft. Die Unternehmensgründer haben gemeinsam mit einem Team ein Social Business gegründet. Ziel ist, eine Möglichkeit für ältere Menschen zu schaffen, der Vereinsamung entgegenzuwirken und gemeinsam zu kochen.