Picknick mit Kühen und Kälbern – Erstes Weidefestival auf Gut Borken

Viereck – „Picknick mit Kühen und Kälbern“ – so lautet das Motto des ersten Weidesfestivals in Mecklenburg-Vorpommern, das am kommenden Sonntag, dem 25. Juni 2017, ab 11 Uhr, auf dem Gut Borken in Viereck (LK Vorpommern-Greifswald) gefeiert wird.

„Veranstaltungen wie diese, sind gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig. Massentierhaltung, Pestizide, Gentechnik – die Landwirtschaft sieht sich zunehmend mit negativen Vorurteilen konfrontiert. Dabei hat sie sich in vergangenen Jahren äußerst positiv entwickelt. Mit dem Weidefestival zeigen das Gut Borken, der Bauernverband Uecker-Randow und die Rinder Allianz exemplarisch für viele andere Betriebe, dass unsere Landwirtschaft regional, naturnah, artgerecht und nachhaltig gesunde Lebensmittel erzeugt“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Die 50 Mitarbeiter des Gutes Borken bewirtschaften eine Fläche von ca. 5.000 ha nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus und versorgen insgesamt bis zu 6.000 Biofleischrinder. Darunter sind ca. 2.500 Mutterkühe, die jedes Jahr ein Kalb naturnah und artgerecht aufziehen.

Der gesamte Rinderbestand setzt sich vornehmlich aus den Fleischrinderrassen Fleckvieh, Uckermärker, Limousin und Angus sowie aus zielgerichteten Kreuzungen dieser Rassen zusammen. Die Mutterkühe werden dabei ganzjährig im Freien gehalten. Hierfür wurden spezielle Winterkoppeln auf trockenen und vorwiegenden Wald umgebenen Ackerstandorten eingerichtet, die über frostsichere Tränken sowie mobile Fress- und Liegeplätze verfügen.

Zum Gut gehören auch Bioschweine. Jährlich werden ungefähr 3.500 Schweine gefüttert und aufgezogen.

Das Futter für die Tiere wird ebenfalls im Betrieb erzeugt. Im Frühjahr kommen auf dem Grünland Walzen und Schleppen zum Einsatz und das Biowintergetreide wird gehackt. Lupine, Ackerbohne und Erbse werden im Frühjahr eingesät und der Mais wird in Reihen abgelegt. Unkrautbekämpfungsmittel kommen nicht zum Einsatz. Von Juni bis Oktober wird das Gras von den Wiesen und Feldern geerntet und zu wertvollen Silagen erzeugt. So werden allein 17.000 Tonnen Grassilage für das Winterhalbjahr produziert. Das sind 1.000 große Traktoranhänger voll. Außerdem werden 11.000 Ballen Stroh für die kalte Jahreszeit gepresst.

„Das Weidefestival macht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter für Gäste erlebbar“, so Backhaus. Das Gut sei darüber hinaus ein Botschafter für die erfolgreiche Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit bewirtschaften hierzulande 885 Landwirtschaftsbetriebe ca. 135.700 ha Anbaufläche ökologisch. Damit klettert der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche in MV erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,1 %. Das ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 7,0 % ein Spitzenwert.

Die Landesregierung setzt sich seit Jahren für eine konsequente Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ein. „Landwirtschaft lebt von und mit der Natur, Umweltschutz ist wichtig für uns und nachfolgende Generationen“, so Backhaus. Unter seiner Federführung wurde deshalb das Landesprogramm Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ erarbeitet. Es baut auf der Analyse von Stärken und Schwächen der bisherigen Entwicklung auf. Ziel ist, die Instrumente der Agrarpolitik auf die wachsenden Herausforderungen zu fokussieren, um den ökologischen Landbau als eine besondere Stärke des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter auszubauen.

Um speziell den Bio-Betrieben in MV unter die Arme zu greifen, wurde darüber hinaus das Netzwerk Ökologischer Landbau Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen Eine Zielstellung des Netzwerkes sind der Aufbau von themenspezifischen Vernetzungen entlang der Wertschöpfungskette sowie von Demonstrationsnetzwerken mit Landwirtschaftsbetrieben mit den Themenkomplexen Ackerbau, Gartenbau, Tierhaltung, Vermarktung und Gastronomie. Aber auch die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordinierung länderübergreifender Projekte stehen im Mittelpunkt des Netzwerkes.

Öko-Landbau knackt 10%-Marke

Schwerin – „In Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaften derzeit 885 Landwirtschaftsbetriebe ca. 135.700 ha Anbaufläche ökologisch. Damit klettert der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche hierzulande erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,1 %. Das sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 7,0 % ein Spitzenwert und ein großartiger Erfolg. Die Landesregierung wird sich auch weiterhin nachdrücklich für verbesserte Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Landwirte und ihre Marktpartner einsetzen. Die Zahlen zeigen: Mit unserem Landesprogramm „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Mit diesen Worten lobte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Anlass gibt das 20jährige Bestehen der Bio-Gärtnerei-Watzkendorf (LK Mecklenburgische-Seenplatte). Der Betrieb lädt Besucherinnen und Besucher heute (24. Juni 2017), um 11 Uhr, mit Feldrundfahrten, Exkursionen in die Gewächshäuser sowie Kulinarischem zu einem Hoffest ein.

„Was sich ausschließlich nach Spaß anhört, hat einen fachlichen Hintergrund, der nicht zu unterschätzen ist: Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf macht Bio erlebbar. Das ist wichtig und gut. Verbraucherinnen und Verbraucher kommen beim Hoffest in den vielfältigen Genuss ökologisch erzeugter Produkte und erhalten einen Einblick in den Ökolandbau unseres Landes“, sagte der Minister im Vorfeld der Veranstaltung.

Das Unternehmen ist Backhaus zufolge in vielen Punkten „ein echter Vorzeigebetrieb“. So sei es zum Beispiel gelungen, Gemüsejungpflanzen aller Art zu produzieren. Dafür greife man auf neueste Technik zurück. Bis zu 30 Angestellte gärtnern saisonbedingt auf ca. 20 ha Freiland, in 6.300 m² Gewächshäusern, 5.100 m² Folientunneln und 3.600 m² Folienhäusern.

2012 ist auf dem Betriebsgelände ein Energie autarkes Gewächshaus entstanden. Die Wärme liefert eine Biogas-Anlage, der Strom kommt aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und das Wasser aus einem Regenwasserauffangbecken. Minister Backhaus: „Das nenne ich Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Im Januar 2017 konnte die Bio-Gärtnerei Watzkendorf als erstes Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern beim Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau punkten. Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf überzeugte die Jury in der Kategorie „Herausragende Leistungen in der Umsetzung eines gesamtbetrieblichen Konzepts im Bereich des Anbaus und der Vermarktung von Gemüse und Jungpflanzen“. „Auch wenn der Preis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verdienterweise an ein einzelnes Unternehmen geht, so ist er auch Anerkennung für die Leistungen einer ganzen Branche“, so Backhaus.

Ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Wirtschaften sind angemessene Erzeugerpreise. Das gilt trotz der flächenbezogenen Förderung auch für den ökologischen Landbau. „Wie überall in der Landwirtschaft bewegen sich die Öko-Betriebe in einem knallharten europäischen Wettbewerb. Das heißt, die quantitative Erhöhung muss mit einem nachhaltigen und marktgerechten Wachstum der Branche einher gehen“, betonte der Minister.

Ziel der Landesregierung ist es, die Instrumente der Agrarpolitik auf die wachsenden Herausforderungen auszurichten, um den ökologischen Landbau als eine besondere Chance des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter auszubauen. Dazu wurde das Landesprogramm zur Stärkung und Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ erarbeitet.

Gefragt seien neben Förderangeboten, aber vor allem erfolgreiche Betriebskonzepte. „Mit Menschen, wie in der Bio-Gärtnerei Watzkendorf, wird es auch zukünftig gelingen, den ökologischen Landbau im Land nachhaltig zu entwickeln und zu befördern“, sagte der Minister abschließend.

Backhaus: Jagd hoch angesehen – Ehrenamtlicher Einsatz „unbezahlbar“

Warnemünde – Rund 400 Delegierte und Gäste aus Jagd, Politik, Verbänden und Unternehmen sind am Donnerstag (22. Juni 2017) zum Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde zusammengekommen, um über Zukunftsfragen des Verbandes und die Bedeutung der Jagd in Deutschland zu diskutieren.

Am heutigen Freitag (23. Juni 2017), um 15 Uhr, wird Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus den öffentlichen Teil der Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.

Backhaus betonte im Vorfeld der Veranstaltung, dass die Jagd in der Bevölkerung des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine erfreulich hohe Akzeptanz erfährt: „Durch die traditionell große Bedeutung von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie die überwiegend ländliche Struktur haben die meisten Menschen hier oben im Norden das Verständnis für die Notwendigkeit der Jagd noch nicht verloren.“

In Mecklenburg-Vorpommern sorgen ca. 12.000 Jägerinnen und Jägern mit ihren 3.000 Jagdhunden als Naturschützer für einen artenreichen und gesunden Wildbestand. Davon sind 83 % im Landesjagdverband organisiert, der seit 1992 auch als anerkannte Landesjägerschaft gilt. Deutschlandweit gibt es etwa 382.000 Jägerinnen und Jäger.

Auch im restlichen Bundesgebiet sei die Jagd akzeptiert. Das habe eine vom Deutschen Jagdverband jüngst in Auftrag gegebene Image-Umfrage ergeben. Demnach seien rund 80% der Deutschen überzeugt, dass die Jagd notwendig sei, um Wildbestände zu regulieren und Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen. „Das bestärkt die Jägerschaft in ihrem täglichen Handeln“, so der Minister.

Die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern bringen mit viel jagdlichem Geschick und unter besonderer Achtung vor der Kreatur jährlich etwa 127.000 Stück Schalenwild mit einem beachtlichen Gesamtgewicht von rund 3.200 Tonnen zur Strecke. Das landesweite potentielle Vermarktungsvolumen beläuft sich damit auf rund 6,6 Mio. € und allein 23 wildbe- und verarbeitende Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern veredeln das Wildbret zu hochwertigen Wildprodukten, die von der Bevölkerung immer hoch geschätzt sind.

Rot- und Damwild kommen jeweils auf etwa 80 % der Landesfläche vor, wobei 14 Wildschwerpunktgebiete existieren, die etwa ein Drittel der Landesfläche ausmachen. Hinzu kommen flächendeckend Reh- und Schwarzwild und partiell Muffelwild. Rot- und Damwild werden in 60 Hegegemeinschaften mit einer Fläche zwischen 5 und 30.000 ha bewirtschaftet.

Doch damit nicht genug: „Die Jagd spielt in vielen Dörfern unseres Landes eine wichtige Rolle. Die Jägerschaft organisiert viele Veranstaltungen und Feste im Land, die von den Menschen sehr geschätzt werden. Auch das Engagement der Jägerschaft in der Kinder- und Jugendbildung ist von unschätzbarem Wert für die Wahrnehmung der Natur und die Identifikation mit der eigenen Heimat“, betonte Backhaus. Müsste man die täglichen Leistungen der Jägerinnen und Jäger in Deutschland im Ehrenamt vergüten, käme man auf ein Äquivalent von fast 7 Mio. €, veranschaulichte er.

Politisch betrachtet hat die Weiterentwicklung des Jagdwesens in Mecklenburg-Vorpommern zu keiner anderen Zeit einen so großen Rückhalt erfahren: „Mit Erfolg haben wir uns auf Bundesebene für eine konkrete Regelung zur bundeseinheitlichen Verwendung von Büchsenmunition und eine bundeseinheitliche Jägerprüfung ausgesprochen. Besonders stolz bin ich auch auf die enge Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten und den hohen politischen Stellenwert der Wildschadensausgleichskasse. Wir sind das einzige Bundesland mit flächendeckend gebildeten Wildschadensausgleichskassen. Sie bilden das Rückgrat im Jagdwesen des Landes und stärken die Bodenständigkeit der Jagd“, so Backhaus.

Mit Sorge betrachte er hingegen die jüngsten Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen altbewährte Regelungen des Bundesjagdgesetzes abgeschafft werden sollen oder bereits wurden. Begründet werde dies oftmals mit der Notwendigkeit einer ökologischen und tierschutzgerechten Ausrichtung des Jagdrechts. Tatsächlich werden Wildarten aus dem Jagdrecht genommen, Jagdzeiten verkürzt oder aufgehoben, die Liste der sachlichen Jagdverbote verlängert, der Jagdschutz weiter eingeschränkt oder demnächst noch weitere Grundstücke befriedet. „Ist dann erst mal die Hegeverpflichtung abgeschafft, verkommt das Jagdwesen nur noch zur Abschusshilfe im Schadensfall“, warnte er.

Auch das Thema Wolf ließ der Minister nicht unerwähnt. Gerade mit Blick auf die dynamische Populationsentwicklung müssten bundesweit abgestimmte Lösungen her. „Wir führen dazu sowohl länderübergreifend als auch mit dem Bund entsprechende Abstimmungen. Ziel ist, eine Population sowie Maßnahmen zu definieren, die eine Vereinbarkeit der verschiedenen Anforderungen an die Kulturlandschaft auch zukünftig ermöglicht.“ Übergriffe auf Nutztiere könnten durch konsequente Herdenschutzmaßnahmen deutlich minimiert werden. Seit 2013 hat das Land Präventionsmaßnahmen mit etwa 290.000 € gefördert. Insgesamt kam es seit 2007 zu 63 Schadensfällen, bei denen der Wolf nicht als Verursacher ausgeschlossen werden konnte.

Gewinner des Wissensquiz anlässlich des Umwelttages

Schwerin – Anlässlich des Umwelttages (5. Juni) fand in der Woche vom 29. Mai bis 2. Juni die größte organisierte Schülerwanderaktion in den 13 Nationalen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns statt. Dabei wurde auf spielerische Art auch ein anspruchsvolles, nach Klassenstufen gestaffeltes Wissensquiz durchgeführt. Insgesamt sind 35 richtige Quizbögen eingegangen. Jetzt zog Umweltminister Dr. Till Backhaus fünf Gewinner:

Preis: Klasse 5a, Sonderpädagogisches Förderzentrum Eggesin (1.000 Euro),
Preis: Klasse 1-4, Mosaik Schule Holzendorf, Groß Miltzow (500 Euro),
Preis: Klasse 5, Regionale Schule Woldegk mit Grundschule (200 Euro),
Preis: Klasse 4a, Grundschule „Stadt Usedom“ (200 Euro),
Preis: Klasse 7a, Schule am Stadtpark, Brüel (100 Euro).

„Ich gratuliere allen Gewinnern sehr herzlich und hoffe, dass sich die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin so engagiert mit ihrer Umwelt auseinandersetzen“, sagte der Minister.

„Wandern gehen klingt für viele junge Leute noch immer angestaubt. Mit unseren Umweltwanderungen haben wir in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge gezeigt, dass Wandern aufregend, vielfältig und modern sein kann. Vom Wasserwandern bis hin zu digitalen Schnitzeljagden – in unserem Land ist vieles möglich. Ganz nebenbei haben die rund 1.000 Kinder und Jugendlichen Wissenswertes über Natur und Umwelt erfahren“, so Dr. Backhaus.

Den Auftakt der Wanderwoche machte eine 7. Klasse des Gymnasiums Anklam gemeinsam mit Minister Backhaus. In drei Gruppen geteilten erforschten die Kinder abwechselnd Stolpe und Umgebung, die interaktive Ausstellung im Naturparkhaus und eigneten sich Wissen über die Biologie des Bibers an. Im Mittelpunkt stand die Peene, die mit 175 km der drittlängste Mecklenburg-Vorpommerns ist. Er gehört zu den letzten unverbauten Fließgewässern Deutschlands. Durch den naturnahen Zustand ist sie auch einer der fischartenreichsten Flüsse Deutschlands.

Die 13 Nationalen Naturlandschaften im Land hatten anlässlich der Wanderwoche 42 verschiedene Wanderangebote gemacht.

Die Wanderungen führten durch den Wald, entlang an Hecken und Seen, der Küste und Binnendünen, Deichen und Flüssen.

Auf diversen Wanderungen gab es Wissensstationen. Die Schülerinnen und Schüler konnten Gewässer untersuchen, mikroskopieren, sowie Kräuter und Tierspuren bestimmen.

Hauptrettungsturm im Ostseebad Koserow offiziell in Betrieb genommen

Insel Usedom – Der neue Rettungsturm im Ostseebad Koserow (Insel Usedom) ist am Montag offiziell von Wirtschaftsminister Harry Glawe eröffnet worden. „Mit der Inbetriebnahme des neuen Rettungsturmes wird sich die Attraktivität des Ostseebades Koserow für Einheimische und Gäste nachhaltig erhöhen. Die am Turm stationierten Rettungsschwimmer erhalten bessere Arbeitsbedingungen. Ihnen steht jetzt mehr Fläche zur Betreuung der Badegäste zur Verfügung. Und mit der Verlegung des Rettungsturms an den Haupteingang des Strandes ist für die Rettungsschwimmer ein schnelleres Ankommen bei den Badegästen möglich“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der bislang genutzte Rettungsturm befand sich direkt über der Seebrücke und war nur über diese zu erreichen. Der neue Turm steht nun am Haupteingang zum Strand, etwa 100 Meter von der Seebrücke entfernt. Von Anfang Mai bis Mitte September sollen im gesamten Strandbereich an insgesamt fünf Rettungstürmen täglich zwischen 11 und 13 Rettungsschwimmer aktiv sein. Die Überwachung des Badestrandes hat der Arbeiter Samariter Bund (ASB) seit vielen Jahren inne. „Um die wertvolle Arbeit der Rettungsschwimmer noch weiter zu erleichtern, wird heute auch der Fuhrpark erweitert. Ein neuer Jetski vom Arbeiter Samariter Bund und ein von der Gemeinde angeschafftes Quad unterstützen zukünftig die Arbeit der Rettungsschwimmer“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 192.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf knapp rund 240.000 Euro.

Im Zusammenhang mit den durch das Sturmhochwasser verursachten Schäden in der Gemeinde Ostseebad Koserow hatte das Wirtschaftsministerium jüngst die Reparatur von zwei Holztreppen am Streckelsberg und den Ersatz der zerstörten Treppe an der Steilküste unterstützt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 1,02 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium förderte die Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 892.000 Euro.

Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V. erhält 10.000 EUR Projektförderung

Schwerin – Der Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V. erhält 10.000 Euro für Investitionen im Naturerlebnispark Mühlenhagen, der sich auf rund 40 Hektar im Tollensetal erstreckt.

Besucher können dort rund 650 Tiere in den Gehegen von mehreren Aussichtspunkten aus beobachten. Unter anderem werden 30 bis 40 Wild- und Hausschafe in einem großen Gehege gehalten. Die vorhandene Einzäunung ist marode und muss unbedingt erneuert werden.

Um die Arbeit des Naturerlebnisparks zu unterstützen, waren finanzielle Mittel für einen neuen Gehegezaun und einen Unterstand in den Landehaushalt eingestellt worden.

Gemeinde Sundhagen erhält rund 11.800 Euro für Beseitigung der Sturmflutschäden

Sundhagen – Neben anderen Gemeinden war auch die Gemeinde Sundhagen Anfang des Jahres von der Sturmflut „Axel“ betroffen, bei der Strände, Wege oder Gebäude in mehreren Küstenorten unseres Landes beschädigt wurden. Bereits wenige Tage nach der Sturmflut wurden ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht. Das Ministerium für Inneres und Europa beteiligt sich mit 5 Mio. EUR.

„Die Gemeinden wurden entgegen des gängigen Antragsprozedere bereits kurz nach der Sturmflut darüber informiert wurden, dass Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherung und zur Wiederherstellung der Strände ohne Bewilligung durchgeführt werden können“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Dazu gehörte zum Beispiel das Beräumen und Wiederherstellen von Strandübergängen oder das Beseitigen von Dünenkliffs außerhalb von Küstenschutzanlagen. Normalerweise ist hierfür ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn nötig. Hier haben wir das Verfahren jedoch aus Gründen der Gefahrenabwehr beschleunigt.“

Insgesamt wurden 46 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,7 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Sundhagen. Dort kam es an der Steilküste in Stahlbrode zu erheblichen Küstenabbrüchen. Zehn Kilometer hinter der Steilküste in Stahlbrode liegt eine Siedlung mit etwa 150 Ferienhäusern. Mit rund 11.800 Euro unterstützt das Innenministerium die Gemeinde, die die größten Schäden beseitigt hat, um Einheimischen und Gästen einen ordentlichen Strandbereich in der Urlaubsaison präsentieren zu können.

Förderkürzungen für Öko-Landbau und AUKM in Wasserschutzgebieten jetzt ausgleichen

Anträge bis 30.06.2017 möglich!

Schwerin – Landwirte, die eine Förderung zur ökologischen Wirtschaftsweise sowie zu Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen erhalten, unterliegen ggf. einer Kürzung ihrer beantragten Förderung in Wasserschutzgebieten.

Mit dem Erlass „Hinweise zum Entschädigungs- bzw. Ausgleichsverfahren in Wasserschutzgebieten (WSG)“ des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt M-V vom 9. Februar 2017 können Landwirte nun ihren Anspruch auf Ausgleichszahlung in Höhe des reduzierten Fördersatzes geltend machen, dessen landwirtschaftlich genutzte Flächen sowohl in einem seit 1992 förmlich festgesetzten Wasserschutzgesetz als auch in zu DDR-Zeiten festgesetzten Trinkwasserschutzgebieten liegen und nach dem Wassergesetz des Landes M-V (LWaG) fortgelten.

Wie bereits mit der Pressemitteilung vom 24.03.2017 mitgeteilt, sind die Anträge auf Ausgleichszahlungen in Höhe des reduzierten Fördersatzes fristgerecht bei der zuständigen unteren Wasserbehörde der Landkreise einzureichen. Um die Fristen gemäß § 19 Abs. 2 LWaG zu wahren, sind Anträge frühzeitig zu stellen. Der Anspruch auf Ausgleichszahlungen entfällt, wenn ein Antrag für ein Kalenderjahr nicht bis zum 30. Juni des Folgejahres gestellt wird.

Informationen bzw. benötigte Antragsunterlagen können auf der Internetseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt M-V abgerufen werden.

Für den fristwahrenden Antrag sollte der entsprechende Vordruck „Antrag auf Zahlung von Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile auf der Grundlage des § 52 Abs. 5 WHG i.V.m. § 19 Abs. 1 LWaG wegen Einschränkung der ordnungsgemäßen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung“ (Anlage 3 zum Erlass vom 09.02.2017) verwendet werden. Da der Zuwendungsbescheid für die erbrachten Verpflichtungen im Kalenderjahr 2016 erst im Herbst 2017 vorliegen wird, ist eine Kopie des Auszahlungsantrages beizulegen.

Sicherheit des Zwischenlagers Brunsbüttel nach wie vor unklar

BUND ist gegen Neugenehmigung ohne nachvollziehbaren Sicherheitsnachweis. Debatte über Atommüll-Zwischenlager auf Bundesebene erforderlich

Brunsbüttel/Kiel/Berlin – Ohne den Nachweis, dass das Zwischenlager Brunsbüttel ausreichend gegen Gefahren wie zum Beispiel Flugzeugabstürze oder Terroranschläge geschützt ist, dürfe es keine Neugenehmigung für das Zwischenlager geben. Dies forderten zum heutigen Beginn des Erörterungstermins in Brunsbüttel die Landesverbände Schleswig-Holstein und Hamburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der BUND kritisiert, dass der Öffentlichkeit immer noch Unterlagen vorenthalten würden, die zeigten, ob das Zwischenlager in den letzten Jahren einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Schleswig folgend entsprechend nachgerüstet worden sei.

„Es ist inakzeptabel, dass die Öffentlichkeit in Bezug auf die Sicherheit eines Atommülllagers im Unklaren gelassen wird. Der Betreiber Vattenfall und das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als Genehmigungsbehörde müssen endlich sämtliche Unterlagen zur Nachrüstung des Zwischenlagers vorlegen. Geschieht das nicht, muss der Erörterungstermin vertagt werden“, sagte Rainer Guschel vom Arbeitskreis Atom des BUND-Landesverbands Schleswig-Holstein.

2013 hatte das Oberverwaltungsgericht Schleswig die Genehmigung des Atommüll-Zwischenlagers Brunsbüttel aufgehoben, da ein ausreichender Schutz gegen Gefahren von außen nicht nachgewiesen werden konnte. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden in der Folgezeit begrenzte Nachrüstungen an dem Zwischenlagergebäude durchgeführt. Einzelheiten dazu gaben die Behörden bislang nicht bekannt. Unter anderem deshalb hatten die BUND-Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein Einwendungen gegen die Neugenehmigung eingereicht. Außerdem kritisiert der BUND, dass der Stromkonzern Vattenfall im Zuge einer „Bereitstellungslagerung“ weiterhin Castor-Behälter in Brunsbüttel einlagern darf, obwohl das Zwischenlager über keine atomrechtliche Genehmigung verfüge.

„Die von Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck ermöglichte sogenannte Bereitstellungslagerung ist rechtwidrig. Es fällt tatsächlich schwer, an ein angeblich noch ergebnisoffenes Genehmigungsverfahren zu glauben, wenn sich schon fast alle vorgesehenen Behälter im Lager Brunsbüttel befinden“, sagte Guschel.

Angesichts der Sicherheitsdefizite bei sämtlichen deutschen Atommüll-Zwischenlagern fordert der BUND sowohl an den jeweiligen Standorten als auch auf Bundesebene eine grundsätzliche Diskussion um die Sicherheit der Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll.

Neben dem unklaren Schutz gegen Einwirkungen von außen fehle allen Zwischenlager-Standorten nach Stilllegung der Atomkraftwerke die Möglichkeit zur Reparatur schadhafter Castor-Behälter. Hinzu komme, dass die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bislang genehmigt in Betrieb blieben, was neue Risiken mit sich bringe. Tatsache sei, dass bis zum Ablauf der Genehmigungen für die Zwischenlager noch kein dauerhaftes Lager für hochradioaktiven Abfall zur Verfügung stehe.

„Es muss im öffentlichen Diskurs geklärt werden, wie die Zwischenlagerung weitergehen soll, welche Nachrüstungen erforderlich sind und ob eventuell verbesserte Neubauten die alten Lager ersetzen könnten“, forderte der Sprecher des BUND-Arbeitskreises Atom, Edo Günther.

Als Grundlage einer solchen Debatte veröffentlichte der BUND ein Grundsatzpapier mit dem Titel „Atommüll-Zwischenlager-Konzept jetzt überprüfen“.

Landesforschungsanstalt publiziert Beiträge zum Aalmanagement

Schwerin – Das Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt MV hat ein Mitteilungsheft mit Beiträgen zum Aalmanagement veröffentlicht. Hintergrund ist eine Bestandsprognose, die das Institut für das Einzugsgebiet Warnow/Peene vorgenommen hat.

„Der Europäische Aal ist eine bedeutende Art für die europäische Berufsfischerei. Seit mehr als 50 Millionen Jahren wandern die Tiere durch die Gewässer dieser Welt. Doch ihre Lebensräume haben sich dramatisch verschlechtert. Verbaute Flüsse, Fischfang und der Klimawandel machen ihnen zu schaffen. Der Bestand ist seit den 1980er Jahren massiv rückläufig. Die Landesforschungsanstalt leistet mit großskaligen Telemetriestudien einen zentralen Beitrag, um das Abwanderungsverhalten von Aalen besser zu verstehen und darauf aufbauend verbesserte Managementmaßnahmen zu entwickeln. Davon profitieren Natur und Fischerei – zwei zentrale Aushängeschilder unseres Bundeslandes“, lobte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, das Projekt.

Aufgrund der Besorgnis erregenden Bestandsentwicklung bat die Europäische Kommission die wissenschaftlichen Gremien um Stellungnahmen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation. Der Internationale Rat zur Erforschung der Meere kam zu dem Schluss, dass Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen dringend ergriffen werden müssen. 2007 wurde im Ergebnis die Europäische Aalverordnung verabschiedet, die die Erstellung von Managementplänen vorsieht. „Ziel ist, die Abwanderung von 40 Prozent der adulten Aale aus den Binnengewässern in Richtung des Laichgebiets Sargassosee zu ermöglichen. Bezugspunkt ist ein unbeeinflusster Bestand vor 1980“, so der Minister.

Gemäß der gegenwärtigen Prognose der LFA wird im Binnenbereich des Einzugsgebiets Warnow/Peene die geforderte Abwanderungsrate erstmalig nach dem Jahr 2035 erreicht. „Die Prognose berücksichtigt die bekannten anthropogen bedingten Sterbeursachen, wie die fischereiliche Entnahme oder Verluste durch Wasserkraftwerke. Ebenso wird der Aalfraß durch Kormorane berücksichtigt“, erklärte der Projektverantwortliche und Diplom-Biologe Dr. Malte Dorow.

Auch wenn die Ursachen für den Rückgang bekannt sind, eine abschließende Bewertung der relativen Wirkungen dieser Einflussfaktoren auf regionaler Basis steht bis heute zumeist aus. Wie am Beispiel der Angelfischerei in diesem Heft gezeigt wird, sollten mittels der weitergehenden Bewertung bekannter Einflussfaktoren die Belastbarkeit der Prognosen verbessert sowie das Aalmanagement adaptiv weiterentwickelt werden.

Eine wesentliche Säule des gegenwärtigen Aalmanagements stellt das durch Landesmittel und EU-Mittel finanzierte Besatzprogramm mit Jungaalen dar. Das geförderte Besatzprogramm wird 2017 in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Bis Ende Juni werden rund sechs Tonnen Jungaale im Binnenbereich von M-V ausgesetzt. Verschiedene Artikel des veröffentlichten Heftes thematisieren neue Wege des Besatzmanagements oder den Stand der künstlichen Aalvermehrung.

„Die gemeinsamen Anstrengungen der Berufs- und Angelfischerei sowie der zuständigen Behörden basieren auf der Idee, dass die wesentlichen Nutzer des Aals aktiv in die Umsetzung der Europäischen Aalverordnung in Mecklenburg-Vorpommern eingebunden werden. Diese gemeinsam getragene Verantwortung für den Aalbestand auf lokaler Ebene ist eine elementare Voraussetzung für die erfolgreiche Ausgestaltung des Aalmanagements im gesamten Land“, so Backhaus abschließend.

Steigende Nitratbelastung des Grundwassers erfordert Verschärfung des Düngerechts

Berlin – Anlässlich einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zur Nitratbelastung des Grundwassers fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Verschärfung des Düngerechts. Bundesweit werden bei etwa einem Drittel aller Grundwassermessstellen in der Nähe landwirtschaftlicher Nutzflächen die Nitrat-Grenzwerte überschritten. Besonders hoch ist die Belastung in Gebieten mit viel Tierhaltung.

Mit Nährstoffen wie Nitrat belastetes Grundwasser kann nicht als Trinkwasser verwendet werden, ohne verdünnt oder chemisch aufbereitet zu werden. Der UBA-Studie zufolge belaufen sich die Zusatzkosten der Wasserwerke auf bis zu 767 Millionen Euro im Jahr. Die Wasserrechnung für einen Vier-Personen-Haushalt erhöht sich dadurch um bis zu 134 Euro im Jahr. „Es ist inakzeptabel, dass die Wasserwerke und letztlich die Verbraucher hunderte Millionen Kosten tragen müssen, weil die Gewässer in Deutschland mit Düngemitteln belastet sind“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Wichtig seien jetzt konsequente Gegenmaßnahmen des Landwirtschaftsministeriums. „Zum Schutz von Fließgewässern, Meeren und des Grundwassers müssen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft deutlich reduziert werden. Minister Schmidt muss sich endlich dazu durchringen, das Düngerecht deutlich zu verschärfen. Jetzt muss die Hoftorbilanz für alle Betriebe ab dem Jahr 2018 kommen. Es braucht einen sofortigen Düngestopp in besonders belasteten Gebieten und eine bundesweite Gülle-Transportdatenbank“, forderte Weiger.

Der BUND-Vorsitzende wies auch darauf hin, dass in der Studie lediglich die Kosten zur Trinkwassergewinnung berechnet worden seien. „Die Nitratbelastung von Bächen, Flüssen und Meeren hat das Umweltbundesamt noch gar nicht untersucht. Hohe Nährstoffeinträge in Gewässer schädigen Fische, Amphibien und andere Lebewesen. Die tatsächlichen volkswirtschaftlichen Kosten dürften in die Milliarden gehen. Und noch gänzlich im Dunkeln liegt, wie hoch die Schäden für die Artenvielfalt sind“, sagte Weiger.

Durch die UBA-Studie relativiere sich auch das von der Agrarindustrie immer wieder ins Feld geführte Argument der hohen Kosten für Bio-Lebensmittel. „Würden bei Lebensmitteln externe Kosten beispielsweise für die Trinkwasseraufbereitung eingerechnet, wären konventionelle Lebensmittel viel teurer und der Abstand zu Öko-Lebensmitteln lange nicht so groß“, sagte der BUND-Vorsitzende.

„Grüne Berufe“ bundesweit gefragt, Zurückhaltung in MV

Schwerin – Im laufenden Ausbildungsjahr 2016/2017 (Stichtag 31.12.2016) wurden in den landwirtschaftlichen Berufen bundesweit insgesamt 13.582 Ausbildungsverträge (+0,9 Prozent im Vorjahresvergleich) bei den zuständigen Stellen registriert. Gegenläufig entwickelten sich die Ausbildungszahlen mit 11.090 Neuverträgen(+3,6 Prozent) in Westdeutschland und 2.492 Neuverträgen (-9,2 Prozent) in Ostdeutschland. Dies teilte der Verband der Landwirtschaftskammern heute in einer Pressemitteilung mit.

Im Beruf Landwirt/in gab es bundesweit 4.093 Neuverträge (-3,5 Prozent), davon 3.233 (+/-0 Prozent) in Westdeutschland und 860 (-13 Prozent) in Ostdeutschland.

Weiter deutlich rückläufig sind die Ausbildungszahlen im Beruf Tierwirt/in mit insgesamt 332 (-17 Prozent) Neuverträgen, davon 85 (+13 Prozent) im Westen und 247 (-24 Prozent) im Osten. Besonders stark fiel hier die Entwicklung für die Fachrichtung Rinderhaltung mit 205 Neuverträgen aus (-28 Prozent).

Im Beruf Pferdewirt/in blieb die Anzahl mit 756 Ausbildungsneuverträgen (+1 Prozent) nahezu konstant, wobei sich die Zahlen in Ostdeutschland rückläufig entwickelten (-6,3 Prozent) und in den westdeutschen Bundesländern leicht anstiegen (+2,6 Prozent).

Im Beruf Fachkraft Agrarservice zeichnete sich mit 280 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ein moderater Rückgang gegenüber dem Vorjahr ab (-3,5 Prozent) wohingegen sich der 2013 neu geschaffene Beruf Pflanzentechnologe/-technologin mit insgesamt 36 hauptsächlich im norddeutschen Bereich abgeschlossenen Ausbildungsverträgen stabil entwickelte.

Im Ausbildungsberuf Gärtner/in wurde bundesweit ein Anstieg auf 5.000 Neuverträge verzeichnet (+4 Prozent), der vor allem für Westdeutschland (+ 4,2 Prozent) aber auch Ostdeutschland (+2,4 Prozent) einen Zuwachs bedeutete. Ähnlich verhielt es sich bei dem Beruf Winzer/in mit insgesamt 367 Ausbildungsneuverträgen (+3,1 Prozent).

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im laufenden Ausbildungsjahr 2016/2017 (Stichtag 31.12.2016) in den landwirtschaftlichen Berufen 432 Neuverträge geschlossen. Das entspricht einem Rückgang von insgesamt 5,7%.

„Das sind bedauerliche Zahlen, insbesondere für ein Agrarland wie Mecklenburg-Vorpommern. Solides Fachwissen und ein hohes Allgemeinwissen sind der Garant für eine starke und nachhaltige Agrarwirtschaft. Dazu brauchen wir junge Menschen, die bereit sind, fleißig zu lernen, sich Wissen anzueignen und – von erfahrenen Meistern ihres Faches geführt – zu jungen Facharbeitern heranzuwachsen. Dies setzt Rahmenbedingungen voraus, die eine Ausbildung in landwirtschaftlichen Berufen attraktiv machen. Denn die Qualifikationen sind mittlerweile genauso anspruchsvoll wie für einen führenden Posten im Industriebetrieb, die Verantwortung ist meist größer. Dazu kommt gleichsam ununterbrochener Bereitschaftsdienst. Das schreckt zunächst ab. Umso wichtiger ist es, dass wir jungen Menschen immer wieder vermitteln, dass es sich lohnt, einen Agrarberuf zu erlernen. Die vielfältige Einsatzmöglichkeiten, die Qualität der Ausbildung und der Bezug zum selbst geschaffenen Produkt sind nur einige Gründe dafür“, kommentierte Dr. Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die Entwicklung.

Im Beruf Landwirt/in gab es hierzulande 182 Neuverträge (= -8,0%). Rückläufig sind die Ausbildungszahlen auch im Beruf Tierwirt/in. Hier wurden 39 Neuverträge (= -7,1%) eingegangen. Den größten Rückgang an Auszubildenden verzeichnen der Beruf „Fachkraft Agrarservice“ mit 15 Neuverträgen (= -31,8%) und der Bereich „Rinderhaltung“ mit 29 Neuverträgen (= -21,6%).

Positive Entwicklungen verzeichnen hingegen die Berufe Pferdewirt/in mit 20 Neuverträgen (= +66,6%) und Gärtner/in mit 65 Neuverträge (= +41,3%). Winzer werden in MV nicht ausgebildet.

Wolfsfähen aus Lübtheener Rudel unternehmen erste Exkursionen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern wurden mittlerweile vier Wölfe mit einem Peilsender markiert. Im Oktober 2015 gelang es erstmals, den männlichen Wolfswelpen „Arno“ aus dem Rudel in der Lübtheener Heide mit einem GPS-Gerät auszustatten. Dieser wurde ein Jahr später illegal geschossen. Ein Jahr später, im Oktober 2016, wurde den Wolfsfähen „Naya“ und „Emma“ aus dem gleichen Rudel ein Halsband angelegt. Vor kurzem kam ein Rüde „Torben“ in der Ueckermünder Heide hinzu.

Im Frühjahr 2017 haben die beiden Schwestern „Naya“ und „Emma“ erste Exkursionen unternommen.

Am Morgen des 13. März bewegte sich „Emma“ erstmals außerhalb des Territoriums des Lübtheener Rudels und durchwanderte den Lebensraum des angrenzenden Kalißer Rudels Richtung Südosten. Am frühen Morgen des 15. März überquerte sie dann bei Lütkenwisch/Jagel die Elbe und erreichte nach kurzem Besuch in Brandenburg die nördlichste Spitze von Sachsen-Anhalt. Von dort aus durchschwamm sie kurz darauf den Elbebogen ein zweites Mal, um wieder in Brandenburg anzulanden. Nach kurzem Aufenthalt westlich von Perleberg kehrte sie am 21. März nach Lübtheen zurück.

Wolfsfähe „Naya“ startete am 05. April auf eine größere Exkursion Richtung Südwesten. Nach der Überquerung der Elbe durchlief sie mehrere niedersächsische Rudelterritorien und durchquerte auch die großen Truppenübungsplätze Munster und Bergen. Am 10. April kehrte sie dann westlich von Celle um und lief auf einer sehr ähnlichen, aber nicht der gleichen Strecke zurück. Am Morgen des 19. April war sie wieder bei Jasnitz, dem Startpunkt des Ausfluges zurück. Der weiteste Punkt war von dort etwa 135 km entfernt.

„Es ist toll, dass die intensive Arbeit unserer Wolfsbeauftragten Früchte trägt und wir uns mittels der Telemetriedaten nun ein genaues Bild über die Lebensweisen und räumliche Ausbreitung der Wölfe machen können. Die zum Teil mehrwöchigen Ausflüge in benachbarte Bundesländer sind nicht nur spannend nachzuvollziehen. Unsere Experten leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wildtierforschung. Denn das Besendern eines Wolfes ist sehr zeitaufwendig und nicht immer ganz einfach, da das Tier zuerst aufgespürt, eingefangen und betäubt werden muss. Unter Betäubung wird das Tier dann untersucht und vermessen und zum Schluss dann ein Senderhalsband angepasst. Auf diese Weise lassen sich die Tiere aus der Entfernung lokalisieren, ohne sie zu stören oder ihr Verhalten zu beeinträchtigen“, kommentierte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus die Erkenntnisse.

Das Telemetrie-Projekt wird seit 2011 vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV in enger Abstimmung mit dem Landesjagdverband MV, dem Bundesforstbetrieb Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Forstamt Kaliß der Landesforstanstalt und der TU Dresden durchgeführt. Künftig sollen in Mecklenburg-Vorpommern weitere Wölfe besendert werden.

„Fangempfehlung für Hering haben Branche kalt erwischt“

Negast – Auf der diesjährigen Jahrestagung des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer Mecklenburg-Vorpommern im Hotel Jagdhof in Negast (LK Vorpommern-Rügen) betonte Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, dass die kürzlich vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) veröffentliche Fangempfehlung für den Heringsbestand der westlichen Ostsee die Branche kalt erwischt habe.

„Während der ICES noch im letzten Jahr annahm, dass der Bestand sich positiv entwickelt und nachhaltig bewirtschaftet wird, geben die Ergebnisse der Bestandsberechnung nun ein deutlich pessimistischeres Bild“, so der Staatssekretär. Ursache ist die nach Auffassung der Wissenschaft abnehmende Nachwuchsproduktion; die Jahrgänge 2014 und 2016 seien die schwächsten der Zeitserie, was auf steigende Wassertemperaturen im Laichgebiet zurückzuführen sei.

Da der Managementplan zur Bewirtschaftung der Dorsch- Herings- und Sprottenbestände der Ostsee in so einem Fall gravierende Sofortmaßnahmen verlangt, empfiehlt der ICES bereits für 2018 eine drastische Reduzierung der Heringsquote um 39 %. „Dieses wiederspricht der Intention eines mehrjährigen Managementplanes, durch den zumindest mittelfristig kalkulierbare Rahmenbedingungen für die Fischerei geschaffen werden sollten. Genau dieses hat die Landesregierung seit Jahren gefordert, aber genau dieses wird mit dem aktuellen Mehrartenplan nicht erreicht. Hier besteht Nachbesserungsbedarf, für den sich die Landesregierung einsetzen wird“, unterstrich Buchwald.

Mit der vorgeschlagenen Quotenreduzierung stünden M-V im Jahr 2018 mit 5.750 t etwa 40 % der Heringsfangmengen des guten Jahres 2008 (14.700 t) zur Verfügung. Der Erlös aus der Heringsfischerei würde 2018 etwa um 3,2 Mio. € unterhalb des Erlöses des guten Jahres 2008 liegen. Maßgeblich betroffen wären ca. 120 Betriebe.

Anders beim Dorsch: „Nachdem wir bei dem für die Küstenfischerei unseres Landes so wichtigen Dorschbestand der westlichen Ostsee im vergangenen Jahr noch von einer alarmierenden Situation ausgegangen sind, zeichnet sich nun eine bessere Bestandssituation ab“, bilanzierte Buchwald. Nach dem extrem schwachen Jahrgang 2015 (10% vom Mittelwert) hat dieser Bestand 2016 nun jedoch einen sehr starken Jahrgang produziert. Bis Anfang 2018 soll sich der Bestand voraussichtlich sogar verdoppelt haben. Die Fangmengen 2018 könnten nach Einschätzung des ICES somit um 8 % steigen.

Gleichwohl wies der Staatssekretär darauf hin, dass eine 8 %ige Quotensteigerung jedoch nicht zu einer nennenswerten Entlastung der Erwerbsfischerei führe. 2017 stand für M-V für den Dorschbestand der westlichen Ostsee eine Grundquote in Höhe von lediglich 361 t zur Verfügung. Diese Quote wurde schrittweise auf 25 % der Quote des guten Jahres 2012 (1.451 t) reduziert. Der Erlös aus der Dorschfischerei war im Jahr 2017 um ca. 1,5 Mio. Euro geringer als im Jahr 2012.

„Wir haben es somit sowohl bei der Herings- als auch bei der Dorschfischerei quotenbedingt mit einer ausgesprochen schwierigen wirtschaftlichen Situation zu tun. Das Land M-V hat deshalb im Jahr 2017 für 50 Unternehmen der Dorschfischerei aus Bundes- und EU-Mitteln finanzielle Hilfen in Höhe von 241.000 Euro ausgereicht. Das Land wird sich dafür einsetzen, entsprechende Hilfen für die Dorschfischerei auch zukünftig aufrechtzuerhalten“, kommentierte Buchwald. Auch sei es angezeigt, das Programm auf die Heringsfischerei auszuweiten, auch wenn das europäische Fischereirecht hier enge Grenzen steckt.

Staatliche finanzielle Hilfen machen Buchwald zufolge aber nur Sinn, wenn sie Hilfe zur Selbsthilfe sind. Aus Sicht der Landesregierung sei es an der Zeit ernsthaft darüber nachzudenken, welche Strukturen die Fischerei zukunftsfähig machen. Die aktuellen Bedingungen haben zu einem anhaltenden Rückgang der Erwerbsbetriebe geführt. Die Anzahl der Haupterwerbsfischer ist in den letzten zehn Jahren von 384 auf 234 zurückgegangen. Der Trend ist anhaltend. Diese Situation würde sich mit der Umsetzung der Empfehlungen des ICES 2018 verschärfen.

Die Binnenfischerei habe eindrucksvoll unterlegt, dass die Fischerei an ihren oftmals touristisch attraktiven Standorten mit einer nachfragegebundenen Direktvermarktung gewinnbringend organisiert werden kann, so Buchwald. Die Landesregierung werde die Kutter- und Küstenfischer bei der Umsetzung ähnlicher Konzepte unterstützen. Die Voraussetzungen seien geschaffen: Bis 2023 stehen für die Verbesserung der Verarbeitungs- und Vermarktungsbedingungen, die Erneuerung und Modernisierung von Fischereifahrzeugen sowie die Verbesserung der Infrastruktur in den Fischereihäfen etwa 16 Mio. Euro Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.

Die Jahresgesamterlöse des Jahres 2016 haben mit 10,3 Mio. Euro gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre 2014 und 2015 um ca. 12 % zugelegt. Ausschlaggebend dafür waren die erfreulicherweise wieder angehobene Heringsquote und ein ordentlicher Preis von durchschnittlich 36 Cent/kg. Dadurch konnten die Erlöse aus der Heringsfischerei im Jahr 2016 gegenüber dem Durchschnittswert der Vorjahre um 23 % gesteigert werden. Dieses hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die im Jahr 2016 weiter rückläufigen Dorschanlandungen und der anhaltend geringe Preis einigermaßen verkraftet werden konnten.

Die diesjährige Heringsfischerei war über den gesamten Saisonverlauf nicht ganz so ergiebig wie in den Vorjahren. Mit knapp 8.400 t liegen die Anlandungen trotz einer um 8 % gestiegenen Quote um ca. 35 % unter den Anlandungen des Jahres 2016. Die derzeitigen Erlöse liegen bei ordentlichen Preisen mit ca. 3,8 Mio. Euro bei 80 % der Jahresgesamterlöse 2016.

Stadtradeln in Schwerin beginnt – Energieministerium radelt mit

Schwerin – Ab Montag (12. Juni 2017) treten die Schweriner für den Klimaschutz in die Pedale. Mehr als 220 Teilnehmer in 40 Teams haben sich bislang für das dreiwöchige Stadtradeln vom 12. Juni bis zum 2. Juli angemeldet, darunter auch ein Team des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung.

„Unser Ministerium ist für Verkehr und Klimaschutz gleichermaßen zuständig. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun schon im vierten Jahr in Folge mit einem eigenen Team dabei sind“, sagt Energieminister Christian Pegel. 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums bzw. ihre Familienangehörigen und Freunde sind bislang für das EM-Team registriert.

„Sehr gern nehmen wir auch noch weitere Radlerinnen und Radler in unsere Mannschaft auf“, sagt Teamkapitän Markus Woelck, der in der Abteilung Energie arbeitet. Jeder, der mitmachen möchte, kann sich über die Seite www.stadtradeln.de anmelden – für eine der bereits registrierten Mannschaften oder auch mit einem ganz neuen Team.

Die Landeshauptstadt beteiligt sich zum vierten Mal in Folge an der bundesweiten Kampagne zur Radverkehrsförderung. Dabei geht es neben der Freude am Radfahren darum, ein Zeichen für den Klimaschutz und die Radverkehrsförderung zu setzen. Ziel ist, in dem von der teilnehmenden Kommune festgelegten dreiwöchigen Zeitraum möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für das Fahrrad zu sensibilisieren, dafür das Auto auch mal stehenzulassen und so den Kohlendioxid-Ausstoß in ihrer Stadt/ihrer Gemeinde zu verringern. Außerdem gibt es Preise in verschiedenen Kategorien für die drei bestplatzierten Kommunen sowie den besten Newcomer – eine Kommune wie Parchim, die erstmals teilnimmt – und unter den Neueinsteigern die beste Platzierung erreicht.

Von Jahr zu Jahr schließen sich mehr Kommunen dem Stadtradeln an. Bundesweit sind in diesem Jahr bereits 575 angemeldet, sechs davon in Mecklenburg-Vorpommern. Neben Parchim sind das Greifswald, Ludwigslust, Rostock, Schwerin und Stralsund. Das Schweriner Energieministerium unterstützt Städte und Gemeinden aus Mecklenburg-Vorpommern finanziell. Wie in den beiden vorangegangenen Jahren stellt es 10.000 Euro zur Verfügung, aus denen die Teilnahmegebühr für radelbegeisterte Kommunen des Landes erstattet wird. „Davon sind zwei Drittel ausgeschöpft. Kommunen, egal wie groß, können sich also kurzentschlossen noch anmelden“, so Christian Pegel.

Das Ministerium übernimmt die Anmeldegebühr so lange, bis der Fördertopf ausgeschöpft ist. Die Gebühren variieren je nach Einwohnerzahl und werden direkt bei Anmeldung auf www.stadtradeln.de verrechnet – die Kommune muss nicht in Vorleistung gehen.

Beim Stadtradeln kann jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis und jede Region mitmachen. Ein Stadtratsbeschluss oder ähnliches ist dafür nicht erforderlich. Das Einverständnis der Kommune, zum Beispiel durch den Bürgermeister/die Bürgermeisterin oder die Verwaltung, muss jedoch gegeben sein. Bei der Anmeldung über die Webseite www.stadtradeln.de muss zudem eine Ansprechperson vor Ort genannt werden. Letztmöglicher Starttermin ist der 10. September. Anmeldungen werden bis kurz vorher angenommen.