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Monat: Mai 2026

Zu Besuch in der Jenaplanschule

Im Jubiläumsjahr des Deutschen Schulpreises stehen Preisträgerschulen im Fokus

Rostock – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Deutschen Schulpreises die Jenaplanschule Rostock besucht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Robert Bosch Stiftung sowie Mitgliedern der Jury des Deutschen Schulpreises informierte sie sich über die pädagogische Arbeit der Schule, die 2015 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde.

„Die Jenaplanschule Rostock zeigt eindrucksvoll, wie modernes Lernen gelingen kann – mit Gemeinschaft, Eigenverantwortung und individueller Förderung“, sagte Bildungsministerin Oldenburg während ihres Besuchs. „Die Auszeichnung mit dem Deutschen Schulpreis ist bis heute eine schöne Anerkennung für das große Engagement des Kollegiums und der gesamten Schulgemeinschaft.“

Der Deutsche Schulpreis feiert im Jahr 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2006 zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung gemeinsam mit Partnern Schulen aus, die mit innovativer Praxis und erfolgreicher Schulentwicklung überzeugen. Im Jubiläumsjahr besuchen Bildungsministerinnen und Bildungsminister bundesweit Preisträgerschulen, um gute Bildungspraxis sichtbar zu machen und den Austausch zu fördern.

Die Jenaplanschule Rostock ist eine Integrierte Gesamtschule mit Grundschulteil in öffentlicher Trägerschaft. Derzeit lernen dort 800 Schülerinnen und Schüler in 34 Klassen. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Jenaplan-Konzept, das auf Gemeinschaft, Selbstständigkeit und individuelle Förderung setzt. Die reformpädagogische Schulform wurde in den 1920er Jahren von Peter Peterson entwickelt und ersetzt Jahrgangsklassen durch jahrgangsgemischte Stammgruppen. Der Unterricht fußt auf vier Säulen: Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier.

Die Schulleitung und das Kollegium nutzten den Besuch der Bildungsministerin, um sich über aktuelle Aufgaben auszutauschen und Perspektiven moderner Schulentwicklung zu diskutieren. Bildungsministerin Simone Oldenburg hob dabei hervor: „Schulen wie die Jenaplanschule geben wichtige Impulse für unser Schulsystem. Moderne Schulkonzepte und Lernformen sind auch an öffentlichen Schulen möglich. Nicht die Trägerschaft – ob öffentlich oder frei – ist ausschlaggebend, sondern das Engagement der Lehrkräfte.“

Die Jenaplanschule Rostock gehört zu den vier Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die bislang mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. Dazu zählen außerdem das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz (Hauptpreisträger 2022), das Evangelische Schulzentrum Martinschule Greifswald (Hauptpreisträger 2018) sowie die Schule am Park Behrenhoff (Preisträger 2010).

Land will neues Feuerwehrgerätehaus in Völschow fördern

Ines Jesse: „Wir stärken die Feuerwehren in unserem Land.“

Völschow – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute an die Gemeinde Völschow eine Förderankündigung in Höhe von bis zu 600.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr übergeben.

„Leistungsfähige Feuerwehren brauchen zeitgemäße Rahmenbedingungen. Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Kameradinnen und Kameraden vor Ort auch künftig schnell und zuverlässig helfen können“, sagte Staatssekretärin Jesse. „Damit stärken wir unsere Feuerwehren, das Ehrenamt und den ländlichen Raum insgesamt.“

Das Vorhaben in Völschow ist Teil des Projekts „Musterfeuerwehrhaus Mecklenburg-Vorpommern“. Ziel ist es, standardisierte und seriell herstellbare Feuerwehrgerätehäuser zu entwickeln, die von den Kommunen bedarfsgerecht abgerufen und zügig umgesetzt werden können. Durch die Standardisierung werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und Baukosten reduziert. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit des Innenministeriums mit dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK), den Feuerwehrverbänden, der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord sowie weiteren Partnern umgesetzt.

Für die modernen Musterfeuerwehrgerätehäuser stellt die Landesregierung mit dem neuen Programm 50 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden damit 58 Vorhaben im Land über Sonderbedarfszuweisungen gefördert. In den vergangenen Jahren wurden bereits 15 Millionen Euro für konventionelle Feuerwehrgerätehäuser bereitgestellt. Damit konnten bereits 32 Einzelvorhaben für Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten ausgewählt werden.

Voraussetzung für die endgültige Bewilligung der Sonderbedarfszuweisung ist, dass die Gemeinde alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorlegt. Die Gesamtkosten für das geplante zweistellige Musterfeuerwehrgerätehaus werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Europäische Tagung der Leitungen von Justizvollzugsschulen in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt begrüßt in Güstrow Gäste aus 15 deutschen Bundesländern, Österreich und der Schweiz.

Güstrow – „Ich freue mich, die Leiterinnen und Leiter der Justizvollzugsschulen aus fast allen Bundesländern, der Schweiz und Österreich dieses Jahr in Güstrow begrüßen zu dürfen. Die jährliche Tagung hat in Güstrow historischen Charakter. Hier soll Luxemburg offiziell als neuer Teilnehmer aufgenommen werden. Der Austausch auf der Tagung ist wie die Arbeit im Vollzug sehr wichtig. Länderübergreifend haben wir alle ein Ziel:

Unsere Auszubildenden sollen das Rüstzeug für die Straffälligenarbeit, für Resozialisierungsarbeit bekommen. Wenn es uns gelingt, verurteilte Menschen nach der Haftentlassung auf ein Leben ohne neue Straftaten vorbereitet zu haben, dann haben wir für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft das Beste geleistet. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Ausbildung stetig auf den Prüfstand stellen und mit der Zeit gehen“, sagte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow zur Begrüßung der 20 Tagungsgäste.

„Wir haben unsere Ausbildung bewusst praxisnah ausgerichtet. Die Lernphasen in den Justizvollzugsanstalten sind unverzichtbar für das Verständnis im Vollzug. Auch dass wir am Ende der Ausbildung eine praktische Prüfung fordern, trägt zur Qualität der Ausbildung bei. Der theoretische Teil wurde weiterentwickelt. Als Ministerin, die neben der Justiz auch für Gleichstellung zuständig ist, bin ich sehr dankbar, dass aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Themen Einzug in den Lehrplan gehalten haben wie etwa der Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz oder Mobbing. Diese Themen sollen aber nicht nur Theorie sein. Wir haben auch praktische Umsetzungen vollzogen. In der JVA Bützow beispielsweise gibt es ein Supervisions- und Schutzformat für weibliche Bedienstete“, so Ministerin Bernhardt.

„Die Gleichstellungspolitik hat in meiner Amtszeit einen sehr bedeutenden Platz in der gesamten Justiz eingenommen. Wenn ich mir die gesellschaftlichen Debatten und auch die Vorfälle zum Nachteil von Frauen ansehen, muss ich sagen: Endlich hat das Umdenken auch hier begonnen. In jedem Bereich des Lebens sollte Gleichstellung eine Rolle spielen“, erklärte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt weiter.

„Wie alle suchen auch wir händeringend Nachwuchs. Dafür investieren wir. In diesem Jahr wurde die Zulage für Anwärterinnen und Anwärter von 35 auf 50 Prozent erhöht. Das machen immerhin rund 200 Euro mehr im Monat aus. Wir haben das Einstiegsalter auf 18 herabgesetzt. Somit sind die Klassen jünger geworden. Früher lag der Durchschnitt um 26 bis 29 Jahre.

Heute liegt er im Schnitt bei 22 Jahren. Wir werben auf Social Media oder auf Ausbildungsmessen. Die Justizvollzugsanstalten organisieren Berufsinfotage, an denen junge Menschen hautnah den Beruf im Vollzug kennenlernen können. Auf Veranstaltungen wie dem MV-Tag, den Gänsemarkttagen in Bützow oder bei Tagen der offenen Tür im Ministerium in Schwerin fahren wir den großen Gefangenenbus auf. Das alles hat uns zumindest in den letzten Jahren wieder steigende Bewerbungszahlen beschert.

Wir müssen laut trommeln, um sogar innerhalb des öffentlichen Dienstes auf uns aufmerksam zu machen. Das machen wir, obwohl der Justizvollzug eigentlich am erfolgreichsten ist, wenn es nahezu still um ihn ist. Aber er ist eben eine der verantwortungsvollsten und damit wichtigsten Bereiche unseres Rechtsstaates. Einher geht auch die Frage nach der Gewinnung von Lehrkräften. Denn keine Ausbildung ohne Ausbilderinnen und Ausbilder“, so Ministerin Bernhardt.

Erster wettkampfgerechter Baseballplatz in M-V eröffnet

Drese: „Meilenstein für den Baseballsport in unserem Land“

Greifswald – Mit der feierlichen Einweihung der ersten wettkampfgerechten Baseball-Sportstätte in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Wochenende in Greifswald nach Ansicht von Sportministerin Stefanie Drese ein sporthistorischer Meilenstein des Landes erreicht. „Mit dieser Anlage erhält die Sportart erstmals eine professionelle Heimat in unserem Land und das richtigerweise im Geburtsort unseres erfolgreichsten Baseballteams, den Greifswald Baltic Mariners“, freute sich Drese bei der Eröffnung.

Mit dem neuen Platz können die Spielerinnen und Spieler ihren Sport nun erstmals unter offiziellen Wettkampfbedingungen ausüben. „Das ist ein enormer Zugewinn für die Baltic Mariners und zugleich eine verdiente Anerkennung für die jahrelange Pionierarbeit, die der Verein für seinen Sport seit der Gründung im Jahr 2011 geleistet hat“, unterstrich die Ministerin. Gleichzeitig sende der neue Baseballplatz ein wichtiges Signal: „Nämlich, dass auch weniger verbreitete Sportarten in Mecklenburg-Vorpommern ihren festen Platz haben“, so die Ministerin weiter.

Neben dem Baseball-Team soll die Sportstätte so auch anderen Randsportarten wie dem Ultimate Frisbee offenstehen. An spielfreien Wochenenden wird die Anlage außerdem für Familien sowie zur freien sportlichen Nutzung geöffnet. “Diese Sport- und Bewegungsangebote für Jung und Alt stärken natürlich in großem Maße auch das gesellschaftliche Miteinander und die Lebensqualität vor Ort“, so Drese.

Sie hoffe, dass die modernen Bedingungen noch mehr Menschen für den Sport im Verein begeistern. „Der weiteren Entwicklung der Baseball-Abteilung steht nun nichts mehr im Wege, bestehende Kapazitäten anderer Sportstätten können durch die neu sanierte Anlage entlastet werden. Beste Vorzeichen also, um künftig noch mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Sport und Spaß zu gewinnen“, erklärte die Ministerin.

Sie freue sich deshalb sehr, dass das Land gemeinsam mit dem Landessportbund und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald dieses Projekt finanzieren und umsetzen konnte. So wurde die Baumaßnahme mit Landesmitteln in Höhe von fast 423.000 EUR als vereinseigene Sportstätte gefördert. Hinzu kamen rund 62.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes sowie Mittel in Höhe von 18.716 Euro aus dem Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg.

Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht

Schwesig: Armin Müller-Stahl ist mutiger Künstler mit filmischen Wurzeln in MV

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute bei der Preisverleihung des 35. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht. Sie erinnerte ihn an seine filmischen Wurzeln in MV: „Wenn man so will, hat Ihre Karriere in Mecklenburg-Vorpommern angefangen. Der erste Film, in dem Sie 1956 mitgespielt haben, wurde am Strand von Ahrenshoop gedreht.“

In der DDR habe Müller-Stahl in einigen DEFA-Filmen gespielt und habe den Mut gehabt, gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns zu unterschreiben. Danach habe er lange keine Rollen mehr bekommen und sei nach Westdeutschland gegangen. Als Hollywood auf sein Talent aufmerksam geworden sei, wurde sein filmisches Schaffen weltumspannend. Die Oscar-Nominierung für die Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ sei der Höhepunkt einer großartigen Karriere, die ihn immer wieder auch nach Deutschland zurückführt habe.

Schwesig weiter: „Ihr Abenteuer hat Sie von den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns bis in die Studios von Hollywood geführt, vom Theater über den Film und die Schriftstellerei bis in die Malerei, die wir in diesen Tagen im Schleswig-Holstein-Haus sehen können. Dieses Abenteuer und all das, was Sie uns auf Ihrem Weg geschenkt haben, zeichnen wir heute mit dem Goldenen Ochsen aus.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bedankte sich außerdem beim künstlerischen Leiter Volker Kufahl und dem Team des Filmkunstfestes: „Mit anspruchsvollen Wettbewerben, starken Filmen und einem interessanten Rahmenprogramm haben Sie Schwerin wieder in eine Filmhauptstadt verwandelt und dem Publikum eine erlesene Auswahl präsentiert. Ein herzlicher Dank an alle, die das Filmkunstfest möglich machen. Sie haben dazu beigetragen, dass auch das 35. Filmfestival wieder ein großer Erfolg wurde.“

Schwesig betonte: „Kultur muss vielfältig bleiben. Kultur muss unabhängig bleiben. Die Unabhängigkeit der Kultur, ob Kino, Theater, große Oper oder lokale Veranstaltung, ist ein wichtiger Teil von Demokratie. Es darf keine staatlichen Vorgaben geben, was akzeptable und förderungswürdige Kultur ist und was nicht.“ Dafür werde sie sich weiter einsetzen.

Wiedereröffnung des HW Leasing Stadions in Wismar

Mit fast vier Millionen Euro Fördermitteln

Wismar – Sportministerin Stefanie Drese hat am Sonnabend an der feierlichen Wiedereröffnung des HW Leasing Stadions des PSV Wismar teilgenommen. „Nach sechsjähriger Bauzeit in insgesamt vier Bauabschnitten ist in Wismar nun ein echtes, hochmodernes Schmuckkästchen für den Sport entstanden“, erklärte Drese in ihrem Grußwort und stellte dabei das außergewöhnliche Engagement des Vereins heraus.

So seien der neue Kunstrasenplatz, das Teamhaus mit Umkleiden und Sanitäranlagen, die multifunktionale Aufwärmfläche, die erneuerte Laufbahn sowie das Clubhaus mit Geschäftsstelle, Schiedsrichterraum und Multifunktionsbereichen auch mit vielen ehrenamtlichen Stunden der Vereinsmitglieder bewerkstelligt worden.

„Dieser Einsatz vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer ist wahrlich nicht alltäglich. Im Resultat zeigt das neue Station aber was möglich ist, wenn Ehrenamt, kommunale Verantwortung, Landes- und Bundesförderung gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte Drese. Gleichzeitig werde dadurch die große Verankerung des PSV in der Hansestadt Wismar deutlich, so die Ministerin.

Besonders freue sich Drese über die inklusive Ausrichtung der neuen Anlage. So lag ein Schwerpunkt der Umbaumaßnahmen dezidiert auf der Barrierefreiheit. Zudem wurde kürzlich eine Parasportgruppe im Bereich Leichtathletik gegründet, die die neue Trainingsstätte nun voll nutzen kann. Bereits im August soll im Stadion zudem ein landesweiter Talente-Tag im Parasport stattfinden.

„Sport verbindet Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder körperlichen Voraussetzungen. Moderne und barrierefreie Sportstätten sind deshalb wichtige Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, unterstrich Drese beim Rundgang durch die neue Anlage. „Das betrifft gerade Menschen mit Einschränkungen, die bisher nicht immer gänzlich uneingeschränkt Sportstätten nutzen konnten“, so die Ministerin weiter.

Die neue PSV-Sportanlage sei damit eine wichtige Ergänzung für das sportliche Angebot der Hansestadt und die weitere Entwicklung des Vereins. „Mit rund 570 Mitgliedern und zahlreichen Abteilungen, die vom Fußball über Basketball und Boxen bis hin zum Gesundheits- und Rehasport reichen, ist der PSV der Größte der Hansestadt und jetzt noch attraktiver für sportlich Interessierte.“

Insgesamt flossen rund 3,9 Millionen Euro Fördermittel in das Projekt. Das Sportministerium MV unterstützte die Sanierung des Vereinsgebäudes mit Mitteln in Höhe von 300.000 Euro. Weitere Fördermittel wurden durch die Hansestadt Wismar sowie den Bund im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bereitgestellt. Der PSV Wismar hat 200.000 Euro an Eigenmitteln eingebracht und darüber hinaus zahlreiche ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet.

Drese würdigt Arbeit des BerufsBildungsWerkes Greifswald

 Niederschwellige Hilfe zum Berufseintritt

Greifswald – Anlässlich des heutigen Frühlingsfestes des BerufsBildungsWerkes (BBW Greifswald) hat Sozialministerin Stefanie Drese die wichtige Arbeit der Einrichtung für junge Menschen mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf gewürdigt. „Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten erhalten hier die Chance, ihren eigenen Weg in Ausbildung, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben zu finden“, betonte sie in ihrem Grußwort.

Das BBW Greifswald wurde als spezialisierte Einrichtung für die Berufsvorbereitung und Erstausbildung junger Menschen mit Handicaps bereits im Jahr 1990 gegründet und ist die einzige Einrichtung dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern. Sie bietet insbesondere Menschen mit Lern-, Körper- und Sinnesbehinderungen, psychischen Erkrankungen oder Mehrfachbehinderungen vielfältige Möglichkeiten der Berufsvorbereitung und Ausbildung.

Mehr als 50 Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl – unter anderem in den Bereichen Agrarwirtschaft, Hauswirtschaft, IT, Elektrotechnik, Gastronomie und im Bereich der Bürotätigkeiten. Dabei begleitet das BBW junge Menschen individuell und auf Augenhöhe dabei, ihre eigenen Fähigkeiten auszubauen und den Sprung auf den Arbeitsmarkt zu schaffen,

„Durch die engagierte Arbeit der Mitarbeitenden werden den jungen Menschen hier oftmals ganz neue Perspektiven eröffnet“, erklärte Drese. Hilfreich sei hierfür insbesondere eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Durch Kooperationen mit Unternehmen und das Lernen im realen Arbeitsprozess würden die Auszubildenden ganz lebensnah und entlang der eigenen Potentiale auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet.

„Auch die unterschiedlichen Wohnangebote und Freizeitmöglichkeiten auf dem Gelände des BBW tragen dazu bei, die Selbstständigkeit zu fördern und das Vertrauen in sich selbst zu stärken“, so die Ministerin weiter.

Sie unterstrich, dass Handicaps hier nicht als Hindernis, sondern vielmehr als Startpunkte verstanden werden. „Denn echte Teilhabe bedeutet, jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stärken zu entdecken und einzubringen – unabhängig von individuellen Einschränkungen oder persönlichen Voraussetzungen“, sagte die Ministerin. Einrichtungen wie das BerufsBildungsWerk Greifswald leisteten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag.

Tag der Städtebauförderung 2026: Deutlich mehr Mittel für die Städte

Schwerin – Am heutigen bundesweit durchgeführten Tag der Städtebauförderung zum Thema „Lebendige Orte. Starke Gemeinschaften“ hat Landesbauminister Christian Pegel geförderte Projekte in Greifswald und Rostock besucht. Dabei stellte er das Städtebauförderprogramm 2026 vor und skizzierte die Fördermittelentwicklung der kommenden Jahre.

 „Die Städtebauförderung ist seit Jahrzehnten ein zentrales Instrument für die Entwicklung lebenswerter Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, verbessert die Lebensqualität und schafft Zukunftsperspektiven vor Ort“, unterstrich der Minister und setzte für das Land klare Schwerpunkte: „Klimaschutz und Klimaanpassung, Barrierefreiheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, starke Innenstädte sowie die Erhaltung und Erneuerung historischer Bausubstanz und ganz besonders Bildungsinfrastruktur.“ Gerade der Schwerpunkt bei der Bildungsinfrastruktur sei in den letzten Jahren und auch 2026 deutlich in der Förderung ablesebar.

Seit Beginn der Städtebauförderung 1991 wurden im Land rund 2,8 Milliarden Euro Zuwendungen an 160 Städte und Gemeinden bewilligt, davon etwa 291 Millionen Euro in der aktuellen Legislaturperiode. In den kommenden Jahren wird sich die finanzielle Basis der Städtebauförderung noch einmal deutlich erhöhen: Die Bundesregierung verdoppelt die Bundesmittel für alle Bundesländer bis 2029 schrittweise von bisher 790 Millionen auf 1,58 Milliarden Euro.

Davon stehen für M-V im Jahr 2026 rund 33 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen zur Verfügung. „Zusammen mit unserer Kofinanzierung steht im Programmjahr 2026 ein Volumen von über 66 Millionen Euro zur Verfügung, 12 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Im Programmjahr 2027 steigt unser Anteil an den Bundesmitteln noch einmal um etwa 7 Millionen auf rund 40 Millionen Euro, so dass wir im nächsten Jahr rund 80 Millionen Euro ausgeben können. Durch die Zusage des Landes zur vollen Kofinanzierung erhalten die Städte und Gemeinden Planungssicherheit und bessere Voraussetzungen, um langfristige städtebauliche Gesamtmaßnahmen verlässlich umzusetzen“, so Pegel.

Insgesamt werden in diesem Jahr 47 städtebauliche Gesamtmaßnahmen von 34 Gemeinden sowie zwei Rückbaumaßnahmen Zuwendungen erhalten. Mit der Städtebauförderung werden 2026 in Rerik die Sanierung und Erweiterungsbauten rund um die Grundschule, die KiTa und den Hort im Umfang von 6 Mio. Euro unterstützt. In Rostock soll ein Ersatzbau für das Frauenhaus mit rund 1,3 Mio. Euro aus der Städtebauförderung unterstützt werden, in Wismar der Neubau der Feuerwache mit 4,25 Mio. Euro, in Schwerin Abbruch- und Beräumungsarbeiten rund um den ehemaligen Güterbahnhof mit knapp 1,5 Mio. Euro, in Grevesmühlen Umbaumaßnahmen des Buswendepunktes am Schulcampus Ploggenseering mit nicht ganz 2,2 Mio. Euro.

Im Land führten am heutigen Tag der Städtebauförderung 18 Städte (Barth, Anklam, Demmin, Gadebusch, Greifswald, Güstrow, Malchow, Neubrandenburg, Parchim, Rostock, Sassnitz, Schwerin, Stralsund, Torgelow, Ueckermünde, Wismar, Woldegk, Wolgast) 32 Veranstaltungen durch.