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Monat: Mai 2026

Internationaler Tag der Familie

Drese weist auf Unterstützungsmöglichkeiten hin

Schwerin – Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Familie weist Sozialministerin Stefanie Drese auf die vielfältigen Unterstützungsangebote im Land hin. „Wir wissen, dass Familien heute vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen stehen, von Erziehungsfragen und Pflegeaufgaben bis hin zu finanziellen Belastungen und Fragen der mentalen Gesundheit. Wichtig ist aber, dass niemand mit seinen Sorgen allein bleiben muss, so gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern Angebote für fast alle Lebenslagen“, erklärte die Ministerin.

Gleich zu Beginn der Zeit als Familie setzen zum Beispiel die sogenannten Frühen Hilfen an. Sie verbinden in regionalen Netzwerken psychosoziale und gesundheitliche Angebote und stehen werdenden Mütter und Vätern bis zum dritten Lebensjahr des Kindes offen. Sie richten sich insbesondere an Familien, die aufgrund von unterschiedlichen Belastungen einen erhöhten Beratungsbedarf haben, jedoch häufig nur schwer einen Zugang zu Unterstützungsangeboten finden.

„Zu den Angeboten der Frühen Hilfen gehören so auch unsere Familienhebammen und die Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, die direkt zu den Familien nach Hause kommen, um individuelle Hilfebedarfe auszuloten“, unterstrich Drese. Dieses Angebot gebe es in MV bereits seit 2008 und soll Eltern vorurteilsfrei und in einem vertrauensvollen Rahmen begleiten.

Bei Fragen und Konflikten mit älteren Kindern können sich Betroffene außerdem Hilfe bei den kostenfreien Erziehungs- und Familienberatungen im Land holen. „Wir alle kennen das, dass ein Familienleben nicht immer nur harmonisch abläuft. Wenn es zum Beispiel in der Pubertät zu schwerwiegenden Konflikten kommt oder Herausforderungen wie eine Trennung die Familie belasten, dann kann es durchaus hilfreich sein, sich diese Unterstützung von außen hinzu zu holen“, so Drese.

Zu den ebenfalls häufiger vorkommenden Familienbelastungen gehört auch die Suchterkrankung von Elternteilen. „Für Erwachsene gibt es an dieser Stelle mehrere Unterstützungsmöglichkeiten, etwa in Form von spezialisierten Beratungsstellen, Therapien oder Selbsthilfegruppen. Wichtig ist aber, dass auch die schätzungsweise 73.000 Kinder in MV, die in betroffenen Familien aufwachsen, nicht aus dem Blick geraten. Denn ihr Alltag ist oft von Unsicherheit, Angst und Instabilität geprägt“, hob Drese hervor. Dafür gibt es seit kurzem ein eigenständiges Angebot namens KipsFam mit Anlaufstellen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten.

Aus dem KipsFam-Netzwerk heraus hat sich außerdem gemeinsam mit dem Landeshebammenverband und weiteren Akteuren ein neues Netzwerk für Mütter mit postpartaler Depression gegründet (PeriFam). Gynäkologie, Geburtshilfe, Psychiatrie und Sozialarbeit arbeiten hier eng zusammen, um Anzeichen zu erkennen und Betroffene schneller an passende Hilfsangebote vor Ort zu vermitteln.

„Aber auch grundsätzlich wollen wir niedrigschwellig den Weg hin zu einem gesunden Aufwachsen begleiten. Seit einem Jahr gibt es dafür auch die sogenannten Kinder- und Familienzentren (KiFaZe), bei denen Kindertageseinrichtungen neben ihren regulären Betreuungsangeboten auch spezifische Informations- und Hilfe-Angebote für Familien vorhalten aber auch Elterntrainings, Workshops oder Infoveranstaltungen organisieren“, erklärte Drese. „Denn wer in der eigenen KiTa auf konkrete Unterstützungsmöglichkeiten hingewiesen wird, nimmt diese auch eher an“, weiß die Ministerin. Zehn solcher KiFaZe gebe es nun bereits.

Weitere Informationen zu Hilfsageboten vor Ort aber auch zu allen finanziellen Leistungen, die Familien zustehen, finden Interessierte außerdem auf der durch das Sozialministerium geförderten Seite der FamilienInfo MV unter https://www.familieninfo-mv.de/. „Übersichtlich zusammengefasst und ergänzt um Tipps im Umgang mit schwierigen Familienlagen wie Trauerfällen, Pflegebedürftigkeit oder Trennung, aber auch mit Hinweisen zu Familienaktivitäten und einem interaktiven Veranstaltungskalender finden Familien hier alles, was sie für ihren Alltag wissen müssen“, so Drese.

Weltnierentag 2026

Menschen in MV überdurchschnittlich stark von chronischen Nierenerkrankungen betroffen

Greifswald – Anlässlich des Weltnierentages am 15. Mai hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese die enorme Bedeutung der Nierengesundheit hervorgehoben und zu mehr Prävention sowie frühzeitiger Diagnostik aufgerufen. “Wir müssen die Gesundheitskompetenz der Menschen stärken, damit sie Warnsignale verstehen und Präventionsangebote nutzen“, erklärte Drese in ihrem Grußwort im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.

Die Ministerin verwies darauf, dass laut SHIP-Studie Vorpommern überdurchschnittlich stark von chronischen Nierenerkrankungen betroffen sei. Während bundesweit rund zehn Prozent der Bevölkerung betroffen seien, liege der Anteil im östlichen Landesteil bei etwa 17 Prozent. Gründe hierfür seien wie in ganz MV insbesondere eine höhere Verbreitung von Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Nikotinkonsum sowie die vergleichsweise ältere Bevölkerungsstruktur.

Chronische Nierenerkrankungen gehören zu den oft unterschätzten Gesundheitsrisiken unserer Zeit, verdeutlichte die Ministerin. „Nieren leiden leise.“ Dabei sei die Niere eines unserer wichtigsten Organe: „Sie reguliert den Blutdruck, den Wasserhaushalt und die Elektrolytkonzentration; sie produziert lebensnotwendige Hormone und Vitamin D“, betonte Drese.

Umso wichtiger sei es, Aufmerksamkeit für dieses lebenswichtige Organ zu schaffen und die Menschen frühzeitig für Risiken und Vorsorge zu sensibilisieren. „Oft genügen eine Blutprobe und eine Urinuntersuchung. Und ein Check-Up, der ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre kostenlos möglich ist“, so Drese.

Die Ministerin hob hervor, dass das Land mit der neuen Landesstrategie für Gesundheitsförderung und Prävention genau diesen Weg gehe und damit die Voraussetzung für mehr Gesundheitsbewusstsein, Bewegung, Vorsorge und Früherkennung in Mecklenburg-Vorpommern schaffe.

Zugleich unterstrich die Ministerin die hohe Bedeutung von Forschung und moderner medizinischer Versorgung. Da es bislang keine heilenden Therapien für chronische Nierenerkrankungen gebe, seien Dialyse oder Transplantation häufig die einzigen Überlebensmaßnahmen. „Deshalb brauchen wir weiterhin starke Forschung, innovative Therapien und eine enge Vernetzung von Wissenschaft und medizinischer Praxis“, sagte Drese.

„Wir brauchen die Expertise, die hier in Greifswald gebündelt ist – vom Nordverbund Niere bis hin zu innovativen Start-ups wie NIPOKA“, so die Ministerin.

Der Weltnierentag in Greifswald habe sich inzwischen als wichtiger Treffpunkt für Wissenschaft, Medizin und Öffentlichkeit etabliert. „Der heutige Tag vernetzt Fachleute, treibt die Forschung voran und – das ist das Entscheidende – rettet Leben durch Aufklärung. Ich danke dem Förderverein „Nordverbund Niere – Save the Kidney“ und der Universitätsmedizin Greifswald für ihr unermüdliches Engagement. Sie sorgen dafür, dass die Niere in unserem Land nicht mehr vergessen wird“, sagte Drese am Freitag in Greifswald.

Rätselraten um gestrandeten Buckelwal vor Anholt

Schwerin – Vor der dänischen Ostseeinsel Anholt ist offenbar ein toter Buckelwal angespült worden. Es ist bisher unklar, ob es sich bei dem Kadaver um das Tier handelt, das wochenlang in der Kirchsee vor Poel gelegen hatte. Dazu erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus: „Seit der Nacht steht mein Haus in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und darüber mit der dänischen Umweltbehörde.

Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, dass zuvor mehrfach in der Wismar­bucht gestrandet war. Aufgrund der verkehrstechnischen Lage Anholts rechnen wir jedoch nicht mit schnellen Befunden. Bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen. Davon rate ich auch allen ab, die nun wieder in den sogenannten sozialen Medien Verschwörungstheorien verbreiten oder solchen aufsitzen.

Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gibt, werden wir die Öffentlichkeit umgehend informieren.“

Starkes Signal für Olympia in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Das Ergebnis einer aktuellen Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gibt Rückenwind für Rostocks Bewerbung um die Austragung Olympischer und Paralympischer Segelwettbewerbe vor Warnemünde.

Die vom Meinungsforschungsinstitut dimap in der vergangenen Woche durchgeführte repräsentative Befragung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zeichnet ein ausgesprochen positives Bild für eine mögliche Olympiabewerbung mit Rostocker Beteiligung: 73 Prozent der befragten wahlberechtigten Rostockerinnen und Rostocker befürworten grundsätzlich eine Bewerbung Deutschlands um Olympische und Paralympische Spiele.

Noch deutlicher fällt die Unterstützung für Rostock-Warnemünde als Austragungsort der Segelwettbewerbe aus: 80 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, die Wettbewerbe im Falle einer deutschen Olympiabewerbung in Rostock-Warnemünde auszurichten. Damit bestätigen die Ergebnisse die hohe fachliche Eignung der Region als traditionsreicher und international etablierter Segelstandort.

Auch die Bekanntheit der Bewerbung ist bereits hoch: 60 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben bereits von der Bewerbung Rostock-Warnemündes gehört. Das zeigt, dass das Thema in der Stadtgesellschaft präsent ist und auf breite öffentliche Aufmerksamkeit stößt.

Bei den Erwartungen an eine mögliche Bewerbung stehen konkrete Zukunftsthemen im Mittelpunkt. Besonders wichtig sind den Befürworterinnen und Befürwortern langfristige Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur, wirtschaftliche Impulse für Region und Tourismus sowie eine stärkere internationale Sichtbarkeit für Rostock und Warnemünde. Auch nachhaltige Effekte für den Sportstandort sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt werden als zentrale Chancen gesehen. Zugleich messen viele Befragte ökologischer Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung bei.

„Ein klares Ja zu Olympia: 80 Prozent der Rostockerinnen und Rostocker unterstützen olympische und paralympische Segelwettbewerbe in Warnemünde im Falle einer deutschen Olympiabewerbung“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Das ist ein starkes Signal und gibt uns Rückenwind für unser gemeinsames Ziel: Das größte Sportereignis der Welt nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Rostock-Warnemünde bringt alles mit, was olympischer Segelsport braucht: eine einzigartige Küste, hervorragende Bedingungen auf dem Wasser und moderne Infrastruktur. Deutschlands bestes Segelrevier ist bereit für Olympia.“

Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger erklärt: „Die Menschen verbinden mit einer Bewerbung echte Chancen für Infrastruktur, Tourismus, Sport und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Sportsenator Steffen Bockhahn ergänzt: „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Rostock-Warnemünde überzeugt nicht nur emotional, sondern vor allem auch durch seine fachliche Stärke als international erfahrener Segelstandort.“

Die Befragung wurde vom 5. bis 8. Mai 2026 im Auftrag des DOSB durch dimap im Mixed-Mode-Verfahren durchgeführt. Befragt wurden 506 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Rostock.

Unterstützung erhält die Bewerbung auch aus Wirtschaft und Tourismus. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA M-V) hat sich ebenso hinter das Vorhaben gestellt wie die Industrie- und Handelskammer zu Rostock mit einem entsprechenden Kammerbeschluss. Die breite Rückendeckung zeigt, dass die Bewerbung weit über den Sport hinaus als Chance für Rostock, Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland verstanden wird.

Mit dem klaren Rückhalt aus der Bevölkerung geht Rostock-Warnemünde selbstbewusst in die nächsten Schritte des Bewerbungsprozesses. Ziel bleibt es, sich innerhalb der deutschen Bewerbung als Austragungsort der Segelwettbewerbe zu positionieren. Voraussichtlich im Herbst 2026 will der DOSB festlegen, welches deutsche Konzept offiziell ins internationale Rennen um Olympia 2026, 2040 oder 2044 geht. Die Entscheidung trifft dann das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Cybersicherheit in Bund und Ländern

BSI und Mecklenburg-Vorpommern schließen Kooperation

Schwerin – Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Land Mecklenburg-Vorpommern arbeiten im Bereich der Cybersicherheit künftig enger zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung haben BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, unterzeichnet.

Ziel ist, die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land mit Blick auf Cybersicherheit zu stärken, um so einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Resilienz Deutschlands zu leisten.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Die Cybersicherheitslage ist angespannt – insbesondere unzureichend geschützte Angriffsflächen machen Deutschland im digitalen Raum verwundbar. Unser Ziel ist es, die staatliche Cybersicherheitsarchitektur durch effiziente Strukturen, sorgfältig definierte Schnittstellen und eine klare Kooperationsstrategie zu verbessern.

Die Kooperationsvereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, Deutschland zu einer Cybernation zu machen. Wir freuen uns, mit Mecklenburg-Vorpommern einen starken Partner zu haben, mit dem wir gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten.“

Minister Dr. Heiko Geue: „Cybersicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung. Die Bedrohungen im Cyberraum nehmen zu und machen nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb ist enge Zusammenarbeit entscheidend. Mit dem BSI bündeln wir unsere Kompetenzen, stärken den Schutz unserer Verwaltung und unterstützen insbesondere auch unsere Kommunen.

Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer resilienten, souveränen und bürgernahen digitalen Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern. Damit setzen wir unseren Kurs fort, den wir mit der Länderkooperation mit Schleswig-Holstein zur digitalen Souveränität eingeschlagen haben.“

Die Kooperationsvereinbarung konkretisiert die bisherige Zusammenarbeit in fünf spezifischen Kooperationsfeldern. Neben gemeinsamen Sensibilisierungsmaßnahmen und gegenseitigem Informations- und  Wissensaustausch soll die Zusammenarbeit bei der operativen Cybersicherheit
intensiviert werden.

Erweiterungsbau an der Theodor-Körner-Schule eröffnet

Schwesig: Theodor-Körner-Schule ist im Aufwind, mit Engagement und guten Ideen

Picher – In Picher ist heute der Schulerweiterungsbau an der Theodor-Körner-Schule feierlich gestartet. „Die Theodor-Körner-Schule ist im Aufwind, mit viel Engagement und guten Ideen für die Zukunft. Ich freue mich sehr, dass jetzt das Schulgebäude moderner wird.

Es entsteht ein dreistöckiger Neubau mit 12 Klassenräumen und Fachräumen für Naturwissenschaften, Kunst und Musik: eine bessere Lernumgebung. Ein Aufzug macht die ganze Schule barrierefrei zugänglich“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrem Grußwort.

Sie danke dem Schulzweckverband von acht Gemeinden, die die Theodor-Körner-Schule gemeinsam tragen, für den Mut und das Geld, das dieser aufbringe. Sie ließ auch die finanzielle Beteiligung des Landes an der Schulerweiterung nicht unerwähnt: „Das Land fördert den Erweiterungsbau mit 4,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm Schulbau 2024–2027. Insgesamt stehen mit diesem Schulbauprogramm 400 Millionen Euro zur Verfügung. Auch aus anderen Förderprogrammen werden Schulbauvorhaben unterstützt.“

Viele Schulen seien in den vergangenen Jahren schon renoviert, ausgebaut und neu gebaut worden und seit 2016 beinahe eine Milliarde Euro in den Schulbau und die Digitalisierung der Schulen geflossen.

„Und es geht weiter: Ein Drittel unserer Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes, 600 Millionen Euro, setzen wir für moderne Schulen ein“, fuhr sie fort. Die Landesregierung wolle, dass Kinder und Jugendliche beste Bedingungen zum Lernen haben.

„Bildung ist ein Schwerpunkt unserer Landesregierung, schon in der ganzen Wahlperiode. Wir haben die Ausgaben für den Bildungsbereich deutlich erhöht. Im kommenden Jahr wenden wir 1,9 Milliarden Euro für Kitas und Schulen auf“, so die Regierungschefin.

Fit für die Zukunft

Krankenhaus Crivitz baut mit Förderprogramm des Landes Kurzzeitpflege aus

Crivitz – Um pflegende Angehörige stärker zu entlasten hat das Land zum Ende des vergangenen Jahres ein neues Förderprogramm mit einem Volumen von 4,4 Millionen Euro für die Kurzzeitpflege aufgelegt, von dem nun auch das Krankenhaus Crivitz profitiert. So soll am LUP-Klinikum am Crivitzer See eine neue Kurzpflegeeinrichtung mit 16 Plätzen geschaffen werden. Den entsprechenden Fördermittelbescheid in Höhe von 1,54 Millionen Euro übergab Sozialministerin Stefanie Drese heute persönlich.

„Kurzpflegeplätze sind besonders dann wichtig, wenn Menschen, die regulär zu Hause gepflegt werden, für eine begrenzte Zeit professionell versorgt werden müssen. Das kann etwa bei der Überbrückung nach einem Krankenhausaufenthalt der Fall sein, wenn die Wohnung barrierefrei umgebaut werden muss, aber eben auch, wenn pflegende Angehörige eine Auszeit brauchen“, erklärte Drese.

Sie betonte, dass sich viele der Angehörigen aufopfernd um die Betroffenen kümmern, oftmals auch über die eigenen Kapazitäten hinaus. „Auch weil sie fürchten, dass eine gute Betreuung nicht gewährleistet wäre, wenn sie sich selbst für ein paar Tage herausnehmen würden. Für sie sind die neuen Kurzzeitpflegeplätze also eine handfeste Hilfestellung und Entlastung“, so Drese weiter.

Aber auch für das Crivitzer Krankenhaus sei diese Entwicklung aus Sicht der Ministerin ein wichtiger Schritt. „Mit der Krankenhausreform haben wir die Chance, das Standort in Crivitz als sektorenübergreifendes Versorgungszentrum mit einer Spezialisierung im Bereich der Altersmedizin zu positionieren. Das bildet die Bedarfe vor Ort deutlich besser ab und bedeutet, dass wir das Klinikum nachhaltiger und in Zeiten des demographischen Wandels vor allem auch zukunftssicherer aufstellen können. Die neue Kurzzeitpflege ergänzt dieses Konzept hervorragend“, so die Ministerin.

Dazu erklärte auch Stefan Sternberg, Landrat des Landkreis Ludwigslust-Parchim: „Der Aufbau einer Kurzzeitpflege im LUP-Klinikum am Crivitzer See zeigt unseren Schulterschluss mit dem Land: Wir halten Wort und den Krankenhaus-Standort Crivitz am Leben. Als Träger unterstützen wir zukunftsfähige Konzepte, die sowohl zu einer guten medizinischen Versorgung als auch pflegerischen Begleitung im ländlichen Raum beitragen. Rund 20 Arbeitsplätze entstehen allein bei diesem Projekt, welches gleichermaßen den Gästen der Kurzzeitpflege als auch ihren Angehörigen zugute kommt.“

Alexander M. Gross, Geschäftsführer LUP-Kliniken ergänzte: „Wir freuen uns, mit dem Aufbau der Kurzzeitpflege einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Unterstützung der Pflegebedürftigen leisten zu können. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die den Aufbau der Kurzzeitpflege möglich machen, insbesondere dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport für die Förderung.“

Abschluss des Haushaltsjahres 2025 bestätigt hohe Investitionstätigkeit

Schwerin – Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue hat heute den Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2025 vorgestellt. Trotz spürbar unter den Erwartungen liegender Steuereinnahmen konnte das Land weitere Schulden tilgen und seine Investitionstätigkeit erneut deutlich steigern. Dazu haben auch geringere Personalausgaben und Zinsausgaben als geplant beigetragen.

Für den finanziellen Ausgleich des Haushaltsjahres 2025 waren Entnahmen in Höhe von zusätzlich 27 Mio. Euro aus der Ausgleichsrücklage notwendig.

Zur Einnahmeentwicklung: Die Einnahmen aus Steuern und Bundesergänzungszuweisungen blieben im Jahr 2025 deutlich unter dem Haushaltsansatz (-206 Mio. Euro bzw. -3 %). Hauptursache hierfür waren Erstattungen bei der Gewerbesteuer Küstengewässer, die allein zu Mindereinnahmen von rund 374 Mio. Euro geführt haben, die aber in diesem und im kommenden Jahr über den Länderfinanzausgleich wieder ausgeglichen werden.

Zum Schuldenabbau: Zum Jahresende wurde das Sondervermögen MV-Schutzfonds aufgelöst. Das verbliebene Vermögen in Höhe von rund 17 Mio. Euro wurde im Landeshaushalt vereinnahmt und in gleicher Höhe für eine Sonder-Tilgung von Corona-Schulden verwendet.

Zur Ausgabenentwicklung: Die Investitionen konnten erneut deutlich auf 1.833 Mio. Euro gesteigert werden. Das waren 83 Mio. Euro bzw. 5 % mehr als geplant. Die Investitionsquote betrug somit 16 %.

Besonders dynamisch entwickelten sich die Bauinvestitionen (+39 Mio. Euro bzw. +13 %). Weitere Schwerpunkte der höheren Investitionstätigkeit waren der Schulbau (+56 Mio. Euro), die Landwirtschaft und die ländlichen Räume (+40 Mio. Euro), der Verkehr (+33 Mio. Euro), die Universitätsmedizinen (+33 Mio. Euro) und die Krankenhäuser (+32 Mio. Euro).

Die Personalausgaben lagen mit -71 Mio. Euro bzw. -3 % und die Zinsausgaben mit -10 Mio. Euro bzw. -6% unter den Planungen.

Der Haushaltsabschluss 2025 reiht sich ein in die schwierige Haushaltslage, in der sich alle Länder sowie der Bund befinden. Ein ausgeglichener Abschluss war trotz der Globalen Minderausgabe von 129 Mio. Euro nur mithilfe einer Entnahme aus unseren Rücklagen möglich. Dennoch ist es gelungen, die Investitionen des Landes um 5 Prozent zu steigern. Die Konsolidierungsanstrengungen müssen in Zukunft weiter intensiviert werden“, sagt Minister Dr. Geue.

Der Haushaltsabschluss wird nun in der nächsten Sitzung des Finanzausschusses vorgestellt.