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Autor: Rügenbote

Sechs Gemeinden von Wohnungsbaualtschulden entlastet

Schwerin – Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue hat heute im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern sechs Zuwendungsbescheide zur Entlastung von Wohnungsbaualtschulden überreicht. Begünstigt werden die Gemeinden Ivenack, Knorrendorf, Mölln, Ritzerow, Rosenow und Zettemin aus dem Amtsbereich Stavenhagen.

Im Beisein von Stefan Guzu, Bürgermeister der Stadt Stavenhagen, übergab der Minister die Bescheide persönlich im Schloss Stavenhagen an die Bürgermeister Roy Lüth (Ivenack), Sebastian Henke (Knorrendorf), Johannes Krömer (Mölln), Jürgen Höppner (Ritzerow), Norbert Stettin (Rosenow) und Harald Valeske (Zettemin).

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue sagte: „Mit dem Abbau der Wohnungsbaualtschulden verschaffen wir den betroffenen Gemeinden spürbar mehr finanziellen Handlungsspielraum. Alte Lasten aus der Vergangenheit dürfen nicht dauerhaft die Zukunft der Kommunen blockieren. Unser Ziel ist es, die Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern so zu entlasten, dass sie weiterhin in ihre Infrastruktur, in Wohnraum und in die Lebensqualität vor Ort investieren können. Das Land steht weiterhin fest an der Seite der Kommunen.“

Insgesamt werden sechs Gemeinden von Wohnungsbaualtschulden in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro befreit.

Mit dem Kommunalen Entschuldungsfonds Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht das Land bis zum Jahr 2030 eine vollständige Entlastung von den kommunalen Wohnungsbaualtschulden. Seit dem Jahr 2020 führt das Land diesem Sondervermögen jährlich 50 Millionen Euro zu. Diese Mittel werden jeweils zur Hälfte für den Abbau kommunaler Wohnungsbaualtschulden sowie für den Abbau aufgelaufener kommunaler Defizite im Finanzhaushalt eingesetzt.

Mecklenburg-Vorpommern ist damit das einzige Bundesland, das kommunale Wohnungsunternehmen vollständig von ihren historischen Altschulden entlastet.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Land und Stiftungen verlängern Kooperation der Lernmethode „Lernen durch Engagement“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das gesellschaftliche Engagement von Schülerinnen und Schülern durch besondere Angebote. Bildungsministerin Simone Oldenburg und verschiedene Stiftungen haben in der Regionalen Schule „Werner von Siemens“ in Schwerin die Kooperationsvereinbarung „Lernen durch Engagement“ unterzeichnet. „Lernen durch Engagement, auch bekannt als Service-Learning, ist eine Lernmethode, die den Unterricht in der Schule mit gesellschaftlichem Engagement von Schülerinnen und Schülern verbindet. Sie fördert fachliche Kompetenzen, die Demokratiebildung und die Persönlichkeitsentwicklung“, erläuterte Bildungsministerin Simone Oldenburg bei der feierlichen Unterzeichnung.

Mit der erneuerten Kooperation setzen das Land und seine Partner die erfolgreiche Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre fort. Eine wichtige Funktion nimmt dabei das Kompetenzzentrum „Lernen durch Engagement“ bei der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. in Waren (Müritz) ein. Seine Aufgabe ist es, die Methode „Lernen durch Engagement“ an den Schulen breiter zu etablieren und sie bei der Umsetzung zu beraten und zu begleiten. Das Land fördert das Kompetenzzentrum in den Jahren 2026 und 2027 mit insgesamt 290.000 Euro. Außerdem ist vorgesehen, das Kompetenzzentrum über das Startchancen-Programm gezielt einzubinden, um Schulen mit besonderen Lagen noch intensiver zu begleiten.

„Beim Lernen durch Engagement geht es nicht nur um das Erfassen von Wissen, sondern um die Fähigkeit, dieses Wissen sinnvoll anzuwenden“, sagte Bildungsministerin Oldenburg weiter. „Lernen durch Engagement ist ein Leitprojekt für modernen, handlungsorientierten Unterricht und gibt zugleich wichtige Impulse für Schulentwicklung.“ Seit 2017 wird die Verbreitung der Lern- und Lehrform „Lernen durch Engagement“ in Mecklenburg-Vorpommern durch eine Initiative getragen. In den vergangenen beiden Jahren ist die Zahl der Schulen mit dem Service-Learning weiter gestiegen. Im Jahr 2024 haben sich 24 Schulen beteiligt, aktuell werden 35 Schulen durch das Kompetenzzentrum betreut.

Neben dem Land tragen auch die zivilgesellschaftlichen Partner maßgeblich zum Erfolg der Lernmethode bei. Die Stiftung Lernen durch Engagement – Service-Learning in Deutschland bringt ihre bundesweite Expertise, Konzepte und Fortbildungsangebote ein. Die Freudenburg Stiftung unterstützt das Vorhaben finanziell und strategisch und engagiert sich seit vielen Jahren für Demokratiebildung. Die NORDMETALL-Stiftung beteiligt sich ebenfalls finanziell, unterstützt bei der Projektkoordination und Veranstaltungsplanung. Auch die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement unterstützt finanziell und stärkt die öffentliche Wahrnehmung über den Ehrenamtspreis des Landes.

Schülerinnen und Schüler folgender Schulen sind bereits mit ihren Projekten ausgezeichnet worden:

  • Grundschule „Käthe Kollwitz“ in Waren (Müritz) mit dem Projekt „Mission Schatztruhe“ mit dem Projekt Märchenbuch für Sehbeeinträchtigte
  • Regionalen Schule Burg Stargard mit dem Projekt „Bewegung ist Leben“
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Wirtschaft und Verwaltung Schwerin mit dem Projekt „Naturwissenschaftliche Experimente mit Hortkindern durchführen“
  • Fritz-Greve-Gymnasium Malchin mit dem Projekt „Oldvengers – Erlebnisse für Ältere“
  • Warbelschule Gnoien mit dem Projekt „Lost Places von Gnoien“

Die Kooperation ist bis Ende 2027 angelegt und setzt ein klares Zeichen für die Stärkung von Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichem Engagement an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. „Der engagierten Arbeit des Kompetenzzentrums und der Stiftungen ist es zu verdanken, dass immer mehr Schulen diesen Weg gehen. Ich danke dem Team des Kompetenzzentrums, der RAA als verlässlichem Träger und den Stiftungen für die große Unterstützung“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Betreuung der Schülerinnen und Schüler bei Warnstreiks

Bildungsministerium und Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft haben Vereinbarung geschlossen

Schwerin – An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kann es im Falle des Warnstreiks der tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer am Mittwoch, 14. Januar 2026, zu Unterrichtsausfällen kommen. Das Bildungsministerium und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben eine Vereinbarung über Notdienste an den öffentlichen Schulen getroffen.

„Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Förderschulen werden betreut. Darauf können sich die Eltern verlassen“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wie viele Lehrkräfte streiken werden, können wir vorab nicht sagen. Eine Abfrage ist unzulässig und würde dem individuellen Streikrecht widersprechen.“

In Mecklenburg-Vorpommern sind 65 Prozent der 12.880 Lehrkräfte an den öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen tarifbeschäftigt, 35 Prozent der Lehrkräfte sind verbeamtet. Verbeamtete Lehrkräfte dürfen nicht streiken.

Die Vereinbarung über Notdienste an den öffentlichen Schulen bei möglichen Arbeitskampfmaßnahmen in der Entgelttarifrunde 2025/2026 enthält u. a. folgende Punkte:

  • Die Durchführung der Notdienste erfolgt bei Bedarf in den Grund- und Förderschulen.
  • An den Grund- und Förderschulen, an denen verbeamtete Lehrkräfte eingesetzt sind, übernehmen diese eine Betreuung im Notfall.
  • An denjenigen Schulen, an denen keine verbeamteten Lehrkräfte tätig sind, wird ein Notdienst eingerichtet, soweit dieser dort tatsächlich erforderlich ist.
  • In Abstimmung mit der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter sowie den streikenden Lehrerinnen und Lehrern werden an jeder Schule, für die ein Notdienst erforderlich ist, in Abhängigkeit von der Anzahl und dem Entwicklungsstand der zu beaufsichtigenden Schülerinnen und Schüler, mindestens zwei Mitglieder der GEW vom Streik ausgenommen und übernehmen den Notdienst. Hierbei ist zunächst das Prinzip der Freiwilligkeit zu beachten.
  • Die GEW Mecklenburg-Vorpommern verpflichtet sich, das in ihren Kräften Stehende zu tun, um die erforderlichen Notdienste nach Maßgabe dieser Vereinbarung zu gewährleisten.
  • Beide Parteien informieren sich gegenseitig bei auftretenden Problemen.

Extreme Wetterlage: Schulen sind grundsätzlich geöffnet

Schulen sichern für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen Unterricht ab

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern kann es in dieser Woche in einigen Regionen zu Eisregen und Glätte kommen. Das Bildungsministerium weist erneut auf die Regelungen für die gesamte Winterzeit hin:

  • Die Schulen sind grundsätzlich geöffnet. Der Unterricht für alle Jahrgangsstufen findet statt. Die Organisation übernehmen die Schulleitungen.
  • Sollten Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten haben, zur Schule zu kommen, melden ihre Erziehungsberechtigten sie telefonisch oder per E-Mail ab. Volljährige Schülerinnen und Schüler melden sich selbst ab. Sie sind damit entschuldigt.
  • Weitere Informationen können bei den Schulen oder bei den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten eingeholt werden.
  • Darüber hinaus informieren die Landkreise und kreisfreien Städte über Änderungen im Schülerverkehr. Auch wenn Landkreise und kreisfreie Städte den Schülerverkehr einschränken oder einstellen, sind die Schulen weiterhin geöffnet.

Verdienstorden des Landes für besonderes Engagement

Schwerin – Im Rahmen ihres Neujahrsempfangs würdigt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besonderes soziales und kulturelles Engagement mit drei Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Es ist jedes Jahr eine besondere Ehre für mich, den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu verleihen. Die Menschen, die wir ehren, haben unterschiedliche Geschichten und doch eine Gemeinsamkeit. Sie leisten Herausragendes für unser Land. Es sind Menschen, die sich mit viel Idealismus und Einsatz einer Aufgabe widmen, oftmals auch mehreren Aufgaben gleichzeitig, und deren Engagement der Gemeinschaft, unserem Land, uns allen zugutekommt“, erklärte die Ministerpräsidentin im Vorfeld der Veranstaltung.

Zu den Ausgezeichneten gehört Peter Grosch aus Schwerin, der mit seinem Engagement einen wesentlichen Anteil am Entstehen der Evangelischen Suchtkrankenhilfe in Mecklenburg-Vorpommern gehabt habe. Seit 1995 arbeite er daran, Menschen in einer prekären sozialen Situation gesunde Lebensmittel und eine regelmäßige Versorgung zu verschaffen. „Sie haben nach Hamburger Vorbild die Schweriner Tafel gegründet. Im September haben wir zusammen 30 Jahre Schweriner Tafel gefeiert. Sie sind bis heute der Vorsitzende. Zehn Ausgabestellen hat die Tafel, nicht nur in Schwerin, sondern auch in den Städten der Region um unsere Hauptstadt wie Ludwiglust, Hagenow, Gadebusch und Crivitz“, so Schwesig. Sie fügte hinzu: „Peter Grosch hat zur Weihnachtszeit mit der Kindertafel wieder viele Augen zum Strahlen gebracht. Jeder, der ihn kennt, weiß: Die Menschen und besonders die Kinder liegen ihm am Herzen.“

Zweiter neuer Ordensträger ist Peter Hick aus Sassnitz. Nach der Deutschen Einheit sei Hick mit seiner Familie in seine ostdeutsche Heimat zurückgekehrt und habe erfolgreich die Störtebeker-Festspiele aufgebaut. Er sei mit seiner Familie nach Rügen gezogen, habe seine Ersparnisse investiert, Sponsoren und Förderungen vom Land gefunden. „Gegen viele Widerstände feierte das Ensemble am 3. Juli 1993 nur Stunden nach den letzten Baumaßnahmen die Premiere der ersten Open Air Aufführung.

Die Störtebeker-Festspiele haben sich inzwischen zu einem Publikumsmagnet auf der Insel Rügen entwickelt und sind deutschlandweit das erfolgreichste private Open Air Theater“, sagte die Ministerpräsidentin. „Störti – das ist eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte, die unsere Kulturlandschaft und ganz Deutschland bereichert. Peter Hick hat gemeinsam mit seiner Familie etwas ganz Besonderes geschaffen. Ein Theater, das Laien und Profis einbindet, das Menschen in ganz Deutschland begeistert“, so Manuela Schwesig in ihren persönlichen Worten zur Ordensverleihung.

Dritte Ordensträgerin ist Katrin Wischeropp aus Gägelow. „Ihr Engagement ist eines der schönsten und wichtigsten: Katrin Wischeropp gibt Kindern ein sicheres Zuhause, Liebe und Geborgenheit. Kindern, für die diese Dinge nicht selbstverständlich sind. Sie ist Pflegemutter und engagiert sich seit über 15 Jahren mit Leidenschaft für Kinder, die besondere Fürsorge benötigen“, sagte die Ministerpräsidentin. Ihre besondere Aufmerksamkeit liege bei Kindern, die wegen des regelmäßigen Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft durch eine Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) irreversibel beeinträchtigt sind.

Zudem sei sie Gründungsmitglied des Pflegeelternvereins Nordwestmecklenburg, der Pflege- und Adoptivfamilien unterstütze. „Für Familien in schwierigen Lebenssituationen war und ist Katrin Wischeropp eine unverzichtbare Stütze, stets mit einer helfenden Hand und einem offenen Ohr“, so Manuela Schwesig weiter. Seit Beginn des Jahres leite Frau Wischeropp die Selbsthilfegruppe „Leben mit FASD“. Neben ihrem Engagement für Pflegefamilien bereichere sie das kulturelle Leben in ihrer Gemeinde Gägelow. „Sie ist Chorleiterin und gibt Flöten- und Gitarrenunterricht. Sie setzt sich außerdem für die musikalische Früherziehung in Kindertagesstätten ein. Für Ihren unverzichtbaren Beitrag für Kinder in schwierigen Lebenssituationen und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft verleihe ich Katrin Wischeropp den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern“, sagte die Ministerpräsidentin zur Ehrung.

Wustrow erhält offiziell ein eigenes Gemeindewappen

Wustrow – Die Gemeinde Wustrow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat heute offiziell ihren Wappenbrief erhalten. Innenminister Christian Pegel überreichte diesen an den Bürgermeister der Gemeinde Steffen Franz und bestätigte damit das Recht der Gemeinde, ihr Wappen offiziell zu führen.

„Ein Gemeindewappen ist weit mehr als ein grafisches Symbol. Es steht für Geschichte, Zusammenhalt und das Selbstverständnis einer Kommune. Mit dem Wappenbrief erhält Wustrow ein sichtbares Zeichen seiner Identität und seiner Verbundenheit mit der Region“, sagte Innenminister Christian Pegel bei der Übergabe.

Der Wappenbrief stellt die formale Anerkennung des Gemeindewappens dar und würdigt zugleich die geschichtliche Entwicklung sowie die Identität der Gemeinde Wustrow. Mit der Verleihung wird das Wappen in die Reihe der hoheitlich geführten Symbole der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen.

Das Wappen wird im Wappenbrief wie folgt beschrieben: „Umgeben von vier blauen Eckflanken in Silber ein Kranz aus acht nach außen gerichteten grünen Lindenblättern.“

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock, 396 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 und durch die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde, stiegen die Anträge deutlich. Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.

Modernisierung der Notaufnahme Pasewalk

Drese sieht Modernisierung der Notaufnahme Pasewalk als bundesweit richtungsweisend

Pasewalk – Mit sechs Millionen Euro fördert das Land den Anbau der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik in Pasewalk. Damit wird hauptsächlich die Erweiterung durch Untersuchungs- und Behandlungsräume, Isolationszimmer sowie einem septischem und einem aseptischem Eingriffsraum ermöglicht. Dies gab Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Freitag in Schwerin bekannt.

„Das ist eine Zukunftsinvestition und ein klares Zeichen für die große Bedeutung der Klinik Pasewalk als wichtiger Krankenhausstandort in der dünn besiedelten Region“, hob Drese hervor. „Durch die notwendige Modernisierung und Erweiterung der Notaufnahme stärken wir die Versorgungsqualität und helfen mit, das Krankenhaus zukunftsfähig zu machen“, so die Ministerin.

Drese verdeutlichte, dass die Bedeutung einer funktionalen Notaufnahme, die in der Lage ist verschiedene Arten von Notfällen zu bewältigen, stetig zunehme. „Gerade angesichts der bevorstehenden Krankenhausreform ist es sinnvoll, die Grundversorgung in ländlichen Regionen zu sichern. Die Krankenhausreform sehe vor, dass spezifische Abteilungen wie Notfallmedizin, Intensivmedizin, Pädiatrie und Geburtshilfe eine zusätzliche finanzielle Förderung erhalten, unabhängig von der reinen Fallzahl.

Nach Aussage von Drese hat die Analyse der Fälle der Asklepios Klinik Pasewalk ergeben, dass der Standort für die Versorgung in Notfällen eine relevante Rolle in der Region einnimmt und die Erreichbarkeit in MV und auch in Teilen Brandenburgs sicherstellt. Die Wichtigkeit des Standortes habe sich zudem vor dem Hintergrund eines veränderten Leistungsangebotes in Prenzlau erhöht.

Darüber hinaus erfülle die Modernisierung der Notaufnahme in Pasewalk den Zweck der Notfallreform, eine bundesweit einheitliche und effektivere Notfallversorgung zu schaffen. Ziel sei es, Patienten schneller in die passende Behandlung zu leiten, die Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten und eine bessere Koordination zu ermöglichen.

„Mit der neuen Struktur der Notaufnahme des Krankenhauses in Pasewalk werden die Bereiche Rettungsdienst, Leitstelle, Krankenhaus und ambulante Versorgung besser verzahnt und entwickeln sich zu sektorenübergreifenden Notfallversorgungsstrukturen, sodass immer eine bedarfsgerechte medizinische Erstversorgung bereitsteht“, so Drese.

„Das modernisierte Krankenhaus ist somit wesentlicher Bestandteil einer leistungsstarken Notfallversorgung. Das ist bundesweit richtungsweisend“, sagte Ministerin Drese.

Partner der Feuerwehren: Land setzt weiter auf Investitionen und Dialog

Schwerin – Anlässlich der Neujahrsgespräche des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat Innenminister Christian Pegel die Bedeutung der Feuerwehren für den Nordosten bekräftigt. Auch in 2026 liegt ein besonderer Fokus auf der weiteren Stärkung der Feuerwehren durch umfangreiche Landesprogramme zur Fahrzeugbeschaffung sowie auf dem Dialog zum neuen Brand- und Hilfeleistungsgesetz.

„Der enge Schulterschluss mit dem Landesfeuerwehrverband ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine starke Feuerwehrlandschaft in unserem Land. Unsere Feuerwehren sind eine tragende Säule der öffentlichen Sicherheit in Mecklenburg-Vorpommern. Sie leisten tagtäglich Herausragendes – ehrenamtlich wie hauptamtlich. Als Landesregierung stehen wir fest an ihrer Seite. Daher setzen wir auch 2026 das klare Signal: Wir investieren entschlossen in die Sicherheit der Menschen und in die Zukunft unserer Feuerwehren. Moderne Fahrzeuge, verlässliche Förderung und klare rechtliche Rahmenbedingungen sind Ausdruck einer starken und handlungsfähigen Landespolitik“, sagt Innenminister Christian Pegel.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Hannes Möller, stellt die herausragende Rolle der Feuerwehren und die Bedeutung des engen Austauschs mit der Landespolitik heraus: „Die Feuerwehren unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern sind ein unverzichtbarer Pfeiler für die Sicherheit und das Miteinander in Mecklenburg-Vorpommern. Mit ihrem ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatz, ihrer Professionalität und ihrem ständigen Engagement stellen sie den Brand- und Katastrophenschutz in unseren Gemeinden rund um die Uhr sicher. Das Format der Neujahrsgespräche bietet uns die wertvolle Gelegenheit, dieses Engagement und den Zusammenhalt zu stärken und die Weichen für eine zukunftsfähige, gut ausgestattete und gut ausgebildete Feuerwehrfamilie im ganzen Land sicher zu stellen.“

Ein Schwerpunkt des Landes im Jahr 2026 liegt auf den bewährten zentralen Landesbeschaffungsprogrammen für Fahrzeuge, mit denen Kommunen gezielt unterstützt und finanziell entlastet werden.

Geplant sind unter anderem die Beschaffung von:

  • Löschfahrzeugen LF 10 und LF 20 für den kommunalen Brandschutz,
  • weiteren Tanklöschfahrzeuge (TLF 3000 und TLF 4000) zur Stärkung der Vegetationsbrandbekämpfung,
  • Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen HLF 10,
  • weiteren Tragkraftspritzenfahrzeugen mit Wasser (TSF-W),
  • Spezialfahrzeuge wie Rüstwagen oder Mannschaftstransportwagen

Das Landesamt für Zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK) hat den aktuellen Beschaffungsplan, in teilweiser Zusammenarbeit mit dem Bundesland Brandenburg, zunächst für die nächsten bis 2035 erarbeitet, dieser wird aber stetig fortgeschrieben. Durch eine Verwaltungsvereinbarung der Länder Brandenburg, Thüringen und MV sollen in Zukunft gemeinsam Vergabeverfahren zur Beschaffung von Geräten und Fahrzeugen des Brand- und Katastrophenschutzes durchgeführt werden.

„Wir wissen, dass Feuerwehrfahrzeuge enorme Investitionen für Städte, Gemeinden und Landkreise darstellen. Genau hier greift das Land ein: Mit unseren Landesbeschaffungsprogrammen sorgen wir für Planungssicherheit, technische Standards und eine spürbare finanzielle Entlastung der Kommunen. Allein mit den Sammelbeschaffungen sparen die Kommunen pro Fahrzeug oft mehrere zehntausend Euro“, so Pegel.

Die Ausrichtung der Fahrzeugprogramme berücksichtigt gezielt die Bedarfe der Feuerwehren sowie veränderte Einsatzlagen beispielsweise durch den Klimawandel. „Wir investieren nicht abstrakt, sondern sehr konkret: leistungsfähige Pumpentechnik, größere Löschwasserkapazitäten, geländegängige Fahrgestelle und moderne Kommunikationssysteme. Damit machen wir unsere Feuerwehren zukunftsfest“, betont der Innenminister.

Seit 2018 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern bereits mehrere hundert Feuerwehrfahrzeuge mit Landesmitteln gefördert oder vollständig beschafft – ein Kurs, der konsequent fortgesetzt wird. Neben den materiellen Schwerpunkten wurde der Dialog zum Brand- und Hilfeleistungsgesetz gesucht. Das Innenministerium setzt hierbei ausdrücklich auf den Austausch mit den Feuerwehrverbänden, Kommunen und weiteren Akteuren.

„Wir wollen ein Gesetz, das den Feuerwehren den Rücken stärkt, das Ehrenamt schützt und gleichzeitig klare Zuständigkeiten schafft. Das gelingt nur im engen Schulterschluss mit den Verbänden und den Kommunen – diesen Weg gehen wir bewusst gemeinsam“, erklärt Christian Pegel.

Innenminister Christian Pegel würdigt das Engagement der Feuerwehrangehörigen im ganzen Land: „Unsere Feuerwehren sind das Rückgrat der Gefahrenabwehr in Mecklenburg-Vorpommern. Wer Sicherheit ernst nimmt, investiert in Menschen, Technik und Strukturen. Genau das tun wir – verlässlich, planbar und mit einem klaren Bekenntnis zum Ehrenamt.“