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Kategorie: Politik

Lehrkräfte im Seiteneinstieg

Neue Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg gestartet

Oldenburg: Sprung ins kalte Wasser vermeiden

Schwerin – Im Mai hat in Mecklenburg-Vorpommern die neue Qualifizierung für Lehrkräfte im Seiteneinstieg begonnen. Zum ersten Mal absolvieren Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger eine intensive, dreimonatige Vorqualifizierung, bevor sie ihre Tätigkeit in den Schulen aufnehmen bzw. zeitnah zu ihrer Einstellung.

Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält sie sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. Bildungsministerin Simone Oldenburg hat heute den Qualifizierungskurs in Schwerin besucht.

„Mit der neuen Vorqualifizierung bereiten wir Lehrkräfte im Seiteneinstieg besser auf die Lehrtätigkeit in der Schule vor. Wir geben ihnen mehr Sicherheit, weil sie bisher in anderen Berufen gearbeitet und in den seltensten Fällen schon einmal vor einer Klasse gestanden haben. Wichtig ist, den Sprung ins kalte Wasser zu vermeiden.

In der jetzigen Situation sind wir auf Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger an den Schulen angewiesen. Daraus entsteht für das Land die Verantwortung, die Lehrkräfte im Seiteneinstieg bestmöglich zu unterstützen. Mit der neuen Vorqualifizierung verbessern wir die Ausbildung deutlich“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

An der neuen Vorqualifizierung für allgemein bildende Schulen nehmen 50 Personen, die an Schulen in öffentlicher Trägerschaft beschäftigt sind, und neun Personen von Schulen in freier Trägerschaft teil. Die Vorqualifizierung besteht aus Präsenz- und Distanzveranstaltungen sowie Selbstlerntagen.

Die 27 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger in den Schulamtsbereichen Rostock und Schwerin werden an den Präsenztagen im „CAMP“ in Schwerin qualifiziert. Für die Schulamtsbereiche Greifswald und Neubrandenburg finden die Präsenzveranstaltungen im „E-Werk“ in Greifswald statt. Organisiert und durchgeführt werden die Qualifizierungskurse durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums.

Die Vorqualifizierung umfasst insgesamt 15 thematische Module. Kurstage und Schulpraxistage wechseln sich ab. Nachdem in der vergangenen Woche Grundlagen der Pädagogik und das neue Berufsfeld „Lehrkraft“ im Mittelpunkt standen, richtet sich der Fokus in dieser Woche auf das Unterrichten an sich. Dafür wird mit dem Themengebiet „Allgemeine Didaktik/guter Unterricht“ ein Grundstein gelegt.

Außerdem erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundlegende Kenntnisse in Methodik, Kommunikation und Fachdidaktik sowie im Bereich der Bewertung von Schülerleistungen.

Im weiteren Verlauf der berufsbegleitenden Qualifizierung erhalten die Lehrkräfte im Seiteneinstieg eine enge Begleitung durch Schulleitungen, Mentorinnen und Mentoren und durch die Qualifizierungsbeauftragten des IQ M-V. An die Grundlegende Pädagogische Qualifizierung (GPQ) schließt sich die dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an.

Wer beide Qualifizierungen mit Erfolg durchlaufen hat und den Zeitraum der Mindestbeschäftigung nachweisen kann, erfüllt die Voraussetzungen, einen Antrag auf Anerkennung einer Lehrbefähigung zu stellen.

Positive Bilanz der Ehrenamtsmessen

Land erarbeitet zur weiteren Unterstützung des Ehrenamtes eine Engagement-Strategie

Schwerin – Bereits zum 16. Mal fanden in den letzten drei Wochen die Ehrenamtsmessen in Mecklenburg-Vorpommern statt. Rund 10.000 Interessierte besuchten an fünf Orten (Neubrandenburg, Stralsund, Bad Doberan, Wismar, Pasewalk) die Veranstaltungen auf der sich insgesamt etwa 170 Vereine, Verbände und Initiativen präsentierten.

„Nach drei Jahren pandemiebedingter Pause waren die diesjährigen Messen etwas ganz Besonderes. Gerade im Ehrenamt sind das Miteinander, der direkte Kontakt und Austausch unersetzbar. Umso schöner, dass die Veranstaltungen wieder in Präsenz möglich waren und so umfangreich genutzt wurden“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese zum Abschluss der Ehrenamtsmessen 2023 am Wochenende.

Drese dankte der Landesarbeitsgemeinschaft Ehrenamtsmessen mit dem DRK-Landesverband an der Spitze für die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen. Die Messen werden durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

„Für die Landesregierung ist die Förderung des Ehrenamtes ein wichtiges Anliegen“, verdeutlichte Drese. „Mit zahlreichen Initiativen und Projekten drücken wir unsere Wertschätzung aus und stärken das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Mecklenburg-Vorpommern.“ Dies geschehe zum Beispiel in Form der Ehrenamtsmessen, aber auch in gemeinsamen Aktivitäten mit der Ehrenamtsstiftung MV, in der Arbeit mit den landesweiten MitMachZentralen oder im Rahmen von Vernetzungstreffen für ehrenamtlich Engagierte“, so Drese.

Ein weiteres wichtiges Ziel für die Landesregierung sei das „Aufmerksam machen“ und das „Danke sagen“, verdeutlichte die Ministerin. „Das erfolgt seit dem Jahr 2020 nun nicht mehr nur mit dem Ehrenamts-Diplom, sondern auch mit der EhrenamtsKarte MV, die besonderes Engagement würdigt“, betonte Drese. Mit ihr profitieren besonders aktive Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler von einer Vielzahl an Vergünstigungen und attraktiven Angeboten bei mehr als 260 Partnern hier im Land. „Wir nutzen die Ehrenamtsmessen deshalb auch, um auf diese Form der Wertschätzung hinzuweisen“, sagte Drese.

Als zukünftigen Schwerpunkt zur Unterstützung des Ehrenamtes kündigte Drese die Entwicklung einer landesweiten Engagement-Strategie an. „Auch das Ehrenamt ändert sich. Vereine, Verbände und andere Institutionen haben Nachwuchssorgen. Viele Menschen engagieren sich zudem zunehmend in weniger etablierten, kleinteiligeren Initiativen und Strukturen, die zu Unrecht häufig kaum wahrgenommen oder übersehen werden.“

Umso wichtiger sei es deshalb, dass zur Erarbeitung einer Engagement-Strategie ein breiter Beteiligungs- und Diskussionsprozess mit den ehrenamtlich Aktiven etabliert wird. Drese: „Das Ehrenamt in MV braucht noch mehr Sichtbarkeit, mehr Kooperationen, mehr Reichweite für die Nachwuchsgewinnung. Die Grundlage hierfür bildet ein stetiger und reger Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft.“

Brückenzufahrten zur Insel Usedom

Meyer: Bauarbeiten sind dringend notwendig – Bahn als Alternative zum Auto nutzen

Greifswald – Am Montag hat Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer gemeinsam mit dem Straßenbauamt Neustrelitz in Greifswald über aktuelle Baumaßnahmen an den Brückenzufahrten zur Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) informiert.

„Die Insel Usedom ist das gesamte Jahr über ein begehrtes und stark nachgefragtes Urlaubsziel für zahlreiche Gäste und Einheimische. Das sorgt insbesondere in der Urlaubszeit für viel Anreise- und Abreiseverkehr auf den Straßen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Montag. Im vergangenen Jahr haben 1,1 Millionen Gäste die Insel Usedom besucht. Das Statistische Amt hat 5,7 Millionen Übernachtungen gezählt.

Verkehrsminister Reinhard Meyer ging insbesondere auf die Zufahrtsbrücken zur Insel Usedom – die Peenebrücke Wolgast (nördliche Zufahrt) und die Zecheriner Brücke (südliche Zufahrt) – ein.

„Beide Brücken sind die Nadelöhre zur An- und Abreise auf die Insel, da sie die einzigen beiden direkten Straßenverbindungen auf die Insel sind. Die Zufahrtsstraßen auf der Insel sind gerade in den Sommermonaten in der Hauptsaison und somit zur Ferienreisezeit stark frequentiert“, so Meyer weiter. „Die Bauarbeiten sind äußerst komplex. Unser Ziel ist es, den Verkehr insgesamt so gut wie möglich am Laufen und die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Dennoch werden temporär stockender Verkehr oder auch Staus sich nicht vermeiden lassen“, sagte der Minister.

Die Peenebrücke Wolgast ist eine Klappbrücke. Sie verbindet über den Peenestrom das Festland mit der Insel Usedom. Über die Brücke führt die Bundesstraße 111 (B111). Die Bauarbeiten auf der Peenebrücke laufen seit 2022 in mehreren Teilmaßnahmen.

„Bei der Brücke ist die grundhafte Instandsetzung aufgrund des Bauwerks-Zustandes dringend erforderlich geworden. Im Zuge der Arbeiten wird u. a. der Straßenbelag erneuert. Darüber hinaus werden die Fahrbahnübergangskonstruktionen ausgetauscht, der Korrosionsschutz an den Überbauten angebracht und die Geländer erneuert. Ziel ist es, die Instandsetzungsmaßnahme Ende dieses Jahres abzuschließen“, erläuterte Verkehrsminister Meyer.

Im Zuge der Baumaßnahmen kommt es je nach Bautenfortschritt zu verminderten Fahrspurbreiten mit Geschwindigkeitsbeschränkungen, Sperrung der Nebenanlagen (Fußgängerverkehr auf der B111) oder zur Vollsperrung der Wasserstraße. Anfang September 2023 – voraussichtlich zwischen dem 04. und 10. September – ist auch eine Vollsperrung geplant. „Die Verkehrsumleitung erfolgt dann komplett über die Zecheriner Brücke. In diesem Zeitraum wird Gussasphalt auf den Fahrbahnen der Brücke aufgebracht und die Klappenfahrbahn instandgesetzt“, so Meyer.

Die Zecheriner Brücke ist ebenfalls eine Klappbrücke. Sie verbindet über die Bundesstraße 110 (B110) das Festland mit der Insel Usedom. Wegen Bauwerksschäden an der Klappe gilt aktuell eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 km/h beim Überfahren der Brücke. Voraussichtlich ab dem 12. Juni 2023 und bis 07. Juli 2023 erfolgt die Notinstandsetzung der Brückenklappe. Das führt zu kurzzeitigen Vollsperrungen der Brücke für die Dauer von ca. 15 Minuten während der Schweißarbeiten.

„Die Arbeiten werden verkehrsabhängig, das heißt nicht in Spitzenbelastungszeiten, ausgeführt. Wir werden diese unter Verwendung von Pontons durchführen, so dass Einschränkungen für den Straßenverkehr auf das nötigste Maß beschränkt sind“, betonte Verkehrsminister Meyer. Außerdem werden zweimal halbseitige Verkehrsführungen zur Instandsetzung des Belages auf der Brücke nachts von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr notwendig sein.

In einer Arbeitsgruppe sollen sich unter anderem Vertreter des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der Straßenbauverwaltung, der Stadt Wolgast und der betroffenen Kommunen über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen austauschen und Verkehrsabläufe unter den gegebenen Voraussetzungen bestmöglich koordinieren. „Wichtig ist es, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und rechtzeitig über anstehende Maßnahmen und gegebenenfalls auch Probleme zu informieren“, sagte Meyer weiter.

Abschließend machte Minister Meyer auf bestehende Zugverbindungen nach Usedom aufmerksam. „Die Bahn ist eine attraktive Alternative zum Auto. Es gibt gute Verbindungen, beispielsweise über Hamburg oder Berlin, die Insel mit dem Zug zu erreichen. Ein weiterer Anreiz könnte dabei auch das gerade erst eingeführte Deutschlandticket für 49 Euro sein. Darüber hinaus leistet jeder Bahnreisende auch einen Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer abschließend.

Hohen Pritz erhält eigenes Wappen

Gemeinde Hohen Pritz
Gemeinde Hohen Pritz

Hohen Pritz – Die Gemeinde Hohen Pritz im Amt Sternberger Seenlandschaft im Nordosten des Landkreises Ludwigslust-Parchim erhält ein eigenes Wappen. Das für die Wappengenehmigung zuständige Innenministerium hat den Wappenbrief in dieser Woche an Bürgermeister Jan Kessel übersandt.

„Der Wunsch der Gemeinde nach einem eigenen Wappen zeigt das Interesse und den deutlichen Willen der Gemeindevertretung, ihre kulturhistorischen Traditionen zu bewahren und die Selbstverwaltung auch in einem eigenen Symbol sichtbar zu machen“, sagt Innenminister Christian Pegel.

„Wappen sind wie kaum ein anderes Zeichen geeignet, Wertvorstellungen, Heimatverbundenheit und Geschichtsbewusstsein zu fördern. Sie spiegeln auf anschauliche Art und Weise die Besonderheiten der örtlichen Gemeinschaft wider und können deshalb ein repräsentatives Aushängeschild für die Aktivitäten der Hohen Pritzer sein.“

Das Wappen der Gemeinde, die aus den Orten Hohen Pritz, Klein Pritz, Dinnies und Kukuk besteht, wird im Wappenbrief wie folgt beschrieben: „In Gold eine schräglinke blaue Wellenleiste, begleitet oben von einem grünen Buchenzweig mit drei Blättern, unten von einem grünen fünfblättrigen Kastanienblatt.“ (Siehe Abbildung des Wappens im Anhang). Wofür diese Symbole stehen, erklärt der Bürgermeister der Gemeinde, Jan Kessel:

„Uns war wichtig, alle Ortsteile in dem Wappen wiederzufinden. Der Wellenbalken steht für den Ortsnamen Pritz, der aus dem Slawischen stammt und ,Durchflussort‘ bedeutet. Die Gemeinde liegt am Kleinpritzer See, der über den Schlower Bach mit der Mildenitz verbunden ist. Der Buchenzweig symbolisiert die großen ,Kukuksbuchen‘ im Waldgebiet bei Kukuk, aus dem auch das Holz für die Glashütte Kukuk geschlagen wurde. Die drei begleitenden Blätter verbildlichen den Waldreichtum der Gemeinde allgemein. Und das Kastanienblatt wiederum steht für die Kastanienallee im Ortsteil Dinnies ebenso wir für die in Klein Pritz dominierenden Kastanien.“

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock 383 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen. Seit 1990 wurden 293 Wappen für Gemeinden, Städte und Landkreise genehmigt (einschließlich Wappen, die zum Beispiel wegen Gemeindezusammenlegungen inzwischen erloschen sind). Jährlich werden etwa fünf bis acht Wappen beantragt und genehmigt.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 nahmen die Anträge deutlich zu. Grund dafür war die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde.

Den Antrag für ein Hoheitszeichen – das sind neben Wappen auch Flaggen und Siegel – muss die Gemeinde in Papierform beim Innenministerium einreichen. Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.

Arbeit der Feuerwehrleute gewürdigt

Neustrelitz – Auf Einladung des Kreisfeuerwehrverbands Mecklenburgische Seenplatte nahm Landesinnenminister Christian Pegel heute an einem ökumenischen Festgottesdienst zum St. Florianstag in der Stadtkirche Neustrelitz teil und würdigte das ehrenamtliche Engagement im Bereich Brand- und Katastrophenschutz:

„Unsere Freiwilligen Feuerwehren haben eine bedeutende Rolle in unserer Gesellschaft. Sie leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung. Den mehr als 26.000 Feuerwehrfrauen und -Männer in unserem Bundesland gilt mein herzlicher Dank für diesen Einsatz“, sagte Christian Pegel und fügte hinzu:

„Im Ehrenamt Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zu sein, bedeutet, sich mit viel Enthusiasmus, Zeit- und Kraftaufwand in der Freizeit zu engagieren. Ohne dieses tolle Engagement wäre der Brandschutz in Mecklenburg-Vorpommern nicht zu sichern. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren verdienen unsere Wertschätzung und unseren Respekt. Sie sind die Helden unseres Alltags“.

Im Land gibt es aktuell 929 Freiwillige- und sechs Berufsfeuerwehren. Im vergangenen Jahr rückten sie zu 7.521 Bränden aus. Hinzu kamen knapp 25.000 Einsätze zur Hilfeleistung unter anderem bei Verkehrsunfällen, Sturmschäden und Tierrettungen.

„Dagegen stehen aber auch 6.737 Fehlalarme, zu denen die Helferinnen und Helfer 2022 ausgerückt sind. Diese sind vor allem dann belastend, wenn sie absichtlich herbeigeführt werden und somit Menschen, Technik und Zeit binden, die an anderer Stelle sicher sinnvoller eingesetzt werden können“, sagte der Minister.

Der Internationale Tag der Feuerwehrleute findet immer am 4. Mai eines Jahres statt. Der Tag wurde zu Ehren von fünf Feuerwehrleuten etabliert, die am 4. Januar 1999 unter tragischen Umständen in einem Lauffeuer in Australien ums Leben kamen. Da der 4. Mai auch der Tag des Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehrleute, ist, wird er seitdem als Tag der Feuerwehrleute begangen.

Ausstoß klimaschädlicher Gase mindern

Fast zwei Millionen Euro Darlehen für Heizungstausch in Rostock Groß-Klein

Rostock – Ein Darlehen über 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Wohnraummodernisierung erhält die Wohnungsgenossenschaft Schifffahrt Hafen Rostock. Sie plant die Modernisierung der Heizungsanlagen am Gerüstbauerring 20-23. Insgesamt 217 Wohnungen in dem elfgeschossigen Wohnblock, der im Jahr 1983 errichtet wurde, sollen von dezentraler Gasheizung auf eine zentrale Fernheizung umgerüstet werden. Die Bauarbeiten sollen 2024 abgeschlossen sein.

„Mit unserem Programm, dass wir in diesem Jahr an die aktuellen Entwicklungen angepasst haben, tragen wir dazu bei, sozialverträgliche Wohnkosten zu sichern. Ich freue mich sehr, wenn unsere Wohnungsunternehmen diese Möglichkeit nutzen. Herzlichen Dank deshalb an die WG Schifffahrt-Hafen in Rostock“, sagt Bauminister Christian Pegel anlässlich des Förderbescheids, der nach Rostock versandt wurde.

Er wirbt für weitere Anträge für das Programm, aus dem neben Anpassungen zur Barrierefreiheit auch Maßnahmen gefördert werden, die der Heizenergieeinsparung dienen oder die den Ausstoß klimaschädlicher Gase mindern.

„Das Darlehen mit einem 25 prozentigen Tilgungsnachlass ist zinslos. Wir haben die Förderkonditionen gerade an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Damit ist nun eine höhere Förderung pro Quadratmeter möglich als zuvor. Und die Förderung ist nicht mehr an die Lage in einem unserer ,Zentralen Orte‘ gebunden.“

Mehr Informationen zu diesem Programm sowie Antragsformulare finden Sie auf den Webseiten des Landesförderinstituts.

32. FILMKUNSTFEST beendet

Schwesig zeichnet Corinna Harfouch mit dem „Goldenen Ochsen“ aus

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeichnete heute bei der Abschlussveranstaltung des 32. FILMKUNSTFESTES die Schauspielerin Corinna Harfouch mit dem Ehrenpreis des Festivals „Goldener Ochse“ aus. „Corinna Harfouch gehört zu den bekanntesten Film- und Bühnendarstellerinnen, die wir in Deutschland haben. Über 100 Filme und Produktionen hat sie gedreht.

Ihre schauspielerische Bandbreite ist enorm. Immer wieder wagt sie Neues, schlüpft in viele verschiedene Charaktere. Und doch ist jede ihrer Rollen eine Corinna Harfouch-Rolle, in der man ihre persönliche Ausstrahlung als Schauspielerin immer sofort wiedererkennt. Ich gratuliere Frau Harfouch herzlich zur Auszeichnung mit dem Ehrenpreis.“

 Zu Beginn des Abends hieß die Regierungschefin die Gäste willkommen: „Herzlich willkommen zum großen Finale des FILMKUNSTFESTES: Nach einer knappen Woche Kino satt. Nach starken Wettbewerben. Nach vielen Gesprächen und interessanten Veranstaltungen um die Filme herum.“ Auch in diesem Jahr war das beliebteste ostdeutsche Filmfestival eine anregende und unterhaltsame Zeit.

„Vielen Dank an die Organisatoren, an Herrn Kufahl und sein Team, an alle, die dazu beigetragen haben. Ich freue mich auch, dass der Einsatz des Landes, gemeinsam mit vielen engagierten Sponsoren, die Voraussetzungen für dieses Festival schaffen konnte. Und ein ganz besonderer Dank an das treue Publikum.

Das 32. Filmkunstfest war ein voller Erfolg!“ In 13 Kategorien wurden Filmschaffende und ihre Werke mit Preisen geehrt. „Allen Gewinnerinnen und Gewinnern sage ich herzlichen Glückwunsch. Sie alle haben viel Herzblut in Ihre Produktionen gesteckt. Sie konnten das Publikum und unsere Jury in diesem Jahr besonders überzeugen.“

Bessere Beratung für Eltern und Schulen

Oldenburg: Multiprofessionelle Teams beraten und unterstützen

Das Bildungsministerium begleitet Schulen künftig noch enger bei der Schulentwicklung. Multiprofessionelle Teams des Kooperations- und Beratungssystems für Eltern und Schule (KuBES) im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) beraten und stärken die Schulen bei pädagogischen Herausforderungen und sozialen Problemlagen. Die Teams wurden dafür über ein Jahr lang qualifiziert. Die Qualifizierung endet offiziell am Nachmittag mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung in Schwerin.

Die KuBES-Teams unterstützen Schulen bei besonderen Herausforderungen, beispielsweise beim Aufbau von Handlungsstrategien gegen Mobbing, stärken sie bei der Vermeidung von Schulabsentismus oder organisieren Informationsveranstaltungen für Eltern zum Thema „Gemeinsam durch die Pubertät“.

„Wir wollen Schulen und Eltern in besonderen Situationen noch intensiver unterstützen und Lehrkräfte entlasten. Dafür stehen den Schulen und Eltern umfassend geschulte multiprofessionelle Teams zur Präventions- und Beratungsarbeit zur Verfügung. Nachhaltige Veränderungen brauchen Zeit und eine verlässliche und individuelle Begleitung. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung danke ich der Robert Bosch Stiftung“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Für diese besonderen Aufgaben sind die Teams im KuBES in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung auf der Grundlage des Rahmenkonzeptes zur Professionalisierung von Schulentwicklungsberatung qualifiziert worden. Das Angebot der Robert Bosch Stiftung baut auf den Erfahrungen im Projekt „School Turnaround“ auf. Über vier Jahre lang hat die Stiftung gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung Brennpunktschulen unterstützt, die vor besonderen Herausforderungen standen. Das Projekt hat gezeigt, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor eine speziell ausgerichtete Schulentwicklungsberatung ist.

Weitere Informationen über das KuBES – Kooperations- und Beratungssystem für Eltern und Schule – und seine Arbeitsweise sind auf dem Bildungsserver MV zu finden.