WEMAG-Kunden pflanzen etwa 1.400 Bäume für Klimawald

7. Baumpflanzaktion des kommunalen Energieversorgers WEMAG

Malchow – Der kommunale Energieversorger WEMAG hat am Sonnabend, den 14. Oktober mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern der Landesforst in der Nähe von Malchow seinen nächsten Klimawald gepflanzt. „Der Klimaschutz beginnt vor der Haustür. Deshalb packen wir selbst aktiv mit an und pflanzen seit sechs Jahren Bäume in unserer Region“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart zu Beginn der 7. Baumpflanzaktion, die von Mitarbeitern des Forstamtes Wredenhagen fachlich geplant und begleitet wurde.

WEMAG-Baumpflanzaktion: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart, Vorstand der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern Manfred Baum und WEMAG-Vorstandsmitglied Thomas Murche (v.l.) packten bei der WEMAG-Baumpflanzaktion ebenfalls mit an. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Ich freue mich, dass sich die Waldaktie in den zehn Jahren ihres Bestehens großer Beliebtheit erfreut und sich die WEMAG mit ihren Kunden mit dem Kauf von bisher etwa 44.300 Aktien vorbildlich engagiert. Schließlich erbringt der Wald eine Vielzahl von Leistungen. Er fördert die menschliche Gesundheit, verschönert die Landschaft und liefert uns den nachwachsenden und umweltfreundlichen Rohstoff Holz. Zudem wirkt er als Kohlenstoffspeicher, bindet Staubpartikel, kühlt das Umfeld, verbessert das Grundwasserdargebot, produziert Sauerstoff und erhöht die Artenvielfalt. Mit dieser Pflanzaktion leisten wir also auch etwas für nachfolgende Generationen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus.

„Da es ein Jubiläumsjahr für die Waldaktie ist, haben wir versucht, die Bäume des Jahres aus diesem Zeitraum zu bestellen, welche für diesen Boden geeignet sind“, erläuterte Forstamtsleiter Bernd Poeppel. Rund 1.400 Bäume, darunter etwa 1.000 Traubeneichen, jeweils 150 Elsbeeren und Vogelkirschen, Berg- und Feldahorn sowie Winterlinden, Ess- und Rosskastanien konnten innerhalb von etwa zwei Stunden in den Malchower Klostertannen, im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte, gepflanzt werden.

In den vergangenen Jahren halfen hunderte Kunden und andere Freiwillige bei der Durchführung der Baumpflanzaktionen des regionalen Energieversorgers. Im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, im Seefelder Holz bei Mühlen Eichsen, auf einer Fläche bei Bad Kleinen, bei Herren Steinfeld sowie in Malchow wurden so bereits sechs Klimawälder mit einer Gesamtfläche von etwa 41 Hektar geschaffen. Die dort gepflanzten Eichen und Linden entwickeln sich gut. Initiiert wurde die Aktion von der WEMAG und der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011.

Die WEMAG bietet mit wemio-Waldgas ein Erdgasprodukt mit ökologischem Mehrwert an. Für jeden Kunden investiert das Unternehmen zehn Euro, um Waldschutzprojekte im Norden zu unterstützen. Mit dem Geld wurden bisher ausschließlich Waldaktien der Landesforst MV erworben. Jede Aktie steht für die Aufforstung von fünf Quadratmetern Waldfläche.
Die WEMAG verwendet die zehn Euro je Erdgaskunde nicht nur für Klimawälder, sondern verteilt das Geld auf mehrere Projekte. So unter anderem in die Wildtierhilfe, MoorFuture-Zertifikate sowie in die Erhaltung, Revitalisierung und Neuanlage von Streuobstwiesen, die zu den artenreichsten Biotopen Europas gehören.

25 Jahre Edeka in Malchow: Backhaus würdigt Engagement

Malchow – Der Lagerstandort Malchow der Edeka Nord blickte am Sonnabend (14. September 2017) auf das 25. Jahr seines Bestehens zurück. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erinnerte in seinem Grußwort aus Anlass des Gründungsjubiläums an die Wurzeln des hiesigen Lagerstandortes. „Was 1990 im ehemaligen Teppichwerk Malchow auf 7000 Quadratmetern mit nur 80 Mitarbeitern begann, hat sich inzwischen zu einem Lagerstandort von 33.110 Quadratmetern Größe mit 390 Mitarbeitern entwickelt“, sagte der Minister vor Geschäftsführung, Beschäftigten und vormaligen Wegbegleitern des Malchower Lagerstandortes.

Backhaus schlug die Brücke vom Lebensmittelhandel zur Arbeit der 24.000 Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern. „Sie liefern qualitativ hochwertige Lebensmittel. Das muss honoriert werden. Mit Dumpingpreisen kommen wir hier nicht weiter“, mahnte Backhaus. Verbesserungsbedarf erkenne er vor allem bei den Marktpreisen für die Erzeugnisse der Milch- und Schweinebauern. Dennoch nehme er zur Kenntnis, dass Edeka sich für die Landwirtschaft engagiere und in MV wertvolle Strukturen geschaffen habe.

Als Beispiel hob er die Errichtung des Fleischverarbeitungsbetriebes in Lüttow-Valluhn bis 2006 hervor, die mit 18,8 Mio. € aus der Marktstrukturverbesserung mit Mitteln des Landes, des Bundes und der EU gefördert wurde sowie eine Investitionszulage von 5,8 Mio. € erhielt. Des Weiteren betonte der Minister die Zusammenarbeit Edekas mit der ökologischen Erzeugergemeinschaft Biopark. Aktuell arbeiten über 11.140 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft in MV nach ökologischen Kriterien.

Edeka Nord garantiere zudem die Abnahme von Produkten aus dem vom Landwirtschaftsministerium geförderten Naturschutzprojekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ und beteilige sich über die Edeka Stiftung an der Aktion „Gemüsebeete für Kids“. Mit Blick auf das zu Schuljahresbeginn gestartete EU-Schulernährungsprogramm, bei dem bislang drei Lieferanten 91 Grund- und Förderschulen im Land einmal wöchentlich mit Milch, Obst und Gemüse beliefern, regte der Minister das Engagement des Lebensmitteleinzelhandels für gesunde Ernährung an. „Der Lebensmitteleinzelhandel sollte hier seine Verantwortung, vor allen Dingen bei Kindern noch stärker wahrnehmen“, sagte Backhaus.

Welternährungstag: Jeder Deutsche wirft jährlich 80 kg Lebensmittel weg

Schwerin – Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, FAO, erinnert alljährlich am 16. Oktober mit ihrem Welternährungstag daran, dass derzeit weltweit rund 800 Millionen Menschen nicht ausreichend mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser versorgt sind. Tausende Menschen sterben täglich an Unterernährung und ihren Folgen, mehr als die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren.

„Diese Zahlen machen mich tief betroffen. Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht“, verdeutlicht Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. In krassem Widerspruch zur Zahl der Unterernährten und Hungernden weltweit stehe die steigende Zahl der Übergewichtigen in Wohlstandsländern, und inzwischen auch in bevölkerungsreichen Ländern wie China oder Indien. Waren einem Bericht der WHO zufolge im Jahr 1975 weltweit etwa elf Millionen der Fünf- bis 19-Jährigen fettleibig, so stieg deren Zahl im vergangenen Jahr auf 124 Millionen an. In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit mehr als sieben Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Damit nahm der Anteil übergewichtiger Kinder zwischen 2010 und 2015 um 0,7 Prozentpunkte zu.

„Kinder lernen am Vorbild, auch wenn es um die Ernährung geht. Der Umgang mit Nahrungsmitteln und die Grundlagen für eine bestimmte Esskultur werden zu Hause und auch in Kindertagesstätten und Schule ausgeprägt“, so Backhaus. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt sieht daher in der Vermittlung von Bildung und Alltagskompetenzen in Fragen der Ernährung eine seiner Aufgaben. „So trägt beispielsweise die Belieferung von 91 Grund- und Förderschulen im Land mit frischer Milch, Obst und Gemüse im Rahmen des EU-Schulernährungsprogramms zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für eine gesunde und bewusste Ernährung bei“, so Till Backhaus.

Der Minister appellierte erneut an Bundesregierung und internationale Politik, in Fragen der Verteilungsgerechtigkeit umzudenken. Weltweit werden jährlich etwa 1,3 Milliarden Lebensmittel verschwendet. Nach Angaben der UNICEF reiche Menge der weltweit von der Landwirtschaft produzierten Nahrungsmittel rein rechnerisch zur Versorgung der Weltbevölkerung aus. „Also haben wir ein Verteilungsproblem“, sagte Backhaus.

Die Verbraucher in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern forderte Backhaus zum wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln auf. „Jeder Deutsche wirft jährlich im Schnitt etwa 80 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Jeder sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein“, sagte der Minister.

Beste Absolventen, engagierte Ausbilder und erfolgreiche Industriemeister in Rostock geehrt

Rostock – Dreifache Ehrung bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock – am Donnerstag sind 71 Auszubildende aus dem Prüfungszeitraum Winter 2016/2017 und Sommer 2017 als Prüfungsbeste ausgezeichnet worden. Zugleich erhielten drei engagierte Ausbilder den „Durchstarten-sagt-Danke“-Pokal und eine Urkunde sowie 31 Industriemeister das „Meister-Extra“. „Die Ausgezeichneten stehen für drei Eigenschaften: hohe Fachkenntnisse, zielstrebige Leistungsbereitschaft und glühende Leidenschaft für ihren Beruf. Das sind die Fachkräfte von heute, die wir in den Unternehmen zur weiteren positiven wirtschaftlichen Entwicklung brauchen. Deshalb wollen wir dieses herausragende Engagement jedes Einzelnen besonders ehren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes werben gemeinsam mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ für berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Akteure der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ haben drei besonders aktive Unterstützer rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung ausgezeichnet. In der Nikolaikirche erhielten Eva Krull (Personalleiterin in der Yachthafenresidenz Hohe Düne), Frank Krüger (Ausbilder im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund) und Olaf Janowski (Verkaufsleiter bei thyssenkrupp Schulte GmbH, Niederlassung Rostock) einen Pokal sowie eine Urkunde. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Fundament einer florierenden Wirtschaft. Das Engagement der Geehrten ist vorbildlich und trägt dazu bei, jungen Menschen auf dem Weg in das Berufsleben unterstützend zur Seite zu stehen“, sagte Glawe.

„Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, so Wirtschaftsminister Glawe. Im Azubi-Atlas von „durchstarten-in-mv.de“ sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

Während des Festaktes sind zudem 71 Auszubildende als Jahrgangsbeste ausgezeichnet worden. An den Abschlussprüfungen nahmen insgesamt 2.487 Absolventen teil. Die 71 Geehrten haben ihre Prüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Die Absolventen wurden in 47 Unternehmen und bei sechs Bildungsdienstleistern ausgebildet und haben ihre Ausbildung in 24 Ausbildungsberufen abgeschlossen. Zwölf dieser Ausbildungsberufe sind den kaufmännischen und kaufmännisch verwandten Berufen zuzuordnen, wie beispielsweise Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute im Gesundheitswesen, Tourismuskaufleute. Weitere zwölf Ausbildungsberufe sind gewerblichtechnische Berufe, wie beispielsweise Chemikant, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und Informatiker. 15 der Auszubildenden erhalten ein Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Das gute Abschneiden der jungen Menschen schafft ihnen die Basis für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Wir brauchen tatkräftige junge Menschen als Fachkräftenachwuchs für die Wirtschaft im Land“, sagte Glawe.

„Wir Unternehmen sollten mit vereinten Kräften alles tun, damit die jungen Menschen hier bleiben, in ihrer Heimat. Eine Heimat, die nicht nur eine Urlaubsregion sein soll, sondern ein Land zum Leben und Arbeiten. Die Ausbildungsbetriebe der heute geehrten Absolventen bieten eine gute, qualifizierte Ausbildung, attraktive Arbeitsbedingungen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Kurzum, sie haben mitgeholfen, richtig guten Nachwuchs für unsere Wirtschaftsregion heranzubilden“, sagte Torsten Grundke, Vizepräsident der IHK.

31 Industriemeister in den Fachrichtungen Chemie, Elektrotechnik, Luftfahrttechnik, Mechatronik und Metall erhielten das vom Wirtschaftsministerium initiierte „Meister-Extra in Höhe von 1.000 Euro. Mit der Prämie soll das persönliche Engagement für die Meisterqualifikation anerkannt und der Meister-Titel als Gütesiegel für die Qualität in Industrie und Handwerk gestärkt werden. „Bildung und Qualifizierung sind der Schlüssel für die Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit die Basis der Wertschöpfung für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

Geht es um die Vielfältigkeit in der dualen Berufsausbildung oder um die Entwicklung von neuen Ideen in der Berufsorientierung – Eva Krull ist immer mit viel Engagement und Begeisterung dabei. Als Personalleiterin in der Yachthafenresidenz Hohe Düne zeichnet sie sich mit ihrer fachlichen, pädagogischen und menschlichen Kompetenz für eine Vielzahl von Ausbildungsverhältnissen und somit auch für die Fachkräfteentwicklung in der Branche mit verantwortlich. Sie kümmert sich um 20 Auszubildende aus acht Nationen und versteht sich als Lernbegleiterin, die ihre Auszubildenden fördert und fordert. Orientiert an den Arbeits- und Geschäftsprozessen des Unternehmens vermittelt sie über den Rahmen hinaus berufliche und persönliche Kompetenzen. Sie praktiziert, wo immer es möglich ist, den Weg des „entdeckenden Lernens“. Die Auszubildenden werden mit dieser Methode zum selbständigen Denken und Handeln angeregt. Eigeninitiativen sowie die Entwicklung von Ideen in der Arbeit und beim Lernen beispielsweise bei Leistungswettbewerben werden gefördert. Zudem ist Eva Krull ehrenamtlich als Mitglied im Schlichtungsausschuss der IHK zu Rostock und im Regionalverband des DeHoGa MV tätig. „Durch ihr engagiertes Wirken leistet Eva Krull einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Fachkräftenachwuchses in der Hotellerie und Gastronomie für die Region“, sagte Glawe.

Seit vielen Jahren engagiert Frank Krüger sich im beruflichen und auch im privaten Bereich um die Zukunft junger Menschen. Er sucht nicht immer den einfachen Weg, wenn es mal mit seinen Auszubildenden schwierig wird. Er versucht die Gründe herauszufinden und löst die Probleme praxisnah. Frank Krüger motiviert seine Auszubildenden und spornt sie zu höheren Leistungen an, was dazu führt, dass Auszubildende des Unternehmens häufig mit Bestnoten die Abschlussprüfungen bestehen. Darüber hinaus hat der Ausbilder einen hohen Anteil daran, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund seit 2009 infolge mit dem Titel „TOP Ausbildungsbetrieb“ von der IHK zu Rostock geehrt wurde. „Beim Thema Weiterbildung und lebenslanges Lernen ist Frank Krüger für seine Schützlinge ein gutes Vorbild. Er absolviert derzeit berufsbegleitend eine Ausbildung zum IHK geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen, um die ihm anvertrauten jungen Menschen noch besser betreuen zu können“, sagte Glawe.

Olaf Janowski ist seit 2010 verantwortlich für die Ausbildung in der Niederlassung Rostock der thyssenkrupp Schulte GmbH. Seit vielen Jahren zeigt Olaf Janowski großes Engagement in der Ausbildung und für die Ausbildung. Für die derzeit zehn Auszubildenden im Unternehmen trägt er die Gesamtverantwortung. Mit viel Erfahrung und pädagogischem Geschick versteht er es, dass sich die Auszubildenden mit dem Unternehmen identifizieren. Er motiviert die Auszubildenden an sich und ihre Leistungen zu glauben und fördert ihre persönliche und fachliche Entwicklung. Zusätzlich engagiert sich Olaf Janowski ehrenamtlich als Prüfer und Schlichter bei der IHK zu Rostock. Aktiv werden Maßnahmen zur Berufsfrühorientierung der Schüler und Schülerinnen und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung im Kammerbezirk tatkräftig unterstützt. „Olaf Janowski trägt einen hohen Anteil daran, dass das Unternehmen in diesem Jahr zum siebten Mal in Folge mit dem Titel `TOP Ausbildungsbetrieb´ geehrt wurde“, sagte Glawe.

Drese: Senior-Trainer/innen sind ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft

Schwerin – Seit dem Jahr 2002 wurden in Mecklenburg-Vorpommern über 600 Senior-Trainerinnen und Senior-Trainer ausgebildet und qualifiziert. Auf diese beeindruckende Zahl wies Ministerin Stefanie Drese bei der Festveranstaltung zum 15-jährigen Bestehen der Senior-Trainerausbildung im Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin hin.

Die Ausbildung zum Senior-Trainer startete durch ein vom Bundesministerium für Familien und Senioren initiiertes Modellprojekt „Erfahrungswissen für Initiativen“. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse im Rahmen des Modellprojektes wurde die Ausbildung in modifizierter Form als Landesprojekt „Weiterbildung älterer Menschen für bürgerschaftliches Engagement als Senior-Trainer/in fortgesetzt.

Besondere Verdienste hat dabei sich Helga Bomplitz vom Landesring des Deutschen Seniorenringes e.V. erworben. „Ihrem hohen persönlichen Engagement ist es zu verdanken, dass das Projekt in unserem Land zu einem Erfolgsprojekt geworden ist und auch über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung erfährt“, sagte Ministerin Drese.

Ziel des Multiplikatoren-Programmes ist es, das Erfahrungswissen älterer Menschen für die Gesellschaft einzusetzen und besser zu nutzen, um damit die gesellschaftliche Position älterer Menschen zu stärken. „Es geht darum, Seniorinnen und Senioren so auszubilden, dass sie danach Initiativen, Vereine, Gruppen und Projekte unterstützen, beraten und begleiten können“, verdeutlichte Ministerin Drese.

Viele hervorragende Projekte wurden durch die Senior-Trainer/innen in nahezu allen Bereichen entwickelt z.B. als Vorlesepate in Kitas, als Lern- und Hausaufgabenhilfe in Schule und Hort, als grüne Dame oder Herr im Krankenhaus, als Alltagsbegleiter in der Pflege, als Landschaftspfleger in der Natur oder als Integrationsbegleiter im Bereich der Flüchtlingshilfe. „Sie sind für die Orte und Bereiche in denen sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit ausüben eine große Bereicherung und ein echter Gewinn“, so Drese.

Für die Begleitung und Anleitung stehen heute 7 Agenturen (Universität-Rostocker Seniorenakademie, Seniorenbüro Schwerin, Seniorenbüro Neubrandenburg, Greifswald Bürgerhafen, MehrGenerationenHaus Stralsund, Familienzentrum Neustrelitz e. V., Mehrgenerationenhaus Torgelow) zur Verfügung. Drese: „Die Senior-Trainerinnen und Senior-Trainer haben ein eigenes Landesnetzwerk initiiert und tragen damit dazu bei, dass sich unser Land auch auf Bundesebene präsentieren kann. Im Bundesvergleich ist dieses Projekt beispielgebend.“

Mecklenburg-Vorpommern ist offizielles Partnerland der ITB Berlin 2018

Führende Messe der Reiseindustrie und das deutsche Bundesland besiegeln Zusammenarbeit

Rostock/Berlin – Kooperation unter Dach und Fach: Mecklenburg-Vorpommern ist offizielles Partnerland der ITB Berlin für das Jahr 2018. Am Donnerstag, den 12. Oktober 2017 unterzeichneten Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel & Logistics und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Berlin GmbH, Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, sowie David Ruetz, Head of ITB Berlin, im Internationalen Haus des Tourismus in Rostock die Kooperationsvereinbarung.

Zudem findet am Samstag, den 14. Oktober 2017 in Göhren-Lebbin in der Mecklenburgischen Seenplatte eine öffentliche Baumpflanzung statt, bei der die ITB Berlin Waldaktien-Inhaberin wird. Im Rahmen ihres fortwährenden Engagements für Gesellschaft und Umwelt unterstützt sie damit das vor zehn Jahren in Mecklenburg-Vorpommern gestartete Nachhaltigkeitsprojekt zur Kompensierung des CO2-Ausstoßes während einer Urlaubsreise. Erstmals seit Bestehen der ITB Berlin wird die Eröffnungsfeier 2018 in Zusammenarbeit mit Mecklenburg-Vorpommern hundert Prozent CO2-neutral gestaltet.

„Mecklenburg-Vorpommern ist eine der führenden Urlaubsdestinationen in Deutschland. Wir setzen jetzt als erstes Bundesland mit dieser Premiere ein starkes Signal. Wir wollen und müssen noch bekannter werden – vor allem im internationalen Maßstab. Diese Zusammenarbeit mit der ITB Berlin wird in der Branche auch nach innen wirken, denn wir wollen und müssen besser werden. Unsere Unternehmen und Anbieter stehen im internationalen Wettbewerb, und das in einem sich rasant verändernden Marktumfeld“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe.

Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Wir freuen uns, den Auftritt des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf der ITB Berlin 2018 zu organisieren. Dieses ist eine große Herausforderung, der wir uns gern stellen, denn wir haben damit die Chance, auf internationalem Parkett zu punkten. Die ITB Berlin soll nicht nur eine erste Wegmarke in der Saison sein, sie soll vielmehr den Weg hin zu mehr internationaler Aufmerksamkeit markieren und gleichzeitig das Tourismusbewusstsein im Land stärken.“

Gegen die Mitbewerber hat sich Mecklenburg-Vorpommern unter anderem aufgrund seines nachhaltigen touristischen Konzepts durchgesetzt, das die Aktivitäten der Messe in diesem Bereich adäquat widerspiegelt. Urlauber, die in dem nordöstlichen Bundesland zu Gast sind, haben zum Beispiel die Chance, ihren Aufenthalt CO2-neutral zu gestalten. Möglich ist dies mit Hilfe der sogenannten Waldaktie, von der bereits 85.000 Stück verkauft wurden. Sie ermöglicht ein umfangreiches Aufforstungsprojekt. In dessen Rahmen werden für zehn Euro jeweils fünf Quadratmeter Mischwald gepflanzt.

„Mit seiner Ostseeküste und der bekannten Seenplatte gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den sehenswertesten Bundesländern Deutschlands. Seit 1991 ist das Partnerland sehr prominent als Aussteller auf der ITB Berlin vertreten. Wir freuen uns, dass damit erstmals in der Geschichte der ITB ein Bundesland sein Engagement derartig verstärkt und als offizielles Partnerland ins Zentrum der Reiseindustrie rücken wird. Die ITB Berlin stellt als weltgrößte Reisemesse die ideale Plattform dar, um die Region den Medien und Besuchern zu präsentieren und seine Bedeutung als überaus gastfreundliche und vielfältige Urlaubsregion zu bekräftigen. Die außerordentlich positive Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg und die kontinuierlich steigenden Zahlen der Reisenden in das deutsche Bundesland sind eine wahre Erfolgsgeschichte“, unterstrich Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel & Logistics, Messe Berlin.

Auf der ITB Berlin 2017 war Mecklenburg-Vorpommern mit einem 400 Quadratmeter großen Stand vertreten und informierte Fach- und Publikumsbesucher in Halle 6.2 über die Höhepunkte seines touristischen Angebots. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern registriert worden. Für die Wirtschaft des Landes stellt der Tourismus eine überaus wichtige Säule dar und sichert derzeit insgesamt 130.000 Arbeitsplätze. Zudem sorgt dieser Sektor für einen jährlichen Bruttoumsatz von etwa 4,1 Milliarden Euro und für Konsumausgaben durch die Gäste von insgesamt 7,75 Milliarden Euro.

Die ITB Berlin 2018 findet von Mittwoch bis Sonntag, 7. bis 11. März, statt. Von Mittwoch bis Freitag ist die ITB Berlin für Fachbesucher geöffnet. Die ITB Berlin ist die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie. 2017 stellten mehr als 10.000 Aussteller aus 184 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund 169.000 Besuchern, darunter 109.000 Fachbesuchern, vor. Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin Kongress von Mittwoch bis Samstag, 7. bis 10. März 2018. Er ist weltweit der größte Fachkongress der Branche. Der Eintritt zum ITB Berlin Kongress ist für Fachbesucher und Aussteller kostenlos.

Höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Drese: Wir brauchen höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte in unserem Land

Rostock – Sozialministerin Drese besuchte am heutigen Donnerstag (12. Oktober) den „Unternehmertag Pflege 2017“ Mecklenburg-Vorpommern des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.). In ihrem Grußwort sprach sie sich für eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes und eine Stärkung der Pflege in Mecklenburg-Vorpommern aus und verwies auf Reformen im Dritten Pflegestärkungsgesetz und im Landespflegegesetz.

Nach den Ergebnissen der zuletzt veröffentlichten Pflegestatistik waren Ende 2015 in Mecklenburg-Vorpommern über 79.000 Personen pflegebedürftig. Das sind 6.700 Personen mehr als noch zwei Jahre zuvor. Die Tendenz ist weiter steigend.

„Der ausgewogene Mix aus professionellen, familiären und ehrenamtlichen Struktur- und Hilfeangeboten ist nach meiner festen Überzeugung ein erfolgreiches Modell, um den Herausforderungen des demografischen Wandels in Mecklenburg-Vorpommern zu begegnen“, betonte Ministerin Drese. „Den Wunsch der meisten Pflegebedürftigen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, folgen wir in Mecklenburg-Vorpommern mit unserem Grundsatz ambulant vor stationär.“, so Drese.

Daher setze das Land auf die weitere Stärkung der häuslichen, ambulanten und teilstationären Pflege, u.a. durch weitere Pflegestützpunkte mit Beratung und Hilfsangeboten für Pflegebedürftige und Angehörige.

Die Ministerin appellierte an die Pflegeunternehmen und Leitungskräfte von Pflegeeinrichtungen zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs beizutragen. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern würden viele Absolventen nach ihrer erfolgreichen Ausbildung in andere Bundesländer abwandern. „Deshalb brauchen wir höhere Löhne und attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte in unserem Land“, sagte Drese heute in Rostock.

Radweg von Rövershagen nach Gelbensande wird frei gegeben

Rövershagen – Infrastrukturminister Christian Pegel wird am Freitag (13.10.2017) zusammen mit Vertretern des Landkreises Rostock, der Hansestadt Rostock und der Gemeinden den Radweg entlang der Bundesstraße B 105 zwischen Rövershagen und Gelbensande (Landkreis Rostock) feierlich freigeben.

Der Radweg wurde parallel zur Fahrbahnseite der B 105 auf einer Länge von 3,5 Kilometern und in einer Breite von 2,50 Metern überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. Der neue Abschnitt zwischen Rövershagen und Gelbensande stellt ein Teilstück des Gesamtradweges entlang der B 105 von Rostock nach Bentwisch bis Altheide da. Somit schließt sich die Lücke zu den bereits fertiggestellten Radwegen entlang der B 105. Der Lückenschluss bis Altheide mit einer Länge von 3 km ist im Straßenbauplan Mecklenburg-Vorpommern enthalten und soll – sofern der Grunderwerb rechtzeitig abgeschlossen ist und Baurecht besteht – bis Ende 2020 fertiggestellt werden.

Die Bundesstraße B 105 ist eine überregionale, hochfrequentierte Verkehrsverbindung von Selmsdorf über Wismar und Rostock in Richtung Ribnitz-Damgarten, weiterführend bis nach Stralsund. Der Neubau des Radweges dient der

Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der weiteren touristischen Erschließung. Für den Neubau des Radweges waren umfangreiche Fäll- und Rodungsarbeiten notwendig. Als Ausgleichsmaßnahme erfolgten Erstaufforstungen auf insgesamt 6,7 ha Fläche. Im Bereich des Waldbiotops der Rostocker Heide wurde eine 68 m lange Spundwand zwischen dem Teich und dem Radweg gesetzt.

Zusätzlich wurde auf dem Streckenabschnitt in der Rostocker Heide ein Fledermausquartier durch Umbau eines ehemaligen Trafohauses geschaffen.

Die Baukosten belaufen sich auf 858.200 Euro. Davon trägt der Bund 833.200 Euro und die Gemeinde Rövershagen 25.000 Euro.

Schwesig: Unsere Wirtschaft muss sich noch internationaler aufstellen

Neubrandenburg – Auf dem ersten Exportabend der Landesregierung hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Wirtschaft des Landes dazu aufgerufen, die Chancen auf internationalen Märkten noch stärker zu nutzen. „Es gibt viele Unternehmen, die schon erfolgreich auf den Außenhandel setzen. Ich würde mich freuen, wenn weitere hinzukommen. Mecklenburg-Vorpommens Wirtschaft muss sich in Zukunft noch breiter und internationaler aufstellen“, erklärte die Ministerpräsidentin zum Auftakt der Veranstaltung in Neubrandenburg.

Die Landesregierung werde den Außenhandel auch künftig unterstützen. „Wir reisen regelmäßig mit Wirtschaftsdelegationen ins Ausland, um Kontakte zu knüpfen. Ich war kürzlich mit Wirtschaftsvertretern in Russland und in der Schweiz. Und wir werden Ende November mit der Wirtschaftspräsentation in Stettin zu Gast sein. Auch der Wirtschaftsminister, der Landwirtschaftsminister und der Energieminister sind regelmäßig mit Delegationen im Ausland unterwegs“, sagte Schwesig. Außerdem fördere das Land die Präsenz von Unternehmen auf überregionalen Messen, sowohl über die einzelbetriebliche Messeförderung wie auch über Firmengemeinschaftsstände.

Im 1. Halbjahr 2017 lag der Außenhandel Mecklenburg-Vorpommerns mit einem Wert von 7 Milliarden Euro höher als im 1. Halbjahr 2016 mit 6,4 Milliarden. Euro. Davon entfielen 3,8 Milliarden Euro auf den Export und 3,2 Milliarden Euro auf den Import. Die wichtigsten Außenhandelspartner waren Dänemark (618 Mio. Euro), Polen (590 Mio. Euro), die Niederlande (566 Mio. Euro), Russland (525 Mio. Euro) und Finnland (350 Mio. Euro).

Jazz in den Ministergärten 2017 mit 15 Bands aus 7 Ländern

Schwerin/Berlin – Am Freitag, den 13. Oktober 2017 verwandeln sich die Landesvertretungen in den Berliner Ministergärten für einen Abend in ein Mekka für Jazzliebhaberinnen und -liebhaber aus Nah und Fern. Aus sieben Ländern treten ab 19:00 Uhr auf fünf Bühnen etablierte Jazzkünstlerinnen und -künstler, Ensembles sowie Nachwuchsmusikerinnen und -musiker auf. Aus Mecklenburg-Vorpommern kommen in diesem Jahr das Rostocker Trio Fuchs und der Greifswalder Jazz-Komponist und Kontrabassist Jaro mit seiner Duettpartnerin, der Sängerin Kiki Manders, nach Berlin.

Die Musik des jungen Rostocker Trios Fuchs erzählt mit Funk, Jazz und Blues von Fuchs und Fähe, von Flut und Ebbe. Sie ist Groove, Reduktion, Freiraum und Stille. Simon Wupper (drums), Henning Schiewer (bass) und Julian Fuchs (piano) haben sich 2014 als Studenten der Pop- und Weltmusik an der HMT Rostock kennengelernt. Ihrem Projekt gelingt es mit scheinbarer Leichtigkeit, die Besetzung des klassischen Jazztrios in unsere Zeit zu übertragen, ohne den originalen erdigen Sound zu verlieren.

Die Sängerin Kiki Manders und der Kontrabassist und Komponist Jaro haben sich an der Musikfabrik Greifwald kennengelernt. Vor einem Jahr entstand die Idee einer Zusammenarbeit in der Besetzung einzig mit Stimme und Kontrabass. Unter dem Motto „MODERN improvised LIED“ steht die Improvisation im Mittelpunkt des Geschehens.

Tickets sind für 27 Euro (inkl. Vorverkaufsgebühr) unter www.jazzindenministergaerten.de erhältlich. Restkarten werden am Veranstaltungstag ab 17:00 Uhr an der Abendkasse verkauft.

22. Gewässersymposium im Zeichen der EU-Wasserrahmenrichtlinie

Schwerin – „Eine Investition in Gewässer ist eine Investition in die Zukunft“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute in Rostock anlässlich des 22.Gewässersymposiums welches unter dem Motto „Gewässerbewirtschaftung und -entwicklung – Beiträge zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie“ stand. „Schließlich tragen wir die Verantwortung für nachfolgende Generationen“, so der Minister auf der Veranstaltung, die vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie durchgeführt wurde.

„Unsere Gewässer sind in den letzten drei Jahrzehnten sauberer geworden. Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass wir Investitionen in Höhe von 2,5 Mrd. € in der Abwasserbeseitigung getätigt haben. Die chemische Wasserqualität hat sich damit erheblich verbessert“, führte Backhaus aus.

Zur Umsetzung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurden in Mecklenburg-Vorpommern große Anstrengungen zur Verbesserung des Gewässerzustands, um einen guten chemischen und ökologischen Zustand zu erreichen, unternommen. So wurden im vergangenen Bewirtschaftungszyklus 2010 bis 2015 für 270 Fördervorhaben mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 95 Mio. € Fördermittel in Höhe von 62 Mio. € bereitgestellt. Doch die letzte Bestandsaufnahme hat gezeigt, dass ca. 97 % der ca. 8.000 km Fließgewässer das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie verfehlen.

„Für die Erfüllung der Umweltziele sind wir gemeinsam gefordert“, betonte der Minister. Der Schwerpunkt liege bei den Oberflächengewässern auf Maßnahmen zur Reduzierung hydromorphologischer Belastungen. Hierzu zählen Maßnahmen wie zum Beispiel das Herstellen der Durchgängigkeit an Querbauwerken und wasserbaulichen Anlagen für aquatische Lebewesen sowie die Verbesserung der Strukturen der Gewässer und ihrer Uferbereiche.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt bietet hierbei Unterstützung an – sowohl für investive als auch für konzeptionelle Maßnahmen. In der aktuellen ELER-Förderperiode stehen für Maßnahmen zur naturnahen Gewässerentwicklung ca. 60 Mio. € Euro zur Verfügung. Gemeinden können auf Antrag eine Zuwendung mit einem Fördersatz von 90 % erhalten, wenn sie investive Vorhaben durchführen, die darauf gerichtet sind, einen guten Gewässerzustand zu erhalten, herzustellen oder zu entwickeln. Mit gleichem Fördersatz können auch konzeptionelle Projekte gefördert werden. Dazu gehören beispielsweise Durchführbarkeitsuntersuchungen, Studien oder Gewässerentwicklungspläne. Außerdem hat das Land 2016 ca. 2.500 ha gewässernaher Flächen von der BVVG erworben. Diese stehen für den zur Maßnahmenumsetzung erforderlichen Grunderwerb zur Verfügung. Im Rahmen der Förderung der Investitionen wird der Flächenerwerb ebenfalls zu 90 % gefördert.

„Mit der Kommunikationsoffensive „MEIN WASSER MV“, die im Juli an der Peene mit dem „Big Jump“ gestartet wurde, wollen wir das Thema der Gewässerrenaturierung und –entwicklung in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Denn Wasser ist Leben und hat ein langes Gedächtnis“, erläuterte Umweltminister Backhaus.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe beim Landkreistag in Greifswald

Greifswald – Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat bei der Mitgliederversammlung des Landkreistages in der Hansestadt Greifswald Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik vorgestellt. „Die Belebung am Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Wochen weiter fortgesetzt. Die Zahl der offenen Stellen steigt und auch die Nachfrage nach Fachkräften hält an. Trotz der verbesserten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Herausforderung, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Greifswald.

Mit der Bürgerarbeit unterstützt das Wirtschafts- und Arbeitsministerium gemeinsam mit den Jobcentern Langzeitarbeitslose, um sie auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Wir fördern Beschäftigungsverhältnisse bei kommunalen, gemeinnützigen und gewerblichen Arbeitgebern und flankieren so die Bundesmaßnahmen bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Ziel ist eine langfristige und nachhaltige Arbeitsmarktperspektive für Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt“, erläuterte Glawe weiter.

„Mit der Bürgerarbeit sollen gemeinsam mit den Jobcentern in diesem Jahr 200 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geschaffen werden. Für das Jahr 2018 sollen weitere 500 Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden.“ Dem Arbeitgeber kann eine Pauschale für Sach- und Personalausgaben in Höhe von 6.000 Euro pro Vollzeitarbeitsplatz gewährt werden. Der bereitgestellte Arbeitsplatz muss mindestens für die Dauer von insgesamt 22 Monaten mit einer geförderten Person der Zielgruppe besetzt sein. Anträge können bei den Jobcentern im Land gestellt werden.

Darüber hinaus hat Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe auf das Thema Joblotsen in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht. „Wir fördern den Einsatz von 22 Joblotsen für geflüchtete Menschen im gesamten Land. Joblotsen sollen vor allem kompetente Berater und Betreuer von Arbeitgebern bei allen Fragen der Einstellung und Beschäftigung von geflüchteten Menschen sein. Sie sollen zum einen die Arbeitgeber bei der Einstellung von geflüchteten Menschen beraten. Zum anderen werden sie geflüchtete Menschen konkret unterstützen“, sagte Glawe. „Die Joblotsen helfen bei allen Fragen der Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme sowie der Organisation ihrer persönlichen Lebensverhältnisse durch die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Beratungsstellen“, erläuterte Glawe.

Gegenstand der Förderung sind die Personalausgaben für Joblotsen, die bei den Agenturen für Arbeit oder Landkreisen bzw. kreisfreien Städten eingestellt und an die Jobcenter in Mecklenburg-Vorpommern abgeordnet werden. Zu den weiteren Aufgaben zählen unter anderem Akquise von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsstellen für geflüchtete Menschen; Mittler zwischen Arbeitgeber und Beschäftigung suchenden geflüchteten bzw. beschäftigten geflüchteten Menschen; Zusammenarbeit mit Sprachkurs- und Bildungsträgern, Kammern u.a. bei der Organisation von Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsaufnahmen sowie den erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen; Unterstützung der erfolgreichen betrieblichen Integration von geflüchteten Menschen sowie Begleitung der geflüchteten Menschen, wie beispielsweise zu Ausländerbehörden, Jugend- und Schulämtern. Die Joblotsen werden vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium für die Dauer von zwei Jahren mit rund 2,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.

Älterwerden als Chance und Gewinn verstehen

Ministerin Drese bei Fachtagung des Landesseniorenbeirates Mecklenburg-Vorpommern

Banzkow – Aus Anlass des Internationalen Tages der älteren Menschen fand am Dienstag die zentrale Veranstaltung des Landesseniorenbeirates M-V e.V. in Banzkow statt. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte auf der Fachtagung die vielfältigen Leistungen der älteren Generation und informierte über die seniorenpolitischen Ziele der Landesregierung. „Unsere Gesellschaft muss viel mehr als bisher die Reserven und Potentiale unserer älteren Menschen nutzen“, betonte Drese. „Älter werden, heißt doch nicht Beiseitetreten, sondern bedeutet die Chance, sich verstärkt einzubringen, Erfahrungen weiterzugeben, aktiv zu bleiben und mehr Zeit zu haben.“

Dabei ist es nach Ansicht der Ministerin eine Hauptaufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen für ein freiwilliges Engagement von Seniorinnen und Senioren vor Ort zu verbessern. Drese: „Dazu gehören hauptamtliche Ansprechpartner in den Verwaltungen, Vereinen, Verbänden und Organisationen und engagementfördernde Einrichtungen wie z.B. Nachbarschaftszentren, Mehrgenerationenhäuser, Freizeittreffs und Seniorenbüros. Die Bedingungen vor Ort sollten so gestaltet sein, dass sich alle Generationen wohlfühlen, sich treffen und vernetzen können und die freiwillig Engagierten ihre Tätigkeiten mit Optimismus und Freude ausüben können.“

Die Seniorenbeiräte der Landkreise und der beiden kreisfreien Städte lobte Drese für Ihre Leistungen, die als eine wertvolle Unterstützung für die Politik und Verwaltung gelten. Mit ihrer Beratungsfunktion würden sie wahrnehmbar zur Verbesserung in den Bereichen Gesundheit- und Sozialwesen, in der Verkehrs- und Stadtentwicklung, im bauplanerischen Gestalten von Wohn- und Wohnumfeld, in der Bildung und Kultur sowie in der Teilhabe und den Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements beitragen.

Minister Backhaus: Wald in MV ist Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum

Warnemünde – „Der Wald in Mecklenburg-Vorpommern ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und Kulturraum“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute anlässlich der Bundestagung gemeinsamer Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ im Deutschen Städte- und Gemeindebund in Rostock-Warnemünde. Der Ausschuss tagt erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Ziel der Forstpolitik in Mecklenburg-Vorpommern sei ein multifunktionaler Wald, der seine Funktionen dauerhaft und stetig – also nachhaltig erbringt: Er erfüllt ökonomische, ökologische und soziale Funktionen. Zudem arbeitet die Forstwirtschaft ständig an der Optimierung des Waldes. Ständige Anpassungsprozesse an alle möglichen natürlichen Veränderungen wie Klimawandel und gesellschaftlichen Veränderungen wie z.B. das Verständnis der Waldbewirtschaftung, die touristische Erschließung oder die Rohstoffbereitstellung erfordern Antworten. „Die wirkliche Herausforderung der Zukunft ist also ein gutes Ausbalancieren all der unterschiedlichen Interessen am Wald“, so Minister Backhaus.

„Die Ziele der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung, mittelfristig fünf Prozent des Gesamtwaldes einer natürlichen Entwicklung zu überlassen, hat Mecklenburg-Vorpommern als einziges Land bereits heute umgesetzt. 9,9 % des Gesamtwaldes sind ohne Holznutzung. Das ist eine nicht bewirtschaftete Wald Fläche von 52.000 Hektar“, unterstrich Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt aktuell über rund 558.000 ha Wald. Damit sind 24 % der Landesfläche bewaldet. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat die Waldfläche um rund 5.300 ha zugenommen.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist mit 41 % der Waldfläche der größte Waldbesitzer. Zum Vergleich: in Deutschland befinden sich im Durchschnitt 29 % der Waldfläche im Eigentum der Länder. Der landeseigene Wald in Mecklenburg-Vorpommern wird im Wesentlichen durch die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaftet. „Damit ist die Landesforstanstalt eine der wenigen Einheitsforstverwaltungen in Deutschland“, so der Minister. Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaftet mit 29 Forstämtern und 191 Forstrevieren rund 194.000 ha.

„Wichtig ist mir aber auch zu sagen, dass sich mit 40 % des Gesamtwaldes fast die gleiche Fläche in der Hand von rund 45.000 Waldbesitzern befindet“, so Dr. Backhaus.

Der Körperschaftswald nimmt in Mecklenburg-Vorpommern nur 10 % der Waldfläche ein, wovon die kommunalen Wälder mit knapp 9 % den größten Teil einnehmen. Im Vergleich dazu beträgt die Körperschaftswaldfläche bundesweit 19,4 % der Waldfläche.