Meyer: MV präsentiert sich auf EXPO 2020 in Dubai

Schwerin – Unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ findet vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten die nächste große Weltausstellung statt.

„Wir sind bei der EXPO wieder mit dabei und werden eigene Ländertage gestalten. Damit wollen wir für unser Land werben“, kündigte der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, heute in Schwerin an.

Vorbereitet werden soll die Präsentation durch eine Projektgruppe unter Leitung der Staatskanzlei, die heute ihre Arbeit aufnimmt. Ihr gehören das Wirtschafts-, Energie- und Landwirtschaftsministerium, der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Invest in Mecklenburg-Vorpommern, BioCon Valley, das Landesmarketing und die IHK zu Schwerin an.

„Die Expo ist eine hervorragende Chance, unser Land international als Wirtschafts- und Tourismusstandort einem großen Publikum vorzustellen. Dabei geht es uns besonders um die Bereiche Gesundheitswirtschaft, Gesundheitstourismus, erneuerbare Energien und Umwelttechnik.“, sagte Meyer. Der Schwerpunkt des Deutschen Pavillons wird dieses Mal auf dem Thema Nachhaltigkeit liegen. „Wir wollen Mecklenburg-Vorpommern als modernes und umweltfreundliches Land präsentieren und damit einen Beitrag zum Gelingen des Deutschen Pavillons leisten.“

Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich bereits bei den Weltausstellungen 2010 in Shanghai und 2015 in Mailand mit einem eigenen Stand im Deutschen Pavillon.

Drese: Ursachen für Gender Pay Gap bekämpfen

Equal-Pay-Day am 18. März

Schwerin – Auch nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt in Deutschland der allgemeine unbereinigte Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) fast unverändert bei 21 Prozent. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst betrug 2018 bei Frauen 17,09 Euro und bei Männern 21,60 Euro. Diese Einkommenslücke entspricht einem Zeitraum von 77 Kalendertagen: Deshalb wird am 18. März bundesweit symbolisch der Equal Pay Day begangen.

„Die Ursachen für den Gender Pay Gap sind hinlänglich bekannt: die unterschiedliche Entlohnung von sogenannten frauen- und männerdominierten Berufen, die Frauen-Teilzeitfalle auf Grund von Familienphasen und zu wenige Frauen in Führungspositionen. Auch wenn der Gender Pay Gap in Ostdeutschland mit sieben Prozent geringer ausfällt, müssen Veränderungen genau hier ansetzen“, betont Gleichstellungsministerin Stefanie Drese zum Equal Pay Day.

Drese: „Für eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern brauchen wir eine faire Partnerschaftlichkeit in der Familie, eine Aufwertung der frauendominierten Sozialberufe, eine Abkehr vom traditionellen Berufswahlverhalten von Frauen und Männern und mehr Frauen in Führungspositionen.“

Hinweis: Gleichstellungsministerin Stefanie Drese nimmt am Montag (18. März), um 11.15 Uhr in Waren an einer Equal Pay Day-Aktion vor dem Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz teil.

Erster Spatenstich für neuen Radweg zwischen Gramkow und Beckerwitz

Gramkow – Am Montag, 18. März 2019, nimmt Infrastrukturminister Christian Pegel mit Jan van Leeuwen, Bürgermeister der Gemeinde Hohenkirchen, den Spatenstich zum Bau des neuen Radwegs entlang der Kreisstraße K 44 (Landkreis Nordwestmecklenburg) vor. Die neue Verbindung wird die Lücke zwischen dem straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße (L) 01 und dem Ostseeküsten-Radfernweg schließen.

Zu diesem Anlass übergibt der Minister auch den Zuwendungsbescheid in Höhe von ca. 810.000 Euro für die Umsetzung dieses Vorhabens.

Der neue Radweg wird über 1.590 Meter vom Abzweig Gramkow entlang der Kreisstraße 44 bis zur Kreuzung Moorweg/In der Krim in Beckerwitz führen und dort an den Ostseeküsten-Radfernweg anschließen. Fertigstellung ist für den Oktober 2019 geplant.

In den Ortsdurchfahrten Gramkow und Beckerwitz soll der Radweg zudem eine energiesparende Beleuchtung erhalten.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen voraussichtlich ca. 1,2 Millionen Euro. Das Infrastrukturministerium übernimmt davon nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern 810.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält Fördermittel für Breitbandausbau

Hagenow – Landesinfrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (18. März 2019) zwei vorläufige Zuwendungsbescheide für den Breitbandausbau in zwei Projektgebieten im Landkreis Ludwigslust-Parchim an Landrat Stefan Sternberg. Die endgültigen Bescheide erfolgen nach erfolgreicher Ausschreibung der notwendigen Arbeiten.

Die Fördermittel dienen dem Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Stadt Hagenow sowie in Holthusen, Klein Rogahn, Lübesse und Wittenförden im Schweriner Umland. Insgesamt stellt der Bund im Rahmen des sechsten Förderaufrufs des Breitbandförderprogramms für den Ausbau des schnellen Internets in diesen beiden Projektgebieten ca. 2,48 Millionen Euro bereit. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises für beide Maßnahmen liegt bei etwa 500.000 Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden.

Das Vorhaben kommt knapp 450 Haushalten, 40 Gewerbetreibenden, acht Schulen und einem Krankenhaus zugute.

Neben dem Landkreis Ludwigslust-Parchim profitieren auch Gemeinden auf der Insel Rügen vom jüngsten Förderaufruf des Bundes und der Kofinanzierung des Landes: Der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) hat zwei vorläufige Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt rund 11,52 Millionen Euro vom Bund erhalten. Das Land unterstützt auch diese Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von ca. 3,46 Millionen Euro. Der Eigenanteil des ZWAR für beide Maßnahmen liegt bei etwa 1,66 Millionen Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden. Damit sollen ca. 1.500 Haushalte in Altefähr, Dreschvitz, Gingst, Parchtitz, Rambin und Samtens sowie der Stadthafen Sassnitz mit 49 Unternehmen und eine Berufsschule in Mukran über Glasfaseranschlüsse mit schnellem Internet versorgt werden.

Um die Bundesrepublik Deutschland mit zukunftsfähigen Breitbandnetzen zu versorgen, hat der Bund bisher mehr als 3,5 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt. Im Rahmen des Breitbandförderprogramms hat er im Herbst 2018 den sechsten Förderaufruf und zwei Sonderaufrufe für Krankenhäuser und Schulen sowie Gewerbe- und Industriegebiete gestartet.

Die Förderung des Bundes beträgt dabei bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten eines Ausbauprojekts. Um den verbleibenden kommunalen Eigenanteil zu verringern, stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern ergänzend eine Kofinanzierung zum Breitbandausbau bereit. Der Eigenanteil der Landkreise beträgt zehn Prozent. Dieser wird aus dem Kommunalen Aufbaufonds finanziert und belastet deshalb nicht die einzelnen Kommunen. Das Land finanziert diese Ausgaben des Kommunalen Aufbaufonds aus dem Sondervermögen für den Breitbandausbau vor.

Insgesamt stehen ca. 1,3 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.

Bienenfreundlichste Gemeinden des Landes gesucht

Schwerin – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus lobt auch dieses Jahr einen Wettbewerb um die bienenfreundlichsten Gemeinden des Landes aus. „Wie Landwirte und Kleingärtner können auch Städte und Gemeinden dazu beitragen, die Lebensbedingungen für Bienen und andere Insekten im Land zu verbessern“, sagt Backhaus. „Lassen Sie uns gemeinsam Inseln für die Bienen schaffen“, fordert er die Gemeinden auf, öffentliche Flächen bienenfreundlich zu gestalten und die Bürger für das Thema zu sensibilisieren.

Bis zum 31. Mai können Kommunen, die am Titel „Bienen­freundliche Gemeinde“ interessiert sind, über den örtlichen Imkerverein, mit dem sie zusammenarbeiten, ihre Teilnahme am Wettbewerb anmelden. Der Landesimkerverband trifft eine Vorauswahl und schlägt die Kandidaten vor. Die Entscheidung obliegt einer Jury aus Fachleuten des Landwirtschaftsministeriums. Die Gewinner des Wettbewerbs werden auf dem 2. Nord­deutschen Honigmarkt am 24. August 2019 in Wismar bekanntgegeben. Sie erhalten eine Urkunde und ein Preisgeld.

Die Jury wird die vorgeschlagenen Bewerber nach folgenden Kriterien bewerten:

  • Gibt es Beschlüsse der Gemeinde, die das Thema Honigbiene besonders berücksichtigen?
  • Wird der Ortsimkerverein in die Flächennutzungs­planung und Freiraumplanung einbezogen?
  • Werden die öffentlichen Flächen bienenfreundlich gestaltet? Wie sehen die Grünflächen- und Pflegepläne aus?
  • Gibt es spezielle Veranstaltungen der Gemeinde zum Thema Biene? Dabei wird auch berücksichtigt, was dieses Jahr noch geplant ist.

2018 wurde der Wettbewerb das erste Mal ausgetragen. Acht Gemeinden hatte der Imkerverband vorgeschlagen. Mit je 3000 Euro wurden die Stadt Pasewalk sowie die beiden Gemeinden Wöbbelin und Trinwillershagen geehrt. Pasewalk hatte ihren örtlichen Imkerverband beispielhaft in die Flächennutzungs- und Freiraumplanung sowie in die Pflegekonzepte des öffentlichen Grün einbezogen. In Wöbbelin gibt es an der Schule eigene Bienen, ein jährliches Bienenfest und einen Bienenlehrpfad. In Trinwillershagen wurde im Dorfzentrum eine 4,5 ha große Industriebrache in einen Park umgewandelt, der mit bienenfreundlichen Gewächsen bepflanzt worden ist.

Christian Pegel: Machen Sie Ihre Daten sicher – privat ebenso wie geschäftlich

Schwerin – Verschiedene Institutionen, Organisationen und Personen im Land haben in dieser Woche eine E-Mail vom Landeskriminalamt erhalten. Der Grund: Ihre Mail-Adressen – und teilweise auch die dazugehörigen Passwörter – waren im Internet aufgetaucht und deshalb Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens beim Bundeskriminalamt.

„Das ist nicht das erste – und vermutlich auch nicht das letzte Mal, dass im Internet persönliche Daten von Nutzern illegal veröffentlicht werden. Ich möchte deshalb jeden, der im World Wide Web unterwegs ist, bitten: Machen Sie Ihre Daten so sicher wie möglich“, appelliert Digitalisierungsminister Christian Pegel deshalb erneut an die Internetnutzer. Jeder Einzelne könne viel dafür tun, seine Daten vor Hackern zu schützen.

Welche Anforderungen zum Beispiel ein sicheres Passwort erfüllen sollte und weitere Tipps und Tricks für eine sichere Fahrt auf der weltweiten Datenautobahn haben die Internet-Experten des Steinbeis-Transferzentrum für Projektierung und Evaluierung von Netzwerken an der Hochschule Stralsund im Auftrag der Landesregierung zusammengestellt. Sie finden Sie auf der Webseite www.it-sicherheit-mv.de.

„Es gibt auch die Möglichkeit zu prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse schon mal gehackt wurde. Dazu werden Ihre Daten online abgeglichen mit den Angaben zu gehackten Daten, die öffentlich bekannt wurden“, sagt Christian Pegel. Eine Möglichkeit bietet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut mit diesem Check. Speziell für den jüngst bekannt gewordenen Datenklau von Mail-Adressen und Passwörtern bietet auch der Hunts Dienst HIBP diese Möglichkeit kostenlos an.

Die Sicherheit ihrer zunehmend digitalisierten Daten spielt auch für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Deshalb bietet die Landesregierung gemeinsam mit Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammer drei Workshops zur IT-Sicherheit für Unternehmen an. Der erste findet am 1. April in Schwerin statt. Interessenten können sich bis 31. März für die kostenlose Teilnahme anmelden auf der Seite der IHK Schwerin unter www.ihkzuschwerin.de/System/vst/3038600?id=320112&terminId=518289#titleIn-Text0. Es folgen Workshops am 27. Juni in der IHK zu Rostock sowie am 12. September in der IHK Neubrandenburg.

Nachwuchsforscher entwickeln mutig selbst Ideen für die Zukunft

WEMAG und Stadtwerke unterstützen 29. Landeswettbewerb Jugend forscht – Schüler experimentieren

Schwerin/Rostock – „Frag Dich!“ lautet das diesjährige Motto des bundesweiten Wettbewerbs Jugend forscht – Schüler experimentieren. Auch in Mecklenburg-Vorpommern stellten sich Nachwuchsforscher im Alter zwischen 8 und 19 Jahren dieser Aufforderung. Mutig entwickelten die Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ und des Regionalwettbewerbs „Schüler experimentieren“ eigene Ideen und Lösungen in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Während des 29. Landeswettbewerbs präsentierten in der Rostocker Stadthalle 93 Nachwuchsforscher ihre 46 Projekte erst einer Jury und später der Öffentlichkeit. Im vergangenen Jahr waren es 76 Teilnehmer mit 40 Arbeiten. „Diese positive Entwicklung bestätigt uns, dass nur durch kontinuierliche Förderung des Forschergeistes der steinige Weg der Entwicklung in eine glatte Straße des Erfolgs geebnet werden kann“, sagte Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG. Im Jahr 1991 hat sich Jugend forscht – Schüler experimentieren auch in Mecklenburg-Vorpommern etabliert. Seitdem unterstützt die WEMAG, lange Zeit als einziges Unternehmen, diesen Wettbewerb auf Landesebene.

„Die Natur schonen und effizienter wirtschaften gelingt nur durch die gemeinsame Arbeit von Naturwissenschaftlern, Mathematikern, Informatikern und Technikern. Deshalb setzen wir auf einen zukunftsorientierten Wettbewerb – eine Schmiede für Nachwuchsforscher“, sagte Stadtwerke-Vorstand Ute Römer. „Die Stadtwerke Rostock als Energieunternehmen unterstützen diese Veranstaltung für junge Forscher, weil wir daran glauben, dass wir die Herausforderungen der Energiewende schon heute anpacken müssen.“

Der Hauptteil der Projekte kommt mit 26 aus dem Schulamtsbereich Rostock. „Bei der Beteiligung in der Fläche des Landes zeigen sich noch immer deutliche Reserven, es gibt aber eine positive Entwicklung. Die vielen Projekte aus Rostock und Umgebung erscheinen logisch, ist doch die Universitätsnähe ein unterstützender Faktor. Auch die Universität Greifswald betreut erstmalig zwei Projekte im Bereich Jugend forscht“, sagte Heiko Gallert.

Der Wettbewerbsleiter dankte den Lehrern an den Schulen, den Wissenschaftlern an den Universitäten, den Mitarbeitern in Bildungsinstituten und Eltern, die Freude daran haben, in jungen Menschen das Interesse an der wissenschaftlichen Arbeit zu wecken und sie dann bei ihren „Jugend forscht“-Projekten zu unterstützen. Dies sei keinesfalls selbstverständlich. Außerdem dankte Heiko Gallert den Patenunternehmen WEMAG AG und Stadtwerke Rostock AG, durch deren Engagement der Landeswettbewerb überhaupt erst durchgeführt werden kann.

Die Ehrung der Preisträger übernahmen Wettbewerbsleiter Heiko Gallert und die Vorstände der Patenunternehmen gemeinsam. Die beiden Landesieger werden Mecklenburg-Vorpommern beim Finale des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ vertreten. Die 54. Auflage der deutschlandweiten Endrunde findet vom 16. bis 19. Mai 2019 im sächsischen Chemnitz statt.

Die WEMAG ist seit 1991 Partnerunternehmen von „Jugend forscht“ und unterstützt die Austragung des Wettbewerbs. Als weiterer Partner ist seit 2012 die Stadtwerke Rostock AG dabei. Auch im nächsten Jahr wollen die beiden Unternehmen wieder zusammen den Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen. Der 30. Landeswettbewerb wird vom 10. bis 11. März 2020 stattfinden.

Landessieger „Jugend forscht“ 2019 Mecklenburg-Vorpommern

1. Preis Fachgebiet Biologie

Thema: Bestimmung des Rostocker Stadtklimas mit Hilfe von Flechten als Bioindikator
Svea Lübke, Frieda Engel und Franziska Masberg vom Innerstädtisches Gymnasium Rostock

1. Preis Fachgebiet Chemie

Thema: Paint Flakes – Die bunten Giftbomben der Warnow
Lara, Jessica Stoklasek, Franka Freytag und Alina Guljam vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock

Sieger des Regionalwettbewerbs „Schüler experimentieren“ 2019 Mecklenburg-Vorpommern

1. Preis Fachgebiet Technik

Thema: LED Taschenlampe durch Wiederverwendung defekter LED-Lampen
Béla Bischoff von der CJD Christophorusschule Rostock

1. Preis Fachgebiet Biologie

Thema: Schafzucht in MV – Wolle auf vier Beinen
Joost Breckenfelder, CJD Christophorusschule Rostock

1. Preis Fachgebiet Chemie

Thema: Flower Power – Blütenfarbstoffe als natürliche Indikatoren
Marisa Klug und Emmy Schulz vom Rostocker Freizeitzentrum

1. Preis Fachgebiet Mathematik/Informatik

Thema: Computerprogramm für das Rechnen mit großen Zahlen
Raphael Klug, Rostocker Freizeitzentrum

Kulturangebote im ländlichen Raum stärken

Ministerin Hesse: Länder werden darauf achten, dass ihre Interessen gewahrt werden

Berlin – Kulturministerin Birgit Hesse hat in Berlin an der ersten Sitzung der Kulturministerkonferenz teilgenommen. Seit dem 1. Januar 2019 führen die Kulturministerinnen und Kulturminister der Länder unter dem Dach der Kultusministerkonferenz (KMK) eigene Beratungen durch. Die Kulturministerkonferenz behandelt Angelegenheiten von überregionaler Bedeutung. Ziel ist es, die gemeinsamen Anliegen der Länder gegenüber der Bundesregierung stärker zu vertreten. Die Kulturministerkonferenz kommt im Frühjahr und im Herbst eines jeden Jahres zusammen.

„Bei unserem ersten Treffen haben wir uns auch über Kulturangebote im ländlichen Raum ausgetauscht“, berichtete Kulturministerin Birgit Hesse. „Dieses Thema ist für Mecklenburg-Vorpommern von großer Bedeutung. Viele Menschen bei uns im Land leben im ländlichen Raum. Wir müssen dafür sorgen, dass es dort kulturelle Angebote gibt und die Menschen Zugang zu ihnen haben. Gleichzeitig ist der ländliche Raum für viele Kulturschaffende attraktiv, weil sie sich hier voll und ganz auf ihr Schaffen konzentrieren können. Ruhe und Freiraum für Ideen – dies sind Pfunde, mit denen wir wuchern können“, betonte Hesse.

„Positiv sind die Signale, dass der Bund Kulturangebote und kulturelle Bildung in ländlichen Regionen stärker unterstützen will. Der Koalitionsvertrag geht darauf bereits ein. Letztlich ist das ein weiterer wichtiger Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen“, erläuterte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich begrüße auch, dass der Bund die Kulturförderung verstärkt mit den Ländern absprechen will. Wir Länder werden darauf achten, dass unsere Interessen gewahrt werden. Letztlich geht es doch darum, dass die Fördermittel den Kulturschaffenden zu Gute kommen“, sagte Hesse.

Dritte Regionale Kulturkonferenz

Staatssekretär Schröder: Vorschläge aus dem Osten des Landes aufnehmen

Neubrandenburg – Halbzeit bei den Regionalen Kulturkonferenzen: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Landeskulturrat haben am Dienstag, 12. März 2019, zur dritten Regionalen Kulturkonferenz in das Haus der Kultur und Bildung in Neubrandenburg eingeladen. Auf den Regionalen Kulturkonferenzen soll ein breiter Dialog über die Entwicklung kulturpolitischer Leitlinien für Mecklenburg-Vorpommern geführt werden. Am Donnerstag, 28. März 2019, soll es die vierte und letzte Veranstaltung dieser Art in Stralsund geben.

„Die Regionalen Kulturkonferenzen kommen in der Kulturszene sehr gut an“, bilanzierte Staatssekretär Sebastian Schröder in Neubrandenburg. „Unter den Kulturschaffenden zeichnen sich wiederkehrende Themen ab. So geht es immer wieder um eine größere Sichtbarkeit kultureller Aktivitäten, beispielsweise durch ein eigenes Landesfestival oder eine bessere Vernetzung durch Regionale Kulturbüros. Wir werden uns alle Ideen anschauen und prüfen, ob sie in ein Leitlinienpapier passen und ob sie dem Zweck dienlich sind“, betonte Schröder.

Im Mittelpunkt bei der Entwicklung kulturpolitischer Leitlinien soll die freie Szene stehen, aber auch Einrichtungen in Landes- und kommunaler Trägerschaft sollen in den Blick genommen werden. Ziel ist es, 10 bis 20 Leitlinien zu entwickeln, die von der Mehrheit getragen werden und mit denen sich die kulturell Engagierten identifizieren. „Nach zwei Regionalen Kulturkonferenzen im Westteil des Landes ist es uns wichtig, auch die Vorschläge aus dem Osten des Landes aufzunehmen. Erst sie ergeben ein vollständiges Ideenbild von einer aktiven Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Schröder.

Minister Backhaus: Lebensraum- und Artenschutz braucht Verbündete

Ahrenshoop – „Mecklenburg-Vorpommern steht für Wildnis und ist nicht zuletzt durch seine intakte Natur zu einem der beliebtesten Urlaubsländer in Deutschland geworden. Gerade die Nationalparke beweisen, dass sie trotz der mit ihnen verbundenen Restriktionen attraktive Reiseziele und Motoren der Regionalentwicklung sind. Wertvolle unberührte Natur zu schützen und sie gleichzeitig für die Menschen zu öffnen, ist eine schwierige Aufgabe, die nur durch ein gutes Miteinander verschiedener Partner gelingen kann“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute auf einer Festveranstaltung zum Saisonauftakt des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft in der Strandhalle in Ahrenshoop.

Knapp jeder zweite Bundesbürger achtet laut Angaben der 35. Deutschen Tourismusanalyse auf Reiseziele mit intakter Natur: „Obwohl in den Großschutzgebieten nur etwa 10 Prozent der Bevölkerung leben, wird hier mehr als ein Drittel der Tourismusumsätze erwirtschaftet. Das zeigt, dass Naturschutz durchaus auch eine ökonomische Wirkung erzielt und für die Region förderlich ist“, betonte der Minister.

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bietet mit seinem bunten Mosaik der Lebensräume auf einer Fläche von 78.600 Hektar besonders vielfältige Heimstätten für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, so Backhaus. „Wildnis bedeutet aber auch, dass Tierarten kommen und gehen. Wo eine Art weichen muss, weil sie Offenland liebt, sich aber junger Wald breitmacht, folgten andere Arten. Wer mobil ist, zieht einfach weiter. Jede Art auf ihre Weise Für manch eine Tierart reicht das Refugium Schutzgebiet leider nicht zum Überleben. Hier ist auch ein Blick über den Rand des Schutzgebietes nötig. Dazu braucht es Verbündete“, führte er aus.

„Mit 83 Prozent Wasserfläche ist der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zudem ein echter Meeresnationalpark. Meeressäuger, wie Seehunde und Kegelrobben, nutzen die einzigartigen Kaltwasser-Lagunen der Ostsee als eine Art Urlaubregion. Jahrhundertelange Bejagung, die Verschmutzung des Meeres und die Zerstörung der Ruheplätze an den Küsten haben sie hierzulande leider zu bloßen Gästen werden lassen. Unser Ziel ist es daher, ein funktionierendes Robbenmanagement aufzubauen“, so Backhaus. In der 2012 erstellten Strategie zur „Erhaltung und Entwicklung der Biologischen Vielfalt in M-V“ und im Managementplan für die „Westrügensche Boddenlandschaft mit Hiddensee“ wurden entsprechende Maßnahmen formuliert. Seit 2018 werden an der Küste von M-V wieder Geburten von Robben registriert.

Auch die Verunreinigung der Nationalparkstrände durch den Freizeitmüll der Besucher sei ein nicht zu übersehendes Problem und werde von Land und Kommunen aktiv angegangen: „Seit vielen Jahren führen das Nationalparkamt und die Darßgemeinden gemeinsam mit anderen lokalen Akteuren Müllsammelaktionen durch. Auch andere Nationalparkstrände werden zum Saisonstart, vor Ostern, gemeinsam von Müll befreit, um Gästen ein uneingeschränktes Naturerlebnis zu bieten und der Verantwortung eines nachhaltigen Umgangs mit der Natur vor Ort gemeinschaftlich Sorge zu tragen“, sagte Backhaus.

Die meisten Funde am Strand entfallen mit etwa 30 Prozent auf Plastikfragmente, wie Kunststoffbruchstücke und -folienfetzen. Allein 9 Prozent des Strandmülls sind Zigarettenstummel. Es folgen Plastikdeckel und -verschlüsse, zum Beispiel von Getränkeflaschen mit ca. 6,4 Prozent. Das hat das seit 2012 laufende Spülsaum-Monitoring des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ergeben.

In 2018 kamen ca. 160.000 Besucher in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, etwa 238.200 waren es im Nationalpark Jasmund.

Ministerin Hesse trifft Nobelpreisträger für Physik

1.500 Teilnehmer bei Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Rostock – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat am Festakt zur 83. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) teilgenommen. Zum 600. Bestehen der Universität Rostock treffen sich in dieser Woche 1.500 Physikerinnen und Physiker in der Hansestadt. Unter den Gästen sind auch die beiden Nobelpreisträger Klaus von Klitzing und William Daniel Phillips. Hauptthemen der Fachvorträge sind Atomphysik, Photonik und Quantentechnologien. Wissenschaftsministerin Hesse hob in ihrem Grußwort die Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern hervor.

„Der Alfred-Krupp-Förderpreisträger Alexander Szameit leistet auf dem Gebiet der Experimentellen Festkörperoptik Beachtliches. Das Projekt NEISS nutzt die Erkenntnisse des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Greifswald, um hier in Rostock künstliche Intelligenz zu entwickeln, die die handschriftlichen Briefe des Künstlers Ernst Barlach nach Zeiträumen ihrer Entstehung zu unterscheiden lernt. In der ‚Neuen Physik‛ mit ihrem Forschungsbau ‚Life, Light and Matter‛ kommen ein Festkörper-NmR-Spektrometer, ein Lasersystem für energiereiche ultra-kurze Pulse und ein Kurzpulslaser-Massenspektrometer zum Einsatz“, führte Hesse aus.

Die Landesregierung nehme insbesondere die neue Generation von Forscherinnen und Forscher in den Blick. Mit einem eigenen Exzellenzforschungsprogramm werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gefördert, die sich in Verbünden weiter qualifizieren wollen. „Wir versprechen uns von den Arbeiten Impulse für die Forschung – bedeutende Impulse, wie sie auch von vielen Tagungsgästen ausgehen“, würdigte Hesse. Die Physik sei in Mecklenburg-Vorpommern als einem dünn besiedelten Flächenland breit und wissenschaftlich gut aufgestellt.

Neben den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten Greifswald und Rostock stehen die Kompetenzen der Leibniz-, Max-Planck-, Helmholtz und Fraunhofer-Institute zur Verfügung. „Sie spannen den Bogen von der Ozeanografie über die Atmosphärenphysik, die Physik zur Beherrschung katalytischer Verfahren, die Niedrigtemperatur-Plasma- sowie die Hochspannungsphysik mit Wendelstein 7-X, bis hin zur maritimen Robotik und den Forschungen zur Solarterrestrischen Physik und zum Weltraum-Wetter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Dies alles dient der Attraktivität unserer Region als Wissenschaftsstandort“, betonte Hesse.

Gebührenfreie Workshops zu IT-Sicherheit für Unternehmen

Schwerin – Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern und die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern laden Unternehmerinnen und Unternehmen zu drei Workshops zum Thema IT-Sicherheit ein. Ziel ist es, unter anderem die Unternehmen im Land dafür zu sensibilisieren, wie sie ihren E-Mail-Verkehr sicher gestalten, ihr WLAN-Netz schützen oder Hackerangriffe abwehren.

„Die Digitalisierung in unserem Land stellt unsere Unternehmen vor neue Herausforderungen. Wir möchten die Unternehmerinnen und Unternehmer bei deren Bewältigung unterstützen. Diese Workshops sind ein Angebot“, so Digitalisierungsminister Christian Pegel. Erst im Dezember 2018 hat die Hochschule Stralsund im Auftrag des Ministeriums unter www.it-sicherheit-mv.de eine Webseite mit Tipps und Tricks für Unternehmen zum Thema IT-Sicherheit eingerichtet.

„Damit möglichst viele Unternehmen im Land dieses Angebot nutzen können, haben wir über unser Bundesland verteilt drei Termine eingeplant“, so der Digitalisierungsminister. Diese sind am

– 1. April 2019, IHK zu Schwerin, 16 Uhr bis 19 Uhr

– 27. Juni 2019, IHK zu Rostock, 14 Uhr bis 17 Uhr

– 12. September 2019, IHK Neubrandenburg, 14 Uhr bis 17 Uhr

Dr. Stefan Schwerdtner von der Beratungsgesellschaft Cratos aus Hannover und Prof. Andreas Noack, Experte für Netzwerksicherheit an der Hochschule Stralsund, werden auch über verschiedene Täterklassen und Angriffsszenarien sprechen.

Die Teilnahme an den Workshops ist für die Unternehmer gebührenfrei.

Anmeldung (bis 31. März 2019) und weitere Informationen zur ersten Veranstaltung in Schwerin unter: www.ihkzuschwerin.de/System/vst/3038600?id=320112&terminId=518289#titleInText0

Klimaschutz an Schulen: Wo sind die Energiesparmeister in M-V?

Wettbewerb sucht bestes Klimaschutz-Projekt an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Berlin – Der Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen sucht das beste Klimaschutz-Projekt von und mit Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern. „Mitmachen lohnt sich“, motiviert Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, die den Wettbewerb organisiert. „Auf das überzeugendste Projekt wartet ein Preisgeld von 2.500 Euro, die Chance auf den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Bundessieg und eine Reise zur Preisverleihung im Bundesumweltministerium in Berlin.“

Bewerben können sich Schüler und Lehrer aller Schularten und jeder Jahrgangsstufe bis zum 4. April auf www.energiesparmeister.de. Der Wettbewerb wird unterstützt durch die vom Bundesumweltministerium beauftragte Kampagne „Mein Klimaschutz“. Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist Schirmherrin des Wettbewerbs.

Jury kürt Landessieger – Online-Abstimmung über Bundessieg

Ende April wählt eine Fachjury den Landesieger aus Mecklenburg-Vorpommern und aus den weiteren 15 Bundesländern aus; nach den Kriterien Innovation, Nachhaltigkeit und Kreativität. Im Mai treten die 16 Energiesparmeister zu einer öffentlichen Online-Abstimmung um den Bundessieg an. Der Bundessieger erhält neben den 2.500 Euro für den Landessieg den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Titel „Energiesparmeister Gold“.

Ein mit 1.000 Euro dotierter Sonderpreis honoriert besonders ausdauerndes Engagement für den Klimaschutz. Dafür können sich alle früheren Energiesparmeister bewerben, die am Ball geblieben sind und ihr Projekt weiterentwickelt haben. Alle neuen Preisträger werden zur Preisverleihung am 14. Juni 2019 ins Bundesumweltministerium eingeladen.

Paten und Unterstützer des Energiesparmeister-Wettbewerbs

Neben Geld- und Sachpreisen werden die Gewinner-Schulen mit einer Patenschaft eines Partners aus Wirtschaft und Gesellschaft belohnt. Die Paten unterstützen ihren Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind atmosfair gGmbH, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, ENGIE Deutschland, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH, Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die Sparkassen in Niedersachsen und WEMAG AG für Mecklenburg-Vorpommern.

Im vergangenen Jahr konnte die Arche Schule in Waren an der Müritz das beste Klimaschutzprojekt in Mecklenburg-Vorpommern vorweisen. So werden an der Grundschule die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit theoretisch vermittelt und auch praktisch umgesetzt. Es wird auf Einwegplastik verzichtet und bei der Verpflegung auf Regionalität gesetzt. Die Kinder werden im Energiesparen geschult und regelmäßig führen Exkursionen zu Erzeugern erneuerbarer Energie. „Klimaschutz braucht oft einen langen Atem. Wichtig sind Vorbilder, die zeigen, dass es auch mit kleinen Schritten ein ganzes Stück vorangehen kann. Ich bin sehr stolz auf die Schule in Waren“, sagt Thomas Murche, technischer Vorstand des kommunalen Energieversorgers WEMAG.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb a&o Hostels, Florida-Eis Manufaktur GmbH, memo AG, Vaude GmbH & Co. KG und Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Als Medienpartner agieren der auf pädagogisch-didaktische Fachzeitschriften spezialisierte Friedrich-Verlag, das Familienmagazin Naturkind, das Naturkostmagazin Schrot&Korn sowie das bundesweite Schülermagazin YAEZ. Unterstützt wird der Wettbewerb auch von Deutschlandfunk Kultur mit Berichterstattung in der Sendung „Kakadu“.

Ab heute zum Stadtradeln anmelden – Land übernimmt Anmeldegebühr

Schwerin – Ab heute, 11. März 2019, können sich Kommunen in ganz Deutschland für das „Stadtradeln 2019“ anmelden. Christian Pegel ruft dazu auf, dass auch möglichst viele Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern an den Start gehen.

„Das Stadtradeln schärft das Bewusstsein für das Fahrrad als Alternative zum Auto. Als Minister, der für Energie und Verkehr zugleich zuständig ist, kann ich diese Initiative nur begrüßen“, lobt Christian Pegel, der selbst gern auf den Drahtesel steigt, wenn es Zeit und Route erlauben.

Beim Stadtradeln kann jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis und jede Region mitmachen. Ein Gemeindebeschluss oder ähnliches ist für eine Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Das Einverständnis der Kommune, zum Beispiel durch den Bürgermeister/die Bürgermeisterin oder die Verwaltung, muss jedoch gegeben sein. Bei der Anmeldung über die Webseite www.stadtradeln.de muss zudem mindestens eine Ansprechperson vor Ort für das Stadtradeln in der Kommune genannt werden.

Der Aktionszeitraum, in dem dann alle Teilnehmer aus der Kommune mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer sammeln, muss drei zusammenhängende Wochen nach Wahl zwischen dem 1. Mai und dem 30. September betragen. Das heißt, frühestmöglicher Starttermin ist der 1. Mai, letzter der 10. September. Ab 11. März 2019 bis kurz vor dem letztmöglichen Starttermin können sich Kommunen bundesweit fürs „Stadtradeln“ anmelden.

In diesem Jahr stellt das Verkehrsministerium 15.000 Euro für die Teilnahme von Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung, 5.000 Euro mehr als in den vergangenen Jahren. Von diesem Geld wird die Teilnahmegebühr für Städte und Gemeinden aus M-V für das bundesweite Stadtradeln erstattet.

„Die Aktion findet immer mehr Interesse in den Kommunen, so dass wir einen stetig steigenden Teilnehmerkreis verzeichnen können“, sagt Christian Pegel, Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Er fügt hinzu: „Damit viele Städte und Gemeinden unseres Landes mitmachen, haben wir vor vier Jahren zum ersten Mal diesen Fördertopf bereitgestellt. Ich würde mir wünschen, dass sich neben den großen Städten auch mehr kleine Gemeinden und gern auch die Landkreise beteiligen.“

2018 haben Greifswald, Ludwigslust, Parchim, Rostock, Schwerin, Stralsund sowie der Landkreis Vorpommern-Rügen, Anklam, Bergen auf Rügen, Neubrandenburg und Neustrelitz den Nordosten vertreten. Zusammen haben sie in ihrem jeweils dreiwöchigen Aktionszeitraum knapp 1,2 Millionen Kilometer zurückgelegt und damit fast 164.000 Kilogramm Kohlendioxid vermieden, die beim Zurücklegen derselben Strecke mit dem Auto ungefähr angefallen wären.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung übernimmt die Anmeldegebühr für die sich anmeldenden Kommunen so lange, bis der Fördertopf in Höhe von 15.000 Euro ausgeschöpft ist. Die Gebühren variieren je nach Einwohnerzahl. Das Geld wird entsprechend der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Dies erfolgt direkt bei Anmeldung auf www.stadtradeln.de – die Kommune muss nicht in Vorleistung gehen.

Bilanz ITB Berlin 2019

Schwerin – Bestärkt durch die Ergebnisse maßgeblicher Studien zum Reiseverhalten der Deutschen sowie Auszeichnungen haben die 19 Aussteller aus dem Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern am letzten Tag der 53. Internationalen Tourismusbörse in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Auf rund 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche begrüßten die Vertreter aus dem Urlaubsland zwischen dem 06. und 10. März mehrere Tausend Fachbesucher, darunter Reiseveranstalter, Tourismusorganisationen, Verkehrsträger, Anbieter digitaler Lösungen sowie Politiker, Medienvertreter und potenzielle Urlauber am Messestand sowie beim MV-Partnerabend im Restaurant Dae Mon in Berlin-Mitte.

Dazu Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Unsere ITB-Bilanz ist positiv und Ergebnis harter Arbeit von tausenden Beschäftigten in der Tourismusbranche im Land. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass die ITB eine der wichtigsten Plattformen bleibt, um international auf unser Land aufmerksam zu machen. Wir blicken optimistisch in die anstehende Saison. Vor allem Entschleunigung in intakter Natur ist für viele Gäste der Schlüssel zum Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Doch im Wettbewerb mit anderen genügen Meer, Strände, Wald und Seen längst nicht mehr. Wir brauchen noch mehr solche Alleinstellungsmerkmale. Mehr Wertschöpfung durch den Gast, die Erhöhung der Angebotsvielfalt für mehr Saisonunabhängigkeit, eine zukunftssichere Infrastruktur, Geschlossenheit und Dienstleistungswille sind die Herausforderungen, die wir mit der touristischen Familie im Land angehen müssen und angehen werden.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Nachdem wir im letzten Jahr den Schwerpunkt auf Internationalität gelegt hatten, stand in diesem Jahr die Regionalität wie besondere Architektur, neue Erlebnisrouten und Produkte im Fokus. Das stieß auf großes Interesse. Unverwechselbares zu bieten, das ist eine Herausforderung im Wettbewerb mit anderen Reisezielen.“

Auch die Aussteller zeigten sich zufrieden. Dazu Michael Steuer, Geschäftsführer der Usedom Tourismus GmbH: „Die Fachbesuchertage auf der ITB konnten wir sehr produktiv für den Austausch mit unseren Partnern nutzen. Wir haben gemeinsame Projekte und Kooperationen auf den Weg gebracht und neue Kontakte geknüpft. Auch bei den Besuchern stieß die Insel Usedom am Wochenende auf reges Interesse.“ Mana Peter, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Rügen, ergänzte: „Die ITB war für die Insel Rügen erfolgversprechend. Insbesondere für unsere Jahreskampagne zur Inselbaukunst können wir uns über viele positive Rückmeldungen freuen. Natürlich ist die ITB für uns auch wichtiger Saisonauftakt und Branchentreff, vor allem im Hinblick auf den Austausch mit Netzwerkpartnern zu langfristigen Projekten, die auf Rügen geplant sind.“

Zum dritten Mal in Folge konnte Mecklenburg-Vorpommern seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten. Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2018 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2019 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 27 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,3 Prozent an allen 2018 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,6 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,3 Prozent) und Niedersachsen (3,6 Prozent).

Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Erstmals schob sich das Urlaubsland vor die Türkei (5,1 Prozent). Spitzenreiter bleiben Spanien (13,7 Prozent) und Italien (8,1 Prozent).

Die Gästezufriedenheit in Mecklenburg-Vorpommern ist überdurchschnittlich hoch. Dies ergab das auf der ITB Berlin vorgestellte Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, das die Tourismusentwicklung in den ostdeutschen Bundesländern widerspiegelt. Der so genannte Trust-Score, der die Zufriedenheit auf Basis von rund 30 Online-Bewertungsportalen misst, weist für den Nordosten 83,3 Punkte (von maximal 100) aus (2018: 82,7 Prozent). Allerdings: Der bundesweite Wert liegt leicht höher bei 83,5 Punkten.

Zudem wurde im Rahmen der Studienreihe, deren aktueller Schwerpunkt auf das Thema nachhaltige Mobilität gesetzt wurde, das Mobilitätskonzept „Müritz rundum“ aus der Mecklenburgischen Seenplatte mit dem Marketing-Award „Leuchttürme der Tourismuswirtschaft“ ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden die UNESCO-Welterbestädte Wismar und Stralsund, die im Rahmen der bundesweiten Städtestudie „Vitale Innenstädte“ untersucht wurden, neben Erfurt und Leipzig für ihre Gesamtattraktivität sowie das Flair und Ambiente gewürdigt.

Nachdenklich stimmten die Ergebnisse der ebenfalls vorgestellten Studie „ADFC-Travelbike-Radanalyse 2019“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Demnach rangiert Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr unter den Top 10 der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands. Der Untersuchung zufolge ist Bayern die beliebteste Radreiseregion, gefolgt vom Münsterland, dem Weserbergland und dem Bodensee. Lediglich die Ostsee/Ostseeküste – und dieses schließt das Nachbarland Schleswig-Holstein mit ein – findet sich unter den Top 10 der beliebtesten Radregionen Deutschlands. Auch der Ostseeküsten-Radweg verlor an Terrain und rangiert nun auf Platz neun im Ranking der beliebtesten Fernradwege Deutschlands.

Unter dem Titel „Klare Aussichten“ begrüßte Mecklenburg-Vorpommern rund 70 Gäste aus Tourismus, Politik, Wirtschaft sowie nationalen und internationalen Medien zu einem Partnerabend im Restaurant Dae Mon in Berlin-Mitte. Dabei wurden unter anderem regionale Produkte wie das artesische Wasser Minus 181 aus Parchim, Bier von der Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund sowie „Foerster´s Heide Gin“ aus der Rostocker Heide vorgestellt. Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erhielt an diesem Abend die Ehrennadel für sein 30-jähriges Engagement auf der ITB Berlin von David Ruetz, Chef der ITB Berlin.

Während das Urlaubsland in Berlin für Gäste warb, setzte der Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern am 09. März ein Zeichen für die Integration ausländischer Arbeitskräfte in Mecklenburg-Vorpommern. 20 vietnamesische Auszubildende der Universitätsmedizin Rostock und 9 indonesische Auszubildende der Yachthafenresidenz Hohe Düne erhielten eine Heimatkundestunde der besonderen Art im Internationalen Haus des Tourismus, die gespickt war mit vielen Informationen zum Urlaubs- und Gesundheitsland.

Internationalität im Fokus: Im Rahmen der ITB Berlin wurde des Weiteren eine Kooperationsvereinbarung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der griechischen Insel Kreta unterzeichnet. Im Rahmen der Kooperation mit dem Schwerpunkt Tourismus sind unter anderen Jugend- und Schüleraustausche, der Informationsaustausch zum Thema Digitalisierung sowie die Umsetzung der Erhaltung und Pflege eines Wanderwegenetzes geplant.

„Mit der Vereinbarung wollen wir einen gemeinsamen Handlungsrahmen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tourismus vorantreiben. Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen. Tourismus und Infrastruktur müssen zueinander passen, Arbeitsplätze müssen sicherer sein und unsere Umwelt muss bewahrt werden. Wir brauchen einen Tourismus, der die Infrastruktur stärkt, Arbeitsplätze sichert und die Umwelt bewahrt. Eine Partnerschaft mit der Destination Kreta kann uns wichtige Impulse geben. Kreta entwickelt wie wir Konzepte, die die Saison verlängern und weiter hochwertigen Tourismus etablieren. Hier können wir Erfahrungen austauschen und beidseitig profitieren“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Unterzeichnet wurde die Kooperation vom Präsidenten des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Waldmüller, sowie dem Vize-Gouverneur und Beauftragten für Tourismus der Region Kreta, Michalis Vamiedakis.