Radweg zwischen Schaprode und Trent wird freigegeben

Insel Rügen – Am Dienstag, 23. Juli 2019, gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel mit Vorpommern-Rügens Landrat Dr. Stefan Kerth den neuen straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße 302 zwischen Schaprode und Trent frei.

Der etwa 5,5 Kilometer lange und mindestens 2,50 Meter breite Asphaltweg beginnt am Ortsausgang Schaprode und endet am Ortseingang Trent. Er wurde in einer Bauzeit von zehn Monaten errichtet. Bisher mussten Radfahrer dort die Fahrbahn der L 302 nutzen, die als einzige Straßenverbindung zur Hiddenseefähre ab Schaprode ein hohes Verkehrsaufkommen aufweist, aber nur eine Fahrbahnbreite von sechs Metern hat. Mit dem neuen Radweg ist eine durchgehende, sichere Verbindung zwischen Schaprode und Trent entstanden, die als Bestandteil sowohl des Ostseeküstenradwegs als auch des Rügen-Rundwegs künftig nicht nur Pendler sondern auch Touristen nutzen werden.

Die Kosten in Höhe von ca. 3,65 Millionen Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln finanziert. Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Radwege und Straßen teilen sich in der Zuständigkeit auf verschiedene Beteiligte auf. An Bundes- und an Landesstraßen ist das Land zuständig. An Kreis- und Gemeindestraßen sowie losgelöst von Straßen sind es die Kommunen. Ziel der Landesregierung für die Bundes- und Landesstraßen ist es, die vorhandene Radwegeinfrastruktur zu einem bedarfsgerechten und sicheren Gesamtnetz weiterzuentwickeln. Das Radwegenetz dient sowohl dem Alltags- als auch dem touristischen Radverkehr. Je nach Verkehrszweck müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Radfahrenden berücksichtigt werden. So ist im Alltagsverkehr die Anbindung des Umlands an Zentrale Orte mit kurzen Fahrstrecken besonders wichtig, während für den touristischen Radverkehr landschaftlich reizvolle Strecken vorrangig sind.

Für den Radverkehr investiert das Land in die Radwege- infrastruktur, betreibt den Radnetzplaner M-V und unterstützt die Kommunen beim Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt hat das Land für den Radwegebau an Landesstraßen seit 2012 knapp elf Millionen Euro investiert. Für den Bau von Radwegen an Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bund im selben Zeitraum insgesamt ca. 55,6 Millionen Euro investiert. Daneben wurden in der laufenden Förderperiode (2014 bis 2020) EU-Mittel in Höhe von rund 22,6 Millionen Euro für den Radwegebau an Landesstraßen und die kommunale Radinfrastruktur bewilligt.

„Der Topf für kommunale Radwegprojekte ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und appelliert an die Kommunen, für den Neu- oder Ausbau von Radwegen des Alltags- und des touristischen Verkehrs auch diese Finanzierungsquelle zu berücksichtigen.

25 Jahre Kernfusionsforschung in Vorpommern

Greifswald – Wissenschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder hat die Greifswalder Forschungsanlage „Wendelstein 7-X“ als einen wichtigen Ort der Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern bezeichnet. Seit 25 Jahren untersuchen dort die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Grundlagen für ein Fusionskraftwerk, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnen soll. Mit einem Sommerempfang begeht das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald (IPP) heute sein 25-jähriges Jubiläum.

„Wendelstein 7-X ist die weltweit größte Forschungsanlage vom Typ ‚Stellarator‛, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder in Greifswald. „Wir können stolz darauf sein, dass solch ein innovatives Forschungsprojekt nicht nur bei uns im Land beheimatet, sondern maßgeblich in Vorpommern entstanden ist. Wie wichtig die Arbeiten der Forscherinnen und Forscher sind, zeigt die große internationale Aufmerksamkeit, die das Kernfusionsprojekt immer wieder und seit vielen Jahren erfährt“, lobte Schröder. „Gerade in Zeiten, in denen wir uns über ressourcenschonende Energiegewinnung Gedanken machen, ist die Kernfusion ein echtes Zukunftsthema.“

Neben einer Förderung des Bundes und Mitteln aus europäischen und nationalen Programmen unterstützt das Land das IPP Greifswald in diesem Jahr mit 5,4 Mio. Euro. Vor einem Vierteljahrhundert wurde zwischen dem Land und dem Max-Planck-Institut im bayrischen Garching in Greifswald der Grundstein für die Fusionsanlage gelegt. „Das Greifswalder Kernfusionsprojekt ist eines der Aushängeschilder für den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern und zeigt, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch bei uns sehr gute Bedingungen vorfinden“, betonte Schröder. „Ich wünsche den Forscherinnen und Forschern weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit und wichtige wegweisende Erkenntnisse.“

Demokratie und Freiheit

Schwesig: Demokratie und Freiheit müssen immer wieder neu begründet werden

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat an den 20. Juli 1944 erinnert. „Vor 75 Jahren haben sich mutige Männer und Frauen zum Widerstand entschlossen. Sie wollten die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Deutschland beseitigen. Wir gedenken aller, die damals Widerstand geleistet haben. Viele von ihnen haben ihren Mut mit dem Leben bezahlt. Dass der Plan am Ende nicht aufging, ändert aber nichts an der geschichtlichen Bedeutung des 20. Juli 1944“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Aus dem 20. Juli gibt es eine zentrale Lehre: Wir müssen alles dafür tun, dass sich die Schrecken der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des 2. Weltkriegs nie mehr wiederholen können. Gefragt sind vor allem Beharrlichkeit und Überzeugungskraft. Demokratie und Freiheit müssen immer wieder neu begründet und verteidigt werden. Deshalb müssen wir all jenen entschlossen entgegentreten, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen oder die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlosen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Ehrenamtsstiftung und Vorpommern-Fonds

Insel Rügen – Mit dem „Ehrenamtstag“ hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann seine Vorpommerntour fortgesetzt. Dabei besuchte er gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung für Ehrenamt und Bürgerliches Engagement Jan Holze den Förderverein des Theaters Putbus e.V. und die Jam GmbH in Ribnitz-Damgarten. Anschließend ging es zum Backstein Geist- und Garten e.V. nach Starkow. Am Nachmittag besuchte Dahlemann den T30 e.V. in Demmin und übergab einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 25.000 Euro aus Mitteln des Vorpommern-Fonds.

„Die Initiative des T30 e.V. ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement in der Hansestadt Demmin. Darüber freue ich mich sehr. Es ist schön, dass es Menschen gibt, die Visionen haben und diese auch gemeinsam mit anderen umsetzen wollen. Sehr gern hat die Landesregierung das Projekt des Begegnungs- und Lernbüros mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Hier können Konzepte entstehen und neue Projekte in der Stadt vorangebracht werden. Dabei ziehen wir mit der Ehrenamtsstiftung an einem Strang“, sagte Dahlemann im Anschluss an den Besuch.

Das Projekt des Begegnungs- und Lernbüros umfasst ein Gemeinschaftsbüro mit Werkstatt, Atelier und Seminarraum, das von Vereinen und gemeinnützigen Akteuren zu Veranstaltungen genutzt werden kann.

Den Abschluss des Tages bildete die Übergabe eines Zuwendungsbescheides mit dem Innenminister des Landes Lorenz Caffier für die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Torgelow im Ortsteil Torgelow Holländerei. „Für mich ist die Verbesserung der Ausrüstung unserer Feuerwehren schon immer von großer Wichtigkeit. Nur so können wir sicherstellen, dass auch künftig der Brandschutz in den Ortsteilen und kleinen Orten gewährleistet ist. Gerade auch der verheerende Brand in Ueckermünde hat gezeigt, wie wichtig eine gute technische Ausstattung unserer Wehren ist“, so der Staatssekretär.

Der Abend klang mit einem gemeinsamen Grillen an der Feuerwehr aus.

Die Vorpommerntour geht weiter

Pasewalk – Tag sechs der Vorpommerntour des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern Patrick Dahlemann: Beim „Wirtschaftstag“ besuchte Dahlemann die REMOS AG in Pasewalk und die Hanseyacht Greifswald. Am Nachmittag besichtigte er gemeinsam mit dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus die Baustelle der Ferngasleitung EUGAL in Anklam.

„Die Stärkung der Wirtschaft ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Landesregierung. Daran wollen wir weiter engagiert arbeiten, gerade bei uns im Landesteil Vorpommern, denn nur eine starke Wirtschaft kann gute Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen und erhalten. Ob zu Luft oder zu Wasser: Bei uns werden Spitzenprodukte gefertigt, bei uns in Vorpommern sind Weltmarktführer ansässig. Das bietet auch Chancen für die Unternehmen polnische Mitarbeiter zu gewinnen, wie hier in der Produktion von Flugzeugen.“, erklärte Dahlemann nach seinen Besuchen.

Die Landesregierung habe ein ganzes Bündel an Maßnahmen aufgelegt. „So wurde die höchste Förderquote für Neuansiedlungen auf den gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald ausgeweitet, das Büro der Landwirtschaftsfördergesellschaft in Greifswald eröffnet, die Technologieoffensive im Bereich Forschung und Entwicklung gestartet, die Vermarktungsoffensive der Standorte Pommerndreieck, Pasewalk und demnächst Sassnitz-Mukran begonnen. Auch die Ansiedlung von Continental ist ein wichtiges Zeichen, dass Vorpommern wirtschaftlich vorankommt“, sagte Dahlemann.

Er verwies darauf, dass die Metropolregion Stettin immer mehr an Bedeutung für den östlichen Landesteil gewinnt. „Deshalb haben wir die Geschäftsstelle Metropolregion Stettin eingerichtet. Es ist ein starkes Signal der Landesregierung, wie wichtig ihr die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit der boomenden Metropole Stettin ist. Wir wollen die besonderen Chancen nutzen, die die Kooperation in der der Metropolregion bietet – und zwar auf allen Ebenen und in allen Bereichen“, so der Staatssekretär.

Hansestadt Stralsund würdigt vielfältiges Ehrenamt

Stralsund – Bürgerschaftliches Engagement ist unverzichtbar für das Funktionieren der Gesellschaft. Ehrenamtlich tätige Menschen sichern den sozialen Zusammenhalt und prägen unsere Stadt in den unterschiedlichsten Bereichen.

Die Hansestadt Stralsund unterstützt das Ehrenamt und möchte dazu beitragen, dessen Ansehen und Bedeutung als unerlässlichen Beitrag für das Allgemeinwohl zu stärken. Deshalb ruft der Präsident der Bürgerschaft Peter Paul dazu auf, besonders engagierte Menschen im Bereich des Gemeinwohls oder auf dem Gebiet des Karitativen und Sozialen für eine Auszeichnung zur Würdigung des Ehrenamtes 2019 durch die Hansestadt Stralsund vorzuschlagen.

Die Ehrung mit der Eintragung in das „Ehrenbuch für gemeinnützige Tätigkeit“ erfolgt anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes im Dezember 2019 während eines feierlichen Empfangs durch den Präsidenten der Bürgerschaft.

Sie möchten einen besonderen Menschen für die Ehrenamtsauszeichnung vorschlagen? Dann steht Ihnen im Internet unter www.stralsund.de/ehrenamt ein entsprechendes Antragsformular zur Verfügung.

Senden Sie den vollständig ausgefüllten Antrag bis zum 23. August an den Präsidenten der Bürgerschaft – entweder an die Postadresse: Hansestadt Stralsund, Präsident der Bürgerschaft, Postfach 2145, 18408 Stralsund oder die Hausadresse: Mühlenstraße 4-6, 18439 Stralsund.

Der Antrag kann auch in Papierform über den Gremiendienst der Hansestadt Stralsund abgefragt werden – Ansprechpartnerin ist Birgit König unter der Telefonnummer: 03831 252 216.

43. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO

Stralsund – Die Deutsche Stiftung Welterbe nahm am Rahmenprogramm der 43. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO in Baku teil. Dr. Birgitta Ringbeck, Leiterin der Koordinierungsstelle Welterbe im Auswärtigen Amt, und Stralsunds Welterbe-Managerin Steffi Behrendt präsentierten die Arbeit der von den Hansestädten Stralsund und Wismar gegründeten Stiftung.

Im Gespräch mit Vertretern des Welterbezentrums sowie aus Chile, Großbritannien, St. Kitts & Nevis und den Niederlanden wurden konkrete Projekte, Möglichkeiten und Strategien der Stiftung vorgestellt. Zum Programm gehörte auch die Eröffnung einer Ausstellung über die UNESCO-Welterbestätten in Mecklenburg-Vorpommern. Informationen zum Zweck und zu den Zielen der Stiftung lieferten zudem ein Film sowie Faltblätter in englischer Sprache.

„Die Deutsche Stiftung Welterbe lebt die internationale Zusammenarbeit ganz im Sinne der Welterbekonvention. Es ist mein Wunsch, dass sich alle deutschen Welterbestätten der Stiftungsidee anschließen und ihre Arbeit unterstützen“, warb Dr. Birgitta Ringbeck in ihrer Funktion als Vorsitzende des Stiftungskuratoriums während der sehr gut besuchten Veranstaltung. Steffi Behrendt ergänzt: „Unsere Stiftung ist vergleichsweise klein, doch sie kann mit geringen Summen Großes bewirken.“ So förderte die Deutsche Stiftung Welterbe in den vergangenen Jahren 20 Projekte in 15 Staaten, unter anderem in Chile, Mexiko, Kuba, Namibia, Nepal, Albanien und in der Mongolei.

Gegründet wurde die Deutsche Stiftung Welterbe im April 2001 von den Hansestädten Stralsund und Wismar. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit das UNESCO-Anliegen der internationalen Zusammenarbeit zum Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes der Welt. Mehr als 1.000 Stätten befinden sich derzeit auf der Welterbeliste. Viele von ihnen sind unzureichend geschützt oder sogar in ihrem Erhalt gefährdet.

Einige Staaten können keine Welterbestätte vorschlagen, weil das Geld oder das Know-how zur Antragstellung fehlen. Hier setzt die Deutsche Stiftung Welterbe an. Sie unterstützt Staaten bei der Antragstellung, hilft beim Erhalt von gefährdeten Stätten und ermöglicht den fachlichen Austausch. Besonderes Augenmerk legt die Stiftung auf die Förderung von Welterbestätten in bislang unterrepräsentierten Staaten, um so zur Ausgewogenheit der Welterbeliste beizutragen.

Fachkräfte in der Medizin

Insel Usedom – Mit einem „Gesundheitstag“ hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann seine diesjährige Vorpommerntour fortgesetzt. Er besuchte die Medigreif Inselklinik in Heringsdorf und das Krankenhaus in Swinemünde. Am Nachmittag verabschiedete er in Torgelow Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung Gesundheits- und Krankenpflege.

„Ich gratuliere allen Absolventen sehr herzlich zu ihren Abschlüssen. Jede und jeder von Ihnen kann sich sicher sein, gebraucht zu werden“, sagte Dahlemann an die Absolventen gerichtet. In der Berufsschule „Dr. Erich Paulun“ an der Asklepios Klinik Pasewalk werde vorbildliche Arbeit geleistet. „Seit über 30 Jahren werden Fachkräfte für die Kliniken Karlsburg, Ueckermünde, Anklam und Pasewalk ausgebildet. Ich danke den Lehrerinnen und Lehrer, die für rund 200 Schülerinnen und Schüler da sind. Neben einem guten qualitativen Unterricht wurden auch Projekte wie „Gesundheitskids“ und Präventionsprogramme für Schülerinnen und Schüler umgesetzt. Das ist vorbildlich.“

Dahlemann verwies auch auf die Chancen für die Gesundheitswirtschaft: „Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur ein Land zum Urlaub machen, sondern auch ein Gesundheitsland. Die Gesundheitsbranche trägt in unserem Bundesland maßgeblich zur Wirtschaftskraft bei. Das ist auch in Vorpommern so. Mecklenburg-Vorpommern ist deutschlandweiter Spitzenreiter beim Anteil der Beschäftigung und Bruttowertschöpfung in diesem Bereich. Jeder fünfte Berufstätige im Land ist in der Branche. 154.000 Menschen insgesamt arbeiten in der Pflege, in den Krankenhäusern und Praxen, im Bereich der Medizintechnik oder Biotechnologie. Wir wollen die erste Adresse in Deutschland für diejenigen werden, die etwas für ihre eigene Gesundheit tun wollen und dafür attraktive Angebote mit hoher Qualität suchen. Um dieses Ziel erreichen zu können, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte. Dazu leistet die Berufsschule „Dr. Erich Paulun“ einen hervorragenden Beitrag“, betonte Dahlemann.

30. Badewannenrallye eröffnet

Plau am See – Sozialministerin Drese hat am Sonnabend, den 13. Juli, im Namen der Landesregierung die 30. Badewannenrallye in Plau am See eröffnet und gab das Revier für die verrückten Boote frei. Jährlich messen sich hier unterschiedliche, nicht-motorisierte Wasserfahrzeuge mit einem großen Spaßfaktor. Inzwischen ist die Veranstaltung fester Bestandteil der Mecklenburgischen Kulturlandschaft mit einem stetig wachsenden Begleitprogramm, die tausende Besucherinnen und Besucher anzieht.

„Als zuständige Ministerin für das Ehrenamt und künftige Sportministerin Mecklenburg-Vorpommerns freue ich mich sehr auf das traditionelle Volksfest. Es ist mir eine große Ehre, den Start der teilnehmenden Spaßbadewannen und Boote der 30. Badewannenrallye in Plau am See einzuläuten“, sagte Drese in ihrem Grußwort.

Die Ministerin dankte den vielen engagierten Menschen des Badewannenvereins Plau e.V. und den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die seit 1990 das traditionelle Veranstaltungsformat umsetzen. Drese: „So ein Event ist nur möglich, weil sich jedes Jahr viele Menschen enorm dafür einsetzen und sich engagieren. Ihnen gilt großer Dank. Die steigende Zahl der Gäste und teilnehmenden Starter zeigen, dass hier ein erfolgreiches Veranstaltungskonzept verfolgt wird.“

Dahlemann: Regional ist die beste Wahl

Insel Rügen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute im Rahmen seiner Vorpommern-Tour auch auf der Insel Rügen Station gemacht. Am vierten Tag der Vorpommern-Tour steht „Regionales“ im Mittelpunkt. Dazu zählte auch ein Besuch des Heimatvereins e.V. in Wiek auf Rügen am Nachmittag. Gemeinsam mit Mitgliedern besichtigte Dahlemann die durch Förderungen aus dem Vorpommern-Fonds umgesetzten Projekte des Vereins. Hier ging es um die Erneuerung des Badesteges und der Treppe an der Badestelle sowie um die Herstellung der Pflasterung am Wappenstein und die Aufarbeitung des Kriegerdenkmals.

„Ich bin begeistert, mit welchem Enthusiasmus die Ehrenamtlichen vor Ort die Vorhaben in die Tat umsetzen. Mit viel Liebe und großer Sorgfalt bewahrt der Verein die Traditionen des Ortes. Das stärkt die regionale Identität und fördert das Zusammenleben der Menschen. Aber auch Urlauber und Gäste profitieren vom Engagement des Heimatvereins. Ich danke den Mitgliedern des Vereins um ihren Vorsitzenden Herrn Walter für ihr unermüdliches Wirken im Ort. Die Landesregierung hat die Projekte sehr gern mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Unsere regionalen Produkte noch besser zu vermarkten und mehr Regionalläden aufzubauen, das ist mein Ziel. Ob die Regio-Box auf dem Bauernhof oder der Verkauf im Tierpark Ueckermünde. Das ist gut angelegtes Geld aus dem Vorpommern-Fonds“, erklärte Dahlemann abschließend.

Bereits am Vormittag fand ein Treffen mit der Geschäftsleitung des Gutes Klepelshagen statt. Dabei überzeugte sich der Staatssekretär in der Gourmet Manufaktur davon, wie die Kette von Erzeugung bis zur Vermarktung von Rind- und Wildfleisch funktioniert. Anschließend besuchte er das Kirchengut Strellin. Der biozertifizierte Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet ca. 340 Hektar Acker- und Grünland. Nach der Vorstellung des Betriebes ging es vorrangig um den Stand des ökologischen Landbaus und deren Vermarktungswege.

Dahlemann: „Die Land- und Ernährungswirtschaft, mit dem zunehmenden ökologischen Landbau, spielt bei uns in Vorpommern eine sehr wichtige Rolle. Daher ist es für mich wichtig zu hören, wo den Landwirten der Schuh drückt. Die Vorpommersche Genussmanufaktur in Griebenow mit den Bereichen Mosterei und Catering sowie ein Schlossrundgang im Ort waren weitere Stationen der Tour.

Start-up-Festival „Slush 2019“

Schwerin – Auch in diesem Jahr plant Digitalisierungsminister Christian Pegel das Start-up-Festival „Slush“ in Helsinki mit einer Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern zu besuchen. Und auch in diesem Jahr sollen darin vor allem Start-ups aus M-V vertreten sein.

„Unsere Reise im vergangenen Dezember war ein voller Erfolg. So viel Input innerhalb von zwei Tagen ist woanders kaum zu finden. 25.000 Menschen und jeder von ihnen mit einer eigenen Idee, die Welt zu verändern – das ist wirklich einzigartig. Daher freue ich mich sehr, dass wir es auch in diesem Jahr zehn innovativen Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern aus Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen können, uns auf diese Messe am 21. und 22. November zu begleiten“, kündigt der Minister an.

Die Veranstaltung in der finnischen Hauptstadt war ursprünglich eine kleine, von Studierenden organisierte Netzwerkveranstaltung. Mittlerweile ist sie zum größten und wichtigsten Event der europäischen Start-up-Szene gewachsen. 25.000 Teilnehmer und ca. 700 Journalisten aus aller Welt werden dort jedes Jahr erwartet.

„Das Festival bietet eine hervorragende Chance, sich den internationalen Markt anzuschauen und die Köpfe kennenzulernen, mit denen wir uns in Mecklenburg-Vorpommern messen müssen – und wollen. Allein der Netzwerkeffekt wird für alle immens sein. Gründerinnen und Gründer auch aus unserem Bundesland können dort Erfahrungen mit anderen Start-Ups austauschen und vielleicht den einen oder anderen Investor davon überzeugen, dass ihre Idee die Welt verändern wird“, sagt Christian Pegel und führt weiter aus: „Für den Digitalstandort Mecklenburg-Vorpommern ist es zudem wichtig, weiter zu lernen. In unserer Region steckt enormes Potenzial. Es geht immer auch darum, sich inspirieren zu lassen von denen, die so manchen Schritt vielleicht schon erfolgreich gegangen sind.“

Auch in diesem Jahr organisiert das Digitalisierungsministerium mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock eine Unternehmensreise zum „Slush“. Das Ministerium übernimmt die Reise- und Übernachtungskosten sowie die Teilnahmegebühr für maximal zehn Start-Up-Vertreterinnen und Vertretern aus M-V. Interessenten sollten folgende Bedingungen erfüllen:

– Ihr Start-up besitzt ein skalierbares, digital innovatives Geschäftsmodell mit internationaler Ausrichtung
– Ihr Start-up hat seinen Sitz in M-V und
– Ihr Start-up war nicht 2018 mit Förderung durchs Energieministerium beim „Slush“.

Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen und mitfahren wollen nach Helsinki – bewerben Sie sich bis zum 16. August 2019 unter www.rostock.ihk24.de/slush

Kleinstädte in Vorpommern

Penkun – Gute Nachrichten für drei Ortsteile der Stadt Penkun: Bei seinem Besuch während des „Kleinstädtetages“ seiner Vorpommerntour hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann drei Zuwendungsbescheide und eine Förderzusage mitgebracht. Rund 9.200 Euro bekommt der Ortsteil Radewitz für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses und die Erneuerung der Heizungsanlage.

Auch im Ortsteil Grünz stehen für die Erneuerung der Heizungsanlage im Dorfgemeinschaftshaus rund 9.800 Euro zur Verfügung. Alle Fördermittel kommen aus dem Vorpommern-Fonds. Für die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Wollin-Friedefeld wurde eine Förderzusage für die Beladung des neuen Feuerwehrfahrzeugs von 6.500 Euro auf 8.000 Euro erhöht.

„Es ist wichtig, dass die Strukturen auch in solchen kleinen Städten mit 1200 bis 1700 Einwohnerinnen und Einwohnern und deren Ortsteilen intakt sind. Dazu gehören Begegnungsstätten genauso wie die Feuerwehr. Kleine Städte sind gerade im ländlichen Raum gut funktionierende Zentren, die für alle Generationen attraktiv sind. Dabei konnte ich mich heute bei den Stadtspaziergängen überzeugen“, betonte Dahlemann bei der Übergabe der Bescheide an die Penkuner Bürgermeisterin Antje Zibell. Er habe ganz bewusst Kleinstädte ausgesucht, „weil hier sehr viele eifrige und engagierte Menschen ein gutes Miteinander organisieren. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist gerade in den Kleinstädten besonders stark. Das wollen wir auch weiterhin unterstützen.“

Vor Penkun hatte Dahlemann Richtenberg, Franzburg und Lassan besucht.

Aerobic, Drums Alive und Hula Hoop

Ostseestrand wird zur Freiluft- und Tanzarena
AOK AKTIV STRAND ON TOUR kommt am 31. Juli nach Binz

Insel Rügen – Am Mittwoch, dem 31. Juli kommt die AOK AKTIV STRAND ON TOUR 2019 nach Binz auf die Insel Rügen. Von 11 bis 16 Uhr laden der ehemalige Bundesligatrainer Andreas Zachhuber und sein Team am Strand unterhalb des Kurplatzes zu Sport, zu Bewegung und Spaß direkt an der Ostsee ein. Der Eintritt ist für alle Rüganer, Urlauber und Gäste der Region frei!

Am AOK-Familien-Beachtag wird der Ostseestrand zur Freiluft- und Tanzarena. Zusätzlich zu Angeboten der klassischen Strandsportarten Beachsoccer, Beachhandball oder Beachvolleyball wird in Zusammenarbeit mit regionalen Sportvereinen ein vielfältiges Rahmenprogramm für die ganze Familie auf die Beine gestellt. Vormittags wird ein kleines Beachsoccer-Turnier mit Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren mit dem deutschen Rekordmeister, den Rostocker Robben organisiert, an dem auch gern eine Urlauberkindermannschaft teilnehmen kann. Den ganzen Tag über zeigen die Spieler Tipps und Tricks im schnellen und sehr athletischen Strandfußball, der sich deutlich vom Kicken auf dem Rasen unterscheidet.

Zum AOK-Beachtag wird auch der dreifache Thaibox-Weltmeister Rateb Hatahet vom PSV Rostock erwartet, der für seinen Sport begeistern möchte. Die sportlichen Jungs vom Rostocker “Straßensport e.V.“ zeigen den Gästen, wie jeder ganz ohne Geräte und nur mit dem eigenen Körpergewicht gesund und effektiv Sport treiben kann. Wer es eher rhythmisch mag, sollte sich bei Tanzaerobic, Drums Alive oder Hula Hoop auspowern. Das ist nicht weniger schweißtreibend als die anderen Strandsportarten und macht dazu richtig gute Laune.

AOK AKTIV STRAND ON TOUR in Binz/Rügen – Mittwoch, 31. Juli, von 11 bis 16 Uhr
Strand unterhalb des Kurplatzes, Eintritt frei!

Hochwasserschutz an der Elbe

Neu Kaliß – Kosten in Höhe von rund 100 Mio. Euro kalkuliert das neue Hochwasserschutzkonzept Mecklenburg-Vorpommerns für die Anpassung des Hochwasser­schutzsystems an der Elbe an die gestiegenen Bemessungswerte eines Jahrhunderthochwassers. Das ist etwa genauso viel wie Mecklenburg-Vorpommern in den letzten 30 Jahren für den Hochwasserschutz an der Elbe bereits investiert hat. „Wenn es um den Schutz von Menschenleben und materieller Werte in Höhe von rund 500 Millionen Euro geht, dann ist diese Summe gut angelegtes Geld“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus, der das neue Konzept heute in Neu Kaliß auf einer Konferenz mit regionalen Verantwortungs­trägern und Verbänden diskutierte.

Mecklenburg-Vorpommern ist für den Hochwasser­schutz an der Elbe um Dömitz und Boizenburg sowie den Rückstaubereich an den Zuflüssen (Müritz-Elde-Wasserstraße, Löcknitz, Sude und Boize) zuständig. Das alte Hochwasserschutzkonzept ging von Erfordernissen eines so genannten Jahrhundert­hochwassers aus, die 1983 ermittelt worden waren. Das neue vorgestellte Konzept betrachtet nun erforderliche Maßnahmen für ein Jahrhunderthoch­wasser, auf dessen Kennwerten sich die Elbländer 2009 nach Auswertung des Hochwassers 2002 verständigt hatten und die 2018 noch einmal überprüft wurden.

„Hochwasserschutz ist und bleibt eine Daueraufgabe, auch wenn es gegenwärtig wegen der niedrigen Wasserstände etwas anders aussieht “, sagte Backhaus. Er erinnerte daran, dass sich die starken Regenfälle von 2002 und 2013, die zu Hochwasser­ereignissen an der Elbe führten, jederzeit wiederholen könnten und sich im Zuge des Klimawandels sogar die Gefahr besteht, dass es sommers häufiger zu derartigen Starkregen kommen werde.

„Ich bin daher froh, dass es uns gelungen ist, das Nationale Hochwasserschutzprogramm auf den Weg zu bringen, mit dessen Hilfe auch an der Elbe Maßnahmen wie Deichrückverlegungen und der Bau von Flutpoldern umgesetzt werden“, so Backhaus. „Das wird jedoch noch geraume Zeit dauern. Deshalb sind wir gut beraten, nicht erst auf die positive Wirkung von Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutz­programms am Oberlauf der Elbe zu warten, sondern parallel unser eigenes Hochwasserschutzsystem an die aktuellen Erfordernisse anzupassen.“

Erste Maßnahmen aus dem Konzept befinden sich bereits in der Planung. Die umfangreichste und als dringendst angesehene ist die Rückverlegung des Hafendeiches Boizenburg. Hier soll ein neuer Deich die gestiegenen Hochwasserschutzanforderungen erfüllen und gleichzeitig rund 74 ha dem natürlichen Überflutungsregime der Elbe zurückgegeben werden.

Neben den investiven Maßnahmen sei es aber auch notwendig, die Vegetation zwischen den Deichen im Auge zu behalten, betonte Backhaus. Denn das sei für den Wasserabfluss von großer Bedeutung. „Ich bin mir dabei durchaus bewusst, dass wir uns mit allen Maßnahmen in einem sehr sensiblen Naturraum, dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, bewegen. Unser Ziel muss es sein, die Entwicklung des Naturraumes mit den Ansprüchen des Hochwasserschutzes in Einklang zu bringen“, so Backhaus. Dazu seien neue Wege erforderlich. Er sei stolz darauf, dass Hochwasserschützer und Naturschutzverwaltung sich darauf geeinigt haben, das Hochwasserabflussprofil mit Stand 2016 zu halten.

An der Konferenz nahmen auch Vertreter aus den Nachbarländern Brandenburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein teil.