Saniertes Landstallmeisterhaus in Redefin eingeweiht

Redefin – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute das sanierte Landstallmeisterhaus auf dem Landgestüt Redefin seiner neuen Bestimmung übergeben. „Erstmals in seiner 221-jährigen Geschichte wandelt sich das Landstallmeisterhaus vom Verwaltungssitz zum Veranstaltungs- und Beherbergungsort. Entstanden ist hier auf historischen Grundmauern ein zukunftsträchtiges Objekt – ein moderner, ganz besonderer Ort für Tourismus, Beherbergung und Gastronomie“, sagte der Minister m Vormittag anlässlich der Einweihung des Landstallmeisterhauses.

Saniert und umgestaltet wurde das Landstallmeisterhaus mit öffentlichen Mitteln durch die Schweriner Niederlassung des Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL). Knapp 6,3 Millionen Euro flossen zwischen November 2013 und August 2018 in die Sanierung des Landstallmeisterhauses; davon kamen knapp 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER). Von den insgesamt 71 ausgeschriebenen Aufträgen für Planung, Bau und Ausstattung des Landstallmeisterhauses war der größte Teil, nämlich 52 Aufträge, an Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern vergeben worden.

Entstanden sind auf rund 2.300 Quadratmetern Gesamtfläche über zwei Etagen multifunktionale Räume für Tagungen und ein Bankettsaal für ca. 100 Personen. Dazu gibt es auf etwa 340 Quadratmetern 5 großzügig ausgestattete Ferienwohnungen sowie Gastronomie auf gut 900 Quadratmetern.

Mit der Sanierung des Landstallmeisterhauses finden Baumaßnahmen ihren Abschluss, die auf ein Investitionskonzept aus dem Jahr 2008 zurückgehen. Hintergrund war ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten, das dem Landgestüt deutliche Optimierungspotenziale im touristischen Bereich bescheinigt hatte. „Das nun fertiggestellte Landstallmeisterhaus erfüllt mit seinen Tagungs-, Gastronomie- und Beherbergungsmöglichkeiten wesentliche Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Tourismus auf dem Landgestüt Redefin“, so Minister Backhaus.

Unter Federführung des BBL waren neben dem Landstallmeisterhaus das Rossarzthaus, das Inspektorhaus und das Gärtnerhaus saniert worden, ebenso wie die Schmiede und der Stall 3. Außerdem waren Paddocks-Anlage, Wege und Plätze an Reitbahn und Reitplatz neu angelegt, die Boxenställe 5 und 6 sowie die Strohlagerhalle neu errichtet worden. Insgesamt lagen die Kosten für die Baumaßnahmen bei rund 16,7 Millionen Euro, davon kamen gut 5,8 Millionen Euro aus dem ELER-Fonds.

Das Landstallmeisterhaus geht auf ein eingeschossiges barockes Fachwerkgutshaus von Bauinspektor Ernst Christian August Behrens aus dem Jahr 1797 zurück. Nachdem Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin 1825 das Landgestüt Redefin gegründet hatte, ließ Baumeister Carl Heinrich Wünsch das Gutshaus zum repräsentativen Landstallmeisterhaus im klassizistischen Stil mit Schaufassade, Säulen und Reithallenportal als Mittelpunkt umbauen. Das Bauwerk blieb im 19. und 20. Jahrhundert fast unverändert.

Bis 1945 war das Gestüt Eigentum des Landes Mecklenburg. Danach wurde es bis 1990 als volkseigenes Gut geführt. Von 1990 bis 1993 stand es vorübergehend unter Verwaltung der Treuhandgesellschaft. Im August 1993 beschloss das Kabinett die Errichtung des Landesgestüts Redefin als Landesbetrieb. Die Entscheidungskompetenz über Angelegenheiten des Gestüts liegt seither beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Abstimmung mit dem Finanzministerium MV. Die Verwaltung des Landesgestüts hat ihren Sitz im sanierten Inspektorhaus bezogen.

Schwesig: Usedomer Musikfestival ist eine Erfolgsgeschichte in unserem Land

Insel Usedom – „25 Jahre Usedomer Musikfestival – das ist eine wahrhafte Erfolgsgeschichte, auf die alle, die dran beteiligt waren und sind, stolz sein können. Es ist ein Festival, das mit seiner Ausrichtung auf den Ostseeraum unter den Musikfestivals einzigartig ist. Ein Festival, das jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher auf die wunderschöne Insel Usedom bringt und damit zu einem hervorragenden kulturellen Botschafter unseres Landes geworden ist“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beim Eröffnungskonzert des 25. Usedomer Musikfestivals im Kraftwerk in Peenemünde.

 Jedes Jahr werde die wunderbare Möglichkeit geboten, „uns mit der Musik und den Künstlerinnen und Künstlern des Ostseeraums bekannt zu machen und die Länder rund um unser gemeinsames Meer durch die Musik und Begegnungen noch besser kennenzulernen. Das Usedomer Musikfestival leistet so einen wichtigen und sehr wertvollen Beitrag für das kulturelle Leben in Vorpommern und im Land insgesamt.“ Ob Ahlbecker Kirche, das Stolper Schloss oder eben das Kraftwerk in Peenemünde – ohne Übertreibung könne man sagen, dass „das Festival in den vergangenen 25 Jahren ein Taktgeber für die Region geworden ist“.

 Die Ministerpräsidentin ging auf die Geschichte des Spielortes ein: „Der Name Peenemünde ist ein Mahnmal eines menschenverachtenden, zügellosen Expansions- und Vernichtungswillens und zugleich des menschlichen Forscherdrangs und technischen Fortschritts. Diesen Widerspruch, dieses schwierige Erbe und seine Geschichte angemessen darzustellen, ist für uns in Mecklenburg-Vorpommern sehr wichtig. Umso mehr freuen wir uns, dass es dem Land und dem Bund gemeinsam gelungen ist, die Neugestaltung der Dauerausstellung zu finanzieren: Mit jeweils fünf Millionen Euro von Land und Bund.“ Peenemünde soll mehr als ein Gedenkort sein, betonte Schwesig. „Peenemünde soll ein Ort internationaler Begegnungen und der Friedenspädagogik sein. Mit dem Museum, mit Ausstellungen, Projekttagen und Workshops.“

Backhaus: Ökologischer Landbau hat hohen Stellenwert in Agrarpolitik

Insel Rügen – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute auf dem Ökohof „Ranch am Torfmoor“ in Göhren auf Rügen die 11. Bio-Landpartie eröffnet. 62 Betriebe bieten an diesem Tag landesweit die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern zu machen.

„Die Betriebsinhaber, die sich heute vorstellen, belegen durch die Vielfalt ihrer ökologischen Erzeugnisse, dass sie sich engagiert den Anforderungen des Marktes stellen“, sagte Backhaus. „Mit Menschen wie ihnen wird es auch zukünftig gelingen, den ökologischen Landbau nachhaltig zu entwickeln. Insofern schaue ich mit Blick auf den Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin positiv in die Zukunft.“

Der ökologische Landbau besitze in der Agrarpolitik der Landesregierung einen hohen Stellenwert. Stand Juni dieses Jahres wurden rund 150.000 Hektar und damit 11,1 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes nach Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Vom Flächenumfang her ist also die Zielstellung für 2021 bereits erreicht.

Und somit sei auch die ursprünglich geplante Förderhöhe ausgeschöpft. „Dennoch haben wir uns entschlossen, für den Ökolandbau Erweiterungsanträge als auch Neuanträge weiterhin zuzulassen“, verkündete Backhaus. Das sei ein klares Signal an die Ökobranche des Landes, dass Mecklenburg-Vorpommern keinen Abbruch dieser positiven Entwicklung riskieren wolle.

Die Bio-Landpartie sei zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender Mecklenburg-Vorpommerns geworden. „Beim Start 2007 nahmen acht Betriebe teil, heute öffnen 62, darunter neben den Landwirtschaftsbetrieben, auch Käsereien, Bäckereien, Mostereien, Brennereien, Mühlen, Fleischereien sowie Vermarkter“, würdigte Backhaus die Entwicklung. Das ermögliche die Vielfalt der Bio-Produkte hautnah zu erleben. Der besondere Charme der Bio-Landpartie bestehe darin, an diesem Tag die engagierten Menschen kennenzulernen, die hinter den Bio-Produkten stehen.

Drese: Anerkennung des Ehrenamtes weiter ausbauen – Ehrenamtskarte kommt

Bad Doberan – Sozialministerin Stefanie Drese eröffnete am 22. September die Doberaner Klostertage, die in diesem Jahr unter dem Leitthema „Ehrenamt“ stehen. „Bürgerschaftliches Engagement hat in unserem Land eine herausragende Bedeutung. Die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen macht unsere Gesellschaft lebenswerter und stärkt den sozialen Zusammenhalt“, betonte die Ministerin in ihrem Grußwort.

Die Klostertage werden jährlich durch den Verein der „Freunde und Förderer des Klosters Doberan“ organisiert und durchgeführt.

„Vieles von dem, was unsere Städte und Dörfer liebenswert macht, sind die vielfältigen Veranstaltungen, so wie die Klostertage in Bad Doberan“, betonte Drese. „Ob Aktionen wie der wiederbelebte Dorfladen oder der Feuerwehrball – für ein positives Zusammenleben ist das freiwillige Engagement unabdingbar.“

Ministerin Drese zeigte auf, dass die Leistungen der Ehrenamtler besonderer Wertschätzung bedürfen. „Wichtiges Ziel der Landesregierung ist es deshalb, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für aktive Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und Maßnahmen der Anerkennung auszubauen“, so Drese.

Wichtig seien Fortbildungen, Ehrenamtsmessen und Ehrungen. Drese: „Zudem haben wir mit der Ehrenamtsstiftung einen zentralen Ansprechpartner installiert, der insbesondere kleinen Initiativen und Vereinen ganz gezielt hilft. Als weiteren wichtigen Schritt der Würdigung wollen wir nun eine landesweite Ehrenamtskarte einführen. Mein Ministerium wird dazu in Kürze dem Landtag entsprechende Pläne vorlegen.“

Die Karte soll Vergünstigen für Ehrenamtler bieten – in Landes- und kommunalen Einrichtungen wie Museen, aber auch bei privaten Unternehmen. Drese: „Neben den monetären Vorteilen erfüllt die Ehrenamtskarte des Landes aus meiner Sicht aber vor allem auch den wichtigen Zweck, den Menschen, die freiwillig für die Gemeinschaft und für andere Menschen tätig sind, „Danke“ zu sagen.“

Premierenbesuch: Christian Pegel im mobilen „Smart Home“

Greifswald – Der Herd schaltet sich ab, wenn sich längere Zeit niemand in der Küche befindet. Klingelt jemand an der Tür, ist das nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Droht die Badewanne überzulaufen, dreht sich der Hahn allein zu. Das sind nur einige Beispiele, mit denen die mobile Musterwohnung der Greifswalder „Initiative Leben und Wohnen im Alter (ILWiA)“ zeigt, wie das Wohnen der Zukunft aussehen dürfte. Und wie vor allem ältere Menschen von „Smart Home“ profitieren können.

„Wohnen im Alter – und das möglichst lange in den eigenen vier Wänden – braucht zuweilen Hilfen. Einen Eindruck von den technischen Möglichkeiten, die es heute schon gibt, zeigt diese mobile Musterwohnung in lebensechter Umgebung“, sagte Christian Pegel beim Besuch der Pflegemesse in Rostock, bei der die Musterwohnung erstmals gezeigt wurde. Sie besteht aus zwei mobilen Wohncontainern und einem Beratungspavillon.

„Damit hat die Vorführwohnung, die der Verein schon länger in Greifswald betreibt, eine transportable Schwester bekommen, durch die man schlendern und sich technische Lösungen und digitale Assistenzsysteme als Hilfen für den Alltag im Haushalt zeigen lassen kann. Sie ermöglicht es, die schon längst verfügbaren verschiedensten Hilfs- und Assistenzsysteme in einer realen Wohnumgebung kennenzulernen und durch praktisches Ausprobieren zu testen, ob und welche Lösung zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen passt – an jedem Ort im Land, zu dem die mobile Musterwohnung bestellt wird“, so Christian Pegel.

Er betont, wie wichtig es ist, sich auch im Bereich Wohnen auf die demographische Entwicklung einzustellen. „Die Menschen werden immer älter – und die Älteren werden immer mehr. Es ist vor allem für ihr Wohlbefinden und für ihre Würde wichtig, dass sie möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können. Aber natürlich trägt dies auch zur Entlastung der Gesellschaft bei. ILWiA wird die Container aber auch regelmäßig nutzen, um damit Studierende und junge Start-Ups mit den Aufgaben und Herausforderungen im Rahmen von `smart living´ vertraut zu machen und sie so anzuregen, neue Ideen für digitale Assistenz- und Hilfssysteme zu entwickeln“, ergänzt Pegel. „Damit ist die Containerwohnung auch ein Reallabor für die digitale Entwicklung im Land – ganz im Sinne der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung!“

Die Landesregierung hat den Bau der mobilen Musterwohnung deshalb mit 182.000 Euro aus dem Strategiefonds gefördert.

Nach der Pflegemesse gestern in Rostock und heute in Stralsund ist die rollende Ausstellung zum Anfassen morgen in Greifswald auf dem Markt zu sehen. Ab kommender Woche sind alle Termine unter www.ilwia.de zu finden.

Das Projekt „ILWiA“ entstand 2014 als eine Initiative des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Zu den 40 Mitgliedern des Projektkonsortiums gehören unter anderen das Technologiezentrum Greifswald, die Rehabilitationsklinik „Medigreif“ Greifswald, der Landkreis Vorpommern-Greifswald und der Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement der Universität Greifswald.

Ziel des Projekts ist es, Innovationen und Digitalisierung für Pflege und Wohnen nutzbar zu gestalten. Es richtet sich vor allem an ältere und hilfsbedürftige Menschen, die durch den Einsatz von technischen Lösungen in der Gestaltung ihres Alltages unterstützt werden sollen. So können die verschiedenen technischen Lösungen helfen, länger sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben.

Schwesig: Rostocker Zoo ist um eine Attraktion reicher

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute im Rostocker Zoo das Polarium eröffnet: „Als ich im Mai den Zoo besucht habe, konnte man auf der Baustelle schon erahnen, wie es hier vielleicht mal aussehen wird. Meine Vorstellungen wurden weit übertroffen. Ich kann nur staunen, was hier geleistet wurde. Die mehr als 12.000 Quadratmeter große Anlage ist wunderschön. Jetzt können Besucherinnen und Besucher ganz nah Eisbären und Pinguine beobachten und sich in der Ausstellung über diese herrlichen Tiere informieren. Das Polarium ist ein tolles Projekt und das Wappentier des Rostocker Zoos hat endlich wieder ein schönes Zuhause.“

Die mehr als 20 Zoos und Tierparks im Land gehörten zu den stärksten Besuchermagneten. Jedes Jahr würden mehr als drei Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt, allein in Rostock über 600.000. Schwesig: „Als Tourismusland brauchen wir neben Strand und Wasser auch attraktive Freizeitangebote, die wetterunabhängig sind. Und auch viele Einheimische besuchen gern die Zoos in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb unterstützt die Landesregierung die Zoos und Tierparks bei Investitionen. Für das Polarium hat die Landesregierung über zehn Millionen Euro bereitgestellt und das Projekt von Anfang begleitet.“

Die Ministerpräsidentin dankte allen, die am Bau des Polariums beteiligt waren, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zoos, den Planern und Gewerken. „Ich danke auch dem Rostocker Zooverein. Ich finde es bewundernswert, wie sich die Mitglieder engagieren, ob bei Zooführungen oder Veranstaltungen wie dem Artenschutztag. Und ein herzlicher Dank gilt auch den Bürgerinnen und Bürgern, die 350.000 Euro für das Polarium gespendet haben.“

Integrationsbeauftragte eröffnet die Interkulturellen Wochen in Greifswald

Kaselitz: Interkulturellen Wochen sind Zeichen für Offenheit, Toleranz und Integration

Greifswald – Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, sieht in den derzeit überall im Land stattfindenden Interkulturellen Wochen (IKW) eine gute Möglichkeit für Einheimische und Zugewanderte, um ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und dadurch einander besser zu verstehen. „Die Interkulturellen Wochen sind zudem ein Zeichen für Offenheit, Toleranz und Integration“, so Kaselitz.

Die Fülle an Veranstaltungen, Events und kulturellen Angeboten können nach Ansicht der Integrationsbeauftragten auch dazu beitragen, Vorbehalte abzubauen. „Wer sich besser kennt, versteht sich in aller Regel auch besser“, sagte Kaselitz heute bei der Eröffnung der diesjährigen IKW in Greifswald. Kaselitz ist Schirmherrin der IKW in Greifswald.

Das Angebot bis zum 4. Oktober 2018 umfasst ein vielfältiges Programm mit über 30 Veranstaltungen. Organisiert werden die Interkulturellen Wochen unter dem diesjährigen Motto „Vielfalt verbindet“ vom Netzwerk Migration Greifswald gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern aus der Stadt und Umgebung.

Kaselitz bedankte sich bei den Organisatoren und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der IKW. „Sie schaffen Anlässe sich zu begegnen und füreinander zu interessieren. Das ist enorm wertvoll für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land“, verdeutlichte die Integrationsbeauftragte des Landes in Greifswald.

NORMA Logistikzentrum in Dummerstorf eröffnet

Dummerstorf – Am Freitag ist das neue NORMA Logistikzentrum Ostsee GmbH & Co. KG in Dummerstorf (Landkreis Rostock) offiziell eröffnet worden. „Eine pünktliche und reibungslose Belieferung der Filialen ist für NORMA die Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens. Der neue Standort des Logistikzentrums am Autobahnkreuz Rostock und die deutlich vergrößerte Fläche mit modernster Technik bieten dafür ideale Voraussetzungen. Mit dem Neubau werden künftig 100 Arbeitsplätze geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Ansiedlung wurde durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV GmbH begleitet.

Das neue Logistikzentrum weist eine Gesamtfläche von mehr als 22.000 Quadratmeter auf und kann perspektivisch baulich erweitert werden. Von Dummerstorf aus sollen künftig nach Unternehmensangaben über 120 eigene Filialen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, dem nördlichen Brandenburg und dem nördlichen Niedersachsen beliefert werden. NORMA bezieht von 36 Unternehmen der Ernährungswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern regionale Produkte, die im Land hergestellt werden. Das heimische Angebot geht von Fisch und Wurst über alkoholische und alkoholfreie Getränke bis zu Milchprodukten.

„Die in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten Produkte legen kurze Wege bis zum Kunden zurück, so dass Frische garantiert ist. Gleichzeitig werden durch die Berücksichtigung regionaler Produkte im Gesamtsortiment Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, im produzierenden Gewerbe und bei den Unternehmen der Ernährungswirtschaft bei uns im Land gesichert. Das stärkt die Wirtschaft insgesamt im Land“, sagte Glawe.

Derzeit sind in den 89 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt über 14.700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei in 2017 einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Eine Vielzahl der Betriebe zählt zu den mittelständischen Unternehmen.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern eine Vielzahl regionaler Spezialitäten, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt sind. Um unsere Produkte noch intensiver zu vermarkten, sollte es gelingen, dass noch mehr Lebensmittelproduzenten in überregionalen Geschäften zu finden sind. Das ist beste Werbung für unser Land“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betrugen knapp 18 Millionen Euro. Das Land unterstützte das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro.

Die Norma Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG ist ein Discounter mit einem Netz von über 1.450 Filialen unter dem Namen Norma in Deutschland, Frankreich, Österreich und Tschechien. Diese werden von 13 Logistik-Niederlassungen versorgt.

Norddeutscher Wissenschaftspreis 2018: 16 Bewerbungen eingegangen

Ministerin Hesse: Rege Beteiligung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus MV

Schwerin – Für den Norddeutschen Wissenschaftspreis 2018 sind 16 Anträge mit norddeutschen Kooperationsvorhaben eingegangen. Der Preis wird in diesem Jahr im Bereich der Lebenswissenschaften vergeben. Sie umfassen Biologie, Ernährungswissenschaften, Medizin, Pharmazie und Pharmakologie, Umwelt- oder Agrarwissenschaften. Die 16 Wettbewerbsbeiträge des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2018 decken ein breites Spektrum ab.

„Mit dem gemeinsamen Preis wollen wir zeigen, wie leistungsstark die Forschung in Norddeutschland ist“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich über die rege Beteiligung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus MV. Mecklenburg-Vorpommern hat bei vier Anträgen die Federführung und ist an zwei weiteren Forschungsverbünden beteiligt. Ich drücke den Forscherinnen und Forschern aus unserem Land die Daumen und hoffe, dass sie die Fachjury überzeugen können“, sagte Hesse.

Die Beiträge reichen von Projekten aus der Grundlagenforschung (z. B. zur epigenetischen Struktur des Alterns) über die anwendungsorientierte medizintechnische Forschung (z. B. zu funktionalen Gewebeimplantaten oder strahlungsfreien Methoden zur Gefäßdarstellung) und Stammzellforschung (z. B. mit Projekten zur Qualitätskontrolle oder zur personalisierten Diagnostik und Therapieentwicklung bei Herzinsuffizienz) bis hin zur Gesundheitsforschung (z. B. mit einem Projekt zum gesunden Altern) und Beiträgen zur Agrarwissenschaft (z. B. mit einem Projekt zum Mikrobiom von Agrarböden im Klimawandel).

Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam von den Wissenschaftsministerien der Freien Hansestadt Bremen, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vergeben.

Bewerben konnten sich sowohl länderübergreifende Wissenschaftskooperationen, die bereits länger bestehen oder auch neu aufgebaut werden, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und zur Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher Wissenschaftsnetzwerke beitragen. Sie mussten Beteiligte aus mindestens zwei norddeutschen Ländern aufweisen, darunter mindestens eine staatliche norddeutsche Hochschule.

Eine Jury aus renommierten Forscherinnen und Forschern trifft eine Vorauswahl. Der Preis soll am 29. November 2018 in Bremen feierlich übergeben werden.

Gesundheitsminister Glawe informiert sich bei Kavelstorfer Pharmagroßhändler

Kavelstorf – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe informierte sich bei der Kavelstorfer Niederlassung des pharmazeutischen Großhändlers Alliance Healthcare Deutschland AG über den Vertrieb von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten in Mecklenburg-Vorpommern.

„Arzneimittel müssen für Patienten schnell und ortsnah verfügbar sein, um den Heilungsprozess ohne Verzögerungen voranzutreiben. Bei der Versorgung der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern übernehmen Arzneimittelgroßhändler diese wichtige Aufgabe. Vom Kavelstorfer Standort aus beliefert die Alliance Healthcare Deutschland AG zuverlässig mehrmals täglich die Apotheken mit Medikamenten und medizinischen Produkten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern haben insgesamt drei vollsortierte Arzneimittelgroßhändler eine Großhandelserlaubnis inne. Neben diesen Vollsortimenten gibt es weiterhin rund 60 Händler, die den Arzneimittelgroßhandel mit einem kleineren Sortiment durchführen, dazu zählen beispielsweise Sanitätshäuser, die Arztpraxen mit Hautdesinfektionsmittel beliefern. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es insgesamt rund 400 Apotheken. Die Alliance Healthcare Rostock ist in Mecklenburg-Vorpommern seit März 1991 vertreten; zunächst in Güstrow, seit dem Jahr 2004 mit einem neuen Logistikzentrum am Autobahnkreuz A 19/A 20 in Kavelstorf. Nach Unternehmensangaben arbeiten am Standort 100 Mitarbeiter.

„Der Unternehmensstandort ist aus logistischer Sicht klug gewählt. Die unmittelbare Nähe zum Autobahnkreuz A 19/A 20 schafft hervorragende Verkehrsverbindungen, beispielsweise zum Seehafen Rostock sowie zu den Großstädten Rostock, Hamburg, Berlin und Stettin. So kann die Alliance Healthcare Deutschland AG als Anbieter von Gesundheitslösungen reaktionsschnell und flexibel für die Kunden reagieren“, sagte Glawe.

Alliance Healthcare Deutschland AG (vormals Andreae-Noris Zahn AG, abgekürzt auch ANZAG) mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein Pharmagroßhändler mit Sitz in Frankfurt und verfügt mit 25 Niederlassungen über ein dichtes Auslieferungsnetz. Darüber hinaus ist das Unternehmen über Tochtergesellschaften und Beteiligungen in den Bereichen Healthcare-Logistik und Informations-Dienstleistungen tätig. Im Januar 2013 wurde die Börsennotierung der Andreae-Noris Zahn mit einem Squeeze-out eingestellt und das Unternehmen im April 2013 in Alliance Healthcare Deutschland umbenannt.

Fünf Plätze zusätzlich fürs Mega-Gründer-Event „Slush“ in Helsinki

Schwerin – Zehn Start-ups aus Mecklenburg-Vorpommern fahren im Dezember mit Unterstützung von Landesregierung und Industrie- und Handelskammern (IHK) zu einem der weltgrößten Start-up-Events, dem „Slush“ in Helsinki. Für fünf weitere Teilnehmer wurde der Etat aufgestockt – jetzt heißt es flink bewerben.

„,Slush‘ ist das globale Netzwerktreffen der New-Tech-Szene, bei dem Start-ups aus aller Welt, etablierte Unternehmer und Top-Investoren, Studenten und Medien aufeinandertreffen. Im vergangenen Jahr waren das insgesamt 20.000 Besucher, darunter Vertreter von 2.600 Start-ups, 1500 Investoren und 600 Journalisten aus 130 Ländern“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Digitalisierungsminister Christian Pegel. Er fügt hinzu: „Wir möchten gern möglichst vielen Gründern aus M-V die Möglichkeit geben, zu diesem Mega-Event zu fahren. Es ist Konferenz und Festival zugleich und bietet Gründern innerhalb eines fantastischen Rahmens eine Riesenchance, mit ihrer Geschäftsidee einen entscheidenden Schritt weiter zu kommen.“ Deshalb finanziert das Ministerium zu den bislang ausgeschriebenen – und bereits vergebenen – zehn Plätzen fünf weitere.

Für je einen Vertreter pro Start-up übernimmt die Landesregierung ca. 600 Euro der Reise- und Veranstaltungskosten, so dass sie nur einen Festbetrag von 500 Euro für die Teilnahme bezahlen müssen. Sie werden in der M-V-Delegation mit Minister Christian Pegel und Rostocks IHK-Geschäftsführer Claus Ruhe Madsen nach Helsinki reisen, sich die Start-up-Szene vor Ort anschauen und den Investitionsstandort Mecklenburg-Vorpommern repräsentieren. Vor Ort haben die jungen Gründer bei so genannten „Pitches“ die Möglichkeit, vor internationalen Investoren innerhalb weniger Minuten ihre Geschäftsidee zu präsentieren und die potenziellen Geldgeber von dieser zu überzeugen.

Um sich neben mehr als tausend anderen Start-ups behaupten zu können, erhalten die Teilnehmer aus M-V Anfang November ein Training für das „Pitching“, bei dem sie mit finnischen Start-up-Trainern an ihrer englischen Präsentation feilen können.

„Kein Start-up sollte sich diese Gelegenheit entgehen lassen“, so Christian Pegel. Wer dabei die Unterstützung der Landesregierung noch in Anspruch nehmen möchte, sollte sich bis Mittwoch, 26. September bewerben für das „Slush“ 2018 vom 3. bis 6. Dezember. Natürlich können auch Vertreter etablierter Unternehmen, Journalisten und andere Interessenten – auf eigene Kosten – an der Unternehmerreise teilnehmen.

Das Landesportal M-V ab sofort auf Russisch und in Leichter Sprache

Rostock – Pünktlich zum „Unternehmertag: Russland in Mecklenburg-Vorpommern“ am 17. Oktober 2018 in Rostock ist das Landesportal Mecklenburg-Vorpommern ab sofort auch auf russisch verfügbar. Mit „Добро пожаловать в Мекленбург-Переднюю Померанию“ (Willkommen in Mecklenburg-Vorpommern.) werden die Besucher fortan unter der Adresse ru.mecklenburg-vorpommern.de begrüßt.

Neben allgemeinen Informationen zum Land Mecklenburg-Vorpommern finden sich dort Fakten zu den Themen Wirtschaft und Arbeit, Bildung und Wissenschaft, Natur und Ernährung, Gesundheit und Sport, Familie sowie Kultur und Freizeit. Auch das beliebte MEMO-Spiel wird auf Russisch angeboten. „Ich freue mich, dass wir so eine wichtige Zielgruppe der internationalen Vermarktung des Landes nun auch direkt ansprechen“, sagt Staatssekretär Reinhard Meyer.

Zusätzlich zur russisch-sprachigen Version wurde die Barrierefreiheit des Landesportals Mecklenburg-Vorpommern weiter verbessert. Um die Inhalte der Website möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, stehen ab sofort unter www.mecklenburg-vorpommern.de/leichte-sprache Informationen über Mecklenburg-Vorpommern als Land zum Leben in Leichter Sprache zur Verfügung.

„Das Angebot in Leichter Sprache lädt unter anderem Menschen mit kognitiven Einschränkungen, mit Lernschwierigkeiten oder Deutsch-Lernende ein, mehr über unser Land zu erfahren“, so der Leiter des Landesmarketings, Peter Kranz. Zur Optimierung der Lesbarkeit wurden die Seiten in Leichter Sprache in einer größeren Schrift und mit höherem Zeilenabstand umgesetzt. Außerdem ergänzen leicht verständliche, kontrastreiche Illustrationen die Texte.

Beide Sprachversionen wurden in Zusammenarbeit mit der kampagnenbegleitenden Agentur A&B One Digital konzipiert und umgesetzt.

18. Projektwettbewerb „Schüler staunen …“ in Rostock eröffnet

Rostock – Heute hat der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus in Rostock den 18. Projektwettbewerb „Schüler staunen …“ offiziell eröffnet. Schüler der Klassenstufen 1 bis 12 aus der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Rostock sind aufgerufen, bis zum 31. März 2020 ihre Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit einzureichen.

„Für mich als Umweltminister ist es eine der wichtigsten Aufgaben, unseren Kindern und Enkeln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen nicht nur zu vermitteln, sondern sie auch anzuregen, sich selbst aktiv in den Umweltschutz einzubringen. Genau dort setzt auch der Schülerwettbewerb an“, sagte Backhaus.

Im Projektwettbewerb können sich Schüler zu folgenden sechs Themenkreisen um Preise bewerben:

Naturreichtum in Stadt und Land
Mobilität und Umweltschutz – wie geht das?
Gewässer, Trinkwasser und Lebensmittel aus der Region – sauber und gesund?
Unsere Ostsee, unsere Küste
Abfälle, Rohstoffe, Energie

Mit Unterstützung von Lehrkräften der Bildung für nachhaltige Entwicklung werden die Schüler an diese Themen herangeführt und müssen selbst ein Projekt entwickeln und umsetzen.

Der Wettbewerb ist ein Beitrag des Landes zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ausrichter ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Es wird von 15 Partnern aus Bildung und Wirtschaft der Region unterstützt.

492.000 Euro für den Güstrower Sportclub 09 e.V.

Güstrow – Sportministerin Birgit Hesse hat den Güstrower Sportclub 09 e.V. besucht. Der Verein will die Trainingsbedingungen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions verbessern. So sollen ein Naturrasenplatz mit Flutlicht- und Beregnungsanlage geschaffen, Umkleide-, Sanitär- und ein Materialcontainer aufgestellt werden. Das Land unterstützt das Vorhaben über die Sportstättenförderung in diesem Jahr mit 492.892 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

„Der Güstrower Sportclub 09 hat viel vor“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Wir wollen den Verein unterstützen, eine bessere Situation für die Fußballerinnen und Fußballer zu schaffen. Ich begrüße das gut durchdachte Konzept, den Fußball in Güstrow bis 2025 an einem Standort zu konzentrieren. Mit einem neuen Naturrasenplatz wird es eine größere Sportfläche für Trainingseinheiten und für Sportwettkämpfe geben. Eine Beregnungsanlage wird gerade in Sommern wie diesem ihre wertvollen Dienste leisten“, so Hesse.

Der Güstrower SC 09 ist im Jahr 2010 aus der Fusion des VfL Grün-Gold Güstrow und des PSV 90 Güstrow hervorgegangen und zählt heute etwa 1.500 Mitglieder. Ein Drittel ist in der Fußballabteilung aktiv. Der Verein bietet ein vielfältiges und breites Sportangebot und gliedert sich in 17 Abteilungen und Sportgruppen. Der Güstrower SC 09 zählt zu den zehn mitgliederstärksten Vereinen in Mecklenburg-Vorpommern und leistet mit seinen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Region.

Welt-Alzheimertag: Deutlich bessere Unterstützung für Demenzkranke

Schwerin – Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September weist Sozialministerin Stefanie Drese auf Förder- und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Demenz hin und wünscht sich eine verstärkte Integration von Demenzkranken in das gesellschaftliche Leben. Rund 35.000 Menschen haben in Mecklenburg-Vorpommern eine Demenz, etwa zwei Drittel davon Alzheimer.

„Das kurze Gespräch im Treppenhaus, Hilfe beim Einkaufen, ein gemeinsamer Spaziergang: schon Kleinigkeiten helfen, das Leben von Menschen mit Demenz und ihrer sie pflegenden Angehörigen etwas leichter und schöner zu machen“, betont Drese zum Alzheimertag.

Mit der Pflegereform 2017 und dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erhalten vor allem Personen mit geistigen Einschränkungen wie Demenz deutliche bessere Leistungen. „Sie sind nunmehr mit körperlich eingeschränkten Menschen gleichgestellt und erhalten – je nach Grad der Pflegebedürftigkeit – dieselben Leistungen“, verdeutlicht Drese. „Das ist ein wichtiger Fortschritt.“

Das Land fördert gezielt Projekte zur Betreuung von Demenzerkrankten in der Familie. „Niedrigschwellige Maßnahmen wie Einzelbetreuung in der Häuslichkeit und spezielle Betreuungsgruppen helfen demenzerkrankten Pflegebedürftigen und tragen zur maßgeblichen stundenweisen Entlastung der Angehörigen bei“, so Drese.

Zudem unterstützt das Sozialministerium Selbsthilfeorganisationen und -kontaktstellen. Diese beraten und begleiten Angehörige oder die Betroffenen und leisten auch regionale Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit im Bereich Demenz.

Drese: „Demenzerkrankungen werden zukünftig weiter zunehmen. Etwa 300.000 Neuerkrankungen sind deutschlandweit jedes Jahr zu konstatieren. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr das Modellprojekt „Kompetenzzentrum Demenz Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet, um unser Wissen über die Krankheit zu vertiefen und wirksame Versorgungs- und Beratungsstrukturen weiterzuentwickeln.“