Bahnbrücke Anklam: Zu den Feiertagen freie Fahrt auf zwei Spuren

Anklam – Gute Neuigkeiten für Urlauber: Die Brücke über die Bahnanlagen der Deutschen Bahn AG im Zuge der Bundesstraße 109 bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird zu den kommenden Feiertagen wieder zweispurig befahrbar sein.

Die aktuell einspurige Verkehrsführung auf der Brücke wird am Mittwoch, 24. Mai, im Laufe des Tages vorläufig aufgehoben. Der Baustellenbereich kann dann zweispurig mit 50 km/h befahren werden.

Für Restarbeiten an der Brücke wird vom 29. bis 31. Mai noch einmal eine einspurige Streckenführung eingerichtet. Ab dem 1. Juni wird die Brücke dann wieder zweispurig befahrbar sein.

Um die Traggerüste und die Signalanlage zurückbauen sowie Markierungsarbeiten durchführen zu können, wird es im Juni lediglich in den Abend- und Nachtstunden noch einmal zu halbseitigen Sperrungen kommen.

Die aus fünf Teilbauwerken bestehende Brücke über die Bahnanlagen wird seit Dezember 2015 instandgesetzt. Im Rahmen von turnusmäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen an der Brücke waren Risse und Feuchteschäden festgestellt worden, die eine Reparatur notwendig gemacht hatten. Die Kosten für die Maßnahme trägt der Bund.

Bundesweiter Dorfwettbewerb – bis 29. September anmelden!

Schwerin – Bis zum 29. September 2017 können sich Dörfer und Gemeinden unter 3.000 Einwohner bei den jeweiligen Landkreisen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ anmelden. Mit dem Dorfwettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft. Seit 1961 steht der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Seit 1993 werden in dem traditionsreichen Bundeswettbewerb die Teilnehmerdörfer der alten und neuen Bundesländer gemeinsam bewertet.

„Ich hoffe sehr, dass sich hierzulande wieder viele Gemeinden an dem traditionsreichen Wettbewerb beteiligen werden und Mecklenburg-Vorpommern an die Erfolge aus den vorherigen Wettbewerben anknüpfen kann. Sechs Goldmedaillen und sechs Silbermedaillen hat unser Bundesland in der Vergangenheit bereits abgeräumt. Das zeigt mir: Engagement ist in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause. Bürger, Unternehmen und Gemeinden arbeiten zielstrebig, die Gemeinschaft im Ort zu stärken und Dörfer wirtschaftlich voranzubringen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

Ziel des Wettbewerbes ist, Menschen zu motivieren, die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken ihres Ortes zu erfassen, um daraus gemeinschaftlich Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dem sozialen Miteinander zwischen Jung und Alt sowie Alteingesessenen und Zugezogenen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. „Nur gemeinsam können wir ländliche Räume beleben und das Leben auf dem Land, insbesondere für junge Menschen, wieder attraktiver machen“, so der Minister.

Bewertet werden:

Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
Soziales und kulturelles Leben
Baugestaltung und -entwicklung
Grüngestaltung und –entwicklung
Ort in der Landschaft

Detaillierte Informationen finden unter:

http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Laendliche-Raeume/Wettbewerb-Unser-Dorf-hat-Zukunft/

23. Regionalmesse für heimische Produkte in Wittenhagen

Wittenhagen – In Wittenhagen bei Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe am Sonntag auf der 23. Regionalmesse der Bartels-Langness GmbH & Co. KG (BELA) über regionale Lebensmittel informiert. „Die jährlich stattfindende Messe ist für Kunden und Industriepartner der Bela ein fester Termin. Hier werden Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Regionen vorgestellt. Besonders erfreulich ist, dass viele kleinere Anbieter regionaler Köstlichkeiten die Möglichkeit haben, ihr Sortiment einem breiten überregionalen Publikum vorzustellen. Dank des Engagements der BELA erhöht sich der Bekanntheitsgrad unserer Produkte. Das fördert die heimische Wirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Bela Handels GmbH & Co. KG mit ihren 181 Mitarbeitern betreibt seit mehreren Jahren eine Betriebsstätte des Großhandels mit Lebensmitteln in Wittenhagen. Auf rund 28.000 Quadratmetern lagern in den sechs Meter hohen Hochregalen etwa 12.000 Produkte, davon rund 1.300 aus den Neuen Bundesländern. Dazu gehört auch ein Lager des Tochterunternehmens „Backring Nord“, ein Fachgroßhändler für das Back- und Eishandwerk.

Die Regionalmesse wird jährlich ausgerichtet, um gezielt regionale Lebensmittel bei den Abnehmern bekannt zu machen. In diesem Jahr waren insgesamt 70 Aussteller vertreten, davon 15 aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Angebot reichte von Wildspezialitäten über Honig und Frischkäseprodukte bis zu Fisch und Tee. „In Wittenhagen zeigt sich ein Querschnitt der beeindruckenden Vielfalt unserer heimischen Produkte. Da hat sich in Mecklenburg-Vorpommern viel getan – unser Land hat sich zu einem attraktiven Standort für die Ernährungsindustrie entwickelt“, sagte Glawe.

Derzeit sind in den 86 Betrieben (mit mehr als 50 Beschäftigten) der Ernährungsindustrie über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete in 2016 einen Jahresumsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Damit betrug der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes mehr als 33 Prozent (35%). „Die Ernährungsindustrie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung“, so Glawe weiter.

Die Vielzahl der Betriebe zählt zu den mittelständischen Unternehmen. In Mecklenburg-Vorpommern sind auch wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig wie beispielsweise die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Hinzu kamen Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin.

1892 in Kiel gegründet, ist die Bartels-Langness-Gruppe bis heute ein Familienunternehmen mit über 15.000 Mitarbeitern, davon 2.000 in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Kundenstamm der Bela Wittenhagen gehören rund 700 selbständige Einzelhändler, Tankstellen und Drogeriemärkte in Nord- und Ostdeutschland. Darunter sind kleinere Kaufleute in ländlich geprägten Strukturen, aber auch Großkunden wie Konsum Dresden mit über 40 Verkaufsstellen. Stammgeschäft der Bela ist der Lebensmittelgroß- und -einzelhandel. Daneben gehören verschiedene Aktivitäten im Bäckereihandwerk- und -handel, im Tiernahrungsfachhandel, im Großverbrauchergeschäft sowie ein eigenes Weinimporthaus und ein Weingut zum Unternehmen. Weiterhin gehören in Norddeutschland auch 86 famila-Warenhäuser, darunter 15 in den neuen Bundesländern und 13 in Mecklenburg-Vorpommern sowie 33 Markant-Märkte, darunter zehn aus Mecklenburg-Vorpommern, zur Unternehmensgruppe.

150 Jahre Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen

Nienhagen – Innenminister Lorenz Caffier hat der Feuerwehr im Ostseebad Nienhagen im Landkreis Rostock zum 150. Gründungsjubiläum gratuliert. „Nienhagen kann mit Stolz auf seine Feuerwehr blicken“, sagte der Minister auf der Jubiläumsfestveranstaltung heute in Nienhagen. „Was vor genau 150 Jahren als Spritzenverband für die Gemeinden Rethwisch, Börgerende und Nienhagen mit 30 Hilfsleuten begann, ist heute eine hochprofessionelle Truppe von 101 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten“, lobt Innenminister Caffier.

Am 15. Mai 1867 hatte sich der Spritzenverband zusammengefunden, um Hilfe und Beistand in Not und Gefahr für die Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region zu leisten. „Dieses Einstehen für die Nachbarn, das persönliche Engagement, ist bis heute die Grundidee des Brand- und Katastrophenschutzes in unserem Land – egal ob bei den freiwilligen Einsatzkräften oder den Angehörigen der Berufsfeuerwehr“, betont Brandschutzminister Caffier. Er dankt zugleich auch den Feuerwehrleuten für ihre stetige Einsatzbereitschaft. In diesen Dank schließt er auch die Familien, Angehörigen und Partner der Einsatzkräfte ein, ohne deren Verständnis und Rückhalt die Feuerwehrleute ihren Dienst nicht leisten könnten.

Minister Caffier lobt zugleich die aktive Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen. Die 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr verdeutlichen das große Engagement auf diesem Gebiet. „Das ist wichtig für die personelle Sicherung des Brandschutzes in der Zukunft. Es ist aber auch ein toller Beitrag zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche“, sagt der Innenminister.

Die erste Löschtechnik des Spritzenverbandes bestand aus einem Küben und einem Wasserwagen. 1939 erhielt die Wehr ihre erste Tragkraftspritze und das erste Löschfahrzeug konnte die Wehr 1962, es war ein ausrangierter Krankenwagen vom Typ K30, übernehmen.

1960 konnte als Höhepunkt für die Wehr der Bau und die Einweihung des Gerätehauses in der Gemeinde gefeiert werden. 1971 erhielten die Kameraden die Genehmigung zum Ausbau des Gerätehauses, es wurde

ein Schulungsraum und ein Stellplatz für den neuen Schlauchanhänger geschaffen. Die Kameraden führten diesen Umbau in Eigeninitiative durch. Dann erhielt die Wehrdas erste Löschfahrzeug mit Schlauchanhänger.

„Die Kameradinnen und Kameraden hatten bei vielen sportlichen Wettkämpfen oftmals die Nase vorn und gingen als stolze Sieger vom Platz“, so Innenminister Caffier und ergänzt: „Körperliche Fitness und Sport bilden nach wie vor eine der entscheidenden Grundlagen für die Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren.

Neben dem Gewinn vieler Kreismeistertitel sowie erfolgreicher Beteiligung an Landeswettkämpfen der Freiwilligen Feuerwehr Nienhagen, ist als besonderer Erfolg der Sieg von der Frauenmannschaft bei den Landesmeisterschaften im September 2002 herauszustellen.

Acht Mitglieder der Feuerwehr Nienhagen nahmen im Team MV an den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock im Juli 2016 teil. Die Frauenmannschaft belegte den 1. Platz und die Männermannschaft holte den 3.Platz.

„Danke dafür, dass Sie Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Danke dafür, dass Sie Ihr Leben riskieren, um unseres zu schützen. Ohne Ihr Engagement könnten wir den Brandschutz in Deutschland nicht gewährleisten“, sagte Innenminister Caffier abschließend und wünschte allen noch ein schönes Jubiläumsfest.

SEETELHOTELS feiert 25jähriges Bestehen

Insel Usedom – Das Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) hat am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zur Hotelgruppe der Familie Seelige-Steinhoff gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). „Das familiengeführte Unternehmen SEETELHOTELS hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Hotelgruppe stetig um weitere Übernachtungsmöglichkeiten erweitert und das Angebot für die Gäste vielfältig ergänzt. Diese Erfolgsgeschichte ist geprägt durch das unermüdliche Engagement der Gründerfamilie. Heute gehört SEETELHOTELS zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber in Vorpommern. 450 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl ihrer Gäste“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Hotelgruppe verfügt über mehr als 950 Zimmer, die Angebote reichen dabei vom Drei-Sterne-Familienresort bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel. Insgesamt hat die Unternehmerfamilie an den Standorten Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Trassenheide in den vergangenen 25 Jahren mehr als 100 Millionen Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit knapp 27 Millionen Euro unterstützt. Zuletzt wurden das Hotel Kaiserstrand Beachhotel und die Villa Gerda in Bansin eröffnet. Zu den SEETELHOTELS gehört auch die Privatbrauerei zu Heringsdorf. In dem Usedomer Brauhaus werden vier verschiedene Biere mit einer Gesamtkapazität von über 2.400 Hektolitern pro Jahr gebraut sowie edle Brände destilliert und Liköre kreiert.

„Besonders hervorzuheben ist auch das starke Engagement des Unternehmens für die Region. Neben der Unterstützung kultureller und kulinarischer Veranstaltungen übernimmt das Unternehmen auch Klassenpatenschaften, geht Schulkooperationen ein und fördert die heimischen Vereine. Das zeigt die hohe Identifikation mit der Insel Usedom und ihren Menschen“, sagte Glawe.

Gemeinsam mit anderen Hoteliers der Insel Usedom unterstützt die SEETELHOTELS-Gruppe die Entwicklung des Flughafens Heringsdorf. Die Unternehmer übernehmen Garantien für den Flugticketverkauf, um so regelmäßige Flüge aus verschiedenen Quellgebieten zu ermöglichen. Am Flughafen startete am 8. April der Linienverkehr mit den Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart und am 15. April mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main. Ab dem 26. Mai wird wöchentlich mit der Austrian Airlines Linz in Österreich angeflogen, ab dem 4. Juni kommen mit der SkyWork Airlines Schweizer Urlauber aus Bern und Basel. „Die Kooperation zwischen dem Flughafen und den Hotels trägt entscheidend dazu bei, die Attraktivität der Urlaubsregion weiter zu erhöhen und auch in der Vor- und Nachsaison eine gute Auslastung zu sichern“, sagte Glawe.

Auf der Insel Usedom gab es im Jahr 2016 mehr als eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und über 5,3 Millionen Übernachtungen (+4,7 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. 2016 wurden im Seeheilbad Heringsdorf (Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf) mehr als 479.000 Ankünfte (+5 Prozent) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+4,6 Prozent) gezählt.

In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt gab es im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord: Die Marke von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals überschritten. Insgesamt gab es 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent).

Europäischer Natura 2000 – Tag am 21. Mai

Schwerin – „Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann die Welt verändern…“ Und er kann auch Natur und Menschen verbinden. Die Schmetterling – Handgeste (hochgehaltene Hände mit sich kreuzenden Daumen) ist zum Zeichen des NATURA 2000 – Tages geworden, der am 21.5. europaweit begangen wird. In allen europäischen Mitgliedstaaten sind die Menschen eingeladen, NATURA 2000 – Schutzgebiete kennenzulernen.

Über 27000 solcher Schutzgebiete gibt es in Europa, davon 296 auf über 1 Mio. Hektar, also 34,5 % der Fläche in Mecklenburg-Vorpommern. Sie beherbergen viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten und über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften. Und sie sollen dazu beitragen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. „Vieles, was uns selbstverständlich erscheint, wie zum Beispiel saubere Luft zum Atmen und gesundes Grundwasser zum Trinken, ist eng mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und mit einer nachhaltigen Nutzung unserer Landschaften verbunden“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Deshalb haben sich die europäischen Mitgliedstaaten schon frühzeitig zum Aufbau des NATURA 2000 – Netzes bekannt. So wurde im Jahr 1979 die Vogelschutzrichtlinie verabschiedet und 13 Jahre später, vor genau 25 Jahren, die sogenannte FFH-Richtlinie (Fauna – Flora – Habitat – Richtlinie). Beide Richtlinien enthalten wichtige Vorgaben für die Etablierung von NATURA 2000 Schutzgebieten und nachhaltigen Landnutzungsformen.

„Vieles wurde seitdem erreicht, vieles bleibt zu tun aber der NATURA 2000 – Tag darf gefeiert werden, vielleicht mit einer Tour durch ein NATURA 2000 – Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Die Broschüre „Natur erleben, Naturschutz verstehen – Natura 2000 – das europäische Naturschutznetz in M-V mit Wandertouren“ lädt mit Tourentipps wie „Moor und Sumpf und keine nassen Füße – Mit dem Fahrrad rund um das Rauhe Moor“ oder „Salzige Luft und Wattwurmgetümmel – Küstenwanderung von der Wohlenberger Wiek nach Wismar“ zum Entdecken und Kennenlernen ein“, sagte der Minister.

Jugend- und Familienminister/innenkonferenz mit wichtigen Beschlüssen

Die Ministerinnen und Minister für Jugend- und Familie in Quedlinburg.

Die Ministerinnen und Minister für Jugend- und Familie in Quedlinburg.

Quedlinburg – Ministerin Stefanie Drese zieht ein positives Fazit nach der Jugend- und Familienminister/innenkonferenz (JFMK) der Länder und des Bundes am 18./19.5. in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt).

Die von Mecklenburg-Vorpommern miteingebrachten Anträge zu den Themen „Digitalisierung: Neue Chancen für Familien“ sowie „Fachkräftegewinnung Erzieherinnen und Erzieher“ wurden einstimmig angenommen. Zudem beschloss die JFMK die von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten „Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz“ im Bereich der frühen Bildung.

„Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Erhalt der hohen Qualität in unseren Kitas sind für die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns zwei ganz wichtige Bereiche. Deshalb ist es sehr gut, dass wir uns länderübergreifend und mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf gemeinsame Maßnahmen verständigt haben“, betont Ministerin Drese.

Im Bereich der Kita-Fachkräftegewinnung gehöre dazu die Prüfung einer verbesserten Förderung durch die Arbeitsverwaltung (u.a. durch Förderung eines dritten Ausbildungsjahres), die Entwicklung innovativer Arbeitszeitmodelle und Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der Ausbildung. Drese: „Hier stieß unser neuer praxisintegrierter Ausbildungsgang auf großes Interesse meiner Kolleginnen und Kollegen. Wir wollen mit diesem zusätzlichen Angebot junge Menschen ansprechen, sich für einen Beruf in der Kita zu entscheiden und wir wollen auch Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger gewinnen.“

Ausdrücklich begrüßt Ministerin Drese, die Zusage von Bundesfamilienministerin Schwesig, dass sich der Bund über seine bisherigen Unterstützungsleistungen hinaus, grundlegend und dauerhaft an der Finanzierung des Systems der Kindertagesbetreuung beteiligt. „Wichtig ist zudem, dass länderspezifische Zielvereinbarungen zwischen Bund und Ländern geschlossen werden können“, so Drese. „Wir haben mit unserem hohen Ausbaustand ganz andere Bedarfe als die West-Bundesländer. Dass wird nun berücksichtigt“, verdeutlicht Drese.

„Gerade in einem Pendlerland wie MV kann mobiles Arbeiten Müttern und Vätern Fahrten ersparen und damit mehr Zeit und Flexibilität für die Familie ermöglichen“, sagte Ministerin Drese zum einstimmig beschlossenen Digitalisierungs-Antrag. Hierfür bedürfe es eines grundlegenden Wandels gängiger Unternehmenskultur. Drese: „Ziel muss eine familienfreundliche Unternehmenskultur sein, die mobile Arbeit als selbstverständliches Angebot für alle diejenigen ansieht, deren Tätigkeit sich hierfür eignet. Gleichzeitig gilt es, eine familienbelastende Entgrenzung von Familie und Arbeit zu verhindern“, so Ministerin Drese.

Bio-Bauern auf Achse: Erster Bio-Genussmarkt kommt nach Schwerin

Schwerin – Heute findet unter dem Motto „LAND WIRT SCHAF(F)T ZUKUNFT – Bio-Bauern auf Achse“ zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern der Bio-Genuss-Markt statt. Auf dem Hafenfest am Marstall in Schwerin geben 16 Aussteller, darunter Landwirte und Öko-Verbände, Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die ökologische Wirtschaftsweise.

„Das Hafenfest in Schwerin bietet der Bio-Branche eine weitere große Plattform, um sich einem breiten Publikum vorzustellen. Interessierte haben die Möglichkeit, die Menschen hinter den Produkten kennenzulernen und mehr über einzelne Regionen zu erfahren. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wesentlicher Stützpfeiler für eine erfolgreiche Entwicklung des ökologischen Landbaus. Auch hier gilt die goldene Regel: Transparenz schafft Vertrauen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus, der die Veranstaltung besuchen wird.

Wie wird aus Milch Butter? Wie aus Getreide Brot? Oder wie entsteht Honig? Auf einer Spielstraße können Gäste an fünf Mitmachstationen die Besonderheiten des Ökolandbaus erfahren und sich ein Diplom als „Bio-Botschafter“ erarbeiten. Für die kleinen Besucher wird es einen interaktiven Kinder-Mitmach-Bauernhof geben.

Unterstützt wird der Bio-Event vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, ländlichfein e.V., dem Netzwerk Ökologischer Landbau der Landesforschungsanstalt MV und den beteiligten Unternehmen.

Mit Stand vom 31.12.2016 sind hierzulande 1.099 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechend der EG-Ökoverordnung zertifiziert. 843 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften ca. 132.200 ha Landwirtschaftsfläche ökologisch – fast jeder fünfte Betrieb.

Damit liegt der Öko-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche hierzulande bei 9,85 %. Dies ist ein Spitzenwert im Vergleich zum Bundesdurchschnitt für das Jahr 2016 von ca. 7,0 %. Damit nimmt unser Land sowohl hinsichtlich der Wirtschaftskraft als auch im Rahmen der Behördenarbeit eine führende Rolle ein.

Ein weiterer Flächenzuwachs wird zudem in 2017 erwartet. Bereits in den ersten 4 Monaten sind weitere 2.000 ha im Kontrollverfahren von 19 Landwirtschaftsbetrieben angemeldet worden.

Jetzt vorschlagen: Preisträger für Denkmalpreise 2017

Ministerium verlängert Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises und des Denk mal! Preises für Kinder und Jugendliche zu machen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge bis Donnerstag, 15. Juni 2017 (Poststempel), verlängert. Ursprünglicher Einsendeschluss war Mittwoch, 31. Mai 2017. Darüber hinaus will das Land mit einem neuen Faltblatt die Denkmalpreise bekannter machen.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Menschen, die sich um den Denkmalschutz verdient gemacht haben“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Denkmalpreise, die wir alljährlich vergeben, sind Ausdruck der Wertschätzung des Landes für dieses denkmalpflegerische Engagement. In diesem Jahr würden wir uns darüber freuen, wenn noch weitere Vorschläge eingehen“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche mit 700 Euro dotiert. Beide Auszeichnungen werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals vergeben. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Europaministerkonferenz in Wismar

Wismar – Die Minister und Senatoren der Europaressorts der Bundesländer trafen sich vom 17. – 18. Mai in der Hansestadt Wismar zur 74. Europaministerkonferenz (EMK). Im Mittelpunkt der Konferenz standen Gespräche zur Zukunft der Europäischen Union. Dazu begrüßte der Vorsitzende der EMK, der Minister für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommerns Lorenz Caffier, den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Herrn Dr. Hans-Gert Pöttering. „Die EU steht im Moment vor wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft, die Richtung können und müssen wir als Länder aktiv mit gestalten.

Gruppenbild der Mitglieder der Europaministerkonferenz

Mitglieder der Europaministerkonferenz

Im Weißbuch zur Zukunft Europas vom 1. März 2017 hat die EU-Kommission Überlegungen und Szenarien für die 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2025 zusammengefasst und damit einen Reflexionsprozess angestoßen, der bis zum Europäischen Rat im Dezember 2017 andauern soll. Wir werden uns aktiv in die Debatte über die zukünftige Ausgestaltung der EU einbringen und positionieren. Es gibt verschiedene Ideen, Vorschläge, Optionen oder Szenarien für Europa im Jahr 2025“, sagte Minister Caffier. „Heute haben wir in einer interessanten Diskussion mit einer ersten Einordung der im Weißbuch beschriebenen Szenarien begonnen.“

In einem Vortrag von Günther Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal, ging es u.a. um die Finanzausstattung der EU in den Jahren nach 2020. Angesichts des Brexit und seinen finanziellen Auswirkungen, angesichts der neuen EU-Aufgaben im Bereich der Grenzsicherung und in der Sicherheitspolitik steht die EU-Kommission vor einer Herkulesaufgabe. „Die EU stand immer wieder vor großen Herausforderungen, die sie bewältigt hat. Wir als Interessenvertreter der Bundesländer haben Verständnis dafür, dass zusätzliche Ausgaben auch durch Umschichtung der Mittel finanziert werden. Aber wir brauchen auch weiterhin die Förderprogramme der EU“, sagte Lorenz Caffier und sprach sich für eine Beibehaltung einer siebenjährigen Laufzeit für die Finanzplanung aus. „Das gibt uns Planungssicherheit.“

Die Europaminister und -senatoren nutzten die Konferenz auch, um sich über die Migrations- und Flüchtlingspolitik in der EU auszutauschen. Zwar ging die Zahl der Flüchtlinge Ende 2016 zurück, verschiedene Maßnahmen wurden EU-seitig bereits umgesetzt oder in die Wege geleitet, aber es besteht weiterhin Handlungsbedarf, denn all dies hat auch unmittelbar Auswirkungen auf die Länder, die Landkreise und Kommunen, die letztendlich die Flüchtenden aufnehmen.

Stellvertretend für die Europaministerkonferenz übergab der Vorsitzende Lorenz Caffier an Kommissar Oettinger eine Broschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Aktion im letzten Jahr „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“. Sie enthält viele gelungene Beispiele dafür, was in Deutschland mit den EU – Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Aus Mecklenburg-Vorpommern wird beispielsweise ein F&E-Verbundvorhaben zur Entwicklung von Strukturen für die Gründung von großen Windenergieanlagen im Offshore-Bereich vorgestellt.

Mit der Tagung in Wismar endete auch der Vorsitz Mecklenburg-Vorpommerns in diesem Gremium, Niedersachsen wird zum 1. Juli 2017 den Vorsitz übernehmen. Staatssekretärin Birgit Honé dankte Minister Caffier für seine hervorragende Arbeit. Sie kündigte an, dass Niedersachsen selbstverständlich die überragend wichtigen Themen „Zukunft der Europäischen Union“ und „Mittelfristiger Finanzrahmen nach 2020“ besondere Aufmerksamkeit widmen wird, insbesondere im Kontext mit dem Brexit. Das vielschichtige Thema „Zukunft des sozialen Europas“ soll darüber hinaus Raum für Diskussionen bieten.

Weltumwelttag: Backhaus lädt zu Wanderung durchs Peenetal

Schwerin – Am Montag, den 29. Mai 2017, um 10 Uhr, eröffnet Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus im Naturpark „Flusslandschaft Peenetal“ in Stolpe die diesjährige Wanderwoche anlässlich des Weltumwelttages.

Für die Auftaktwanderung hat sich eine 7. Klasse des Gymnasiums Anklam angemeldet. Die Klasse wird in drei Gruppen aufgeteilt. Abwechselnd nehmen sie, mit GPS-Geräten ausgestattet, an einer ca. einstündigen Erlebnis-Wanderung durch Stolpe und Umgebung teil, erforschen die interaktive Ausstellung im Naturparkhaus und erarbeiten sich Wissen über die Biologie von Biber.

Um die kleinen Gruppen bei ihren Entdeckungen nicht zu stören, unternimmt der Umweltminister mit geladenen Gästen separat eine Rundtour durch Stolpe, die am Naturparkhaus beginnt und endet.

Nach dem Rundgang wird er den Gästen und Kindern das neu gestaltete Außengelände des Naturparkhauses vorstellen.

Zum Ablauf

  • 10:00 Uhr – Historisch-naturkundlicher Ortsrundgang Stolpe, Start: Naturparkhaus Stolpe, Peeneblick 1, 17391 Stolpe an der Peene
  • 11:00 Uhr – Einweihung des neu gestalteten Außengeländes des Naturparkhauses
  • 11:30 Uhr – Kleiner Grillimbiss
  • gegen 12:30 Uhr Ende der Veranstaltung

In Mecklenburg-Vorpommern ist es seit 1994 eine gute Tradition, den Weltumwelttag mit einer zentralen Landesveranstaltung zu begehen. Seit 2015 können Schulklassen aus MV anlässlich des Umwelttages an kostenlosen geführten Wanderungen durch die Nationalen Naturlandschaften teilnehmen und sich dabei auf spannende Weise mit Hilfe fachkundiger Ranger Wissen aneignen.

Die Umwelttage 2015 und 2016 waren ein voller Erfolg. Jeweils über 1.000 Schülerinnen und Schüler haben an der frischen Luft hautnah die Natur näher kennen gelernt.

Erfolgreiche Kooperationen in der Windenergie

Schwerin – In der Windenergie profitiert Mecklenburg-Vorpommern von der guten Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes. Das sagte Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Energieministerium von Mecklenburg-Vorpommern, zum Auftakt der 6. Zukunftskonferenz Wind & Maritim. Sie findet am Mittwoch und Donnerstag (17./18.05.2017) in Rostock statt. Der Veranstalter WindEnergy Network erwartet rund 350 Besucher aus dem In- und Ausland.

So unterstütze die Universität Rostock die Branche, insbesondere durch ihre Fakultäten Maschinenbau und Schiffstechnik sowie Informatik und Elektrotechnik. Und der Stiftungslehrstuhl für Windenergietechnik bilde Windenergie-Ingenieure aus, sagte die Staatssekretärin. Die Zusammenarbeit erstrecke sich nicht nur auf den Bereich der Komponenten, sondern zum Beispiel auch auf die Speicherung von Energie.

„Außerdem sprechen wir intensiv mit dem Bund über die Anbindung des Testfeldes für Offshore-Windenergieanlagen im Küstenmeer vor Warnemünde“, sagte Ina-Maria Ulbrich. „Wir freuen uns über die Unterstützung durch die Offshore-Stiftung, die ein passendes innovatives Konzept zum Netzanschluss des Testfeldes vorbereite. Als Netzwerker und Interessenvertreter der Windenergie habe sich zudem das Wind Energy Network erfolgreich etabliert, das auch die Zukunftskonferenz Wind & Maritim organisiere.

Auch mit dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz sei Mecklenburg-Vorpommern bundesweit Schrittmacher. „Wir sind das erste Bundesland, das eine Bürgerbeteiligung an Windparks gesetzlich verankert hat“, sagte die Staatssekretärin. Noch sei es zu früh für ein erstes Fazit, da das Gesetz erst vor einem Jahr in Kraft getreten sei. Zurzeit würden noch Windparkprojekte umgesetzt , deren Planung früher begonnen habe. Für diese Projekte gelten Übergangsfristen. „Ich bin mir sicher, dass dieses Gesetz die Akzeptanz von Windparks noch vergrößern wird“, sagte Ina-Maria Ulbrich. „Mecklenburg-Vorpommern will seine gute Position in den erneuerbaren Energien weiter ausbauen.

Drese: Alle Menschen sollen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtigt sein

Schwerin – Anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Homophobie spricht sich Gleichstellungsministerin Stefanie Drese für ein tolerantes, weltoffenes und vielfältiges Mecklenburg-Vorpommern aus.

„Alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sollen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtigt sein und ohne Angst vor Ausgrenzung und Anfeindung leben können. Um diesen Anspruch zu erfüllen, ist auch zukünftig die gesellschaftliche Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in unserem Land ein Schwerpunkt der Familienpolitik“, so die Ministerin.

Mit dem in der letzten Legislaturperiode beschlossenen Landesaktionsplan hat die Landesregierung nach Aussage von Drese Konzepte und Maßnahmen entwickelt, mit denen Vorurteile gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, Transgender und intersexuellen Menschen abgebaut werden sollen. Dieser Landesaktionsplan muss nun aktiv umgesetzt und bei Bedarf aktualisiert werden, so die Ministerin.

Drese: „Ich wünsche mir, dass in unserer Gesellschaft andere Lebensformen nicht als Bedrohung oder als störend empfunden werden, sondern als Bereicherung. Eine wichtige Rolle dabei spielen Sensibilisierung und Aufklärung. Hierzu wollen wir auch die Kompetenz der Zielgruppen nutzen und weiter einbinden“, verdeutlicht Drese. Außerdem sollen zusätzliche Unterstützerinnen und Unterstützer vor allem in den Kommunen und in der Arbeitswelt gewonnen werden, um Diskriminierung konsequent entgegenzutreten.

Auf Bundesebene ist für Ministerin Drese die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben überfällig. „Die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare und ein verändertes Adoptionsrecht wären wichtige Schritte, um die auch in Deutschland noch bestehenden rechtlichen Ungleichbehandlungen zu beseitigen“, so Drese.

Backhaus: „Mit mir wird es keine großflächigen Enteignungen geben“

Insel Rügen – Eingriffe in die Natur, zum Beispiel im Zuge von Baumaßnahmen erfordern ökologische Ausgleichsflächen, um den Naturhaushalt und das Landschaftsbild wieder herzustellen.

Für den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 sind auf der Insel Rügen Ersatzmaßnahmen auf bis zu 1.000 ha in einem Suchraum von 3.000 ha vorgesehen. Die Landwirte kritisieren insbesondere die damit verbundene Umwandlung von hochwertigen Ackerflächen in Grünland.

In Putbus auf der Insel Rügen traf sich Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, heute mit betroffenen Landwirten, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Der Minister machte deutlich: „Mit mir wird es keine großflächigen Enteignungen geben. Die Böden auf Rügen gehören zu den ertragreichsten in ganz Deutschland. Der Norden der Bundesrepublik, insbesondere die Küstenstandorte, bieten mit ihren natürlichen Gegebenheiten und den klimatischen Bedingungen vorzügliche Voraussetzungen für einen guten und erfolgreichen Ackerbau.“

„Der Verlust ergiebiger Ackerflächen würde die betroffenen Landwirte vor große Herausforderungen stellen. Sie haben eine schwierige Aufbauphase mit hohen Investitionen hinter sich und sind stolz, moderne, leistungsfähige Landwirtschaftsbetriebe geschaffen zu haben, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Werden Flächen in großem Umfang entzogen, sind wirtschaftliche Existenzen bedroht, mit den entsprechenden Folgen für die Region“, sagte er weiter.

Damit verbunden sei eine große ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung, die sich auch im Landesraumentwicklungsprogramm wiederfindet. Darin heißt es, dass die landwirtschaftliche Nutzung von Flächen ab einer Bodenwertzahl 50 nicht in andere Nutzungen umgewandelt soll. Auf diese Weise sollen für die Landwirtschaft bedeutsame Böden vor einer Umnutzung gesichert werden. Darüber hinaus soll in so genannten Vorbehaltsgebieten (> 40 Bodenpunkte) landwirtschaftlichen Produktionsfaktoren und – stätten ein besonderes Gewicht beigemessen werden. Dies ist bei der Abwägung mit anderen raumbedeutsamen Maßnahmen und Nutzungen zu berücksichtigen.

Gleichwohl wies Backhaus darauf hin, dass das aktuell diskutierte Kompensationskonzept einzig und allein durch die Nord Stream 2 AG zu verantworten sei. Auch habe das Land zu keiner Zeit als Auftraggeber fungiert, betonte Backhaus. Mit der Erarbeitung des Suchraumes beauftragte die Nord Stream 2 AG ein Planungsbüro. „Natürlich hat die Landgesellschaft Empfehlungen ausgesprochen. Die Vorschläge wurden von Nord Stream aus uns unbekannten Gründen jedoch nicht akzeptiert“, sagte Backhaus und reagierte damit auf einen Medienbericht der Ostseezeitung, in dem es heißt, die Landgesellschaft habe ihren Kunden schlecht beraten.

Backhaus stellte klar, dass ein Minister als Mitglied der Landesregierung Verantwortung für das ganze Land und wie in diesem Vorhaben auch energiepolitische Verantwortung für Deutschland und Europa trägt. Ein Interessenkonflikt aus seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Landgesellschaft ergebe sich nicht. „Es verbietet sich einem Aufsichtsratsvorsitzenden in das operative Geschäft einzugreifen, es sei denn, es wird zum Nachteil des Landes gehandelt. In diesem Fall ergibt sich der Konflikt allein aus meinem Amt als Landwirtschafts- und Umweltminister, der die Belange beider Seiten im Auge haben muss. Dieser Aufgabe stelle ich mich jeden Tag.“

„Die Lösung liegt für mich vor diesem Hintergrund in einem für alle Seiten vertretbarem Interessensausgleich auf freiwilliger Basis. Die Landgesellschaft ist Dienstleister im Bereich des Flächenmanagements und kann einen solchen fairen Ausgleich umsetzen. Dies hat sie bei verschiedenen Großprojekten, wie dem Bau der A20 oder der Ortsumgehung Plau am See bereits unter Beweis gestellt“, so der Minister.

Auch informierte Backhaus die Landwirte bei seinem Besuch auf Rügen darüber, dass er mit der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) in Gesprächen sei. Auch in Berlin zeige man sich bereit, nach Lösungen zu suchen. Geprüft werde, inwieweit durch die Heranziehung staatlicher Flächen die extreme Betroffenheit einzelner Landwirte auf mehrere Schultern zu verteilt werden kann.

Erstes Festival des Immateriellen Kulturerbes in Schwerin

Ministerin Hesse: Landestypische Traditionen sind zum Greifen nah

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern feiert seine Traditionen. Am Sonntag, 28. Mai 2017, laden das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Landtag und die Landeshauptstadt Schwerin in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission zum Festival des Immateriellen Kulturerbes (IKE) ins Freilichtmuseum für Volkskunde in Schwerin-Mueß ein. Einheimische, Touristen sowie alle Trägergruppen sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Beginn ist 11:00 Uhr. Das Land unterstützt das Festival des IKE mit 4.000 Euro.

„Das wird ein farbenfroher und lebendiger Sonntag“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit dem Festival wollen wir bewusst machen, wie reichhaltig unser Kulturerbe ist. Landestypische Traditionen sind zum Greifen nah. Anlass für das Festival ist die Auszeichnung der Trägergruppen des 2. Bewerbungszyklus für die deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes. Die Feierstunde wird am darauffolgenden Tag in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters stattfinden“, erläuterte Ministerin Hesse.

Die Kultusministerkonferenz hatte im 2. Bewerbungszyklus beschlossen, das Barther Kinderfest und das Darßer Tonnenabschlagen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. Beide Traditionen werden bei dem Festival in Schwerin vertreten sein. Außerdem stellen sich das Reetdachdecker-Handwerk, die Falknerei, Fischerei und Imkerei, das Niederdeutsche Theater, traditionelle Musik, der Martensmann und das Petermännchen vor. Landeskulturpreisträger Dieter Schumann zeigt seinen Dokumentarfilm „Mit Laib und Seele“ über das Brotbacken in Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit der Veranstaltung feiern wir nicht nur unsere Traditionen, sondern wollen Kulturschaffende zur Teilnahme am 3. Bewerbungszyklus für das Immaterielle Kulturerbe einladen“, warb Kulturministerin Hesse. „Seit dem 1. April dieses Jahres können Gemeinschaften und Einzelpersonen mit einer kulturellen Ausdrucksform um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO bewerben. Bis zum 30. Oktober 2017 können Anträge gestellt werden. Über das Verfahren wollen wir bei diesem bundesweit ersten Festival ausführlich informieren“, so die Ministerin.

Außerdem stellt die Integrierte Gesamtschule „Bertolt Brecht“ in Schwerin, die zum weltweiten Netz der UNESCO-Projektschulen gehört, ihre Arbeit vor. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern informiert über sein Trachtenprojekt. Der Schweriner Welterbeverein berichtet über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen bei der Welterbe-Bewerbung des „Residenzensembles Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“.