Schwesig: Wir wollen alles dafür tun, dass Lichtenhagen nicht wieder passiert

Rostock – „Wir wollen an die schrecklichen Ereignisse im Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen erinnern, die vor genau 25 Jahren begonnen haben. Und wir wollen alles dafür tun, dass sich Ereignisse wie im August 1992 in Deutschland nie mehr wiederholen“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Festveranstaltung in Erinnerung an die rassistischen Ausschreitungen am Dienstag in der Rostocker Marienkirche.

Die furchtbaren Bilder seien immer noch in Erinnerung: „Ich war 18, als ich die schlimmen Nachrichten aus Rostock hörte: aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger, die die Zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge angriffen, die immer wütender wurden, immer aggressiver. Aufgestachelt von Beifall klatschenden Schaulustigen, von Rechtsgesinnten aus ganz Deutschland und begünstigt durch überforderte Verantwortliche.“

An den Vorfällen gebe es nichts zu beschönigen. Schwesig: „Sie mahnen und verpflichten uns bis heute auf besondere Weise. Wir haben diese Verpflichtung angenommen. Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass wir den Kampf gegen den Rechtsextremismus als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen. Mit konsequenter Bekämpfung rechtsextremistischer Straftaten, mit unseren Regionalzentren für demokratische Kultur, mit landesweiten Bündnissen wie „Wir. Erfolg braucht Vielfalt“ und vor allem mit vielen bunten Initiativen vor Ort.“

Ziel müsse es sein, die Menschen vor Ort zu erreichen, gerade auch junge Menschen, die sich abgehängt fühlten, die dann leicht empfänglich für radikale Ideologien seien. „Da müssen wir präventiv arbeiten.“ Deswegen sei es besonders wichtig, dass die Politik diejenigen unterstütze und stärke, die sich für Demokratie einsetzen würden. „Jede und jeder in unserem Land ist gefordert, sich rechtsextremistischen Tendenzen entschieden entgegenzustellen, denn von Hass und Hetze ist es nicht mehr weit bis zur ausgeübten Gewalt“, betonte die Regierungschefin.

Nach der Veranstaltung wurde am Rostocker Rathaus eine Stele zur Erinnerung an die Ereignisse vom August 1992 der Öffentlichkeit übergeben.

Spaß und Zivilcourage im Doppelpack bei Jamel rockt den Förster

Jamel – Am 25. und 26. August feiern die Veranstalter Birgit und Horst Lohmeyer zum elften Mal, zusammen mit den BesucherInnen ihres bereits seit Monaten ausverkauften Festivals „Jamel rockt den Förster“, wieder die Demokratie. Erneut haben viele bekannte MusikerInnen ihr Kommen in das kleine Dorf Jamel bei Wismar zugesagt.

„Doch anders als bisher, kündigen wir die auftretenden Bands diesmal nicht vorher an“, erläutert Horst Lohmeyer. „Denn bei Jamel rockt den Förster geht es darum, dass 1.200 bunte Menschen eine Angstzone besetzen und Spaß haben. Es geht darum, der hiesigen Naziszene entgegen zu treten und zu zeigen, dass diese selbst ernannte „National Befreite Zone“ nur so lange eine ist, so lange wir alle das zulassen!“ „Es ist also im Prinzip egal, wer genau in Jamel spielt“, ergänzt Birgit Lohmeyer. „Alle kommen trotzdem und haben Spaß!“

Außerdem empfehlen die Forstrocker ihren BesucherInnen die Mitmachaktionen des Theaterlabors Bielefeld, das Schachcafé des Schachklubs Kaltenkirchen, die Diskussionsveranstaltungen der Offenen Gesellschaft sowie die Info- und Verkaufsstände.

Ganz wichtig: Die Anreise ohne Ticket an beiden Tagen ist sinnlos; eine Abendkasse wird es nicht geben!

„Wir freuen uns auf viele Wochenendgäste aus ganz Deutschland, die mit uns zusammen feiern und zugleich ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit setzen werden“, so Wolfram Nagel, Vorstand des Festivalträgervereins.

Das „Jamel Rockt den Förster“ Festival wurde im Jahre 2007 von Birgit und Horst Lohmeyer ins Leben gerufen, um auf die Vereinahmung des Dorfes Jamel durch die hiesige Neonaziszene aufmerksam zu machen und diesem Treiben etwas entgegen zu setzen. In den letzten Jahren haben Bands und KünstlerInnen wie u. a. Die Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot, Terrorgruppe, Madsen, Wolf Maahn mit ihrem Auftritt das Anliegen von Horst und Birgit Lohmeyer unterstützt und sich solidarisch mit ihnen erklärt.

Erste Gemeindefusion nach Leitbildgesetz

Insel Rügen – Die Gemeinden Gager, Middelhagen und Ostseebad Thiessow (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben einen Gebietsänderungsvertrag geschlossen. Sie werden sich mit Wirkung zum 1. Januar 2018 als Rechtssubjekte auflösen und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen „Mönchgut“ zusammenschließen. Die Gebietsänderung und die Namensgenehmigung wurden jetzt im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern bekannt gegeben.

„Die Neubildung der Gemeinde Mönchgut als erster Gemeindezusammenschluss nach dem Gemeindeleitbildgesetz war vom ausdrücklichen Bürgerwillen getragen. In allen drei Gemeinden fand jeweils eine Bürgerbefragung statt, bei der sich eine deutliche Mehrheit für die Fusion ausgesprochen hatte. Dieser Erfolg sollte auch andere Gemeinden ermutigen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Aus drei mach eins, so ist das Ergebnis nach dieser Fusion. Aufgaben werden künftig auf eine breite Schulter verteilt. Und Geld fließt auch noch in die neue Gemeindekasse.“ Nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz zahlt das Land je wegfallender Gemeinde 200.000 Euro, also in diesem Fall insgesamt 400.000 Euro Fusionsprämie.

Innenminister Lorenz Caffier: „Nur in größeren und leistungsfähigeren Verwaltungsstrukturen können unsere Kommunen zukünftig ihre Aufgaben erfüllen. Ich kann die örtlichen Kommunalpolitiker nur ausdrücklich ermuntern, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Frage sinnvoller Gemeindestrukturen zu diskutieren und Fusionsgespräche aufzunehmen oder fortzuführen.“

Bei den unteren Rechtsaufsichtsbehörden sind für Fragen, die freiwillige Gemeindezusammenschlüsse oder das Zusammenführen von Verwaltungen betreffen, Koordinierungsstellen eingerichtet worden. Die dort tätigen Personen sind im Gebiet des jeweiligen Landkreises Ansprechpartner für diese Fragen. Sie beraten die Gemeinden bzw. Ämter und sie unterstützen die an Fusionsverhandlungen beteiligten Gemeinden auch bei der Beurteilung der strukturellen Zukunftsfähigkeit der beabsichtigten neuen Gemeindestruktur.

Feierliche Zeugnisübergabe an Geomatiker und Vermessungstechniker

Schwerin – Neunzehn angehende Geomatikerinnen und Geomatiker sowie Vermessungstechnikerinnen und Vermessungstechniker erhielten am 18. August 2017 im Festsaal der Kunst- und Musikschule ATARAXIA ihre Abschlusszeugnisse.

Die feierliche Zeugnisübergabe wird traditionell für alle Ausbildungsstätten der Geoinformationstechnologie in Mecklenburg-Vorpommern zentral veranstaltet. In seiner Festrede hob der Behördenleiter des Landesamtes für innere Verwaltung, Wolfgang Isbarn, die Bedeutung des Vermessungs- und Geoinformationswesens für die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft hervor.

Die Absolventinnen und Absolventen hätten sich für einen Beruf entschieden, der interessante Aufgaben bereithalte. Bereits heute herrsche hier Fachkräftebedarf. Damit eröffneten sich exzellente Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

„Jedermann“ funkt bei den Klassikertagen Wismar

Ministerin Hesse: Festspiele bereichern im Sommer das Kulturangebot

wismar – Das Land unterstützt in diesem Jahr die Festspiele Wismar bei der Anschaffung von 16 hochwertigen Funkmikrofonen. Die Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro stammen aus dem Kulturfördersonderprogramm für Investitionen. Die Mikrofone, Sender und Empfänger sind für die künftigen Inszenierungen der Klassikertage Wismar bestimmt. Bislang musste die erforderliche Technik angemietet werden.

„Mit ‚Faust‛ und ‚Jedermann‛ waren in diesem Jahr wieder zwei Klassiker in Wismar zu Gast. Die noch jungen Festspiele bereichern im Sommer das Kulturangebot in der Hansestadt und erhalten regen Zuspruch. Dazu trägt sicherlich der außergewöhnliche Spielort der St. Georgenkirche bei“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse bei ihrem Besuch des diesjährigen Schwedenmahls. „Ich freue mich darüber, dass die Festspiele Wismar barrierefreie Vorstellungen, Gebärdensprache und Hörschleifen anbieten. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Inklusion“, betonte Hesse.

Mit dem Investitionsprogramm unterstützt das Land Kulturschaffende, Einrichtungen und freie Projektträger bei besonderen Investitionsvorhaben. In diesem Jahr zählt die technische Ausstattung der festen Live-Spielstätten zu den Schwerpunkten der Förderung.

Strandfußball-Saison in Warnemünde

Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft und Euro Beachsoccer League finden im Ostseebad statt

Warnemünde – An den kommenden beiden Wochenenden stehen die Höhepunkte der diesjährigen Strandfußball-Saison an. Zuerst sucht der Deutsche Fußball Bund (DFB) am 19./20. August am Warnemünder Strand seinen neuen Deutschen Meister. Schirmherr ist der Wirtschafts- und Tourismusminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe, der auch den Siegerpokal überreichen wird. Die Rostocker Robben, die in diesem Jahr bereits die German Beachsoccer League (GBSL) gewinnen konnten, gehen dabei als Topfavorit ins Rennen um die begehrte Trophäe. Nur eine Woche später kämpft die deutsche Nationalmannschaft bei dem internationalen Qualifikationsturnier um ein Ticket für das Euro Beach League Superfinal im nächsten Monat. Dieses internationale Turnier wird erstmalig in Deutschland ausgetragen.

Für beide Turniere steht ein Stadion direkt am Strand für knapp 1.500 Zuschauer. Der Eintritt ist kostenfrei. „Der DFB kürt seinen Champion in diesem Jahr bereits zum fünften Mal an unserem schönen Ostseestrand und hat bereits die Austragung zu unserem großen 800. Stadtjubiläum 2018 angekündigt“, freute sich Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski, erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Hansestadt Rostock. „Die Vorzüge unseres breiten Sandstrandes und die hervorragende Infrastruktur vor Ort wissen nicht nur unsere vielen Urlaubsgäste, sondern auch die Verantwortlichen des DFB sehr zu schätzen. Da mit den Rostocker Robben unsere Lokalmatadore wieder mit von der Partie sind, hoffen wir Rostocker, dass sich die Robben nach 2015 in diesem Jahr wieder die Krone aufsetzen können“, so Müller-von Wrycz Rekowski.

Neben den Rostocker Robben, die in dieser Saison nicht nur in der GBSL triumphierten, sondern sich auch bereits die Landesmeisterschaft sichern konnten, kämpfen fünf weitere Teams um die Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft. Mit dem Ibbenbürener BSC hat sich der Titelverteidiger in diesem Jahr erneut qualifizieren können. Hinzu kommen der Wuppertaler SV, die Bavaria Beach Bazis sowie die Strandfußballer des Hamburger SV und von Hertha BSC Berlin. Für die Zuschauer stehen mehrere Tribünen unterhalb des Teepotts zur Verfügung. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

„Ein Event wie die Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft bringt eine immense Aufmerksamkeit für unser Land mit sich. In den vergangenen Jahren hat sich die Region als herausragender Gastgeber für die Teilnehmer und Gäste des Beachsoccers erwiesen. Der nächste Schritt ist bereits getan: Jetzt ist auch die europäische Elite dieses Sports auf Warnemünde aufmerksam geworden und spielt hier die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Bei der Begeisterung für den Beachsoccer in Deutschland ist Warnmünde zukünftig sicher ebenfalls ein ausgezeichneter Austragungsort für eine Weltmeisterschaft“, regte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe an. Die Weltmeisterschaft findet im September in Italien statt.

Ähnlich sieht es Reinhardt Grindel, Präsident des DFB: „Warnemünde hat seinen ganz eigenen Charme, so dass wir immer wieder gerne hierher kommen. Mit dem Qualifikationsturnier ist Deutschland zudem erstmals Gastgeber eines internationalen Beachsoccer-Events. Vom 25. bis zum 27. August spielt die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft um den Einzug in das Finalturnier der Euro Beach Soccer League. Das Team von Nationaltrainer Sebastian Ullrich trifft in Warnemünde auf Aserbaidschan, den amtierenden EBSL-Sieger Ukraine und Italien. Bei den Heimspielen sind Siege gefragt, um sich am Ende eines der begehrten Tickets für die WM-Endrunde zu sichern.“

Vom 25. bis 27. August werden sich Beachsoccer-Mannschaften aus 8 Nationen – England, Italien, Deutschland, Niederlande, Ukraine, Litauen, Rumänien und Aserbaidschan – in spannenden Wettkämpfen begegnen.

Mit großem Engagement hat die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde die Austragung beider Turniere vorangetrieben. Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt, freut sich, dass sich Warnemünde auch auf internationaler Ebene mit hervorragenden Strandbedingungen durchsetzen konnte: „Es war ein besonderer Moment, als wir erfuhren, dass wir für das Turnier der Euro Beach Soccer League den Zuschlag bekommen haben. Die Verhandlungen mit dem Veranstalter Beach Soccer World Wide liefen schon zwei Jahre und die Spanier waren von Warnemünde begeistert. Dank bester infrastruktureller Voraussetzungen hat dieser Sport in Warnemünde richtig Fahrt aufgenommen und so sind wir noch bis mindestens 2018 Gastgeber der Deutschen Beachsoccer-Meisterschaften.“

„Etwas aus der Zeit“

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die KulturStiftung Rügen laden zur Lesung mit Gunter Lampe

Insel Rügen – Warum nicht Bilder einer Ausstellung mit Aufgeschriebenem und Vorgelesenem kombinieren? Am Sonnabend, 19. August 2017 um 16:00 Uhr findet in der Galerie des Landkreises Vorpommern-Rügen in der Orangerie Putbus eine Autorenlesung mit dem Stralsunder Autor Gunter Lampe statt. Zu einem nachdenklichen Nachmittag unter dem Titel „Etwas aus der Zeit“ laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Freundeskreis Rügen und die KulturStiftung Rügen ein.

Die Begrüßung erfolgt durch Kerstin Kassner, Vorstandsmitglied der KulturStiftung. Gäste der Lesung haben zugleich die Möglichkeit, einen Blick in die aktuelle Ausstellung der KulturStiftung Rügen „Manfred Zoller – welche Lichter und Schatten, Höhen und Tiefen“ zu werfen.

Gunter Lampe, Lyrikmeister MV 2006, veröffentlichte erste Texte im Jahr 1993 unter dem Titel „Morgens im Cafe“. Er ist nicht nur ein Freund der kurzen Reime, sondern jemand der genau hinschaut und hinhört, egal ob es Dinge und Menschen seiner unmittelbaren Umgebung sind oder des Weltgeschehens. Was durch seinen Kopf gegangen ist, erblickt die Welt des Öffentlichen neu als Wortspiel mit Hintersinn und kommt meist mit etwas Distanz daher.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Schwesig wirbt vor Unternehmern für den Standort M-V

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat beim Sailbrunch am Sonnabend in Rostock vor Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem In- und Ausland für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern geworben: „Mecklenburg-Vorpommern ist das Urlaubsland Nummer 1 in Deutschland. Und auch in der Wirtschaft werden wir immer internationaler.“ Dies würden Ansiedlungen großer Unternehmen wie z.B. Nestlè belegen.

Mecklenburg-Vorpommern sei ein investorenfreundliches Land. „Viele Unternehmen brauchen für ihre Produktionsstätten große Flächen, angebunden an eine gute Infrastruktur mit leistungsstarken Häfen, Autobahnen und Schienenverbindungen. Und all das finden sie bei uns.“ Dazu komme eine gute geografische Lage wie die Ostseeregion und die Nähe zu den starken Metropolen Hamburg und Stettin.

Ganz wichtig seien Angebote wie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, „vor allem ein gutes Kitabetreuungsangebot und gute Schulen. Damit wollen wir in Zukunft noch mehr Unternehmen überzeugen, sich bei uns im Land anzusiedeln. Mein Ziel ist es, dass wir in einigen Jahren als ein Land wahrgenommen werden, in dem man nicht nur zwei oder drei Wochen sehr gut Urlaub machen kann, sondern als ein Land zum Leben und Arbeiten. Und das an 365 Tagen im Jahr.“

Verstärkt werde in den Ausbau der Breitbandnetze investiert. „Dafür nutzen wir die Mittel des Breitband-Förderprogramms des Bundes. Zusätzlich wird die Landesregierung ein 10-Millionen-Euro-Programm auf den Weg bringen, um die Digitalisierung weiter voranzubringen. Dies ist einer der Bereiche, in der ich als Ministerpräsidentin neue Akzente setzen möchte. Ich bin davon überzeugt: Die Digitalisierung eröffnet gerade einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern, das viel Freiraum für neue Ideen und optimale Bedingungen für kreatives Arbeiten bietet, neue wirtschaftliche Chancen, besonders auch im Export.“

Schwesig eröffnet Hanse Sail

Rostock – „Es ist eine große Ehre für mich, heute als neue Ministerpräsidentin des Landes die 27. Hanse Sail zu eröffnen. Rostock hat in den nächsten vier Tagen wieder allen Grund, kräftig zu feiern“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei der Eröffnung der Hanse Sail im Rostocker Stadthafen.

Bilder von der Veranstaltung seien in ganz Deutschland zu sehen. „Auf der Hanse Sail können wir zeigen, wie schön, wie lebenswert, wie einladend Mecklenburg-Vorpommern heute ist, wie gut die wirtschaftliche Entwicklung im Land ist und was die Menschen hier im Land gemeinsam erreicht haben.“, sagte Schwesig.

Die Hanse Sail sei wichtig für den Tourismus im Land. „Gerade heute zeigt sich: Für einen schönen Urlaub muss man nicht in weite Ferne reisen. Man kann auch einfach nach Mecklenburg-Vorpommern kommen“, sagte Schwesig weiter.

„Rostock ohne dieses wunderbare Fest kann ich mir kaum vorstellen“, bekannte die Ministerpräsidentin. „Die Hanse Sail ist ein besonders Erlebnis, das alle Generationen verbindet. Deshalb sage ich allen, die daran mitwirken, dass die Hanse Sail Jahr für Jahr zu einem großen Erfolg wird, vielen herzlichen Dank für ihre großartige Arbeit.“

Landesweiter Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet

Schwerin – Der Startschuss für den zweiten landesweiten „Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ ist erfolgt. Ab sofort können sich Interessierte bewerben. „Wir wollen die erwerbswirtschaftlich tätige Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren Potentialen, Leistungen und Fähigkeiten stärken und sichtbarer machen. Über den Wettbewerb suchen wir zukunftsweisende Projektideen, die wir unterstützen und begleiten. Im Fokus stehen dabei vor allem branchenübergreifende Projekte, Produkte und Prozesse, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu erhöhen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

An diesem Wettbewerb können sich alle beteiligen, die sich der Kultur- und Kreativwirtschaft zugehörig fühlen oder mit Kreativen zusammen arbeiten. Gesucht werden zukunftsweisende Ideen, vor allem für branchenübergreifende Projekte, Produkte und Prozesse, die das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential weiter entwickeln und vermarkten. Das können beispielsweise lösungs- und produktorientierte Prozesse der Zusammenarbeit mit Unternehmen anderer Branchen (Tourismus, Gesundheitswirtschaft, Handwerk oder Industrie) sein. Oder Projekte und attraktive Fachveranstaltungen zur weiteren Professionalisierung und Weiterqualifizierung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Kooperation mit Wirtschaftsfördergesellschaften, Unternehmensverbänden und Kammern. Möglich sind ebenfalls multimediale PR- und Marketingmaßnahmen unterschiedlichster Formate für die Darstellung der Kultur- und Kreativwirtschaft. „Entscheidend für die Branche ist, die Ideen zu marktfähigen Produkten weiter zu entwickeln, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Auf diesem Weg begleiten wir die Kultur- und Kreativschaffenden mit dem Wettbewerb und unterstützen die Gewinner insgesamt mit bis zu 100.000 Euro“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese rund 2.600 Kreativen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft schafft Arbeitsplätze und Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Jetzt gilt es, die Potentiale der Branche noch besser zu erschließen“, sagte Glawe.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts mit Erfahrungen und Bezug zur Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Projekte sind in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Mit der Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:

Angaben zum Unternehmen, Kurzexposé/Konzept/Projektbeschreibung mit Zielstellungen und gegebenenfalls Projektpartner, ein grober Kosten- und Zeitplan (Personal- und Sachkosten) sowie Referenzen/Empfehlungen für die Umsetzung vergleichbarer Projekte. Bewerbungsschluss ist am 09. Oktober 2017.

Die Bewerbungen sollen per Post in einem geschlossenen Umschlag mit dem Vermerk „Teilnahme am Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft“ oder per Mail bis spätestens 09. Oktober 2017 (Eingangsstempel) an folgende Adresse gesandt werden:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit
Mecklenburg-Vorpommern
Referat 200
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
oder per Mail an: d.kraetschmann@wm.mv-regierung.de

Eine Jury – bestehend aus Vertretern der Industrie- und Handelskammern, der Wirtschaftsfördergesellschaften sowie der Kultur- und Kreativbranche – wird unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit über die eingereichten Projektideen in einem Auswahlverfahren entscheiden. Das Verfahren ist nicht öffentlich.
Ausgewählte Projekte sollen aus Landesmitteln im Rahmen von Dienstleistungsverträgen und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel umgesetzt werden. Für den Wettbewerb stehen bis zu 100.000 Euro zur Verfügung. Ein Projekt sollte eine Laufzeit von maximal 12 Monaten haben. Die Höhe der Projektförderung beträgt höchstens 50.000 Euro (brutto) pro Vorhaben.

Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen stehen auf der Startseite des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern zum Download unter www.wm.mv-regierung.de zur Verfügung.

„Kirchliches Engagement in den Gemeinden unseres Landes ist beeindruckend“

Zum Auftakt ihrer Sommertour war Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) in Steinhagen (Vorpommern): „Wer immer ein Gespräch braucht, bekommt es“

Steinhagen – „Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, wie sich die Kirchengemeinden auch heute noch in die Dorfgemeinschaft einbringen. In Steinhagen scheint es kaum ein Fest, kaum eine Veranstaltung zu geben, zu der nicht auch die Gemeinde etwas beizutragen hat. Die offene Kirche ist hier ein Zentrum. Aber auch der Friedhof um die Kirche herum ist ein Ort der Ruhe und Begegnung zugleich, ein Ort, an dem Leben, Sterben und Trauer so eng beieinander sind. Wer hierher kommt, egal ob Urlauber oder Einheimischer, und sich seine Sorgen von der Seele reden möchte, der wird stets ein offenes Ohr in der Gemeinde finden“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister zum Auftakt ihrer Sommertour in Steinhagen bei Stralsund. Die Ministerin, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, besucht in den nächsten Wochen Kirchengemeinden an der Ostseeküste.

Die deutsche Wiedervereinigung war für die Backsteinkirche in Steinhagen überlebenswichtig. Von 1965 bis zur Wende gesperrt, gab es sogar Abrisspläne der DDR-Führung. Nach der Wiedervereinigung konnte die über 700 Jahre alte Kirche mit viel Hilfe und Herzblut saniert werden, informierte Pastorin Ines Dobbe. Justizministerin Hoffmeister: „Es ist genau dieses Engagement, das die kleinen Gemeinden lebenswert macht. Und wenn ich höre, dass beispielsweise die Wege um die Kirche herum im Frühjahr aus eigener Kraft der Gemeinde geebnet wurden, dann spricht das auch für eine hohe Anerkennung der Menschen hier für die gesamte Arbeit der Kirchengemeinde.“

Die nächste Station ihrer Sommertour wird am Mittwoch die Seemannskirche in Prerow sein.

Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 2017

Schwerin – Vom 04. bis 06. Oktober 2017 findet in Berlin der 16. Deutsche Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) statt. Unter dem Motto „Zukunft regionale Versorgung – Forschung, Innovation, Kooperation“ diskutieren Experten die jüngsten Ergebnisse der Versorgungsforschung aus allen Bereichen des Gesundheitswesens. „Die Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere in weniger stark besiedelten Regionen ist eine Herausforderung für die kommenden Jahre. Wir brauchen mehr kreative Ideen, um neue Lösungsansätze für eine optimale Betreuung der Menschen zu erzielen. Entscheidend ist, dass innovative medizinische Projekte im Erfolgsfall auch in eine Regelversorgung münden. Hier sind wir alle – Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – gemeinsam gefordert“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld. Mecklenburg-Vorpommern übernimmt als erstes Bundesland eine Länderpatenschaft für den DKVF 2017. M-V gilt als Modellregion für die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Alterszusammensetzung der Bevölkerung und die Veränderungen der Morbidität.

Topthemen beim Kongress, der vom Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. veranstaltet wird, sind unter anderem innovative und sektorübergreifende Versorgungskonzepte, neue Formen der Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen, e-Health und Telemedizin sowie die patientenzentrierte Versorgung. „Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung ist ein wichtiger Partner, wenn es um die Entwicklung und Evaluation neuer Versorgungsmodelle geht“, so Glawe weiter.

Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. „Der DKVF 2017 ist ein wichtiger Treffpunkt für alle Versorgungsforscher. Ganz besonders freuen wir uns in diesem Jahr über renommierte Sprecher aus dem Ausland, die zum Teil mit ganz ähnlichen Problemen kämpfen wie wir und die uns über ihre Erfahrungen und Lösungsansätze berichten werden. Darüber hinaus bietet der DKVF 2017 die ideale Plattform zum Austausch mit Vertretern der Gesundheitspolitik, den Krankenkassen und der Industrie“, erklärt Kongresspräsident Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann. Im Programm vorgesehen ist außerdem ein gesundheitspolitisches Symposium zum Thema Patientensicherheit, das vom Bundesministerium für Gesundheit veranstaltet wird.

Die Nachfrage nach wissenschaftlichem Nachwuchs im Bereich der Versorgungsforschung stieg in den letzten Jahren stark an, zuletzt auch aufgrund des Innovationsfonds, der von der Bundesregierung zur Förderung von zukunftsgerichteten Versorgungsformen und Vorhaben der Versorgungsforschung aufgelegt wurde. Die Kongressveranstalter sehen auch deswegen eine wichtige Aufgabe in der Nachwuchsförderung und setzen dabei auf neue Kongressformate, bei denen junge Versorgungsforscher mit erfahrenen Experten diskutieren können. Forschern mit einer Projektförderung im Rahmen des Innovationsfonds oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bietet der DKVF 2017 außerdem die Möglichkeit, ihre Vorhaben vorzustellen und in der wissenschaftlichen Community zu diskutieren. Wer sich mit Versorgungsthemen befasst, sollte den DKVF 2017 auf keinen Fall verpassen!

Der gemeinnützige Verein „Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e.V.“ (DNVF) wurde 2006 in Berlin gegründet. Das DNVF steht als interdisziplinäres Netzwerk allen Institutionen und Arbeitsgruppen offen, die mit der Sicherung der Gesundheits- und Krankenversorgung unter wissenschaftlichen, praktischen oder gesundheitspolitischen Gesichtspunkten befasst sind. Das DNVF hat es sich zum Ziel gesetzt, die an der Versorgungsforschung im Gesundheitswesen beteiligten Wissenschaftler zu vernetzen, Wissenschaft und Versorgungspraxis zusammenzuführen sowie die Versorgungsforschung insgesamt zu unterstützen und voranzubringen. Darüber hinaus fördert das DNVF den wissenschaftlichen Nachwuchs, beispielsweise durch die Bildung interdisziplinärer Arbeitsgruppen zu fächerübergreifenden Themen der Versorgungsforschung.

Im Zeichen der Reformation: 27. Landeskunstschau wird in Rostock

Rostock – In Rostock präsentieren 52 Künstlerinnen und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern von heute an ihre zeitgenössischen Werke, die sich thematisch mit dem 500-jährigen Reformationsjubiläum beschäftigen. Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder eröffnet am Abend die 27. Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern in der Petrikirche in Rostock. Die Kunstwerke sind bis zum 3. September 2017 in der Nikolaikirche, der Petrikirche, dem Zentrum Kirchlicher Dienste und im Kunstverein Rostock zu sehen.

„Der Künstlerbund hat in diesem Jahr seine Mitglieder aufgerufen, sich mit Glaubens- und Umweltfragen, der Interpretation der Geschlechterrollen und politischen Ikonen auseinanderzusetzen. Das sind passende Themen in diesem so besonderen Jubiläumsjahr“, lobte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder. „Die Schau zeigt zudem, wie vielfältig das zeitgenössische künstlerische Schaffen in unserem Land ist. Das Spektrum reicht von Malerei, Grafik über Fotografie bis hin zu Video-Installationen. Ich wünsche der 27. Landeskunstschau viele interessierte Besucherinnen und Besucher, die sich von den Kunstwerken anregen lassen“, so Schröder.

Die Kunstwerke, die in der Östlichen Altstadt in Rostock zu sehen sind, reflektieren große existenzielle und alltägliche Fragen reformatorischer Gedanken und Ideen in Bezug auf die Gegenwart. Sie setzen sich außerdem kritisch mit den Schriften Luthers auseinander. Nach Angaben des Künstlerbundes ist die Kunstschau die einzige große Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Mecklenburg-Vorpommern, die sich im Jubiläumsjahr der Reformation widmet.

Das Land unterstützt den Künstlerbund bei den Ausstellungen „Neue Mitglieder“, „27. Landeskunstschau“ und „KUNST HEUTE“ in diesem Jahr mit Kulturfördermitteln in Höhe von insgesamt 100.000 Euro.