Qualifizierung von Kinderärzten

Rostock – In Rostock hat Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie eröffnet. Im Mittelpunkt standen Themen der Gesunderhaltung und der Heilung von Lungenerkrankungen.

„Die Pädiatrie und insbesondere deren Sicherstellung im ländlichen Raum stehen in unserem Land vor großen Herausforderungen. Durch die demographische Entwicklung im ländlichen Raum nimmt der Anteil an Kindern und Jugendlichen an der Bevölkerung tendenziell eher ab. Eine gute und möglichst wohnortnahe kinder- und jugendmedizinische Versorgung ist eine dennoch eine wichtige Rahmenbedingung damit Familien auch gern im ländlichen Raum leben. In den vergangenen Jahren nahmen chronische Erkrankungen im Kindesalter zu, so dass durchaus ein entsprechender kindermedizinischer Behandlungsbedarf auch bei stagnierenden und sinkenden Kinderzahlen gegeben ist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Diskutiert wurden im Rahmen der Tagung Möglichkeiten der personalisierten Medizin bis zur Tabakprävention und dem Einsatz der Telemedizin in der Pädiatrie.

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe machte deutlich, dass ein Landesprogramm zur Förderung der Weiterbildung und Qualifizierung von Kinderärzten aufgelegt werden soll.

„Gefördert werden dabei die Weiterbildung von Ärzten in Zentren für Kinder- und Jugendmedizin in einem Weiterbildungsverbund, um die Anstellung am Zentrum und ein abschnittsweises Tätigwerden an einem kleinen Krankenhaus zu ermöglichen. Es geht auch darum Kinderärzte in Zentren für Kinder- und Jugendmedizin zu qualifizieren, um beispielsweise die Expertise für Kinderrheumatologie oder Kinderonkologie im Land zu erhalten. Ziel ist es, die medizinische Versorgung von Kindern in ländlichen Gebieten sicherzustellen und weiter zu verbessern“, so Glawe weiter.

Das Programm soll 2020 beginnen und eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Vertragspartner sollen dabei das Land, die Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung sein.

Die Jahrestagung steht unter dem Motto „Neue Möglichkeiten und Herausforderungen“. Sie findet vom 24. bis 26. Mai 2019 in Rostock statt. Die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e.V. (APPA) ist eine regionale Arbeitsgruppe innerhalb der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA). Sie vertritt nach eigenen Angaben schwerpunktmäßig die kinderallergologisch und -pneumologisch tätigen Ärzte aus den ostdeutschen Bundesländern.

Weitere Stärkung des Ehrenamts

Berlin – Seit gestern treffen sich die Finanzministerinnen und Finanzminister in Berlin auf ihrer alljährlichen Finanzministerkonferenz (FMK). Im Zentrum der Beratungen standen Verbesserungen für das Ehrenamt. So beschlossen die Ministerinnen und Minister unter anderem die Anhebung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale. Der Bund soll nun einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen, damit die Neuregelungen zügig umgesetzt werden.

Die Übungsleiterpauschale soll künftig von 2.400 auf 3.000 Euro jährlich angehoben wird. Die Ehrenamtspauschale soll um 120 Euro auf 840 Euro steigen. Das bedeutet, dass künftig ein noch größerer Teil der Aufwandsentschädigungen für die Tätigkeit in den Freiwilligen Feuerwehren, in Sportvereinen, in kulturellen oder sozialen Einrichtungen steuerfrei bleibt.

Zudem einigten sich die Finanzministerinnen und -minister, die Grenze, bis zu der ein vereinfachtes Verfahren für die Bestätigung von Spenden gilt, von 200 Euro auf 300 Euro zu erhöhen. Mit dieser Maßnahme sollen die Vereine von unverhältnismäßigem bürokratischen Aufwand entlastet werden.

Auch bei der steuerlichen Entlastung der Vereine kam es in Berlin zu einer Einigung. Denn Vereine müssen wie Unternehmen Steuern zahlen, wenn sie sogenannte wirtschaftliche Geschäftsbetriebe unterhalten. Allerdings gewährt der Staat gemeinnützigen Vereinen einen Freibetrag, der seit zehn Jahren bei 35.000 Euro liegt. In Zukunft sollen nun Gewinne bis zu 45.000 Euro steuerfrei bleiben.

Finanzminister Reinhard Meyer begrüßte die zahlreichen Änderungen zugunsten des Ehrenamts: „In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich die Bürgerinnen und Bürger in über 10.000 gemeinnützigen Vereinen. Die Arbeit der Menschen ist unbezahlbar. Daher ist es umso wichtiger, dass die Politik diesen vielfältigen und selbstlosen Einsatz zum Wohle der Gesellschaft würdigt und unterstützt. Ich freue mich daher, dass wir mit weiteren Vorschlägen konkret helfen können. Die Stärkung des Ehrenamtes ist ein wichtiges Ziel der Landesregierung.“

Kulturschuppen Garz präsentiert Dirk Ende

Insel Rügen – Am 15.06. gibt es das nächstes Konzert in dem Kulturschuppen in der Stadt Garz. Der Sänger Dirk Ende wird den Abend …. Hoch hinauf ….mit seiner Musik und Lyrics gestalten.

Dirk Ende ist ein Vollblutmusiker der seine Musik nicht einfach spielt, sondern lebt. Inspiriert durch wunderbare Songs von Weltklassekünstlern wie Simon & Garfunkel, Leonard Cohen, Cat Stevens, Reinard Mey, Westernhagen und vielen anderen, schreibt er die meisten seiner Titel selbst.

Die Anregung zu seiner Musik holt er sich im Alltag ebenso wie in Traumwelten. Sie ist gekennzeichnet von jenen wunderbaren Melodien und anspruchsvollen Texten, die Musik zu einem zeitlosen Erlebnis machen. Seine Songs überdauerten alle Trends, weil die Melodien unverwechselbar sind und ihr moderner Sound verhalf ihnen zu einer nie gekannten Intensität. Jeder seiner Songs erzählt eine Geschichte mit eigenem Flair und Charisma. So kommt es, dass seine Musik ein echtes Sammelsurium von Liedern ist, die man nicht erwartet.

Dirk Ende, geborener Saalfelder (Thüringen), konnte von jeher seiner Leidenschaft für das Spielen auf der Gitarre nicht entkommen. Während er viele eigene Lieder geschrieben und komponiert hat, interpretiert er auch immer wieder bekanntere Lieder neu. – Bekannte Lieder, die den Hörern immer im Gedächtnis bleiben sollten, denn die Schönheit der musizierenden Kunst kennt kein Alter.

Und so viel Seele er in die Interpretationen anderer Werke webt, so voller Seele und Erlebnisse sind auch seine eigenen Lieder. Der Ein oder Andere wird sich sicherlich in seinen Texten wiederfinden, ganz sicher aber wird man von seiner Präsenz auf der Bühne mitgerissen sein!

Die Themenvielfalt seiner Lieder reicht von Liebe über Leid bis hin zur augenzwinkernden Selbstironie, facettenreich wie das wahre Leben. Dirk Ende, er verzaubert und fasziniert mit seinen gefühlvollen Songs.

Beginn, wie immer 19.30 Uhr. Eintritt frei.Um eine Spende für den Künstler wird gebeten.
Für gute Laune, anregende Gespräche und so weiter seit Ihr dann selbst verantwortlich.
Anmeldung ist erforderlich, da wir immer mehr nette Gäste bekommen und die Plätze aber begrenzt ( 45 ) bleiben.
038304-829745
baltik-kulturhg@gmx.de

Hafentage in Stralsund

Stralsund – Wirtschaftsminister Harry Glawe wird am Freitagabend (24. Mai) die Hafentage in Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) eröffnen. „Bei den Hafentagen wird eine vielseitige Bandbreite unserer maritimen touristischen Vielfalt unseres Landes präsentiert. Dazu gehören beispielsweise eine abwechslungsreiche Bummel- und Erlebnismeile an Land, Ausfahrten auf dem Wasser, Drachenbootwettkämpfe, Wasserrettungsvorführungen sowie ein ansprechendes Programm für alle Altersgruppen. Das Fest ist zu einem Aushängeschild für die Region geworden, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld der Veranstaltung. Die Stralsunder Hafentage finden bis Sonntag statt.

„Maritime Veranstaltungen sind ein wichtiger Baustein, um für unser Bundesland als attraktiven Tourismusstandort zu werben“, so Glawe weiter. Beispiele hierfür sind die Hanse Sail in Rostock (08. bis 11. August); die Müritz Sail in Waren (Müritz) (30. Mai bis 02. Juni 2019); die Haff Sail in Ueckermünde (01. Juni); die Warnemünder Woche (06. bis 14. Juli 2019) oder das Schwedenfest in Wismar (15. bis 18. August 2019). „Viele maritime Feste im Land sind heute abwechslungsreiche Veranstaltungen mit hohem Bekanntheitswert über die Landesgrenzen hinaus. Dennoch bedarf es ständig gezielter Aktivitäten, um neue Gäste für Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Hansestadt hat sich in den vergangenen Jahren touristisch deutlich weiter entwickelt. „Stralsund konnte bei den Übernachtungen im Laufe der vergangenen Jahre starke Zuwächse verzeichnen. Von maritimen Festen profitieren auch Handel, Hotels und Gastronomie“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. 2013 verzeichnete die Hansestadt Stralsund rund 448.000 Übernachtungen, so ist dieser Wert nach Angaben des Statistischen Amtes auf rund 528.000 Übernachtungen angestiegen. Das sind über 80.000 (+18 Prozent) Übernachtungen mehr in nur sechs Jahren.

Schwesig: Besuch des Königspaares war großer Erfolg

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute ein positives Fazit des Besuchs des niederländischen Königspaares in Mecklenburg-Vorpommern gezogen.

„Es war mir eine große Ehre, Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Màxima unser schönes Land zu zeigen. Ich bin mir sicher, dass das niederländische Königspaar viele positive Eindrücke mit nach Hause nimmt“, erklärte die Ministerpräsidentin in Bollewick.

Am zweiten Tag stand zunächst ein Besuch der MV-Werft in Warnemünde auf dem Programm. Anschließend informierten sich das Königspaar und die Ministerpräsidentin in Bollewick über Projekte im ländlichen Raum.

„Es gibt viele Felder, auf denen wir noch enger zusammenarbeiten können. Das gilt im wirtschaftlichen Bereich. Die Niederlande sind schon heute der zweitwichtigste Handelspartner unseres Landes. Ich hoffe sehr, dass der Besuch der niederländischen Wirtschaftsdelegation mit Schwerpunkt auf der maritimen Wirtschaft zu einer noch engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit führt. Aber auch auf vielen anderen Feldern können wir noch enger kooperieren. Zum Beispiel beim Küstenschutz und dem Schutz der Meere. Ich freue mich sehr darüber, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Niederlanden und Mecklenburg-Vorpommern dabei noch enger zusammenarbeiten wollen. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“, sagte die Ministerpräsidentin.

Das Königspaar wurde in Schwerin, Warnemünde und Bollewick von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern mit Applaus empfangen. „Vielen Dank an alle, die das Königspaar so herzlich in Mecklenburg-Vorpommern empfangen haben! Sie alle haben diesem ganz besonderen Besuch zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht“, freute sich Schwesig.

11. Nationale Maritime Konferenz

Friedrichshafen – In Friedrichshafen (Baden Württemberg) findet von Mittwoch (21. Mai) bis Donnerstag (22. Mai) die 11. Nationale Maritime Konferenz statt.

„Ich möchte vor Ort deutlich machen, unser maritimer Anlagenbau ist keine norddeutsche Soloveranstaltung. Zukunftsfähiger Maritimer Anlagenbau ist ein gesamtdeutsches Gemeinschaftsprojekt. Findet die Wertschöpfung doch zu 70 Prozent außerhalb der Werften statt und circa die Hälfte davon in Bundesländern südlich der deutschen Küstenländer. Dass, was bei der Automobilindustrie allen klar ist, muss beim maritimen Anlagenbau noch deutlicher verstanden werden. Die maritime Branche sorgt nicht allein im Norden für wirtschaftliches Wachstum. Es sind neue maritime Sicherheitskonzepte, innovative Produkte und digitale Lösungen in allen Bereichen erforderlich. Hierzu zählen der Schiffbau, die Zulieferindustrie, Reeder und die Häfen. Nur im überregionalen Austausch der einzelnen Akteure können neue Technologien und Produkte entwickelt sowie Risiken vermindert werden“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Stefan Rudolph am Dienstag.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement für die maritime Branche. „Die Finanzierung neuer Aufträge stellt die Branche insbesondere im Schiffbau vor große Herausforderungen. Volle Auftragsbücher allein reichen nicht aus. Genauso müssen die jeweiligen Finanzierungen der Projekte gesichert werden. Doch Banken und Versicherer agieren überwiegend zurückhaltend bei der Finanzierung maritimer Projekte. Die Unternehmen sind ihrerseits nicht in der Lage, ihre im Spezialschiffbau sehr hohen und längerfristig laufenden Bauzeitfinanzierungsbedarfe ohne finanzielle Hilfen zu decken. Wir brauchen neben unserer eigenen Unterstützung weiter eine nachhaltige Unterstützung des Bundes, um den Absicherungsbedarf bei Bauzeitfinanzierungen für Schiffe zu gewährleisten. Hier gibt es auch zukünftig Handlungsbedarf“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt ca. 11.500 Beschäftigten ein industrieller Kern. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 6.500 Mitarbeitern. Hinzu kommen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und ca. 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. „Von den Gesamtbeschäftigten auf den Werften sind etwa rund 90 Prozent im Kreuzfahrtschiffbau tätig. Die Unternehmen haben sich zu wichtigen Arbeitgebern im verarbeitenden Gewerbe entwickelt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend. Der Auftragsbestand im Kreuzfahrtschiffbausegment beträgt gegenwärtig rund 3,6 Milliarden Euro.

Auf Initiative der Bundesregierung finden im zweijährigen Rhythmus Nationale Maritime Konferenzen statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Deutschland maritim global smart green“. Mit der Durchführung der Konferenzen will die Bundesregierung die Bedeutung der maritimen Wirtschaft für Deutschland hervorheben und gleichzeitig einen Beitrag zur Stärkung dieser Branche leisten. Dementsprechend sollen im gemeinsamen Dialog zwischen Vertretern aus den Bereichen Schiffbau, Schiffbauzulieferer, Meerestechnik, Offshore-Windenergie, Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft, der Wissenschaft und Forschung, der Gewerkschaften, der Politik und der Administration aus Bund und Ländern die Herausforderungen und Wege zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der maritimen Wirtschaft Deutschlands beraten werden.

Verkehrsfreigabe für neuen Radweg

Schwerin – Am 21. Mai 2019 gibt Verkehrsminister Christian Pegel mit Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier den neuen Radweg zwischen der Kleingartenanlage „Am Fernsehturm“ an der Plater Straße in Schwerin und der Gemeinde Plate für den Verkehr frei.

Der 2,50 Meter breite und ca. 1,5 Kilometer lange Asphaltradweg beginnt an der Kleingartenanlage „Am Fernsehturm“ und endet an der Stadtgrenze zum Ortsteil Consrade der Gemeinde Plate. Er wurde innerhalb von drei Monaten gebaut und verläuft straßenbegleitend entlang der Westseite der Plater Straße.

Mit dem neuen Radweg wird die letzte Lücke in der Radwegverbindung zwischen Schwerin – Großer Dreesch und der Autobahnbrücke über die Autobahn 14 geschlossen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 557.000 Euro. Diese werden nach der Kommunalen Radbaurichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 418.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördert.

10 Jahre MIGRANET-MV

Schwerin – Integrationsministerin Stefanie Drese gratulierte heute dem Netzwerk MIGRANET-MV zum zehnjährigen Bestehen. „Es ist ein Gewinn, eine Interessenvertretung von Migrantinnen und Migranten im Land zu haben, die eine so große Vielfalt an Herkunftsländern, Sprachen, Kulturen und Religionen repräsentiert. MIGRANET-MV ist für zahlreiche Akteure im Land ein nicht mehr wegzudenkender Partner“, sagte Drese auf der Festveranstaltung in Schwerin.

Neben der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, und der Integrationsbeauftragten der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, nahmen auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter überregionaler Organisationen wie z.B. vom Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) oder vom „Integration durch Qualifizierung (IQ)“- Netzwerk an der zweitägigen Konferenz teil.

Ministerin Drese hob in ihrem Grußwort die Bedeutung von MIGRANET-MV für mehr politische und gesellschaftliche Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in Mecklenburg-Vorpommern hervor. Seit der Gründung 2009 seien zahlreiche Aktivitäten für Austausch und Begegnung entwickelt, interkulturelle Projekte initiiert und Vereinsgründungen unterstützt worden. Drese: „Beeindruckend ist die Steigerung von 20 auf 50 Migrantenvereinen im gesamten Land, die sich unter dem Dach vom MIGRANET-MV zusammengeschlossen haben. Damit sorgen sie an vielen Orten im Land für ein gutes Zusammenleben und für eine gelingende Integration.“

Die Ministerin resümierte, dass Mecklenburg-Vorpommern sich in den vergangenen Jahren sichtbar zu einem Zuwanderungsland entwickelt habe. Das sei vor allem in Städten wie Schwerin, Rostock oder Greifswald sichtbar, aber auch in den Landkreisen habe die Vielfalt in der Bevölkerung zugenommen.

Drese: „Wir haben in MV inzwischen einen Anteil von Menschen mit ausländischem Pass von knapp fünf Prozent. Das ist gegenüber 2012 mehr als eine Verdopplung. Diese Zuwanderung verläuft nicht immer ohne Probleme. Sie bereichert aber unser Zusammenleben, schafft Chancen und positive Effekte für Wirtschaft und Wissenschaft, Sport, Musik und Kunst. Einheimische und Zugewanderte sind gleichermaßen aufgefordert, gegenseitigen Respekt für unterschiedliche Kulturen und Traditionen zu entwickeln. Integration und Zusammenhalt müssen gelebt und gestaltet werden. MIGRANET-MV spielt dabei eine zentrale Rolle.“

Kinderrechte ins Grundgesetz

Weimar – Die für Kinder und Jugendliche zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder fordern die ausdrückliche Normierung von Kindergrundrechten im Grundgesetz. Dies beschloss die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) im Rahmen ihrer zweitägigen Tagung in Weimar.

„Wir wollen mit unserem Beschluss den Diskussionsprozess zwischen Bund und Ländern befördern“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese nach Abschluss der JFMK. „Kinderrechte in der Verfassung sollen vor allem den Vorrang des Kindeswohls sicherstellen. Das bedeutet, dass die Interessen von Kindern bei allen sie betreffenden Entscheidungen mit besonderem Gewicht in die Abwägung einbezogen werden müssen“, so Drese.

Auch der Ausbau des Schutzes vor Gewalt und anderen Risiken, Beteiligungsrechte sowie die verfassungsrechtliche Absicherung von Entwicklungs- und Entfaltungsrechten sind nach Angaben von Drese wichtige Ziele des JFMK-Antrags.

Drese: „Ich bin sehr froh, dass wir den Beschluss einstimmig über alle Parteigrenzen hinweg gefasst haben. Das ist ein starkes Signal für die weiteren Beratungen mit der Bundesregierung zur Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz.“

In einem weiteren Beschluss bekräftigte die Ministerkonferenz ihre Forderung nach einer Verstetigung der Bundesmittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ über 2022 hinaus, um damit die Kindertagesförderung nachhaltig, dauerhaft und rechtssicher verbessern zu können.

Mit Bezug auf die Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes stellen die Jugend- und Familienminister fest, dass die Reform zu erheblichen Mehrkosten bei den Ländern geführt hat. Sie fielen im Jahr 2018 mehr als viereinhalb Mal höher aus als vom Bund im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens prognostiziert. Drese: „Der deutlich erweiterte Unterhaltsvorschuss ist eine große Unterstützung für Alleinerziehende und ein wichtiger Baustein zur Reduzierung der Armutsgefährdung, da deutlich mehr Kinder als zuvor einen Leistungsanspruch haben. Wir erwarten nun aber, dass der Bund seinen Finanzierungsanteil deutlich erhöht, um die erheblichen Mehrbelastungen der Länderhaushalte auszugleichen.“

Alkohol – die unterschätzte Droge

Schwerin – Alkohol ist eine Gesellschaftsdroge. Sie ist immer präsent und fast überall erhältlich. Trotz positivem Trend, ist sie immer noch die Volksdroge Nummer 1. Die Aktionswoche Alkohol ist eine Präventionskampagne, die auf Freiwilligkeit, Bürgerengagement und Selbsthilfe baut. Mit ihrer Botschaft „Alkohol? Weniger ist besser!“ wendet sie sich an alle, die Alkohol trinken. Das sind über 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Die Aktionswoche findet alle zwei Jahre bundesweit statt und soll anregen, über den eigenen Konsum nachzudenken. Viele Vereine und Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich an der bundesweiten Aktionswoche, um das Thema Alkohol in die Öffentlichkeit zu bringen. 6.331 Menschen suchten 2018 wegen eines Alkoholproblems die Suchtberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern auf. 4.926 waren davon zwischen 30 und 59 Jahren alt.

„Diese Zahlen allein zeigen, wie wichtig es ist, die Alkoholprävention weiter voranzutreiben und bei Erwachsenen das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum zu schärfen. Mit Verboten allein kommt man allerdings nur wenig voran, wichtig ist eine vernünftige Aufklärung über die Folgen von Alkoholmissbrauch. Dabei geht es auch um die Vorbildfunktion der Erwachsenen, die einen erheblichen Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen habe. Die Aktionswoche ist ein gutes Beispiel, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Ich danke allen Unterstützern und Organisatoren“, betonte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern.

Oberbürgermeister Rico Badenschier: „In Schwerin werden aktuell 802 Klienten in Suchtberatungsstellen betreut, davon 443 mit der Diagnose Alkohol. Die Zahl spricht eine eindeutige Sprache und zeigt einmal mehr, wie wichtig Aufklärungsarbeit bei Kindern- und Jugendlichen ist. Deshalb unterstützen wir als Stadt finanziell nicht nur die beiden Suchtberatungsstellen, sondern auch die Suchtprävention. Ganz besonders freue ich mich, dass die verschiedenen Veranstaltungen der Aktionswoche in diesem Jahr im gesamten Stadtgebiet stattfinden. So wird beispielsweise im gerade neu eröffneten Campus am Turm die Wanderausstellung ‚bunt statt blau‘ gezeigt.“

Die Aktionswoche in Mecklenburg-Vorpommern wird am 20.05.2019 um 8.45 Uhr mit Grußworten des Oberbürgermeisters und des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in der Aula der VHS Schwerin eröffnet.

Schüler*innen aus Schwerin werden den Film „Zoey“ erleben. Im Vorfeld haben die Schüler*innen die Möglichkeit, sich an verschiedenen Mitmachaktionen mit dem Thema Alkohol auseinanderzusetzen.

Für Erwachsene wird in Kooperation mit „Kino unterm Dach“ am 23.05.2019 um 19.30 Uhr der Film „Don’t Worry, weglaufen geht nicht“ gezeigt. Anschließend folgt eine Gesprächsrunde. Nicht nur der Eintritt ist frei, sondern es werden auch alkoholfreie Getränke gereicht.

 Weitere Veranstaltungen im ganzen Land finden Sie unter www.lakost-mv.de und www.aktionswoche-alkohol.de

Fördermittel für Schulerweiterung

Grabow – Am 20. Mai 2019 übergibt Bauminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von ca. 2,3 Millionen Euro an Kathleen Bartels, Bürgermeisterin der Stadt Grabow, für Umbau und Erweiterung der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) dienen der Förderung der nachhaltigen ländlichen Entwicklung in kleinstädtisch geprägten Gemeinden. Zweck der Förderung ist es, die Potenziale des ländlichen Raums gezielt so zu stärken, dass ein attraktiver Lebensraum geschaffen wird.

Bei der regionalen Schule „Friedrich Rohr“ handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude. Die aktuellen Platzverhältnisse reichen jedoch nicht aus, um die heutigen wie auch die prognostizierten Schülerzahlen in den kommenden Jahren aufzunehmen. Zudem findet die Mittagsversorgung der Schüler zurzeit in einer provisorisch eingerichteten Cafeteria im Kellergeschoss statt. Deshalb will die Stadt Grabow mit einem Erweiterungsbau die nötigen Raumkapazitäten schaffen und die momentan nicht nutzbare Mensa im Bestandsgebäude umbauen und erweitern.

Die Arbeiten sollen kurzfristig beginnen und bis Ende 2020 abgeschlossen werden.

Internationaler Tag gegen Homophobie

Sozialministerin Stefanie Drese spricht sich zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie für Vielfalt und Toleranz und gegen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit aus. Der Tag wird heute begangen.

„Auch heute werden Menschen noch wegen ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität diskriminiert, beschimpft oder erfahren Gewalt. Das ist in unserer offenen Zivilgesellschaft nicht hinnehmbar. Der Einsatz für Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identitäten bleibt deshalb eine wichtige Aufgabe der Landesregierung“, so Drese.

Der internationale Aktionstag erinnert daran, dass am 17. Mai 1990 Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen worden ist. Aus diesem Anlass werden Aktionen und Veranstaltungen organisiert, die auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen medial aufmerksam machen sollen.

Drese: „Jeder Mensch soll in Mecklenburg-Vorpommern gleichberechtigt und ohne Angst vor Ausgrenzung und Anfeindung leben können. Vor allem Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit helfen dabei, gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern. Dabei sind Netzwerke, Verbände und Organisationen, die für die Interessen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- oder intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) in Mecklenburg-Vorpommern einstehen wichtige Partner für die staatliche Ebene. Sie sind Anlaufstelle, Ansprechpartner und Brückenbauer. Den dort aktiven Menschen gilt anlässlich des Aktionstages mein Dank.“

Die Landesregierung unterstützt seit Jahren den Landesverband LSVD und die insgesamt fünf Beratungsstellen (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Greifswald, Wismar) in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Bundesfamilienministerium startete jüngst das „Regenbogenportal“. Das breit gefächerte Online-Nachschlagewerk informiert über gleichgeschlechtliche Lebensweisen, geschlechtliche Vielfalt und vernetzt mit verschiedenen LSBTI*-Communities.

Vorpommern-Tage der Festspiele

Torgelow – 2019 laden die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern erstmals im Rahmen des Festivals zu Vorpommern-Tagen ein. Heute wurde in Torgelow das Programm vorgestellt.

„Ich freue mich sehr darüber, dass die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern erstmals Vorpommern-Tage in ihr Programm aufgenommen haben. Das ist ein Gewinn für alle: für die Spielorte, für die Festspiele, für Vorpommern und vor allem für die Besucherinnen und Besucher der sehr abwechslungsreichen Veranstaltungen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Vorstellung des Programms.

Auf dem Programm der vom 5. bis zum 7. Juli dauernden „Konzert- und Kulturreise“ durch den Landesteil Vorpommern stehen drei große Konzertveranstaltungen in der Kirche in Benz auf der Insel Usedom, in der Haferscheune des Gutshauses Stolpe und in der Eisengießerei Torgelow. Hinzu kommen eine musikalische Schifffahrt auf der Peene und eine Landpartie in den Botanischen Garten Christiansberg.

Die Veranstaltungsreihe soll mit 13.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds gefördert werden. „Mit dem Fonds unterstützen wir auch Projekte, mit denen die kulturelle Identität in Vorpommern gestärkt wird. Die Festspiele tragen dazu mit dieser Veranstaltungsreihe auf doppelte Weise bei: Sie bringen erstklassige Konzertveranstaltungen in ländliche Orte, die sonst nicht so sehr im Fokus stehen. Und sie machen hervorragende Werbung für Vorpommern, weit über die Grenzen unseres Landes hinaus“, so Dahlemann.

Produktionswerk in Rehna eröffnet

Rehna – In Rehna im Landkreis Nordwestmecklenburg ist heute die neue Produktionsstätte der Palmberg GmbH eröffnet worden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte in ihrer Rede die Entwicklung des Unternehmens seit 1990 als „wirtschaftliche Erfolgsgesichte“ in Mecklenburg-Vorpommern.

„Palmberg ist in den drei Jahrzehnten zu einem der führenden Büromöbelanbieter in Europa geworden. Die Qualität der Möbel made in Schönberg und jetzt auch made in Rehna hat sich herumgesprochen. Jeden Tag fahren die LKW vom Hof und bringen die Produkte zu Kunden nach ganz Deutschland und auch in Nachbarländer wie nach Österreich oder in die Niederlande“, sagte die Ministerpräsidentin. Mit der neuen Produktionsstätte könne das Produktionsprogramm noch erweitert werden. In Rehna sollen 40 bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden.

Das Unternehmen beweise zudem Verantwortung für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für die Gesellschaft. So sei die Palmberg GmbH 2018 als TOP-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet worden. Das Unternehmen engagiere sich für den Sport, zuletzt vor allem für die Volleyballerinnen des Schweriner SC. „Tolle Frauen, sehr sympathisch und erfolgreich – ein Aushängeschild für unser Land“, sagte die Ministerpräsidentin.

Das Engagement gehe aber weit über den Sport hinaus. „Für den Schönberger Musiksommer ist das Unternehmen ebenso ein wichtiger Partner wie für das Biosphärenreservat Schaalsee und viele regionale Vereine“, so Schwesig. „Das ist ein tolles Engagement für ein gutes Zusammenleben, für den Zusammenhalt der Menschen.“

Bewirtschaftung von Kleingärten

Anklam – Das Kleingartenwesen in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern muss laut Umweltminister Dr. Till Backhaus familien- und seniorenfreundlicher gestaltet werden. Nur so könne man dem zunehmenden Leerstand entgegenwirken und das Fortbestehen dieser Tradition sichern. Eine Möglichkeit sehe er darin, die Vorgaben zur Mindestbewirtschaftung zu lockern.

Heute Abend (ab 17.30 Uhr) nimmt Minister Backhaus in Anklam an einer öffentlichen Diskussionsrunde mit Vorständen der Kleingartenvereine Anklam in der Gaststätte „Südeck“ (Adolf-Damascke-Straße 20) zur Zukunft des Kleingartenwesens teil.

Bei der heute stattfindenden Veranstaltung wird es auch um die Frage gehen, wie das Kleingartenwesen in bevölkerungsarmen Regionen erhalten werden kann. „Während es um Schwerin und Rostock lange Wartelisten gibt, musste in Anklam bereits eine Kleingartenanlage geschlossen werden“, so Backhaus. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits 2015 über 4.000 Parzellen nicht bewirtschaftet, bundesweit sind es aktuell rund 65.000. Dies könne beispielsweise durch mehr Schulgartenprojekte geändert werden.

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Kleingärtnerinnen und -gärtner noch immer der größte Landesverband. Hierzulande gibt es etwa 80.000 Kleingartenbesitzer, die in über 1.000 Vereinen organisiert sind und eine Fläche von etwa 3.700 Hektar bewirtschaften. Daneben gibt es noch rund 10.000 nicht organisierte Kleingärtner. Damit sind die Mecklenburger und Vorpommern nach den Sachsen und den Anhaltinern die drittstärkste Kraft im organisierten Kleingartenwesen in Deutschland.

„Kleingärten sind nicht nur Plätze zum Ausspannen und Erholen, sondern für viele sind sie Bioladen, Apotheke und Fitnesscenter. Auch für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind sie unverzichtbar: Die oft innerstädtischen Grünflächen liefern Sauerstoff, filtern und befeuchten die Luft und sind Lebens- und Rückzugsräume für Flora und Fauna“, betonte er.

Für die Förderung der Kleingartenvereine stellt das Land jährlich etwa 90.000 Euro bereit. In einem Landeskleingartenausschuss arbeitet das Umweltministerium gemeinsam mit den Verbänden an der Lösung aktueller Fragen.