Vorhang hebt sich zu THEATER IN SICHT

Land fördert Theaterwochen für Schülerinnen und Schüler

Schwerin – Mit den Theaterwochen 2019 laden die Theater in Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte ein, Schauspiel, Musiktheater, Tanz und Musik auf der Bühne zu erleben. Vom 18. Februar bis 4. März 2019 sind große und kleine Inszenierungen aller Sparten zu sehen. Bereits zum dritten Mal schließen sich die Stadt-, Landestheater und das Staatstheater zusammen und präsentieren Schulklassen nach den Winterferien ein vielfältiges Programm. Das Land fördert THEATER IN SICHT im Jahr 2019 mit 10.000 Euro.

„Die Theaterwochen versprechen einen großartigen Mix aus klassischen und modernen Stücken, Dramatisierungen deutscher und fremdsprachiger Literatur, Kinderbuchadaptionen und Stücken, die den Lebensalltag der Jugendlichen berühren, Musiktheateraufführungen, modernem Tanztheater und klassischem Ballett sowie eindrucksvollen Orchesterwerken. Dafür gilt mein Dank allen Organisatoren“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Kulturelle Bildung sollte Teil der Schulbildung eines jeden Heranwachsenden sein. Um Theaterangebote in den Unterricht zu integrieren, freue ich mich über die Bereitschaft der Theater, vormittags Inszenierungen anzubieten, die oft nur im Abendspielplan gezeigt werden“, betonte Hesse.

„‚In Sicht‛ sein wollen wir ja das ganze Jahr über – für Kinder und Jugendliche aber besonders gebündelt in den zwei Wochen nach den Winterferien“, sagte der stellvertretende Intendant des Volkstheaters Rostock, Ralph Reichel. „Angebote, die von Tanzworkshops über Klassenzimmerstücke bis zur großen Oper reichen, kommen bei ‚Theater in Sicht‛ in Rostock aus allen vier Sparten des Volkstheaters. Neu in diesem Jahr: Erstmals steht ein spezielles Mitmachformat auf dem Programm. Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren können ihren Zusammenhalt als Klasse in einem eigenen Theaterworkshop erproben, wenn es heißt ‚Ihr seid das Team‛“, so Reichel.

„Kulturelle Bildung gehört zur umfassenden Menschenbildung und ist wesentlicher Baustein zur Entwicklung menschlicher Würde. Sie ist Grundvoraussetzung zur Entwicklung persönlicher Identität und Gemeinschaftssinn als Basis für eine demokratische Gesellschaft“, betonte Joachim Kümmritz, Intendant der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz. „Die vielfältigen Formen von Theaterkunst weiten den Blick und öffnen die Sinne. Wir ermöglichen Kindern und Jugendlichen einen offenen Zugang, die vielfältigen Formen der Theaterkünste kennenzulernen. Wir wollen ihre Neugier wecken, damit sie die Chance haben, inspiriert zu sein, um sich selbst kreativ betätigen zu können. Wir laden sie ein, Theater zu erleben, selbst zu spielen und Musik zu machen und werden unsere Partnerschulen weiter dabei unterstützen, künftig noch mehr künstlerische Angebote im Schulalltag zu integrieren“, sagte Kümmritz.

„Zur Unterrichtszeit Theater sehen, Theater erleben, Theater aktiv am eigenen Leib erfahren und so diesen Aspekt kultureller Bildung zum festen Bestandteil schulischer Bildung machen – dafür steht THEATER IN SICHT“, sagte Dirk Löschner, Intendant des Theaters Vorpommern. „Jede Schülerin und jeder Schüler sollte die Chance erhalten, neben unseren speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Produktionen auch große Stücke des Abendspielplans erleben zu können. So lädt das Theater Vorpommern mit ‚Die Zauberflöte‛ zu großer Oper ein, das Philharmonische Orchester Vorpommern spielt Beethovens 2. Sinfonie in einem besonderen Konzertformat für junge Hörerinnen und Hörer. Das BallettVorpommern zeigt mit ‚Der Besuch‛ nach Dürrenmatts ‚Der Besuch der alten Dame‛ und ‚Don Quijote‛ bedeutende Literatur im Kontext einer anderen Kunstform, der des Tanzes. Und auch das Schauspiel ist mit mehreren Inszenierungen auf den großen und kleinen Bühnen in Stralsund, Greifswald und Putbus vertreten. Wir freuen uns auf zwei erlebnisreiche Theaterwochen mit unserem jungen Publikum“, so Löschner.

„Die Theaterwochen THEATER IN SICHT sind für uns immer eine ganz besondere Zeit, in der wir Schulklassen den Besuch des Mecklenburgischen Staatstheaters innerhalb der Schulzeit ermöglichen und mit unserem jungen Publikum und den Pädagoginnen und Pädagogen in den Dialog treten“, sagte der Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, Lars Tietje. „Wir hoffen, vor allem Schulen aus dem ländlichen Raum den Weg ins Theater zu erleichtern. Auch in diesem Jahr haben wir bei der Zusammenstellung des Programms auf Vielfalt gesetzt: Es beteiligen sich alle Sparten, wir zeigen Klassiker ebenso wie Zeitgenössisches und haben für jede Altersgruppe etwas im Angebot. Außerdem gibt es ein breites theaterpädagogisches Begleitangebot. Wir freuen uns auf viele theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler“, betonte Tietje.

„Bei der Vorpommerschen Landesbühne wurden ca. 50 Prozent der Angebote im Rahmen von THEATER IN SICHT von verschieden Schulen an unseren drei festen Spielstätten angenommen“, erklärte Martin Schneider, designierter Intendant der Vorpommerschen Landesbühne in Anklam. „Wir begrüßen es sehr, in diesem Zeitraum Schulen gebündelt verschiedenste Inszenierungen anbieten zu können und mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sich über die jeweiligen Inszenierungen sowie Theater im Allgemeinen austauschen zu können“, sagte Schneider.

Landkreis Rostock gestaltet Ländertag auf der Internationalen Grünen Woche

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin richtet der Landkreis Rostock am Samstag, den 19. Januar 2019, den traditionellen Ländertag unter dem Motto „Genuss mittendrin“ aus. Zu einem Rundgang durch die MV-Halle (ab 11.30 Uhr) wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet.

„Der Landkreis Rostock ist zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei, der diesjährige Ländertag ist damit in mehrfacher besonders. Unbestritten ist die Region das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Mehr als 70 Prozent der Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Rohwaren aus der Region werden in der Region weiterverarbeitet. Eine anspruchsvolle Auswahl dieser Produkte wird in Berlin präsentiert. Ich freue mich, dass der Landkreis unseren Länderauftritt komplettiert und wir Mecklenburg-Vorpommern in all seinen Facetten präsentieren können“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Mit der Ostseeküste, der Mecklenburgischen Schweiz, der Seenplatte, dem Warnowtal und seiner Nähe zur Hansestadt Rostock habe der Kreis auch in Sachen Natur und Tourismus viel zu bieten, unterstreicht Landrat Sebastian Constien. Hinzu kämen kurze Entfernungen nach Berlin und Hamburg sowie schnelle Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. „Diesen unvergleichlichen Mix aus guter Wirtschaftsentwicklung, intakter Natur und hoher Lebensqualität werden wir auch auf der Grünen Woche zeigen“, sagte er weiter. Der Schwerpunkt liege natürlich auf den kulinarischen Highlights.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat die Weiterentwicklung der Region maßgeblich unterstützt. So wurden im gesamten Landkreis seit 2007 fast 8.000 Projekte mit ca. 270 Millionen Euro unterstützt.

Finanzielle Unterstützung für den Messeauftritt erhalten die Unternehmen aus der Region Rostock durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rostock (WLR). „Mit der Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche wollen wir kleine und mittlere Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen. Aus diesem Grund werden unsere Aussteller ihre Spezialitäten auch im Professional Center vorstellen, einem speziellen Areal für Fachbesucher aus dem Ernährungsbereich“, hebt WLR-Geschäftsführer Christian Fink hervor.

Die Aussteller aus dem Landkreis Rostock stellen edle Süßwaren von Pralinés und Schokoladen über Torten und Kuchen bis hin zu regionalen Spirituosen und schmackhaften Spezialitäten wie Wurst, Schafskäse oder Fischwaren her. Einen Vorgeschmack auf die Region bieten die Aussteller an, die ihre Produkte auch online verkaufen.

IGW-Aussteller aus dem Landkreis Rostock:

Milchhof Alt Sührkow (Alt Sührkow)
Schwaaner Fischwaren (Schwaan)
Genuss Manufaktur Edle Tropfen – Kräuterspezialitäten (Heiligenhagen)
Weinhandlung Schollenberger (Bad Doberan)
Genuss und Tradition (Reimershagen)
Schokoladerie de Prie (Rostock)
Erste MAENNERHOBBY (Klein Kussewitz)
Hofgut Rosengarten (Walkendorf)
Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (Kühlungsborn)
Fleischerei Ledder (Stäbelow)
Pistol Prime BBQ (Roggentin)
Schafscheune Hofkäserei (Vietschow)

Der Landkreis Rostock ist flächenmäßig der viertgrößte Landkreis Deutschlands. Er vereint fast 120 Städte und Gemeinden unter einem Dach. Mit rund 215.000 Einwohnern hat er die Nase knapp vor der Hansestadt, die auf gut 208.000 Einwohner kommt.

Schwesig: Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Wirtschaftsfaktoren bei uns

Berlin – „Die Internationale Grüne Woche ist ein wichtiges Schaufenster für die Land- und Ernährungswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sind wir zum 29. Mal hier vertreten, schon zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle. Sie ist ein Besuchermagnet mit einem besonderen Flair und einem abwechslungsreichen Programm“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des Ländertages Mecklenburg-Vorpommern auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Aus dem Land sind 71 Ausstellerinnen und Aussteller vertreten. Besonderer Partner ist in diesem Jahr der Landkreis Rostock.

Die Land- und Ernährungswirtschaft habe in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition und sind „wichtige Wirtschaftsfaktoren in unserem Land. Sie gehören zu den modernsten und leistungsfähigsten in ganz Europa.“

Es sei gut, dass die Grüne Woche die Möglichkeit biete Spezialitäten der einzelnen Bundesländer kennenzulernen und man andererseits mitten in der Großstadt Landwirtschaft hautnah erleben könne. „Wir vergessen manchmal: Brot, Butter, Fleisch und Käse kommen nicht von allein auf den Teller. Landwirt zu sein ist kein Job wie jeder andere. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Landwirte sorgen für Arbeitsplätze in ländlichen Räumen und lebendige Dörfer“, sagte die Regierungschefin und erinnerte in diesem Zusammenhang an die für Landwirte schwierigen letzten Jahre.

Die Ministerpräsidentin dankte Ausstellern und Organisatoren: „Es ist wieder eine eindrucksvolle und schöne Präsentation unseres Landes gelungen.“

Jahresempfang im NaturErlebnisZentrum Müritzeum

Waren(Müritz) – Am Freitag hat der Jahresempfang des NaturErlebniszentrums Müritzeum in Waren (Müritz) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte stattgefunden. „Das Müritzeum hat sich neben dem Ozeaneum in Stralsund und dem Darwineum in Rostock zu einem touristischen Leuchtturm in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Das NaturErlebnisZentrum bringt den Besuchern jeden Alters unterhaltsam und phantasievoll die Tier- und Pflanzenwelt der Region näher. Das Müritzeum leistet einen wertvollen Beitrag zur Saisonverlängerung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe wurde beim Jahresempfang durch den Referatsleiter Thomas Weber, zuständig für den Bereich „Förderung der kommunalen Infrastruktur“ im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit vertreten.

Auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern informiert das 2007 eröffnete Müritzeum über Natur und Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte und stellt die Flora und Fauna der Region seit dem Ende der Eiszeit dar. Die Hauptattraktion im Müritzeum ist das Süßwasseraquarium mit sechs Metern Höhe – das rund 100.000 Liter fassende Schaubecken zeigt einen Tiefenausschnitt aus der Müritz.

Weiterhin können sich die Besucher Informationen über touristische Angebote aus der ganzen Region einholen und sich über den Müritz-Nationalpark mit seinen Besonderheiten und Naturschönheiten informieren. In den vergangenen Jahren ist das Museumsangebot erweitert worden, beispielsweise um ein Sonderbecken im Aquarienbereich und um die Schaffung eines zusätzlichen Veranstaltungsraums im Zusammenhang mit dem Umbau des Foyers. Neu ist eine Dauerausstellung, in der ein Ausschnitt eines Buchenwaldes zu sehen ist.

„Die Betreiber des Müritzeums sind stetig dabei, weitere für die Besucher attraktive Elemente zu initiieren. So soll beispielsweise auf dem Terrassendach ein neuer Veranstaltungsraum entstehen und die Zeitreise-Ausstellung neu konzipiert werden. Das sind kluge Investitionen, um Gästen aus Nah und Fern die beeindruckende Natur der Region vorzustellen“, sagte Glawe.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in Waren (Müritz) im Zeitraum Januar bis Oktober 2018 insgesamt rund 155.000 Ankünfte (das entspricht einem Plus von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 617.000 Übernachtungen (+12,3 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern gab es im gleichen Zeitraum knapp 7,1 Millionen Ankünfte (+4,3 Prozent) und über 28,3 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent).

Regionalkonferenzen zur Digitalisierung in der Schule gestartet

Staatssekretär Freiberg: Wir klären, wer welche Aufgaben zu bewältigen hat

Greifswald – Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, öffentlichen Schulträgern, kommunalen IT-Dienstleistern und der Schulaufsicht treffen sich am Nachmittag im Schulamtsbereich Greifswald bei der zweiten Regionalkonferenz zur Digitalisierung. Gestern hatten sich bereits 220 Vertreterinnen und Vertreter bei der ersten Regionalkonferenz im Schulamtsbereich Rostock in Güstrow über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung in der Schule ausgetauscht. In der kommenden Woche wird es weitere Regionalkonferenzen in Schwerin und Neubrandenburg geben. Außerdem ist eine eigene Regionalkonferenz mit den Trägern freier Schulen geplant.

„Digitalisierung verändert die gesamte Gesellschaft von Grund auf. Damit kommen auch viele Neuerungen auf unsere Schulen zu, aber die Digitalisierung eröffnet auch große Chancen“, betonte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Verständlicherweise gibt es viele Fragen, wenn etwas neu ist. Bei den Regionalkonferenzen kommen wir darüber ins Gespräch und tauschen uns mit Schulen und Schulträgern aus. Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen an die Schülerinnen und Schüler kann nur gelingen, wenn alle Seiten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Bei den Regionalkonferenzen sprechen wir auch darüber, wer welche Aufgaben zu bewältigen hat. Insofern freue ich mich über das große Interesse“, sagte Freiberg.

Die Schulen entwickeln sogenannte Medienbildungskonzepte, die die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreiben und die Umsetzung in einer Schule festlegen. Medienbildungskonzepte sollen Teil des Schulprogramms sein. Schulträger hingegen stellen Medienentwicklungspläne auf, die über die technische Ausstattung, die Finanzierung und die Fortbildungen für eine technische Einweisung Auskunft geben. Medienbildungskonzepte und Medienentwicklungspläne sind die Voraussetzung, damit Schulen und Schulträger Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten können.

„Der DigitalPakt soll dazu beitragen, die technische Infrastruktur der Schulen zu verbessern. Wir wollen die Zeit nutzen, in der darüber verhandelt wird, wie die Bundesmittel an die Länder fließen. Wir bereiten uns weiter auf die Umsetzung des DigitalPaktes vor“, so Staatssekretär Freiberg. „Grundlage für die Digitalisierung in der Schule ist die Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‛, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat. Danach sollen Mädchen und Jungen, die in diesem Schuljahr eingeschult wurden oder in die Sekundarstufe I eingetreten sind, in ihrer Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten. Damit dies erreicht werden kann, haben wir zu Beginn des Schuljahres den fächerübergreifenden Rahmenplan ‚Digitale Kompetenzen‛ in Kraft gesetzt“, erläuterte Freiberg.

Minister Backhaus eröffnet Länderhalle auf der Grünen Woche

Berlin – Das gab es noch nie: Erstmals präsentieren sich alle Landkreise in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Länderhalle wurde heute durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, eröffnet – und das inzwischen zum 20. Mal. Insgesamt präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern bereits zum 28. Mal auf der weltgrößten Messe im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.

„Unsere Länderhalle hat von Anfang an mit konstanter Qualität überzeugt. Natürlich haben wir in den vergangenen 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt und sind immer weiter gewachsen. Mit der erstmaligen Teilnahme des Landkreises Rostock sind in diesem Jahr alle sechs Landkreise mit insgesamt 70 Ausstellern in der Länderhalle vertreten. Damit präsentiert sich unser Land in Berlin so umfassend und facettenreich wie nie“, betonte Minister Backhaus bei der Eröffnung.

„Die Teilnahme aller Kreise zeigt den Stellenwert der Internationalen Grünen Woche für Mecklenburg-Vorpommern. Die Kreise haben das Marketingpotenzial der Messe erkannt. Nicht nur die einschlägigen Urlaubsregionen an der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte haben verstanden, die Verbindung von regionaler Wertschöpfung und Tourismus für sich zu nutzen. Alle Aussteller bieten Produkte oder Dienstleistungen an, die Lust auf Genuss und Urlaub in der jeweiligen Region machen“, führte der Minister aus.

Von Anfang an in der Länderhalle dabei sind Unternehmen wie die Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow, die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten, aber auch Landkreise wie der ehemalige Uecker-Randow-Kreis und Ostvorpommern (jetzt gemeinsam als Vorpommern-Greifswald), Ludwigslust und Parchim (jetzt gemeinsam als Ludwigslust-Parchim), Nordwestmecklenburg oder aber Produzenten der Insel Rügen.

„Die Aussteller zeigen eindrucksvoll, dass wir eben nicht nur mit unserer beeindruckenden Naturlandschaft bei den jährlich mehr als 7,5 Mio. Übernachtungsgästen punkten können, sondern dass unser Land auch für eine starke Land- und Ernährungswirtschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten steht“, so Backhaus.

Insgesamt sind hierzulande fast 15.000 Menschen im Ernährungsgewerbe beschäftigt, davon ca. 13.600 im Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln und etwa 1.200 in der Getränkeherstellung (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Personen).

Internationale Grüne Woche i Berlin

Zukunftstrends der Ernährung erkennen und Wertschöpfung im Land weiter erhöhen

Berlin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin über die heimische Ernährungswirtschaft und Innovationen informiert.

„Ich erwarte zum Beispiel vom Verbundforschungsvorhaben der Bäckerei & Konditorei Reichau (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aus Grambin und dem Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg neue Produktionsverfahren für neue marktfähige und hoch innovative Produkte. Die Internationale Grüne Woche eignet sich hervorragend für unsere heimische Ernährungswirtschaft auch als Testmarkt für neue Produkte und Dienstleistungen, für mehr Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum. Hier werden Zukunftstrends vorgestellt und traditionelle regionale Highlights der Ernährungswirtschaft präsentiert. In Kombination mit den touristischen Ausstellern zeigt sich Mecklenburg-Vorpommern auf der Messe auch als attraktives Urlaubsland mit großem wirtschaftlichem Potenzial“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Insgesamt sind 72 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft sowie Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Land unter dem Motto „Genieß Mecklenburg-Vorpommern“ auf der IGW. Die Projektpartner Bäckerei & Konditorei Reichau aus Grambin und das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg entwickeln gemeinsam ein Verfahren zur Aufbereitung und zum Einsatz von Amaranth in veganen, glutenfreien, eiweißreichen Backwaren. Amaranth gilt als sogenanntes „Pseudogetreide“. Das bedeutet, obwohl es botanisch nicht zu den Süßgräsern gehört, lassen sich die feinkörnigen Samen für die menschliche Ernährung nutzen und wie Getreide verarbeiten.

„Amaranth enthält kein Gluten, daher ist es als Getreideersatz für Personen geeignet, die auf glutenfreie Nahrungsmittel angewiesen sind oder diese bevorzugen. Amaranthmehl ist für die Ausbildung großvolumiger Teigstrukturen, wie sie bei Brot nötig sind, nicht geeignet. Deshalb wird Amaranth zur Proteinanreicherung in Backwaren oft nur in geringeren Anteilen eingesetzt. Die Entwicklung eines spezifischen Verfahrens zum Backen mit Amaranthmehl und den dafür notwendigen Verfahrensumstellungen in Rohstoffvorbehandlung und Teigbereitung ist Kern des Vorhabens. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 422.000 Euro die Arbeit. Die Gesamtkosten betragen knapp 547.000 Euro. Das ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit für Wirtschaft und Wissenschaft. Aus steigenden Kundenwünschen nach glutenfreiem Essen heraus entwickelt ein Handwerksbetrieb mit wissenschaftlicher Unterstützung ein innovatives Produkt, das hier im Land auch produziert werden soll. So wird Wertschöpfung geschaffen. Unternehmen und Hochschulen sollten noch stärker in der Ernährungswirtschaft in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammenarbeiten“, betonte Rudolph.

Im Zeitraum 2014 bis 2020 stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 236,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Bereich Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEuI) zur Verfügung. Im Zeitraum von 2014 bis 2018 hat das Wirtschaftsministerium Zuschüsse von insgesamt 140,5 Millionen Euro für 423 Vorhaben bewilligt. Auf das Jahr 2018 entfielen davon 17,9 Millionen Euro für 69 Projekte. Im Bereich Ernährung wurden im Jahr 2018 sechs Projekte mit einem Zuschuss von insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro bewilligt. „Die Branche der Ernährungswirtschaft ist im stetigen Wandel – ein höheres Gesundheitsbewusstsein, der Wunsch nach regional produziertem Essen und möglichst naturbelassenen Lebensmitteln bestimmen derzeit die Ernährungstrends. Hier sehe ich viel Potential für unsere heimischen Unternehmen, mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und am Markt anzubieten“, sagte Rudolph abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich die Ernährungsindustrie durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt über 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes.

Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Zudem sind im Land wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig, z. B. die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und die Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Dazu kamen in den letzten Jahren regelmäßig weitere Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie haben eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, wie zum Beispiel die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH und die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Die Internationale Grüne Woche (IGW) findet noch bis zum 27. Januar zum 84. Mal statt. Sie gilt als weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Veranstaltet wird die Grüne Woche von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger sind der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Nach Veranstalterangaben sind über 1.700 Aussteller mit mehr als 100.000 Produkten aus Deutschland und der Welt vor Ort vertreten. Die Messe ist für Fach- und Privatbesucher täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am „langen Freitag“ (25.1.) von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert seine Aussteller zum 20. Mal in einer eigenen Länderhalle auf 1.800 Quadratmetern mit 40 Verkaufs- und Präsentationsständen sowie rund 60 Ausstellern.

Diesjährige Wertholzversteigerung erstmals mit Mammutbaum

Linstow – Am 24. Januar 2019 findet ab 9.30 Uhr im Van der Valk Resort Linstow die 28. Wertholzauktion des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt.

Insgesamt 951 Fest­meter Wertholz stehen dieses Jahr zur Versteigerung. Damit hat sich die Angebotsmenge gegenüber dem Vorjahr (645 fm) deutlich erhöht. Mit 812 Festmeter stellt erneut die Baumart Eiche den Hauptanteil, aber auch Esche, Buche, Ahorn und Wildkirsche sind vertreten. Erstmals wird der Stamm eines Mammutbaums versteigert. Er kommt aus dem Forstamt Gädebehn.

„Die bisher auf unseren Auktionen erzielten Spitzenpreise vieler Baumarten können sich bundesweit sehen lassen. Bei der letztjährigen Versteigerung konnten die beteiligten Waldbesitzer unseres Landes einen Erlös von insgesamt rund 325.000 Euro erzielen“, erwartet Minister Dr. Till Backhaus auch in diesem Jahr den Holzqualitäten angemessene Preise.

Neben der Landesforstanstalt als Hauptanbieter beteiligen sich 18 kommunale und private Waldbesitzer des Landes mit 400 Festmeter am diesjährigen Termin. Unter ihnen befinden sich die Universität Greifswald, die Gutsverwal­tung Hohenstein sowie die Städte Rostock, Greifswald, Gnoien und Demmin.

Die Versteigerungskataloge wurden an über 70 Kaufinteressenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland gesandt. Das Holz lagert derzeit auf dem Wertholzplatz Nossentiner Heide und kann bereits besichtigt werden. Die auf dieser Versteigerung angebotenen Hölzer werden aufgrund der guten Qualitäten überwiegend in der Furnier- und Möbelindustrie Verwendung finden.

Staatssekretär Buchwald: Europa braucht eine starke Landwirtschaft

Berlin – Unmittelbar zum Auftakt der diesjährigen Internationalen Grünen Woche trafen sich am 16. und 17. Januar 2019 die Staatssekretäre der Agrarressorts der Länder zur traditionellen Januar-Amtschefkonferenz in Berlin.

Im Zentrum der Diskussion standen die potenziellen Auswirkungen des Brexit. Für Mecklenburg-Vorpommern sind beispielsweise erhebliche Einbußen bei der Herings­fischerei zu befürchten. Auch die potenziellen Absatz­rückgänge beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten sind erheblich. „Ich erwarte nun, dass sich die Bundesregierung weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzt, die negativen Folgen für die Landwirte, die Fischer, die Holzindustrie oder auch die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren“, appellierte Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald nach der Konferenz.

Auch die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) war ein wichtiger Verhandlungsgegenstand. Neben Verfahrensfragen zur Ausgestaltung eines nationalen Strategieplans bekräftigten die Amtschefs erneut die Bedeutung der GAP als das wichtigste umwelt- und klimaschutzpolitische Instrument der Europäischen Union. „Mit dem Grundsatz ‚Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen‘, den Minister Dr. Backhaus bereits im November 2017 eingebracht hat, haben wir eine wichtige Leitlinie bei der Umsetzung der GAP auf nationaler Ebene. Die bisherigen Verhandlungsergebnisse sind zwar längst nicht ausreichend, aber ein erster wichtiger Schritt in eine wirkliche Neuausrichtung der GAP“, so Buchwald.

Weiterhin unterstrichen die Staatssekretäre der Agrarressorts der Länder, dass die Patentierbarkeit von Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung auch weiterhin ausgeschlossen sein müsse. Im Dezember 2018 hatte die Beschwerdekammer des Europäischen Parlaments (EPA) entschieden, dass essentielle biologische Prozesse von der Patentierbarkeit ausgenommen sind, diese Ausnahme jedoch nicht für die daraus resultierenden Produkte gelte. Dies widerspräche nach Auffassung der Amtschefs der geltenden Rechtslage, weshalb sie den Bund aufforderten, etwaig erforderliche Anpassungen und Klarstellungen in Artikel 53 Buchstabe b des Europäischen Patentübereinkommens zu prüfen und zur nächsten Agrarministerkonferenz zu berichten.

Die Rahmenbedingungen in der Tierhaltung, insbesondere die Haltung von Sauen im Kastenstand, waren ebenfalls Gegenstand der Gespräche. „Die Sauenhalter in Deutschland brauchen schnellstmöglich Klarheit und Planungssicherheit. Ich halte es für höchstdringlich, dass der Bund nun endlich den wiederholt angekündigten Verordnungsentwurf vorlegt. Die inhaltlichen Abstimmungen zwischen Bund und Ländern liegen vor und die Praxis braucht endlich verlässliche rechtliche Regelungen “, führte Dr. Buchwald aus und ergänzte, dass praktikable Lösungen längst vorlägen.

Auf Initiative von Mecklenburg-Vorpommern diskutierten die Amtschefs ebenfalls die Zukunft der Fischerei. Der bevorstehende Brexit, der Generationswechsel, die Überalterung der Flotte in der Haupt- und Nebenerwerbsfischerei sowie die Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die Fischbestände gefährden die Binnen-, Küsten- und Kutterfischerei in erheblichem Maße.

Gerade vor diesem Hintergrund müsse beispielsweise die Festlegung der Fangquoten mit höchster Sensibilität getroffen werden. Insbesondere die Aalfischerei dürfe keine maßgeblichen Einschränkungen erfahren. Vielmehr müssten europaweit wirksame Aalmanagementpläne umgesetzt, das 2018 ausgelaufene Exportverbot für Aale unbefristet verlängert und die Aal-Besatzmaßnahmen ausgedehnt werden.

Außerdem solle die Bundesregierung gegenüber der EU darauf drängen, einen Plan zu entwerfen, wie der illegale Schmuggel mit Glasaalen effektiver als bisher unterbunden werden kann. Weiterhin richteten die Amtschefs der Agrarressorts der Länder die Bitte an den Bund, die Verkaufserlöse alter Fischereifahrzeuge der Küsten- und Kleinen Hochseefischerei analog zur Regelung in der Binnenschifffahrt steuerfrei zu stellen, wenn der Erlös in die Anschaffung eines neuen Fischereifahrzeugs investiert werde.

Weiterhin erörtert wurden unter anderem das Auftreten der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg, der weitere Umgang bei der Ferkelkastration, die weitere Ausgestaltung des Tierwohllabels, der Umgang mit Schäden durch Extremwetterereignisse in der Forstwirtschaft sowie die Förderung des Herdenschutzes im Konfliktfeld zwischen Wolf und Weidetierhaltung.

„Wir können mit den Ergebnissen insgesamt sehr zufrieden sein. Die diesjährige Amtschefkonferenz war ein konstruktiver Auftakt für ein arbeitsreiches Jahr, in denen wichtige Entscheidungen anstehen und getroffen werden müssen“, resümierte Staatssekretär Dr. Buchwald.

Schwesig: Neue Ausstellung „bildRAUM“ stärkt Ansehen der Kunsthalle Rostock

Rostock – „Es ist schon beeindruckend, diese Ausstellung mit Fotos von Prominenten auf der Couch von Chefredakteuren der BILD mit einem Kunstwerk des Berliner Künstlers Jens Lorenzen im Hintergrund zu sehen“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei der Eröffnung der Ausstellung „bildRAUM“ in der Rostocker Kunsthalle.

„Ich finde es gut, dass die Besucherinnen und Besucher mit den gezeigten Bildern die Möglichkeit bekommen, auch ein wenig hinter die Kulissen eines Medienunternehmens zu schauen und dass sie sich selbst vor diesem Werk fotografieren lassen können und damit Teil der Ausstellung werden.“

190 dieser Fotos von Pamela Anderson über Helmut Kohl, Jogi Löw bis Richard von Weizsäcker sind zu sehen. Mit dabei ist auch das Porträt der Ministerpräsidentin. Entstanden sind die Fotografien jeweils nach Besuchen in der Chefredaktion.

„Die Kunsthalle hier in Rostock präsentiert herausragende Ausstellungen mit großer Strahlkraft, die viele Besucherinnen und Besucher weit über die Region hinaus anlocken und begeistern. Auch diese Ausstellung wird dazu beitragen, dass das hervorragende Ansehen der Kunsthalle weiter gestärkt wird“, lobte die Ministerpräsidentin.

Schulcampus „Käthe Kollwitz“ in Anklam wird erweitert und saniert

Anklam – Für die Erweiterung und Sanierung des Schulcampus „Käthe Kollwitz“ übergeben am Freitag, 18. Januar 2019, Landesbauminister Christian Pegel und der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann in Anklam drei Zuwendungsbescheide an den Bürgermeister der Hansestadt, Michael Galander. Die Fördermittel in Höhe von insgesamt 13,4 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 22 Millionen Euro.

Die Hansestadt Anklam beabsichtigt, den Schulcampus „Käthe Kollwitz“ im Altstadtkern – dem Sanierungsgebiet der Stadt – zu sanieren und zu erweitern. Das Vorhaben umfasst die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden, bereits teilsanierten Regionalschulgebäudes. Dabei sollen insbesondere die Brandsicherheit und die Barrierefreiheit des Gebäudes sichergestellt werden.

Außerdem beabsichtigt die Peenestadt, einen Erweiterungsbau am Südteil des Schulhofs zu errichten. Um an dieser Stelle mit dem Bau beginnen zu können, muss ein dreigeschossiger Plattenbau aus den 1970er Jahren abgerissen werden. Der anschließend zu errichtende Erweiterungsbau soll den bisherigen Standort der Grundschule „Villa Kunterbunt – Haus Cothenius“ in der Schulstraße ersetzen und zudem Räume schaffen, die der regionalen Schule „Käthe Kollwitz“ bislang fehlen. Im Zuge der Arbeiten sollen beide Gebäude durch einen Verbindungsbau verknüpft werden. Ein Fahrstuhl darin soll die barrierefreie Erreichbarkeit beider Schulen gewährleisten.

Das Projekt wird kurzfristig begonnen, sodass die Arbeiten im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden können.

Drese: Das Frauenwahlrecht wurde von mutigen Frauen hart erkämpft

Schwerin – Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung das erste Mal ihre Stimme abgeben. „Was uns heute als selbstverständlich erscheint, wurde von mutigen Frauen und die sie unterstützenden Männern hart erkämpft“, betont Gleichstellungsministerin Stefanie Drese anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts.

Bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung kandidierten 300 Frauen, wovon 37 weibliche Abgeordnete ins erste Parlament der Weimarer Republik einzogen. Die Wahlbeteiligung der Frauen am 19. Januar 1919 lag bei stolzen 82 Prozent.

100 Jahre später sind nach Einschätzung von Ministerin Drese manche Hürden auf dem Weg zur vollständigen Gleichberechtigung überwunden. „Wir haben gerade in den letzten Jahren große familienpolitische Fortschritte auf Bundes- und Landesebene gemacht. Mit Neuerungen beim Elterngeld, der Brückenteilzeit oder dem Ausbau der Kindertagesförderung werden Rahmenbedingungen geschaffen, die vor allem Frauen ganz praktisch dabei unterstützen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren und die Chancengleichheit zu stärken“, so Drese.

Doch auch heute bestünden Ungerechtigkeiten fort. Ministerin Drese: „So sind etwa Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Spitzenpositionen weiterhin unterrepräsentiert. Und Frauen verdienen nach wie vor deutlich weniger als Männer. Die Lohnlücke, der sogenannte Gender Pay Gap, ist gerade in Deutschland wie in Stein gemeißelt. Es ist deshalb die Aufgabe auch der heutigen Generation, für die Gleichberechtigung zu kämpfen“, so Drese.

Genau hier setzt die Landesregierung mit ihren Mentoring-Programmen im Bereich der Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst sowie in der Landesverwaltung an. Dabei werden Frauen auf ihrem Weg unterstützt, Führungspositionen zu übernehmen. Seit 2016 haben rund 530 Frauen in Mecklenburg-Vorpommern an Mentoringprogrammen teilgenommen. „Das ist für unser Land ein eminent wichtiger Beitrag zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen“, so Ministerin Drese.

Klimafreundlicher Transport dank MoorFutures

Berlin – Die mobile Bundesausstellung BAUnatour 2.0 macht vom 17. bis 28. Januar Station auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Mit Exponaten, Broschüren, Mustern und kompetenten Beratern, informiert sie über biobasierte Baumaterialien, von Bienenwachs bis Zellulosedämmung, von Kork über Linoleum bis Holz. Die containergroße Box besteht selbst zu 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen.

Damit sie möglichst vielen Menschen die Vielfalt vermitteln kann kommt die Ausstellung direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern und machte bisher in über 80 Städten Station. Um den eigenen ökologischen Fußabdruck dabei so klein wie möglich zu halten, gleicht die Baunatour ihre CO2-Bilanz durch Klimaschutz-Zertifikate aus. Die Einnahmen kommen zum Beispiel dem Projekt MoorFutures zu Gute.

„Moore sind die größten und effektivsten Kohlenstoffspeicher auf der Erde. Die Wiedervernässung von Mooren mit Hilfe von MoorFutures vermindert deren Ausstoß an Treibhausgasen erheblich. Durch Kauf von Klimaschutz-Zertifikaten lassen sich nicht vermeidbare Emissionen kompensieren und gleichzeitig konkrete Klimaschutzprojekte fördern, in diesem Fall in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Umweltminister des Landes Dr. Till Backhaus. Die MoorFutures-Projekte werden über einen Zeitraum von 50 Jahren intensiv gepflegt.

Minister Backhaus wird das Zertifikat persönlich an die Initiatoren der Ausstellung übergeben.

Die BAUnatour 2.0. ist täglich im Rahmen der Messezeiten von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Initiatoren sind das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und sein Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).

Ersatzneubau der Kindertagesstätte „Samuil Marschak“

Pegel übergibt Förderbescheid für Kita-Neubau

Greifswald – Bauminister Christian Pegel übergibt amDonnerstag, 17.1.2019 an Jeanette von Busse, Vize-Oberbürgermeisterin der Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald), einen Zustimmungsbescheid über den Einsatz von Städtebaufördermitteln für den Ersatzneubau der Kindertagesstätte „Samuil Marschak“ in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen ca. 4,7 Millionen Euro.

Der Eigenbetrieb „Hanse-Kinder“ der Stadt Greifswald plant den Ersatzneubau der Kita „Samuil Marschak“ im Fördergebiet „Soziale Stadt – Schönwalde II“. Die seit 1975 bestehende Kita in Plattenbauweise ist stark sanierungsbedürftig. Daher soll auf dem Grundstück zwischen Tolstoi- und Maxim-Gorki-Straße ein zweigeschossiger Ersatzneubau in Massivbauweise für die Betreuung von 153 Kindern entstehen.

Auch die Außenanlagen sollen neu gestaltet werden. Vorgesehen sind zum Beispiel Schaukeln, Rutschen und eine Bobbycar-Rennstrecke. Um die Bewegung der Kinder zu fördern, entstehen Wasserspiele sowie ein Kletter- und Spielhügel. Im Bereich des Haupteingangs werden Fahrrad- und Pkw-Stellplätze errichtet. Für Außenspielgeräte ist eine Hütte vorgesehen.

Das Bauvorhaben soll voraussichtlich im ersten Quartal dieses Jahres begonnen werden. Für März 2020 ist die Fertigstellung des Gebäudes geplant. Spätestens im April 2020 soll die Kita in Betrieb genommen werden.

Landesbaupreis 2019: Bewerbungen noch bis zum 15. Februar möglich

Schwerin – Der Preis wird in den Kategorien „Bausumme bis eine Million Euro“ und „Bausumme ab einer Million Euro“ verliehen und ist je Kategorie mit 2.000 Euro sowie Belobigungen mit bis zu 2.000 Euro insgesamt dotiert.

„Mit dem Landesbaupreis werden gelungene Zeugnisse herausragender Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, besonders schöne Beispiele der modernen Architektur einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, so der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel.

Der Landesbaupreis wird vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V, der Architektenkammer M-V, der Ingenieurkammer M-V und dem Bauverband M-V ausgelobt.

„Die Würdigung herausragender Ingenieurbaukunst und deren komplexe Planungsleistung anhand konkreter Projekte in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Landesbaupreis ist ein wichtiges Zeichen und etablierte Anerkennung für alle Fachleute, die einen wesentlichen Anteil mittragen an der Qualität der gebauten Umwelt in unserem Land“, hebt Wulf Kawan, Präsident der Ingenieurkammer M-V, die Bedeutung des gemeinsamen Wettbewerbs hervor.

Neu bei der Durchführung des 11. Wettbewerbs ist die Beteiligung des Bauverbands M-V als weiterer Auslober. „Wir freuen uns sehr, als Mitauslober des Landesbaupreises die anspruchsvollen Kriterien in der Qualität der Ausführung von Bauvorhaben durch die Bau-Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern auf neue Weise präsentieren zu können“, sagt Rainer Bauer, Präsident des Bauverbandes M-V.

Bewerben können sich ab sofort Architekten und Ingenieure, die an der Planung und Betreuung eines Bauvorhabens in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt waren, das in den Jahren 2013 bis zum Einreichen der Unterlagen für den Landesbaupreis fertiggestellt ist und nicht bereits für einen der früheren Wettbewerbe eingereicht wurde.

Alle Informationen zur Auslobung und Einreichung können abgerufen werden über folgende Homepage: www.landesbaupreis-mv.de

Prämiert werden herausragende Neubauten und sanierte Gebäude, die hohen Qualitätsansprüchen in städtebaulicher, gestalterischer, konstruktiver, ökonomischer und innovativer Hinsicht entsprechen. Darüber hinaus werden die bauausführenden Unternehmen benannt.

Joachim Brenncke, Präsident der Architektenkammer M-V, freut sich über den gemeinsamen Weg, den alle Auslober mit der Fortführung des Landesbaupreises beschreiten. „Damit rufen wir Architekten und Bauherren gleichermaßen auf, sich am bedeutendsten Wettbewerb für Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern zu beteiligen und architektonisch gelungene, innovative Projekte zu präsentieren.“

Anliegen des Landesbaupreises 2019 ist es, das Zusammenwirken von Architekten, Ingenieuren und bauausführenden Unternehmen für die zukunftsfähige Entwicklung unseres Bundeslandes in der Öffentlichkeit noch stärker bekannt zu machen.