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Monat: Mai 2026

Deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung

Rostock – In Rostock ist heute die Digitalisierungsmesse NØRD eröffnet worden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte in ihrer Rede, dass Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung gemacht hat. „Die Glasfaserquote lag im Jahr 2015 bei 21%. Mittlerweile ist bereits für 64% der Adressen Glasfaser verfügbar. Die Glasfaserausbauquote und auch die Anschlussquote in Mecklenburg-Vorpommern liegen jeweils über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Mobilfunkversorgung im Land hat sich deutlich verbessert: die 5G-Versorgung ist von Mitte 2022 bis Ende 2025 von 61% auf 97% gestiegen“, informierte die Ministerpräsidentin.

2018 habe das Land eine digitale Agenda für Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut. „Heute bilden sechs Digitale Innovationszentren in Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg gemeinsam mit ihren Partnern in den Regionen ein starkes landesweites Netzwerk. Sie bringen Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft, Start-ups und Zivilgesellschaft zusammen. Sie beraten, vernetzen und begleiten konkrete Projekte. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist das ein entscheidender Ansatz“, bilanzierte Schwesig. Aktuell arbeite die Landesregierung an einer Förderrichtlinie, die Unternehmen bei der Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz unterstützen soll.

Partnerland der NØRD ist in diesem Jahr Lettland. Zu den Gästen der Messe aus Lettland zählt unter anderem der lettische „Minister für Smart Administration and Regional Development“ Raimonds Čudars  „Lettland zählt zu den europäischen Vorreitern im Bereich digitale Verwaltung. Die Erfahrungen aus dem Ostseeraum haben uns in Mecklenburg-Vorpommern wichtige Impulse gegeben“, sagte die Ministerpräsidentin. „Digitale Transformation ist kein Selbstzweck. Sie entscheidet darüber, wie attraktiv ein Land künftig sein wird – zum Leben, Arbeiten, Gründen und Investieren.“ Mecklenburg-Vorpommern wolle deshalb die Chancen der Digitalisierung in den kommenden Jahren noch konsequenter nutzen.

Aufbau einer digitalen Pflege-Plattform

Drese übergibt Fördermittelbescheid an Verein „Zukunftsfeste Pflege“

Schwerin – Tritt innerhalb der Familie eine Pflegebedürftigkeit ein, dann stehen die Angehörigen oftmals vor großen Herausforderungen. Zu den zentralen Punkten gehört dann meist die Frage, welche Pflegeplätze es in der Nähe gibt, welche ambulanten Pflegedienste noch Kapazitäten haben und ob etwa ehrenamtliche Angebote zur Entlastung der Familie beitragen können. Für all diese Fragen soll es künftig eine neue Digital-Plattform geben, für dessen Errichtung Sozialministerin Stefanie Drese heute einen Zuwendungsbescheid an den Verein Zukunftsfeste Pflege e.V. überreicht hat.

Die Mittel in Höhe von gut 31.000 Euro stammen aus dem Bürgerfonds des Landes und sollen genutzt werden, um eine digitale Infrastruktur zur Pflegekoordination zu schaffen. „Bisher sind die Informationen zur Verfügbarkeit der verschiedenen Pflegeleistungen oft schwer zugänglich und vor allem dezentral verteilt. Wer Hilfe und Orientierung sucht, muss sich oftmals durchtelefonieren und viel Zeit in die eigene Recherche investieren“, erklärte Drese bei der Übergabe heute in Ludwigslust.

Zeit, die die Angehörigen oftmals nicht haben. „Mit der neuen Plattform soll das in Zukunft schneller gehen. Tagesaktuelle Verfügbarkeitsmeldungen von Pflegeanbietern gekoppelt mit Informationen zu Schulungs- und Beratungsstrukturen aber eben auch zu Entlastungsmöglichkeiten durch das Ehrenamt oder die Vereinsarbeit werden miteinander vernetzt und sind rund um die Uhr abrufbar“, unterstrich die Ministerin.

Nutzbar ist diese digitale Infrastruktur dann für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Pflegestützpunkte und sonstige Beratungsangebote im Land. „Auch hier fällt die zielgerichtete Hilfe dann künftig leichter, wenn schon innerhalb der Beratung klar ist, welche Dienste direkt in Anspruch genommen werden könnten“, so Drese. So sei die Plattform auch eine gute Möglichkeit, um ehrenamtlich Engagierte, Gemeinwesensstrukturen und soziale Dienstleister auch im Sinne einer sorgenden Gemeinschaft besser miteinander zu vernetzen.

Bereitgestellt wird die Plattform als webbasierte Anwendung, die ohne Installation zur Verfügung steht und die barrierearm gestaltet ist. Sie ist ein gemeinnütziges Vorhaben des Vereins Zukunftsfeste Pflege e.V. und soll nach Fertigstellung und Schulung der betroffenen Akteure schrittweise und beginnend mit dem betreuten Wohnen, und den Tagespflegeeinrichtungen zunächst in zwei Landkreisen getestet werden. Eine vollständige Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 anvisiert.

„Pflege gelingt nur gemeinsam – egal ob im privaten oder beruflichen Umfeld. Deshalb ist es wichtig, nicht nur professionelle Pflegeangebote sichtbar zu machen, sondern auch die vielen ehrenamtlich Engagierten, Vereine und sozialen Netzwerke vor Ort stärker miteinander zu verbinden“, unterstrich Drese und dankte dem Verein Zukunftsfeste Pflege e.V. für die Umsetzung und Betreuung der neuen Plattform.

Ausschreibungsstart für das Referendariat ab 1. Oktober 2026

Oldenburg: In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung ein Einstellungsangebot

Schwerin – Lehramtsabsolventinnen und -absolventen können sich bis zum 8. Juni 2026 für ein zum 1. Oktober 2026 beginnendes Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Die freien Stellen sind auf dem Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. „In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung auch ein Einstellungsangebot für den Vorbereitungsdienst“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Absolventinnen und Absolventen können sich auf landesweite oder schulbezogene Stellen bewerben. Bei schulbezogenen Stellen ist die zukünftige Ausbildungsschule bereits in der Ausschreibung festgelegt. Bewerben können sich Personen, die neben dem erforderlichen Lehramt auch das entsprechende Bedarfsfach oder die Bedarfsfachrichtung studiert haben. Ein Abschluss im Zweitfach bzw. in der zweiten Fachrichtung erhöht die Chancen der Bewerberinnen und Bewerber, eine Zusage für die Wunschstelle zu bekommen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Bei landesweiten Stellen ist die Ausbildungsschule zum Zeitpunkt der Bewerbung noch offen. Sie wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist anhand der Fächerkombination und des Bedarfs im Bundesland individuell gesucht und zugewiesen. Bei der Bewerbung auf eine landesweite Stelle können Wünsche hinsichtlich konkreter Schulen, Orte, Landkreise oder Schulamtsbereiche geäußert werden. Diese werden im Verteilungsverfahren nach Möglichkeit berücksichtigt. Erfahrungsgemäß werden bei rund 80 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber auf eine landesweite Stelle die Wünsche bei der Zuweisung umgesetzt.

„Um den Referendarinnen und Referendaren mehr Planungssicherheit für ihre Zukunft zu bieten, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern die Übernahmegarantie“, so Simone Oldenburg. „Diese ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, nach Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes ohne ein erneutes Bewerbungsverfahren an ihrer Ausbildungsschule zu verbleiben oder in einem landesinternen Verfahren Wünsche für Schulen auszusprechen. So können sie nahtlos in den Schuldienst des Landes einsteigen.“

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsministeriums informieren regelmäßig über das Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern. In Vorträgen an den Universitäten und in digitalen Informations-Veranstaltungen geben sie einen Einblick in den Ablauf des Referendariats und liefern hilfreiche Informationen für die Bewerbung. Lehramtsstudierende haben dabei die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Die nächsten Vortragstermine:

  • Dienstag, 2. Juni 2026, 17:15 – 18:45 Uhr, Universität Rostock, Arno-Esch-Hörsaal 2, Ulmencampus
  • Donnerstag, 8. Juli 2026, 16:15 – 17:45 Uhr, Universität Greifswald, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 2
  • Mittwoch, 9. September 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. Februar 2027
  • Mittwoch, 11. November 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. April 2027

Weitere Informationen zum Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern sowie alle freien Stellen sind unter https://www.lehrer-in-mv.de/referendariat zu finden.

Deutsche Jugend-Motocross-Meisterschaft eröffnet

Tessin – Am heutigen Montag richtet der MCC Tessin e.V. bereits zum 68. Mal das Pfingstrennen im Motocross am Echoberg aus. In zwei Jugendklassen wird dabei um die deutsche Meisterschaft gefahren, in zwei weiteren um die Landesmeisterschaft. Sportministerin Stefanie Drese eröffnete das Rennen heute und hob in ihrer Ansprache die Tradition des Motorsports in Mecklenburg-Vorpommern und die hervorragende Jugendarbeit des MCC Tessin hervor.

„Der Echoberg gehört nicht umsonst zu den bekanntesten Rennstrecken im Land. Bereits seit 1991 werden hier auf 1450m Strecke Landes-Meisterschaften in allen Klassen ausgetragen“, erklärte Drese. Bis zu 40 Solomaschinen finden so zeitgleich Platz, 2500 regelmäßig vollständig belegte Zuschauerplätze und eine neu gestaltete Kindercrossbahn runden das Angebot ab.

„Diese schafft beste Bedingungen für die starke Kinder- und Jugendarbeit, die sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat. Und das äußerst eindrucksvoll, so gehören den jungen Sparten mehr als 100 Mitglieder an“, erklärte Drese. Zudem veranstalte der MCC Tessin regelmäßig Sommercamps sowie kostenlose Schnuppertrainings, bei denen Interessierte den Motorsport selbst ausprobieren können.

„Die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit können sich sehen lassen. Allein im letzten Jahr sind 34 Fahrer des Vereins bei Landesmeisterschaften angetreten – der jüngste davon im Alter von nur fünf Jahren“, so Drese weiter. Auch über die Landesgrenzen hinaus habe sich der MCC so Rang und Namen gemacht.

Drese freue sich deshalb, dass zuletzt auch das Land mit einer Förderung aus dem Bürgerfonds für einen WC-Container zur Attraktivitätssteigerung des Vereins beigetragen könnte. „Dieser sorgt für eine enorme Verbesserung der Bedingungen für Training und Wettkämpfe. Denn gerade im Nachwuchsbereich sind längere Trainingseinheiten ohne ein WC nur mangelhaft umsetzbar“, verdeutlichte die Ministerin.

Drese brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der Verein nun noch weiter wächst und noch mehr Kindern den Motorsport näherbringt. „Veranstaltungen wie das Pfingstrennen tragen dazu mit ihrer Strahlkraft sicherlich weiterhin bei“, erklärte Drese. Die Ministerin wünschte allen Fahrerinnen und Fahrern faire und erfolgreiche Wettkämpfe sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern noch viele spannende Rennen am Echoberg.

Zusätzliche Schwimmkurse für Kinder

Landesprogramm „MV kann schwimmen“ wird auch in diesem Jahr fortgeführt

Schwerin – Zum Start der diesjährigen Badesaison gibt es neben der weiterhin hervorragenden Wasserqualität an den Badestellen im Land eine weitere gute Nachricht: Das Programm „MV wird Schwimmen“ des Sportministeriums wird auch im Jahr 2026 fortgeführt. Von den zusätzlichen Mitteln in Höhe von rund 160.000 Euro profitieren damit erneut Kinder im Grundschulalter, die bisher nicht zu den sicheren Schwimmern gehören.

„Das können Kinder sein, die im Rahmen des Sportunterrichts zum Beispiel an keinem Schwimmkurs teilnehmen konnten, die den Schwimmkurs nicht erfolgreich beendet haben oder noch komplette Nichtschwimmer sind“, erklärte Sportministerin Stefanie Drese das Konzept des Landesprogrammes. In diesem Fall erhalten die Eltern eine entsprechende Bescheinigung über die Schule, die Voraussetzung zur kostenlosen Teilnahme an den Schwimmkursen des Programms ist.

„Gerade in einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern, das mit seinen zahlreichen Seen, Flüssen und der Ostsee ringsum vom Wasser umgeben ist, gehört das sichere Schwimmen einfach zum Rüstzeug. Deshalb setzen wir alles daran, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern frühzeitig das Schwimmen beizubringen und noch bestehende Defizite aufzuholen“, betonte Drese.

Die entsprechenden Kurse werden hierfür erneut von Mai bis zum Ende des Jahres in den unterrichtsfreien Zeiten, also nachmittags, an Wochenenden oder während der Ferien angeboten. Durchgeführt werden sie von Anbietern wie dem Schwimm-Verband M-V, der DLRG MV, dem ASB MV oder der Wasserwacht im DRK-Landesverband MV. Alle Angebote finden sich auf den Internetseiten der Anbieter und werden regelmäßig aktualisiert.

Drese: „Ich rechne auch in diesem Jahr wieder mit einer großen Nachfrage und hoffe, dass erneut viele Kinder am Programm teilnehmen. Denn jedes Kind, das sicher schwimmen lernt, gewinnt ein Stück Freiheit und Schutz zugleich.

Mehr Schwimmförderung für Kinder in MV

Oldenburg: Sicher schwimmen zu können, ist für alle überlebenswichtig

Schwerin – „Jedes Kind hat in Mecklenburg-Vorpommern Schwimmunterricht, denn sicher schwimmen zu können, ist für alle überlebenswichtig – besonders in einem so gewässerreichen Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern“, betont Bildungsministerin Simone Oldenburg zu Beginn der Badewassersaison. „Auch in diesem Schuljahr wird an allen Grundschulen der Schwimmunterricht durchgeführt. Während die Intensivkurse in den Schwimmhallen des Landes bereits abgeschlossen sind und sich die wöchentlichen Kurse in der finalen Phase befinden, beginnt mit dem Start der Badewassersaison der Schwimmunterricht unter Freiwasserbedingungen.“

Damit alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern die Grundschule als sichere Schwimmerin oder sicherer Schwimmer verlässt, sei verlässlicher Schwimmunterricht mit gut ausgebildeten Lehrkräften notwendig. Dafür bietet das Land weiterhin regelmäßig die Ausbildung „Schwimmmethodik für Lehrkräfte“ an. Im Schuljahr 2025/2026 konnten 40 Lehrkräfte ausgebildet werden. Der nächste Lehrgang ist für den Oktober 2026 geplant und bereits jetzt stark nachgefragt. „Das zeigt, wie groß das Engagement in unserem Land ist“, so die Ministerin.

Mit dem Projekt „Schwimmstarter-Kitas“ werden auch schon die Jüngsten im Kindergartenalter an das Wasser gewöhnt. Simone Oldenburg: „In den Jahren 2026 und 2027 hat das Land die jährliche Förderung für Kindertageseinrichtungen von bislang 15.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht. Dadurch können wir doppelt so viele Kindertageseinrichtungen in das Projekt einbeziehen.“

Ab sofort stellt das Bildungsministerium in Kooperation mit der Stiftung „Deutschland Schwimmt“ den Kindertageseinrichtungen die Schwimmfibel „Das Wasser und ich!“ zur Verfügung. Diese richtet sich in erster Linie an Eltern und bietet zugleich wertvolle Unterstützung für pädagogische Fachkräfte, die in ihren Einrichtungen Wassergewöhnungskurse durchführen oder entsprechende Angebote planen. Die in der Schwimmfibel enthaltenen Übungen können in der Kindertageseinrichtung, aber auch zu Hause oder im Schwimmbad durchgeführt werden. Die Schwimmfibel ist auf dem Bildungsserver abrufbar.

Rahmenplan des neuen Krankenhausplans in Kraft gesetzt

Schwerin – Mit der Krankenhausreform auf Bundesebene wird die Krankenhausplanung künftig auf sogenannte Leistungsgruppen umgestellt. Mecklenburg-Vorpommern schafft dafür jetzt mit der Inkraftsetzung des Rahmenplans des neuen Krankenhausplans eine entscheidende Grundlage, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese in Schwerin mit.

„Mit dem Rahmenplan verfügen wir über eine moderne, transparente und rechtssichere Krankenhausplanung. Statt starrer Bettenkapazitäten wird die Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern künftig anhand von bundeseinheitlichen Leistungsgruppen geplant und gesteuert. Wir haben damit unsere Hausaufgaben gemacht, um die stationäre medizinische Versorgung im Land flächendeckend, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich tragfähig sicherzustellen“, erklärte Drese.

Bereits zuvor wurde das Landeskrankenhausgesetz angepasst. Zudem ist auch die neue Verordnung zur Krankenhausplanungssystematik und den Auskunftspflichten der Krankenhäuser veröffentlicht worden. Mit dem nun vorliegenden Rahmenplan wird nach Auskunft von Drese der letzte formale Schritt vollzogen, um künftig Leistungsgruppen rechtssicher den Krankenhäusern zuweisen zu können.

Der Krankenhausplan gliedert sich künftig in zwei Teile: den Rahmenplan mit allen grundlegenden Vorgaben und Kriterien der Krankenhausplanung sowie die Einzelpläne, in denen die konkreten Versorgungsaufträge der Krankenhäuser festgelegt werden.

Neben der Einführung von Leistungsgruppen und deren Einteilung in Versorgungsstufen gehören aktualisierte Ziele zur Wirtschaftlichkeit und Resilienz der Krankenhäuser, eine stärkere Berücksichtigung der Daseinsvorsorge insbesondere im ländlichen Raum, klar definierte Planungsverfahren sowie neue Versorgungsanalysen und Bedarfsprognosen für somatische und psychiatrische Angebote zu den zentralen Neuerungen.

Drese betonte, dass die Erarbeitung des Rahmenplans in enger Abstimmung mit den Planungsbeteiligten erfolgte. Dazu gehören u.a. die Krankenhausgesellschaft MV, die Krankenkassen, Städte- und Gemeindetag und der Landkreistag. In mehreren Klausursitzungen, schriftlichen Stellungnahme-Verfahren und mündlichen Erörterungen wurde der Rahmenplan umfassend beraten und weiterentwickelt.

„Der breite Beteiligungsprozess hat gezeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung für eine leistungsfähige Krankenhausversorgung in unserem Land übernehmen. Dafür gilt allen Akteuren mein Dank. Angesichts der großen Herausforderungen ist diese Bereitschaft zur Kooperation auch bei der weiteren Umsetzung der Krankenhausreform notwendig und wichtig. Der neue Krankenhausplan bietet dafür einen verlässlichen und transparenten Rahmen“, hob Drese hervor. Die Ministerin gab zudem bekannt, dass die konkreten Zuweisungen der Leistungsgruppen an die Krankenhäuser planmäßig im vierten Quartal 2026 erfolgen sollen.

Dünenverstärkung und Strandaufspülung für 6,2 Mio. Euro bei Glowe

Insel Rügen – Im Ostseebad Glowe auf Rügen wurde mit der Pflanzung von Strandhafer eine größere Küstenschutzmaßnahme des Landes MV abgeschlossen. Die Pflanzung ist der letzte Arbeitsschritt einer Sandaufspülung im Bereich von Strand und Düne. Die Sandaufspülung selbst wurde bereits zum Jahreswechsel fertiggestellt. Aufgrund der kalten Witterung konnte die Strandhaferpflanzung aber erst jetzt erfolgen.

Das Küstenschutzsystem seeseitig von Glowe wurde mit dieser Maßnahme deutlich gestärkt und soll nun planmäßig wieder über mehrere Jahre sehr schweren Sturmfluten standhalten. Heute fand neben der technische Abnahme der Bauleistungen auch eine symbolische Übergabe der Bauwerke an die Gemeinde durch Minister Dr. Backhaus statt.

„Oft werde ich gefragt, ob der Herbst oder der Winter die richtige Jahreszeit für solche Maßnahmen ist. Grundsätzlich könnten Aufspülungen und die Neuprofilierung von Dünen und Strand auch im Sommer stattfinden. Das würde aber bedeuten, dass wir dann die Strände für touristische Aktivitäten sperren müssen. Insofern stellen Herbst und Winter einen guten Kompromiss zwischen Küstenschutz und Tourismus dar“, erklärt der für Küsten- und Hochwasserschutz zuständige Minister Dr. Till Backhaus.

„Mit dieser Baumaßnahme investieren das Land und Bund insgesamt etwa 6,2 Mio. Euro in die Verbesserung des Küstenschutzes. Davon profitiert nicht nur das Ostseebad Glowe hinsichtlich der Sicherheit gegen Sturmhochwasser, sondern auch die Touristen, die in der kommenden Badesaison einen verbreiterten Strand vorfinden werden.“

Insgesamt wurde auf einem Küstenabschnitt von 1.860 m ca. 240.000 m³ Sand aufgespült. Der Sand wurde aus einer landeseigenen marinen Sandlagerstätte vor Koserow gewonnen. Bevor der Sand in den Laderaum des Schiffes gelangt, wird er in zwei Stufen gesiebt. So wird verhindert, dass in der Ostsee befindliche Munitionsreste an den Strand gelangen. Darüber hinaus wurde eine Fläche von ca. 16.000 m² mit Strandhafer bepflanzt.

Bauherr ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM), das auch die Planung in Eigenregie und die Bauoberleitung durchgeführt hat. Die bauliche Realisierung der Maßnahme hatte das dänische Unternehmen „Rohde Nielsen A/S“ aus Kopenhagen übernommen.

Die letzte Aufspülung an diesem Küstenabschnitt fand im Jahr 2017 statt. Damals wurden rund 131.000 Kubikmeter Sand aufgespült. Dieses Wiederholungsintervall von ca. 8 Jahren für Aufspülungen entspricht den im Küstenschutz in M-V üblichen Zeiträumen. Grundsatz an im Zusammenhang bebauten sandigen Küsten ist, dass Sanddefizite regelmäßig ausgeglichen werden, um an Rückgangsküsten stabile Verhältnisse und natürliche Sedimenttransportprozesse zu gewährleisten.