Menü Schließen

Autor: Rügenbote

M-V präsentiert sich auf der BioFach 2026

Nürnberg – Zur BioFach 2026 trifft sich traditionell die Biobranche vom 10. -13.02.2026 entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Messezentrum Nürnberg. Die BioFach ist bereits im 37. Messejahr. Auf der BioFach 2026 werden wieder über 2.700 Aussteller aus ca. 90 Ländern erwartet. Die gesamte Verarbeitungs- und Handelsbranche tauscht sich über die aktuellen und neuesten Entwicklungen auf dem Biomarkt aus. Es ist der Ort, an dem Menschen ihre Leidenschaft für Bio-Lebens­mittel und den Bio-Markt teilen, die perfekte Gelegenheit, um sich von den neuesten internationalen Branchentrends inspirieren zu lassen.

Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich auf der Bio-Weltleitmesse. Gemeinsam mit dem Landwirtschafts­ministerium sind aus unserem Land vier Aussteller auf einem Gemeinschaftsstand vertreten. Besonders verweist Landwirt­schaftsminister Dr. Till Backhaus dankend auf die Unternehmen, die uns seit vielen Jahren in Nürnberg auf dem MV-Messestand repräsentieren. Dies sind die Urgesteine, die Biopark Markt GmbH, die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH & Co.KG, die Qualitätsfleischerzeugergemeinschaft Weidehof GmbH sowie die Biosanica GmbH. Die Unternehmen mit ihren Produkten vertreten dabei ca. 400 biozertifizierte Landwirt­schaftsbetriebe aus MV. Der Gemeinschaftsstand auf der BioFach wird vom Landwirtschaftsministerium finanziell unterstützt.

Weitere Unternehmen aus MV, wie z.B. die Mecklenburger Landpute, die Gläserne Molkerei, Arla Foods Upahl und die Biomanufaktur Planet V sind ebenfalls seit Jahren vertreten und präsentieren sich u.a. auf Messeständen gemeinsam mit den öko-logischen Anbauverbänden.

„Für die Bio-Unternehmen bietet die BioFach eine hervorragende Gelegenheit, Bio-Produkte aus MV einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und damit die Vermarktung der Unternehmen durch die Pflege vorhandener sowie den Aufbau neuer Kunden­beziehungen weiter anzukurbeln. Denn dies ist in diesen turbulenten, schwierigen wirtschaftlichen Zeiten von enormer Bedeutung“, so Minister Backhaus, der weiter ausführt:

„Die Präsenz auf der Fachmesse BioFach als internationale Leitmesse ist dem Land ein wichtiges Anliegen und zeigt zudem, welche hohe Leistungsfähigkeit und Bedeutung der Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern hat.“

Mecklenburg-Vorpommern liegt mit einem Anteil von aktuell 16 Prozent ökologischem Landbau an der landwirtschaftlichen Fläche im vorderen Bereich beim Ländervergleich in Deutschland. Jeder 4. Landwirtschaftsbetrieb in unserem Land wirtschaftet ökologisch.

Zum 01.01.2026 haben 57 Umstellungsbetriebe mit einer Fläche von 4.566 ha einen Neuantrag im Förderprogramm ökologischer Landbau (Extensivierungsrichtlinie, FP 528) gestellt.

Der auf der BioFach 2026 parallel stattfindende BioFach-Kongress steht in diesem Jahr unter dem Leitmotto „Growing Tommorow: Young Voices, Bold Visions – Wie können junge Akteurinnen und Akteure die Zukunft von Bio-Landwirtschaft und Ernährung in einer zunehmend instabilen Welt mitgestalten“.  Für den Dialog und Wissensaustausch über zukunftsweisende Lösungen und die Transformation hin zu mehr Bio bildet der Kongress ein zentrales Forum.

Gingster Turner mit Ticket für Berlin-Finale

Inselteam qualifiziert sich für den Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“

Insel Rügen – Verdienter Jubel beim Turnerteam aus Gingst. Kurz vor den Winterferien kämpften drei Turner-Mannschaften aus der dortigen Schule im Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ um den Einzug ins Bundesfinale des Wettbewerbs. Das Jungenteam holte sich einen ersten Platz und wird damit erneut die Inselschule in Berlin vertreten. Freude, strahlende Gesichter und Zufriedenheit beherrschte den Wettkampf in der Sporthalle von Ribnitz-Damgarten.

„Unser regelmäßiges Training hat sich wieder einmal gelohnt“, sagt Team-Trainerin Birgit Eicke. Sie hatte ihre Schützlinge in zahlreichen Übungseinheiten gezielt auf den Landesvergleich vorbereitet. Pflicht- und Kürübungen an insgesamt vier Geräten oder der Staffellauf wurden immer wieder einstudiert und wiederholt.

Gingster Jungen und Mädchen turnten erfolgreich beim MV-Landesfinale im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Ribnitz-Damgarten. Foto: privat
Gingster Jungen und Mädchen turnten erfolgreich beim MV-Landesfinale im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Ribnitz-Damgarten. Foto: privat

Das Gingster Jungenteam (Mixed-Team) startete in der Wettkampfklasse U14 (10- bis 13-Jährige) mit den athletischen Übungen und zeigte sich gerade dort sehr stark. „An den Gerätebahnen bewiesen alle viel Kampfgeist“, erklärt Maik Köhnke, der begleitende Sportlehrer aus Gingst. Das zahlte sich aus, denn sie gewannen mit dieser passenden Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft die Goldmedaille und qualifizierten sich für das Bundesfinale im Mai in Berlin.

Applaus und viel Zuspruch ernteten auch die beiden Mädchenmannschaften. Während die Turnerinnen in der Wettkampfklasse U14 (10- bis 13-Jährige) sehr verdient eine Silbermedaille gewannen, erkämpften sich die Mädchen der Wettkampfklasse U16 (12- bis 15-Jährige) einen soliden 4. Platz. Mit diesen Erfolgen gehören die Gingster mittlerweile zu den festen Wettkampfgrößen in der Turnszene unseres Bundeslandes.

„Nun werden wir die fünf Schüler in unserer Turn-AG gezielt auf den Bundeswettbewerb vorbereiten“, erklärt Birgit Eicke. Denn sie wollen wie immer ihre Schule in Gingst würdig vertreten. Im Mai werden dann Turner aus fast allen Bundesländern dabei sein und um die Jugend-trainiert-Medaillen kämpfen.

14. Fachkongresses des IT-Planungsrats 2026

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern richtet in diesem Jahr den 14. Fachkongress des IT-Planungsrats aus. Am 18. und 19. März 2026 treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen in Hohe Düne (Rostock-Warnemünde), um über die Zukunft der digitalen Verwaltung in Deutschland zu diskutieren und neue Impulse für die föderale Zusammenarbeit zu setzen.

Der Fachkongress steht unter dem Motto „Digitale Horizonte – Gemeinsam Kurs auf morgen setzen“ und bietet zwei Tage voller Fachforen, Workshops und Diskussionsrunden. Im Mittelpunkt stehen Themen wie digitale Souveränität, nachhaltige Verwaltungsmodernisierung, Nutzerorientierung, Künstliche Intelligenz in der Verwaltung sowie Kooperation im föderalen System.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue: „Mit dem Fachkongress des IT-Planungsrats holen wir die bundesweite Digitalcommunity der Verwaltung nach Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen zeigen, dass Digitalisierung in einem Flächenland wie MV mit Mut, Kooperation und Innovation gelingen kann. Unser Ziel ist es, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen für eine moderne, bürgernahe Verwaltung zu gestalten.

Der Fachkongress des IT-Planungsrats ist das zentrale jährliche Vernetzungstreffen für die Digitalisierungsakteurinnen und -akteure der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Rund 400 Teilnehmende aus Bund, Ländern und Kommunen werden in Hohe Düne erwartet.

Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die föderale Digitalstrategie in die praktische Wirksamkeit zu bringen. Die Strategie ist ein Gesamtkonzept, das sich aus drei klar aufeinander aufbauenden Teilen zusammensetzt:

  1. Die Dachstrategie legt die übergeordneten Leitlinien und Grundprinzipien fest.
  2. Die Schwerpunktthemen konkretisieren diese Leitlinien für zentrale Bereiche der Verwaltungsdigitalisierung wie KI, digitale Souveränität oder Interoperabilität.
  3. Die zentrale Portfoliosteuerung stellt sicher, dass die Projekte der föderalen Ebene wirksam auf die Ziele der Strategie einzahlen. Sie wird jährlich evaluiert, um Fortschritte und Zielerreichung zu prüfen.

Der Fachkongress wird gemeinsam vom Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern und der FITKO – Föderale IT-Kooperation organisiert. Ziel ist es, aktuelle Projekte, Strategien und Zukunftsthemen der Verwaltungsdigitalisierung im föderalen Kontext zu präsentieren und miteinander zu diskutieren.

Die Teilnahme richtet sich ausschließlich an Beschäftigte aus Behörden und Ministerien, aller föderalen und hierarchischen Ebenen.

Das Veranstaltungsprogramm sowie Informationen zur Anmeldung sind auf der Website des Fachkongresses des IT-Planungsrats verfügbar.

Wettbewerb „Gutes.Klima.Machen“ startet in die zweite Runde

Schwerin – Ab dem 9. Februar haben Bürger*innen aus dem ländlichen Mecklenburg-Vorpommern zum zweiten Mal die Gelegenheit, sich im Wettbewerb Gutes.Klima.Machen. zu bewerben. Ausgezeichnet werden besonderes Engagement und beispielgebende Ideen im Klimaschutz mit Preisgeldern von bis zu 20.000 Euro.

„Klimaschutz funktioniert nur, wenn alle mitmachen und auch dafür werben. Die rege Beteiligung im ersten Wettbewerbs-Durchgang zeigte, dass dies bei vielen Menschen angekommen ist. Darüber bin ich sehr froh und bedanke mich bei allen, die sich derart engagieren. Die Projekte zeigen, wie viele Menschen sich heute schon in den Dörfern und Kleinstädten für Klimaschutz einsetzen und wie vielfältig er in Mecklenburg-Vorpommern gelebt wird – von Bürgerenergiegenossenschaften über Moorwiedervernässung bis hin zu nachhaltiger Lebensmittelproduktion. Denn Klimaschutz kann nur gelingen, wenn er nicht als abstraktes Ziel wahrgenommen wird, sondern als konkrete Chance für den eigenen Lebensraum“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Ziel des Wettbewerbs Gutes.Klima.Machen. ist es, Projekte zu würdigen, die Klimaschutz im ländlichen Raum sichtbar machen und neue Ideen auf den Weg bringen.

„Es ist absolut beeindruckend zu sehen, an wie vielen Orten im Land Menschen gemeinsam etwas für gutes Klima tun“, so Andreas Willisch, Vorstand des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung. „Dabei sind einfache Lösungen wie zum Beispiel die Pflege einer Streuobstwiese aber auch komplexe Vorhaben wie ein Nahwärmenetz für die ganze Gemeinde.“

Mitmachen können alle, die vor Ort aktiv werden und den Wandel mitgestalten – als Schule, Gemeinde, Unternehmen, Initiative oder Verein.

Gutes.Klima.Machen. prämiert Projekte in zwei Kategorien: „gut gemacht“ – für bereits umgesetzte Vorhaben (15.000 Euro) und „gut gedacht“ – für konkrete, umsetzungsreife Ideen (20.000 Euro). Insgesamt stehen in zwei Wettbewerbsjahren 420.000 Euro Preisgeld zur Verfügung – für gutes Klima vor Ort.

Der Wettbewerb Gutes.Klima.Machen. ist Teil des Landesprogramms „MV tut was“. Das Programm wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV. Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Thünen-Institut für Regionalentwicklung e. V. mit Sitz in Schlemmin. 

Wetterlage: Zeugnisausgabe auch später möglich

Schnee, Eis und glatte Straßen in Mecklenburg-Vorpommern zum Start in die Winterferien

Schwerin – Wegen der winterlichen Verkehrsverhältnisse ist es einigen Schülerinnen und Schülern am letzten Schultag vor den Winterferien nicht möglich, die Schule zu erreichen. Das Bildungsministerium weist darauf hin, dass die Schulen grundsätzlich geöffnet sind und in jedem Fall eine Betreuung für die Grundschülerinnen und -schüler anbieten. Die Schulen organisieren in eigener Verantwortung den Unterricht oder unterbreiten digitale Lernangebote.

Außerdem teilen die Schulen den Schülerinnen, Schülern und Erziehungsberechtigten mit, dass die Zeugnisse auch in der kommenden Woche in der Schule abgeholt werden können, wenn Schülerinnen und Schüler sie heute nicht in Empfang nehmen können. Über die genauen Uhrzeiten informieren die Schulen. Können Schülerinnen, Schüler oder Erziehungsberechtigte sie auch in der kommenden Woche nicht abholen, erhalten Schülerinnen und Schüler die Zeugnisse in den ersten beiden Schultagen nach den Winterferien.

Das Bildungsministerium hat die Schulen über das Verfahren informiert.

Kleine Schritte, große Wirkung

Kinder der Evangelischen Kita „LÖWENZAHN“ in Gingst setzen sich für mehr Sicherheit ein

Insel Rügen – Jeden Tag machen sich die Hortkinder der Evangelischen Kita „LÖWENZAHN“ in Gingst auf den Weg von der Schule zurück in ihre vertraute Einrichtung. Ein kurzer Weg – und doch einer, der Mut erfordert. Denn auf diesem Weg müssen die Kinder eine Straße überqueren, die durch parkende Autos schlecht einsehbar ist. Obwohl sich der Übergang in einer 30er Zone befindet, fahren viele Autofahrerinnen und Autofahrer deutlich zu schnell. Für die Kinder bedeutet das: stehen bleiben, schauen, warten – manchmal auch mit einem mulmigen Gefühl im Bauch.

Genau aus diesem Gefühl heraus entstand im Jahr 2024 eine besondere Idee. Unter dem Motto „Schüler für Schüler“ organisierten die Hortkinder mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in den letzten eineinhalb Jahren mehrere Tombolas. Sie verkauften Lose, erklärten den Besucherinnen und Besuchern ihr Anliegen und sammelten Geld für mehr Sicherheit auf ihrem Schulweg. Gemeinsam mit den Spenden und den Einnahmen auf den Flohmärkten 2024/2025 kamen insgesamt 970 Euro zusammen – ein großartiger Erfolg für die Kinder, denn sie spürten: Unser Einsatz zählt!

Dank einer großzügigen Spende der Firma RWE Offshore Wind GmbH sowie weiterer Spendeneinnahmen des Elternrates von der Adventskirmes 2024 in Gingst, ist es endlich soweit: Zwei Geschwindigkeitsanzeigen wurden angebracht und machen nun sichtbar, wie schnell Autos wirklich unterwegs sind – ein wichtiges Signal zum Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmer.

Gingster Kindergartenkinder, ihre Erzieherinnen und Förderer weihten die neue Geschwindigkeitstafeln ein. Foto: privat
Gingster Kindergartenkinder, ihre Erzieherinnen und Förderer weihten die neue Geschwindigkeitstafeln ein. Foto: privat

Ein besonderer Dank gilt unserer Kollegin und Erzieherin Catrin Elgeti, die den Kindern unentwegt mit Rat und Tat zur Seite stand und die Umsetzung dieses Wunsches maßgeblich vorangetrieben hat.

Die Einweihung der Geschwindigkeitstafeln war ein besonderer Moment für alle Beteiligten. Mit dabei waren Mitarbeiter*innen der Kita, unser Elternrat sowie Vertreterinnen des Fördervereins der Kita „LÖWENZAHN“, der Bürgermeister und die Gemeindearbeiter aus Gingst, für deren Hilfe, auch während des Aufbaus, wir uns herzlich bedanken – und natürlich die Kinder, die dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht haben. Stolz standen sie daneben und wussten: Das haben wir geschafft.

Dieses Projekt zeigt, wie wichtig es ist, Kinder ernst zu nehmen und ihnen zuzutrauen, ihre Umwelt mitzugestalten. Und was möglich ist, wenn Kinder, Eltern, Gemeinde, Förderer und Einrichtungen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Die Evangelische Kindertagesstätte „LÖWENZAHN“ in Gingst ist mehr als ein Betreuungsort – sie ist ein Ort, an dem Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen, füreinander einzustehen und gemeinsam etwas zu bewegen.

35 Jahre Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern

35 Jahre Verfassungsschutz MV Symposium stärkt Behörden im Umgang mit Reichsbürgern

Schwerin – Anlässlich seines 35-jährigen Bestehens hat der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern am heutigen Tag das Symposium „Souverän im Amt – Eine interdisziplinäre Betrachtung zum Umgang mit Reichsbürgern und Selbstverwaltern“ an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow ausgerichtet. Im Fokus der Veranstaltung mit ca. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Ämtern, Kreis- und Landesverwaltungen, Polizei und Staatsanwaltschaften sowie Amts- und Mandatsträgern standen konkrete Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Beispiele zum Umgang mit dem Phänomenbereich „Reichsbürger und Selbstverwalter“.

„Reichsbürger und Selbstverwalter sind kein Randphänomen, sondern eine ernstzunehmende Herausforderung für Staat und Verwaltung. Wer unseren Rechtsstaat ablehnt und seine Beschäftigten bedroht oder angreift, greift die Grundfeste unseres demokratischen Zusammenlebens an. Mit dem Symposium ‚Souverän im Amt‘ stärken wir gezielt diejenigen, die tagtäglich für Recht und Ordnung einstehen“, sagte Innenminister Christian Pegel.

Reichsbürger bleiben Bedrohung

Der Phänomenbereich stellt weiterhin eine reale Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung und die öffentliche Sicherheit dar – bundesweit wie auch in Mecklenburg-Vorpommern. Die Szene ist heterogen, lehnt die Existenz und Legitimität der Bundesrepublik Deutschland ab und bedient sich häufig verschwörungsideologischer, pseudojuristischer oder rechtsextrem geprägter Narrative. In der Praxis äußert sich dies unter anderem in massenhaftem Schriftverkehr, gezielten Störaktionen, Drohungen sowie Widerstandshandlungen gegenüber Behörden und Amtsträgern.

Bundesweit wurden im Jahr 2024 insgesamt 774 extremistische Straftaten der Szene zugerechnet, davon 105 Gewalttaten. In Mecklenburg-Vorpommern liegt das Personenpotenzial bei rund 700 Personen. Etwa 20 Prozent gelten als gewaltorientiert, rund acht Prozent weisen Überschneidungen mit dem Rechtsextremismus auf. Gleichzeitig sind zunehmende digitale Vernetzung, Radikalisierungstendenzen und eine professionellere Außendarstellung erkennbar.

„Die Szene nutzt verstärkt digitale Kommunikationsräume, um sich zu vernetzen und ideologisch zu festigen. Gerade in Krisensituationen kann das zu einer schnellen Radikalisierung führen. Unser Auftrag als Verfassungsschutz ist es, diese Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, einzuordnen und unsere Partner in Verwaltung, Justiz und Sicherheitsbehörden zu unterstützen“, erklärte Thomas Krense, Leiter der Abteilung Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern.

Das Symposium bündelte aktuelle Lageeinschätzungen, Erfahrungsberichte aus der Praxis sowie konkrete Empfehlungen für den behördlichen Alltag – von der Bewältigung pseudojuristischer Vielschreiberei bis hin zum Umgang mit Einsatzlagen mit erhöhtem Eskalationsrisiko.

35 Jahre im Dienst der Demokratie

Zugleich steht das Symposium im Zeichen des 35-jährigen Bestehens des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommern. Seit dem Aufbau der Behörde Anfang der 1990er-Jahre hat sich der Verfassungsschutz im Land kontinuierlich weiterentwickelt – von den frühen Herausforderungen der Nachwendezeit über die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, islamistischem Extremismus und Linksextremismus bis hin zu hybriden Bedrohungen in Form von Spionage Desinformation und Sabotage.

„35 Jahre Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern zeigen: Der Schutz unserer Demokratie erfordert dauerhafte Wachsamkeit, fachliche Kompetenz und enge Zusammenarbeit. Das Symposium ist Ausdruck eines modernen, lernenden und vernetzten Verfassungsschutzes, der den Rechtsstaat stärkt und diejenigen unterstützt, die ihn täglich vertreten“, sagte Minister Christian Pegel abschließend.

2500 Euro Spende für die Rettungshundestaffel des DRK Schwerin

Schwerin – Bei einer Spendenaktion des Ministeriums für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt 2.500 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue überreichte heute den Erlös an die Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbandes Schwerin e. V.

Die Spendensumme wurde auf unterschiedliche Weise gesammelt: Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Ministeriums, bei einer Adventsauktion auf der Intranetplattform Wir.sind.MV sowie durch den Verkauf selbst gestalteter Kalender an Beschäftigte der Landesverwaltung. Bei der Adventsauktion wurden insgesamt 15 Cartoons des Künstlers Mario Lars versteigert. Auch die Kalender wurden mit Unterstützung von Mario Lars erstellt. Die Spenden stammen nicht nur von den Mitarbeitenden des Ministeriums, sondern auch von zahlreichen weiteren Beschäftigten der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern.

Über das Spendenziel konnten die Beschäftigten zuvor auf der Intranetplattform des Landes abstimmen. Mit großem Abstand fiel die Entscheidung auf die Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbandes Schwerin e. V.

Minister Dr. Heiko Geue: „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unseres Landes – ob im Sport, in der Kultur oder, wie hier, im Rettungswesen. Die Frauen und Männer der Rettungshundestaffel des DRK sind mit ihren Hunden da, wenn andere nicht weiterwissen, und sie tun das freiwillig, hochprofessionell und mit großem persönlichem Einsatz. Dass die Beschäftigten der Landesverwaltung dieses Engagement mit ihrer Spende unterstützen, ist ein starkes Zeichen der Anerkennung und des Zusammenhalts. Dafür bin ich sehr dankbar.

Die Rettungshundestaffel finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden und ist mit ihren ehrenamtlichen Teams landesweit im Einsatz, um die Polizei und andere Behörden bei der Suche nach vermissten Menschen zu unterstützen.

Der Erlös aus der Spendenaktion hilft dabei, die Ausbildung der Hunde sowie der Hundeführerinnen und -führer, die notwendige Ausrüstung und die dauerhafte Einsatzfähigkeit der Staffel sicherzustellen.