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Autor: Rügenbote

Start in die Winterferien

Schülerinnen und Schüler erhalten Halbjahreszeugnisse – Zeugnissorgentelefon wieder erreichbar

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern beginnen am Freitag, 6. Februar 2026, für rund 164.400 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen die zweiwöchigen Winterferien. Zuvor erhalten sie ihre Halbjahreszeugnisse. Auch etwa 36.400 Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen gehen für eine Woche in die Winterferien.

„Hinter den Schülerinnen und Schülern liegt ein intensives Schulhalbjahr, das viel Einsatz und Durchhaltevermögen erfordert hat. Die bevorstehenden Winterferien bieten nun Gelegenheit, sich zu erholen und Freunde zu treffen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Ihren Dank richtete sie auch an die Lehrkräfte sowie an alle weiteren Beschäftigten an den Schulen: „Gerade vor dem Hintergrund des anhaltenden Lehrkräftemangels leisten die Lehrerinnen und Lehrer sowie die pädagogischen Fachkräfte Tag für Tag Außerordentliches, um einen verlässlichen und qualitativ hochwertigen Unterricht sicherzustellen.“

Mit Blick auf die Halbjahreszeugnisse ermutigte die Ministerin die Schülerinnen und Schüler, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, aber auch stolz auf ihre Leistungen zu sein. Zugleich wandte sie sich an die Eltern: „Sollten die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen, ist es wichtig, Kinder zu stärken und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Ein enger Austausch mit den Lehrkräften sei dabei besonders hilfreich. „Sie kennen die individuellen Lernstände sehr genau und können konkrete Hinweise geben, wie Unterstützung sinnvoll gestaltet werden kann“, so Oldenburg.

Der Zentrale Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) bietet in dieser und in der kommenden Woche ein Zeugnissorgentelefon unter 0385 588 7987 an. Die telefonische Beratung ist bis 13. Februar 2026 (montags bis freitags und am Samstag, 7. Februar 2026), jeweils in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar. Schülerinnen und Schüler erhalten hier Rat und Unterstützung. Auch Eltern können anrufen, wenn sie Fragen haben, wie sie mit ihren Kindern über das Zeugnis sprechen können, um sie zu motivieren.

Weltkrebstag: Mehr Vorsorgeuntersuchungen in M-V

Schwerin – Anlässlich des heutigen Weltkrebstages zeigte sich Gesundheitsministerin Stefanie Drese erfreut über die insgesamt steigende Inanspruchnahme von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen im Land. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die Chancen der Krebsfrüherkennung nutzen. Das ist eine sehr positive Entwicklung, denn eine frühzeitige Diagnose kann die Heilungschancen deutlich verbessern und sogar Leben retten“, betonte Drese.

So ist beispielsweise die Zahl der Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen beim Mann in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, von 111.064 im Jahr 2020 auf mehr als 126.495 im Jahr 2024. Auch beim Hautkrebs-Screening zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend: Während 2020 noch knapp 89.500 Untersuchungen durchgeführt wurden, lag die Zahl 2024 bei rund 94.800. Besonders deutlich ist der Zuwachs bei Hautkrebs-Früherkennung kombiniert mit dem Check-up, welche im gleichen Zeitraum von 28.420 auf über 46.150 und damit um mehr als 60 Prozent angestiegen ist.

Stagnieren würden die Vorsorgeuntersuchungen hingegen bei der Darmkrebsvorsorge (2020: 12.200, 2024: 12.510). „Vor dem Hintergrund, dass Darmkrebs bei Frauen in MV die zweit- und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung ist, müssen wir noch stärker auf den hohen Nutzen der kostenlosen Vorsorgeangebote hinweisen“, unterstrich die Ministerin. Insgesamt 1.338 Erkrankungen seien allein im Jahr 2024 in MV neu diagnostiziert worden.

Drese: „Jede Untersuchung zur Krebs-Früherkennung ist eine Investition in die eigene Gesundheit und kann im entscheidenden Moment den Unterschied machen. Ich möchte deshalb zum Weltkrebstag noch einmal ausdrücklich dafür werben, die Vorsorgeangebote wahrzunehmen und die eigenen Ärztinnen und Ärzte auch aktiv auf die Möglichkeiten der Früherkennung anzusprechen.“

Eine Übersicht aller Früherkennungsuntersuchungen, die von den gesetzlichen Kassen erstattet werden, finden Interessierte zudem alters- und geschlechtsspezifisch auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krebsfrueherkennung.html.

Ernst-von-Haselberg-Schule bleibt bestehen

Richtigstellung zur Umsetzung der Inklusion in Mecklenburg-Vorpommern

Stralsund – Nach den Äußerungen der Landtagsabgeordneten Ann Christin von Allwörden zur Umsetzung der Inklusion in Mecklenburg-Vorpommern stellt das Bildungsministerium richtig: Die Ernst-von-Haselberg-Schule in Stralsund ist eine sogenannte Klinikschule. An dieser Schule werden Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthalts in der Klinik beschult. Diese Schularten standen und stehen niemals zur Disposition.

An der Ernst-von-Haselberg-Schule lernen derzeit zusätzlich zu den erkrankten Schülerinnen und Schülern auch noch 18 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in einem separaten Schulteil. Der Vorwurf, dass diese Struktur zerstört wird, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Förderung im Bereich des sonderpädagogischen Förderbedarfs emotionale und soziale Entwicklung wird ausgebaut, sodass die Schülerinnen und Schüler ihrem Förderbedarf entsprechend noch intensiver gefördert werden. So hat es auch die Bürgerschaft bereits im Oktober 2025 beschlossen, als sie sich dafür einsetzte, dass diese Schülerinnen und Schüler in Stralsund im geschützten Raum in einer separaten Klasse beschult werden.

Darüber hinaus ist laut Schulentwicklungsplanung vorgesehen, dass für Schülerinnen und Schüler mit diesem Förderbedarf emotionale soziale Entwicklung sogar eine eigenständige Schule die spezialisierte Förderung übernimmt. Hierfür wird das Gebäude der ehemaligen Grundschule in Loitz saniert und für den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung hergerichtet. Über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz stehen 6,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bleibt bestehen. Sie können entscheiden, ob ihr Kind wohnortnah in einem geschützten Lernraum in einer separaten Klasse an einer Grund- oder weiterführenden Schule beschult wird oder in einer Förderschule.

1. Blaulichttag in Schwerin

Innenminister würdigt Einsatzkräfte beim 1. Blaulichttag in Schwerin

Schwerin – Am 4. Februar 2026 lädt die Marienplatz-Galerie gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, DAK und ASB zum 1. Schweriner Blaulichttag – „Am Blaulichttag fürs Leben lernen“ ein. Innenminister Christian Pegel wird die Veranstaltung besuchen.

„Der Blaulichttag macht sichtbar, was sonst oft im Hintergrund geschieht: Tag für Tag sorgen tausende Frauen und Männer dafür, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern sicher leben können“, sagt Innenminister Christian Pegel und: „Ihr Einsatz ist unverzichtbar für den Schutz von Leben, Gesundheit und unserer demokratischen Ordnung. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz sind nicht nur in Notsituationen unverzichtbar, sondern auch wichtige Ansprechpartner, um Bürgerinnen und Bürger für Sicherheit und Hilfe zu sensibilisieren.“

Im Zentrum des Blaulichttags steht ein Wiederbelebungs-Training für Schülerinnen und Schüler sowie die Öffentlichkeit, initiiert vom Verein „Notfallversorgung im ambulanten Sektor“ (NOFiAS). Ziel ist es, die Laien-Ersthelferquote zu erhöhen und lebensrettende Maßnahmen in Alltagssituationen zu verankern – gerade dort, wo jede Minute zählt. Gerade bei Herz-Kreislauf-Stillständen entscheiden die ersten acht Minuten über Leben oder Tod.

„Wissen, was zu tun ist, kann Leben retten. Deshalb ist es wichtig, diese Kompetenzen breit zu vermitteln – von Schulklassen bis hin zu Erwachsenen“, so Christian Pegel.

Der Blaulichttag bietet praktische Einblicke in Einsatztechnik und –abläufe sowie ein interaktives Programm mit Vorführungen, Mitmach-Stationen und digitalen Lernangeboten. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Notfallversorgung, der Hilfsorganisationen und der zivilgesellschaftlichen Partner, stellt sich auch die Polizei vor. „Unsere Polizistinnen und Polizisten sind Ansprechpartner, Helfer und Garanten des Rechtsstaats zugleich. Sie leisten einen anspruchsvollen Dienst, der hohe fachliche Kompetenz, Belastbarkeit und Menschlichkeit erfordert“, betont der Innenminister Pegel.

Auch die Feuerwehren, überwiegend getragen vom ehrenamtlichen Engagement, seien eine tragende Säule der Gefahrenabwehr. „Ob bei Bränden, Unwettern oder technischen Hilfeleistungen – die Feuerwehren sind oft als Erste vor Ort. Dieses freiwillige Engagement verdient höchsten Respekt und unsere volle Unterstützung“, so der Innenminister.

Der Blaulichttag zeige eindrucksvoll, wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure funktioniere. „Sicherheit ist Teamarbeit. Der heutige Tag stärkt nicht nur das gegenseitige Verständnis der Organisationen untereinander, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Sicherheitsstrukturen. Mit dem 1. Blaulichttag in Schwerin setzen wir ein Zeichen der Wertschätzung für alle Einsatzkräfte– und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung und zur Information der Öffentlichkeit“, sagt Innenminister Christian Pegel abschließend.

Der 1. Schweriner Blaulichttag findet am 4. Februar in der Zeit von 10 bis 18 Uhr in der Marienplatz-Galerie statt.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit M-V

Innenminister Pegel: „Sicherheit braucht starke Partner – über Grenzen hinweg“

Slubice – Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Christian Pegel hat bei der heute feierlichen Eröffnung der neuen Liegenschaft des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit (GZ) in Słubice (Polen) teilgenommen. Mit dem Umzug erhält eine der zentralen Institutionen der grenzüberschreitenden Sicherheitskooperation zwischen Deutschland und Polen moderne und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen.

„Das Gemeinsame Zentrum ist seit vielen Jahren ein Herzstück der deutsch-polnischen Sicherheitsarchitektur. Der neue Standort in Słubice ist ein starkes Signal für Vertrauen, Partnerschaft und gelebte europäische Zusammenarbeit. Gerade für Mecklenburg-Vorpommern, das historisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng mit unserem polnischen Nachbarland verbunden ist, hat diese Partnerschaft eine herausragende Bedeutung – politisch, gesellschaftlich und insbesondere sicherheitsbehördlich“, sagt Minister Christian Pegel.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit wesentlich für MV seit der 1990er-Jahre

Die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit mit Polen ist ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Kooperation der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Bereits seit den 1990er-Jahren ist diese Zusammenarbeit politisch wie operativ fest verankert. Mit der Koordinierungsstelle Anklam wurde 1995 ein erstes dauerhaftes Instrument zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geschaffen. Ziel war es, Kriminalität im Grenzraum gemeinsam, abgestimmt und wirksam zu bekämpfen.

Mit der Eröffnung des Gemeinsamen Zentrums Zentrum in Świecko, unmittelbar an der damaligen Grenzübergangsstelle Frankfurt (Oder)/Świecko, im Jahr 2007 – kurz vor dem Wegfall der stationären Grenzkontrollen im Schengen-Raum – wurde ein Meilenstein für den schnellen und effizienten Informationsaustausch zwischen deutschen und polnischen Sicherheitsbehörden gesetzt. Dieses Zentrum gehörte zu den ersten Einrichtungen dieser Art im Schengen-Raum. Heute existieren europaweit mehr als 50 vergleichbare Zentren.

Heute arbeiten im Gemeinsamen Zentrum Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher deutscher und polnischer Behörden rund um die Uhr unter einem Dach zusammen. Seit 2008 beteiligt sich die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern mit einem Mitarbeiter des Landeskriminalamtes aktiv am Betrieb des Zentrums. Über das GZ werden jährlich rund 700 Ersuchen mit Bezug zum deutsch-polnischen Grenzraum bearbeitet – insbesondere in den Bereichen Eigentums-, Kfz- und Betrugskriminalität – mit steigender Tendenz.

„Das Gemeinsame Zentrum ist nicht über Nacht entstanden. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger vertrauensvoller Zusammenarbeit, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat – von ersten Koordinierungsstellen bis hin zu einer modernen gemeinsamen Dienststelle im Herzen Europas. Kurze Wege, direkte Ansprechpartner und ein unmittelbarer Informationsaustausch sind im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität unverzichtbar. Das Gemeinsame Zentrum ermöglicht genau das – schnell, pragmatisch und effektiv“, so MV-Innenminister Christian Pegel.

Mecklenburg-Vorpommern investiert in Sicherheit und Zukunft

Die neue Liegenschaft in Słubice wurde auf Grundlage einer deutsch-polnischen Absichtserklärung aus dem Jahr 2022 realisiert. Nach dem Umbau stehen den 41 deutschen und 21 polnischen Beschäftigten moderne Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 6,9 Millionen Euro, wovon Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von gut 55.000 Euro trägt.

„Jeder Euro, den wir in funktionierende internationale Zusammenarbeit investieren, ist eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger – nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auf beiden Seiten der Grenze“, betont Christian Pegel.

Angesichts dynamischer Kriminalitätsformen, international agierender Täterstrukturen, migrationsbedingter Herausforderungen und der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus gewinnt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter an Bedeutung. Das Gemeinsame Zentrum steht dabei beispielhaft für eine moderne, vernetzte und vertrauensvolle Sicherheitskooperation in Europa.

„Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist heute unverzichtbar – sie stärkt den Zusammenhalt in der Region, fördert den Austausch und sorgt für Stabilität und Sicherheit auf beiden Seiten der Oder. Aus polizeilicher Sicht ist die gemeinsame Arbeit von besonderer Relevanz – und Sicherheit kennt keine nationalen Grenzen. Das Gemeinsame Zentrum ist weit mehr als eine Dienststelle. Es ist ein Symbol für Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Verantwortung für Sicherheit in Europa. Diese Zusammenarbeit wollen und werden wir weiter stärken“, sagt Innenminister Christian Pegel abschließend.

Neuer Inspekteur der Landespolizei ernannt

Innenminister Pegel ernennt Lutz Müller offiziell zum Inspekteur der Landespolizei

Foto: Innenministerium MV

Schwerin – Im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe hat Innenminister Christian Pegel heute Lutz Müller offiziell in sein Amt als Inspekteur der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern eingeführt.

Mit der Aushändigung der Ernennungsurkunde beginnt für Müller nun auch formal seine neue Verantwortung an der Spitze der Landespolizei.

„Die Landespolizei steht vor vielfältigen Herausforderungen – von der Bewältigung komplexer Einsatzlagen bis hin zur Weiterentwicklung moderner Polizeiarbeit. Mit Lutz Müller überträgt das Land diese anspruchsvolle Aufgabe in erfahrene und verlässliche Hände.

Die Sicherheitslage entwickelt sich dynamisch, neue Formen der Kriminalität, die fortschreitende Digitalisierung sowie der demografische Wandel stellen hohe Anforderungen an Organisation, Führung und Personal.

Ich bin überzeugt, dass Lutz Müller die Landespolizei mit Klarheit, Augenmaß und einem offenen Ohr für die Beschäftigten führen wird“, so Innenminister Christian Pegel bei der offiziellen Urkundenübergabe und: „Die Landesregierung wird die Polizei auch weiterhin verlässlich stärken, damit sie ihren wichtigen Auftrag für die Sicherheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erfüllen kann.“

Der neue Inspekteur der Polizei, Lutz Müller, bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen: „Die Ernennung zum Inspekteur der Landespolizei MV ist für mich eine große Ehre und Verpflichtung zugleich. Mit Respekt, Demut, aber auch mit Freude und Motivation stelle ich mich gerne dieser neuen Aufgabe. Ich verstehe dieses Amt als Dienst an und für unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie an meine Kolleginnen und Kollegen in der Landespolizei.

Mir ist es wichtig, die Polizeiarbeit praxisnah, modern und wertschätzend weiter zu entwickeln sowie zu gestalten. Die Polizei in unserem Land steht – wie bundesweit – vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Sicherheitslage wird komplexer, die Anforderungen an Professionalität, Flexibilität und Reaktionsfähigkeit steigen. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, demografischer Wandel und gesellschaftliche Erwartungen nachhaltig die Arbeitswelt der Polizei. Diesen Herausforderungen müssen wir uns vorausschauend und entschlossen stellen.“

Der 54-jährige Lutz Müller ist gebürtiger Schweriner und bringt umfangreiche Erfahrungen aus unterschiedlichen Leitungsfunktionen innerhalb der Landespolizei MV mit. Bevor er 2022 Direktor des Landeswasserschutzpolizeiamtes wurde, war er unter anderem als Leiter des Führungsstabes im Polizeipräsidium Neubrandenburg tätig, verantwortlich für die Aus- und Fortbildung der Landespolizei an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow sowie Abteilungsleiter im Landeskriminalamt.

Stärkung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie

Neues Labor und Radioaktivitätsmessstelle für das LUNG in Güstrow geplant

Güstrow – Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Güstrow soll deutlich gestärkt werden: Geplant ist der Neubau eines modernen Labors sowie einer zweiten Radioaktivitätsmessstelle. Ziel der Maßnahme ist es, ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld mit optimalen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen und zugleich die technischen Voraussetzungen für anspruchsvolle Umwelt- und Sicherheitsaufgaben weiter zu verbessern. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von rund 50 Millionen Euro vorgesehen. Die Baumaßnahme wird von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern aus dem Geschäftsbereich des Ministeriums für Finanzen und Digitalisierung umgesetzt.

Die Mittel stammen aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Insgesamt fließen daraus 1,92 Milliarden Euro nach Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Investitionsgipfel der Landesregierung am 15. Juli 2025 wurde entschieden, 250 Millionen Euro gezielt für Maßnahmen der inneren Sicherheit und des Bevölkerungsschutzes einzusetzen. Mit dem Projekt in Güstrow fließen nun 50 Millionen Euro aus diesem Budget in den Ausbau leistungsfähiger Umwelt- und Sicherheitsinfrastruktur.

Mit dem neuen Labor und der zweiten Radioaktivitätsmessstelle investieren wir gezielt in den Schutz der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Ich freue mich, dass wir auf diese Weise moderne Umweltanalytik, verlässliche Messstrukturen und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten vor Ort ermöglichen können“, sagte Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue heute bei einem Besuch im LUNG in Güstrow. „Mit dieser Maßnahme setzen wir neben dem Bauprogramm ‚Sieben auf einen Streich für die Polizei vor Ort‘ ein  zweites Großprojekt aus dem Sondervermögen im Bereich der inneren Sicherheit und des Bevölkerungsschutzes um.“

Ich freue mich außerordentlich über die Zusage von Finanzminister Dr. Geue und Umweltminister Dr. Backhaus zum Neubau unseres Labors sowie einer zweiten Radioaktivitätsmessstelle. Das LUNG ist die zentrale Umweltbehörde des Landes mit täglich wachsenden Datenbeständen. Amtliche Messwerte und daraus resultierende Umweltdaten sind die Voraussetzung für nachhaltige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Das neue Labor stärkt das LUNG in seiner Rolle als leistungsfähige wissenschaftliche Fachbehörde“, betont Karina Rentsch, stellvertretende Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV.

Nach aktueller Planung ist vorgesehen, die Gebäude beim ehemaligen Säuglingsheim in Güstrow zu errichten. Dabei wird geprüft, ob und in welcher Form die unter Denkmalschutz stehende Bausubstanz des ehemaligen Säuglingsheims in das Projekt einbezogen werden kann.

Der Beginn der Bauarbeiten ist derzeit für die Jahre 2028/2029 vorgesehen.

Lebendige Dörfer und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Elf neue Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren haben im Rahmen des Landesprogramms „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ ihre Fortbildung an der Hochschule Neubrandenburg abgeschlossen.

Noch steht der alte Imbiss „Büffelkuhle“ am See in Buchholz leer. Schon bald aber soll er wieder ein lebendiger Treffpunkt für alle in der Gegend werden – und das verdankt er nicht zuletzt einem Fortbildungsformat der Hochschule Neubrandenburg. Die „Büffelkuhle“ ist eines der Projekte, die als Ergebnis des Fortbildungskurses Dorfmoderation. der Hochschule jetzt im Land umgesetzt werden. „Wir gestalten gerade die Innenräume des alten Imbisses“, erzählt Teilnehmerin Renate Fabisch, die nun in ihrer Gemeinde als Dorfmoderatorin aktiv sein wird. „Wir planen im Frühjahr einen Subbotnik und möchten dann mit einem Osterfeuer in die Saison starten.“

Nach insgesamt sechs intensiven zweitägigen Fortbildungsterminen haben die Teilnehmenden des Kurses ihre Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Am Samstag erhielten die neuen Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren an der Hochschule Neubrandenburg ihre Teilnahmebestätigung. Sie sind damit bestens vorbereitet, Projekte für Dorfentwicklung und Klimaschutz in ihren Gemeinden anzustoßen, hierfür Menschen zu gewinnen und die Projekte aktiv zu begleiten. Im Laufe des Kurses wurden ausgehend von der detaillierten Analyse ihres Dorfes – dem sogenannten „Dorfcheck“ – konkrete Projektideen zu Dorfentwicklung und Klimaschutz erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen. Einige der Dorfmoderatoren sehen sich dabei künftig als Vermittler und Vermittlerinnen, um Aktivitäten besser zu verknüpfen – etwa Veranstaltungen mit Angeboten der Schule. Andere möchten sich stärker für Kinder und Jugendliche engagieren und deren Ideen fördern. Zwei Dorfmoderatorinnen planen zudem, gemeinsam mit dem Format „Sprechen und Zuhören“ wieder mehr Menschen in ihren Gemeinden miteinander in den Austausch zu bringen.

Konkrete Zukunftsprojekte werden nun angestoßen

Das Fortbildungsangebot, das bereits zum neunten Mal stattfand, richtete sich an engagierte Menschen aus Dörfern und Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns, die das Miteinander vor Ort stärken und konkrete Zukunftsprojekte anstoßen wollen. Im Verlauf der Fortbildung vom September letzten Jahres bis Ende Januar setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Grundlagen von gelingender Kommunikation, mit Moderationstechniken und Methoden zur Aktivierung und Beteiligung unterschiedlicher Zielgruppen auseinander. Ebenso ging es um die Frage, wie man gut mit Konflikten umgeht, wie Dialoge zur Energiewende gestaltet werden können, wie kommunalpolitische Entscheidungen funktionieren und welches die rechtlichen Rahmenbedingungen des Ehrenamts sind. Ergänzt wurde das Programm durch ganz praktische Module zu Projektmanagement, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie zur Gewinnung und Motivation von Engagierten.

Fortbildungskurs in dieser Runde Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort

Da der Fortbildungskurs in dieser Runde als Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. stattfand, lag ein besonderer Schwerpunkt auf den Möglichkeiten zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten im Dorf. „Wir haben erstmals das Thema Klimaschutz im Dorf in den Fortbildungskurs integriert“, so Johann Kaether, Koordinator der Fortbildung an der Hochschule Neubrandenburg. „Die Diskussionen im Kurs zeigen, dass Klimaschutz ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung von lebenswerten Dörfern in MV ist.“

Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus betont die Bedeutung des Programmbausteins innerhalb des landesweiten Programms MV tut was.: „Klimaschutz entscheidet sich nicht nur in Gesetzen, sondern vor allem vor Ort – in unseren Dörfern und Gemeinden. Mit den Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren stärken wir Menschen, die Verantwortung übernehmen, Beteiligung organisieren und konkrete Projekte anstoßen. Sie sind Brückenbauer zwischen Engagement, Kommune und Politik und damit ein zentraler Baustein von ‚MV tut was‘. Wer den ländlichen Raum stärken will, muss den Menschen dort Werkzeuge an die Hand geben – genau das tun wir mit diesem Programm.“

Die Teilnehmenden des Kurses blicken zufrieden auf den Kurs zurück. „Was ich aus der Fortbildung mitnehme, ist vor allem der intensive Austausch“, so Udo Wasielewski aus Torgelow am See. „Die Mischung aus Vereinsarbeit, kommunaler Erfahrung und neuen Ideen hat die Werkstatt zu einem echten Lern- und Vernetzungsraum gemacht.“

Prof. Dr. Peter Dehne, Projektleiter des Fortbildungsformates, freute sich bei der Übergabe der Teilnahmebestätigungen, „dass es in den Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns viele Menschen gibt, die sich für Lebensqualität und Klimaschutz engagieren. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung der geplanten Projekte in Ihren Dörfern.“

Die Fortbildung Dorfmoderation – Werkzeuge für Dorfentwicklung und Klimaschutz vermittelt Wissen und Werkzeuge, um Dialoge in der eigenen Gemeinde anzustoßen und zu begleiten, Ideen für den Klimaschutz und die Dorfentwicklung zu entwickeln sowie Projekte aktiv mitzugestalten. Die Teilnehmenden lernen, Prozesse zu moderieren, Ideen in die Tat umzusetzen und ihren Ort und ihre Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen.

Der Fortbildungskurs ist Teil des Landesprogramms „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ Das Programm versteht Klimaschutz als Chance für Beteiligung, für Zusammenhalt und für regionale Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel des zweijährigen Programms ist es, konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen, den Nutzen von Klimaschutz konkret vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam mit Bürgern, Unternehmen, Kommunen sowie jungen Menschen Klimaschutzprojekte anzustoßen.

Das Programm „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV.

Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was