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Autor: Rügenbote

Land stärkt Niederdeutsch an Profilschulen

Oldenburg: Großes Engagement der Lehrkräfte belebt die niederdeutsche Sprache

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern stärkt die Niederdeutsche Sprache weiter. Zum kommenden Schuljahr 2026/2027 werden das Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar sowie die Kooperative Gesamtschule (KGS) „Am Sund“ Stralsund in das Profil „Niederdeutsch“ aufgenommen.

„Niederdeutsch ist ein wichtiger Teil unserer kulturellen Identität. Mit der Aufnahme des ‚Geschwister-Scholl-Gymnasiums‘ Wismar und der KGS ‚Am Sund‘ Stralsund als Profilschulen setzen wir ein klares Zeichen für den Erhalt und die lebendige Weitergabe unserer Regionalsprache“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Bereits im Jahr 2016 wurden sechs Profilschulen mit dem Schwerpunkt Niederdeutsch etabliert. Aufgrund fehlender Personalressourcen konnten jedoch zuletzt nicht alle Standorte das Profil dauerhaft aufrechterhalten. Insbesondere das Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar sowie das Gymnasium „Am Sonnenberg“ in Crivitz mussten die Profilarbeit zeitweise einstellen. Vor dem Hintergrund der landesweiten Strategie zur Stärkung der Niederdeutschsprache ist es ein zentrales Anliegen des Landes, vorgesehene Profilschulstandorte wiederzubeleben und neue Schulen aufzunehmen.

Oldenburg: „Gemeinsam haben wir daran gearbeitet, die notwendigen Mittel für Sachkosten sowie die erforderlichen Lehrkräftewochenstunden bereitzustellen. Damit ist die Umsetzung der Profilarbeit an beiden Schulen ab dem kommenden Schuljahr gesichert.“

Das Profil „Niederdeutsch“ folgt dem Landeskonzept zur Förderung der Regionalsprache und ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine vertiefte sprachliche und kulturelle Auseinandersetzung – im Unterricht wie auch in außerunterrichtlichen Projekten und Kooperationen. Alle Schülerinnen und Schüler der Profilschulen können Niederdeutsch ab Sekundarstufe I bis zum Abitur belegen.

Im Schuljahr 2025/2026 lernen in Mecklenburg-Vorpommern 1.063 Schülerinnen und Schüler an 35 Schulen Niederdeutsch. Davon besuchen 310 eine der aktuell vier Profilschulen: Goethe-Gymnasium Demmin, Recknitz Campus Laage, Reuterstädter Gesamtschule Stavenhagen sowie das Gymnasiale Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz.

Trauer um Rita Süssmuth

Schwesig: Rita Süssmuth war mutig, klug und ihrer Zeit oft weit voraus

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gewürdigt: „Ich bin sehr betroffen vom Tod von Rita Süssmuth. Denn ich habe die Zusammenarbeit und die persönlichen Gespräche mit ihr immer sehr geschätzt. Sie war eine unermüdliche Kämpferin für die Rechte von Frauen – mutig, klug und ihrer Zeit oft voraus. Viele Fortschritte, die heute selbstverständlich erscheinen, tragen ihre Handschrift.

Mit der Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ hat sie als Bundesgesundheitsministerin in einer Zeit, in der AIDS-Kranke oft stigmatisiert wurden, Ängste genommen, Wissen vermittelt und ganz konkret Menschenleben gerettet. Dieser Einsatz verdient bis heute größten Respekt.

Sehr beeindruckt hat mich auch ihre Festrede im Landtag Mecklenburg-Vorpommern zum 25-jährigen Bestehen unserer Landesverfassung. Ich habe diese Rede als starkes Plädoyer für Demokratie, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Erinnerung – klug, zugewandt und zutiefst ermutigend.

Rita Süssmuth hat als Bundestagspräsidentin und als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit unser Land geprägt. Sie war eine engagierte Christdemokratin, die sich parteiübergreifend höchstes Ansehen erworben hat. Ihr Einsatz, ihre Haltung und ihre Stimme werden fehlen. Mein Mitgefühl gehört allen, die ihr nahestanden.“

Schüler organisieren Winterball

Premierenidee der Schülersprecherin Emilia Friedrich an Gingster Schule

Insel Rügen – „Unsere Schulgemeinschaft hat so einen Winterball verdient“, sagt Emilia Friedrich, Schülersprecherin an der Schule Gingst. Zusammen mit ihren Mitschülern aus den 10. Klassen und den Klassenlehrern organisierte sie den Januarhöhepunkt zum ersten Mal. Über 60 Schüler aus den Klassenstufen 7 bis 10 folgten am letzten Januarfreitag ihrer Einladung, in dieser Jahreszeit bei guter Musik, Drinks und Snacks einen besonderen Abend zu erleben.

Das Winterballprojekt bestimmte den Schulalltag den ganzen Januar über. Die 10. Klassen machten es zu ihrer Gemeinschaftsaufgabe, denn mit der Halloween-Party der Orientierungsstufe hatten sie erste gute Erfahrungen im Herbst gesammelt. Die Mädchen gestalteten Werbeposter, Eintrittskarten und Deko-Sterne für die Mensa. Dabei halfen ihnen Schüler aus den 6. Klassen, denn fast 100 nachhaltige Papiersterne mit Klettverschluss entstanden dabei. Jungen planten die Außenlichter, Feuerschalen und Stockbrot oder machten sich Gedanken über Tanzfläche, Anordnung der Stehtische und den Einlass. Das Team teilte sich die Aufträge für Auf- und Abbau der Ballkulisse.

In freudiger Winterball-Stimmung: Emilia Friedrich, Leon Ruback, Amy Schönrogge und Heide Saathoff. (v.l.n.r.) Foto: Martina Zabel
In freudiger Winterball-Stimmung: Emilia Friedrich, Leon Ruback, Amy Schönrogge und Heide Saathoff. (v.l.n.r.) Foto: Martina Zabel

„Solche Klassen sind für eine Klassenleitung ein Geschenk“, erklärt Heide Saathoff, Klassenleiterin der 10a. Sie strahlt, als sie von der Gruppendynamik berichtet, die für ein so großes Vorhaben greifen muss. Zusammen mit ihrem Kollegen Ulf Todenhagen unterstützte sie ihre Schützlinge und führte sie mit vielen Absprachen und Änderungen zum gewünschten Ziel. „Ich bin so glücklich über unseren Erfolg“, meint Emilia Friedrich, auch wenn es im Team manchmal gekracht habe. Das gehöre aber einfach dazu.

Ihre Idee von einem schulischen Winterhöhepunkt ging auf. Schüler rockten zusammen mit ihren Lehrern die Tanzfläche, erlebten niveauvolle Programmpunkte und erfreuten sich an den Buffets mit Bowlen und Buletten. Sie genossen sichtlich die Ballstimmung in edlen Kleidern, mit Anzugsjacken und Hemden sowie den passenden Accessoires. Zudem wählten sie das königliche Paar des Abends: Ballkönigin Amy Schönrogge und Ballkönig Leon Ruback fühlten sich sichtbar geehrt und tanzten ganz zünftig zum besten Lied des Wintervergnügens.

Den Gingster Winterball unterstützten einheimische Firmen mit Finanzen und Sachmitteln. Dafür bedankten sich die Organisatoren bei den folgenden Unternehmen: Teppichwelt Kluis, Parkhotel Bergen, Saikana Bistro Gingst, EP Ohlhoff Bergen, Hansen GmbH Bergen und bei der Oase der Ruhe. Der Förderverein der Schule steht auch auf der Spenderliste und signalisiert bereits weitere Finanzen für die Neuauflage des Balls im nächsten Jahr.

Prävention und Gesundheitsförderung

Drese kündigt mehr Prävention und Hilfen zur Gesundheitsförderung und Bekämpfung von Suchterkrankungen an

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat eine deutliche Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention im Land angekündigt. Vor allem im Bereich der Suchtproblematiken seien Aufklärung, Vorbeugung und Intervention enorm wichtig, sagte Drese am Freitag in einer Landtagsdebatte zum Thema Sucht.

Drese betonte, dass jeder zehnte Deutsche ein Suchtproblem hat. In MV sei dieser Anteil noch höher. „Insbesondere bei der Alkoholsucht sind die Erkrankungszahlen bei uns im Land überdurchschnittlich und dramatisch“, sagte Drese.

Sucht sei eine chronische Krankheit mit gravierenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Suchtkranken selbst und – gerade mit Blick auf Familien mit Kindern – deren Umfeld. „Mich treiben die damit verbundenen Schicksale der betroffenen Menschen um – vor allem wenn Kinder unmittelbar oder mittelbar betroffen sind“, so Drese.

„Wir müssen Problematiken klar benennen, eine Kultur des Hinsehens und nicht des Wegduckens fördern, Hilfestrukturen anbieten und auch neue Wege bei der Bekämpfung von Drogen und Sucht gehen“, verdeutlichte Drese. Das Land habe deshalb in den vergangenen Jahren, und nochmals verstärkt seit der Teillegalisierung von Cannabis, enorme Anstrengungen für eine präventionsgeleitete Suchtpolitik unternommen.

„Mit dem neuen Landeshaushalt erhöhen wir die Mittel für Maßnahmen im Bereich der Suchtprävention um fast 15 Prozent. Und wir stärken unsere Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen, LAKOST, um mehr Prävention in der Fläche, etwa in Schulen zu gewährleisten“, so die Ministerin.

Ein großer Erfolg ist aus Sicht von Drese, dass 50 zusätzliche Suchtpräventionsfachkräften ausgebildet werden, die zukünftig vorbeugende Maßnahmen im ganzen Land, z.B. in Schulen oder Sportvereine umsetzen werden. Die Verstetigung dieser Ausbildung und die Öffnung des Programms für verschiedene Professionen werden auch in der neuen Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention ausdrücklich empfohlen.

Drese: „Wir haben dort unter Beteiligung vieler Akteurinnen und Akteure zahlreiche Maßnahmen entwickelt. Für die Umsetzung der Strategie stehen insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird die Umsetzung der Landesstrategie zum größten Präventionsprogramm in der Geschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehört auch der Aufbau einer digitalen Suchtberatung durch die Einführung der DigiSucht-Plattform ab 2026.“

Nord-MPs werben für Häfen und Energie im Norden

Schwerin – Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der norddeutschen Länder Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich heute am Rande der Bundesratssitzung in Berlin getroffen. Zunächst führten Manuela Schwesig, Andreas Bovenschulte, Peter Tschentscher, Olaf Lies und Daniel Günther ein Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu Fragen der Wirtschafts- und Energiepolitik. Anschließend kamen die norddeutschen Regierungschefinnen und Regierungschefs zu einer Beratung zusammen.

„Die norddeutschen Länder leisten ihren Beitrag dazu, dass Deutschland insgesamt vorankommt. Unsere Häfen sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung für ganz Deutschland. Und mit der bei uns produzierten Energie tragen wir auch zur Energieversorgung im Süden bei. Wir sind der Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen. Deutschland braucht in diesen Zeiten mehr Gemeinsamkeit und weniger Spaltung. Und deshalb lehnen wir die Attacken der süddeutschen Länder auf das Bund-Länder-Finanzsystem ab“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Konferenz.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther machte deutlich, dass die norddeutschen Länder hinter der Energiewende stehen. „Für uns ist klar: Beim Erreichen der Klimaziele dürfen wir jetzt keinen Zentimeter vom Kurs abweichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien – von Solar über Onshore- bis Offshore-Windkraft – muss weiter Tempo aufnehmen. Gleichzeitig brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für die Nutzung von Strom in Deutschland: spürbar niedrigere Netzentgelte und einen deutlich beschleunigten Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. Gerade beim Wasserstoff kommt Schleswig-Holstein gemeinsam mit den anderen norddeutschen Ländern eine Schlüsselrolle zu. Wir sind Produktionsstandort für grünen Strom und künftige Wasserstoffdrehscheibe. Deshalb muss insbesondere die erforderliche Transportinfrastruktur schnell und koordiniert ausgebaut werden. Zugleich gilt es, die Wirtschaftlichkeitslücke bei der Dekarbonisierung industrieller Prozesse zu schließen – mit klugen marktwirtschaftlichen Instrumenten, die Investitionen in klimaneutrale Technologien wettbewerbsfähig machen.

Auch die maritime Wirtschaft bleibt zentral: Unsere Häfen und die Hafeninfrastruktur sind von nationaler Bedeutung für Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Transformation. Hier erwarten wir verlässliche Unterstützung des Bundes. Unser Ziel ist der enge Schulterschluss, damit Norddeutschland und besonders Schleswig-Holstein als Energie- und Industriestandort weiter vorangehen können.“

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hob die Bedeutung der Offshore-Windkraft hervor. „Der Aufbau der Offshore-Windenergie ist ein zentraler Baustein für eine sichere, unabhängige und saubere Energieversorgung in Deutschland. Die Verschiebung des ursprünglich geplanten Ausschreibungstermins ist nachvollziehbar, da die bisherigen Kriterien keine Gebote ermöglicht haben. Daher haben wir noch einmal deutlich gemacht, dass eine neue Ausschreibung spätestens im vierten Quartal 2026 erfolgen muss. Sonst droht ein industriepolitischer Fadenriss. Die Offshore-Windindustrie braucht jetzt zügig überarbeitete Ausschreibungskriterien und verlässliche Rahmenbedingungen. Beim Ausbau der Windenergie auf See darf die Bundesregierung keine Zeit verlieren.“

„Der Neustart der Offshore-Windenergie ist unverzichtbar, da wir schon jetzt hinter den Ausbauzielen deutlich zurückliegen. Wenn wir jetzt nicht reagieren, wird die Energiewende nicht gelingen. Denn ohne Offshore-Windkraft wird es nicht ausreichend Strom geben, vor allem nicht ausreichend günstigen Strom. Deshalb müssen wir die Rahmenbedingung für den Offshore-Ausbau zügig anpassen. Dabei geht es auch darum, dass die erforderlichen Komponenten in Deutschland gebaut werden, insbesondere die für die Offshore-Windparks notwendigen Konverter“, erläuterte der Bremer Bürgermeister und Präsident des Bremer Senats Andreas Bovenschulte.

Im Gespräch mit der Bundeswirtschaftsministerin unterstrichen die Länder außerdem die Bedeutung der Seehäfen für ganz Deutschland. „Die Seehäfen sind für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands von nationaler Bedeutung. Dies gilt für die Anbindung der Wirtschaft an die internationalen Märkte, die tägliche Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger und für die militärische Verteidigungsbereitschaft in einer angespannten geopolitischen Lage. Vor diesem Hintergrund haben die norddeutschen Länder heute noch einmal gemeinsam bekräftigt, dass sich der Bund an der Finanzierung der Hafeninfrastruktur beteiligt. Die Bundesregierung und ihr maritimer Koordinator haben es bisher versäumt, zu dieser Vereinbarung des Koalitionsvertrages eine konkrete Umsetzungsperspektive zu entwickeln“, erklärte der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Peter Tschentscher.

100 neue Referendarinnen und Referendare für M-V

Dienstantritt der Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 100 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Einstellungszahl von 87 auf 100 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von rund 15 Prozent. Damit befinden sich insgesamt 666 Referendarinnen und Referendare im Dienst.

Die Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 12
  • Lehramt an Grundschulen: 30
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 37
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 8

Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 23, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind.

Zukünftige Lehrkräfte haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 133 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. Rund 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen werden zum 1. Februar 2026 unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. 93 Lehrkräfte arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 14
  • Lehramt an Grundschulen: 19
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 35
  • Lehramt an Gymnasien: 56
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 9

Mecklenburg-Vorpommern stellt an vier Terminen jährlich Referendarinnen und Referendare ein. Die nächste Ausschreibung läuft vom 23. März 2026 bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

200 Euro mehr für Auszubildende im Justizvollzug in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt verkündet den Anstieg anlässlich der Ernennung von 20 Anwärterinnen und Anwärtern.

Güstrow – „Sieben Jahre nach Einführung des Anwärtersonderzuschlags ist die Zahlung für unsere Auszubildenden erhöht worden. Der Zuschlag beträgt nun 50 Prozent statt bisher 35 Prozent vom Grundbetrag. Das macht monatlich rund 200 Euro brutto aus. Die Erhöhung ist ein wichtiges Zeichen der Nachwuchsgewinnung. Denn die Ausbildung der Justizvollzugsanwärterinnen und -anwärter ist eine wichtige Stütze im System des Rechtsstaats. Die gute Arbeit im Justizvollzug ist für die Sicherheit der Bevölkerung unverzichtbar“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich der Ernennung von 20 Frauen und Männern, die mit ihrer Ausbildung an der Bildungsstätte Justizvollzug in Güstrow starten.

Die gute Nachricht überbracht hat Justizstaatssekretärin Babette Bohlen in Stellvertretung der Ministerin, die an der Landtagssitzung teilnimmt. Staatssekretärin Babette Bohlen begrüßte die sechs Frauen und 14 Männer. Sie setzten sich aus 100 Bewerbungen durch. Das Durchschnittalter liegt bei gut 21 Jahren. Einige von ihnen haben bereits eine erste Ausbildung gemacht zum Beispiel als Verkäuferin, Bauten- und Objektbeschichter, Hotelfachmann oder Sozialassistent. Bewerben können sich alle ab 18 Jahren mit Mittlerer Reife oder Berufsreife plus abgeschlossener Berufsausbildung. –>Info.

In Güstrow bekamen heute auch zehn Frauen und Männer ihre Urkunden nach bestandener Prüfung. Sie wurden als Beamte auf Probe ernannt. Die beste Note war ein ‚gut‘ mit 13,96 Punkten. Staatssekretärin Bohlen betonte in ihrer Festrede: „Der Allgemeine Vollzugsdienst ist wichtiger Baustein der Resozialisierung. Unsere Bediensteten werden dem tagtäglich mit Menschlichkeit, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein gerecht. Sie helfen Gefangenen, den Weg zurück in ein Leben ohne neue Straftaten zu finden. Zum anderen tragen Sie dafür Sorge, dass die eigene Familie, die Nachbarschaft, der Freundeskreis weiterhin ein sicheres Leben haben.“

Finanzierung der Kindertagesförderung in M-V

Landesverfassungsgericht bestätigt Vorgehen des Landes bei Finanzierung der Kindertagesförderung

Schwerin – Das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat mit seinem gestrigen Urteil die kommunale Verfassungsbeschwerde gegen Regelungen des Kindertagesförderungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern als unzulässig verworfen. Damit bestätigt sich das Vorgehen des Landes im Zusammenhang mit der Einführung der Elternbeitragsfreiheit.

Das Urteil des Landesverfassungsgerichts gibt uns Rechtssicherheit und bestätigt den eingeschlagenen Weg des Landes. Die beitragsfreie Kita ist und bleibt ein zentrales familienpolitisches Vorhaben dieser Landesregierung“, erklärt Finanzminister Dr. Heiko Geue.

Zugleich betont er die Bedeutung einer weiterhin engen Zusammenarbeit mit den Kommunen. „Die wichtigste Aufgabe bleibt eine gute und verlässliche Kindertagesbetreuung für alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern. Das gelingt nur gemeinsam. Land und Kommunen tragen hier gemeinsam Verantwortung – und wir werden diesen Weg auch weiterhin partnerschaftlich gehen.“

Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung ist dabei dauerhaft gesichert. Land und Kommunen bringen gemeinsam rund eine Milliarde Euro jährlich für die Kita-Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern auf. Allein für die Elternbeitragsfreiheit übernimmt das Land rund 250 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt trägt das Land rund 55 Prozent der Kosten der Kindertagesbetreuung, die kommunale Ebene rund 45 Prozent. Das Ziel bleibt eine verlässliche, qualitativ gute und zukunftsfeste Kindertagesbetreuung im ganzen Land.