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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Deutlich mehr Referendarinnen und Referendare

Oldenburg: Einstellungsrekord der letzten drei Jahre

Schwerin – Am 1. Oktober haben in Mecklenburg-Vorpommern 105 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen angetreten. „Im Jahr 2025 haben wir insgesamt 445 Referendarinnen und Referendare eingestellt. Damit haben wir den Einstellungsrekord der letzten drei Jahre erreicht. Im vergangenen Jahr haben 405 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst begonnen. 2023 waren es 384 Einstellungen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg anlässlich des Dienstantritts im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais. „Ich freue mich über alle jungen Lehrkräfte, die sich dafür entscheiden, ihr Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern zu absolvieren und wünsche ihnen viel Erfolg und viel Freude bei der Arbeit mit unseren Kindern.“

Die Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 9
  • Lehramt an Grundschulen: 37
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 9
  • Lehramt an Gymnasien: 47
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 3

Etwa 25 Prozent der zugelassenen Referendarinnen und Referendare haben ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert und sind für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen.

Während für die einen das Referendariat beginnt, haben die anderen ihren Vorbereitungsdienst beendet. Am 30. September haben 78 Referendarinnen und Referendare ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. 66 von ihnen werden zum 1. Oktober 2025 unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. Das entspricht einer Quote von rund 85 Prozent. 50 Lehrkräfte werden weiterhin an ihren Ausbildungsschulen arbeiten. Durch die Übernahmemöglichkeit können Schulen Referendarinnen und Referendare übernehmen, die sie selbst ausgebildet haben. „Ich gratuliere allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zum bestandenen Zweiten Staatsexamen und freue mich sehr darüber, dass so viele von ihnen weiterhin an unseren Schulen unterrichten werden. Fast 70 Prozent der Lehrkräfte haben die Möglichkeit genutzt, an ihren Ausbildungsschulen zu bleiben. Das zeigt, dass die Übernahmegarantie für viele wichtig ist,“ so Simone Oldenburg.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 12
  • Lehramt an Grundschulen: 11
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 38
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 4

Mecklenburg-Vorpommern stellt an vier Terminen jährlich Referendarinnen und Referendare ein. Bis zum 13. Oktober läuft die aktuelle Ausschreibung für das Referendariat mit Beginn am 1. Februar 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

Mehr Nachwuchs für Polizei und Verwaltung

205 neue Anwärterinnen und Anwärter starten FH in Güstrow

Güstrow – Mecklenburg-Vorpommern gewinnt weiter Nachwuchs für den öffentlichen Dienst: An der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow (FH Güstrow) beginnen heute insgesamt rund 205 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung bzw. ihr Studium. Damit setzt sich die Reihe der Ernennungen fort, nachdem bereits im August und September 138 Menschen ihre zweijährige Polizeiausbildung sowie 25 die neue Justiz-Ausbildung gestartet haben.

„Jeder Ausbildungsbeginn ist ein Gewinn für die Sicherheit in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen wissen: Der Staat sorgt für Schutz, Ordnung und eine verlässliche Verwaltung – dafür brauchen wir engagierte junge Menschen“, sagt Innenminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Unsere Fachhochschule ist das Herzstück der Nachwuchsgewinnung für Polizei, Justiz und Verwaltung. Sie prägt das öffentliche Leben in Güstrow und im ganzen Land, denn sie verbindet Ausbildung, Forschung, Praxis und regionale Verantwortung. Dort wird das Fundament für einen modernen, bürgernahen und leistungsfähigen öffentlichen Dienst in unserem Land gelegt.“

89 Nachwuchskräfte für das Land ernannt – 42 beginnen ihr dreijähriges Bachelorstudium „Öffentliche Verwaltung“ für den gehobenen Dienst, 47 starten ihre zweijährige Ausbildung für den mittleren Dienst. Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich hat die neuen Beamtinnen und Beamten auf Widerruf begrüßt und vereidigt. Hinzu kommen voraussichtlich 53 weitere Anwärterinnen und Anwärter, die von den Kommunen entsandt werden.

Zudem starten 116 neue Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter in ihr dreijähriges Bachelorstudium. Die feierliche Vereidigung findet am 21. November 2025 in der Sport- und Kongresshalle in Güstrow statt.

„Wer sich für einen Beruf bei der Polizei, in der Justiz oder in der Verwaltung entscheidet, wählt einen Beruf mit Sinn, Verantwortung und langfristiger Perspektive. Die vielen jungen Menschen, die sich für den Dienst am Staat und an der Gesellschaft entschieden haben, senden ein starkes Signal. Sie stehen für Sicherheit, Verlässlichkeit und Vertrauen – Werte, die unsere Gesellschaft dringend benötigt. Zudem zeigen sie: Der öffentliche Dienst ist und bleibt ein attraktiver Arbeitgeber in unserem Land“, so der Minister weiter.

Die Fachhochschule ist nicht nur Ausbildungsstätte, sondern auch zentraler Fortbildungsort und ein großer Arbeitgeber in der Region. 2024 nahmen mehr als 11.200 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an Tagungen und Fortbildungen teil. Derzeit sind 1.027 Personen in Studium (520), Ausbildung (361) oder Weiterbildung (146) eingeschrieben. Mit 213 Beschäftigten zählt die Fachhochschule zudem zu den großen Arbeitgeberinnen in der Region.

Erster Landesfachtag Niederdeutsch

Schülerinnen und Schüler können das „Niederdeutsche Schülerwort des Jahres“ wählen

Boltenhagen – Unter dem Motto „All tauhop“ haben Lehr- und Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und Schulen am 6. November 2025 auf dem ersten Landesfachtag Niederdeutsch die Gelegenheit, sich zu vernetzen und neue Impulse für den Einsatz der niederdeutschen Sprache in Kitas und Schulen zu gewinnen. „Die niederdeutsche Sprache leistet einen bedeutenden Beitrag zur Bewahrung und Stärkung der regionalen Kultur und Identität“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Auf dem Landesfachtag werden daher Schulen und Kitas, die bereits ein Niederdeutsch-Angebot umsetzen, für ihr Engagement im Bereich der niederdeutschen Sprache gewürdigt und ausgezeichnet.“

Im Rahmen des Landesfachtags wird zudem erstmals das „Niederdeutsche Schülerwort des Jahres“ gesucht. Bis zum 10. Oktober 2025 können die 37 Schulen, die Unterricht im Fach Niederdeutsch anbieten, ihr niederdeutsches Wort über die Schulplattform itslearning einreichen. „Aus allen Einreichungen wählt eine Fachjury nach den Kriterien Aktualität, Einzigartigkeit und Bedeutung vier Wörter für die finale Abstimmung aus. Diese läuft bis zum 30. Oktober 2025 ebenfalls über itslearning“, so Simone Oldenburg. „Wenn Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihr niederdeutsches Wort des Jahres wählen zu können, belebt das die Sprache und trägt zur Identifikation mit dem Niederdeutschen bei.“

Das Gewinnerwort wird am 6. November 2025 von der Niederdeutschbotschafterin Jette Bolz ausgezeichnet.

Der Landesfachtag findet von 12:00 Uhr bis 16:30 Uhr im Fritz-Reuter-Haus im Ostseebad Boltenhagen statt. Er wird durch das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald und den Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. unterstützt.

Jugend trainiert: Vier Bundessiege für MV-Schulen beim Herbstfinale

Oldenburg: Ein starkes Signal für die Bedeutung des Schulsports in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Rekordbeteiligung bei „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“: 243 Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern haben am diesjährigen Herbstfinale des Schulsportwettbewerbs teilgenommen und mit einer beeindruckenden Bilanz überzeugt.

Die Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern erkämpften sich in Berlin gleich vier Bundessiege. Die Ruderinnen und Ruderer des Sportgymnasiums Schwerin hatten gleich doppelten Grund zur Freude. Sie waren bei den Jungen und Mädchen in der Altersklasse U16 nicht zu schlagen und wurden jeweils Erste. Auch die Triathleten der „CJD Christophorusschule“ in Rostock sowie die Schülerinnen und Schüler der „Schule an der Bleiche“ in Ludwigslust im Fußball ID (Intellectual Disability) wurden Bundessieger.

Die Judoka des Sportgymnasiums Neubrandenburg landeten gleich dreimal auf dem Siegerpodest: Die Jungen und Mädchen wurden jeweils Dritte, während es als Mixed-Team sogar zum zweiten Platz reichte. Die Beachvolleyballer des Sportgymnasiums Schwerin und die Para Schwimmer des Mecklenburgischen Förderzentrums Schwerin mussten ebenfalls nur einer anderen Schule den Vortritt lassen und errangen Silber. Die U16-Leichtathleten des Sportgymnasiums Neubrandenburg und die Para Leichtathleten des Mecklenburgischen Förderzentrums freuten sich zudem über dritte Plätze.

„Unsere Schülerinnen und Schüler haben in Berlin nicht nur sportlich Großartiges geleistet, sondern auch Einsatzbereitschaft, Teamgeist und Fairness bewiesen. Mit ihren Erfolgen und ihrem Auftreten sind sie eindrucksvolle Botschafterinnen und Botschafter unseres Landes. Auf diese Leistungen können wir alle stolz sein. Sie sind ein starkes Signal für die Bedeutung des Schulsports in Mecklenburg-Vorpommern“, gratulierte Bildungsministerin Simone Oldenburg den erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern.

Schon beim diesjährigen Frühjahrsfinale des Schulsportwettbewerbs Mitte Mai spielten sich die U18-Volleyballmädchen des Sportgymnasiums Schwerin zum Bundessieg. Die U16-Volleyball-Jungs aus Schwerin wurden damals Zweite, ebenso die Goalballer des Überregionalen Förderzentrums „Sehen“. Mit dem zusätzlichen Bundessieg beim Winterfinale der „Schule an der Bleiche“ im Para Ski nordisch blickt Mecklenburg-Vorpommern auf ein überaus erfolgreiches Schulsportjahr bei „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zurück.

Fachaustausch zur Erinnerungskultur

Oldenburg: „Gedenkstätten leisten wesentlichen Beitrag zur Demokratiebildung“

Schwerin – Unter dem Titel „Demokratie stärken – Erinnerungskultur vertiefen“ kommen heute Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wissenschaft und Gedenkstättenarbeit in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund zusammen. Eingeladen hatte die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz (BMK) Simone Oldenburg, die mit dem Treffen Impulse für die historisch-politische Bildung und die Demokratieerziehung setzen will.

Den Auftakt gestaltet Professor Friedman, deutsch-französischer Publizist, Jurist und Philosoph, mit einer Keynote zum Thema „Demokratie als Haltung – warum Bildung mehr ist als Wissensvermittlung“. Professor Friedman engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus und prägt den öffentlichen Diskurs zu Demokratie und Erinnerungskultur maßgeblich.

Im weiteren Verlauf diskutieren Fachreferentinnen und -referenten über die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Gedenkstätten gestärkt werden kann.

Simone Oldenburg, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, erklärt: „Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und dem Holocaust gehört für mich zum Fundament unserer Demokratiebildung. Schulen und Gedenkstätten leisten dabei unverzichtbare Arbeit. Wichtig ist mir, dass Schülerinnen und Schüler nicht einfach von Gedenkstätte zu Gedenkstätte reisen, sondern sich wirklich mit der Geschichte auseinandersetzen – besonders dort, wo sie ihnen unmittelbar begegnet: direkt vor der eigenen Haustür.

Regionale Erinnerungsorte wie Stolpersteine oder lokale Denkmäler für NS-Opfer können dabei genauso bedeutsam sein wie zentrale Gedenkstätten. Entscheidend ist, dass diese Erinnerungsorte zum Nachdenken anregen und demokratische Werte erfahrbar machen. Damit das gelingt, wollen wir mit allen Beteiligten in einen nachhaltigen Austausch kommen. Ob das künftig in Form eines regelmäßigen Fachtags geschieht oder über andere Formate – das werden wir in der Bildungsministerkonferenz gemeinsam beraten. Ich freue mich, dass wir mit dem heutigen Austausch einen wichtigen Impuls gesetzt haben.“

Bereits im Sommer dieses Jahres, zur 4. BMK in Mecklenburg-Vorpommern, wurde der Wunsch nach engerer Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Gedenkstätten Neuengamme, Sachsenhausen und Cap Arcona formuliert. Präsidentin Oldenburg regt an, diesen Austausch künftig in einem regelmäßigen Fachtag zu Mahn- und Gedenkstätten zu bündeln – ein Vorschlag, der nun in der Bildungsministerkonferenz weiter diskutiert werden soll.

Ausschreibungsstart für das Referendariat ab 1. Februar 2026

Oldenburg: In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung ein Einstellungsangebot

Schwerin – Lehramtsabsolventinnen und -absolventen können sich bis zum 13. Oktober 2025 für ein zum 1. Februar 2026 beginnendes Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Die freien Stellen sind auf dem Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. „In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung auch ein Einstellungsangebot für den Vorbereitungsdienst“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Absolventinnen und Absolventen können sich auf landesweite oder schulbezogene Stellen bewerben. Bei schulbezogenen Stellen ist die zukünftige Ausbildungsschule bereits in der Ausschreibung festgelegt. Bewerben können sich Personen, die neben dem erforderlichen Lehramt auch das entsprechende Bedarfsfach oder die Bedarfsfachrichtung studiert haben. Ein Abschluss im Zweitfach bzw. in der zweiten Fachrichtung erhöht die Chancen der Bewerberinnen und Bewerber, eine Zusage für die Wunschstelle zu bekommen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Zum 1. Februar 2026 hat das Land 191 schulbezogene Stellen für das Referendariat ausgeschrieben.

Bei landesweiten Stellen ist die Ausbildungsschule zum Zeitpunkt der Bewerbung noch offen. Sie wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist anhand der Fächerkombination und des Bedarfs im Bundesland individuell gesucht und zugewiesen. Bei der Bewerbung auf eine landesweite Stelle können jedoch Wünsche hinsichtlich konkreter Schulen, Orte, Landkreise oder Schulamtsbereiche geäußert werden, die im Verteilungsverfahren nach Möglichkeit Berücksichtigung finden. So konnten zum Einstellungstermin am 1. Oktober bei rund 80 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber die in der Bewerbung angegebenen Wünsche im Rahmen der landesweiten Stelle berücksichtigt werden.

„Um den Referendarinnen und Referendaren mehr Planungssicherheit für ihre Zukunft zu bieten, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern die Übernahmegarantie“, so Simone Oldenburg. „Diese ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, nach Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes ohne ein erneutes Bewerbungsverfahren an ihrer Ausbildungsschule zu verbleiben oder in einem landesinternen Verfahren Wünsche für Schulen auszusprechen. So können sie nahtlos in den Schuldienst des Landes einsteigen.“

Weitere Informationen zum Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern sowie alle freien Stellen sind unter https://www.lehrer-in-mv.de/referendariat zu finden.

„Jugend trainiert“: M-V mit Rekordbeteiligung am Start

243 Schülerinnen und Schüler treten beim Herbstfinale des Schulsportwettbewerbs in Berlin an

Schwerin – Auf der Homepage des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ läuft der Countdown für den Start des Herbstfinales. Ein Countdown auch für 243 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern, die sich in 27 Teams für das Bundesfinale qualifiziert haben – das ist ein Rekord für das Land.

Vom 21. bis 25. September 2025 messen sich die besten Schülerinnen und Schüler Deutschlands in insgesamt 13 Sportarten. Die Nachwuchs-Talente aus Mecklenburg-Vorpommern ermitteln zusammen mit den anderen Bundesländern bei „Jugend trainiert für Olympia“ im Beach-Volleyball, Fußball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Golf und Tennis ihre Bundessieger. Bei „Jugend trainiert für Paralympics“ werden in den Sportarten Schwimmen, Fußball und Leichtathletik die besten Schulen Deutschlands gesucht. Hinzu kommt noch ein Demonstrationswettbewerb im Klettern, in dem die Kleeblattschule Anklam MV vertreten wird.

„Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin viel Erfolg, faire Wettbewerbe und besondere Erlebnisse. Schon die Qualifikation zum Bundesfinale zeigt, wie viel Engagement, Teamgeist und Disziplin in ihnen steckt. Gleichzeitig repräsentieren sie unser Bundesland auf beeindruckende Weise – nicht nur sportlich, sondern auch persönlich“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau werden im Rahmen von „Jugend trainiert“ zudem die Schüler:innen-Achter-Cups 2025 der Deutschen Ruderjugend ausgetragen. Neben dem Bundesfinale findet in Bad Blankenburg auch der DFB-Schul-Cup bei den Jungen und Mädchen der Jahrgänge 2013 bis 2015 statt.

Wie Mitwirkung in der Schule besser gelingt

Schulkongress mit Vertretungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und der Bildungsverwaltung

Schwerin – Beim Schulkongress haben sich 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema „Demokratische Schulkultur und Partizipation“ ausgetauscht. Der Landesschülerrat, der Landeselternrat und das Bildungsministerium hatten gemeinsam zu der Veranstaltung ins Schweriner Schloss eingeladen. Eröffnet wurde der Schulkongress durch den Comedian und ehemaligen Deutschlehrer Johannes Schröder, der als „Herr Schröder“ humorvoll und mit einem Augenzwinkern auf den Lehrerberuf und das Schulleben blickte.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „Als Veranstaltungsort haben wir ganz bewusst den Plenarsaal des Landtags gewählt – die Herzkammer der Demokratie. Hier wird Politik für ganz Mecklenburg-Vorpommern gestaltet. Der Austausch und die Debatte, manchmal auch der offene Streit, stehen hier auf der Tagesordnung. Selten sind sich alle einig, aber am Ende gibt es immer ein Ergebnis. Diese Arbeitsweise lässt sich auch auf die Schulen übertragen. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte haben verschiedene Interessen. Unterschiedliche Sichtweisen sind bereichernd und lassen uns gemeinsam kompromissfähige Lösungen finden. Wichtig ist, zusammen Prozesse zu initiieren und nicht erst zusammenzukommen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Deswegen tauschen wir uns auf Landesebene regelmäßig aus – im Bildungsrat und im ‚Bündnis für Gute Schule‛, in dem alle Partnerinnen und Partner vertreten sind.“

Prof. Dr. Harald Hantke, Leuphana Universität Lüneburg: „Zur Realisierung von Demokratiebildung als Aufgabe einer ganzheitlichen Schulentwicklung kann es helfen, sich in Anlehnung an die Bauhaus-Bewegung am Grundsatz ‚form follows function‛ zu orientieren. Konkret bedeutet das, sich zunächst bewusst zu machen, was die gesellschaftliche Funktion von Schule ist. Zentral geht es darum, (junge) Menschen auf Basis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu sozialisieren und zu integrieren.

Dieser Grundfunktion von Schule sollte die Form ganzheitliche Schulentwicklung folgen. Im Sinne der Ganzheitlichkeit sprechen wir hier erstens von demokratischen Schulstrukturen, die sich z. B. in der Art der Steuerung von Schulen oder entsprechenden Schulnetzwerken zeigt, zweitens von einer demokratischen (pädagogischen) Grundhaltung, die sich z. B. in der Art der Kommunikation auf verschiedenen Ebenen zeigt, sowie drittens von Demokratie als Lehr-Lern-Inhalt, der sich auch in Fächern jenseits von Politik zeigt.

Dies benötigt eine entsprechende Professionalisierung des Bildungspersonals, die ja auch im Zentrum des diesjährigen Schulkongresses steht. Wenn wir es gemeinsam schaffen, Demokratiebildung in Form dieser Ganzheitlichkeit an Schulen zu realisieren, werden Schulen ihrer gesellschaftlichen Funktion gerechter und damit potenziell – nochmals mit Bezug zur Bauhaus-Bewegung – Avantgarde in der Sicherung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“

Felix Wizowsky, Vorsitzender des Landesschülerrates: „Eine echte Mitwirkung fordert das Gegenübertreten auf Augenhöhe, Offenheit und vor allem eine große Kompromissbereitschaft. Mitwirkung sorgt nicht für einfache Lösungen. Ganz im Gegenteil: Der Prozess ist oft steinig. Dafür ist das Endresultat umso besser. Verschiedene Personen, ausgehend aus verschiedensten Lebensrealitäten, arbeiten zielorientiert für das bestmögliche Ergebnis. Das Argument zählt. Nicht, aus welchem Mund dieses stammt. So sieht richtige Mitwirkung aus.“

Tobias Lankow, Vorsitzender des Landeselternrates: „Demokratie und Partizipation bedeuten aktive und maßgebliche Beteiligung an Entscheidungen – Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung, aber auch Träger und Kommunen müssen Verantwortung übernehmen sowie gemeinsam Schule und das Umfeld gestalten. Schule endet nicht an der Schultür, es ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Und Schule ist immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es geht nicht nur darum, informiert zu werden, sondern aktiv mitzuwirken, Meinungen einbringen zu können und bei Entscheidungen mitzuwirken. Demokratie ist auch nicht immer bequem.

Respekt und ein partnerschaftlicher Austausch zwischen Familien, Schule und Kommune sind entscheidend. Nur wenn alle gehört und aktiv mit eingebunden werden, entsteht Vertrauen und dann ist Schule ein Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen und bestmöglich lernen können!“

Um den Austausch zu verbessern, hat das Bildungsministerium verschiedene Klausuren mit den Bildungspartnern durchgeführt. Auf Wunsch des Landeselternrates hat es Elternbefragungen gegeben. Die Empfehlungen zur Nutzung digitaler Geräte in den Schulen sind ebenfalls nach einem breiten Austausch des Bildungsministeriums mit dem Landesschülerrat, dem Landeselternrat und den Schulleitungsvereinigungen und Verbänden entstanden.

Zudem hat das Land verschiedene Vorhaben umgesetzt, um die Mitwirkungsrechte von Schülerinnen und Schülern zu stärken. Der Landesschülerrat hatte angeregt, dass Kinder und Jugendliche verbindlich durch Lehrkräfte angeleitet werden, damit sie ihre Mitwirkung auch wahrnehmen können. Das neue Schulgesetz, das zum 1. August 2025 in Kraft getreten ist, schreibt deshalb die Wahl einer Vertrauenslehrerin bzw. eines Vertrauenslehrers vor. Weiterhin sieht das neue Schulgesetz vor, dass an der Schulkonferenz auch eine Schülervertreterin oder ein Schülervertreter der Jahrgangsstufe 3 und 4 mit beratender Stimme teilnehmen. Außerdem können bereits Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 in die Schulkonferenz gewählt werden. Bisher gab es diese Möglichkeit erst ab der Jahrgangsstufe 7.

Außerdem hat sich das Bildungsministerium mit dem „Bündnis für Gute Schule“ auf ein Drei-Säulen-Modell für Demokratiebildung an Schulen verständigt. Das ganzheitliche Konzept strukturiert die Demokratiebildung an Schulen klar. Einer der drei Schwerpunkte liegt in einer demokratischen Schul- und Unterrichtskultur.

Schulen sollen demnach als lebendige Orte der Demokratie erlebt werden. Schülerinnen und Schüler erfahren Mitbestimmung, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Praktische Beispiele sind der Klassenrat zur Förderung der demokratischen Teilhabe, sowie transparente Entscheidungsprozesse und Schülerzeitungen. Lehrkräfte übernehmen hierbei eine Vorbildfunktion und gestalten eine demokratische Schulatmosphäre.