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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

EU-Schulprogramm: Schulen können sich jetzt bis Ende Januar bewerben

Schwerin – Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt ruft alle Schulen mit den Jahrgangsstufen 1 bis 4 und Förderschulen auf, sich bis zum 31. Januar 2026 für die Teilnahme am EU-Schulprogramm für das Schuljahr 2026/2027 zu bewerben. Ernährungsminister Dr. Till Backhaus begrüßt das Projekt.

„Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich seit dem Start 2017/2018 am EU-Schulprogramm. Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch wöchentlich frische Trinkmilch ohne Zusätze und frisches Obst oder Gemüse. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern vitamin- und mineralstoffhaltige Produkte vorwiegend aus der Region anzubieten.

Das Programm bietet außerdem die Möglichkeit, Wissen um die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und deren Zubereitung sowie zur gesunden Ernährung zu vermitteln oder landwirtschaftliche und ernährungswirtschaftliche Betriebe zu besuchen. Dazu werden den teilnehmenden Schulen pädagogische Begleitmaßnahmen zur Unterstützung angeboten. Aktuell nehmen 152 Schulen mit etwa 23.700 Kindern teil“, sagt er.

Nachdem alle Schul-Bewerbungen eingegangen sind, werden in einem Interessenbekundungsverfahren Unternehmen gesucht, welche die Schulen mit frischer Milch und frischem Obst oder Gemüse beliefern. Zum Ende des aktuellen Schuljahres werden dann die Schulen über die Teilnahme für 2026/2027 sowie über die Angebote zu den pädagogischen Begleitmaßnahmen informiert.

Niederdeutsches Schülerwort des Jahres 2025 gekürt

Schülerinnen und Schüler von 37 Schulen konnten Vorschläge einreichen

Boltenhagen – „Dösbaddel“ ist das niederdeutsche Schülerwort des Jahres 2025. Es wurde heute beim ersten Landesfachtag Niederdeutsch im Wichernhaus Boltenhagen gekürt. Das Schülerwort wurde erstmalig von Schülerinnen und Schülern der 37 Schulen gewählt, an denen Unterricht im Fach Niederdeutsch angeboten wird. In den vergangenen Wochen haben sie Vorschläge über die Schulplattform „itslearning“ eingereicht. Eine Jury wählte dann die Wörter aus, die zur finalen Abstimmung standen, unter anderem „Moin“, „Wat“ oder auch „Kopp hoch – Wat mutt, dat mutt“. Das ausgezeichnete Wort „Döspaddel“ wurde von Schülerinnen und Schülern des Goethe-Gymnasiums Demmin eingereicht.

„Bei der Wahl des niederdeutschen Schülerwortes beziehen wir Schülerinnen und Schüler aktiv ein. Sie setzen sich mit der plattdeutschen Sprache auseinander und können mitfiebern, welches das Gewinnerwort wird. Wir wollen möglichst viele junge Menschen für das Plattdeutsche begeistern. Ich freue mich über alle Schulen, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Das Gewinnerwort „Dösbaddel“ geht auf das Verb „dœsen“ zurück, das übersetzt „gedankenverloren sein“ bedeutet. So entsteht für „Dösbaddel“ die Übersetzung des „paddeligen Tollpatsches“ oder einer „dœsigen“ bzw. verträumten Person. „Dösbaddel“ wird in diesem Sinne nur in positiven Zusammenhängen genutzt.

„Der erste Fachtag für Niederdeutsch sowie der Wettbewerb rund um das erste niederdeutsche Schülerwort sind nicht nur große Fortschritte, sondern auch neue Formate, die geschaffen wurden, um – und das ist ein besonderes Merkmal unserer Sprache – Verbundenheit zu schaffen. Der Verlauf des Wettbewerbs zeigt, mit wie viel Engagement und Begeisterung sich viele für die Sprache einsetzen und dass Platt gar nicht so oll is, as väle denken. Ein großes Dankeschön an alle, die an beiden Veranstaltungen so großartig mitgewirkt, unterstützt und unserer Sprache damit ein Stück Zukunft geschenkt haben“, sagte Niederdeutschbotschafterin Jette Bolz, die die Auszeichnung vornahm.

Beim Landesfachtag Niederdeutsch haben sich unter dem Motto „All tauhop“ Lehr- und Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und Schulen miteinander vernetzt und neue Impulse für den Einsatz der niederdeutschen Sprache in Kitas und Schulen gewonnen. Mit dabei war auch die neue Landesbeauftragte für Niederdeutsch Nadine Koop, die sich den Fachkräften vorstellte und mit ihnen ins Gespräch kam. Der Fachtag wurde durch das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald unterstützt.

„Gute Kita 2030“: Auftakttreffen in Schwerin

Oldenburg: Unser gemeinsames Ziel ist es, eine „Kita der Zukunft“ zu gestalten

Schwerin – Mit dem Auftakttreffen zum Forum „Gute Kita 2030“ startet das Land einen breit angelegten Dialog zur Zukunft der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, der Verband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord, der Kita-Landeselternrat und die Arbeitsgemeinschaft der Freien Schulen sind heute im Bildungsministerium in Schwerin zusammengekommen.

„Kindertagesförderung hat viele Partnerinnen und Partner“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Unser gemeinsames Ziel ist es, bei sinkenden Geburtenzahlen, bei schwierigen Haushaltslagen in Kommunen und im Land eine ‚Kita der Zukunft‛ zu gestalten: kindgerecht, familienfreundlich und pädagogisch stark. Darüber führen wir Gespräche.“

Beim Auftakttreffen sollen die Kernthemen vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Folgende Themen stehen dabei im Fokus:

  • eine qualitativ hochwertige Bildung und Betreuung
  • das pädagogische Personal
  • die Bedürfnisse von Kindern und Eltern
  • die Finanzierung der Kindertagesförderung

Zu jedem dieser Themen werden Leitfragen erörtert, deren Ergebnisse als Grundlage für den weiteren Austausch dienen. Bis zum Sommer 2026 soll ein erster Sachstand erarbeitet werden. Der gemeinsame Austausch wird über die laufende Wahlperiode andauern. Regelmäßige Treffen des Forums sowie thematische Unterarbeitsgruppen sind vorgesehen.

„Land und Kommunen haben im vergangenen Jahr gemeinsam fast eine Milliarde Euro für die Bildung, Betreuung und Förderung von Kindern in der Kita aufgewendet. Das sind so viele Mittel wie nie zuvor“, so Bildungsministerin Oldenburg weiter. „Bei uns erhält jedes Kind einen Kita-Platz – es gibt keine Wartelisten wie in westlichen Bundesländern. Unsere Kitas bieten eine hohe Verlässlichkeit und längere Öffnungszeiten als anderswo. Und: Seit über fünf Jahren sind Krippe, Kindertagespflege, Kindergarten und Hort für Familien beitragsfrei. Das sind gute Bedingungen, die bleiben“, betonte Oldenburg.

Das Auftakttreffen „Gute Kita 2030“ wird gemeinsam vom Bildungs- und Finanzministerium ausgerichtet. Eingeladen sind Kita-Träger, Gewerkschaften, Verbände und der Kita-Landeselternrat. „Wir wollen gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern Vorschläge entwickeln, wie Mecklenburg-Vorpommern ein familienfreundliches Land bleibt, in dem jedes Kind die besten Chancen auf Bildung und Teilhabe hat“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Weitere Entlastungen für Schulleitungen und Lehrkräfte

Neuer Leitfaden vereinfacht Schulentwicklung und Umsetzung pädagogischer Konzepte

Schwerin – Das Bildungsministerium unterstützt Schulen in Mecklenburg-Vorpommern mit bedeutenden Erleichterungen bei der Erstellung von pädagogischen Konzepten. „Ziel der Änderungen ist es, Schulleitungen und Lehrkräfte spürbar zu entlasten und die Schulentwicklung noch praxisnaher zu gestalten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Kurze und prägnante pädagogische Konzepte

Zur Entlastung von Schulleitungen und Lehrkräften können die gesetzlich geregelten pädagogischen Konzepte (z. B. zur Beruflichen Orientierung, internen Evaluation, Demokratiebildung) im Schulprogramm zukünftig so kurz und prägnant wie möglich dargestellt werden, idealerweise auf einer DIN-A4-Seite. Ausnahmen bilden aktuell nur das Medienbildungskonzept und das Fortbildungsrahmenprogramm. Die Neuregelung wird zudem Thema der ersten Schulleiterberatung im Schuljahr 2025/2026 sein.

Flexible Laufzeiten

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Entlastung der Schulen ist die geplante Aufhebung der bisher dreijährigen Laufzeit des Schulprogramms und pädagogischen Konzepte. Mit dem Inkrafttreten der Zweiten Verordnung zur Änderung der Schulqualitätsverordnung zum 1. Januar 2026 werden flexible Laufzeiten eingeführt, die sich gezielt am Bedarf der einzelnen Schulen orientieren.

Dies ermöglicht eine noch bessere Anpassung an die jeweiligen Entwicklungsprozesse und Bedürfnisse der Schulen. Ausnahmen bilden hier lediglich das Fortbildungsrahmenprogramm (3 Jahre) und das pädagogische Konzept zur Rezertifizierung der Europaschulen (4 Jahre) in Mecklenburg-Vorpommern.

Unterstützung durch einen umfassenden Leitfaden

Für die Schulprogrammarbeit und die damit einhergehende Erarbeitung und Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte steht den Schulen der neue Leitfaden „Schulentwicklung mittels Schulprogrammarbeit“ zur Verfügung. „Der praxisnahe Leitfaden richtet sich in erster Linie an Schulleitungen der allgemein bildenden und beruflichen Schulen“, so Simone Oldenburg.

„Zudem bietet er den Lehrkräften Anregungen und Orientierung für die konzeptionelle Arbeit der Schule. Der Leitfaden fasst alle Informationen, die für die Umsetzung einer strukturierten und qualitätsorientierten Konzeptarbeit an Schulen relevant sind, in kompakter und übersichtlicher Art und Weise zusammen. Egal, ob Schulen ein neues Projekt ins Leben rufen oder bestehende Konzepte überarbeiten – dieser Leitfaden bietet ihnen die nötigen Werkzeuge, um ihre Visionen in die Tat umzusetzen.“

Der Leitfaden ist abrufbar unter: www.bildung-mv.de

Schwesig: Schulcampus Grevesmühlen ist Leuchtturmprojekt

Grevesmühlen – In Grevesmühlen ist heute die neue MOSAIK-Schule feierlich übergeben worden. In der von der Diakonie Nord Nord Ost betriebenen Schule werden Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung unterrichtet. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat den Neubau mit rund 840.000 Euro unterstützt. Insgesamt sind 14 Millionen Euro investiert worden.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lobte die Schule als „hell, freundlich, barrierefrei und genau auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten.“ Mit dem Neubau der MOSAIK-Schule wachse der neue Schulcampus in Grevesmühlen. Die neue Regionale Schule sei bereits fertiggestellt. Eine neue Grundschule soll noch entstehen. „So entsteht ein Campus, der Kinder vom Schulanfang bis zum Abschluss begleitet – ohne Ausgrenzung. Das ist ein Leuchtturmprojekt“, sagte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung werde die Sanierung und den Neubau von Schulen weiter vorantreiben. „Seit 2016 hat das Land die Schulträger mit Fördermitteln von rund 1 Milliarden. Euro bei mehr als 500 Schulbaumaßnahmen unterstützt.“

Aktuell laufe das gemeinsame 400-Millionen-Euro-Programm von Land und Kommunen. „Und auch bei der Umsetzung des Sondervermögens Investitionen setzen wir einen Schwerpunkt bei der Modernisierung unserer Schulen. Wir werden 600 Millionen aus den Mitteln für Mecklenburg-Vorpommern für die Sanierung und den Neubau von Schulen einsetzen, damit alle Schulen im Land auf dem neuesten Stand sind.“

Ganztagsangebote erreichen mehr Schülerinnen und Schüler

Oldenburg: Beeindruckende Erhöhung von 18.820 auf 80.327 Kinder und Jugendliche

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern lernen immer mehr Schülerinnen und Schüler an ganztägig arbeitenden Schulen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl von 18.820 auf heute 80.327 Kinder und Jugendliche gestiegen. Damit hat sich die Schülerzahl vervierfacht. „Schule ist mehr als Unterricht“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Ganztagsangebote bereichern das Schulleben und machen für Schülerinnen und Schüler den Schultag erlebnisintensiv.“ Im Schuljahr 2024/2025 nutzten 26.375 Kinder in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 und 53.952 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 die Ganztagsangebote.

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen hat das Land in den vergangenen Jahren weitere zusätzliche Mittel für die Finanzierung der Ganztagsangebote bereitgestellt. Für die Umsetzung des ganztägigen Lernens stehen im Schuljahr 2025/2026 insgesamt rund 30 Millionen Euro bereit, davon über sieben Millionen Euro ausschließlich, um Angebote von Vereinen, Organisationen oder Einrichtungen umzusetzen. Die Finanzbudgets sind bis ins Schuljahr 2028/2029 festgeschrieben. „Die Schulen können nun langfristig planen und die Kooperationen mit außerschulischen Partnern verlässlich umsetzen. Das sichert auch die Chancengerechtigkeit, weil an ganztägig arbeitenden Schulen alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, an den Angeboten teilzunehmen“, so die Bildungsministerin weiter.

Nach wie vor greifen Schulen oft auf die Angebote von außerschulischen Partnern gerne zurück. In den vergangenen zehn Jahren haben das Land und die Serviceagentur „Ganztägig lernen“ bei der RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. in Waren (Müritz) ein landesweites Kooperationsnetzwerk aufgebaut. Zu den Partnern der Kooperationsinitiative gehören unter anderem der Landessportbund, der Landesjugendring, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Fach- und Kultureinrichtungen, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, Bildungsträger, Verkehrsbetriebe und weitere Organisationen.

Insgesamt engagieren sich derzeit 29 Verbände, Vereine und Institutionen in der Kooperationsinitiative und arbeiten regional vor Ort mit. Schülerinnen und Schüler können die Angebote an ihrer Schule frei wählen. Sportangebote nehmen dabei einen großen Raum ein. Von den 2.323 Angeboten im Schuljahr 2024/2025 fielen 700 in den Bereich Sport. Ehrenamtlich tätige Einzelpersonen haben insgesamt 991 Angebote, darunter Musik-Angebote, unterbreitet.

Im Schuljahr 2025/2026 bieten 158 ganztägig arbeitende Grundschulen und 192 weiterführende Ganztagsschulen über den regulären Unterricht hinaus ergänzende Angebote an. 75 Prozent der weiterführenden Schulen und 50 Prozent der Grundschulen im Land sind ganztägig organisiert. „Ganztägig arbeitende Schulen sind vor allem für Kinder und Jugendliche, die in ländlichen Regionen leben, ein Gewinn. Die Schule wird zum Veranstaltungsort. Weite Fahrtwege zu Freizeitaktivitäten entfallen. Ganztagsschulen sorgen auch für eine bessere Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben, weil Eltern wissen, dass ihre Kinder am Nachmittag gut betreut werden“, betonte Oldenburg.

Immer mehr Kinder in M-V lernen sicher schwimmen

Oldenburg: Die Anstrengungen zahlen sich aus

Schwerin – Zwei Jahre nach Einführung des Schwimmkonzeptes erwerben immer mehr Kinder in Mecklenburg-Vorpommern am Ende der Grundschulzeit sichere Schwimmfähigkeiten. Nach aktuellen Zahlen aus dem Schuljahr 2024/2025 kann bereits rund die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Grundschulen sicher schwimmen. Der Anteil an Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern ist weiter gesunken. Der positive Trend im Land setzt sich damit fort. Das Schwimmkonzept ist das Ergebnis der interfraktionellen Initiative „Sicheres Schwimmen für alle Kinder“ des Landtags und wurde in einem intensiven Prozess erarbeitet.

„Wir sehen, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen. Immer mehr Kinder in Mecklenburg-Vorpommern lernen frühzeitig und sicher schwimmen. Das ist nicht nur ein Erfolg der Schulen, sondern auch vieler Lehrkräfte, Ehrenamtlicher und Schwimmvereine im ganzen Land“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg und ergänzte: „Schwimmen zu können bedeutet Sicherheit, Selbstvertrauen und Lebensfreude. Und genau das wollen wir allen Kindern ermöglichen.“

Im Schuljahr 2024/2025 nahmen 12.756 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 am Schwimmunterricht in Mecklenburg-Vorpommern teil. Davon konnte ein großer Teil die geforderten Kompetenzen im Wasser nachweisen – von der sicheren Wassergewöhnung (2.764 Kinder, 21,7 Prozent) über die Basisstufe (2.256 Kinder, 17,7 Prozent) bis hin zum sicheren Schwimmen (5.912 Kinder, 46,3 Prozent). Der Anteil an Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern betrug bei den Viertklässlern aus dem vergangenen Schuljahr 14,3 Prozent (1.824 Kinder).

Am Ende des Schuljahres 2023/2024 zählten noch 17,9 Prozent der Viertklässler zu den Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern, im Schuljahr 2021/2022 waren es 26,2 Prozent. Die Zahl der sicheren Schwimmerinnen und sicheren Schwimmer ist im gleichen Zeitraum von 29,4 Prozent auf 46,3 Prozent gestiegen. „Diese Zahlen freuen uns natürlich. Unser Ziel bleibt aber weiterhin, dass jedes Kind in Mecklenburg-Vorpommern die Grundschule als sichere Schwimmerin oder sicherer Schwimmer verlässt“, betonte Simone Oldenburg.

Damit das gelingt, ist weiterhin verlässlicher Schwimmunterricht mit gut ausgebildeten Lehrkräften an den Grundschulen des Landes notwendig. Die Ausbildung „Schwimmmethodik für Lehrkräfte” fand im vergangenen Schuljahr dreimal statt. Für das erste Halbjahr des Schuljahres 2025/2026 sind zwei Kurse geplant, die mit ihren insgesamt 40 Plätzen bereits ausgebucht sind. Für das zweite Halbjahr sind weitere Kurse in Vorbereitung. „Das zeigt, wie groß das Engagement in unserem Land ist“, so Oldenburg weiter.

Informatik in MV seit acht Jahren Pflichtfach

Oldenburg: Informatische Grundbildung ist Fundament, um sich souverän in der digitalen Welt zu bewegen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern zählt das Unterrichtsfach Informatik und Medienbildung im Vergleich zu anderen Ländern seit acht Jahren zum festen Bestandteil der Stundentafel an allgemein bildenden Schulen. Das geht aus dem jüngsten Informatikmonitor der Gesellschaft für Informatik e. V., dem Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung hervor. Seit dem Schuljahr 2018/2019 wird das Fach durchgängig ab Klasse 5 einstündig unterrichtet. Neben Thüringen und dem Saarland entspricht Mecklenburg-Vorpommern als eines von wenigen Ländern den Empfehlungen der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz, wonach sechs Wochen Informatikunterricht vorgesehen sind, also beispielsweise eine Stunde von der fünften bis zur zehnten Klasse.

„Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Informatik und Medienbildung grundlegende Kenntnisse der Mediennutzung, Mediengestaltung und Medienkritik“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Sie entwickeln ein Verständnis für die Funktionsweise von Informations- und Kommunikationstechniken und erwerben erste Kenntnisse in der Softwareentwicklung. Damit erreichen wir bei allen Schülerinnen und Schülern eine informatische Grundbildung. Sie ist das Fundament, um sich souverän in der digitalen Welt zu bewegen.“

Der kompetenzorientierte Rahmenplan Informatik und Medienbildung sieht unter anderem die Erstellung von Medienprodukten, wie die Gestaltung einer adressatengerechten Präsentation oder eines interaktiven Computerspiels vor. „Durch die praktische Arbeit und mit digitalen Tools bis hin zu KI-gestützten Hilfsmitteln lernen Schülerinnen und Schüler Computersysteme kennen und erwerben Kompetenzen, Probleme selbstständig zu lösen. Unsere Lehrkräfte nutzen im Unterricht auch die Möglichkeit, Informationsprozesse und informatische Strukturen zu veranschaulichen“, erläuterte Oldenburg.

So lassen sich beispielsweise die Prinzipien des Internets mithilfe von Schnüren und Karten im Klassenraum im doppelten Wortsinn begreifen. Deutlich wird, wer welche Daten sieht, wie Informationen weitergeleitet oder manipuliert werden und warum Verschlüsselung einen Schutz bietet.

Der hohe praktische Anteil des Unterrichtsfaches bleibt bis zum Abitur erhalten. „Selbst bei den Abschlussprüfungen lösen die Prüflinge informatische Problemstellungen am Computer. Das ist in Deutschland eher die Ausnahme. Sicher ist das auch ein Grund, warum viele Schülerinnen und Schüler das Fach wählen“, sagte Oldenburg. Bei der Belegungsquote schneidet das Land laut Informatikmonitor gut ab. In Mecklenburg-Vorpommern hat mehr als jeder zweite Schüler und knapp jede dritte Schülerin Unterricht im Fach Informatik.

Mit dem Handlungsleitfaden „Gemeinsam die Welt der generativen KI-Systeme erkunden“ bietet das Land den Lehrkräften eine Orientierungshilfe für den Einsatz von KI-Systemen im Unterricht. Regelmäßige Angebote des Medienpädagogischen Zentrums (MPZ) und des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) unterstützen Lehrkräfte dabei, sich fortzubilden. Hierzu zählen Workshops wie „Kryptowährung als Unterrichtseinheit zur nachhaltigen Entwicklung“, „Datenbanken und KI im Informatikunterricht verbinden“ oder „Sprachmodelle im Eigenbau mit SoekiaGPT“, einem KI-Textgenerator für den Unterricht.