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Monat: September 2026

Auftrag an Peene-Werft für Flottendienstboot

Schwesig: Viertes Flottendienstboot ist wichtige Nachricht für Peene-Werft

Wolgast – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ein viertes Flottendienstboot der Klasse 424 auf der Peene-Werft bauen lassen will.

„Das ist eine sehr wichtige Nachricht für den Standort. Es ist uns wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Peene-Werft eine gute Zukunft hat. Ich bedanke mich für die Unterstützung der Bundesregierung und werbe bei allen Abgeordneten im Haushaltsausschuss des Bundestages, dass dieser Vorschlag die notwendige Zustimmung findet“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Zur heutigen Kiellegung des dritten Flottendienstbootes sagte Schwesig in ihrer Rede in Wolgast: „Ich freue mich sehr, zum zehnten Mal auf dieser Werft zu sein. Die Peene-Werft hat zwei wichtige Aufgaben in unserem Land. Wir sind sehr stolz, dass die Peenewerkerinnen und Peenewerker dafür sorgen, dass unsere Bundeswehr modern ausgerüstet wird. Und die Werft sichert und schafft Arbeitsplätze im Landesteil Vorpommern. Auf die Werft, auf die Geschäftsführung, auf den Betriebsrat und alle, die hier arbeiten, ist Verlass. Ich wünsche viel Erfolg bei der Fertigstellung des Flottendienstbootes.“

Bildungsmonitor 2026: Land liegt im Mittelfeld

Oldenburg: Mit unserer Strategie für mehr Chancengerechtigkeit wollen wir weitere Fortschritte erzielen

Schwerin – Nach einer Vergleichsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sichert sich das Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich einen Platz im Mittelfeld. Der Bildungsmonitor der INSM bewertet anhand von Indikatoren in verschiedenen Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

Bei der Chancengerechtigkeit liegt Mecklenburg-Vorpommern auf dem dritten Platz. Stärken weist das Land auch in den Handlungsfeldern Förderinfrastruktur, Berufliche Bildung und Verringerung der Bildungsarmut auf.

„Bei uns ist der Bildungserfolg nur noch minimal von der sozialen Herkunft abhängig“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Alle Kinder und Jugendlichen sollen die gleichen Chancen haben. Bildung ist in Mecklenburg-Vorpommern daher von Anfang an kostenfrei. Mit der beitragsfreien Kita steht allen Familien ein frühkindliches Bildungsangebot zur Verfügung.

In der Grundschule stärken wir die Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler mit dem Leseband, mehr Deutsch- und Mathematikunterricht. Die intensive Förderung in Deutsch, Mathematik und Englisch setzen wir in den höheren Jahrgangsstufen fort. Die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen bilden die Grundlagen, um weiteres Wissen zu erwerben. Sie sind die Voraussetzung für den Bildungserfolg.

Mit dem Startchancen-Programm unterstützen wir Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Außerdem haben wir ein starkes Ganztagsangebot an Grundschulen und in weiterführenden Schulen. Diese Maßnahmen sind in unserer Strategie für mehr Chancengerechtigkeit enthalten, mit der wir weitere Fortschritte erzielen wollen.“

Verbesserungen regt der Bildungsmonitor bei der Betreuung und Förderung in der Kita an. „In dieser Wahlperiode hat die Landesregierung das Fachkraft-Kind-Verhältnis im Kindergarten von 1:15 auf 1:14 gesenkt. Eine Erzieherin bzw. ein Erzieher betreut damit durchschnittlich nur noch 14 Kinder und hat so mehr Zeit für jedes einzelne Kind. Ab Januar 2027 betreut und fördert eine Fachkraft in der Krippe durchschnittlich fünf Kinder statt bislang sechs.

Im Hort verbessert sich das Verhältnis ab August 2027 von durchschnittlich 1:22 auf 1:21. Dafür stellt das Land jährlich mehr als 40 Millionen Euro bereit. Das ist ein großer finanzieller Kraftaufwand für das Land – aber einer, der direkt bei den Kindern ankommt. Wir müssen weitere Anstrengungen unternehmen, damit die Gruppen kleiner werden“, sagte Oldenburg.

Verbesserungspotenzial sieht der Bildungsmonitor auch bei der Verringerung der Quote von Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss. „Diese Erkenntnis ist nicht neu. Angebote wie das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen Schulen, die Praxisorientierte Berufsreife oder AV-dual erhöhen für mehr Schülerinnen und Schüler die Chance auf einen bundesweit anerkannten Schulabschluss.

Mit einem Frühwarnsystem an Regionalen Schulen haben wir ein engmaschiges Beratungssystem etabliert, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu begleiten, deren Abschluss gefährdet ist. Auch für Gymnasien haben wir ein Frühwarnsystem entwickelt. Die neuen Versetzungsregelungen tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler von Anfang an den für sie bestmöglichen Abschluss anstreben“, so die Ministerin weiter.

In den Haushaltsjahren 2026 und 2027 legt die Landesregierung weiterhin den Schwerpunkt auf die Bereiche Bildung und Kindertagesförderung. Im Jahr 2026 stehen insgesamt 12,1 Milliarden Euro im Haushalt zur Verfügung – davon zwei Milliarden Euro für Schule und Kindertagesförderung. Das entspricht 16,6 Prozent des Gesamthaushalts. „Erstmals stehen zwei Milliarden Euro für Schule und die frühkindliche Bildung bereit. Aus dem Sondervermögen fließen 600 Millionen Euro in den Schulbau und in die Schulsanierung. Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen“, betonte Oldenburg.

Für das Jahr 2027 sind 12,2 Milliarden Euro im Haushalt geplant. Davon werden 2,1 Milliarden Euro für den Bildungs- und Kita-Bereich zur Verfügung stehen. Insbesondere die Zuweisungen des Landes zur Kindertagesförderung werden weiter aufgestockt: Für 2026 sind 544 Millionen Euro vorgesehen, für 2027 sogar 554 Millionen Euro.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wies abschließend auf die klare Stoßrichtung des Bildungsmonitors hin: „Mit dem Bildungsmonitor liegt eine Untersuchung vor, deren Erkenntnisse nicht neu sind. Die Daten stammen aus Studien wie dem IQB-Bildungstrend, dem Bildungsbericht oder den Statistiken der Länder. Sie werden hier aus wirtschaftlicher Perspektive ausgewertet. Doch Bildung ist weit mehr. Es geht dabei auch um die Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen.“

Schulteams aus M-V beim Herbstfinale in Berlin

Schülerinnen und Schüler messen sich in zwölf Sportarten auf Bundesebene

Schwerin – Dreimal im Jahr treffen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in den Bundesfinals aufeinander. Nach dem Winter- und dem Frühjahrsfinale folgt nun das Herbstfinale. 283 Athletinnen und Athleten vertreten Mecklenburg-Vorpommern bei den Wettkämpfen in Berlin und werden während der Bundesfinals von ihren Betreuerinnen und Betreuern unterstützt.

Vom 15. bis 19. September 2026 treten in den Berliner Sporthallen und auf den Sportplätzen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in zwölf Sportarten um Tore, Punkte und gute Platzierungen an. Bei „Jugend trainiert für Olympia“ werden in den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Golf und Tennis die besten Schulteams gesucht, bei „Jugend trainiert für Paralympics“ in den Sportarten Schwimmen, Fußball und Leichtathletik.

„Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin viel Erfolg, faire Wettbewerbe und unvergessliche Erlebnisse. Bereits die Qualifikation zum Bundesfinale zeigt, wie viel Engagement, Teamgeist und Disziplin in ihnen steckt. Sie vertreten Mecklenburg-Vorpommern auf beeindruckende Weise – sportlich wie persönlich“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zählt zu den größten Schulsportveranstaltungen weltweit und gibt jungen Menschen die Gelegenheit, ihre sportlichen Leistungen auf Bundesebene unter Beweis zu stellen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Handwerk: zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes

Nürnberg – Zum Tag des Handwerks am 19. September 2026 zeichnen die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit ein differenziertes Bild: Das Handwerk bleibt mit knapp 3,4 Millionen Beschäftigten ein zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes. Gleichzeitig sinkt die Beschäftigung, die Demografie verstärkt den Fachkräftebedarf und die Nachwuchsgewinnung bleibt herausfordernd. Die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften gelingt zunehmend durch Zuwanderung.

In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Handwerk um vier Prozent. Insgesamt ist sie hingegen um fünf Prozent gestiegen. Im Juni 2025 waren bundesweit 3,36 Millionen Menschen in einem Handwerksberuf beschäftigt, ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rund 718.000 Beschäftigte im Handwerk sind zwischen 55 und unter 65 Jahre alt und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich in den Ruhestand gehen.

Zwar ist der Anteil junger Beschäftigter im Handwerk mit 17 Prozent deutlich höher als im Durchschnitt insgesamt (neun Prozent) und die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge im Handwerk ist in den letzten drei Jahren leicht gestiegen. Dennoch reicht der Nachwuchs nicht aus, um die altersbedingten Abgänge auszugleichen.

Stellenangebot sinkt, Besetzungsprobleme bleiben hoch

Im Zuge der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche hat auch die Nachfrage nach Arbeitskräften im Handwerk nachgelassen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 123.000 offene Stellen für Handwerksberufe gemeldet, sechs Prozent weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig dauert es immer länger, bis Stellen im Handwerk besetzt werden können. Offene Stellen waren durchschnittlich 242 Tage vakant und damit deutlich länger als im Durchschnitt aller Berufe, da sind es 167 Tage. Dies zeigt, dass passende Fachkräfte weiterhin schwer zu finden sind. Knapp die Hälfte aller bundesweiten Engpassberufe auf Fachkraftebene entfällt auf Handwerksberufe – insbesondere in Bau- und Ausbauberufen, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in Elektro- und Mechatronikberufen.

Zuwanderung wird zur tragenden Säule der Fachkräftesicherung

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gelingt zunehmend durch Beschäftigte aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr arbeiteten 576.000 Ausländerinnen und Ausländer sozialversicherungspflichtig in Handwerksberufen. Ihr Anteil liegt mit 17 Prozent inzwischen so hoch wie bei der Beschäftigung insgesamt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich dieser Anteil nahezu verdoppelt.

Die Rolle von Beschäftigten aus Drittstaaten nimmt zu. Im Juni 2025 waren 296.000 Beschäftigte mit einer Staatsangehörigkeit aus nicht europäischen Ländern im Handwerk tätig. Während die Zahl deutscher Beschäftigter in Handwerksberufen seit Jahren rückläufig ist, wurden zuletzt ausschließlich bei Drittstaatsangehörigen steigende Beschäftigungszahlen verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Zahl um 24.000 Personen. Mehr als die Hälfte dieses Beschäftigungsaufbaus entfiel auf Menschen aus der Ukraine sowie aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern.

Die Arbeitgeberservices der Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen und beraten Betriebe bei der Suche nach geeignetem Personal. Sie helfen auch bei Fragen rund um Qualifizierung und Weiterbildung bis hin zum Nachholen eines Berufsabschlusses. Kontakt zum Arbeitgeberservice vor Ort erhalten Betriebe über die kostenlose Rufnummer: 0800 4 55 55 20 oder im Netz https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeber-service

In den offiziellen Arbeitsmarktstatistiken gibt es keine Zuordnung eines Berufs oder einer Firma zum Handwerk. Um trotzdem Aussagen machen zu können, hat die Statistik der Bundesagentur für Arbeit ein Aggregat von „typischen“ Handwerksberufen gebildet – das sind Berufe, die eindeutig dem Handwerk zugeordnet werden können. Es gibt aber auch viele Berufe, die sowohl in der Industrie als auch im Handwerk ausgeübt werden können (z. B. Elektronikerinnen und Elektroniker). Enthalten sind zudem nur Berufe mit Berufs-, Weiterbildungs- oder Studienabschlüssen – keine Helferberufe. Das Handwerks-Aggregat stellt also nur eine Teilmenge des Geschehens im Handwerk dar.

25. Vollversammlung der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern

Drese: „Sportjugend bringt Bewegung in das Leben junger Menschen“

Neubrandenburg – Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern kam am Sonnabend in Neubrandenburg zu ihrer 25. Vollversammlung zusammen. Mit mehr als 100.000 Mitgliedern bis 26 Jahre ist die Sportjugend der größte Jugendverband Mecklenburg-Vorpommerns. Sportministerin Stefanie Drese würdigte am Wochenende die Arbeit und den Einsatz der Jugendorganisation für den Kinder- und Jugendsport im Land.

„Mehr als 100.000 junge Menschen zeigen eindrucksvoll, welche Kraft im Sport steckt. Im Verein geht es nicht nur um Bewegung und Wettkampf, sondern auch um Gemeinschaft, Verantwortung und persönliche Entwicklung. Die Sportjugend bringt diese Werte zu Kindern und Jugendlichen im ganzen Land und ist deshalb für uns ein wichtiger Partner in der Jugend- und Sportpolitik“, sagte Drese.

Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Bewegungsförderung. Über das Landesprogramm „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“ profitieren 2026 rund 7.700 Schülerinnen und Schüler an 244 Schulen von zusätzlichen Sportangeboten. 106 Sportvereine sind beteiligt. Das Land hat die jährliche Förderung des Programms von 255.600 auf 380.000 Euro erhöht.

Bereits im Kita-Alter setzt das „KinderBewegungsLand“ an. In diesem Jahr beteiligen sich 76 Sportvereine an Kooperationen mit rund 190 Kindertageseinrichtungen und erreichen etwa 4.530 Kinder. Damit wird das von der Sportjugend vorangetriebene „Bewegungscheck“ aus Kita, Schule und Sportverein mit Leben gefüllt.

Drese: „Kinder sollen unabhängig vom Wohnort die Chance haben, Bewegung und Sport für sich zu entdecken. Deshalb investieren wir in gute Kooperationen zwischen Kitas, Schulen und Vereinen. So entsteht im besten Fall eine Bewegungskette, die früh beginnt und Kinder dauerhaft für den Vereinssport begeistert.“

Die Ministerin dankte den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in der Sportjugend um den Vorsitzenden Theo Hadraht und in den Sportvereinen: „Hinter jedem Training, jedem Wettkampf und jedem Sportangebot stehen Menschen, die ihre Zeit für andere einsetzen. Dieses Engagement ist die Grundlage dafür, dass Sport vor Ort überhaupt stattfinden kann. Dafür gebührt allen Ehrenamtlichen in der Sportjugend und den Vereinen große Anerkennung.“

Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern wurde 1990 gegründet und ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Als Jugendorganisation des Landessportbundes setzt sie die Ziele der Kinder- und Jugendhilfe im und durch Sport landesweit um.

Schwesig: Eine Demokratie ist nur so stark wie wir alle zusammen

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf dem Christopher Street Day in Wismar für Vielfalt in unserer Gesellschaft ausgesprochen: „Eine Demokratie ist nur so stark wie wir alle zusammen. Wir zeigen heute Flagge für ein selbstbestimmtes, freies Leben von queeren Menschen.“

Es gebe in und um Wismar eine lebendige, aktive queere Szene, die nicht nur diesen CSD prägt, sondern auch die queeren Kulturtage, Treffpunkte, Beratungsstellen und Austauschmöglichkeiten. Dieser Einsatz mache Wismar lebendiger und sei eine Bereicherung für das Land. Dafür danke sie allen, die sich engagieren.

Sie machte auch auf die symbolische Bedeutung des CSD in Anbetracht von Angriffen auf queere Menschen aufmerksam: „Es ist eine Errungenschaft unserer Gesellschaft, dass queere Menschen offen leben können. Dafür haben viele Menschen mutig gekämpft. Das lassen wir uns nicht nehmen. Jeder Angriff auf Menschen, die queer leben, ist ein Angriff auf das respektvolle demokratische Miteinander in unserem Land.“

Wenn Bürgermeister sich zum Rücktritt gezwungen sehen, weil sie wegen ihrer sexuellen Orientierung Hass und Hetze erleben oder Menschen bei CSD angepöbelt oder angegriffen werden, dann seien das Angriffe, die alle angingen und gegen die man sich zur Wehr setzen müsse.

„Vielfalt braucht Demokratie, und Demokratie braucht Vielfalt. Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind offen für Vielfalt in der Gesellschaft. Hass, Diskriminierung und Rechtsextremismus dürfen in unserem Land keinen Platz haben“, sagte sie. Dafür setze sie sich auch weiterhin als Ministerpräsidentin ein.

Dr. Blank: „Heimisches Helium kann Versorgungssicherheit stärken“

Netzeband – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat sich heute in Netzeband bei einem Vor-Ort-Termin über den Stand des Helium-Projekts „Brimir“ informiert. Anlass war die Fertigstellung des Bohrplatzes, ein wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung des möglichen Heliumvorkommens. Anfang 2027 soll hier die Helium-Tiefbohrung beginnen, mit der untersucht wird, ob im Untergrund ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen vorhanden ist.

„Helium ist ein kritischer Rohstoff mit großer Bedeutung für unsere wirtschaftliche und technologische Zukunft. Es wird unter anderem in der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie und in der Forschung benötigt. Gleichzeitig sind Deutschland und Europa bei der Versorgung heute weitgehend auf Importe angewiesen. Ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern könnte dazu beitragen, die Abhängigkeiten Deutschlands von internationalen Lieferketten zu verringern und unsere Versorgungssicherheit zu stärken. Gleichzeitig ist es eine Chance für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschafts- und Technologiestandort“, sagte Blank.

Die Europäische Union stuft Helium als kritischen Rohstoff mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung und hohem Versorgungsrisiko ein. Dr. Blank betonte zugleich: „Bei allen wirtschaftlichen Chancen gilt: Der Schutz von Mensch, Wasser und Umwelt hat höchste Priorität. Für die Erkundungsarbeiten gelten deshalb strenge Anforderungen. Die zuständigen Behörden prüfen jeden Schritt sorgfältig. Auch eine mögliche spätere Förderung könnte nur erfolgen, wenn dafür alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt und die erforderlichen Genehmigungen erteilt sind.“

Für die Tiefbohrung „Wolgast 8“ hat das Bergamt Stralsund im November 2025 den Hauptbetriebsplan zugelassen. Bestandteil des Verfahrens waren unter anderem umweltfachliche Untersuchungen sowie wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigungen. Behörden, Gemeinde, Landkreis sowie Energie- und Wasserversorgungsunternehmen wurden beteiligt; zudem fand eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Ein begleitendes Grundwassermonitoring ist vorgesehen.

Mit der Tiefbohrung wird zunächst ausschließlich erkundet, ob ein wirtschaftlich nutzbares Heliumvorkommen vorhanden ist. Die Zulassung zu dieser Untersuchung umfasst noch keine Erlaubnis für eine kommerzielle Förderung. Für eine kommerzielle Nutzung wären nach dem Nachweis eines wirtschaftlich nutzbaren Vorkommens weitere umfassende bergrechtliche Genehmigungsverfahren, inklusive der Prüfung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt, Grund- und Trinkwasser, usw. nötig.

Woche des bürgerschaftlichen Engagements

„MV ist ein Land des Ehrenamtes“ – Drese lädt zur Teilnahme an der Woche des bürgerschaftlichen Engagements ein

Schwerin – Bis zum 20. September steht Deutschland im Zeichen des Engagements. Die „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ macht die ganze Bandbreite des Ehrenamtes sichtbar, von kleinen lokalen Initiativen bis zu größeren Vereinen, Organisationen und Projekten. „Interessierte können sich über Mitmachangebote in ihrer Nähe informieren und die Vielfalt des Engagements auch selbst aus erster Hand erleben“, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese am Wochenende in Schwerin.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land des Ehrenamtes, auch wenn wir das oftmals gar nicht sehen, weil wir Angebote wie das Fußballtraining des Kindes, der Bingo-Abend der Oma im Begegnungszentrum oder Institutionen wie die Freiwillige Feuerwehr schon fast als selbstverständlich wahrnehmen“, betonte Drese. Dabei leben all diese Angebote von Menschen, die sich mit viel Herzblut für andere einsetzen um das Leben in MV besser, bunter und vielfältiger zu machen.

Die Ministerin sieht die bevorstehende Aktionswoche deshalb auch als gute Gelegenheit, um allen ehrenamtlich Engagierten im Land zu danken: „Sie übernehmen Verantwortung, bringen ihre Zeit und ihre Ideen ein und sind für andere da – oft ganz selbstverständlich und ohne großes Aufheben. Gerade deshalb dürfen wir nicht vergessen, wie viel Herzblut und persönliches Engagement dahintersteckt. Das verdient unser aller Anerkennung und Unterstützung“, so die Ministerin.

Um die Rahmenbedingungen des Ehrenamtes zu verbessern, soll auch das neue Engagement-Portal des Landes beitragen. „Wir wissen, dass die Nachwuchsgewinnung eines der dringendsten Probleme unserer Vereine und Initiativen ist. Wir wollen es deshalb als ein Ergebnis des Prozesses zur Erarbeitung der Landes-Engagementstrategie leichter machen, Mitmachangebote und Interessierte zusammenzubringen“, machte Drese deutlich. Das neue Onlineportal befindet sich gerade im Aufbau. Vereinen, Organisationen und Initiativen können sich aber bereits anmelden und vorstellen.

„Eine umfassende Anleitung hierfür finden Interessierte auf der Seite des Sozialministeriums. Gerne helfen aber auch unsere MitMachZentralen beziehungsweise Freiwilligenagenturen in den Landkreisen und kreisfreien Städten“, so Drese weiter.

Wer Veranstaltungen innerhalb der Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements sucht, wird unter https://www.engagement-macht-stark.de/mitmachen/ fündig.