Menü Schließen

Backhaus: Landeswaldtag bringt Wald und Menschen zusammen

Rostock – Anlässlich des 15. Landeswaldtages, der morgen (05. September 2026) im Stadtforstamt Rostock eröffnet wird, erklärt Klimaschutz- und Forstminister Dr. Till Backhaus, dass Wald keine Verwaltungsgrenzen kenne.

„Nach dem letzten Landeswaldtag 2024 in Friedrichsmoor führen wir diese Tradition nun in neuer Form fort. Wir verbinden den Landeswaldtag mit dem bereits 13. Rostocker Waldtag und bringen damit Landesforst und Kommunalwald zusammen. Ich halte das für ein wichtiges Signal. Herausforderungen, vor denen Wälder stehen, können Land, Kommunen und private Waldbe­sitzer nur gemeinsam bewältigen“, so Backhaus, der ergänzt: „Wald ist ein bedeutender Teil unseres Landes. Mecklenburg-Vorpommern verfügt über rund 558.000 Ha Wald.

Damit ist etwa ein Viertel unserer Landesfläche bewaldet. Rein rechnerisch kommen auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner des Landes rund 0,35 Ha Wald. Und dieser Wald gehört vielen verschiedenen Menschen und Institutionen: Rund 41 Prozent sind Landeswald, etwa 40 Prozent Privatwald, rund 10 Prozent Körperschaftswald und etwa 9 Prozent Bundeswald. Wir haben in MV rund 45.000 Waldbesitzer. Diese Zahlen zeigen bereits: Waldpolitik ist in MV keine Randaufgabe.

Unser Wald erfüllt viele Aufgaben gleichzeitig. Der Wald ist Lebensraum, Klimaschützer, Wasserspeicher, Luftfilter, Erholungsraum, Arbeitsplatz und Rohstofflieferant. Gerade beim Klimaschutz lohnt ein Blick auf die Dimensionen.

Deutschlandweit sind allein in den lebenden Bäumen rund 1,184 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Weitere 46 Millionen Tonnen Kohlenstoff befinden sich im Totholz. Nimmt man auch Streu und Waldböden hinzu, sind in Deutschlands Wäldern insgesamt rund 2,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert – im Durchschnitt etwa 197 Tonnen Kohlenstoff je Ha. Das macht deutlich: Unsere Wälder sind gewaltige Kohlenstoffspeicher. Aber wir müssen auch die andere Seite der Wahrheit benennen.

Die Bundeswaldinventur zeigt, dass der Kohlenstoffvorrat der Wälder zwischen 2017 und 2022 um rund 41,5 Millionen Tonnen zurückgegangen ist. In diesem Zeitraum wurde der deutsche Wald erstmals seit Jahrzehnten von einer Kohlenstoffsenke zu einer Kohlenstoffquelle. Hauptursachen sind die Folgen von Dürre, Hitze, Schädlingsbefall und Kalamitäten sowie ein geringerer Holzzuwachs. Das ist für mich ein deutlicher Auftrag: Wir müssen unsere Wälder erhalten, pflegen und konsequent zu klimastabilen Mischwäldern weiterentwickeln.

Deshalb investieren wir gezielt in klimaresiliente Wälder. Seit 2020 hat Mecklenburg-Vorpommern das größte Aufforstungs­programm seiner Geschichte gestartet: 20 Millionen Euro für die Initiative „Unser Wald in MV“. Damit konnten bereits rund 1.400 Hektar neuer Wald entstehen – das entspricht etwa 11,2 Millionen gepflanzten Bäumen. Bis 2030 sollen insgesamt 4.380 Hektar neuer Wald entstehen. Dabei setzen wir auf klimaange­passte Baumarten wie Buche oder Traubeneiche, die unsere Wälder widerstandsfähiger machen.

Und auch die Menschen im Land können mithelfen: Mit der Aktion „Baum statt Ramsch“ der Waldstiftung kann auch in diesem Jahr wieder zur Weihnachtszeit jeder für 10 Euro einen Baum für Mecklenburg-Vorpommern pflanzen lassen.

Waldschutz und Holznutzung sind dabei keine Gegensätze. Auch die nachhaltige Nutzung unseres Holzes ist Klimaschutz. Deutschland verfügt über einen Holzvorrat von rund 3,7 Milliarden Kubikmetern mehr als jedes andere Land der EU. Jährlich wachsen in unseren Wäldern etwa 101,5 Millionen Kubikmeter Holz nach. Im Durchschnitt wurden rund 72,6 Millionen Erntefestmeter pro Jahr genutzt. Holz, das wir beispielsweise in Häusern, Möbeln oder anderen langlebigen Produkten verwenden, hält Kohlenstoff weiter gebunden.

Allein durch den wachsenden Speicher in Holzprodukten werden derzeit deutschlandweit netto rund 5 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr zusätzlich gebunden. Und Holz kann andere, energie­intensive Materialien ersetzen. Deshalb gehören für mich Waldschutz, Waldumbau und nachhaltige Holznutzung zusammen. Genau deshalb ist auch das Motto des Landeswaldtages so passend: „Wald, Holz und Technik“.

Moderne Technik hilft uns, den Wald von morgen aufzubauen. Die Forstwirtschaft hat sich enorm verändert. Das können die Besucherinnen und Besucher vor Ort selbst erleben: Harvester und Forwarder, Holzeinschlag durch Forstwirte, Pferderückung und Baumkletterer werden hier praktisch vorgestellt. Hinzu kommen Informationen zur Waldgesundheit, zum Waldumbau, zur Ausbildung sowie zahlreiche waldpädagogische Angebote.

Das ist wichtig, denn wir wollen nicht nur über Forstwirtschaft reden. Wir wollen zeigen, wie sie tatsächlich funktioniert. Unsere Forstleute müssen heute sehr unterschiedliche Anforderungen miteinander verbinden: Holz produzieren, Lebensräume erhalten, den Wald an das Klima anpassen, Erholungsräume sichern und zugleich wirtschaftlich arbeiten.

Die Bundeswaldinventur zeigt bundesweit, dass inzwischen 79% der Wälder Mischwälder sind. Die Fläche der Laubbäume hat innerhalb von zehn Jahren um rund 7 Prozent zugenommen. Auch der Totholzvorrat ist gestiegen und liegt inzwischen bei durchschnittlich 29,4 Kubikmetern je Ha – rund ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. Das sind wichtige Entwicklungen für Artenvielfalt und Strukturreichtum.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen, wie massiv der Klimawandel unsere Wälder bereits verändert. Allein der Fichtenvorrat in Deutschland ist zwischen 2012 und 2022 um 16 Prozent zurückgegangen. Dürre, Insekten und andere Kalamitäten haben erhebliche Schäden verursacht. Der Waldumbau ist deshalb keine abstrakte Zukunftsaufgabe. Er findet längst statt.

Wir wollen damit Lebensräume bewahren und gleichzeitig Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum sichern. Und vor allem wollen wir dafür sorgen, dass auch unsere Kinder und Enkel gesunde und leistungsfähige Wälder in Mecklenburg-Vorpommern erleben können. Daran arbeiten unsere Forstleute jeden Tag.“

Fahrtkostenzuschuss für Kooperationspartner von Ganztagsschulen

Oldenburg: Unterstützung erleichtert Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Schwerin – Seit diesem Schuljahr unterstützt das Land außerschulische Kooperationspartner, die an ganztägig arbeitenden Schulen im ländlichen Raum Angebote durchführen. Ab einer einfachen Fahrtstrecke von 15 Kilometern erhalten sie einen Zuschuss von fünf Euro pro durchgeführtem Angebot. Bei einer einfachen Fahrtstrecke ab 50 Kilometern erhöht sich der Zuschuss auf zehn Euro je Angebot.

„Ob Feuerwehr, Musikschule oder Fußballverein: Außerschulische Partner bereichern das ganztägige Lernen mit ihren vielfältigen Angeboten. Ganztag gelingt besonders gut, wenn Schule und Partner vor Ort eng zusammenarbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen. Gerade im ländlichen Raum können lange Anfahrtswege jedoch eine Hürde sein und dazu führen, dass engagierte Partner ein Angebot nicht übernehmen können. Mit dem neuen Fahrtkostenzuschuss schaffen wir hier Abhilfe. Wir wollen damit sicherstellen, dass Schulen auch künftig auf die Unterstützung ihrer Partner setzen können und Kinder und Jugendliche unabhängig vom Wohnort von einem vielfältigen Ganztagsangebot profitieren“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Mit der neuen Regelung reagiert das Land auf die besonderen Bedingungen im ländlichen Raum. Dort sind die Wege zwischen Schulen und möglichen Kooperationspartnern häufig deutlich länger. Die damit verbundenen Fahrtkosten können eine zusätzliche Belastung darstellen und Kooperationen erschweren. Der Fahrtkostenzuschuss soll deshalb dazu beitragen, bestehende Partnerschaften zu sichern und neue Kooperationen zu ermöglichen.

Der Fahrtkostenzuschuss wird ausschließlich für Angebote an Schulen gewährt, die nach den Festlegungen des Landesraumentwicklungsprogramms dem ländlichen Raum zugeordnet sind. Die Abwicklung erfolgt über die bereits bestehenden Vertrags- und Abrechnungsverfahren. Für die Schulen und Kooperationspartner entsteht dadurch kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand.  

Wie wichtig Ganztagsangebote inzwischen für die Schulen im Land sind, zeigt auch die Entwicklung der ganztägig organisierten Schulen. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten mittlerweile 351 Schulen ganztägig, darunter 158 Grundschulen und 193 weiterführende Schulen. Damit sind 75 Prozent der weiterführenden Schulen und 50 Prozent der Grundschulen im Land ganztägig organisiert. Die Zahl der ganztägig arbeitenden Schulen ist damit weiter gestiegen.

Für das ganztägige Lernen stehen auch im Schuljahr 2026/2027 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 7,8 Millionen Euro für Angebote außerschulischer Kooperationspartner vorgesehen. Die entsprechenden Finanzbudgets sind bis einschließlich des Schuljahres 2028/2029 gesichert.

34. Landeszahnärztetag in Rostock

Drese: Gute zahnmedizinische Versorgung darf nicht vom Wohnort abhängen

Rostock – Rund 450 Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Verbandsvertreter treffen sich am Wochenende (4./5. September) zum 34. Landeszahnärztetag in Rostock. Gesundheitsministerin Stefanie Drese betonte bei ihrem Besuch zum Auftakt der größten zahnmedizinischen Fortbildungsveranstaltung des Landes, dass die langfristige Sicherstellung einer guten und wohnortnahen zahnmedizinischen Versorgung ein zentrales gesundheitspolitisches Ziel des Landes ist.

„Die Zahlen zeigen, vor welcher Herausforderung wir dabei stehen: Während die sechs größten Städte in Mecklenburg-Vorpommern rechnerisch gut versorgt sind und Versorgungsgrade von mehr als 100 Prozent aufweisen, gibt es auf dem Land erhebliche Lücken“, hob Drese hervor. Das habe auch damit zu tun, dass die Niederlassung frei ist und Zahnärztinnen und Zahnärzte grundsätzlich selbst entscheiden können, wo sie ihre Praxis eröffnen.

„Umso wichtiger sind gezielte Anreize für Regionen, in denen eine Unterversorgung droht“, so Drese. „Denn gute zahnmedizinische Versorgung darf nicht davon abhängen, ob Menschen in Rostock oder in einer ländlichen Region Mecklenburg-Vorpommerns leben“, warb die Ministerin für gemeinsame Lösungen gegen regionale Versorgungsengpässe.

Als einen wichtigen neuen Baustein bezeichnete Drese die in diesem Jahr erstmals eingeführte Landzahnarztquote. Künftig können darüber bis zu acht Studienplätze für Zahnmedizin vergeben werden, wenn in Mecklenburg-Vorpommern eine Unterversorgung besteht oder droht. „Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Landzahnarztquote bekannter wird“, sagte Drese. Die nächste Bewerbungsrunde startet im Frühjahr 2027.

Zugleich setzt die Nachwuchsförderung an weiteren Stellen an. So vergibt die Kassenzahnärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern seit dem vergangenen Jahr Stipendien von bis zu 1.500 Euro monatlich an Zahnmedizinstudierende, verbunden mit einer späteren Tätigkeit in einem Fördergebiet des Landes. Darüber hinaus werden Niederlassungen und Praxisübernahmen sowie Anstellungen und der Berufseinstieg in besonders vom Versorgungsmangel betroffenen Regionen unterstützt.

„Wir brauchen eine Förderung, die nicht erst dann beginnt, wenn eine Praxis keinen Nachfolger mehr findet. Es geht um die gesamte Kette – vom Studienplatz über das Studium und den Berufseinstieg bis zur Niederlassung und Praxisübernahme“, betonte Drese. Entscheidend sei der enge Austausch zwischen Politik, Zahnärztekammer und Selbstverwaltung im Interesse einer guten zahnmedizinischen Versorgung der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Ministerin dankte den Zahnärztinnen und Zahnärzten im Land für ihren täglichen Einsatz. „Zahngesundheit ist Lebensqualität und bedeutet soziale Teilhabe. Zahnärztinnen und Zahnärzte helfen nicht nur dabei, Schmerzen zu behandeln und Zähne gesund zu erhalten. Sie ermöglichen Menschen, unbeschwert zu essen, zu sprechen und zu lachen und damit ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, betonte Drese.

Weitere 38 Gerätehäuser – Landesregierung stärkt Feuerwehren in MV

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Innenminister Christian Pegel geben den Startschuss für die Förderungen aus dem Große-Feuerwehrhaus-Programm.

Insgesamt stehen 45 Millionen Euro für Förderungen zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem von Land, Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften gemeinsam erarbeiteten MV-Plan 2035, der die Verteilung der Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern regelt. Insgesamt 38 Städte und Gemeinden werden von diesem Programm profitieren.

„Die Feuerwehren in unserem Land leisten hervorragende Arbeit. Sie sind für uns alle da, wenn wir Hilfe brauchen. Bei Bränden und in vielen anderen Gefahrensituationen. Die Feuerwehren stehen für hervorragende Jugendarbeit. Und sie bereichern mit ihren Festen und Tagen der offenen Tür das Leben in den Städten und Dörfern und stärken den sozialen Zusammenhalt.

Die Landesregierung investiert seit Jahren in die Feuerwehren: in moderne Fahrzeuge und gut ausgestattete Gerätehäuser. Wir haben im Frühjahr bekanntgegeben, welche 90 Gemeinden vom 50-Millionen-Programm für Feuerwehrgerätehäuser profitieren. Und wir haben damals bereits angekündigt, dass weitere 45 Millionen in größere Feuerwehrgerätehäuser investiert werden sollen. Heute können wir mitteilen, welche Städte und Gemeinden davon profitieren“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Wir haben mit unserem Musterfeuerwehrgerätehaus mit zwei Stellplätzen bundesweit Maßstäbe gesetzt. Die Musterfeuerwehrgerätehäuser wenden sich vor allem an Freiwillige Feuerwehren in kleinen und kleinsten Gemeinden unseres Landes. Wir wussten aber, dass auch bei Feuerwehren in großen und mittelgroßen Städten dringender Investitions- und Hilfebedarf besteht.

Deswegen haben wir uns gemeinsam mit den kommunalen Vertretern auf das Förderprogramm für große Feuerwehrgerätehäuser verständigt. Die Qualität und die Zahl der Anträge zeigt, dass diese Entscheidung richtig ist“, erläuterte Innenminister Christian Pegel. Pegel bedankte sich bei den Städten und Gemeinden, die teilweise innerhalb kürzester Zeit die Planung aufgestellt und die erforderlichen Antragsunterlagen zusammengestellt haben: „Wir wollten die Mittel des Sondervermögens auch bei diesen großen Spezialbauten schnell umsetzen. Das ist uns gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und den Fachleuten in den kommunalen Verwaltungen gelungen. Das war großartige Arbeit!“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nimmt am Wochenende am Tag der Offenen Tür der Feuerwehr Groß Klein teil. Innenminister Christian Pegel wird am Samstag am „Tag der offenen Wiese“ der Feuerwehr Greifswald teilnehmen.

35 Jahre HTG Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH

Ines Jesse: „Mit leistungsfähigen, regionalen Unternehmen stärken wir die Infrastruktur in unserem Land“

Schwerin – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute beim Empfang zum 35-jährigen Bestehen des Ingenieurbüros HTG in Schwe­rin die Bedeutung des Unternehmens für die Infrastruktur­entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. HTG wurde 1991 in Bad Kleinen gegründet und beschäftigt heute mehr als 100 Mitarbeitende an den Standorten Schwerin, Wismar, Greifswald, Magdeburg,  Berlin, und Leipzig.

„Ob Schiene, Straße, ÖPNV oder Hochbau: Seit 35 Jahren bringt HTG wichtige Infrastrukturprojekte in Mecklenburg-Vor­pommern voran. Mit großer Erfahrung und umfassendem know-how ist sie ein verlässlicher Partner für unser Land und die Kommunen. Dafür danke ich dem gesamten Team“, so Staatssekretärin Jesse.

HTG war in den vergangenen Jahren mit der Planung zahl­reicher bedeutender Projekte Mecklenburg-Vorpommern betraut, unter anderem mit der Verlängerung der Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde bis in den Stadthafen, dem Neubau der Eisenbahnbrücke Poeler Straße in Wismar, der Straßen­unterführung am Bahnhof in Greifswald und in der Wallstraße in Schwerin sowie dem Neubau der Eisenbahnwerkstatt in Putbus.  Zudem entwickelte HTG einen Bahnsteig aus Glas­faserkunststoff in Graal-Müritz West, der mit Landesmitteln realisiert wurde.

„Auch in Zukunft wird es in Mecklenburg-Vorpommern viel zu tun geben. Allein mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes werden Land und Kommunen in den kommenden Jahren rund 1,92 Milliarden Euro investieren. Davon profitieren die Menschen und Unternehmen in unserem Land ganz konkret“ betonte Staatssekretärin Jesse. „Gleich­zeitig investieren wir konsequent weiter in unseren Verkehrs­bereich – in moderne Bahnhöfe, leistungsfähige Schienen­wege sowie sichere Straßen und Brücken. Allein in diesem Jahr stehen rund 263 Millionen Euro für die Planung und den Bau von Bundes- und Landesstraßen und Radwegen zur Ver­fügung. Dafür brauchen wir starke Partner aus der Region – wie die HTG.“

Land Mecklenburg-Vorpommern ist Mitglied im Zweckverband eGo-MV

Schwerin – Der Zweckverband eGo-MV hat in einer außerordentlichen Verbandsversammlung am 2. September in Rostock über den Beitritt des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgestimmt – mit klarem Ergebnis: Die Mitglieder gaben grünes Licht. Mecklenburg-Vorpommern zieht damit als vollwertiges Verbandsmitglied gleichberechtigt in die Reihen des eGo-MV ein. Den Grundstein hatte das Land bereits im Juli mit der Übergabe seiner Beitrittserklärung gelegt; mit der heutigen Entscheidung der Verbandsversammlung ist der Beitritt formal abgeschlossen.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärte zum Beitritt: „Ich freue mich, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern nun als gleichberechtigtes Mitglied im eGo-MV mitwirken kann. Das ist ein starkes Signal für eine engere, verbindlichere Zusammenarbeit von Land und Kommunen – und ein weiterer Schritt hin zu einer schnelleren, digital souveränen Verwaltung in unserem Land.“

Verbandsvorsteher Christian Schulenburg begrüßte den Beitritt des Landes: „Der Beitritt des Landes ermöglicht es uns, gemeinsame Landeslösungen deutlich konsequenter zu verfolgen. Wenn Land und Kommunen ihre Digitalisierung abgestimmt vorantreiben, profitieren alle Beteiligten und wir erreichen eine höhere Verbindlichkeit in der Umsetzung.“

Insbesondere kleinere Ämter und Gemeinden, die personell und finanziell oft an ihre Grenzen stoßen, sollen von der neuen Konstellation profitieren: Ihnen stehen künftig mehr Beratung und Unterstützung aus dem Zweckverband zur Verfügung. Auch bei zentralen Vorhaben wie der Registermodernisierung, der flächendeckenden OZG-Umsetzung und der Umsetzung des Informationssicherheitsgesetzes lässt sich künftig enger und mit weniger Abstimmungsaufwand zusammenarbeiten.

Der Beitritt öffnet dabei Türen in beide Richtungen: Kommunen können landeseigene Angebote wie KIPITZ (KI) oder die MVCloud künftig ohne eigenes Vergabeverfahren nutzen. Im Gegenzug steht dem Land der Weg offen, Leistungen des eGo-MV – etwa den Gemeinsamen Datenschutz an Schulen – per Inhouse-Auftrag in Anspruch zu nehmen. So rücken gemeinsame digitale Angebote von Land und Kommunen spürbar näher zusammen.

Das Land wird künftig durch CIO Marco Anschütz ständig in der Verbandsversammlung vertreten sein. Damit ist sichergestellt, dass Landesverwaltung und kommunale Ebene digitale Vorhaben direkt miteinander abstimmen, statt Entscheidungen über Umwege abzugleichen.

Hintergrund: Der Zweckverband eGo-MV ist seit 2006 zentraler Ansprechpartner für eGovernment, IT-Lösungen und Digitalisierungsfragen der kommunalen Verwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern. Ihm gehören 121 Mitglieder an, vor allem Kommunalverwaltungen, aber auch weitere öffentlich-rechtliche Institutionen. Nach dem Prinzip „Einer für alle“ entwickelt und betreibt der Zweckverband gemeinsame IT-Verfahren, Softwarelösungen und Infrastrukturen für seine Mitglieder.

Land fördert neuen Ostseeküstenradweg

Dr. Wolfgang Blank: „Moderner Tourismus braucht attraktive Infrastruktur“

Zingst – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Zingst einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,16 Millionen Euro für den Neubau des Ostseeküstenradwegs übergeben. Die Gesamtausgaben betragen rund 1,28 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Ostseeküstenradweg ist ein wichtiger Baustein für die touristische Entwicklung des Ostseeheilbads und der gesam­ten Region. Mit gezielter Förderung schaffen wir moderne Infrastruktur, stärken den nachhaltigen Tourismus in unserem Land und verbessern zugleich die Rahmenbedingungen wir die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, so Minister Dr. Blank.

Das Vorhaben umfasst den Neubau des Ostseeküstenrad­weges auf einer Strecke von rund zwei Kilometern im Bereich der Gemeinde Zingst. Der Radweg entsteht im Zuge des Bau­vorhabens zur Verstärkung des Riegeldeiches Zingst West. Die neue Verbindung verbessert die touristische Erschließung der Region und schafft zusätzliche Möglichkeiten für eine klimafreundliche und naturnahe Form des Reisens.

„Ob lange Küsten, tiefe Wälder oder weite Felder: Mecklen­burg-Vorpommern besticht durch seine einzigartige Natur­landschaft und lädt auch zum Radfahren ein. Mit dem neuen Ostseeküstenradweg verbinden wir Naturerlebnis und nach­haltige Mobilität. Er verbindet Sehenswürdigkeiten und macht die Ostseeküste für Einheimische und Gäste noch attraktiver“, so Minister Dr. Blank.

Land fördert neuen Wasserwanderplatz

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Wassertourismus und damit die Wirtschaftskraft der gesamten Region“

Wieck am Darß – Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Wolfgang Blank hat in Wieck am Darß einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund zwei Millionen Euro für den Ausbau des Wasser­wanderplatzes überreicht. Die Gesamtausgaben betragen rund 2,4 Millionen Euro und beinhalten eine neue Steganlage, eine Trailerbahn und ein neues Sanitärgebäude sowie ergän­zende Maßnahmen. Mit der Förderung unterstützt das Land den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur und stärkt damit die touristische Entwicklung und regionale Wert­schöpfung.

„Mit dem neuen Wasserwanderplatz schaffen wir weit mehr als eine moderne Anlegemöglichkeit. Wir stärken damit den maritimen Tourismus, verbessern die Verbindungen auf dem Wasser und schaffen neue Möglichkeiten für Ausflüge und Rundfahrten. Davon profitieren die Gäste ebenso wie die touristischen und gewerblichen Unternehmen vor Ort“, so Minister Dr. Blank.

Der Wasserwanderplatz mit Schiffsanlegestelle für die Fahr­gastschifffahrt wurde im Jahr 1993 errichtet. Aufgrund des irreparablen Bauwerkverfalls ist die bestehende Steganlage inzwischen gesperrt. Mit der Förderung wird der Standort nun grundlegend erneuert. Vorgesehen sind unter anderem der Rückbau der bestehenden Anlagen, eine Nassbaggerung im Hafenbereich sowie der Neubau einer Steganlage, einer Ufer­sicherung, einer Trailerbahn sowie eines Wellenbrechers. Darüber hinaus entsteht ein neues Sanitärgebäude. Die Maß­nahme wird zudem durch landschaftspflegerische Ausgleichs­maßnahmen ergänzt.

Mit dem Ausbau soll auch die Grundlage für die Wiederauf­nahme von Fährverbindungen zwischen Wieck und Worten wie Bodtstedt, Born und dem Ostseebad Prerow geschaffen werden. Der Einsatz einer nachhaltigen Solar-/Elektrofähre wird derzeit vorbereitet. Dadurch können neue Ausflugs- und Rundfahrangebote entstehen und die touristische Nutzung der Wasserwege weiter ausgebaut werden.

„Wir stärken den Tourismus in unserem Land. Deshalb in­vestieren wir gezielt in die Infrastruktur, die unsere Orte und Regionen für Gäste attraktiv macht und gleichzeitig auch die Bedingungen für die Unternehmen vor Ort weiter verbessert. Diese Investition in Wieck als staatlich anerkannten Erho­lungsort zeigt, wie moderne und nachhaltige Tourismus­infrastruktur regionale Wertschöpfung langfristig stärken kann“, betone Minister Dr. Blank.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) nach der Infrastrukturrichtline des Landes Mecklenburg-Vor­pommern.