Menü Schließen

Fernwärme Stavenhagen offiziell eingeweiht

Stavenhagen – Die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG (EEW), die Stadt Stavenhagen und die Wärmeversorgung Stavenhagen GmbH (WVS) haben heute offiziell die Fernwärmeauskopplung in Betrieb genommen.

Künftig fließt Abwärme aus der thermischen Verwertung von Klärschlamm in das Wärmenetz der Stadt. Klärschlamm ist nahezu vollständig biogen, daraus gewonnene Wärmeenergie ermöglicht eine klimafreundliche Versorgung von Haushalten und öffentlichen Einrichtungen.

Zur feierlichen Einweihung kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, kommunalen Unternehmen und Projektpartner zusammen. Unter ihnen waren Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus, Stavenhagens Bürgermeister Stefan Guzu, Steffen Oriwol, Geschäftsführer der Wärmever­sorgung Stavenhagen GmbH, sowie Stefan Schmidt, Chief Financial Officer der EEW-Gruppe.

„In Stavenhagen zeigen wir, wie Kreislaufwirtschaft und kommunale Wärmeversorgung intelligent miteinander verbunden werden können. Aus einem Entsorgungsprozess entsteht ein konkreter Mehrwert für die Region und ihre Bürgerinnen und Bürger“, erklärt EEW-CFO Stefan Schmidt.

„Das Projekt verbindet moderne Kreislaufwirtschaft mit kommunaler Wärmeversorgung und ist ein wichtiger Baustein für die regionale Wärmewende“, erklärt Benjamin Scharfetter, Technischer Geschäftsführer von EEW Stavenhagen. „Mit der effizienten Nutzung von Abwärme aus der thermischen Verwer­tung von Klärschlamm erschließt EEW gemeinsam mit der städtischen Wärmeversorgung vorhandene Energiepotenziale und trägt dazu bei, fossile Energieträger zu ersetzen“, ergänzt Birgit Fröhlig, Kaufmännische Geschäftsführerin von EEW Stavenhagen.

Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Dr. Till Backhaus betont die Bedeutung des Projekts für die Versorgung mit Wärme aus Reststoffen im Land: „Die Akzeptanz erneuerbarer Energie gelingt dort am besten, wo wir vorhandene Ressourcen intelligent nutzen und die Menschen einen Vorteil erfahren . Stavenhagen liefert dafür ein überzeugendes Beispiel.

Klär­schlamm aus den Haushalten und der Wirtschaft wird hier zur Rohstoffquelle für das künftige Phosphorrecycling und zugleich zur Energiequelle für die Wärmeversorgung der Stadt. Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft: Aus dem, was wir entsorgen/ aufbereiten müssen, entstehen neue Rohstoffe, Energie und ein direkter Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Es freut mich sehr , dass mittlerweile viele Anwohnerinnen und Anwohner erkannt haben, dass die Errichtung der Anlage eine richtige Entscheidung war.“

Bürgermeister Stefan Guzu hebt insbesondere den regionalen Nutzen hervor: „Für Stavenhagen ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen und unabhängigen Wärmeversorgung. Gleichzeitig stärken wir den Standort und schaffen langfristig stabile Perspektiven für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Steffen Oriwol, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Stavenhagen GmbH, ergänzt: „Der Aufbau der neuen Fernwärmeinfrastruktur war ein anspruchsvolles Projekt, das nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich geworden ist. Daher freuen wir uns, dass wir unsere Kundinnen und Kunden nun mit klimafreundlicher Wärme versorgen können. Wir planen bereits die Erweiterung unseres Fernwärmenetzes in Stavenhagen, um zukünftig weitere Gebäude mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen.“

In den vergangenen Monaten wurden wesentliche technische Meilensteine erreicht. Unter anderem wurden die beiden Heizkondensatoren erfolgreich installiert, das Pumpenhaus elektrisch zugeschaltet sowie die Leitungsanbindungen und die Automatisierungstechnik vollständig integriert. Mit der technischen Inbetriebnahme konnte die Anlage schrittweise vom Bau- in den Regelbetrieb überführt werden.

Die neue Fernwärmeversorgung stärkt die nachhaltige Infrastruktur am Standort Stavenhagen und unterstützt die kommunalen Klimaschutzziele.

Mit der heutigen Einweihung erreicht das Projekt einen bedeutenden Meilenstein für EEW, die Stadt Stavenhagen und ihre Bürgerinnen und Bürger. Nach Premnitz ist Stavenhagen das zweite erfolgreich abgeschlossene Fernwärmeprojekt im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung; in Großräschen steht bereits ein weiteres Projekt kurz vor der Umsetzung.

Landesstrategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention gestartet

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „100 Maßnahmen greifen ineinander, um Gewalt wirksam bekämpfen zu können.“

Schwerin – „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine der schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit. Sie findet in allen gesellschaftlichen Schichten statt. Den gewaltbetroffenen Menschen Schutz, Unterstützung und eine Perspektive auf ein gewaltfreies Leben zu ermöglichen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eine zentrale Verantwortung des Staates. Mit der Ratifizierung der Istanbul-Konvention hat sich Deutschland verpflichtet, Frauen und Mädchen wirksam vor Gewalt zu schützen, Gewalt zu verhindern und Betroffene umfassend zu unterstützen. Die Konvention ist dabei weit mehr als ein völkerrechtliches Abkommen. Sie ist ein klarer Auftrag, Gleichstellung zu stärken, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und Gewalt konsequent entgegenzutreten“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Kick-Off-Veranstaltung in Schwerin für den Start der Landesstrategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die vorliegende Landesstrategie haben wir als Landesregierung beschlossen. Sie wurde vom Landtag bestätigt. Nun setzen wir diesen Auftrag auf Landesebene konkret um. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz. Prävention, Schutz, Unterstützung und Strafverfolgung müssen ineinandergreifen, um Gewalt wirksam zu bekämpfen. 100 etablierte und neue Maßnahmen zum Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt schaffen Transparenz. Sie reichen von der Weiterentwicklung präventiver Angebote in Kitas und Grundschulen bis hin zur Stärkung des Kinderschutzes im Rahmen des neuen Landeskinderschutzgesetzes. Zielgerichtetere Interventionen sollen mittels elektronischer Aufenthaltsüberwachung der gewaltausübenden Personen, also durch die sogenannte elektronische Fußfessel‘ nach spanischem Modell, erfolgen. So können gleichzeitig gewaltbetroffene Personen gewarnt werden. Besonders wichtig ist mir, dass die Bedürfnisse der Betroffenen konsequent in den Mittelpunkt gestellt werden. Mecklenburg-Vorpommern soll ein Land sein, in dem Frauen und Mädchen noch sicherer leben können, Gewalt keinen Platz hat und Gleichstellung selbstverständlich ist“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung der Landesregierung Monique Tannhäuser: „Mit der vorliegenden Landesstrategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Mecklenburg-Vorpommern setzen wir ein klares Zeichen. Wir stärken entschlossen, koordiniert und nachhaltig den Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt. Gleichzeitig schreiben wir damit den Dritten Landesaktionsplan aus dem Jahr 2016 fort und entwickeln ihn bewusst weiter. Erstmals werden Prävention, Intervention sowie Schutz und Unterstützung in einer ressortübergreifenden Gesamtstrategie gebündelt. Ein umfassender Gewaltschutz gelingt nur im engen Zusammenwirken von Beratungsstellen und Frauenschutzhäusern, Polizei, Justiz, Gesundheitswesen, Bildungsbereich und Verwaltung. Dieses gemeinsame Engagement ist unverzichtbar. Denn trotz aller Fortschritte bleiben die Fallzahlen häuslicher und sexualisierter Gewalt auf einem konstant hohen Niveau, mit steigender Tendenz und bei einer gleichzeitig hohen Dunkelziffer“, so die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung Monique Tannhäuser.

Die Landesstrategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention wurden in einem intensiven, zweijährigen Beteiligungsprozesses unter fachlicher Begleitung des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz mit der IK-Koordinierungsstelle erarbeitet. Ministerin Jacqueline Bernhardt und Landesbeauftragte Monique Tannhäuser bedanken sich bei allen beteiligten Ministerien sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft im Landesrat. Der Landesrat zur Umsetzung der IK-Landesstrategie trat im Anschluss an die Kick-Off-Veranstaltung zusammen, um die nächsten Schritte der Umsetzung zu beraten.

Jahresbericht 2025 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales

Jahresbericht: LAGuS steigert erneut Ausgaben für soziale und gesundheitliche Belange der Menschen in MV

Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese hat heute in Rostock den Jahresbericht 2025 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) vorgestellt, gemeinsam mit Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS.

„Das LAGuS hat auch im Jahr 2025 wieder das Leben fast aller Bürgerinnen und Bürger in MV berührt. Von sicheren Arbeitsbedingungen und sauberem Trink- und Badewasser über Elterngeld bis hin zu hygienisch einwandfreien Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – um diese und weitere Aufgaben kümmern sich die Beschäftigten zuverlässig und kompetent“, lobte Drese bei der Präsentation des Jahresberichtes.

Die Ministerin hob zudem hervor, dass das LAGuS wieder ein Rekordjahr vorweisen kann. So lagen die Ausgaben des LAGuS für soziale und gesundheitliche Belange im Jahr 2025 bei rund 1,41 Milliarden: „Eine weitere Steigung im Vergleich zum Vorjahresrekord von 50 Millionen“, so Drese. Insgesamt seien durch das LAGuS mehr als 7.200 Projekte begleitet worden, darunter mehr als 4.300 neue Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 775 Millionen Euro.

Die Ministerin verdeutlichte in diesem Kontext die tragende Rolle, die das LAGuS bei der Umsetzung sozial-, familien- und gesundheitspolitischer Vorhaben des Landes spiele. „So wurden mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus innerhalb eines Jahres bereits zehn Kinder- und Familienzentren ausgebaut, die Familien in belasteten Lebenslagen mit bedarfsgerechten Angeboten unterstützen“, hob Drese eine neue niederschwellige Hilfe im Kampf gegen Kinderarmut und soziale Ausgrenzung hervor.

Drese betonte zudem, die Aktivitäten des Landes bei der Weiterentwicklung des Kinderschutzes. „Erstmals gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ein eigenständiges Kinderschutzstrukturgesetz. Ein wesentlicher Bestandteil darin ist die Ansiedlung des Landesjugendamtes beim LAGuS. Damit bündeln wir fachliche Expertise und erfolgt eine Steuerung aus einer Hand, um die kommunalen Jugendämter verlässlich zu unterstützen und Bedarfe frühzeitig zu erkennen “, unterstrich Drese und dankte den Beschäftigten für ihre engagierte Arbeit.

Die Ministerin appellierte zudem an alle Personalverantwortliche im Land, mehr Mut bei der Einstellung von Menschen mit Handicap zu zeigen. „Etwa die Hälfte aller Unternehmen zahlt eine Ausgleichsabgabe, statt Menschen mit Behinderungen eine berufliche Chance zu geben. Dabei stehen umfangreiche Förderungen und Beratungsangebote bei den Einheitlichen Ansprechpartnern für Arbeitgeber (EAA) oder durch das beim LAGuS angesiedelte Landesprogramm Inklusive Ausbildung und Arbeit zur Verfügung“, verdeutlichte Drese.

„Unsere Bilanz, die wir hier vorlegen, zeigt, dass wir viele Herausforderungen erfolgreich bewältigt haben“, sagte Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. „Neben umfangreichen Leistungsaufgaben für nahezu sämtliche Lebensbereiche und vielfältigen Aufsichts-, Überwachungs- und Prüfaufgaben gehören dazu auch die Informations- und Beratungsaufgaben für Bürgerinnen und Bürger, verschiedenste Träger von der Jugend- bis zur Sozialarbeit, für Gesundheitseinrichtungen sowie Betriebe und Institutionen“, machte Dr. Will deutlich.

Der Jahresbericht steht im Internet unter www.lagus.mv-regierung.de zur Verfügung und befindet sich im Anhang dieser PM.

Einige Eckdaten zur Arbeit des LAGuS im Jahr 2025:

  • Mehr als 7.200 Projekte in mehr als 170 verschiedenen Förder- und Leistungsbereichen für nahezu alle Lebenslagen sind durch das LAGuS begleitet worden.
  • Mehr als 4.300 neue Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 775 Millionen Euro wurden bewilligt.
  • Ein großes Projekt ist die Förderung von Kinder- und Familienzentren. 5,5 Millionen Euro werden dafür eingesetzt, um Familien in belasteten Lebenslagen durch bedarfsgerechte Angebote zu unterstützen.
  • Die Entwicklung seniorenpolitscher Gesamtkonzepte wurden im Vorjahr mit etwa 560.000 Euro gefördert.
  • 20-jähriges Jubiläum feierten die Integrationsfachdienste im Engagement für Menschen mit Behinderung und deren Arbeitgeber. Ihre Bilanz spricht für sich: 14.000 Menschen wurden qualifiziert beraten und unterstützt, 1.000 Menschen aktiv in Arbeit vermittelt und 85 % der Arbeitsverhältnisse gesichert.
  • 882 Approbationen und 292 Berufserlaubnisse wurden in akademischen Heilberufen erteilt. Es wurden 1.648 Erlaubnisse zum Führen der Berufsbezeichnung im Bereich der Gesundheitsfachberufe erteilt.
  • Das LAGuS überwacht die Einhaltung der Hygienevorschriften in den Krankenhäusern und Reha-Kliniken in MV. Schwerpunkt war die hygienische Bettenaufbereitung zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern.
  • Im Bereich Arbeitsschutz gab es 2.262 Vor-Ort-Kontrollen in den Betrieben. Hinzu kommen rund 1.000 Baustellen-Überprüfungen.
  • In Mecklenburg-Vorpommern lebten Ende 2025 ca. 408.000 Menschen mit Behinderungen (+13.000 im Vergleich zu 2024). Etwa 237.500 Menschen waren schwerbehindert (+7.000). Mehr als 54.000 Anträge waren zu bearbeiten.
  • Im Jahr 2025 konnten sieben Mensch-Assistenzhunde-Gemeinschaften nach der Assistenzhundeverordnung zertifiziert werden.
  • Zur Förderung von Menschen mit Handicap im Arbeitsleben (umfangreiche Förderinstrumente für Beschäftigte und Arbeitgeber) wurden etwa 4,9 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe für die Sicherung bestehender Beschäftigungsverhältnisse ausgegeben.
  • 1,7 Millionen Euro wurden im Rahmen des Landesprogramms „Inklusive Ausbildung und Arbeit“ für (160 Anträge) bewilligt.
  • Es wurden etwa 16.300 Wasserproben (Trink- und Badewasser) in den LAGuS-Laboren analysiert.
  • Ende 2025 wurden die letzten ca. 9.600 Anträge auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie abgearbeitet.
  • Die Behörde hat 529 Beschäftigte (31.12.2025) der größte der sechs Standorte ist Rostock mit knapp 270 Beschäftigten, größter Bereich ist die Abteilung Soziales mit ca. 170 Beschäftigten. Weitere Standorte sind Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg, Greifswald und Neustrelitz.
  • Das LAGuS nutzt verschiedene Möglichkeiten, mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Betrieben und Institutionen direkt in Kontakt zu kommen, hier einige Beispiele:
    • Ausrichtung des Arbeitsschutztages
    • Gastgeber für den Girls‘Day
    • Teilnahme am Fördermitteltag
    • Organisation und Durchführung größerer Fortbildungsveranstaltungen für medizinische Fachkräfte
    • Zusammenarbeit mit Familienkasse der Arbeitsagentur und Standesämtern beim Elterngeld

U-Boote aus Wismar für Kanada

Schwesig: U-Boote für Kanada stärken maritime Wirtschaft in MV und ganz Deutschland

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Kanada U-Boote bei der Firma tkms bestellt. Tkms ist unter anderem Eigentümer der Werft in Wismar.

„Das ist eine gute Entscheidung für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern und ganz Deutschland. Sie zeigt, dass die Fähigkeiten unserer maritimen Industrie weltweit gefragt sind“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Berlin.

„Die Entscheidung stärkt auch den Standort Wismar“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Dort wird aktuell das Forschungsschiff Polarstern II gebaut. Dann sollen U-Boot-Aufträge für Deutschland und Norwegen folgen. Die Entscheidung aus Kanada eröffnet für tkms neue Chancen und sichert Arbeitsplätze an allen Standorten“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Auch die maritime Zulieferindustrie könne von den Aufträgen profitieren.

Schwesig erinnerte, dass die Landesregierung immer an der Seite der Werften und ihrer Beschäftigten gestanden habe. „Das hat auch einige Kritik eingebracht. Heute sehen wir, dass es richtig war, für die Werften und ihre Beschäftigten eine Brücke zu bauen. Die Entscheidung der kanadischen Regierung ist auch eine gute Nachricht für die maritime Zulieferindustrie“, sagte Schwesig.

Kinderrechte brauchen ihren Platz an den Schulen

Acht Grund- und Förderschulen beginnen mit neuem Programm zur Stärkung von Kinderrechten, Beteiligung und Demokratiebildung

Schwerin – Mit dem „Kinderrechteschulen-Programm“ starten das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern und UNICEF Deutschland ein gemeinsames Projekt zur Schulentwicklung für Grund- und Förderschulen. Ziel ist es, Kinderrechte auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention dauerhaft im Schulalltag zu verankern und eine demokratische Teilhabe an Schulen zu stärken.

b Juli 2026 beteiligen sich zunächst fünf Grundschulen und drei Förderschulen aus allen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich zuvor für die Pilotphase beworben haben. In den Folgejahren soll das Programm schrittweise auf weitere Schulen ausgeweitet werden. Das stärkt die Kinder, sich in die demokratische Schul- und Unterrichtsstruktur einzubringen.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „An Schulen kann man gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder und Jugendliche zur Teilhabe an der Demokratie zu befähigen. Kinder müssen wissen, welche Rechte sie haben. Es ist unsere Aufgabe, ihnen Wege zu zeigen und ihre Rechte einzufordern. Mit UNICEF haben wir einen starken Partner gewonnen, um Demokratiebildung bereits in der Grundschule und speziell auch in Förderschulen zu stärken. Das Programm unterstützt Schulen dabei, Kinderrechte im Schulalltag erlebbar zu machen und nachhaltig im Schulprogramm zu verankern.“

UNICEF, Geschäftsführer, Christian Schneider: „Der Start des UNICEF Kinderrechteschulen-Programms markiert einen wichtigen Schritt für Kinderrechte in Mecklenburg-Vorpommern. Wir danken dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung für dieses klare Bekenntnis zur Schulentwicklung entlang der UN-Kinderrechtskonvention – und allen teilnehmenden Schulen, die sich dieser zusätzlichen Aufgabe stellen. Kinderrechte im Schulalltag zu verankern heißt, Kindern eine Stimme zu geben und Beteiligung an der Gestaltung von Schule und Gesellschaft für Kinder erfahrbar zu machen. Wo Kinder ihre Rechte kennen und mitgestalten dürfen, wächst Demokratie von klein auf. Genau das ist das Ziel des Programms.“

Folgende Schulen nehmen an der Pilotphase des Projekts teil:

  • Grundschule „Am See“, Löcknitz
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Crivitz
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Ludwigslust
  • Grundschule „Marlower Loris“, Marlow
  • Grundschule „Theodor Körner“, Wöbbelin
  • Kranichschule Neubrandenburg (Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)
  • Förderschule „J.-A. Komensky“, Barth (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen)
  • Schule „Am Wallberg“, Neuburg (Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)

Voraussetzung für die Teilnahme am „Kinderrechteschulen-Programm“ ist ein Beschluss der Schulkonferenz sowie die Bereitschaft von Schulleitung, Lehrkräften, dem weiteren pädagogischen Personal, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern, den Entwicklungsprozess gemeinsam zu gestalten. An jeder teilnehmenden Schule wird ein Kinderrechte-Team gebildet. Dieses koordiniert den etwa zweijährigen Schulentwicklungsprozess und bezieht die gesamte Schulgemeinschaft aktiv in die Schulentwicklung ein. Geschulte UNICEF-Trainerinnen und -Trainer begleiten den Prozess.

Bestandteil des Programms ist ein siebenstufiges Training für das Schul- und Fachpersonal. In fünf Modulen werden zum Beispiel Beteiligungsformate mit und für Kinder entwickelt, ein Anti-Diskriminierungskonzept ausgearbeitet sowie Formate zur Lösung von Streit, Gewalt und Mobbing erprobt und eingeführt. Das Kinderrechte-Training ist flexibel angelegt und baut auf bereits bestehenden schulischen Strukturen auf.

Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhalten die Schulen das Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“ und werden Teil eines bundesweiten Netzwerks. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Schleswig-Holstein, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das fünfte Bundesland, das das „Kinderrechteschulen-Programm“ von UNICEF umsetzt.

Das „Kinderrechteschulen Programm“ ist Teil der Demokratiebildung an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und Bestandteil des BNE-Masterplans des Landes. Es ergänzt bestehende Ansätze wie „Lernen durch Engagement“ oder „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und unterstützt Schulen dabei ihre demokratischen Schul- und Lernkultur weiterzuentwickeln.

Werbung für mehr Respekt im Straßenverkehr

Ines Jesse: „Hinter orange steht ein Mensch. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich für Sicherheit auf unseren Straßen sorgen“

Schwerin – Mit einer landesweiten Plakatkampagne wirbt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern für mehr Rücksicht und Respekt gegenüber Straßenwärterinnen und Straßenwärtern. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute gemeinsam mit Beschäftigten der Straßenmeistereien den offiziellen Start der Kampagne an der B 321 bei Viez (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gegeben. In den kommenden Wochen werden die Motive an rund 120 Standorten im Land zu sehen sein.

„Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter sorgen Tag für Tag dafür, dass wir sicher unterwegs sein können – oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Mit dieser Kampagne machen wir deutlich: Hinter der orangefarbenen Warnkleidung stehen Menschen, die unseren Respekt verdienen. Wer Tempo reduziert, Abstand hält und Absperrungen beachtet, trägt zu ihrer Sicherheit bei“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Straßenwärterinnen und Straßenwärter arbeiten täglich im unmittelbaren Verkehrsraum und sind dabei besonderen Gefahren ausgesetzt. Überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver oder missachtete Absperrungen gefährden ihre Sicherheit immer wieder. Mit der neuen Kampagne setzt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern ab sofort ein deutliches Zeichen für Respekt im Straßenverkehr. So soll der Blick der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die Menschen hinter der Warnkleidung gelenkt werden.

Wenn Straßen gesperrt oder Umleitungen eingerichtet werden müssen, führt das bei Pendelnden oft zu Frust. „Wir können den Ärger über Staus und Zeitverlust nachvollziehen“, sagt der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Dr. René Firgt. „Aber unsere Kolleginnen und Kollegen machen dort draußen ihren Job – und zwar einen lebenswichtigen. Sie sorgen dafür, dass unsere Straßen sicher und intakt bleiben. Deshalb haben sie unseren Respekt verdient.“

Für die Kampagne wurden bewusst keine Agenturfotos verwendet. Stattdessen zeigen die Plakate echte Beschäftigte der Straßenmeistereien Gadebusch, Kröpelin und Teterow in ihrem Arbeitsalltag. Mit Botschaften wie „Ich sehe dich nicht – Fuß vom Gas!“, „Ich bin Familienvater – Nimm Rücksicht!“ oder „Ich höre dich nicht – Tempo runter!“ machen sie auf die Gefahren ihres Berufs aufmerksam und werben für mehr Verständnis.

„Viele vergessen, dass hinter der Warnweste ein Mensch steht. Wenn Fahrzeuge mit 80 km/h nur zentimeterweit an uns vorbeirasen oder wir wüst beschimpft werden, weil eine Umleitung nötig ist, macht das was mit einem. Wir hoffen, dass die Plakate die Leute zum Nachdenken bringen“, erklärt Thomas Berger Straßenwärter bei der Straßenmeisterei Gadebusch.

Die Kolleginnen und Kollegen der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung berichten, dass die Anfeindungen verletzender werden und spürbar zugenommen haben. Das Missachten von Baustellenampeln oder das unerlaubte Durchfahren von gesperrten Bereichen – wie etwa frisch asphaltierten Abschnitten oder engen Verbindungswegen, gefährdet nicht nur die Straßenwärter, sondern auch die Verkehrsteilnehmer selbst.

Die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Kampagne #RespektfürStraßenwärterInnen. Der Verein appelliert seit vielen Jahren mit seinen Plakataktionen in Alleen für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. „Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto wahrscheinlicher ist ein Unfall und desto schwerer sind die Unfallfolgen“, informiert Wilfried Kapischke, Vizepräsident der Landesverkehrswacht. „Außerorts sind es bei 100 km/h rund 80 m, bis ein Fahrzeug bei trockener Fahrbahn zum Stehen kommt. Sekunden, die für Straßenwärter über Leben oder Tod entscheiden. Sie sind während ihrer Tätigkeit auch zu Fuß im Straßenraum unterwegs und daher besonders gefährdet. Den Fuß vorausschauend vom Gas zu nehmen, sollte für jeden Verkehrsteilnehmer daher selbstverständlich sein.“

Gemeinsam mit der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung soll die Kampagne zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt auffordern. Darüber hinaus steht die Kampagne auch stellvertretend für alle Menschen, die im Verkehrsraum Straße ihre tägliche Arbeit verrichten, damit alle sicher ankommen. Die Plakate werden in den kommenden Wochen flächendeckend an den Hauptverkehrsrouten sowie im Umfeld größerer Baustellen zu sehen sein.

Drese: Digitale Suchtberatung erweitert Hilfsangebote in M-V

DigiSucht startet landesweit und ermöglicht einfachen und ortsunabhängigen Zugang zur Suchtberatung

Schwerin – Menschen mit einer Suchterkrankung, einem problematischen Konsumverhalten sowie deren Angehörige können in Mecklenburg-Vorpommern ab sofort auch digital professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Mit dem Start der bundesweiten Plattform DigiSucht unter www.suchtberatung.digital wird die ambulante Suchthilfe im Land um ein niedrigschwelliges, datenschutzkonformes und ortsunabhängiges Angebot ergänzt.

Über die Plattform können Ratsuchende in einem geschützten und auf Wunsch anonymen Rahmen Kontakt zu qualifizierten Suchtberaterinnen und Suchtberatern aufnehmen. Neben einer Nachrichtenfunktion können Termine für Video- oder Textberatungen vereinbart werden. Digitale Tools wie Konsumtagebücher oder Motivationshilfen unterstützen den Beratungsprozess und können dabei helfen, den eigenen Konsum zu reflektieren und Veränderungen anzustoßen. Bei Bedarf erfolgt eine Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote vor Ort.

„Mit DigiSucht schaffen wir einen zusätzlichen und zeitgemäßen Zugang zur Suchthilfe in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade bei Suchterkrankungen sind Scham und Unsicherheit häufig Gründe dafür, dass Betroffene erst spät Hilfe suchen. Die Möglichkeit, sich zunächst anonym und digital beraten zu lassen, kann diese Hemmschwelle deutlich senken“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Start der digitalen Plattform heute in Schwerin.

„Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern bietet die digitale Beratung die Chance, Menschen unabhängig von ihrem Wohnort zu erreichen und frühzeitig Unterstützung anzubieten und sie bei Bedarf in die bestehenden Beratungs- und Hilfestrukturen vor Ort zu begleiten“, verdeutliche Drese.

Die Umsetzung von DigiSucht auf Landesebene wird von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern (LAKOST MV) begleitet. Sie koordiniert die Einführung der Plattform und unterstützt die teilnehmenden Suchtberatungsstellen bei der Umsetzung.

„Mit der Einführung von DigiSucht baut Mecklenburg-Vorpommern sein bestehendes Suchthilfeangebot um einen weiteren niedrigschwelligen Zugangsweg aus“, sagte Birgit Grämke, Geschäftsführerin der LAKOST. „DigiSucht ergänzt die persönliche Beratung vor Ort und stärkt damit unser Suchthilfesystem insgesamt.“ Die digitale Beratung eröffnet den Fachkräften neue Möglichkeiten, Ratsuchende flexibel und zeitgemäß zu begleiten und gleichzeitig die bewährte persönliche Beratung sinnvoll zu ergänzen.

Auch die Bundeskoordination begrüßt den Start in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir freuen uns sehr, dass ab sofort Ratsuchende und Suchtberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern DigiSucht nutzen können“, erklärte Fabian Leuschner von der DigiSucht-Bundeskoordination. „DigiSucht lebt von der engen Zusammenarbeit und dem Austausch der beteiligten Menschen und Institutionen. Gemeinsam schaffen wir ein digitales Angebot, das die bewährte Arbeit der Suchthilfe vor Ort sinnvoll ergänzt und neue Zugänge eröffnet.“

Leuschner betonte, dass durch bereits etablierte Prozesse und die Nutzung der länderübergreifenden Beratungsplattform DigiSucht den Beraterinnen und Beratern ein sehr einfacher Einstieg in die digitale Beratung ermöglicht wird. Schulungen im Umgang mit der Technik und Maßnahmen der Qualitätssicherung würden zusätzlich Sicherheit in der Arbeit mit DigiSucht geben.

DigiSucht ist die bundesweite digitale Beratungsplattform für Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige. Die Plattform wurde mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit entwickelt. An der Konzeption waren Expertinnen und Experten aus Suchtberatungsstellen, Landesstellen für Suchtfragen sowie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen beteiligt.

Die technische Infrastruktur ermöglicht eine sichere, datenschutzkonforme und trägerübergreifende digitale Beratung. Die Administration auf Landesebene erfolgt durch die jeweils benannten Landeskoordinierungsstellen. In Mecklenburg-Vorpommern ist das die LAKOST. Die Plattform ist über den Internetbrowser auf Smartphone, Tablet oder Computer erreichbar. Eine zusätzliche App ist nicht erforderlich.

Mehr Förderung für Dörfer

Land erleichtert Investitionen im ländlichen Raum

Schwerin – Kommunen, Unternehmen und private Antragsteller in Mecklenburg-Vorpommerns ländlichen Räumen erhalten künftig bessere Fördermöglichkeiten. Mit der dritten Änderung der Förderrichtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung (FöRL ILE M-V) erleichtert das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt den Zugang zu Fördermitteln und reagiert auf den konkreten Bedarf vor Ort.

„Unsere Dörfer brauchen starke Perspektiven. Deshalb passen wir die Förderung dort an, wo sie gebraucht wird: Wir vereinfachen Verfahren, öffnen Fördermöglichkeiten und unterstützen Kommunen sowie private Initiativen noch gezielter. Gute Ideen dürfen nicht an unnötiger Bürokratie scheitern“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Ein wesentlicher Bestandteil der Richtlinienänderung ist die Wiedereinführung der Förderung des ländlichen Wegebaus außerhalb von Flurbereinigungsverfahren. Dieser Fördertatbestand war mit der Neufassung der Richtlinie im Jahr 2025 entfallen. In der Praxis zeigte sich jedoch schnell, dass insbesondere Kommunen hierfür keine geeignete Förderalternative hatten.

Ab August 2026 können Gemeinden und Gemeindeverbände deshalb wieder Förderanträge für Wegeinfrastrukturmaßnahmen stellen. Je nach Lage und Finanzkraft der Kommune können bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernommen werden.

Darüber hinaus wird die Förderung im Bereich der privaten Dorfentwicklung deutlich ausgeweitet. Bislang konnten private Antragsteller Fördermittel nur innerhalb von Flurbereinigungsverfahren beantragen. Ab Juli 2026 steht diese Möglichkeit allen privaten Trägern in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns offen. Damit erhalten Eigentümer und Initiativen mehr Spielraum, um ihre Dörfer aktiv mitzugestalten.

Zugleich vereinfacht das Ministerium die Fördersätze für Maßnahmen der Dorfentwicklung sowie für Einrichtungen der lokalen Basisdienstleistungen öffentlicher Träger. Künftig gilt ein einheitlicher Grundfördersatz. Gemeinden in den ländlichen Gestaltungsräumen erhalten zusätzlich einen Förderbonus. Damit setzt das Land zugleich eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages um.

„Die Entwicklung unserer Dörfer lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Mit den Änderungen schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass notwendige Investitionen schneller umgesetzt werden können. Das stärkt die Lebensqualität im ländlichen Raum und macht unsere Gemeinden zukunftsfest“, so Backhaus.

Die Bewertung und Bewilligung der Förderanträge erfolgt weiterhin nach den in der Förderrichtlinie festgelegten Auswahlkriterien.

Informationen zur Online-Antragstellung und zur Förderrichtlinie finden Interessierte unter:
www.regierung-mv.de → Förderungen → Integrierte ländliche Entwicklung.