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Schwesig: Neuer Schulcampus schafft beste Lernbedingungen

Anklam – In Anklam ist heute der neue Schulcampus feierlich eröffnet worden. Er besteht aus dem sanierten denkmalgeschützten Altbau der Regionalschule Käthe-Kollwitz und dem Neubau der Grundschule „Villa Kunterbunt“.

Schülerinnen und Schüler aus Anklam und Umgebung können somit von der ersten bis zur zehnten Klasse denselben Schulcampus besuchen. Neu gestaltet wurden auch die Außenanlagen. Seit 2019 sind in den Schulcampus rund 34 Millionen Euro geflossen. Knapp 25 Millionen davon waren Landesmittel.

„Das ist ein wirklich schöner, moderner Schulstandort. Mir gefällt die Kombination aus dem schönen ehrwürdigen Schulgebäude und dem Neubau besonders gut. Hier lernen Grundschüler der Villa Kunterbunt und die „Großen“ der Regionalschule Käthe Kollwitz zusammen in einem großen Komplex, aber alle haben ihren eigenen Bereich und was für sie wichtig ist“, erklärte die Ministerpräsidentin. Mit dem modernen Schulcampus sei das zweite Projekt des Anklamer Dreiklangs aus Schwimmbad, Schulcampus und Ikareum abgeschlossen.

Bildung sei ein Schwerpunkt der Landesregierung in den vergangenen Jahren gewesen. „Wir haben über 4.300 neue Lehrkräfte eingestellt, den Übergang von der Kita in die Grundschule besser gestaltet und an der Grundschule den Unterricht in Deutsch, Mathematik und Lesen ausgeweitet. Außerdem haben wir seit meinem Amtsantritt mehr als eine Milliarde Euro für die Modernisierung von Schulen bewilligt.

“ Mit dem Sondervermögen Infrastruktur bestehe die Möglichkeit, weitere 600 Millionen Euro in die Modernisierung von Schulen im ganzen Land zu investieren. „Wir wollen noch viele Schulen in unserem Land modernisieren. Alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern sollen gut lernen können.“

M-V und Schleswig-Holstein nutzen KI und stärken die digitale Souveränität

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bauen ihre Zusammenarbeit bei der digitalen Souveränität weiter aus. Rund ein Jahr nach Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Ländern ziehen die Minister Bilanz und wollen die gemeinsame Entwicklung und Nutzung digitaler Lösungen weiter vorantreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei Dateninfrastrukturen, IT-Resilienz, Open Source, der sichere Datenaustausch über Verwaltungsgrenzen hinweg sowie der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung.

„Digitale Souveränität entsteht nicht im Alleingang. Dazu müssen Länder ihre Erfahrungen teilen, gemeinsam Lösungen entwickeln und gute Anwendungen auch gemeinsam nutzen. Genau das tun Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Finanzen und Digitalisierung, Dr. Heiko Geue. „Wir wollen keine digitalen Insellösungen, sondern leistungsfähige und sichere Strukturen, die von möglichst vielen Verwaltungen genutzt und weiterentwickelt werden können. Das gilt gerade auch für die Integration des Kollegen KI, mit dem wir in unseren OpenSource-Arbeitsumgebungen wie Nextcloud und in den Finanzämtern arbeiten wollen.“

Auch Schleswig-Holstein setzt auf gemeinsame Standards und den länderübergreifenden Austausch. „Der Wechsel zu modernen, offene Lösungen ist zwingend erforderlich, damit wir die Sicherheit, Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit des Staates nachhaltig gewährleisten können. Wir schaffen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern digitale Souveränität durch den Einsatz von Open-Source-Lösungen und verbinden dies mit dem Einsatz modernster KI-Technologien. Damit stärken wir zugleich den Digitalstandort Deutschland“, sagte Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. „Im Norden sind wir vorangegangen. Die gelebte Kooperation zwischen unseren Ländern ist dafür das beste Beispiel. Wir laden alle ein, diesem Beispiel zu folgen und uns auf dem Weg in die digitale Souveränität zu begleiten.“

Beide Länder arbeiten daran, KI nicht als isolierte Einzelanwendung, sondern als Bestandteil der täglichen Verwaltungsarbeit nutzbar zu machen.

Ein konkretes Beispiel ist die KI-Integration in die Kollaborationsplattform Nextcloud, die in beiden Ländern genutzt wird. Beschäftigte können damit unter anderem direkt in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung mit KI chatten, Recherchen durchführen sowie Texte erstellen, umformulieren, korrigieren und zusammenfassen. Auch die Erstellung von Textdokumenten, Tabellen und Präsentationen aus einer Beschreibung soll möglich werden.

Die angebundenen Sprachmodelle werden digital souverän betrieben und die KI-Anfragen vollständig in Deutschland verarbeitet. In Mecklenburg-Vorpommern wird dies über IONOS bereitgestellt, Schleswig-Holstein betreibt die Infrastruktur bei dataport. Die Daten der Landesbediensteten werden zudem nicht zum Training externer KI-Systeme verwendet.

Darüber hinaus plant Mecklenburg-Vorpommern den Einsatz eines von der hessischen Steuerverwaltung entwickelten und eingesetzten KI-Chatbots für die Arbeit der Finanzämter. Der TaxBot Maxi wird im Auftrag des Landes Hessen bei der STACKIT der Schwarz-Gruppe betrieben. Er unterstützt die Beschäftigten insbesondere bei der fachspezifischen Analyse, Recherche und Erstellung von Dokumenteninhalten. Auch Übersetzungen gehören zu den vorgesehenen Einsatzmöglichkeiten.

Digitale Souveränität bedeutet auch, millionenfach erprobte, sichere und praxistaugliche Open Source Anwendungen zu nutzen, statt alles jeweils selbst zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation zwischen den beiden Bundesländern ist die Frage, wie Verwaltungen Daten künftig besser für Entscheidungen nutzen können. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben hierzu regelmäßig sogenannte Datentage durchgeführt. Dabei stellten die Länder ihre jeweiligen Ansätze, Werkzeuge und Erfahrungen vor.

Auf dieser Grundlage soll nun die gemeinsame Weiterentwicklung einer Data Fabric beziehungsweise eines Datenpools vorangetrieben werden. Ziel ist eine leistungsfähige Dateninfrastruktur, die unterschiedliche Datenbestände zusammenführt und umfassende Analysemöglichkeiten eröffnet. Damit sollen Entscheidungen in der Verwaltung stärker auf belastbaren Daten und Analysen beruhen können.

Ein weiterer Baustein der Kooperation ist die Resilienz der IT-Infrastruktur. Beide Länder verfolgen ähnliche Konzepte, gehen dabei aber arbeitsteilig vor. Mecklenburg-Vorpommern konzentriert sich insbesondere auf die resiliente Bereitstellung von IT-Infrastrukturen durch kleine, ultramobile Rechenzentren. Schleswig-Holstein arbeitet schwerpunktmäßig an der Bereitstellung von Notfallarbeitsplätzen. Perspektivisch sollen gemeinsame Architekturen und Standards dazu beitragen, IT-Infrastrukturen und Arbeitsmöglichkeiten auch unter außergewöhnlichen Bedingungen schnell und möglichst ortsunabhängig bereitstellen zu können. Damit wird digitale Souveränität auch zu einer Frage der staatlichen Krisenvorsorge: Eine moderne Verwaltung muss nicht nur digital arbeiten können, sondern auch dann handlungsfähig bleiben, wenn zentrale Infrastrukturen ausfallen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit ist außerdem der Aufbau einer länderübergreifenden Community für Open Source und digitale Souveränität. Fachreferate, IT-Verantwortliche und die CIO-Ebene tauschen sich regelmäßig über Projekte und Erfahrungen aus. Dabei geht es um mehr als Software. Digitale Souveränität bedeutet auch Wahlfreiheit bei Schnittstellen, Austauschformaten, technischen Komponenten, Netzen und Diensten. Offene und nachvollziehbare Lösungen können Abhängigkeiten reduzieren und ermöglichen es Verwaltungen, digitale Anwendungen an ihre eigenen Anforderungen anzupassen.

Schwesig: Ansiedlung von EKATO stärkt den Wirtschaftsstandort Stralsund

Stralsund – In Stralsund ist heute die neue Produktionsstätte der Firma Ekato Nord GmbH im maritimen Industrie- und Gewerbepark auf dem Gelände der früheren Volkswerft eröffnet worden. Dort soll künftig vorrangig die Montage von Großrührwerken zum weltweiten Export erfolgen. Großrührwerke werden beispielsweise in der Pharmazie, der Biotechnologie, der Lebensmitteltechnologie, in der Kosmetikindustrie und bei der Herstellung von Biokraftstoffen benötigt.

„Der maritime Industrie- und Gewerbepark Volkswerft in Stralsund überzeugt durch sehr gute Anschlussmöglichkeiten zu Land und Wasser. Hier sind Unternehmen wie Ostseestaal oder die Fassmer-Gruppe ansässig. Ich freue mich sehr, dass mit EKATO ein neuer starker Partner dazustößt“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei ihrem Besuch in Stralsund.

„Ich freue mich, dass unsere Standortvorteile Sie überzeugt haben. Ausschlaggebend für die Ansiedlung war vor allem die Infrastruktur. Der Standort bietet viel Platz. Hier können LKWs einfach beladen werden, Transporte per Bahn sind möglich und der Seeweg kann für den Transport der Großrührwerke genutzt werden“, sagte Schwesig. EKATO habe fast 10 Millionen Euro in sein neues Werk investiert. Das Land habe die Ansiedlung mit 1,3 Millionen Euro unterstützt.

„Mit der Ansiedlung von EKATO setzt Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Standortoffensive seine erfolgreiche Strategie zur Ansiedlung wachstumsstarker mittelständischer Betriebe fort. Denn genau solche mittelständischen Unternehmen prägen unsere Wirtschaft und unser Land“, stellte die Ministerpräsidentin fest.

Drug Checking zeigt Wirkung

61 Warnungen allein in der diesjährigen Festival-Saison

Schwerin – 903 Substanzproben mit 61 Warnungen vor hochdosierten oder unerwarteten Wirkstoffen: Das ist die Bilanz des mobilen Drug Checkings bei Fusion und Pangea in diesem Sommer. Für Gesundheitsministerin Stefanie Drese ist das Ergebnis ein weiterer Beleg dafür, dass eine moderne Drogenpolitik neue Wege gehen muss.

„Wer Menschen vor den Gefahren von Drogen schützen will, darf nicht wegschauen. Drug Checking schützt Leben. Wir sehen unmittelbar, welche Substanzen tatsächlich im Umlauf sind, und können Menschen warnen, bevor aus einem vermeintlichen Partykonsum ein medizinischer Notfall wird“, sagte Drese am Donnerstag in Schwerin.

Auf dem Fusion Festival in Lärz wurden 801 Proben untersucht. Bei 60 Proben war eine Warnmeldung erforderlich: 24 hochdosierte MDMA-Tabletten, 26 hochdosierte 2C-B-Tabletten sowie zehn Tabletten mit unerwarteten Wirkstoffen. Auf dem Pangea Festival in Pütnitz wurden 102 Proben analysiert; eine hochdosierte MDMA-Tablette war ebenfalls warnpflichtig.

Mecklenburg-Vorpommern war das erste Bundesland, das ein Drug-Checking-Modellvorhaben auch in mobiler Form ermöglicht hat. Mit der Universitätsmedizin Rostock steht für stationäre und mobile Substanzanalysen ein fachlich kompetenter Partner zur Verfügung. Beim stationären Angebot über das Gesundheitsamt Rostock wurden bislang drei hochdosierte MDMA-Tabletten festgestellt und entsprechende Warnmeldungen veröffentlicht.

Für Drese ist dabei entscheidend, dass Drug Checking nicht beim Testergebnis endet. „Drug Checking ist Prävention mit offenen Augen. Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten unmittelbar Informationen über Wirkstoffe, Dosierungen und gesundheitliche Risiken. Das kann nicht nur eine akute Gefährdung verhindern, sondern auch dazu führen, den eigenen Konsum zu hinterfragen.“

Die Ministerin verbindet damit eine grundsätzliche politische Botschaft: „Wir brauchen eine Drogenpolitik, die sich an der Wirklichkeit orientiert. Eine Politik, die nur sagt ‚Drogen sind verboten‘, beantwortet noch nicht die Frage, wie wir Menschen schützen, die trotzdem konsumieren. Deshalb setzen wir auf eine Kombination aus Prävention, Beratung, Hilfe und – wo es sinnvoll und möglich ist – Schadensminimierung.“

Auch für Behörden und Fachstellen liefern die Analysen wichtige Informationen. Sie zeigen, welche Substanzen aktuell im Umlauf sind und wo besondere Gefahren durch hohe Dosierungen oder unerwartete Wirkstoffe bestehen. Die Warnmeldungen werden unmittelbar vor Ort veröffentlicht und sind zudem online abrufbar.

Dass der Ansatz inzwischen auch über Mecklenburg-Vorpommern hinaus aufgegriffen wird, begrüßt Drese ausdrücklich. Neben Berlin, Thüringen und Hessen haben weitere Länder entsprechende Angebote auf den Weg gebracht. Auch Schleswig-Holstein will mobiles Drug Checking künftig zunächst im Umfeld von Veranstaltungen erproben.

„Es ist gut, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Gesundheitsschutz dort stattfinden muss, wo Risiken entstehen. Gerade bei Festivals können wir Menschen mit Prävention und Beratung unmittelbar erreichen. Mecklenburg-Vorpommern hat hier früh Verantwortung übernommen – und ich freue mich, wenn andere Länder diesen Weg ebenfalls gehen“, sagt Drese.

Alle Warnmeldungen aus dem diesjährigen Drug Checking sind unter detect-drugcheck.org abrufbar. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) veröffentlicht auf seiner Website aktuelle Warnmeldungen.

Land stärkt medizinische Versorgung in Vorpommern

Neue Großgeräte für das Klinikum Karlsburg

Karlsburg – Die medizinische Versorgung in Vorpommern wird weiter gestärkt. Mit einem so genannten Letter of Intent (LOI) hat das Land seine Absicht erklärt, für das Klinikum Karlsburg die Anschaffung weiterer medizinischer Großgeräte zu fördern. Dabei handelt es sich um ein da Vinci 5-Operationssystem und einen Magnetresonanztomographen (MRT).

Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue, die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, Sylvia Grimm, sowie der Vorstandvorsitzende der Universitätsmedizin, Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp, haben am Mittwoch eine entsprechende Erklärung in Karlsburg unterzeichnet.

„Wir investieren zielgerichtet in den Klinik-Standorts Karlsburg – zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Mit der Investition in den neuen da Vinci 5-OP-Roboter wird es landesweit erstmals möglich sein, Herzoperationen mit dieser hoch innovativen und präzisen Technologie durchzuführen. Nach dem Zusammengehen des Klinikums Karlsburg mit der Universitätsmedizin Greifswald stellen wir sicher, dass sich beide medizinisch starken Standorte gemeinsam hoch innovativ aufstellen. So steht mit dem neuen OP-Roboter den Patientinnen und Patienten eine medizinische Versorgung auf allerhöchstem Niveau zur Verfügung“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin „Mit der gemeinsamen Erklärung, die wir heute unterzeichnen, unterstreicht die Landesregierung, dass auch sie Verantwortung für das Gelingen des Zusammengehens beider Kliniken übernimmt.“

Das da Vinci 5-Operationssystem erfordert Investitionen von rund vier Millionen Euro. Die drei beteiligten Ministerien haben jetzt vereinbart, dass das Wissenschaftsministerium und die Universitätsmedizin Greifswald jeweils 1,5 Millionen Euro tragen und das Sozialministerium eine Million Euro.

Das da Vinci 5-Operationssystem stärkt die medizintechnologische Weiterentwicklung und Innovationskraft des herzchirurgischen Schwerpunktes am Standort Karlsburg. Die Investition umfasst neben der Anschaffung des Operationssystems auch die Schaffung der für dessen Installation und Betrieb notwendigen baulichen und technischen Voraussetzungen, einschließlich der erforderlichen Infrastruktur, heißt es in dem Letter of Intent.

Das MRT wird den Standort in die Lage versetzen, auch künftig die Qualitätskriterien für die Leistungsgruppe 20 („Komplexe periphere arterielle Gefäße“) zu erfüllen, die schwerpunktmäßig in Karlsburg erbracht werden soll. Die Anschaffung dient damit unmittelbar der Erfüllung der Ziele der Krankenhausstrukturreform.

„Mit dem da Vinci 5-Operationssystem wird Karlsburg bei der robotisch unterstützten Herzchirurgie in Mecklenburg-Vorpommern neue Maßstäbe setzen. Dass diese innovative Technologie künftig erstmals auch für Herzoperationen in unserem Land eingesetzt wird, ist ein starkes Signal für den Standort und seine medizinische Entwicklung. Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald schaffen wir damit zusätzliche Möglichkeiten für moderne Behandlung und stärken zugleich die besondere Expertise in Karlsburg. So sieht eine Krankenhausreform aus, die nicht nur Strukturen verändert, sondern neue Chancen für die medizinische Versorgung eröffnet“, sagt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

„Durch die Fusion von Karlsburg und der Universitätsmedizin Greifswald entsteht ein Krankenhaus mit klaren Schwerpunkten an zwei Standorten, dass eine bessere Qualität in der Versorgung gewährleisten kann, als jedes der Krankenhäuser alleine. Die nun vereinbarten Investitionen sind dafür ein wichtiger Baustein: Das MRT schafft die Voraussetzungen, Leistungen wie die komplexen peripheren Gefäßerkrankungen künftig gezielt in Karlsburg zu konzentrieren, während das da Vinci-System einen Innovationsschub in der Herzchirurgie darstellt. So ergänzen sich die Stärken beider Standorte und kann die Behandlungsqualität durch eine gezielte Konzentration von medizinischen Eingriffen auf spezialisierte Kliniken nachhaltig gesteigert werden. Genau darin liegt aus unserer Sicht der Mehrwert der Fusion – und davon sollen vor allem die Patientinnen und Patienten in Vorpommern profitieren.“, sagte Staatssekretärin Sylvia Grimm.

„Wir halten unser Versprechen und bauen den Standort Karlsburg weiter aus“, sagte Prof. Klaus Hahnenkamp, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand der UMG. „Wir sind dem Land Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere dem Wissenschafts-, dem Gesundheits- und dem Finanzministerium und ihren Leitungen sehr dankbar, dass sie uns auch weiter tatkräftig unterstützen. Gemeinsam investieren wir in die spitzenmedizinische Versorgung der Menschen weit über die Region und das Bundesland hinaus. Das gilt für exzellente Diagnostik und Behandlung im künftigen Gefäßzentrum genauso wie für die robotik-assistierte Herzchirurgie auf höchstem Niveau.“

Das Klinikum Karlsburg – eine auf die Behandlung von Herz- und Stoffwechselerkrankungen spezialisierte Klinik ist seit dem 1. Januar 2026 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Universitätsmedizin Greifswald. Zum 1. Januar 2027 wird die vollständige Integration in die Universitätsmedizin erfolgen.

Land fördert Ersatzbrückenbau über den Mühlenbach

Dr. Wolfgang Blank: „Wer Regionen nachhaltig stärken will, muss ihre Infrastruktur zukunftsfest machen“

Schwanheide – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Schwanheide einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 540.000 Euro für den Ersatzbau der Brücke über den Mühlenteich in der Zweedorfer Straße übergeben. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben belaufen sich auf rund 1,17 Mio. Euro. Die Förderung erfolgt nach Kommunalen Straßenbauförderrichtlinie (KommStrabauFöRL M-V).

„Mit dem Ersatzneubau schaffen wir eine dauerhaft leistungs­fähige Verbindung für die Menschen in Schwanheide. Gute und verlässliche Verkehrswege sind ein wichtiger Standort­faktor – für die Lebensqualität vor Ort ebenso für die wirt­schaftliche Entwicklung unserer Regionen“, betonte Minister Dr. Blank.

Die Gemeinde Schwanheide plant, das bestehende Bauwerk durch eine neue Brücke zu ersetzen. Die Zweedorfer Straße zählt als verkehrswichtige innerörtliche Straße. Im Zuge des Ersatzneubaus werden auch die Fahrbahnbereiche im Anschluss an das Bauwerk an die vorhandene Fahrbahn­konstruktion angepasst. Der Baubeginn soll im dritten Quartal 2026 erfolgen, die Fertigstellung im vierten Quartal 2027.

„Wir unterstützen unsere Kommunen dabei, ihre Straßen und Brücken zu erhalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Hier sind Investitionen wichtig, um langfristig moderne und sichere Verbindungen zu gewährleisten“, so Minister Dr. Blank.

Zweites Mentoring in der Justiz erfolgreich abgeschlossen

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Mentoring ist ein wirksamer und notwendiger Meilenstein der Frauenförderung in der Justiz MV.“

Schwerin – „Ein Meilenstein ist die Förderung von Frauen in der Justiz. In dieser Legislatur war erstmals ein Mentoringprogramm für die Justiz aufgesetzt worden. Nun wurde schon der zweite Durchgang erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit dem Geschäftsbereich haben wir somit für mehr Gleichstellung in den Führungsebenen der Gerichte und Staatsanwaltschaften gesorgt. Wir haben Frauen darin bestärken können, mehr Leitungsposten zu übernehmen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Justiz konnte auf 34 Prozent erhöht werden“, bilanziert die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Übergabe der Zertifikate des zweiten Durchgangs „Mentoring in der Justiz“ an 13 Tandems.

„Alle Mentees haben sich im vergangenen Jahr intensiv mit ihren eigenen beruflichen Vorstellungen beschäftigt. Sie haben Stärken, Fragen, Unsicherheiten und Zweifel angesprochen. Das braucht Offenheit und Mut. Denn oftmals ist ein solcher Schritt vor allem auch in der Justiz mit vielen Vorurteilen verbunden. An dieser Stelle gilt auch der ausdrückliche Dank den Mentorinnen. Sie tragen selbst Führungsverantwortung und haben sich darüber hinaus bereiterklärt, über viele Monate Zeit zu investieren.

Auch sie haben Vorurteile, Missverständnisse und auch Zweifel aus dem Weg geräumt. Gute Mentorinnen und Mentoren vermitteln nicht das Bild einer perfekten Karriere. Sie zeigen, dass Entscheidungen schwierig sein können. Sie zeigen, dass Führung gelernt werden muss, man Fehler machen darf und Zweifel dazugehören. Sie helfen dabei, den Blick zu weiten. Auch festigt das Mentoringprogramm in der Justiz die Mentorinnen selbst, denn Mentoring ist keine Einbahnstraße“, so Ministerin Bernhardt.

„Knapp 34 Prozent weiblich besetzte Führungspositionen in der Justiz sind ein wichtiger Zwischenschritt. Mehr nicht. Denn Gleichstellung entsteht nicht allein durch Programme. Sie entsteht auch dadurch, dass Menschen einander ermutigen, Wissen teilen, Vorbilder sichtbar werden und Netzwerke wachsen. Genau das haben die 13 Tandems in den vergangenen Monaten getan. Ich gratuliere den Mentees zum erfolgreichen Abschluss des zweiten Durchgangs unseres Mentoring-Programms ‚Frauen in der Justiz‘. Ich wünsche allen für den weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg sowie die richtigen Menschen an der Seite. Vor allem wünsche ich den Mut, die Chancen zu ergreifen, die sich bieten“, sagte Justizministerin Jacqueline Bernhardt in ihrem Grußwort.

Neue Polizeigebäude für die Polizei in Ueckermünde und Friedland

Friedland – In Ueckermünde und Friedland haben heute die symbolischen Spatenstiche für den Neubau der jeweiligen Polizeireviere und Kriminalkommissariat-Außenstellen stattgefunden. Mit den beiden Neubauten investiert das Land insgesamt rund 22 Millionen Euro in moderne, funktionale und energieeffiziente Polizeigebäude. Die Vorhaben sind Teil des Sonderbauprogramms „Sieben auf einen Streich“, mit dem das Land die Infrastruktur der Landespolizei an insgesamt sieben Standorten modernisiert.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue betonte bei den Festakten die Bedeutung der Investitionen für eine leistungsfähige Landesverwaltung: „Mit den beiden Neubauten schaffen wir gute und moderne Arbeitsbedingungen für unsere Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig investieren wir in eine leistungsfähige Infrastruktur für die Sicherheit der Menschen in unserem Land. Dass wir dafür Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität einsetzen können, ist ein großer Gewinn. Wir verbinden Investitionen in unsere Polizei mit einem hohen Anspruch an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.“

Innenminister Christian Pegel erklärte: „Heute wird nicht nur Erde bewegt, heute wird Zukunft sichtbar. Mit den neuen Dienststellen in Ueckermünde und Friedland stärken wir die Polizei dort, wo sie für die Menschen unmittelbar erreichbar sein muss. Damit sichern wir nicht nur moderne Strukturen, sondern vor allem, dass die Polizei gute Voraussetzungen hat, um auch künftig schnell, verlässlich und vor allem nah am Menschen handeln zu können. Zugleich sind diese Neubauten ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die jeden Tag eine zentrale Aufgabe für die Sicherheit der Menschen in ihren Regionen wahrnehmen. Mit den neuen Dienststellen schaffen wir zeitgemäße Arbeitsbedingungen, die ihrer wichtigen Aufgabe gerecht werden.“

In Ueckermünde und Friedland entstehen jeweils dreigeschossige Polizeigebäude mit einer Nutzfläche von rund 1.600 Quadratmetern. Unter einem Dach werden künftig das Polizeirevier und die jeweilige Kriminalkommissariat-Außenstelle untergebracht. Die Gebäude basieren auf der Musterplanung des bereits bewährten „Modells Heringsdorf“, wodurch Planungs- und Bauzeiten beschleunigt werden.

Die Neubauten verfügen über Verwaltungs- und Bürobereiche, eine Wache, Sicherheits- und Gewahrsamsbereiche sowie Sozial- und Schulungsräume. Die Büroflächen sind modular und damit flexibel nutzbar angelegt. Auch die Kriminalkommissariat-Außenstellen erhalten moderne Arbeitsplätze und speziell auf die Ermittlungs- und Spurensicherungsarbeit zugeschnittene Räume.

Bei beiden Bauvorhaben spielt die Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Die Gebäude werden mit einer hocheffizienten Wärmepumpe beheizt und vollständig mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Auf den Dachflächen werden Photovoltaikanlagen zur nachhaltigen Stromerzeugung installiert.

In Ueckermünde wurde das bisherige Dienstgebäude bereits freigezogen. Die Abbrucharbeiten sollen noch im September 2026 beginnen. In Friedland starten im September die bodenkundlichen Untersuchungen. Der Rohbau soll an beiden Standorten im April 2027 beginnen. Die Fertigstellung der beiden neuen Polizeigebäude ist für September 2029 vorgesehen.

Neben Ueckermünde und Friedland entstehen weitere neue Polizeigebäude in Gadebusch, Bad Doberan und Sassnitz. In Güstrow und Waren (Müritz) sind zwei individuell geplante Polizeidienstgebäude vorgesehen. Für das Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“ sind insgesamt rund 95 Millionen Euro vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).