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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Bündnis für bessere Bildung in Neubrandenburg gegründet

Insgesamt fünf Standorte von „Ein Quadratkilometer Bildung“ in MV: Neubrandenburg Nordstadt, Neubrandenburg Oststadt, Schwerin, Barth und Wismar

Neubrandenburg – Das Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“ startet in Neubrandenburg Nordstadt sowie in Barth und Wismar. Hier haben sich regionale Bündnisse für eine bessere Bildung von Kindern, die besonders armutsgefährdete sind, gegründet. Verschiedene Bildungsakteure unterstützen in diesem regionalen Netzwerk gemeinsam die Schülerinnen und Schüler vor Ort.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „Das Projekt ‚Ein Quadratkilometer Bildung‘ ist ein Zeichen dafür, dass gute Bildung überall möglich ist. Kinder und Jugendliche in von Armut betroffenen Stadtvierteln brauchen für den Erhalt ihrer Zukunftschancen gut funktionierende Bildungsinstitutionen. Diese sind essenziell, um Entwicklungsperspektiven und die gesellschaftliche Teilhabe der Kinder zu fördern. Genau da setzt das Projekt an.“

In Schwerin und der Neubrandenburger Oststadt ist „Ein Quadratkilometer Bildung“ bereits etabliert. Mit den neu hinzugekommenen Standorten sind jetzt insgesamt fünf Projektorte in Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Damit befinden sich mehr als ein Viertel aller Projektstandorte in Mecklenburg-Vorpommern – bundesweit gibt es 19 Projektstandorte.

Umgesetzt wird „Ein Quadratkilometer Bildung“ an Orten, an denen lokale Bildungsakteure – darunter Schul- und Kitaleitungen, Lehr- und Fachkräfte, Ehrenamtliche und Eltern sowie Verantwortliche aus Organisationen für Migrantinnen- und Migranten, Sportvereinen, Bibliotheken, Musikschulen und viele weitere lokale Institutionen – ihre Ressourcen bündeln und eng zusammenarbeiten. In den sogenannten „Pädagogischen Werkstätten“ entsteht so ein kleinräumiges Bildungsnetzwerk rund um eine Schlüsselschule – buchstäblich auf der Fläche eines Quadratkilometers.

Schwerpunktthemen für die Umsetzung des Projektes setzen die Fach-, Lehr- und Leitungskräfte in den „Pädagogischen Werkstätten“ vor Ort – denn sie kennen die Besonderheiten des jeweiligen Sozialraums am besten. In Neubrandenburg Ost liegt ein Schwerpunkt auf einem guten Übergang von der Kita in die Schule. Neben einem Übergangskalender, der vielfältige Aktionen für Kinder, Eltern und Fachkräfte bündelt, wurde die Schuleingangsuntersuchung durch die Einführung von Kompetenzportfolios ersetzt. Weiterhin unterstützen an diesem Standort Lesepaten die Kitas und die Schulen bei der Leseförderung und Veranstaltungen wie „Stärken stärken“ und „Stark im Team“ fördern das soziale Miteinander der Kinder.

Folgende Schwerpunkte sind für die Umsetzung von „Ein Quadratkilometer Bildung“ möglich:

Übergangsgestaltung

  • Gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen vor Ort begleiten die „Pädagogischen Werkstätten“ von „Ein Quadratkilometer Bildung“ Kinder und ihre Familien an den Übergängen der Bildungsbiografie.

Inklusion

  • „Ein Quadratkilometer Bildung“ setzt sich für die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt im Bildungsalltag ein.  In der Praxis bedeutet das vor allem, vorurteilsbewusst mit den vielfältigen Lebenswelten von Kindern und Familien umzugehen.

Sprachbildung

  • Bildungssprache ist ausschlaggebend für Bildungserfolg. Lehr- und Fachkräfte in den lokalen Bildungsnetzwerken entwickeln Praxisansätze, um Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern sowie Bezugspersonen die Bildungssprache zugänglich zu machen. Dabei wird an ihren sprachlichen Fähigkeiten im Deutschen angeknüpft und die Mehrsprachigkeit von Familien als Ressource verstanden.

Digitale Bildung

  • „Ein Quadratkilometer Bildung“ begleitet die Entwicklung von Digitalisierungsprozessen an Schulen der lokalen Bildungsnetzwerke und vermittelt geeignete Tools, Schulungsformate sowie externe Expertinnen und Experten.

Zusammenarbeit mit Eltern

  • Bei „Ein Quadratkilometer Bildung“ sind die Eltern als Expertinnen und Experten für die eigenen Kinder selbstverständlich Teil der lokalen Verantwortungsgemeinschaft für gute Bildung. In der „Pädagogischen Werkstatt“ können beispielsweise Eltern-Kind-Gruppen oder Elterncafés unterstützende Angebote am Übergang von Kita zur Schule sein.

Partizipation und Demokratie

  • „Ein Quadratkilometer Bildung“ unterstützt Ansätze, die die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an der Entwicklung ihrer Einrichtungen nach dem Anspruch der UN-Kinderrechtskonvention vorsieht.

Individuelles Lernen

  • Aufgabe der Fach- und Lehrkräfte ist es, die Kinder und Jugendlichen so in ihrer individuellen Lernentwicklung zu begleiten, dass diese erfolgreich verläuft. Eltern oder Bezugspersonen werden beim individuellen Lernen als wichtige Erziehungs- und Bildungspartnerinnen und Bildungspartner anerkannt und eingebunden. Eine enge Kooperation und gezielte Lernstandsanalysen ermöglichen eine passgenaue Unterstützung. „Pädagogische Werkstätten“ organisieren Angebote zur individualisierten Lernförderung für Kinder im Quartier.

Resilienz

  • Damit Schülerinnen und Schüler sich bei Leistungsdruck nicht in Ängsten verlieren, entstehen in den lokalen Bildungsnetzwerken Praxisansätze, mit deren Hilfe Kindern und Jugendlichen Sozialkompetenzen sowie Methoden der Achtsamkeit und Stressbewältigung vermittelt werden.

Verankert ist „Ein Quadratkilometer Bildung“ in Mecklenburg-Vorpommern im Startchancen-Programm. In Neubrandenburg Nord wird es als gemeinsame Initiative des Bildungsministeriums, der Stadt Neubrandenburg und der Stiftung „Ein Quadratkilometer Bildung gGmbH“ umgesetzt. Die RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern verantwortet die „Pädagogische Werkstatt“.

Finanziert wird die „Pädagogische Werkstatt“ in der Regel über eine Fördergemeinschaft, bestehend aus Land, Kommune und Stiftungen. Angestrebt ist eine langfristige Zusammenarbeit von bis zu zehn Jahren. Für die Einrichtung der „Pädagogischen Werkstatt“ in der Neubrandenburger Nordstadt stehen rund 90.000 Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind etwa 60.000 Euro aus dem Startchancen-Programm, die zur Förderung der Personalkosten eingesetzt werden.

Regelungen für den Schulbesuch bei Warnstreiks im Nahverkehr

Bildungsministerium informiert Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte

Schwerin – Vor den angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr am Freitag, dem 27. Februar 2026, weist das Bildungsministerium Schülerinnen, Schüler und Eltern auf die geltenden Regelungen für den Schulbesuch hin.

Schülerinnen und Schüler, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind und bei Streiks nicht zur Schule gelangen, müssen von den Erziehungsberechtigten für den betreffenden Zeitraum möglichst schriftlich abgemeldet werden und sind damit entschuldigt. Volljährige Schülerinnen und Schüler, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind, um zur Schule zu gelangen, können sich selbst abmelden und sind nur dann entschuldigt.

Die Schulen sind grundsätzlich geöffnet. Der Unterricht für alle Jahrgangsstufen findet statt. Für die Lehrkräfte besteht planmäßig die Pflicht zur Anwesenheit. Bis zur Jahrgangsstufe 6 unterbreiten Schulen in jedem Fall ein Präsenzangebot – ob Betreuung oder Unterricht.

Wenn Schülerinnen und Schüler ein Praktikum absolvieren und aufgrund der Arbeitskampfmaßnahmen den Praktikumsbetrieb nicht erreichen, informieren die Erziehungsberechtigten den Betrieb sowie die Schule. Diese Schülerinnen und Schüler bearbeiten dann Aufgaben, die ihnen von der Schule zum Beispiel über die Lernplattform zur Verfügung gestellt werden.

Ob Schulfahrten und Wandertage durchgeführt werden, liegt im Ermessen der Schule. Ob Veranstaltungen am Nachmittag außerhalb der unterrichtsergänzenden Angebote stattfinden können, liegt ebenfalls im Ermessen der Schule.

Weitere Informationen können bei den Schulen oder bei den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten eingeholt werden. Darüber hinaus informieren die Landkreise und kreisfreien Städte über Einschränkungen im Schülerverkehr.

„Deutscher Lehrkräftepreis“ 2025 für Lehrer aus Demmin

Toni Fischer, Lehrer an der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ in Demmin, erhält „Deutschen Lehrkräftepreis“ in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“

Demmin – Toni Fischer, Lehrer an der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ in Demmin, hat den „Deutschen Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2025 in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ erhalten.

„Ich freue mich besonders, dass mit Toni Fischer in diesem Jahr eine tolle Lehrkraft aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem ‚Deutschen Lehrkräftepreis‘ ausgezeichnet worden ist“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg, Schirmherrin des Deutschen Lehrkräftepreises 2025. „Alle Preisträgerinnen und Preisträger eint ihr persönlicher Einsatz sowie ihre fachliche und pädagogische Exzellenz. Sie geben jungen Menschen nicht nur Wissen, sondern auch Perspektiven.  Dafür danke ich Herrn Fischer und den heute ausgezeichneten Lehrkräften von Herzen – sie stehen stellvertretend für viele großartige Kolleginnen und Kollegen.“

Für den „Deutschen Lehrkräftepreis“ in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ können Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Abschlussjahrgänge ihre Lehrkräfte nominieren. Die Jugendlichen aus Demmin haben bei der Nominierung von Toni Fischer dessen strukturierte und spannende Unterrichtsgestaltung hervorgehoben und ihn als außergewöhnlichen Lehrer beschrieben, der die Schule zu einem Ort macht, an dem man sich wohl und wertgeschätzt fühlt. „Er nimmt sich Zeit, hört zu, fragt nach – und man merkt, dass es ihm wirklich wichtig ist, wie es uns geht“, so ein Schüler aus Demmin.

Der „Deutsche Lehrkräftepreis“ wird in den Kategorien „Ausgezeichnete Lehrkräfte“, „Unterricht innovativ“ und „Vorbildliche Schulleitung“ verliehen. Sonderpreise werden in den Kategorien „Umwelt und Nachhaltigkeit“ sowie „Kulturelle Bildung“ vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und werden zu einem Exzellenzcamp eingeladen, bei dem sie sich auf Bundesebene austauschen und ihre Unterrichtspraxis weiterentwickeln können.

Träger des Wettbewerbs sind die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband. Mit der Auszeichnung wollen die Träger die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams und Schulleitungen würdigen. Förderpartner des „Deutschen Lehrkräftepreises“ 2025 sind der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin-Stiftung.

Immer mehr Kinder werden ganztags betreut

Oldenburg: Beitragsfreie Kita ist chancengerechte Bildung

Schwerin – Immer mehr Kinder werden in Mecklenburg-Vorpommern ganztägig in Kindertageseinrichtungen betreut, gebildet und gefördert. Während im Jahr 2019 noch rund 72 Prozent der Kinder ganztägig betreut wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 80 Prozent. Hingegen hat sich die Anzahl der Familien, die einen Teilzeitplatz in Anspruch genommen haben, im gleichen Zeitraum von 27 auf 20 Prozent verringert. Die Förderung beträgt bei einem Ganztagsplatz 50 Stunden pro Woche, bei einem Teilzeitplatz 30 Wochenstunden.

„Diese Entwicklung zeigt, dass wir mit der beitragsfreien Kita den Weg für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit ebnen, indem wir allen Kindern, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, die Möglichkeit einer qualitativ hochwertigen Kindertagesförderung bieten. Auch tragen wir mit der kostenlosen Bildung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung, denn die Eltern haben die Möglichkeit, ihren Beruf in Vollzeit auszuüben. Gleichzeitig werden ihre Kinder in den Kitas und bei der Kindertagespflege vielseitig und liebevoll gebildet, erzogen und betreut“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Seit sechs Jahren sind Krippe, Kita, Kindertagespflege und Hort für Eltern in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Die dafür entstehenden jährlichen Kosten von über 230 Millionen Euro werden allein durch das Land getragen.

Insgesamt belaufen sich die Ausgaben des Landes für die Kindertagesförderung derzeit auf knapp 533 Millionen Euro jährlich. Das entspricht 55,2 % der Gesamtkosten, die weitere Mittel werden durch die Kommunen getragen.

Im Forum „Gute Kita 2030“ berät die Landesregierung gemeinsam mit allen Beteiligten der Kindertagesförderung über Maßnahmen zu einer zukunftsfähigen Ausgestaltung der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern. In einem intensiven und ergebnisoffenen Austausch werden zentrale Leitfragen identifiziert und Vorschläge für notwendige Veränderungen erarbeitet. Der Prozess ist bewusst über die laufende Wahlperiode hinaus angelegt und wird unter anderem durch eigenverantwortlich arbeitende Arbeitsgruppen fortgeführt. Folgende Arbeitsgruppen wurden gebildet:

  • Arbeitsgruppe I: qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung, Betreuung und Förderung
  • Arbeitsgruppe II: Pädagogisches Personal
  • Arbeitsgruppe III: Perspektiven und Bedarfe von Eltern und Kindern
  • Arbeitsgruppe IV: Finanzierung, Bedarfsplanung, demografischer Wandel und Sicherung der Kindertageseinrichtungen.

Land wirbt für ein Studium in „#MVwow“ MV

Schwerin – Die Hochschulmarketingkampagne „Studieren mit Meerwert – Studieren in Mecklenburg-Vorpommern“ wirbt ab dem 23.02.2026 auf knapp 180 öffentlichen digitalen Flächen und weiteren 5.797 Bildschirmen in S- und U-Bahnen sowie Metroboards in den fünf Ländern Schleswig- Holstein, Hamburg, Berlin, Niedersachsen, und Brandenburg für ein Studium in MV. In Zusammenarbeit mit den staatlichen Hochschulen des Landes, dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und dem Landesmarketing in der Staatskanzlei soll mit den Motiven Aufmerksamkeit für die Qualität des Hochschulstandortes MV und seine guten Bedingungen für Studierende erzeugt werden.

„Im Land zum Leben laden wir junge Menschen ein, ihren Studienplatz zu finden und das `Meer´ an exzellenter Forschung und Lehre an den sieben hervorragenden staatlichen Universitäten und Hochschulen unseres Landes für sich zu entdecken. Die große Bandbreite an Studienfächern sowie die kurzen Wege in das eigene Berufsleben, gepaart mit praxisorientierter, individueller Betreuung, bieten perfekte Rahmenbedingungen für ein Studium in Mecklenburg- Vorpommern. MV setzt erfolgreich Reformen um, die Bildung und Forschung fördern und nachhaltig stärken – und das kostenlos von der Kita bis zur Hochschule“, sagt der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann.

Die Kampagne umfasst Werbung in Großstädten wie Hamburg und Berlin, aber auch in Kiel, Hannover, Potsdam und weiteren Städten. Begleitet wird die digitale Video-Schaltung durch die Platzierung von bis zu 31.000 „Gratispostkarten“ an 310 ausgewählten Standorten z.B. in Restaurants, Kneipen und weiteren öffentlichen Orten.

Vom 23. Februar bis zum 1. März sind die sieben Motive mit ihren Hochschulbotschafterinnen und -botschaftern zu sehen. Begleitet wird die Kampagne durch Onlineauftritte und die Bewerbung auf Social Media-Plattformen wie Meta und TikTok.

Alle Motive sind auch auf dem Portal der Hochschulmarketingkampagne des Landes veröffentlicht:
www.studieren-mit-meerwert.de/kampagnenmotive/

Die Kommunikation für „Studieren mit Meerwert“ wird im Rahmen der Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“ durch die Agenturen Werk 3 Rostock und Mandarin Medien Schwerin betreut und umgesetzt.

M-V bildet 2026 neue Moorspezialist*innen aus

Schwerin – Das „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V bildet seit April 2025 in einem anspruchsvollen Modellvorhaben Moorspe­zialistinnen und Moorspezialisten aus, um den Mangel an Fach­kräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen. Für den zweiten Jahrgang schreibt das IMS zurzeit neue Stellen für angehende Moorspezialist*innen aus und lädt interessierte Institutionen ein, als Einsatzstelle die praktische Ausbildung zu unterstützen.

Zum Sommer 2026 startet das Institut mit 18 neuen Teilneh­menden in Mecklenburg-Vorpommern, die sich über drei Jahre fachpraktisch und theoretisch für die Umsetzung von Wiederver­nässungsprojekten im Moorklimaschutz qualifizieren und zum Abschluss ein Zertifikat erwerben. Zudem ist geplant, erstmals zwei weitere Stellen des Qualifizierungsprogramms in Nieder­sachsen auszuschreiben, die ebenfalls vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut werden sollen.

„Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspezialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land geförderten Professur Moorkunde angeboten. „In dem praktischen Ausbildungsteil vermitteln u.a. Wasser- und Bodenverbände, Vorhabenträger, Behörden und Planungsbüros als Einsatzstellen Fachkenntnisse zum Wasser­haushalt und Wasserbau, im Boden- und Naturschutz und nicht zuletzt im Wasserrecht, die wir bei Fachkräften unbedingt brauchen, um Moorprojekte sachgerecht und zügig umzusetzen“, erklärt Backhaus.

„Ich durfte die ersten Teilnehmenden des Qualifizierungs­programms und ihre Projekte nach einem halben Jahr Qualifizierung kennenlernen und war begeistert von der Expertise, die sie sich in dieser kurzen Zeit bereits erarbeitet haben“, so Backhaus weiter.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, schätzt die breite Unterstützung und das Bekenntnis von Land und Bund zum Programm:

„Wir werden fachlich und organisatorisch von Politik und Verwaltung sowie Wissenschaftlern und Fachpraktikern aus dem eigenen Land und dem ganzen Bundesgebiet intensiv in der Ausbildung unterstützt. Daneben sind wir durch das Gesamtbudget i. H. v. 34 Mio. Euro in der Lage, mit unserem neu gegründeten Institut die Qualifizierung äußerst professionell umsetzen.“

Gefördert wird das Projekt im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Weitere Finanzierung erhält das Projekt aus Landesmitteln aus dem Sondervermögen Natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten jungen Teilnehmenden“, sagt Stefer.

Bachelor- und Masterabsolventen und –absolventinnen unterschiedlicher Studienfachrichtungen können sich ab sofort auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben. Interessierte Institutionen können sich bis zum 15. April an einem Interessensbekundungsverfahren beteiligen, um Einsatzstelle für den praktischen Ausbildungsteil des zweiten Jahrgangs zu werden.

Link Stellenausschreibung: www.karriere-in-mv.de

Link Interessensbekundungsverfahren: www.lung.mv-regierung.de

Seit 2016 rund 880 Millionen Euro für Schulbau bereitgestellt

Schwerin – Seit 2016 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Schulbau investiert. Insgesamt wurden landesweit rund 550 Schulbauvorhaben bei Gesamtinvestitionen von rund 1,4 Milliarden Euro mit einem Fördervolumen von etwa 880 Millionen Euro in Förderprogramme des Landes aufgenommen oder Fördermittel in Aussicht gestellt. Rund 540 Millionen Euro davon sind bereits ausgezahlt worden.

„Gute Schulen sind die Grundlage für gute Bildung – und gute Bildung ist die Grundlage für die Zukunft unseres Landes. Gute Lernbedingungen sind die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel bis zur digitalen Transformation. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen baulich modern, energetisch sinnvoll saniert und technisch zeitgemäß ausgestattet sind. Deshalb hat der Schulbau für die Landesregierung seit Jahren höchste Priorität“, betont MV-Bauminister Christian Pegel.

Breites Förderspektrum – gezielte Investitionen

Allein im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Inneres und Bau MV wurden im Zeitraum 2016 bis 2025 rund 300 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von etwa 715 Millionen Euro begleitet oder bewilligt. Damit deckt das Bauministerium rund 81 Prozent des gesamten Fördervolumens der Schulbauförderung des Landes ab.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 2017 gestarteten „Sonderprogramm für den Schulbau“ mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Finanziert wurden 26 Vorhaben – darunter auch Schulbauprojekte an überregionalen Förderzentren – über das Bundesprogramm Kommunalinvestitionsförderung (KInvF) Teil II Schulbau sowie den Strategiefonds des Landes. Ziel war insbesondere der barrierefreie Umbau und die Stärkung inklusiver Schulstandorte.

„Wir investieren gezielt dort, wo Schulen modernisiert, erweitert oder neu gebaut werden müssen – und zwar so, dass sie den Anforderungen von Inklusion, Barrierefreiheit und zeitgemäßer Pädagogik gerecht werden“, so Christian Pegel weiter.

Programme zeigen Wirkung

Zu den wichtigsten Programmen der vergangenen Jahre zählen unter anderem:

  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 1 Städtebau (2018–2024) konnten zwölf große Schulbauvorhaben und eine Machbarkeitsstudie mit einem Fördervolumen von rund 45,7 Millionen Euro umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Schulzentrum in Sundhagen. Dort wurde im September 2021 der Neubau einer Grund- und Regionalen Schule mit einer Zweifeld-Sporthalle und Außenanlagen fertiggestellt.
  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 2 Schulbau (2019–2026) wurden 13 große Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 75,2 Millionen Euro unterstützt, von denen neun fertiggestellt wurden. Mit diesem Programm konnte beispielsweise der Ersatzbau der Europaschule – Regionalschule mit Grundschulteil – in Hagenow realisiert werden, der im September 2024 fertiggestellt wurde. Bis zum Ende des Jahres 2026 werden voraussichtlich weitere vier Vorhaben fertiggestellt.
  • Im Strategiefonds Schulbau M-V (2020–2025) konnten 13 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 23,7 Millionen Euro vollständig umgesetzt werden, darunter der Schulcampus Käthe-Kollwitz in Anklam. Die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wurde im September 2025 abgeschlossen.
  • Das landeseigene Schulbauprogramm (hervorgegangen aus dem M-V-Schutzfonds zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen., 2020–2026) unterstützte 73 Vorhaben – davon 38 kleinere und 35 größere Schulbauvorhaben – zur Verbesserung der räumlichen Kapazitäten und der Hygienestandards mit einem Gesamtvolumen von rund 73 Millionen Euro. Dabei wurden elf Schulbauvorhaben freier Träger aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2025 wurden 65 Schulbauvorhaben fertiggestellt. Bis zum Jahresende 2026 werden voraussichtlich weitere acht im Bau befindliche Vorhaben fertiggestellt. Teil dieses Programms war z. B. der Neubau der Mosaik-Schule als Teil der Entwicklung des Schulcampus in Grevesmühlen. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wurde im September 2025 fertiggestellt.

Ergänzend wurden Schulbauprojekte unter anderem über EFRE, ELER, die Bund-Länder-Städtebauförderung sowie verschiedene Investitionspakte unterstützt.

Schulbau bleibt Daueraufgabe

Der Schulbau bleibt weiterhin ein zentrales Handlungsfeld der Landesregierung. Im Rahmen des Konjunkturprogramms Schulbau 2024–2027 nach § 10a FAG M-V wurden zusätzlich 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Ab 2026 stehen weiterhin Mittel der Bund-Länder-Städtebauförderung zur Verfügung. Im Rahmen des EFRE-Programms M-V 2021-2027 wurden im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung und Verbesserung der Energieeffizienz für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur rund 16,5 Millionen Euro bewilligt und rund 18,6 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Ab 2026 bis 2037 werden darüber hinaus 600 Millionen Euro mit dem „MV-Plan 2035“ für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur im Rahmen des neuen Sondervermögens Infrastruktur des Bundes durch das Land über die Landkreise bereitgestellt. Der Start wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen.

„Mit gezielten Investitionen schaffen wir nicht nur sichere und attraktive Lernorte für Schülerinnen und Schüler, sondern unterstützen auch Lehrkräfte in ihrer wichtigen Arbeit. Gleichzeitig stärken wir die Kommunen, entlasten sie langfristig und setzen wichtige Impulse für regionale Wertschöpfung. Schulbau ist damit weit mehr als eine Pflichtaufgabe – er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns. Wir werden diesen Kurs konsequent fortsetzen“, sagt Bauminister Christian Pegel abschließend.

Land erhöht Anzahl von Klassenfahrten

Oldenburg: In der Schullaufbahn eines Kindes sind zwei zusätzliche Fahrten möglich

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern stehen in diesem Jahr mehr Mittel für Klassenfahrten bereit als im vergangenen Jahr. Im Jahr 2026 sind 1,2 Millionen Euro eingeplant, im vergangenen Jahr standen 968.500 Euro zur Verfügung. „Wie bereits in den Vorjahren konnten auch für das Kalenderjahr 2026 sämtliche Klassenfahrten genehmigt werden, die den Voraussetzungen entsprachen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das haben wir geschafft, weil wir die Zuschüsse für die Reisekosten der Lehrkräfte erhöht haben. Trotz der angespannten Haushaltslage ist es uns gelungen, den Etat anzuheben“, sagte Oldenburg.

Durch die weiteren finanziellen Mittel können Kinder und Jugendliche während ihrer Schullaufbahn an zwei weiteren Klassenfahrten teilnehmen, zusätzlich zu den bereits jetzt stattfindenden Klassen-, Studien- und Schülergruppenfahrten. „Somit wird es ab dem nächsten Jahr jeweils eine zusätzliche Fahrt in der Grundschule und in der Orientierungsstufe geben. Diese Fahrten waren zuvor nur in Ausnahmefällen möglich“, so die Bildungsministerin weiter. „Gemeinsame Unternehmungen sind für das soziale Miteinander besonders förderlich. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen wichtige Erfahrungen in der Schulzeit. Diese positiven Erlebnisse wollen wir verstärken.“

Zudem erhalten die Schulen früher eine Genehmigung für die Schulfahrten. Bisher mussten Klassenfahrten bis zum 15. November eines jeden Jahres für die Schulfahrten-Jahresplanung eingereicht werden. „Diese Frist haben wir auf Anfang Oktober vorgezogen. Damit haben die Schulen mehr Planungssicherheit und einen größeren Planungsvorlauf“, sagte Oldenburg.

Im Jahr 2026 hat das Land rund 1.700 Schulfahrten genehmigt. Dabei haben die Schulen ganz unterschiedliche Reiseziele: Während Grundschulklassen überwiegend Orte in Mecklenburg-Vorpommern besuchen, sind Schülerinnen und Schüler in den höheren Jahrgangsstufen auch deutschlandweit oder im europäischen Ausland unterwegs. Viele Grundschulen besuchen das Feriencamp Gnitz auf der Insel Usedom, höhere Jahrgangsstufen fahren zum Beispiel nach Dresden oder Berlin.

Die organisatorischen Rahmenbedingungen regelt die Verwaltungsvorschrift „Durchführung von Schulwanderungen und Schulfahrten an öffentlichen, allgemein bildenden und beruflichen Schulen“. Die Verwaltungsvorschrift wird derzeit von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitarbeitenden der Staatlichen Schulämter, Vertretungen der Schulleitungsvereinigungen sowie dem Bildungsministerium, überarbeitet.