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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Zentrale Abschlussprüfungen starten

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg

Schwerin – In dieser Woche beginnen an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern die Abschlussprüfungen. In diesem Jahr sind rund 11.600 Schülerinnen und Schüler in 46 Prüfungsfächern für die Abschlussprüfungen angemeldet. Den Anfang macht die zentrale und ländergemeinsame Abiturprüfung im Fach Deutsch am Dienstag, 28. April 2026. Die weiteren ländergemeinsamen Abiturprüfungen finden an folgenden Terminen statt:

  • Englisch am 30. April 2026,
  • Mathematik am 6. Mai 2026,
  • Französisch am 8. Mai 2026,
  • Biologie am 12. Mai 2026,
  • Physik am 13. Mai 2026 und
  • Chemie am 19. Mai 2026.

Die zentralen Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife starten am 21. Mai mit dem Fach Deutsch und die der Fachoberschule am 18. Mai 2026 ebenfalls mit dem Fach Deutsch. Alle Termine der Abschlussprüfungen sind auf dem Bildungsserver MV unter „Prüfungen und Abschlüsse“ einsehbar.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg: „Die Abschlussprüfungen markieren einen bedeutenden Abschnitt nach vielen Jahren des Lernens und persönlichen Wachsens. Gehen Sie mit Zuversicht und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten in diese Zeit. Sie haben sich gemeinsam mit Ihren Familien und Lehrkräften gut vorbereitet – nun wünsche ich Ihnen Ausdauer, Konzentration und gute Ergebnisse.“

Im Abitur werden in den allgemein bildenden und berufsbezogenen Fächern in diesem Jahr insgesamt 16.093 Prüfungen schriftlich abgelegt. Die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten liegt bei 5.360 Prüflingen. Zu den Prüfungen der Mittleren Reife sind 6.220 Schülerinnen und Schüler angemeldet. An den Fachoberschulen treten 31 Prüflinge ihre Abschlussprüfungen zur Fachhochschulreife an.

300 Fachkräfte beim 26. Kindergartentag in Güstrow

Oldenburg: Vielfalt ist gelebter Alltag in unseren Kindertageseinrichtungen

Güstrow – Vielfalt bewusst wahrzunehmen, wertzuschätzen und pädagogisch zu begleiten, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Kindergartentages. Unter dem Motto „Kleine Menschen, große Vielfalt. Gemeinsam Potenziale entfalten.“ kommen am Samstag, 25. April 2026, rund 300 pädagogische Fachkräfte in Güstrow zur landesweiten Fortbildungs- und Fachveranstaltung zusammen.

Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung:„Unsere Kitas sind Orte gelebter Vielfalt. Jedes Kind bringt seinen eigenen Schatz an Erfahrungen und Talenten mit. Die landesweite Fortbildungsveranstaltung möchte die Fachkräfte stärken: Sie begleiten Kinder individuell, entfalten ihre Potenziale und fördern das Miteinander im Team. Ich freue mich sehr, dass so viele Erzieherinnen, Erzieher und Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern diese Angebote nutzen, um jedes Kind bestmöglich zu fördern.“

Heiko Grunow, Vorstandsvorsitzender Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V.:„Es ist ein beeindruckendes Signal, dass der Kindergartentag auch in seiner 26. Auflage eine so hohe Resonanz erfährt und mit bereits über 300 Anmeldungen die ungebrochene Relevanz dieses Austauschs unterstreicht. Angesichts der wachsenden Vielfalt im Kita-Alltag verdient die tagtägliche Arbeit der pädagogischen Fachkräfte höchste Anerkennung, da sie die individuellen Potenziale jedes Kindes in den Mittelpunkt stellen. Unser gemeinsames Ziel ist es, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Kinder gesund aufwachsen und sich bestmöglich entfalten können.“

Sebastian Körner, Geschäftsführer der Unfallkasse MV: „Vielfalt eröffnet Kindern große Entwicklungschancen, stellt jedoch auch hohe Anforderungen an den Kita-Alltag. Entscheidend ist, dass Fachkräfte diese Vielfalt nicht nur pädagogisch begleiten, sondern auch sichere und gesunde Rahmenbedingungen schaffen können. Genau hier setzt der Kindergartentag an: Er verbindet fachliche Impulse mit praxisnaher Prävention und stärkt die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit.“

Der Kindergartentag MV wird jährlich von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern organisiert. In diesem Jahr stehen 26 Angebote zu Themen wie inklusivem Kindersport, interkultureller Ernährung und der Förderung grundlegender Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Programm. Ziel ist es, Vielfalt im Kita-Alltag bewusst und wertschätzend zu gestalten. Ergänzt wird das Programm durch ein Impulsreferat sowie den „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Praxisbeispiele und Projekte vorgestellt werden.

Die Eröffnung des Kindergartentages erfolgt in diesem Jahr in einem Gesprächsformat: Neben Ministerin Oldenburg nehmen Heiko Grunow sowie Sebastian Körner an einem moderierten Begrüßungsgespräch teil. Die Moderation übernimmt Jörg Klingohr.

Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr im Großen Festsaal der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow.

Digitale Sprechstunde für Eltern und Lehrkräfte

Oldenburg: Direkter Austausch ist zentraler Bestandteil der Bildungspolitik

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern und Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern im Mai fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Sprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Sprechstunde ein. Diese findet am Montag, 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr für Eltern und ab 18:00 Uhr für Lehrkräfte statt.

„Der direkte Austausch mit Eltern und Lehrkräften ist ein zentraler Bestandteil unserer Bildungsarbeit. Gemeinsam gestalten wir Schule – ich freue mich darauf, zu hören, was gut läuft und wo wir noch nachjustieren müssen. Offene Gespräche lösen oft Fragen unkompliziert und schaffen Vertrauen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg

Die digitale Sprechstunde richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail mit Angabe der teilnehmenden Personen und des Themas sowie mit der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de. Sie erhalten dann eine Zu- oder Absage.

Digitale Elternsprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 17:00 Uhr

Digitale Lehrkräftesprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 18:00 Uhr

24 Europaschulen stärken europäische Bildung

Oldenburg: Wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich 24 Europaschulen für eine starke europäische Dimension im Bildungswesen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen, Mehrsprachigkeit und einem gemeinsamen europäischen Werteverständnis bei Kindern und Jugendlichen. „Europa beginnt im Klassenzimmer“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wenn Schülerinnen und Schüler frühzeitig Sprachen lernen, andere Kulturen kennenlernen und internationale Erfahrungen sammeln, stärkt das nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern auch den europäischen Zusammenhalt“, so Oldenburg.

Die Europaschulen verankern Themen wie Demokratie, Freiheit, nachhaltige Entwicklung und interkulturelles Lernen im Schulalltag. Dabei profitieren alle Schularten – von der Grundschule bis zur beruflichen Schule. Ein besonderer Fokus liegt auf internationalen Schulpatenschaften und Austauschprogrammen. Diese fördern nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern auch Toleranz, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. „Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können“, so die Bildungsministerin weiter.

Ein zentrales Element der Europaschulen ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten Europa-Curriculums. Es verbindet fachliches Lernen mit interkultureller Bildung und fördert gezielt das Verständnis der Schülerinnen und Schüler von Europa. Ergänzt wird das fachliche Lernen durch vielfältige Fremdsprachenangebote – teilweise bereits ab der ersten Klasse – sowie durch internationale Begegnungen und Auslandspraktika.

Mit der Besetzung der Landeskoordination zum 1. September 2025 hat das Land die Unterstützung der Schulen weiter gestärkt. Zudem sorgt ein neues einheitliches Logo für mehr Sichtbarkeit innerhalb des Netzwerks und darüber hinaus. Die feierliche Übergabe von Wandplaketten an die Schulen im vergangenen Schuljahr hat die Bedeutung eines gemeinsamen Auftritts unterstrichen. „Wir haben damit die Europaschulen und ihr Engagement noch weiter ins Bewusstsein gerückt“, betonte Oldenburg. „Das neue Erscheinungsbild macht deutlich: Diese Schulen stehen für Qualität, Offenheit und den internationalen Austausch.“

Anlässlich des bevorstehenden EU-Projekttages an Schulen am Montag, 27. April 2026, und der Europawochen vom 30. April bis 31. Mai 2026, wird das Engagement der Europaschulen besonders sichtbar. Veranstaltungen und Projekte bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und eigene Ideen einzubringen.

Übersicht über die Europaschulen in Mecklenburg-Vorpommern: 

  • Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
  • Schloss-Gymnasium Gützkow
  • Regionale Schule Jarmen
  • Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz
  • Europaschule Oskar-Picht-Gymnasium
  • Europaschule „Arnold Zweig“ Pasewalk
  • Regionale Schule „Adolph Diesterweg“ Stralsund
  • Regionale Schule mit Grundschule „Pestalozzi“ Demmin
  • Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Neubrandenburg
  • Grundschule Mitte „Uns Hüsung“ Neubrandenburg
  • Gesamtschule „Vier Tore“ Neubrandenburg
  • Gymnasium Am Sonnenkamp Neukloster
  • Grundschule Europaschule Kiefernheide Neustrelitz
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz
  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  • SchulCampus Evershagen
  • Hundertwasser-Gesamtschule Rostock
  • Gymnasium Reutershagen Rostock
  • Verbundene Regionale Schule und Gymnasium Rövershagen
  • Europaschule Gymnasium Teterow
  • Europaschule Hagenow
  • Pädagogium Schwerin
  • Grundschule „John Brinckman“ Schwerin

Lesereise M-V: Ein Geschichtenbuch für Kita-Kinder im ganzen Land

Oldenburg: Lesen ist ein Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Selbstvertrauen

Schwerin – Zum Internationalen Tag des Buches startet in Mecklenburg-Vorpommern die landesweite „Lesereise M-V“. Ab dem 23. April erhalten alle vier- bis fünfjährigen Kinder in Kindertageseinrichtungen und bei Kindertagespflegepersonen ein eigens entwickeltes Geschichtenbuch mit dem Titel „Blätter rascheln laut und leise. Mach dich auf die Lesereise!“. In der AWO-Kita „Emil-Grünberg-Haus“ in Wismar hat Bildungsministerin Simone Oldenburg die ersten Exemplare an die Kinder überreicht und damit das Startsignal für die landesweite Verteilaktion gegeben.

„Heute ist ein besonderer Tag: Wir starten mit der Verteilung unseres neuen Geschichtenbuches. Als Initiatorin und Schirmherrin des Projekts freue ich mich sehr, dass aus einer Idee ein gemeinsames Vorhaben entstanden ist, das von großem Engagement und der festen Überzeugung getragen wird, dass Lesen ein Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Selbstvertrauen ist“, sagte die Ministerin.

Das Buch begleitet die Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule. Es enthält Geschichten, Reime, Bilder und Rätsel, die zum Mitmachen, Nachdenken und Erzählen anregen. „Ich freue mich, dass wir für das Buch Beiträge von renommierten Kinderbuch-autorinnen und -autoren wie Kirsten Boie und Paul Maar gewinnen konnten. Gleichzeitig bereichern auch Autorinnen und Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern das Projekt. Die Illustrationen greifen regionale Bezüge auf und machen das Buch zu einem Stück gelebter Heimat“, so die Ministerin.

Ergänzt wird das Geschichtenbuch durch ein kostenfreies Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte. Dort erfahren sie, wie sie das Buch gezielt zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz in der Kita, in der Familie und in Kooperation mit öffentlichen Bibliotheken einsetzen können. Erste Workshops haben bereits in Parchim, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Greifswald stattgefunden. Ein Online-Portal, das in Kürze freigeschaltet wird, wird zusätzlich Materialien, Anleitungen und Impulse für Fachkräfte und Eltern bereitstellen.

Die „Lesereise MV“ ist ein Modellprojekt innerhalb der durchgängigen Sprachbildungsstrategie Mecklenburg-Vorpommerns, die alle Bildungsetappen von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Bildung umfasst. Ziel ist es, bildungssprachliche Kompetenzen systematisch aufzubauen, Übergänge zu stärken und Chancengleichheit zu fördern.

Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung stellt für das Modellprojekt „Lesereise MV“ 350.000 Euro im Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2027 zur Verfügung. Projektträger ist der Verein „Aktion Sonnenschein MV“.

Verbesserungen in der Kindertagesförderung gelingen nur gemeinsam

 Oldenburg: Qualitätsverbesserungen müssen finanzierbar sein

Schwerin – „Der Landesregierung sind unsere Kitas und weitere Qualitätsverbesserungen wichtig. Unser Ziel ist es, unter anderem die Erzieherinnen und Erzieher im System zu halten“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg mit Blick auf das angekündigte Volksbegehren zur Verbesserung der Situation in den Kindertageseinrichtungen im Land.

Neue Maßnahmen in der Bildung und Förderung können nur im Austausch miteinander und mit gemeinsam abgestimmten Zielen erarbeitet und umgesetzt werden. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Absenkung des Betreuungsschlüssels und zur Steigerung der Betreuungsqualität.

„Deshalb befassen wir uns im Dialogprozess ‚Gute Kita 2030‘ mit den Kommunen, Trägern, Gewerkschaften, Eltern sowie den Erzieherinnen und Erziehern genau mit diesen Fragen. Hier besprechen wir auch einen konkreten Fahrplan, wie wir diese umsetzen können“, so die Ministerin weiter. „Die Dimension der Forderung im Volksbegehren von bis zu 800 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr sowie bis zu 13.000 zusätzlichen Erzieherinnen und Erziehern sind unrealistisch. Damit würden sich die Ausgaben für die Kindertagesförderung nahezu verdoppeln. Wir müssen zu einer machbaren und finanzierbaren Lösung kommen.“

Zum Schuljahr 2026/2027 setzt das Land schrittweise den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung um. Damit hat jedes Kind, beginnend bei den Erstklässlern, einen Anspruch auf eine 40-stündige Förderung inklusive der Ferienzeiten. Das ist eine Verbesserung gegenüber der bisher geltenden 35-stündigen Förderung und ein großer Schritt hin zu mehr Chancengleichheit sowie zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs bringt folgende Regelungen mit sich:

  • Alle Kinder erhalten automatisch eine 40-stündige Förderung. Für diese Förderung sind keine Nachweise mehr nötig. Lediglich eine formlose Anmeldung beim Jungendamt.
  • Bei Bedarf können Eltern weiterhin eine 50-stündige Förderung beim Jugendamt unter Nutzung der dort bereitgestellten Formulare beantragen.
  • Wir gehen davon aus, dass die 50-stündige Förderung weiterhin das Angebot ist, welches Eltern am häufigsten wählen werden.

Wie wichtig der Landesregierung auch die frühkindliche Bildung ist, zeigen die Verbesserungen für die Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher, die in den letzten Jahren erreicht worden sind:

  • Über 1.200 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher konnten durch mehr Landesgeld eingestellt werden, um den Mindestpersonalschlüssel in den Kitas umzusetzen.
  • Übernahme der Sprachkitas in die Landesförderung.
  • Schrittweise Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses von 1:18 auf 1:14.
  • Beitragsfreiheit für alle Kinder in Krippe, Kita, Kindertagespflege, Hort und Ferienhort entlastet die Familien. Eltern sparen je Kind bis zu 18.000 Euro an Betreuungskosten.
  • Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird für Grundschulkinder der Rechtsanspruch auf einen Hortplatz schrittweise eingeführt. Dieser gilt unabhängig von der Erwerbstätigkeit der Eltern.
  • Kitas in MV haben die längsten Öffnungszeiten bundesweit und  bieten den Eltern eine hohe Verlässlichkeit durch wenige Schließtage im Jahr.

„Weitere Qualitätsmaßnahmen, besonders in der Krippe, sind weiterhin dringend notwendig. Dies kann jedoch nur schrittweise, mit Augenmaß und gemeinsam mit den Kommunen erfolgen“, sagt Simone Oldenburg.

Kindern in der Grundschule praktische Fähigkeiten vermitteln

Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“ startet zum neuen Schuljahr

Schwerin – Zum neuen Schuljahr startet an den Grundschulen das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“. Hier lernen die Mädchen und Jungen praxisnah den Umgang mit alltäglichen Dingen des Lebens.  „Wir möchten, dass Kinder bereits in der Grundschule Dinge ihres alltäglichen Lebens besser kennenlernen, um später ihren Alltag selbstständig bestreiten zu können“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Warum wackeln meine Zähne? Welche Zutaten brauche ich, wenn ich einen Geburtstagskuchen für meine Eltern oder Freunde backen möchte? Wie komme ich mit meinem Taschengeld zurecht? Genau diese und ähnliche Fragen greift unser Angebot auf.“

Das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“ kann zwei- bis dreimal pro Schuljahr im Rahmen des regulären Unterrichts, in Form eines Projekts, eines Projekttags, eines Umwelttags oder einer Schulwanderung umgesetzt werden. Es umfasst verschiedene Themenbereiche, die eng mit den Inhalten der Rahmenpläne für die Fächer Sachunterricht, Deutsch, Mathematik und Werken verknüpft sind. Im Themenbereich „Ohne Moos nichts los” lernen die Kinder beispielsweise den richtigen Umgang mit Geld. Im Bereich „Bunt und gesund” dreht sich alles um eine gesunde Ernährung. Die Kinder können eine Ernährungspyramide erstellen oder gemeinsam kochen. Im Themenfeld „Hör zu” sind Projekte zum Umgang mit Gefühlen und Emotionen wie Wut und Trauer sowie Übungen zur Stressbewältigung möglich.

Für weiterführende Schulen hat bereits mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres der Modellversuch „Globales Lernen: selbstständig, partizipativ und kooperativ“ begonnen. In Projektwochen, Werkstätten oder auch gemeinsam mit außerschulischen Partnern setzen sich Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern fächerverbindend mit konkreten gesellschaftlich relevanten Fragen auseinander. Sie sind im Orientierungsrahmen „Globale Entwicklung“ der Kultusministerkonferenz verankert und können die Themenbereiche Mobilität, Bildung, Good Governance, Klimapolitik, Globalisierung, Entwicklungszusammenarbeit und Friedenssicherung umfassen. Schülerinnen und Schüler lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen, kritisch zu reflektieren und Stellung zu beziehen.

Mehr als 4.300 Lehrkräfte in den letzten Jahren eingestellt

Oldenburg: Wir setzen alles daran, Lehrkräfte auszubilden, im Land zu halten und an den Schulen einzustellen

Schwerin – Trotz des bundesweiten Fachkräftemangels hat Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2021 bis 2025 insgesamt 4.327 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen eingestellt. Die Zahl der Einstellungen im Jahr 2025 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Jahr 2024 waren es 779 Lehrkräfte, im Jahr 2025 insgesamt 806 Personen. „Gute Bildungsangebote lassen sich nur mit qualifiziertem Personal gestalten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Deswegen setzen wir alles daran, Lehrkräfte auszubilden, im Land zu halten und an den Schulen zu beschäftigen. Dafür stellen wir das ganze Jahr über Lehrerinnen und Lehrer ein. Mit unserer Lehrerwerbekampagne machen wir auf das Angebot an freien Stellen aufmerksam. Ich freue mich über jede Lehrkraft, die sich für eine Schule im Land entscheidet“, so Oldenburg. Die offenen Stellen sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de öffentlich ausgeschrieben.

Das Land hat in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen umgesetzt, um den Schuldienst attraktiver zu gestalten. Um Lehrkräfte zu gewinnen, erhalten Referendarinnen und Referendare, die an ausgewählten Schulen – insbesondere im ländlichen Raum – arbeiten, Zuschläge zu ihren Bezügen in Höhe von 40 Prozent. Stellenbesetzungsverfahren wurden gestrafft, um Lehrkräfte schneller einzustellen. So gelingt es regelmäßig, Bewerberinnen und Bewerber innerhalb von sechs Wochen einzustellen bzw. ihnen ein Einstellungsangebot zu unterbreiten. Neu eingestellte Lehrkräfte erhalten Zuschläge zu ihren Bezügen, wenn sie sich auf Stellen in Bedarfsfächern an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im ländlichen Raum sowie an beruflichen Gymnasien bewerben. Das sind Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie und Physik sowie Arbeit-Wirtschaft-Technik und Geografie.

Der Anteil der neu eingestellten Lehrkräfte im Seiteneinstieg ist zuletzt leicht gesunken, weil sich grundständig ausgebildete Lehrkräfte wieder verstärkt bewerben. Waren 2024 noch 42,2 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte Seiteneisteigerinnen und Seiteneinsteiger, so machte ihr Anteil 2025 39,3 Prozent aus. „Wir sind in Zeiten des Fachkräftemangels auf Lehrkräfte im Seiteneinstieg angewiesen. Die Entscheidung, den Beruf zu wechseln, verdient großen Respekt. Für diese Aufgabe qualifizieren wir Lehrkräfte im Seiteneinstieg umfassend. Genau das passiert seit der Neuorganisation der Ausbildung vor drei Jahren“, betonte die Bildungsministerin. Lehrkräfte im Seiteneinstieg absolvieren vor Beginn ihrer Unterrichtstätigkeit eine dreimonatige Qualifizierung in Methodik und Fachdidaktik, bevor sie das erste Mal unterrichten. Daran schließt sich die 15-monatige Grundlegende Pädagogische Qualifizierung an. Die Ausbildung dauert insgesamt über vier Jahre.

Zudem hat die Landesregierung eine Ausbildung zu multiprofessionellen Fachkräften begonnen. Damit können Personen an den Schulen beschäftigt werden, die gleichzeitig als Lehrkräfte und als unterstützende pädagogische Fachkräfte arbeiten. Sie werden insbesondere in „Flexiblen Lerngruppen“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein weiteres Angebot für Kinder und Jugendliche, denen die Bewältigung des Schullalltags schwerfällt. „Weil die Klassen heterogener geworden sind, erweitern wir die pädagogischen Ressourcen. Mit den multiprofessionellen Fachkräften stärken wir die pädagogische Arbeit an unseren Regionalen Schulen und Gesamtschulen“, sagte Oldenburg.

Die Regierungspartner haben sich im Koalitionsvertrag auf das Programm „Schule in MV – Aufbruch 2030: 1.000 Stellen besetzen, sichern, erweitern“ verständigt. Mit dem Doppelhaushalt 2024/2025 stehen diese Stellen vollständig bereit. Sie sind für Lehrkräfte, Vertretungslehrkräfte, externe Vertretungskräfte, für eine bessere personelle Ausstattung an beruflichen Schulen, Personal für die Digitale Landesschule, unterstützende pädagogische Fachkräfte, für die Qualifizierung von Lehrkräften im Seiteneinstieg, Alltagshilfen und Verwaltungskräfte an Schulen eingerichtet worden. Insbesondere die Einstellung von Alltagshilfen und Verwaltungskräften führt dazu, dass Lehrkräfte entlastet werden und sich mehr auf ihre pädagogischen Kernaufgaben konzentrieren können. Damit wurde nicht nur das Versprechen der Landesregierung eingelöst, sondern es wurden sogar noch mehr Personen eingestellt als verabredet. So sind im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 1.481 mehr Beschäftigte an den Schulen tätig.